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Wandernder Rost mit mechanischer Reinigung für Röst- und Sinterungsverfahren.
Bei Röst- und Sinterungsverfahren von Erzen, mit Absaugung der Verbrennungsabgase
durch die Rostfläche, werden für die wandernde Rostbahn geschlitzte Rostplatten
verwendet. Infolge der stellenweisen, ungleichmäßigen Erhitzung der Rostplatten
werden dieselben ungleichmäßig beansprucht und dadurch stellenweise schadhaft. Trotz
der nur stellenweisen Beschädigung müssen die ganzen großen Rostplatten ausgewechselt
werden, was mit einem größeren Verschleiß der Roste verbunden ist. Wohl sucht man
diesen Verschleiß durch Unterteilung der Rostplatten zu verhindern, alle diese Rostplatten
haben jedoch den Übelstand, daß sich deren Schlitze bald verschlacken, so daß trotz
Reinigung von Hand die Rostfläche nicht rein erhalten werden kann.
Es
sind zwar Roststäbe aus geeignetem Werkstoff vorgeschlagen worden, deren Reinigung
durch auf einer Welle gelagerte Haken erfolgt, wobei das freie Ende derselben auf
dem Roste schleift. Durch dieses Schleifen kann aber niemals eine gute Reinigung
des Rostes zustande kommen, da sich das Sinterungsgut oft zu einem festen, harten
Klumpen zusammenbackt und nicht durch die schleifende Wirkung der Haken von dem
Roste entfernt werden kann. Außerdem hat das ständige Aufliegen der Haken auf dein
Roste eine bremsende Wirkung und wird deshalb eine bedeutend größere Kraft zur Fortbewegung
des Rostes erforderlich sein. Ferner wird die scharfe Kante der Haken durch das
ständige Schleifen bald abgenutzt werden, so daß ein ständiges Austauschen der Haken
erforderlich ist.
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Infolge der hohen Sinterungstemperaturen ist es notwendig, insbesondere
die Roststabenden besonders auszubilden bzw. eigens zu lagern, um ein Abschmelzen
derselben zu verhindern. Die bisher bestehenden Roststabablagernngen hatten den
Nachteil, daß zwischen den Roststabenden und den sie tragenden Rippen oder Leisten
des Unterbaues Zwischenräume vorhanden waren, in welche die abgesogenen heißen Gase
einströmen konnten und hierdurch das Roststabende schon nach kurzer Zeit zum Schmelzen
bringen, da es von allen Seiten durch die heißen Gase umspült wurde.
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Durch vorliegende Erfindung werden diese Nachteile dadurch behoben,
daß die Stifte (flach oder rund) beiläufig normal zur Rostfläche zum Aufschlagen
gebracht werden, wobei diese Stifte in einem Bündel derart lose gegeneinander verschiebbar
angeordnet sind, daß ein Teil derselben in die Rostschlitze eindringt und hierdurch
nicht nur die Oberfläche des Rostes, sondern auch die Schlitze desselben in ihrer
ganzen Tiefe reinigt, wobei dieses Stiftenbündel mit einem entsprechenden mechanischen
Rüttelantrieb verbunden ist.
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Zwecks Verhinderung des Abschmelzens der Roststabenden sind dieselben
verdickt und im Rostschlitze nach oben abgeschrägt und liegen mit ihrer ganzen Fläche
auf den sie tragenden Rippen des Rostwagens auf. Um ein Eindringen von Sinterungsmasse
zwischen diesen Tragrippen und dem Roststab zu verhindern, besitzen die auf der
Außenrippe des Rostwagens s ruhenden Roststabenden eine entsprechend breite Nase.
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Die Abb. t bis 5 zeigen eine Ausführungsform solcher Roststäbe. Abb.
t zeigt die Anordnung von drei Reihen Roststäben R in einem Rostwagen W eines Sinterungsbandes.
Die auf den Seitenrippen T des Rostwagens W ruhenden Roststabenden E tragen in ihrer
Breite eine Nase N, die sich in die Abschrägung der Seitenrippe T des Wagens einlegt.
Beim Kippen des Rostwagens am Bandende (Abb. 5) decken die Nasen N den Zwischenraum,
der infolge der losen Lagerung der Roststäbe zwischen den abstehenden Roststabenden
E und der Seitenrippe T entsteht und verhindern, daß zwischen den aufgehobenen Roststabenden
E und der Seitenrippe T Sinterungsmasse vom nachfolgenden `Vagen eindringt. Denn
die in diese Zwischenräume eindringende Sinterungsmasse wird darin festgeklemmt
und verhindert, daß das Roststabende nachher sich wieder auf die Rippe gut auflegt.
