DE4013764C2 - Einbaukurzschlußringe für elektronische Aufschlitzüberwachung an Fördergurten - Google Patents
Einbaukurzschlußringe für elektronische Aufschlitzüberwachung an FördergurtenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft Kurzschlußringe, die aus gespleißten
Metalldrahtseilen mit elektrisch dauerhaft leitfähig verbun
denen Litzenenden hergestellt werden und zum Einbau in För
dergurte zum Zwecke der elektronischen Überwachung von auf
schlitzgefährdeten Fördergurten vorgesehen sind.
Da von der Unzerstörtheit dieser Einbaukurzschlußringe mit
Hilfe bekannter elektronischer Überwachungseinrichtungen auf
die Unversehrtheit des zu überwachenden Fördergurtes ge
schlossen wird, ist es wichtig, daß sich ihre elektrische
Leitfähigkeit im Laufe der Zeit nicht so ungünstig verändert,
daß es zu Fehlmeldungen durch die Überwachungsanlage kommt.
Der elektrische Widerstand des Einbaukurzschlußrings darf
sich daher nicht so vergrößern, daß eine Überwachung auf Un
versehrtheit nicht mehr stattfinden kann, weil eine ausrei
chende elektromagnetische Signalübertragung nicht mehr gege
ben ist. Daher kommt der Langzeitstabilität des elektrischen
Widerstands der Einbaukurzschlußringe eine große Bedeutung
zu.
Veränderungen der Langzeitstabilität können einmal durch
Querschnittsverringerung, aber auch durch Übergangswiderstän
de an den Stellen der Endlosschließung zu einem Kurzschluß
ring auftreten. Querschnittsverringerungen treten bei ungün
stiger Vorbeanspruchung des Seilmaterials, aus dem die Kurz
schlußringe gefertigt sind, infolge Dauerbruchs im Laufe der
Betriebszeit auf. Übergangswiderstände im Bereich der Endlos
schließung vergrößern sich bei unzweckmäßiger Technologie
oder falscher Materialwahl.
Es hat in der Vergangenheit nicht an Vorschlägen gefehlt,
diese Schwachstellen zu verbessern.
Die DE-OS 22 46 139 schlägt eine Drillverbindung der einzel
nen Litzen, aus denen bekanntlich ein Seil besteht, vor. Kon
taktierungstechniken dieser Art, zu denen auch bekannte
Spleißtechniken zählen, haben sich jedoch in der Praxis nicht
bewährt, da es zu Unterwanderungen der offenen Kontaktstellen
durch den beim Vulkanisieren plastischen Gummi kommen kann.
Eine weitere Störquelle im Bereich der Kontaktstelle bildet
eine chemische Reaktion zwischen Schwefel in der Gummimasse
und z. B. Zink als Oberflächenschutz bzw. Haftvermittler der
Seile der Einbaukurzschlußringe mit dem Ergebnis, daß die
Oberflächen im Verlauf einer mehrmonatigen Betriebszeit eine
geringere Leitfähigkeit als im Ursprungszustand erreichen.
Aus der DE-A-34 41 742 ist es bekannt, verdrillte Litzenenden
zur Herstellung von Einbaukurzschlußringen in niedrigschmel
zende Metallegierungen oder leitend gemachte Kunststoffe ein
zubetten, um gegen chemische Einflüsse widerstandsfähige Ver
bindungen zu schaffen. Wenngleich chemische Reaktionen an der
Verbindungsstelle unterbunden werden, tritt durch die quer
zum Kraftfluß des betreffenden Seils angeordnete Drillverbin
dung, die zudem noch hart und unflexibel ist, eine Beanspru
chung dergestalt auf, daß die unmittelbar an der nahezu im
rechten Winkel aus dem Seilverband ragenden Litzen-Drillver
bindungen durch Dauerbiegebeanspruchung nach kurzer Betriebs
zeit ausfallen und ihre elektrische Verbindung auftrennen.
Mitursache dafür ist die notwendige mechanische Fixierung der
zu umhüllenden Litzenenden durch kräfteformendes Verdrillen
der jeweiligen Litzenenden vor dem Arbeitsschritt des Umhül
lens.
