DE4004201C2 - - Google Patents
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- A—HUMAN NECESSITIES
- A62—LIFE-SAVING; FIRE-FIGHTING
- A62D—CHEMICAL MEANS FOR EXTINGUISHING FIRES OR FOR COMBATING OR PROTECTING AGAINST HARMFUL CHEMICAL AGENTS; CHEMICAL MATERIALS FOR USE IN BREATHING APPARATUS
- A62D3/00—Processes for making harmful chemical substances harmless or less harmful, by effecting a chemical change in the substances
- A62D3/40—Processes for making harmful chemical substances harmless or less harmful, by effecting a chemical change in the substances by heating to effect chemical change, e.g. pyrolysis
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B09—DISPOSAL OF SOLID WASTE; RECLAMATION OF CONTAMINATED SOIL
- B09B—DISPOSAL OF SOLID WASTE NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B09B3/00—Destroying solid waste or transforming solid waste into something useful or harmless
- B09B3/70—Chemical treatment, e.g. pH adjustment or oxidation
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A62—LIFE-SAVING; FIRE-FIGHTING
- A62D—CHEMICAL MEANS FOR EXTINGUISHING FIRES OR FOR COMBATING OR PROTECTING AGAINST HARMFUL CHEMICAL AGENTS; CHEMICAL MATERIALS FOR USE IN BREATHING APPARATUS
- A62D3/00—Processes for making harmful chemical substances harmless or less harmful, by effecting a chemical change in the substances
- A62D3/30—Processes for making harmful chemical substances harmless or less harmful, by effecting a chemical change in the substances by reacting with chemical agents
-
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- A62D—CHEMICAL MEANS FOR EXTINGUISHING FIRES OR FOR COMBATING OR PROTECTING AGAINST HARMFUL CHEMICAL AGENTS; CHEMICAL MATERIALS FOR USE IN BREATHING APPARATUS
- A62D2101/00—Harmful chemical substances made harmless, or less harmful, by effecting chemical change
- A62D2101/40—Inorganic substances
- A62D2101/41—Inorganic fibres, e.g. asbestos
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B09—DISPOSAL OF SOLID WASTE; RECLAMATION OF CONTAMINATED SOIL
- B09B—DISPOSAL OF SOLID WASTE NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B09B2101/00—Type of solid waste
- B09B2101/35—Asbestos
Landscapes
- Health & Medical Sciences (AREA)
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- Emergency Management (AREA)
- Processing Of Solid Wastes (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Entsorgung von Schadstoffen,
vor allem zur dauerhaften Beseitigung von Asbest.
Verfahren zur Beseitigung und Entsorgung asbesthaltiger Baustoffe,
wie Asbestzement, Spritzasbest u. dgl., haben wegen der
karzinogenen Wirkung von Asbest in letzter Zeit wachsende und
auch besondere Bedeutung erhalten.
Hierbei technisch wie auch wirtschaftlich zu lösende Probleme
ergeben sich zunächst bei der Entfernung asbesthaltigen Materials
aus Gebäuden, dann weiter bei dessen eigentlicher Entsorgung
aus dem Baustellenbereich, d. h. der Zwischenlagerung, dem
Transport und schließlich bei der dauerhaften Beseitigung des
schadstoffhaltigen Materials.
In allen drei Verfahrensstufen ist durch geeignete Maßnahmen die
Gefährdung von Menschen und Umwelt durch Asbeststaub auszuschließen.
Das zum Beispiel als Platten, Stahlträger- oder Installationsschachtbekleidung
vorhandene Asbestmaterial wird auf mechanischem
Wege, so Spritzasbest durch Abschälen vom Untergrund, in einem
besonders gesicherten, außenluftgesperrten Arbeitsbereich entfernt
und der dort emittierte Asbeststaub abgesaugt.
Das Abbruchmaterial wird - nötigenfalls - zerkleinert, in herme
tisch verschließbare Behälter gegeben und zur Deponie verbracht.
In neuerer Zeit ist - so in US-PS 48 28 883, DD-PS 1 49 136, zu
letzt auch in DE-OS 37 18 000 - vorgeschlagen worden, das asbest
haltige Material, möglichst unmittelbar am Abbruchort, mit orga
nischen und/oder anorganischen Bindemitteln, wie Kunstharzpolymeren
und/oder Zement, zu binden und als dauerhaft ausgehärtete Produkte,
wie auch in DE-OS 21 50 683 angeregt, zu deponieren oder, wie
aus DE-OS 36 39 841 zur Entsorgung von Rauchgasentschwefelungspro
dukten bekannt, als Baumaterial besonders im Erd- und Tiefbau zu
verwenden.
