DE4003201C2 - Schnellkupplungsvorrichtung für Schmiede- und Transportmanipulatoren - Google Patents
Schnellkupplungsvorrichtung für Schmiede- und TransportmanipulatorenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine
Schnellkupplungsvorrichtung für Schmiede- und
Transportmanipulatoren gemäß dem Oberbegriff des
Patentanspruchs 1.
In der DE-OS 27 31 792 ist eine Chargiermaschine
beschrieben, die einen motorisch angetriebenen Hubwagen
und eine Schnellkupplungsvorrichtung zum wahlweisen Anbringen
von Anbaugeräten, wie Chargiermulden, Chargierzangen oder
Stochstangen, aufweist. Bei dieser bekannten Vorrichtung
müssen jedoch die Arbeitsgeräte jeweils mitsamt ihren
Antriebsaggregaten gewechselt werden. Dies ist nachteilig,
weil die unterschiedlichen, mit eigenen Antriebsaggregaten
ausgerüsteten Arbeitsgeräte sehr teuer sind. Ferner müssen
jedesmal die Energieversorgungsleitungen (Hydraulik- und/oder
Elektroanschlüsse) getrennt bzw. verbunden werden. Wenn es
auch ziemlich leckarme Kupplungen für Hydraulikleitungen
gibt, so ist das Austreten von Hydrauliköl, wenn auch in
nur kleinen Mengen, nicht völlig auszuschließen.
Mit einer ähnlichen Kupplungsvorrichtung wird auch nach
der US-PS 40 87 010 ein Werkzeug, z. B. ein Hydrohammer zum
Aufbrechen von befestigten Böden, an eine Baggerschaufel
gekuppelt. Auch hierbei müssen die Hydraulikverbindungen bei
jedem Werkzeugwechsel gelöst bzw. hergestellt werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine
Schnellkupplungsvorrichtung zu schaffen, die es ermöglicht,
nur den rein mechanischen Teil von Werkzeugen, z. B. Zangen,
ohne deren Antriebsaggregate schnell und einfach zu wechseln,
und die in der Lage ist, hohe Biege- und/oder Drehmomente
bei gleichzeitig hohen Quer- und Längskräften zu übertragen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß grundsätzlich durch
die Merkmale im Kennzeichnungsteil des Patentanspruchs 1 gelöst.
Zweckmäßige Weiterbildungen der Erfindung sind den
Unteransprüchen zu entnehmen.
Die Erfindung vermeidet die geschilderten Nachteile
bekannter Schnellkupplungsvorrichtungen zum Wechseln von
Werkzeugen bzw. Arbeitsgeräten von Schmiede- und
Transportmanipulatoren. Die Werkzeuge können beispielsweise
Block- oder Scheibenzangen sein, die neben einem Drehantrieb
auch noch einen axialen Linearantrieb zum Öffnen und
Schließen der Zange benötigen. Die besonderen Vorteile der
erfindungsgemäßen Schnellkupplungsvorrichtung sind darin
zu sehen, daß bei einem Werkzeugwechsel nur noch das
eigentliche Werkzeug, z. B. Zange, auszuwechseln ist, während
die Antriebsaggregate, z. B. Druckmittelzylinder und
Drehantrieb, mit ihren Anschlußleitungen im Werkzeugträger
verbleiben. Die Anschaffungskosten werden erheblich gesenkt,
und der Werkzeugwechsel wird wesentlich vereinfacht, weil
nur noch etwa die Hälfte der vielfach sehr schweren Geräte
ausgetauscht werden muß. Ölverschmutzungen oder Ölverluste
treten nicht ein, da keine Hydraulikleitungen mehr getrennt
oder verbunden werden müssen.
Ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen
Schnellkupplungsvorrichtung wird nunmehr anhand der
Zeichnungen beschrieben. Es zeigen
Fig. 1 in Seitenansicht einen Schmiede- und
Transportmanipulator, bei dem die
Schnellkupplungsvorrichtung zum Ankuppeln einer
Blockzange zur Anwendung kommt,
Fig. 2 eine Draufsicht des Manipulators nach Fig. 1,
Fig. 2a die Draufsicht einer Scheibenzange, die als
Werkzeug an den Manipulator nach Fig. 1 und 2
ankuppelbar ist,
Fig. 3 in Seitenansicht und teilweise im Schnitt
Einzelheiten der Schnellkupplungsvorrichtung
vor dem Ankuppeln,
Fig. 4 die gleiche Ansicht im gekuppelten Zustand und
Fig. 5 eine teilweise geschnittene Draufsicht der
Schnellkupplungsvorrichtung.
Die Fig. 1 und 2 zeigen einen als Fahrzeug ausgebildeten
Manipulator 1 mit einem Hubrahmen 2, mit dem ein
Werkzeugträger 3 auf und ab bewegbar ist. Mit dem
Werkzeugträger 3 ist über eine Schnellkupplungsvorrichtung 4
ein Werkzeug 5, im vorliegenden Fall eine Blockzange 5a,
verbunden. Die Antriebe für das Werkzeug 5 zum Schließen,
Öffnen und Drehen desselben befinden sich ausschließlich
im Werkzeugträger 3.
