DE401666C - Vorrichtung zum selbsttaetigen Feststellen brennbarer Gase in Luftgemischen in regelbaren Zwischenraeumen - Google Patents

Vorrichtung zum selbsttaetigen Feststellen brennbarer Gase in Luftgemischen in regelbaren Zwischenraeumen

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DE401666C
DE401666C DEM79912D DEM0079912D DE401666C DE 401666 C DE401666 C DE 401666C DE M79912 D DEM79912 D DE M79912D DE M0079912 D DEM0079912 D DE M0079912D DE 401666 C DE401666 C DE 401666C
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    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
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    • G01N7/02Analysing materials by measuring the pressure or volume of a gas or vapour by absorption, adsorption, or combustion of components and measurement of the change in pressure or volume of the remainder
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Description

  • Vorrichtung zum selbsttätigen Feststellen brennbarer Gase in Luftgemischen in regelbaren Zwischenräumen. Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zur ständigen Lberwachung von Räumen auf Explosionsgefahr, insbesondere von Grubenbauen auf Schlagwetteransammlungen. Durch Benutzung eines langsam fließenden Kraftmittels" z. B. von Druckwasser, wird in einstellbaren Zeitabständen eine abgemessene Menge der an der Prüfungsstelle befindlichen Wettermischung angesaugt, ein Teil dieser Wetterprobe in genau festge#,tellter Menge einem Glühpunkte zugeführt, wo die brennbaren Bestandteile und der Sauerstoff der Wettermischung sich miteinander verbinden müssen. Nach Abführung der hierbei entstehenden Wärme füllen die Gase einen bestimmten Raum aus, dessen Größe sich nach der Zusammensetzung der Wetter richtet. Die Veränderung des Raumes, den die verbrannten Gase gegenüber den unverbrannten einnehmen, kann jederzeit an einer Graduierung abgelesen und beispielsweise durch eine Reihe von Kontakten zur Registrierung auf einer Trommel und zur Abgabe von Warnsignalen benutzt werden. Nach der Feststellung des Gehalts an briennbaren Gasen wird das Druckwasser wieder vollständig abgesaugt. Durch den hierbei entstehenden Unterdruck wird wieder eine neue Luftmenge angesaugt und für die nächste Verbrennung abgemessien. Die Einrichtung kann überall verwendet wurden, wo Druckwasser o. dgl. sich vorfindet oder hingeleitet werden kann, und es kann durch eine in der Vorrichtung angebrachte Regeleinrichtung die Zeitfolge der Einzelmeasungen dem Kraftmittel und dem Bedürfnis angepaßt werden. Die Vorrichtung ist klein und handlich auszubilden und an jeder gewünschten Stelle anzuhängen oder aufzustellen und kann an die Wasserleitung angeschlossen werden. Sie bedarf keiner Wartung, und es behält der Bergmann eine Kontrolle über die einwandfreie Tätigkeit durch das periodische Abströmen des verbrauchtere Druckwassers.
  • In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes in einem schematischen Schnitt dargestellt. In einem geschlossenen Kasten i ist ein Stutzen 2 für den Anschluß einer Druckwasserleitung unter Zwischenschaltung eines Regelorgans 3 vorgesehen. Durch diesen Stutzen tritt in. entsprechender Einstellung das Druckwasser in den Kasten i ein und füllt diesen allmählich mehr und mehr, indem es die vorher durch einen Saugkopf 4. angesaugte Wetterprobe verdrängt und hierbei eine Reihe von Funktionen auslöst. Zunächst hebt der steigende Wasserspiegel durch einen Stutzen 5 hindurch einen Schwimmer 6, der einen Stromkreis 7 durch eine Brücke 8 schließt, durch welchen Stromkreis :eine Drahtwicklung 9 zum Glühen gebracht wird. Kurz vor der Schließung dieses Stromkreises 7 ,hat der Z@Tasserspiegel den unteren Rand io eines INIeßgefäßes i i mit bestimmtem Meßraum, z. B. ioo ccm, abgeschlossen und steigt nun, da das Meßgefäß oben mittels eines Kapillarrohres 12 mit einem zweiten gleichen Meßgefäß i- , verbunden ist, außen und innen gleichmäßig höher und drückt hierbei in gleichmäßigem Strom die durch das Meßgefäß i i abgemessene '`Vettermenge durch die glühende Metallwicklung 9 in den Raum 13, wobei die brennbaren Bestandteile des Wettergemisches, insbesondere das Methan (('H_1), sich mit dem Sauerstoff des Wettergemisches verbinden und hierbei Wasser und