DE4010177C2 - Verfahren und Ventil zum Entlüften einer Rohrleitung - Google Patents
Verfahren und Ventil zum Entlüften einer RohrleitungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung
zum Entlüften einer Rohrleitung, wobei ein ventilfreier Anbohr
stutzen auf die Rohrleitung aufgesetzt, die Rohrleitung mittels
eines Anbohr- und Stopfensetzgerätes angebohrt und der Entlüf
tungsvorgang durch Betätigen eines Ventils durchgeführt wird.
Wenn Rohrleitungsabschnitte, beispielsweise Gas- oder Was
serleitungen, entlüftet werden müssen, befinden sie sich unter
dem jeweils herrschenden Mediendruck. Dementsprechend sind beim
Anbohren Sonderverkehrungen erforderlich. Dabei geht man übli
cherweise folgendermaßen vor:
Zuerst wird auf die zu entlüftende Rohrleitung der Anbohr
stutzen aufgesetzt. Dies geschieht durch Aufschweißen oder aber
unter Verwendung eines Überschiebers, der den Anbohrstutzen ge
gen die Rohrleitung verspannt. Sodann wird auf den Anbohrstut
zen das Ventil aufgesetzt. Auf diesem wird schließlich das An
bohr- und Stopfensetzgerät montiert. Das Bohren findet durch
das geöffnete Ventil hindurch statt. Nach Zurückziehen des Boh
rers und Schließen des Ventils wird das Anbohr- und Stopfen
setzgerät abgenommen, woraufhin der Entlüftungsvorgang durch
Betätigung des Ventiles durchgeführt werden kann. Die so ge
schaffene Entlüftungsstelle bleibt erhalten, da ein Abbau des
Ventils praktisch möglich ist. Dies bedeutet, daß auch später
noch weitere Entlüftungsvorgänge durch Betätigung des Ventils
durchgeführt werden können.
Nachteilig ist, daß das an der Entlüftungsstelle verblei
bende Ventil ein relativ kostenaufwendiges Bauteil darstellt,
da es den Durchgang des Bohrers gestatten muß. Jede Anwendung
des Verfahrens bedingt also einen erheblichen Kostenaufwand.
Ähnliche Verhältnisse sind bei einer Vorrichtung gegeben,
die aus der DE 27 41 280 A1 bekannt ist. Dort weist der Anbohr
stutzen eine seitliche Abzweigung auf, durch die ein Hilfsab
sperrorgan in den Anbohrstutzen einführbar ist. Es wirkt dort
mit einem im Anbohrstutzen ausgebildeten Ventilsitz zusammen
und dient dazu, den Anbohrstutzen zu verschließen, während das
Anbohrgerät abgenommen und durch das eigentliche Absperrorgan
ersetzt wird. Dessen Ventilelement arbeitet mit einem weiteren,
im Anbohrstutzen vorgesehenen Ventilsitz zusammen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, hier Abhilfe zu
schaffen und eine kostengünstigere Entlüftungsmöglichkeit für
Rohrleitungen vorzusehen.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist das Verfahren nach der Erfin
dung dadurch gekennzeichnet, daß das Anbohr- und Stopfensetzge
rät auf den Anbohrstutzen aufgesetzt wird und daß nach
dem Anbohren der Rohrleitung das geschlossene Ventil mittels
des Anbohr- und Stopfensetzgerätes in der Art eines Verschluß
stopfens in den Anbohrstutzen eingeschraubt wird.
Erfindungsgemäß entfällt also der Einbau eine den Durch
gang des Bohrers gestattenden Ventils zwischen dem Anbohrstut
zen und dem Anbohr- und Stopfensetzgerät. Letzteres wird viel
mehr direkt mit dem Anbohrstutzen verbunden, wobei dieser von
üblicher einfacher Bauart ist, d. h., keine Ventilsitze o. dgl.
aufweisen muß. Nach Durchführung des Bohrvorganges erfolgt so
dann das konventionelle Setzen eines Verschlußstopfens, aller
dings mit der Maßgabe, daß dieser Verschlußstopfen erfindungs
gemäß als Entlüftungsventil ausgebildet ist.