Auch können Abfallprodukte anderer Art entsprechend DE-OS 36 30 107
durch Pelletieren oder Brikettieren wieder zerkleinert, gemahlen und
deponiert oder das Mahlgut zusammen mit Zementbindemittel zu einem
im Bauwesen wiederverwertbaren Produkt umgesetzt werden.
Bei asbesthaltigem Material sind - wegen der besonderen Gefährlich
keit der Asbestfaser - solche Verfahren nicht möglich.
Ferner ist in EP 01 45 350 vorgeschlagen worden, das zerkleinerte
Abfallmaterial, wie zum Beispiel zur Beseitigung radioaktiver Schad
stoffe durchgeführt, in oder mit inertem Material, wie Glas, einzu
schmelzen und in dieser Form dann zu deponieren. Doch auch diese
Methode scheidet hier als Problemlösung aus, weil das den Sanierungs
bereichen entnommene Schadstoffhaufwerk unter anderem auch organische
Abfallstoffe enthält, die sich bei rein thermischen Prozessen zu stark
krebserzeugenden Sekundärverbindungen, wie Dioxin oder Furanen, um
setzen.
Weiterhin können natürlich durch chemische Umsetzungsprozesse, wie
durch Behandlung mit Fluorwasserstoffsäure oder anderen konzentrierten
Mineralsäuren, teils verbunden mit zusätzlicher Wärmeeinwirkung,
asbesthaltige Schadstoffhaufwerke zu gesundheitlich und ökologisch
unbedenklichen Substanzen umgesetzt werden. Doch würden hierbei erhebliche
Umweltbelastungen durch schadstoffhaltige Abluft und Abwässer
auftreten, die in besonderen Verfahren und unter beträchtlichem wirtschaftlichen
Aufwand aufbereitet werden müßten.
Erfinderisch zu lösen war deshalb die Aufgabe, Schadstoffhaufwerke
der vorliegenden Art so zu entsorgen, daß die genannten Nachteile
nicht auftreten und vor allem auch für die Zukunft keine sogenannten
Altlasten auf Deponien oder dergleichen auftreten können.
Die Lösung der Aufgabe erfolgt nach den Kennzeichen und Merkmalen
des Patentanspruches und wird nachstehend erläutert.
100 Gewichtsteile zerkleinerter Asbestabfall, 30 Gewichtsteile
Steinkohlestaub, 20 Gewichtsteile Natriumcarbonat, 10 Gewichtsteile
Calciumfluorid, werden miteinander - gegebenenfalls unter
Zusatz von Wasser, eines wasserlöslichen organischen Bindemittels,
wie Celluloseether, zur Staubbindung - gemischt, die Mischung erforderlichenfalls
getrocknet und das Trockengut zerkleinert.
Das Mischgut wird einem elektrisch beheizten Ofen, beispielsweise
einem Lichtbogenofen, zugeführt und dort bei einer Temperatur von
ca. 1400°C geschmolzen und das teils mineralische, teils metallische
Schmelzgut, voneinander getrennt, chargenweise oder kontinuierlich
aus dem Schmelzofen entfernt.
Die mineralische Schlacke kann zu einem für die Baustoffherstellung
verwertbaren Rohstoff weiterverarbeitet werden, während das beispielsweise
in Kokillen abgegossene, metallische Schmelzgut als Ausgangsstoff
oder Zuschlag für Metallverhüttungsverfahren, so als Legierungsbestandteil
von Fe-Metallen, verwertet wird.
Claims (1)
- Verfahren zur Entsorgung von Asbestabfall, dadurch gekennzeichnet, daß dem Schadstoffhaufwerk Kohlenstaub und/oder granulierte Kohle sowie Hilfsstoffe zur Herabsetzung des Schmelz punktes, wie Carbonate, Sulfate und/oder Halogenide, hinzugesetzt sind und dieses Gemisch reduzierend ge schmolzen wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4004201A DE4004201A1 (de) | 1990-02-12 | 1990-02-12 | Verfahren zur entsorgung von asbestabfall |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4004201A DE4004201A1 (de) | 1990-02-12 | 1990-02-12 | Verfahren zur entsorgung von asbestabfall |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4004201A1 DE4004201A1 (de) | 1991-08-14 |
| DE4004201C2 true DE4004201C2 (de) | 1991-11-14 |
Family
ID=6399934
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE4004201A Granted DE4004201A1 (de) | 1990-02-12 | 1990-02-12 | Verfahren zur entsorgung von asbestabfall |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4004201A1 (de) |
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-
1990
- 1990-02-12 DE DE4004201A patent/DE4004201A1/de active Granted
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE4004201A1 (de) | 1991-08-14 |
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