DE4004902A1 - Kompaktsockel fuer eine entladungslampe - Google Patents
Kompaktsockel fuer eine entladungslampeInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Kompaktsockel für eine
Entladungslampe zum Einsatz in Kraftfahrzeugscheinwerfer
mit Abblendlicht.
Eine in Europa weitverbreitete Ausführung des Kfz-Schein
werfers für Abblendlicht verwendet einen Reflektor in Form
eines Rotationsparaboloids, in dem koaxial eine zu ihrem
Sockel fokussierte Lampe eingesetzt ist, die eine Abblend
kappe zur Abschirmung des auf den unteren Reflektorteil
fallenden Lichts enthält. Die Außenkanten der Abblendkappe
liegen im Schärfebereich des durch den Reflektor gegebenen
Projektionssystems.
Eine für diesen Zweck vorgesehene Entladungslampe muß
ebenso zum Sockel fokussiert sein und Bauteile zur
Abschirmung des auf den unteren Reflektorteil fallenden
Lichts enthalten. Die Kanten dieses Abblendmittels sollten
sich ebenfalls mit geringer Toleranz in dem genannten
Schärfebereich befinden. Aus der Eigenart der Hochdruck-
Entladungslampe als Lichtquelle ergeben sich verschiedene
Forderungen. Die Bauteile in der Nähe des Lampenkolbens
müssen gegen die auftretenden hohen Temperaturen
widerstandsfähig sein. Die Konstruktion muß gegen die
Zündimpulse (bis ca. 25 kV) hochspannungsfest sein.
In der DD-PS 2 45 080 und DE-OS 33 41 846 ist die grundsätz
liche Konstruktion einer Halogen-Metalldampflampe für Kfz-
Scheinwerfer angegeben. Hier werden Sockel beschrieben, die
auf die von Glühlampen her bekannte Art durch einen
Justierring fokussiert werden. Diese Konstruktion bedingt
den Zusammenbau der Lampe in der Art, daß zunächst die
Lampe bis auf den Justierring komplett montiert wird und
danach, als letzter Arbeitsgang der Montage, der Ring nach
dem optischen Justieren an der Lampe befestigt wird. Das
Justieren beinhaltet dabei die Einstellung der Lampe zum
Sockelring in allen drei Raumrichtungen und in der
Winkellage um die Sockelachse.
In der DE-GM 6 86 01 283 werden Lampen beschrieben, in denen
der für größere Halogen-Metalldampflampen vielfach übliche
Außenkolben verwendet wird, der eine scharf begrenzte
Schwärzung trägt, die die Abblendwirkung erzeugen soll.
Dadurch, daß der Außenkolben in einigem Abstand vom inneren
Lampenkolben gehalten werden muß, ergibt sich jedoch für
die Kante der Abblendschwärzung eine Lage außerhalb des
Schärfebereichs der Projektionsoptik, wodurch nur eine
unscharfe Hell-Dunkel-Grenze zu erwarten ist. Für einen
fokussierten Sockel und eine zusätzliche Heizung wird hier
keine Lösung angegeben.
In der DE-PS 36 03 743 ist eine Lampe mit einem aus mehreren
Teilen zusammengesetzten Sockel offenbart, in dem, wie auch
in der DD-PS 2 45 080 vorgeschlagen, Abblendmittel und ein
in den Sockel eingesetztes Isolierteil fest zusammengebaut
sind. Vorgesehen sind eine hochspannungsfeste 2polige
Stromzuführung und eine zusätzliche Heizung. Hier wird
zunächst das Entladungsgefäß mit dem Abblendmittel
zusammengebaut und danach beides im Sockel justiert. Diese
Zusammenbaufolge bedingt eine Vielzahl von Einzelteilen und
Verbindungsoperationen. Der Abblendschirm hat die Form
einer Rinne, deren parallele Außenkanten die
Abblendwirkung erzielen. Die Länge der Außenkanten ist
gleich der Länge des zwischen ihnen angeordneten
Lampenkolbens einschließlich der an ihm vorhandenen beiden
Quetschungen. Damit erstrecken sich die Außenkanten des
Abblendschirms von der Entladungslampe aus gesehen bis in
den Bereich zwischen Brennpunkt und Scheitelpunkt des
Reflektors. Da der Schärfebereich des durch den
Paraboloidspiegel gegebenen Projektionssystems jedoch in
dieser Richtung gesehen ganz vor dem Brennpunkt liegt,
ergeben die parallelen Abblendkanten in der Nähe des
Brennpunktes keine scharfe Hell-Dunkelgrenze.