Das erfindungsgemäß verwendete Ventil ist nicht so ausge
bildet, daß es den Durchgang des Bohrers gestattet. Dementspre
chend vermindert sich der kostenmäßige Aufwand bei der Anwen
dung des Entlüftungsverfahrens.
Dabei ergeben sich ganz besonders einfache und günstige
Verhältnisse, wenn, wie es die Erfindung vorschlägt, das Ventil
in Axialrichtung des Anbohrstutzens betätigt wird.
Die Erfindung schafft ferner ein Ventil zum Entlüften des
erfindungsgemäßen Verfahrens, mit einem Ventilgehäuse, das
einen Einlaß und einen Auslaß aufweist, einem in dem Ventilge
häuse angeordneten Ventilelement, das zwischen einer Öffnungs
stellung und einer von einem Ventilsitz definierten Schließ
stellung bewegbar ist, und einem in das Ventilgehäuse einge
führten Betätigungselement für das Ventilelement, wobei dieses
Ventil erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet ist, daß das Ven
tilgehäuse an seinem
den Einlaß bildenden Ende ein Außengewinde trägt und an seinem
axial gegenüberliegenden Ende mit Schlüsselflächen versehen
ist.
Der wesentliche Vorteil dieses Ventils besteht darin, daß es
von einem konventionellen Anbohr- und Stopfensetzgerät in
derselben Art und Weise wie ein gebräuchlicher Verschlußstop
fen in den Anbohrstutzen eingeschraubt werden kann. Das Außen
gewinde des Ventilgehäuses ist ohne weiteres an diejenigen
Abmaße anpaßbar, die der Anbohrstutzen für den zugehörigen
Verschlußstopfen aufweist. Vergleichbares gilt für die Schlüs
selflächen am anderen Ende des Ventilgehäuses. Sie werden so
dimensioniert, wie es das Anbohr- und Stopfensetzgerät für den
passenden Verschlußstopfen vorschreibt. Die übrigen Außenab
maße des Ventils lassen sich ohne weiteres in Anpassung an die
Gegebenheiten des Anbohr- und Stopfensetzgerätes dimensionie
ren. Das Ventil ist selbstschließend, so daß es nach seinem
Einschrauben den die Anbohrung umschließenden Anbohrstutzen
abdichtet. Insgesamt ermöglicht das Ventil, das ja keinen
Durchgang des Bohrers gewährleisten muß, eine so einfache und
wirtschaftliche Konstruktion, daß sein Verbleib im Anbohrstut
zen keinen wesentlichen Kostenfaktor darstellt.
Konstruktiv besonders vorteilhafte Verhältnisse ergeben sich
erfindungsgemäß dadurch, daß der Ventilsitz axial stromab des
Einlasses angeordnet ist und daß das Ventilelement in Strö
mungsrichtung gegen den Ventilsitz bewegbar ist. Die axiale
Anordnung von Einlaß und Ventilsitz trägt dazu bei, das Ventil
auch bei kleinen Nennweiten schlank zu halten. Dabei ist es
besonders vorteilhaft, daß das Ventilelement in einer sich vom
Einlaß zum konischen Ventilsitz erstreckenden axialen Bohrung
geführt ist und mit deren Wandung zum Ventilsitz führende
Durchlässe bildet. Unter diesen Umständen wird das Ventilele
ment vom Mediendruck, der in der zu entlüftenden Rohrleitung
herrscht, automatisch in die Schließstellung geführt. Zusätz
lich dazu kann es vorteilhaft sein, daß das Ventilelement von
einer Feder gegen den Ventilsitz verspannt ist, wobei sich die
Feder vorzugsweise auf einer Scheibe abstützt, die in der
axialen Bohrung stromauf des Ventilsitzes angeordnet ist und
mindestens eine Öffnung aufweist. In jedem Falle arbeitet das
Ventil selbstschließend.
Eine vollständige axiale Ausrichtung des Ventils ergibt sich
erfindungsgemäß dadurch, daß der Auslaß des Ventilgehäuses von
dessen mit Schlüsselflächen versehenem Ende gebildet wird und
sich axial an den Ventilsitz anschließt. Unter diesen Umstän
den kann das Ventilelement durch den Auslaß hindurch geöffnet
werden, was die Anordnung des Betätigungselementes extrem
vereinfacht.