In dieser gehobenen Lage würde das Roststahende in einer nachfolgenden Sinterungsperiode
von allen Seiten von denheißenVerbrennungsabgasen umspült und teilweise abgeschmolzen
werden. Abb. z, 3 und ,4 zeigen eine Ausführungsform eines Roststabes in Vorderansicht,
Draufsicht und Seitenansicht, dessen Roststabenden E behufs guter Wärmeableitung
mit breiter Fläche auf den erweiterten Rippen T des Rostwagens aufliegen. Die Ansätze
der Roststabenden E im Rostschlitze S decken vollkommen die sie tragende Rippe
T des Rostwagens W und schützen dadurch die die Roste tragenden Rippen
oder Leisten vor der Einwirkung der durch die Rostschlitze S durchgesogenen heißen
und sauren Verbrennungsabgase. Durch die Abschränkung der Ansätze der Roststabenden
im Rostschlitze nach oben erfahren die Rostschlitze eine Erweiterung ihrer Länge
nach oben, so daß dieselben im oberen Teile des Rostes R, wo das Sinterungsgut aufliegt,
fast die Länge des Roststabes erreichen. Bei dem üblichen keilförmigen Querschnitt
des Roststabes (Abb. 4.) wird dadurch die größtmögliche Durchgangsfläche durch die
Roststäbe erreicht. Da die Roststäbe bei dieser Anordnung in Berücksichtigung der
Wärmeausdehnung und des unbearbeiteten Abgusses lose unter Beibehaltung eines ge-,vissen
Spielraumes zwischen den Rippen des Rostwagens gelagert sind, wird durch deren kleine
Beweglichkeit eine gewisse Selb,treinigung der Roststäbe erreicht. Dieselbe ist
jedoch sehr unvollkommen, da sich die Rotstäbe unter der Einwirkung der durchgesogenen,
heißen und saueren Verbrennungsabgase und durch Anbrennen von Sinterungsmasse mit
einer harten Kruste überziehen, wobei auch die Rostschlitze verlegt werden. Um diesen
großen Übelstand zu beheben, sind diese Roststäbe mit einer mechanischen Rostreinigungsvorrichtung
ausgestattet.
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Abb.6 und 7 zeigen eine Ausführungsform einer solchen mechanischen
Rostreinigungsvorrichtung. Dieselbe besteht aus der Breite der Rostschlitze entsprechend
starken Stahlblechstreifen
a, die mit einem Schlitze s versehen
sind. Eine Anzahl solcher Stahlblechstreifen werden auf dem Stahlbolzen b, in dem
derselbe durch die Schlitze s durchgesteckt ist, zu einem rechenartigen Bündel ver,
einigt (Abb.7), wobei die Stahlblechstreifen, auf dem Bolzen geführt, sich auf demselben
um die Länge des, Schlitzes s gegeneinander verschieben und in der Bewegungsvorrichtung
der Rostbahn ausdrehen können. Der Bolzen b ist in einem Konsolblech K gelagert
und dieses wieder mit dem Hebel h fest verbunden. Der Hebel h ist um den Bolzen
o drehbar gelagert und wird durch die Spindel c mittels des Daumens/ in schwingende
Bewegung gegen die sich in der Pfeilrichtung bewegende Rostbahn x gesetzt. Der Schwingungsausschlag
ist so bemessen, daß das Bündel Stahlblechstreifen a infolge seiner eigenen Schwere
auf die Rostfläche so aufschlägt, da.ß die auf die vollen Roststäbe auftreffenden
Stahlblechstreifen auf denselben aufsitzen, dagegen die auf die Rostschlitze auftreffenden
um die Länge des Schlitzes s der Blechstreifen in die Rostschlitze eindringen und
so die Rostfläche an der Oberfläche und in den Schlitzen zugleich reinigen. Indem
sich die Blechstreifen a um den Bolzen b in der Bewegung der Rostbahn ausdrehen
können, wird bei einer etwaigen Störung eine Beschädigung der Rostschutzvorrichtung
vermieden. Durch Umlegen des Hebels g kann die Putzvorrichtung nach Bedarf ein-
oder ausgeschaltet werden. Zwischen die Stahlblechstreifen a können ,auf
dem Bolzen b noch schwache Distanzbleche (Abb. 7) eingeschoben werden, die
dadurch den Stahlblechstreifen a einen gewünschten Abstand gegeneinander geben und
die Reibung der Stahlblechstreifen a gegeneinander vermindern.
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Abb. 8 und 9 zeigen andere Ausführungsformen von Stahlblechstreifen,
deren Form und Wirkungsweise aus der Skizze ersichtlich ist.
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Abb. i o und i i zeigen eine Anordnung einer mechanischen Putzvorrichtung
mit Stahlbolzen (Stiften) L, die nebeneinander und in einigen Reihen hintereinander
in einem Rahmen m zu einem Bündel vereinigt sind und in dem Rahmen m so gelagert
und geführt sind, daß sich die Stifte beim Aufschlagen auf die Rostfläche in ihrer
Längsrichtung gegeneinander, und zwar um die Höhe der Roststäbe, verschieben können.
Auch in diesem Falle wird die Rostfläche an deren Oberfläche und in ihren Schlitzen
zugleich gereinigt. Der Rahmen ist mit einem Hebel p durch den Bolzen V drehbar
verbunden, so daß das Bündel Stifte bei Störungen in der Bewegungsrichtung der Rostbahn
sich ausdrehen kann. Diese Putzvorrichtung eignet sich insbesondere zum Reinigen
von Rostschlitzen, die nicht in der Bewegungsrichtung der Rostbahn, sondern quer
zu derselben verlaufen.
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Die Bewegung der Stahlblechstreifen oder Stiftenbündel kann gegen
die Rostfläche schwingend !oder geradlinig durch mechanische Antriebe bekannter
Art, wie durch Exzenter, Kurbel, NTocken us-,v., mittels starrer oder federnder
Hebel oder Gestänge erfolgen.
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Bei einem in bekannter Weise ausgebildeten Sinterungsband, das mit
Roststäben und mechanischer Rostreinigung gemäß vorliegender Erfindung ausgestattet
wurde, ist eine Steigerung der Erzeugung von 65 Prozent und darüber erzielt worden.