In der DE-A-38 11 533 ist ein Kurzschlußring für die Auf
schlitzüberwachung von Fördergurten beschrieben, bei der die
seitlich herausgeführten Litzenenden kugelförmig verschmolzen
werden. In einer weiteren Ausgestaltung wird auf die Herstel
lung der Spleißverbindung ganz verzichtet und die Seilenden
werden direkt durch Verschmelzen miteinander verbunden. Ob
gleich dieses Verfahren zu elektrisch gut leitenden Verbin
dungen führt, ist eine akzeptable Lebensdauer des so herge
stellten Einbaukurzschlußringes nur dann gewährleistet, wenn
sich die beim Verschmelzen des Seilmaterials entstehende Tem
peratur nur auf die Verschmelzungsstelle beschränken läßt, da
sich sonst nachteilige Gefügeveränderungen des Seilmaterials
nicht vermeiden lassen. Da sich dies nur mit einem verhält
nismäßig hohen Geräteaufwand realisieren läßt, ist eine Ren
tabilität der so herzustellenden Einbaukurzschlußringe nicht
ohne weiteres zu erzielen.
Nach der DE-A-20 30 796 werden die beim Endlosschließen durch
Schweißen auftretenden örtlichen Biegebeanspruchungen dadurch
vermieden, daß die Litzen- oder Seilenden abgestuft auslaufen
und in einer aus der Spleißtechnik bekannten Weise im Seil
verbund untertauchen. Auch bei diesem Verfahren stellen sich
nach kurzer Zeit durch Gummiunterwanderung und den Einfluß
chemischer Elemente im Fördergurtgummi ungünstige Veränderun
gen der Kontaktstellen ein.
Einen anderen Weg zur elektrischen Endlosschließung leitfähi
ger Elemente beschreibt die DE-AS 22 48 070. Zur Anwendung
kommen Drähte bzw. Stahldrahtlitzen, die durch Verbindungs
glieder in Form von Klemmhülsen so verbunden werden, daß sich
ein Kurzschlußring herstellen läßt. Nachteilig bei diesem
Verfahren ist die Anwendung von Klemmhülsen, die nur über
kraftschlüssige Kontaktierung die elektrische Leitfähigkeit
der so geschaffenen Leiterschleife herstellt. Auch bei diesem
Verfahren treten die zuvor angeführten Erscheinungen des Gum
miunterwanderns und der chemischen Reaktion zum Metall der
Drähte ein, mit dem Ergebnis, daß sich die elektrische Leit
fähigkeit der Leiterschleife unzulässig hoch verändert. Die
Verwendung von Klemmhülsen in einem lockeren Drahtverbund zur
Bildung einer Leiterschleife hat daneben noch den Nachteil
einer Kerbwirkung zwischen Draht und Klemmhülse, mit dem Er
gebnis, daß an diesen Stellen bei Biegewechselbeanspruchung
infolge der Bewegungen des sie umgebenden Gummis des Förder
gurtes die Lebensdauer der Leiterschleife unzulässig begrenzt
wird.
Schließlich wird in der - nicht vorveröffentlichten - DE-A-
39 27 746 ein Kurzschlußring aus einem gespleißten Metall
drahtseil für den Einbau in einen Fördergurt vorgeschlagen,
bei welchem die Seillitzen mit jeweils zwei beliebigen Enden
parallel nebeneinander kräfte- und verdrillfrei miteinander
so weich verlötet werden, daß sich die so geschaffene Verbin
dung ohne Umlenkung des Kräfteflusses eng an den ursprüngli
chen Litzenverlauf anlehnt.
Die vorliegende Erfindung hat sich daher zur Aufgabe gesetzt,
Kurzschlußringe aus Seilen zu schaffen, die eine große Le
bensdauer haben und ihre elektrische Leitfähigkeit konstant
halten.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im Patentan
spruch 1 angegebenen Merkmale gelöst.
Gemäß der Erfindung werden zur Herstellung der Endlosverbin
dung des Metallseils in bekannter Spleißtechnik jeweils ein
zelne zu verbindende Litzenendenpaare, beispielsweise sieben,
jeweils kräftefrei so nebeneinander gelegt, daß sie eng am
Seil anliegen, wobei ein beliebiges Litzenende seine ur
sprüngliche Bahnlage beibehält. Das andere Litzenende liegt
wegen des Seildralls unmittelbar neben dem ersteren Litzenen
de. Beide Litzenenden werden so weit gekürzt, daß eine gegen
seitige Überdeckung von 3 bis 5 mm erreicht wird. Die so vor
bereitete Verbindungsstelle wird anschließend mit bekannten
Weichlötverfahren verbunden, wobei neben der sicheren Verbin
dung der jeweiligen Litzenenden auch eine zusätzliche Verbin
dung dieser mit den anderen Litzen des Seils geschaffen wird.