Letzteres gilt insbesondere dann, wenn, wie es erfindungsgemäß
vorgeschlagen wird, im Auslaß stromab des Ventilsitzes ein
Innengewinde angeordnet ist, in das das mit einem entsprechen
den Außengewinde versehene Betätigungselement unter Bildung
mindestens eines Ausströmweges eingeschraubt ist. Das Betäti
gungselement wird also in das Ventilgehäuse eingeschraubt, bis
es an dem in der Schließstellung befindlichen Ventilelement
angreift. Ein weiteres Einschrauben des Betätigungselementes
führt dann dazu, daß sich das Ventil zunehmend öffnet. Das
Medium tritt durch den Ausströmweg ins Freie.
Dabei ist es besonders vorteilhaft, daß das Betätigungselement
rohrförmig ausgebildet ist und an seinem am Ventilelement
angreifenden Ende mindestens eine radiale Überströmöffnung
aufweist. Der Ausströmweg wird also durch die Überströmöffnung
und das Innere des rohrförmigen Betätigungselementes gebildet.
Letztes kann von beliebiger Länge sein. Dadurch besteht die
Möglichkeit, das Entlüftungsventil einzugraben und dennoch
nach Bedarf Entlüftungsvorgänge durchführen zu können. Auch
nach dem Stande der Technik hat man das auf den Anbohrstutzen
aufgesetzte Ventil eingegraben. Allerdings war dann keine
Betätigungsmöglichkeit mehr gegeben, und zwar auch nicht nach
späterem Aufgraben, da sich eingegrabene Ventile dieser Art
nach kurzer Zeit nicht mehr öffnen lassen.
Die radiale Überströmöffnung des Betätigungselementes kann
beliebig ausgebildet sein. Beispielweise kann es sich um eine
Kerbe oder eine Anzahl von Kerben am Rohrende handelt. Beson
ders vorteilhaft hingegen ist es, daß die radiale Überström
öffnung als Bohrung ausgebildet ist, die in einem stromab an
den Ventilsitz anschließenden Ringraum zwischen dem Betäti
gungselement und dem Ventilgehäuse mündet. Diese Anordnung ist
funktionssicher und weitgehend gegen Verschmutzung geschützt.
Um den letztgenannten Vorteil zu stützen, schlägt die Erfin
dung vor, daß zwischen dem Auslaß des Ventilgehäuses und dem
eingeschraubten Ende des rohrförmigen Betätigungselementes
mindestens eine Dichtung angeordnet ist und daß das andere
Ende des rohrförmigen Betätigungselementes durch einen ein
schraubbaren Stopfen verschließbar ist. Die gesamte Anordnung
ist also gekapselt und für den nächstfolgenden Entlüftungsvor
gang konserviert.
Unter Umständen kann es vorteilhaft sein, das Betätigungselement gegen
das Ventilgehäuse zu verriegeln. Hierzu schlägt die Erfindung
vor, daß auf das Betätigungselement und das mit Schlüsselflä
chen versehene Ende des Ventilgehäuse eine radial verspannbare
Verdrehsicherung aufgesetzt ist. Die Verdrehsicherung ist
formschlüssig gegen die Schlüsselflächen verriegelt und wird
kraftschlüssig gegen das Betätigungselement verspannt, so daß
letzteres unbeabsichtigt oder unbefugt nicht verdreht werden
kann, um das Ventil zu öffnen oder das Betätigungselement vom
Ventilgehäuse zu lösen.
Als erfindungswesentlich offenbart gelten auch solche Kombina
tionen der erfindungsgemäßen Merkmale, die von den obigen
Verknüpfungen abweichen.
Die Erfindung wird im folgenden anhand eines bevorzugten Aus
führungsbeispiels im Zusammenhang mit der beiliegenden Zeich
nung näher erläutert. Die Zeichnung zeigt in:
Fig. 1 einen Axialschnitt durch ein erfindungsgemäßes Ven
til;
Fig. 2 einen Schnitt entlang der Linie II-II in Fig. 1;
Fig. 3 einen Schnitt entlang der Linie III-III in Fig. 1.
