DE4005162C2 - Vorrichtung zur Reinigung von textilen Lamellen für Jalousien oder dergleichen - Google Patents

Vorrichtung zur Reinigung von textilen Lamellen für Jalousien oder dergleichen

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Description

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Reinigung von textilen Lamellen für Jalousien, bestehend aus einem Gehäuse mit einem flüssigkeitsdichten Behälter oberhalb dessen mindestens ein angetriebenes Bürstenpaar, eine Sprühvorrichtung für Flüssigkeit und eine Transportvorrichtung für die Lamellen angeordnet ist, wobei Leitorgane zur Führung der Lamellen vom Einlauf bis zum Bürstenpaar und von dort bis zum Auslauf angeordnet sind und eine Trocknungsvorrichtung zur Trocknung der Lamellen in den Transportweg eingesetzt ist.
Eine derartige Vorrichtung ist beispielsweise durch die DE-35 27 764 A1 bekanntgeworden.
Bei der bekannten Vorrichtung ist innerhalb des Behälters zwischen dem Bürstenorgan und der Transportvorrichtung, die in Förderrichtung hinter dem Bürstenpaar angeordnet ist, eine Trocknungsvorrichtung zur Trocknung der Lamellen angeordnet. Hierbei ist zwar vorteilhaft, daß die Trocknungsvorrichtung innerhalb des Behälters angeordnet ist, so daß die beim Trocknungsvorgang entfernte Flüssigkeit in den flüssigkeitsdichten Aufnahmebehälter abtropfen kann, jedoch wird durch die feuchte Atmosphäre und die spritzenden Borsten der Bürsten zusätzlich Flüssigkeit auf die Lamellen aufgebracht, die von der Trocknungs­ vorrichtung nicht entfernt werden kann.
Ausgehend von dem gattungsbildenden Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der genannten Art zu schaffen, bei der eine schonende Reinigung unter Vermeidung von Faltenbildung erfolgt, bei der mit einfachen Maßnahmen eine effektive Trocknung der Lamellen erreicht wird.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird vorgeschlagen, daß die Trocknungsvorrichtung im Auslauf hinter der Transportvorrichtung, außerhalb des Gehäuses angeordnet ist und als Lufttrocknungsvorrichtung ausgebildet ist, daß die Transportvorrichtung aus zwei Walzenpaaren besteht, deren eines am Beginn des Transportpfades und deren anderes am Ende des Transportpfades angeordnet ist, ferner aus zwei Plattenpaaren, die zwischen den Walzenpaaren und dem Bürstenpaar den Transportpfad bildend angeordnet sind, daß die Sprühvorrichtung für Flüssigkeit aus zwei Sprühvorrichtungen gebildet ist, deren eine unterhalb und deren andere oberhalb des Transportpfades in Transportrichtung vor dem Bürstenpaar angeordnet ist, wobei zwischen dem Transportplattenpaar und dem Bürstenpaar ein der Sprühbreite etwa entsprechender Abstand eingehalten ist, und daß das in Transportrichtung hinter dem Bürstenpaar angeordnete Plattenpaar eine quer über die Plattenbreite verlaufende, in den Plattenspalt ragende Lamellen- Glattstreichvorrichtung aufweist.
Dadurch, daß die Trocknungsvorrichtung im Auslauf hinter der Transportvorrichtung, vorzugsweise sogar außerhalb des Gehäuses angeordnet ist, ist die Trocknungsvorrichtung mit deutlich großem Abstand von den Bürsten angeordnet, so daß ein Flüssigkeitsauftrag im Bereich der Trocknungsvorrichtung nicht stattfinden kann. Durch die Ausbildung als Lufttrocknungsvorrichtung wird eine mechanische, möglicherweise schädigende Behandlung der Lamellen vermieden. Bezüglich der Anordnung der Walzen ist vorzugsweise eine der beiden Walzen des Walzenpaares federnd gelagert, wie dies im Stand der Technik an sich bekannt ist.
