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Ein nach dem Gewicht des lWitfahrers einstellbarer, federnder Soziussitz
für Motorräder und ähnliche Fahrzeuge. Die vorliegende Erfindung betrifft einen
federnden, verstellbaren, .dem jeweiligen Gewicht des Mitfahrers entsprechend einstellbaren
Soziussitz für Motorräder u. dgl., bei welchem das Sitzpolster auf dem hinteren,
freitragenden Ende von Blattfedern befestigt ist, die spiralartig um einen Federbolzen
von quadratischem oder vieleckigem Querschnitt gewickelt sind, und bei dem durch
Verdrehen dieses Federbolzens um seine Längsachse bei den verschiedensten Belastungen
stets eine gleichmäßige weiche Abfederung ermöglicht wird. Diese Erfindung behebt
einen Mangel, der allen bisher bekannten Konstruktionen anhaftet, der darin besteht,
daß die Druck- oder Zugfedern immer nur auf das Durchschnittskörpergewicht des Mitfahrers
von etwa 7o kg bemessen werden kann. Der sich hieraus ergebende Übelstand besteht
darin, daß bei einem leichteren '.Mitfahrer (Körpergewicht etwa 5o kg) die Abfederung
zu hart wird, und anderseits .bei schweren Sozi.usfahrern ('etwa roo kg) sich durch
diese Belastung die Federn schon völlig zusammendrücken, so daß bei zusätzlichen
Belastungen, die beim
Fahren durch Stöße entstehen, kein Federweg
mehr vorhanden, also eine Federung nicht mehr möglich ist. Diesen langempfundenen
Übelstand zu beseitigen, ist der Zweck der vorliegenden Erfindung.
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Wie aus Abb. i ersichtlich, besteht der Soziassitz aus einem vierkantigen
Federbolzen a mit den an beiden Enden urigedrehten Zapfen b, die mit Keilnuten c
versehen sind (Längs- und Kopfansicht sind dargestellt), sodann aus den beiden,
auf die zylindrischen Zapfen b :des Bolzens a aufgepaßten Büchsen
d
(Abb. ?), die mit Verstell- bzw. Einstellschlitzen e und ebenfalls mit entsprechenden
Keilnuten zu c versehen sind. Diese Büchsen sind in Aufsicht und Schnitt wiedergegeben.
Abb. 3 stellt .eine um das Querschnittsprofil des Federbolzens a spiralartig gewickelte
Blattfeder f dar. Die innerste Windung der Spirale liegt fest an den Seitenflächen
des Federbolzens a an, so daß ein Verdrehen :der Blattfeder auf dem Bolzen selbst
verhindert ist. Der mittlere und hintere Teil der freitragenden Blattfeder f ist
als Sitzträger bzw. Polsterträger ausgebildet. Das aufgebogene Ende dient als Sitzlehnenstütze,
wie aus Abb. 7 genauer ersichtlich ist. Abb. 4. stellt den Sitzrahmen dar, der zur
Aufnahme der oben beschriebenen Teile dient. Abb. 5 ist der Schnitt nach Linie Z-Z
des Rahmens in Abb. .4. Aus diesen letzten beiden Zeichnungen ist ersichtlich, daß
der Sitzrahmen aus zwei keilförmigen Lagerböcken g besteht, die durch die beiden
Stege bzw. Quertraversen h und i. starr miteinander verbunden sind. Die vier Löcher
y dieser Traversen dienen zur Befestigung des Rahmens bzw. des ganzen Sitzes auf
seiner Unterlage (Gepäckständer des Motorrades). Die Böcke g enthalten in ihren
vorderen Teilen Augenlager .mit je einer Bohrung k zur Aufnahme des Federbolzens
a und mit j e zwei mit Gewinde versehenen Löchern ri zur Aufnahme der Klemmschrauben
w (Abb. 7). Abb. 7 ist eine Seitenansicht des Sitzes, der auf Unterlagseisen x aufmontiert
ist. Es bedeuten: v .die Sitzlehne, s das gepolsterte Sitzbrett, f die Spiralblattfeder,
m den Spannriemen, g die Lagerböcke des Sitzrahmens und d die mit Verstelischlitzen
versehenen Lagerbüchsen des Federbolzens a mit den Klemmschrauben w in den Bohrungen
k der Lagerböcke g.
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Abb. 6 stellt die schematische Seitenansicht des Hinterteils eines
Motorrades dar, auf welchem der Soziussitz angebracht ist.
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Eine oder mehrere (normalerweise zwei) Blattfedern f werden von einer
Seite aus auf den Federbolzen a aufgeschoben und dieses Aggregat .dann in die Bohrungen
k :des Sitzrahmens eingeführt. Die beiden Büchsen d, deren innere Bohrungen scharf
auf die zylindrischen Zapfen des Federbolzens a passen und mit diesen durch Keile
am gegenseitigen Verdrehen verhindert sind, werden dann von außen in die Bohrungen
k des Sitzrahmens eingeschoben und Zentrieren somit das Ganze; vorausgesetzt ist
hierbei natürlich, daß Außendurchmesser der Büchsen und Durchmesser der Bohrungen
k übereinstimmen. Die Büchsen d und der damit durch Keil verbundene Bolzen a mit
den fest darauf sitzenden Federn f bzw. das ganze Sitzbrett lassen sich um die Längsachse
des Bolzens verdrehen, und ist der größtmögliche Verdrehungswinkel nur abhängig
von der Länge der Schlitze in den Büchsen d. Aus den Schlitzlängen der Büchsen d
(Abb. 7) ist zu ersehen, daß man dem Sitzpolster eine maximale Neigung von etwa
6o' zur Horizontalen bzw. Unterkante des Sitzrahmens geben kann; als geringster
Winkel kämen etwa 5° in Betracht. Vermittels der Klemmschrauben w (Abb. 7) ist man
nun in der Lage, dem Sitzpolster eine beliebige Stellung zur Horizontalen zu geben.
Das gewaltsame Herabzwingen des Sitzbrettes zur Horizontalen und Festspannen desselben
vermittels des Spannriemzns in bewirkt die sogenannteAnfangsspannung des Sitzes.
Diese Anfangsspannung wächst naturgemäß mit steigendem Winkel, den Sitzpolster und
Horizontale beire Festklemmen der Klemmschrauben w einnehmen. Die Einstellbarkeit
des Sitzes, dem jeweiligen Gewicht des Mitfahrers entsprechend, wird also hierdurch
bewirkt. Die Federung selbst liegt in der äußeren Spirale der Blattfeder f, da die
Federn auf ihrem geraden, freien Ende starr mit dem Sitzpolster verschraubt sind.