Das erfindungsgemäße Ventil weist ein Ventilgehäuse 1 auf,
welches an seinem Einlaß ein Außengewinde 2 trägt und an sei
nem Auslaß mit Schlüsselflächen 3 (Fig. 3) versehen ist. Das
Außengewinde 2 paßt in einen Anbohrstutzen, der auf eine zu
entlüftende Rohrleitung aufgesetzt worden ist, und die Schlüs
selflächen 3 gestatten die Halterung des Ventils in einem
konventionellen, auf den Anbohrstutzen aufgesetzten Anbohr-
und Stopfensetzgerät. Auf diese Weise kann das Ventil nach der
Durchführung des Anbohrvorganges in den Anbohrstutzen einge
schraubt werden.
Das Ventilgehäuse 1 bildet einen Ventilsitz 4 für ein Ventil
element 5. Letzteres ist in einer axialen Bohrung 6 geführt
und bildet mit deren Wandung zum Ventilsitz führende Durchläs
se 7 (Fig. 2). Die Anordnung ist so getroffen, daß das Ventil
element 5 von dem in der zu entlüftenden Rohrleitung herr
schenden Mediendruck in seine Schließstellung gedrückt wird.
Zusätzlich dazu wird das Ventilelement 5 von einer Feder 8
gegen den Ventilsitz 4 verspannt. Die Feder 8 stützt sich auf
einer Scheibe 9 ab, die eine zentrale Öffnung 10 für den
Durchtritt des zu entlüftenden Mediums aufweist.
Die Anordnung ist so getroffen, daß das Ventilgehäuse 1 in
Axialrichtung durchströmt wird. Dementsprechend erfolgt auch
die Betätigung des Ventilelementes 5 in axialer Richtung.
Hierzu ist ein rohrförmiges Betätigungselement 11 vorgesehen,
das mit einem Außengewinde 12 in ein entsprechendes Innenge
winde 13 des Ventilgehäuses 1 eingeschraubt ist.
Fig. 1 zeigt die Anordnung in verriegelter Stellung. Dabei ist
eine Verdrehsicherung 14 auf das mit den Schlüsselflächen 3
versehene Ende des Ventilgehäuses 1 aufgesetzt. Die Verdrehsi
cherung 13 trägt zwei entgegengesetzte Gewindebolzen 15, die
eine formschlüssige Verriegelung mit dem Ventilgehäuse her
stellen. Ferner ist die Verdrehsicherung 14 mit einem Schraub
bolzen 16 versehen, mittels dessen sie kraftschlüssig gegen
das Betätigungselement 11 verspannt ist.
Zur Durchführung des Entlüftungsvorganges wird die Verdrehsi
cherung 14 gelöst oder vollständig abgenommen. Sodann kann das
rohrförmige Betätigungselement weiter in das Ventilgehäuse 1
eingeschraubt werden, wobei es das Ventilelement 5 vom Ventil
sitz 4 abhebt. Das zu entlüftende Medium strömt durch die
Öffnung 10 und die Durchlässe 7 zum Ventilsitz 4 und gelangt
von hier aus in einen Ringraum 17, von dem aus eine Bohrung 18
ins Innere des rohrförmigen Betätigungselementes 11 führt.
nach Entfernen eines Stopfens 19, der das äußere Ende des
Betätigungselementes verschließt, kann das zu entlüftende
Medium ins Freie austreten. Die Länge des Betätigungselementes
kann nach Belieben gewählt werden.
Der Stopfen 19 stellt einen verschmutzungssicheren Verschluß
des rohrförmigen Betätigungselementes 11 dar. Zur Verschmut
zungssicherung dienen ferner Dichtungen 20, die zwischen dem
Betätigungselement 11 und dem Ventilgehäuse 1 angeordnet
sind.
Im Rahmen der Erfindung sind durchaus Abwandlungsmöglichkeiten
der beschriebenen Ausführungsform gegeben. So kann das Betäti
gungselement 11 anders als rohrförmig ausgebildet sein, solan
ge es ein Abströmen des zu entlüftenden Mediums gestattet. Die
äußere Konfiguration des Ventilgehäuses 1 wird an den jeweili
gen Anbohrstutzen angepaßt, allerdings mit der Maßgabe, daß
das Ventilgehäuse mittels des zugehörigen Anbohr- und Stop
fensetzgerätes in den Anbohrstutzen eingeschraubt werden kann.