Durch die Ausbildung der Sprühvorrichtung wird erreicht, daß mittels der Sprühvorrichtung die Lamelle unmittelbar beaufschlagt werden kann, und zwar von der Unter- und der Oberseite, so daß im Bereich der Sprüh­ vorrichtung schon eine Vorreinigung stattfindet und im Bereich des Bürstenpaares (es sind auch mehrere Bürstenpaare hintereinander angeordnet denkbar) eine intensive Endreinigung erfolgt. Die Reinigungswirkung wird durch diese Anordnung erheblich verbessert, wobei zudem vermieden ist, daß die in dem Behälter abgelaufene, teilweise verunreinigte Flüssigkeit ungefiltert und ungereinigt mit der Bürste auf das Lamellenmaterial aufgetragen wird. Zudem ist die Anordnung so getroffen, daß die Bürstenpaare oberhalb des Auffangbehälters angeordnet sind, in welchem die Reinigungsflüssigkeit aufgefangen wird. Aus dem Auffangbehälter kann die Reinigungsflüssigkeit unter Zwischenschaltung einer Filtereinrichtung abgezogen und mittels einer Pumpe den Sprühvorrichtungen erneut zugeführt werden. Aufgrund der erfindungsgemäßen Anordnung wird vermieden, daß die Bürsten die durchlaufenden Lamellen, insbesondere am Ende der Lamellen, in Drehrichtung mitnehmen und so zu einer Faltenbildung oder einem Verwurf der Lamellen führen.
Aus der US 22 82 628 ist die Trennung von Wasch- und Trocknungsvorrichtung an sich bekannt, wobei dort die Trocknungsanlage zudem als Lufttrocknungsvorrichtung ausgebildet ist.
Besonders bevorzugt ist vorgesehen, daß die Lufttrocknungsvorrichtung als Absaugeinrichtung mit Sauggebläse ausgebildet ist.
Durch diese Ausbildung wird eine äußerst hohe Effizienz bezüglich der Trocknung erreicht, da bei entsprechender Saugkraft des Gebläses die auf den Lamellen aufstehende oder in diese eingezogene Flüssigkeit sehr gut entfernt und damit die Lamelle weitgehend getrocknet werden kann.
Desweiteren ist bevorzugt vorgesehen, daß die Lamellen-Glattstreichvorrichtung durch eine Bürste gebildet ist.
Durch diese Ausbildung wird sichergestellt, daß das gegebenenfalls von der Bürste mitgenommene Ende der Lamelle ohne Faltenbildung glattgestrichen werden kann und so zum Auslauf der Vorrichtung in die Trocknungsvorrichtung einlaufen kann.
Selbstverständlich ist, wie dies im Stand der Technik üblich ist, das Gehäuse der Vorrichtung in Transport­ richtung vorn und hinten mit einem Eingabe- und einem Ausgabeschlitz mit entsprechenden Führungsblechen gegebenenfalls versehen, so daß die Lamelle in den Transportpfad lagerichtig eingeführt und aus dem Gehäuse wieder herausgeführt werden kann. Die Anordnung ist dabei vorzugsweise so getroffen, daß zwei Lamellen gleichzeitig nebeneinander durch die Vorrichtung laufen können.
Eine besonders bevorzugte Weiterbildung wird darin gesehen, daß das Sauggebläse der Lufttrocknungsvorrichtung zwei der Transportpfad­ breite entsprechende ober- und unterhalb des Transportpfades gegenüberstehend angeordnete Saugleisten umfaßt, deren dem Transportpfad zugewandte Mündungen von einem nachgiebigen Materialstreifen umgeben sind.
Dabei ist bevorzugt vorgesehen, daß die nachgiebigen Materialstreifen durch Borstenreihen gebildet sind.
Durch diese Ausbildung ist sichergestellt, daß bei hoher Saugleistung die jeweils durch die Lufttrocknungsvorrichtung laufende Lamelle quasi im Gleichgewichtszustand gehalten wird, also bei ihrem Transport nicht behindert ist. Vorausgesetzt ist dazu, daß die beiden Saugleisten mit zueinander gewandten Mündungen exakt gegenüberstehend angeordnet sind und mit gleicher Saugleistung arbeiten.
