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Vibrator für Siebe u. dg1. Die Erfindung betrifft einen Vibrator zur
Erzeugung von Vibrationen bei Sieben, wie solche beispielsweise zum .blieben von
zerkleinertem Erz benutzt werden. Derartige Siebe erhielten bisher eine Rüttel-
oder Schüttelbewegung, die eine verhältnismäßig schnelle Abnutzung der Lagerteile
verursachte. Durch den Erfindungsgegenstand wird das Sieb in Vibrationen solcher
Art versetzt, daß Stöße oder Schläge, die auf die Lagerstellen schädlich wirken,
gänzlich vermieden werden. Erfindungsgemäß wird das Sieb durch den Vibrator derart
beeinflußt, daß die Siebmaschen kleine Kreisbewegungen mit großer Geschwindigkeit
in einer zur Siebfläche senkrecht liegenden Ebene ausführen.
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Versuche haben ergeben, daß diese Bewegungen der Siebmaschen, wenn
sie an sich auch nur klein sind, auf das zu siebende Material weit besser wirken
als die gebräuchlichen Schüttelbewegungen.
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Der Erfindungsgegenstand wirkt in der Weise, daß lose in radialen
Führungen eines mit großer Geschwindigkeit umlaufenden Rotationskörpers untergebrachte
Gewichtsmassen durch Fliehkraft kreisförmige Bewegungen eines Gehäuses hervorbringen,
auf welches das Sieb abgestützt ist.
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Durch Anordnungen der Führungen für die Gewichtsmassen an den beiden
Enden des Rotationskörpers in der Weise, daß die Führungen des einen Endes zu denen
des anderen Endes um iSo° versetzt sind, kann eine Ungleichmäßigkeit in der Bewegung
der Siebmaschen in der Art hervorgerufen werden, daß die Siebmaschen der beiden
Siebhälften um einen Winkel von i 8o' zueinander verschobene, aber im gleichen Drehsinn
verlaufende Kreisbewegungen ausführen. Auf der Zeichnung ist der Vibrator beispielsweise
dargestellt: Abb. i zeigt den Vibrator bei einem Längsschnitt mit teilweiser Ansicht,
Abb. a zeigt das Sieb mit dem Siebgestell und dem Vibrator in Ansicht, mit teilweisem
Schnitt vom einen Siebende aus gesehen, Abb. 3 ist ein Querschnitt durch den Vibrator,
mitten durch die Gewichtsmassenführungen gelegt.
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Das Sieb a wird von seitlichen aufwärtsgerichteten armen des Gestells
b getragen, und zwar derart, daß es durch seine Ränder umklammernde. Rohrklemmen
c mehr oder weniger straff gespannt werden kann. Demgemäß sind die aufrechten Arme
des Gestelles zu winkelförmigen Seitenwangen d verbreitert, die sich seitlich der
Siebränder in deren Länge erstrecken. An den Enden werden die Seitenwangen in verstellbaren
Lagern abgestützt, so daß das Sieb entsprechend dem jeweils abzusiebenden Gut in
verschiedener Schräglage eingestellt werden kann.
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Der Vibrator selbst ist folgendermaßen eingerichtet In einem zweiteiligen,
an seinen beiden Enden schwächer abgesetzten Gehäuse e ist ein ebenfalls zweiteiliges
Gehäuse /untergebracht, das auf einer Achse g durch Stifte lt, Keile, Splinte o.