Auf die Verdrehsicherung 14 kann unter Umständen verzichtet
werden. Dies wird man insbesondere dann tun, wenn das Ventil
eingegraben wird und dennoch betätigbar bleiben soll. Im übri
gen kommen Verdrehsicherungen beliebiger Art in Frage.
Claims (13)
1. Verfahren zum Entlüften einer Rohrleitung, wobei ein ven
tilfreier Anbohrstutzen auf die Rohrleitung aufgesetzt, die
Rohrleitung mittels eines Anbohr- und Stopfensetzgerätes ange
bohrt und der Entlüftungsvorgang durch Betätigen eines Ventils
durchgeführt wird,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Anbohr- und Stopfensetzgerät direkt auf den Anbohrstut
zen aufgesetzt wird und daß nach dem Anbohren der Rohrleitung
das geschlossene Ventil mittels des Anbohr- und Stopfensetzge
rätes in der Art eines Verschlußstopfens in den Anbohrstutzen
eingeschraubt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das
Ventil in Axialrichtung des Anbohrstutzens betätigt wird.
3. Ventil zum Durchführen des Verfahrens nach Anspruch 1 oder
2, mit einem Ventilgehäuse, das einen Einlaß und einen Auslaß
aufweist, einem in dem Ventilgehäuse angeordneten Ventilele
ment, das zwischen einer Öffnungsstellung und einer von einem
Ventilsitz definierten Schließstellung bewegbar ist, und einem
in das Ventilgehäuse eingeführten Betätigungselement für das
Ventilelement, dadurch gekennzeichnet, daß das Ventilgehäuse
(1) an seinem den Einlaß bildenden Ende ein Außengewinde (2)
trägt und an seinem axial gegenüberliegenden Ende mit Schlüs
selflächen (3) versehen ist.
4. Ventil nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der
Ventilsitz (4) axial stromab des Einlasses angeordnet ist und
daß das Ventilelement (5) in Strömungsrichtung gegen den Ven
tilsitz bewegbar ist.
5. Ventil nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet,
daß das Ventilelement (5) in einer sich vom Einlaß zum koni
schen Ventilsitz (4) erstreckenden axialen Bohrung (6) geführt
ist und mit deren Wandung zum Ventilsitz führende Durchlässe
(7) bildet.
6. Ventil nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Ventilelement (5) von einer Feder (8) gegen
den Ventilsitz (4) verspannt ist.
7. Ventil nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß sich
die Feder (8) auf einer Scheibe (9) abstützt, die in der axia
len Bohrung (6) stromauf des Ventilsitzes (4) angeordnet ist
und mindestens eine Öffnung (10) aufweist.
8. Ventil nach einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Auslaß des Ventilgehäuses (1) von dessen mit
Schlüsselflächen (3) versehenem Ende gebildet wird und sich
axial an den Ventilsitz (4) anschließt.
9. Ventil nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß im
Auslaß stromab des Ventilsitzes (4) ein Innengewinde (13)
angeordnet ist, in das das mit einem entsprechenden Außenge
winde (12) versehene Betätigungselement (11) unter Bildung
mindestens eines Ausströmweges eingeschraubt ist.
10. Ventil nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß das
Betätigungselement (11) rohrförmig ausgebildet ist und an
seinem am Ventilelement (5) angreifenden Ende mindestens eine
radiale Überströmöffnung aufweist.
11. Ventil nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die
radiale Überströmöffnung als Bohrung (18) ausgebildet ist, die
in einem stromab an den Ventilsitz (4) anschließenden Ringraum
(17) zwischen dem Betätigungselement (11) und dem Ventilgehäu
se (1) mündet.
12. Ventil nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen dem Auslaß des Ventilgehäuses (1) und dem einge
schraubten Ende des rohrförmigen Betätigungselementes (11)
mindestens eine Dichtung (20) angeordnet ist und daß das ande
re Ende des rohrförmigen Betätigungselementes durch einen
einschraubbaren Stopfen (19) verschließbar ist.
13. Ventil nach einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekenn
zeichnet, daß auf das Betätigungselement (11) und das mit
Schlüsselflächen (3) versehene Ende des Ventilgehäuses (1)
eine radial verspannbare Verdrehsicherung (14) aufgesetzt
ist.
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