Fig. 2a zeigt in Draufsicht eine Scheibenzange 5b,
die als Werkzeug 5 anstelle der Blockzange 5a an den
Manipulator 1 mit Hilfe der Schnellkupplungsvorrichtung 4
angekuppelt werden kann.
Die Fig. 1, 2 und 2a sollen lediglich einen bevorzugten
Anwendungsfall der Schnellkupplungsvorrichtung 4
veranschaulichen, die nunmehr anhand der Fig. 3 bis 5 näher
beschrieben wird.
Fig. 3 zeigt in gesprengter Darstellung, d. h. im
entkuppeltem Zustand bzw. im Zustand vor dem Ankuppeln
den Werkzeugträger 3 und das Werkzeug 5, z. B. die Blockzange
5a nach den Fig. 1 und 2. Im Werkzeugträger 3 befinden sich
die bereits erwähnten Antriebe für das Werkzeug 5, und zwar
der Drehantrieb 6 zum Drehen des Werkzeugs 5 um seine
Längsachse über eine Drehspindel 7 und der Linearantrieb über
eine Kolbenstange 8 für das Öffnen und Schließen der Zange 5a
(bzw. 5b nach Fig. 2a).
Die Schnellkupplungsvorrichtung 4 besteht aus einer
ersten Kupplungs-halbschale 9, die mit der Drehspindel 7 fest
verbunden oder einstückig ausgebildet ist, und einer zweiten
Kupplungs-Halbschale 10, die mit einem Werkzeugkopf 11 des
Werkzeugs 5 bzw. der Zange 5a bzw. 5b fest verbunden ist.
Nach den Fig. 3 bis 5, die die Zange 5a nach den Fig. 1
und 2 zeigen, besteht diese aus Zangenschenkeln 12 mit
Zangenbacken 13 und aus Verbindungslaschen 14, welche die
Zangenschenkel 12 mit einem Schieber 15 im Werkzeugkopf 11
über Gelenke 16 verbinden, während die Zangenschenkel 12
selbst um Gelenke 17 am Werkzeugkopf 11 schwenkbar
gelagert sind.
Der Schieber 15 weist eine T-Nut 18 auf, die nach dem
radialen Zusammenfahren der Kupplungs-Halbschalen 9, 10 einen
Hammerkopf 19 der Kolbenstange 8 umgreift, so daß eine
Antriebsverbindung zwischen der Kolbenstange 8 und dem Werkzeug 5
hergestellt ist. Das Zusammenfahren der Kupplungs-Halbschalen
9, 10 erfolgt dadurch, daß der Manipulator 1 unter das auf
einem Gestell oder Bock ruhende, geöffnete Werkzeug 5
gefahren wird und dann der Hubrahmen 2 in Richtung des Pfeiles
20 in Fig. 3 hochgefahren wird, bis die Kupplungs-Halbschalen
9, 10 sowie der Hammerkopf 19 der Kolbenstange 8 und die
T-förmige Ausnehmung 18 des Schiebers 15 ihre Kuppelstellung
nach Fig. 4 und 5 erreicht haben.
Diese Kuppelstellung wird durch eine
Verriegelungseinrichtung 21 gesichert, die einen
Verriegelungsbolzen 22 aufweist, der in einer an der
Drehspindel 7 angebrachten Führung 23 verschiebbar gelagert
ist, durch eine Feder 24 in Verriegelungsrichtung (nach
rechts in den Fig. 3 bis 5) vorgespannt ist und mit Hilfe
eines Druckmittelzylinders 25 oder von Hand betätigbar ist.
Eine Kolbenstange 26 des Druckmittelzylinders 25 ist mit einer
am Werkzeugträger 3 gelagerten Schubstange 27 verbunden, die
mit ihrem hakenförmig ausgebildeten freien Ende 28 in eine
entsprechende Aussparung 29 am hinteren Ende des
Verriegelungsbolzens 22 eingreift, und zwar nur in einer
Grund-Drehstellung der Drehspindel 7, wie aus den Fig. 3 und
4 erkennbar.
In Fig. 3 befindet sich der Verriegelungsbolzen 22 in
der hinteren Verriegelungsstellung, in der er in eine Nut
30 im Werkzeugträger 3 eingreift, so daß der Drehantrieb
6 der Drehspindel 7 gesperrt ist.
In den Fig. 4 und 5 befindet sich der Verriegelungsbolzen
22 in der vorderen Verriegelungsstellung und greift
dabei mit einem schräg oder konisch ausgebildeten Ende 31
in eine entsprechend schräg oder konisch erweiterte
Bohrung 22 eines am Werkzeugkopf 11 sitzenden
Verriegelungsstücks 33 ein, wobei der Verriegelungsbolzen 22
aus der Nut 30 des Werkzeugträgers 3 herausgefahren ist, so
daß der Drehantrieb 6 der Drehspindel 7 freigegeben wird.