dgl. gegen unabhängige Drehung gesichert ist. Das äußere Gehäuse wird durch Schraubenbolzen
i zusammengehalten. Zwischen den beiden Teilen des inneren Gehäuses f ist ein Ring
k gelagert, in welchem die Feldwicklung 1 eines Elektromotors angebracht ist, dessen
Anker in auf der Welle ä sitzt. Die Achse g ragt mit ihren beiden Enden aus den
nabenförmigen Vorsprüngen/' des Gehäuses f hervor und trägt daselbst zwei ringförmige
Körper n, die mit radialen
Vertiefungen bzw. Einbohrungen o zur
Aufnahme von Kugeln p versehen sind, die als Gewichtsmassen wirken: Die Ringkörper
n sitzen auf den Enden der Achse g fest und werden somit durch die Achse in Drehung
versetzt, wobei die Kugeln p unter der Wirkung der Fliehkraft an in den Gehäusevorsprüngen
e1 angeordneten Ringbahnen g abrollen. In jedem Ringkörper n sind nur zwei Reihen
von Vertiefungen o diametral gegenüberliegend angeordnet. Nur die eine Reihe der
Vertiefungen o wird zur Aufnahme der Gewichtskugeln p benutzt, während die gegenüberliegende
Reihe der Vertiefungen leer bleibt.
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An der unteren Seite ist das Gehäuse e mit einem Ring r oder mit einem
gerundeten Vorsprung zur Abstützung auf dem Gestell b versehen. Mittels eines um
das Außengehäuse e gelegten Bandes s kann der Vibrator auf dem Gestell U festgespannt
werden.
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Auf den Enden der abgesetzten Teile e1 des Außengehäuses e sind Stützen
t befestigt, die durch aufgesetzte Holzschienen tt die Bewegungen des Vibrators
auf das Sieb a übertragen.
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Zum Zwecke des Antriebes wird der Motor L, in in geeigneter
Weise an eine Stromleitung angeschlossen. Bei dem schnellen Umlauf der Achse g erhalten
die Gewichtsmassen p das Bestreben, aus den ihnen radiale Führung gebenden Vertiefungen
herauszutreten. Die Gewichtsmassen p werden dabei je nach der Umdrehungsgeschwindigkeit
der Achse g mit mehr oder weniger großem Druck an den Ringbahnen g abrollen und
dabei das Gehäuse e, e1 in kreisförmige Vibrationen versetzen, die durch die Stützen
t, u auf das Sieb a übertragen werden.
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Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel sind nun die Gewichtsmassen
p an den beiden Enden des Vibrators so angeordnet, daß die Gewichtsmassen des einen
Endes denjenigen des anderen Endes diametral gegenüberliegen. Infolgedessen bewegen
sich die beiden Vibratorenden entgegengesetzt exzentrisch, und der ganze Vibrator
führt somit außer den kleinen Kreisbewegungen noch eine Schaukelbewegung in seiner
Längsrichtung aus. Diese Schaukelbewegung verursacht wiederum entgegengesetzte Bewegungen
der Maschen der beiden seitlich der Längsmittellinie liegenden Siebhälften.
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In der Praxis soll der Motor oder die sonst zum Antrieb des Vibrators
verwendete Kraftquelle die Achse g mit verhältnismäßig hoher Geschwindigkeit antreiben.
So hat sich beispielsweise eine Geschwindigkeit von 36oo Umdrehungen in der Minute
zum Sieben zerkleinerten Erzes als zweckmäßig erwiesen. Die Spannung des Siebgeflechtes
ist abhängig von der Art des abzusiebenden Materials. Auch die Art des jeweils benutzten
Siebgeflechtes ist dabei zu berücksichtigen. Die zweckmäßigsten Bedingungen für
die Wirkung des Vibrators werden am besten durch Versuche bestimmt.
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Sind aber die Teile einmal richtig eingestellt, so wird die schnelle
Drehung der auf der Achse g festsitzenden Teile Vibrationen von hoher Geschwindigkeit
in den Siebmaschen hervorrufen. Obgleich die Vibrationen nur sehr klein sind, so
sind sie in ihrer Wirkung auf das abzusiebende Material doch sehr kräftig und bewirken
ein bedeutend besseres Sieben, als es mit den bisher gebräuchlich gewesenen. rüttelnden
oder schüttelnden Siebapparaten erzielt werden konnte.
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Infolge der besonderen Bauart des Vibrators und seines Gestells können
alle für die Siebbewegung in Betracht kommenden Teile unter die Siebfläche verlegt
werden, .so daß die obere Siebfläche vollständig für das Beschütten frei bleibt.