Damit wird erreicht, daß bei dem anschließenden Vulkanisieren
die jeweiligen Litzen nicht elektrisch voneinander isoliert
werden, sondern jeweils an den Litzenverbindungsstellen ins
gesamt miteinander verbunden sind. Es ist daher beim Lötvor
gang dafür zu sorgen, daß neben den jeweiligen Litzenpaaren
auch die übrigen Litzen mitverlötet werden und sich das Lot
nicht unnötig weit in den Seilverband hineinzieht, damit
nicht die Flexibilität des Seils insgesamt leidet.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung
dargestellt und wird im folgenden näher beschrieben. Es zei
gen:
Fig. 1 einen Teilabschnitt eines Einbau
kurzschlußrings;
Fig. 2 zwei für einen Lötvorgang vorberei
tete Litzenenden eines Litzenenden
paares 2; und
Fig. 3 eine Lötstelle eines Litzenpaares
mit dem übrigen Seilverband.
Es ist nicht erforderlich, daß bei der Herstellung des Kurz
schlußrings jede Litze mit sich selbst verbunden wird, son
dern es können wahlfrei beliebige Litzenenden aus gegenüber
liegenden Seilenden herangezogen werden. Insgesamt werden we
gen der Redundanz alle verfügbaren Litzen zur Bildung des so
zu schaffenden Kurzschlußrings herangezogen.
Der in Fig. 1 dargestellte Teilabschnitt eines Einbaukurz
schlußrings 1 weist mehrere in gegenseitigen Abständen durch
Spleißen seitlich herausgeführte Litzenendenpaare 2 bis 8
auf, von denen nur sieben dargestellt sind.
Nach Fig. 2 sind die beiden Litzenenden 9, 10 eines Litzenen
denpaares kräftefrei so nebeneinander am Seil anliegend ange
ordnet, wobei das eine Litzenende seine ursprüngliche Bahnla
ge in etwa beibehält und das andere Litzenende mit einer
Überdeckung von 3 bis 5 mm daneben liegt. Die so vorbereite
ten Litzenenden 9, 10 werden anschließend durch einen Weich
lötvorgang miteinander verbunden, wodurch die in Fig. 3 dar
gestellte Lötstelle 11 eines Litzenendenpaares mit dem übri
gen Seilverband erzeugt wird.
Um die bei der Fördergurtdehnung auftretenden Kräfte vom Ein
baukurzschlußring fernzuhalten, ist es vorteilhaft, das hier
zu benutzte Seil wellenförmig auszubilden. Wie Untersuchungen
gezeigt haben, ist es weiterhin vorteilhaft, die Litzenver
bindungen jeweils in den nicht gekrümmten Teil des wellenför
mig ausgebildeten Seils zu legen, um Dehnkräfte von der Ver
bindung fernzuhalten.
In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung werden die je
weiligen Abstände der Litzenverbindungen so gewählt, daß sie
bei der Herstellung der regelmäßigen Wellung zwangsläufig al
le in den nicht gekrümmten Teilabschnitt des Seils gelangen,
wenn die erste Litzenverbindung im nicht gekrümmten Teil an
geordnet wird.
Claims (3)
1. Kurzschlußring aus einem gespleißten Metalldrahtseil mit
in Abständen paarweise seitlich herausgeführten Litzenen
den für den Einbau in einen Fördergurt zum Zwecke elek
tronischer Aufschlitzüberwachungen,
dadurch gekennzeichnet,
daß die zu verbindenden Litzenenden (9, 10) kräftefrei
aus ihren Verseilbahnen kommend nebeneinander gelegt wer
den und so lang sind, daß die Überdeckung beider Enden
etwa 3 bis 5 mm beträgt, und anschließend zusammen mit
den restlichen Litzen weich verlötet werden.
2. Kurzschlußring nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die zu verlötenden Litzenenden (9, 10) sich jeweils
in der geraden Zone gewellter Seile befinden.
3. Kurzschlußring nach Anspruch 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die jeweiligen Abstände der zu verlötenden Litzenver
bindungen so gewählt werden, daß diese bei der Herstel
lung der Wellung zwangsläufig in der geraden Zone unter
gebracht sind.
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Families Citing this family (2)
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| DE102011051592B4 (de) | 2011-07-06 | 2024-11-07 | Contitech Transportbandsysteme Gmbh | Einrichtung zur Überwachung einer Förderanlage zur Erfassung von Längsschlitzen eines Fördergurtes mittels eines Schlitzschutzsystems |
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-
1990
- 1990-04-28 DE DE19904013764 patent/DE4013764C2/de not_active Expired - Lifetime
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Non-Patent Citations (1)
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| In Betracht gezogene ältere Anmeldung: DE 39 27 746 A1 * |
Also Published As
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Legal Events
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