Beim Drehen der Drehspindel 7 und des Werkzeugs 5 kann der
Verriegelungsbolzen 22 dann vor einer Ringschulter 34 des
Werkzeugträgers 3 frei umlaufen, die in allen Drehstellungen
des Werkzeugs 5, außer der Grund-Drehstellung, ein
Entriegeln der Schnellkupplungsvorrichtung (4) verhindert.
Im gekuppelten Zustand umgreifen Innenumfangsnuten 35
der Kupplungs-Halbschalen 9, 10 Flansche 36 einerseits an
der Drehspindel 7 und andererseits am Werkzeugkopf 11 und
stellen somit eine formschlüssige Verbindung zwischen
Drehspindel 7 und Werkzeug 5 bzw. 5a her. Da die Kolbenstange 8
und auch die T-Nut 18 am Schieber 15 des Werkzeugkopfes 11
genau axial zur Achse der Drehspindel 7 angeordnet sind,
ist eine Betätigung des Werkzeugs 5, d. h. ein Öffnen und
Schließen der Zange 5a, in jeder Drehstellung des Werkzeugs
5 durch Verschieben der durch Druckmittel, z. B. hydraulisch,
betätigbaren Kolbenstange 8 möglich.
Claims (7)
1. Schnellkupplungsvorrichtung für Schmiede- und
Transport-Manipulatoren, bei denen an einem Hubrahmen ein
Werkzeugträger mit einem Werkzeug, z. B. Zange, zum Einspannen
und Bewegen eines Werkstücks sowie mit Antriebseinrichtungen
für das Werkzeug angebracht ist, dadurch gekennzeichnet, daß
die Schnellkupplungsvorrichtung (4) zwischen dem
Werkzeugträger (3) und dem Werkzeug (5) vorgesehen ist und
eine rein mechanische, formschlüssige Antriebsverbindung
zwischen Werkzeugträger (3) und Werkzeug (5) herstellt, wobei
zwei radial zusammenfügbare Kupplungs-Halbschalen (9, 10)
vorgesehen sind, von denen die eine Halbschale (9) am
Werkzeugträger (3) und die andere Kupplungs-Halbschale (10)
am Werkzeugkopf (11) sitzt und die durch eine
Verriegelungseinrichtung (21) miteinander verriegelbar sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1 für einen
Manipulator, bei dem im Werkzeugträger (3) eine Drehspindel (7)
drehbar gelagert ist, dadurch gekennzeichnet, daß die
vorzugsweise halbzylindrischen Kupplungs-Halbschalen (9, 10)
mit Innenumfangsnuten (35) Flansche (36) an der Drehspindel
(7) des Werkzeugträgers (3) bzw. am Werkzeugkopf (11)
formschlüssig umgreifen.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2 für
einen Manipulator, bei dem der Werkzeugträger außerdem einen
Linearantrieb, z. B. Hydraulikzylinder mit Kolbenstange (8)
für das Werkzeug (5), z. B. Zange (5a), aufweist, dadurch
gekennzeichnet, daß das im Werkzeugträger (3) linear
verschiebbare Antriebsteil, z. B. Kolbenstange (8), im gekuppelten
Zustand mit einem Hammerkopf (19) in eine T-Nut (18) eines
im Werkzeugkopf (11) gelagerten Schiebers (15) eingreift.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die Verriegelungseinrichtung
(21) einen an der Drehspindel (7) für das Werkzeug (5)
in axialer Richtung verschiebbar gelagerten
Verriegelungsbolzen (22) aufweist, der in der vorderen
Verriegelungsstellung in eine Bohrung (32) am
Werkzeugkopf (11) und in der hinteren Verriegelungsstellung
zum Sperren des Drehantriebs (6) der Drehspindel (7) in eine
Nut (30) am ortsfesten Werkzeugträger (3) eingreift.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß der Verriegelungsbolzen (22) nur in einer Grund-
Drehstellung des Werkzeugs (5) bzw. der Drehspindel (7) ver-
und entriegelbar ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 und 5, dadurch
gekennzeichnet, daß zum Betätigen des Verriegelungsbolzens
(22) eine am Werkzeugträger (3) verschiebbar gelagerte,
manuell oder durch einen Druckmittelzylinder (25)
antreibbare Schubstange (27) vorgesehen ist, die nur in der
Grund-Drehstellung der Drehspindel (7) mit dem
Verriegelungsbolzen (22) in Wirkverbindung steht.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß der in Richtung auf die
Verriegelungsstellung durch eine Feder (24) vorgespannte
Verriegelungsbolzen (22) an seinem in die Bohrung (32)
am Werkzeugkopf (11) eingreifenden Ende (31) eine
beispielsweise konische Schrägfläche aufweist, die im
Zusammenwirken mit einer schrägen, z. B. konischen Aufweitung
der Bohrung (32) die Kupplungs-Halbschalen (9, 10) der
Schnellkupplungsvorrichtung (4) verspannt.
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Legal Events
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|---|---|---|---|
| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
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