Durch die zusätzlich angeordneten nachgiebigen Materialstreifen, insbesondere Borstenreihen, wird eine weitgehende Abdichtung des Saugraumes auf der Lamelle erreicht, ohne daß das Durchlaufen der Lamelle wesentlich beeinträchtigt wäre.
Ein lediglich schematisch dargestelltes Ausführungsbeispiel ist in der Zeichnung gezeigt und im folgenden näher beschrieben.
Es zeigt:
Fig. 1 eine erfindungsgemäße Vorrichtung in isometrischer Darstellung, teilweise aufge­ brochen;
Fig. 2 ein Detail in gleicher Ansicht;
Fig. 3 ein weiteres Detail in der gleichen Ansicht.
Die Vorrichtung zur Reinigung von textilen Lamellen 1 für Jalousien oder dergleichen, besteht im wesentlichen aus einem Gehäuse 2 mit einem flüssigkeitsdichten Behälter 3, oberhalb dessen mindestens ein angetriebenes Bürstenpaar 4, 5, eine Sprühvorrichtung 6 für Reinigungsflüssigkeit und eine Transportvorrichtung für die Lamellen angeordnet ist. Dabei sind Leitorgane zur Führung der Lamellen 1 vom Einlauf 7 (gebildet durch Führungsbleche die einen Eingabeschlitz definieren) bis zum Bürstenpaar 4, 5 und von dort bis zum Auslauf 8 angeordnet, der wiederum durch stationär am Gehäuse 2 befestigte Führungsplatten gebildet ist, die einen Schlitz als Ausgabe für die Lamelle 1 bilden. In den Transportweg ist zusätzlich eine Trocknungsvorrichtung eingebaut, die im Auslauf 8 hinter der Transportvorrichtung, gebildet durch die Walzen 9 außerhalb des Gehäuses 2 angeordnet ist. Die Trocknungsvorrichtung ist durch eine Lufttrocknungsvorrichtung gebildet, die als Saug­ gebläse arbeitet.
Das in der Zeichnung nicht dargestellte Sauggebläse ist über Anschlußleitungen 10 mit zwei der Transport­ pfadbreite entsprechend ausgebildeten, ober- und unterhalb des Transportpfades gegenüberstehend ange­ ordneten Saugleisten 11 verbunden, deren dem Transportpfad zugewandte Mündungen zueinander gerichtet sind und in der Draufsicht deckungsgleich übereinanderstehen. Die Mündungen der Saugleisten 11 sind von einem nachgiebigen Materialstreifen 12 umgeben, der beispielsweise aus Borstenreihen besteht. Auf diese Weise wird ein durch die Mündungen der Saugleisten 11 und die nachgiebigen Materialstreifen abgeschotteter Saugraum gebildet, in den die Lamelle 1 ungehindert ein- und austreten kann.
Die Transportvorrichtung besteht aus zwei Walzenpaaren 13 bzw. 19, deren eines (13) am Beginn des Transportpfades und deren anderes (9) am Ende des Transportpfades innerhalb des Gehäuses 2 angeordnet ist. Ferner besteht die Transportvorrichtung aus zwei Plattenpaaren 14, 15, deren eines zwischen dem Walzenpaar 13 und den Bürsten 4, 5 und deren anderes Plattenpaar 15 zwischen den Bürsten 4, 5 und den Transportwalzen 9 angeordnet ist. Diese feststehenden Platten stützen die durchlaufende Lamelle 1 und führen sie zudem zu den Eingriffsspalten der Walzen bzw. Bürsten hin.