Zweck der Erfindung ist einen Kompaktsockel mit
Abblendschirm für eine Entladungslampe zum Einsatz in
Kraftfahrzeugscheinwerfer mit Abblendlicht anzugeben,
dessen Bauteile einfach montierbar sind und der eine gute
optische Einstellung ermöglicht.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen
fokussierten Kompaktsockel mit Abblendschirm für eine
Entladungslampe zum Einsatz in einem
Kraftfahrzeugscheinwerfer zu schaffen.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß ein
Trageelement an einem Ende in einer Sockelhülse mit
Sockelring befestigt ist und am anderen Ende einen
ausgeformten Abblendschirm trägt, dessen Boden mit einem
Schlitz versehen ist. Im Wirkungsbereich des Abblendschirms
ist eine einseitig gequetschte Entladungslampe
angeordnet, deren Quetschfuß den Schlitz im Abblendschirm
durchragt.
Die Stromzuführungen für die Entladungslampe sind
zwischen der Sockelhülse und dem Trageelement
hindurchgeführt und erstrecken sich in der Form eines
Metallstreifens bis an die Unterseite des Abblendschirms,
wo sie mit Schweißflächen enden.
Das Trageelement besitzt einen der Länge der Sockelhülse angepaßten hohlzylindrischen Abschnitt, dessen Öffnung am Sockelboden mit einer Scheibe verschlossen ist. Ein anderer Abschnitt des Trageelements bildet den Abblendschirm.
Das Trageelement besitzt einen der Länge der Sockelhülse angepaßten hohlzylindrischen Abschnitt, dessen Öffnung am Sockelboden mit einer Scheibe verschlossen ist. Ein anderer Abschnitt des Trageelements bildet den Abblendschirm.
Die Stromzuführungen für eine Lampenheizung sind durch die
Scheibe am Sockelboden und durch eine Öffnung, die
senkrecht zum Schlitz im Boden des Abblendschirms vorhanden
ist, geführt.
Die Sockelteile sind so miteinander montiert, daß sich die
Abblendkanten des Abblendschirms zu den Bezugsorten des
Sockelringes und der Sockelachse mit geringer Toleranz in
der vorgeschriebenen Lage befindet.
Die einseitig gequetschte Entladungslampe wird in dem
vorjustierten Kompaktsockel maßgerecht eingebaut, so daß
die Sockelhülse mit dem Sockelring, der Abblendschirm und
die Stromzuführungen eine vorgeschriebene Lage zueinander
besitzen, wobei die Lampe nur noch nach zwei Maßen
justiert wird. Der Abblendschirm besitzt zwei auf einer
bestimmten Länge zueinander parallel verlaufende
Abblendkanten, die in Richtung auf den Brennpunkt des
Reflektors konvergieren und zwischen Lichtquelle und
Brennpunkt ineinander übergehen.
Die vorgeschlagene Sockelkonstruktion hat den Vorteil, daß
darin eine einseitig gequetschte Entladungslampe befestigt
werden kann und die Anordnung der Lichtquelle im
ausgeformten Abblendschirm die geforderten Bedingungen für
das Abblendlicht problemlos einhält. Der Kompaktsockel läßt
sich durch seinen Aufbau in Serienfertigung vorjustiert
herstellen, wodurch der Einbau der Lampe in einem einfachen
Arbeitsgang erfolgen kann.