Die Sprühvorrichtung 6 für Flüssigkeit besteht aus zwei leistenartigen Sprühelementen, deren eines unterhalb und deren anderes oberhalb des Transportpfades in Transportrichtung vor dem Bürstenpaar 4, 5 angeordnet ist. Dabei ist zwischen dem Transportplattenpaar 14 und dem Bürstenpaar 4, 5 ein der Sprühbreite etwa entsprechender Abstand eingehalten. Beim Einfädeln der Lamelle ist dieser Abstand nicht störend, da die Lamelle an ihrem in Transportrichtung vornliegenden Ende üblicherweise eine Aufhängöse oder Versteifungsplatte aufweist, die den Spalt überbrückend in den Bürstenspalt einlaufen kann.
Zusätzlich ist noch an dem in Transportrichtung hinter dem Bürstenpaar 4, 5 angeordneten Plattenpaar 15, mindestens an der relativ oben liegenden Platte, eine quer über die gesamte Plattenbreite verlaufende, in den Plattenspalt ragende Lamellen- Glattstreichvorrichtung in Form einer Bürste 16 angeordnet. Sofern das Ende der Lamelle durch die obere Bürste 4 mitgenommen wird, wie dies in der Zeichnungsfigur 3 veranschaulicht ist, so wird diese Umfaltung, sogar bei einer vollständigen Umfaltung, durch die Bürste 6 in die Sollage zurückgestrichen, ohne daß es zu einer bleibenden Faltenbildung kommt.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist einfach im Aufbau und in ihrer Betriebsweise und äußerst effizient bezüglich der Reinigungs- und Trocknungswirkung. Dabei wird eine unerwünschte Faltenbildung während der Reinigung vermieden.

Claims (5)

1. Vorrichtung zur Reinigung von textilen Lamellen für Jalousien, bestehend aus einem Gehäuse mit einem flüssigkeitsdichten Behälter oberhalb dessen mindestens ein angetriebenes Bürstenpaar, eine Sprühvorrichtung für Flüssigkeit und eine Transportvorrichtung für die Lamellen angeordnet ist, wobei Leitorgane zur Führung der Lamellen vom Einlauf bis zum Bürstenpaar und von dort bis zum Auslauf angeordnet sind und eine Trocknungsvorrichtung zur Trocknung der Lamellen in den Transportweg eingesetzt ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Trocknungsvorrichtung im Auslauf hinter der Transportvorrichtung, außerhalb des Gehäuses (2) angeordnet ist und als Lufttrocknungsvorrichtung (z. B. 11) ausgebildet ist, daß die Transportvorrichtung aus zwei Walzenpaaren (13, 9) besteht, deren eines am Beginn des Transportpfades und deren anderes am Ende des Transportpfades angeordnet ist, ferner aus zwei Plattenpaaren (14, 15), die zwischen den Walzenpaaren (13 bzw. 9) und dem Bürstenpaar (4, 5) den Transportpfad bildend angeordnet sind, daß die Sprühvorrichtung für Flüssigkeit aus zwei Sprühvorrichtungen (6) gebildet ist, deren eine unterhalb und deren andere oberhalb des Transport­ pfades in Transportrichtung vor dem Bürstenpaar (4, 5) angeordnet ist, wobei zwischen dem Transportplattenpaar (14) und dem Bürstenpaar (4, 5) ein der Sprühbreite etwa entsprechender Abstand eingehalten ist, und daß das in Transportrichtung hinter dem Bürstenpaar (4, 5) angeordnete Plattenpaar (15) eine quer über die Plattenbreite verlaufende, in den Plattenspalt ragende Lamellen- Glattstreichvorrichtung (16) aufweist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Lufttrocknungsvorrichtung als Absaugeinrichtung mit Sauggebläse ausgebildet ist.
3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Lamellen- Glattstreichvorrichtung (16) durch eine Bürste gebildet ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Sauggebläse der Lufttrocknungsvorrichtung zwei der Transportpfad­ breite entsprechende ober- und unterhalb des Transportpfades gegenüberstehend angeordnete Saugleisten (11) umfaßt, deren dem Transportpfad zugewandte Mündungen von einem nachgiebigen Materialstreifen(12) umgeben sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die nachgiebigen Materialstreifen (12) durch Borstenreihen gebildet sind.
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