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel
und den zugehörigen Zeichnungen näher erläutert werden.
Fig. 1 zeigt den Aufbau des Kompaktsockels und
Fig. 2 zeigt eine Teilansicht mit dem Abblendschirm.
Der Kompaktsockel besteht aus Sockelhülse 14, Sockelring 20
und Trageelement 12 mit dem Abblendschirm 18. Der
Abblendschirm 18 ist Teil des Trageelements 12 und besitzt
einen Schlitz, in dem sich der Quetschfuß der
Entladungslampe 3 befindet. Das Trageelement 12 ist ein
keramisches Bauteil, das einen hohlzylinderförmigen
Abschnitt besitzt, der mit der Sockelhülse 14 unter
Einschluß der Stromzuführungen 11; 15 der Lampe durch Kleben
oder Schweißen so zusammengebaut ist, daß die Abblendkanten
1; 2 des Abblendschirms 18 die vorgeschriebene Lage zum
Sockelringdurchmesser D, zur Bezugsebene 17, zum
Sockelringausschnitt 13 und zur Lampenachse 6 einnehmen.
Die Länge des Trageelements 12 ist so bemessen, daß beim
Montieren der Lampe das vorgeschriebene Maß für den
Lichtschwerpunktabstand e eingehalten wird.
In der in Fig. 1 gezeichneten Lage fallen die Abblendkante 2
und die Lampenachse 6 zusammen. Bei einer gedachten
Ansicht, die 165° um die Lampenachse 6 gedreht ist, fallen
die andere Abblendkante 1 und die Lampenachse 6 zusammen.
Beide Abblendkanten verlaufen parallel zur Lampenachse 6
und gehen in Richtung auf den Sockelboden, damit in
Richtung auf den Reflektorbrennpunkt, ineinander über,
wobei die dabei gebildete Kante einen Winkel von 165°
besitzt. Dieser Winkel entspricht dem Verlauf der Hell-
Dunkelgrenze des Abblendlichts. Der Kantenverlauf ist so,
daß sich die Abblendkanten 1; 2 mit großer Annäherung im
Schärfebereich des Reflektors befinden, d. h. der Abstand
der Abblendkanten 1; 2 im parallelen Abschnitt beträgt
maximal 10 mm.
Die gewünschte Genauigkeit der vorgeschriebenen Bezugsmaße
ist leicht durch Zusammenbau der Sockelteile in einer
lehrenhaltigen Montagevorrichtung zu erreichen. Die teil
weise als Metallstreifen ausgebildeten Stromzuführungen
11; 15 für die Lampe erstrecken sich vom Sockelfuß bis an
den Abblendschirm, wo sie in Schweißflächen 7; 9 enden. Auf
diese sind die seitlich herausgeführten Stromdurchführungen
8; 10 der Lampe so montiert, daß die Elektrode 5 den
Lichtschwerpunktsabstand e von der Bezugsebene 17 annimmt
und beide Elektroden 4; 5 die vorgeschriebene Lage zu den
Abblendkanten 1; 2 und zur Lampenachse 6 haben. Zur Ver
kürzung der Anlaufphase der Entladungslampe 3 ist um diese
eine Lampenheizung 19 montiert, deren Zuleitungen durch
eine senkrecht zum Schlitz im Abblendschirm 18 angeordnete
Öffnung, durch den Hohlzylinder und durch eine Scheibe 16
zu zwei weiteren Sockelkontakten geführt sind. Die Scheibe
16 verschließt die Öffnung des Hohlzylinders am
Sockelboden, um die Lampe gegen die äußere Atmosphäre
abzudichten.
Aufstellung der verwendeten Bezugszeichen
1; 2 Abblendkanten
3 Entladungslampe
4; 5 Elektroden
6 Lampenachse
7 Schweißfläche
8 Stromdurchführung
9 Schweißfläche
10 Stromdurchführung
11 Stromzuführung
12 Trageelement
13 Sockelringausschnitt
14 Sockelhülse
15 Stromzuführung
16 Scheibe
17 Bezugsebene
18 Abblendschirm
19 Lampenheizung
20 Sockelring
D Sockelringdurchmesser
e Lichtschwerpunktabstand
3 Entladungslampe
4; 5 Elektroden
6 Lampenachse
7 Schweißfläche
8 Stromdurchführung
9 Schweißfläche
10 Stromdurchführung
11 Stromzuführung
12 Trageelement
13 Sockelringausschnitt
14 Sockelhülse
15 Stromzuführung
16 Scheibe
17 Bezugsebene
18 Abblendschirm
19 Lampenheizung
20 Sockelring
D Sockelringdurchmesser
e Lichtschwerpunktabstand
Claims (4)
1. Kompaktsockel für eine Entladungslampe zum Einsatz in
Kraftfahrzeugscheinwerfer mit Abblendlicht, bestehend
aus Sockelhülse, Sockelring und Trageelement mit
Abblendschirm, dessen Abblendkanten im Schärfebereich
des Reflektors liegen,
dadurch gekennzeichnet, daß
- - das Trageelement (12) aus einem elektrisch isolierenden Material an einem Ende in einer Sockelhülse (14) befestigt ist und am anderen Ende einen ausgeformten Abblendschirm (18) trägt, dessen Boden mit einem Schlitz versehen ist,
- - die Stromzuführungen (11; 15) für die Entladungslampe (3) zwischen der Sockelhülse (14) und dem Trageelement (12) hindurchgeführt sind und sich in der Form eines Metallstreifens bis an die Unterseite des Abblendschirms (18) erstrecken, wo sie Schweißflächen (7; 9) besitzen.
- - im Wirkungsbereich des Abblendschirms (18) eine einseitig gequetschte Entladungslampe (3) angeordnet ist, deren Quetschfuß den Schlitz im Boden des Abblendschirms (18) durchragt.
2. Kompaktsockel für eine Entladungslampe gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Sockelteile so
miteinander montiert sind, daß sich die
Abblendkanten (1; 2) des Abblendschirms (18) zu den
Bezugsorten des Sockelringes (20) und der Sockelachse (6)
mit geringer Toleranz in der vorgeschriebenen Lage
befinden.
3. Kompaktsockel für eine Entladungslampe gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß das Trageelement (12) einen
der Länge der Sockelhülse (14) angepaßten
hohlzylindrischen Abschnitt besitzt, dessen Öffnung am
Sockelboden mit einer Scheibe (16) verschlossen ist und
daß ein anderer Abschnitt des Trageelements (12) den
Abblendschirm (18) bildet.
4. Kompaktsockel für eine Entladungslampe gemäß Anspruch 1
und 3,
gekennzeichnet dadurch, daß die Stromzuführungen für
eine Lampenheizung (19) durch die Scheibe (16) am
Sockelboden und durch eine Öffnung, die senkrecht zum
Schlitz im Boden des Abblendschirms (18) vorhanden ist,
geführt sind.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD89326555A DD280628A1 (de) | 1989-03-14 | 1989-03-14 | Kompaktsockel fuer eine entladungslampe |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4004902A1 true DE4004902A1 (de) | 1990-09-20 |
Family
ID=5607700
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE4004902A Withdrawn DE4004902A1 (de) | 1989-03-14 | 1990-02-16 | Kompaktsockel fuer eine entladungslampe |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DD (1) | DD280628A1 (de) |
| DE (1) | DE4004902A1 (de) |
-
1989
- 1989-03-14 DD DD89326555A patent/DD280628A1/de not_active IP Right Cessation
-
1990
- 1990-02-16 DE DE4004902A patent/DE4004902A1/de not_active Withdrawn
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DD280628A1 (de) | 1990-07-11 |
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Legal Events
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| 8139 | Disposal/non-payment of the annual fee | ||
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