Kohlensäure bilden. Durch die allmählich herübergedrückten und zum Teil verbrennenden Wetter wird die zweckmäßig durch Schwefelsäure leicht angesäuerte Sperrflüssigkeit des Gefäßes i3 durch den graduierten Meßschenkel 14 eines U-Rohres in ein Sammelgefäß 16 herübergedrückt, welche Sperrflüssigkeit in dem Gefäß 13 einen für jeden Meßvorgang gleichbleibenden Druck aufrechterhält. Sobald das aufsteigende Druckwasser das gesamte Meßgefäß i i bis zum Ansatz des Kapillarrohres 12 gefüllt hat, werden durch geeignete Schwimmerventile 17 und 18 o. dgl. einmal der Stromkreis 7 durch Abheben einer Strombrücke i9 unterbrochen und ein weiterer Stromkreis 2o durch Anlegen einer Strombrücke 21 für einen Stromschluß vorbereitet. Die Leitung 2o endet in dein U-Schenkel 14 in zwei einander gegenüberliegenden Kontaktstiften 22, für .welche die Sperrflüssigkeit die Strombrücke bildet, sobald sie die beiden Stifte benetzt. In dem Stromkreis 2o ist nun ein Wecker 23 o. dgl. eingeschaltet, der den Stromschluß bekanntgibt. Das Wasser steigt inzwischen in den Kasten i weiter hinauf und beginnt die Kugel 25 eines Heberrohres 24 zu füllen und bis zum Scheitel 26 anzusteigen. Alsdann läuft das Druckwasser über den Scheitelpunkt 26 durch den andern Schenkel 27 des, Hebers ab, wodurch in kurzer Frist der ganze Raum i mit all seinen Schwimmerventilen 6, 17, 18 und seinem Meßgefäß i i abgehebert wird. Durch den hierbei entstehenden Unterdruck wird durch den Saugkopf ¢ eine frische Wetterprobe durch das Rohr 28 nach innen eingesaugt, und es spült hierbei die frische Probe die aus dem Raum 13 zurückgesaugte alte Probe durch mehrmalige Füllung des Meßgefäßes vollkommen aus, worauf der Meßvorgang von neuem beginnt. Die bei dem Verbrennen des Methans und durch das Glühen der Metallwicklung 9 erzeugte Wiirnie dehnt die Luft aus und muß entweder bei der Meßvorrichtung berücksichtigt sein oder rechtzeitig abgeführt werden. Zu diesem Zweck kann für :das Verbrennungsgefäß i eine besondere Kühlung vorgesehen werden oder den Verbrennungsprodukten in dem Gefäß 13 genügend Zeit zur Wärmeabgabe gelassen werden, was bei dem gegebenen Ausführungsbeispiel durch die Einschaltung der Kugel 2 5 bewirkt wird, da das Füllen des weiten Raumes -den Beginn des Abheberns verzögert. Die Feststellung des Methangehaltes beruht nun auf der Erkenntnis, daß Methan bei einer Verbrennung eine Kontraktion von zwei Raumhundertteilen gibt. Wenn also z. B. in der Grubenluft a Prozent ('H-, vorhanden sind, so füllt die in dem Meßgefäß i i auf ioo ccm abgemessene Wetterprobe nach der Verbrennung in dem zweiten Meßraum 15 nur noch einen Raum von 96 ccm. Wenn also bei methanfreier Grubenluft die Sperrflüssigkeit zur Schaffung eines Luftraumes von i oo ccm bis auf die Nullmarke heruntergedrückt ist, so würde bei der Verbrennung von 2 Prozent Methan die Sperrflüssigkeit bei der vierten Marke des graduierten Meßschenkels i q. stehenbleiben und hierbei den Stromschluß zwischen den Polen 22 und die Auslösung des Warnsignales bewirken. Bei geringerem Methangehalte springt das Warnsignal mangels Stromschluß nicht an. Zweckmäßig wird man als Werner einen Dauerwecker einschalten, der nur von Hand aus und in bestimmten Fällen durch Einführung eine-, Verschlusses nur von berufenen Personen wieder auszuschalten ist. In andern Fällen genügt auch schon die durch die Füllungsdauer der Kugel 15 er-:areckte Frist für die Dauer des Warnsignales. Der Meßsch'enkel i ¢ .kann auch mit einer Reihe der Graduierung entsprechend eingesetzten Kontaktstiften versehen sein, damit die Höchstgrenze des Methangehaltes für die Auslösung des Warnsignales durch Umlegung des Stromkreises je nach dem Aufstellungsplatze und der gewünschten Sicherheit veränderlich einge-,tellt werden kann, wobei durch die übrigen graduierten Kontakte ein Schreibwerkzeug oder eine sonstige Anzeigelvorrichtung für die Mitteilung des jeweils vorhandenen Methangehaltes benutzt werden kann. Die Schwimmer 17 und 18 können auch vereinigt oder durch einen gemeinsamen Schwimmer ersetzt werden, der gleichzeitig oder in kurzer Zeitfolge die Brücke i9 zur öffnung des Stromkreises 7 abhebt und eine Brücke 21 zur Schließung - des Anzeigestromkreises 2o auf die Kontakte aufsetzt. An dem Anschluß des Kapillarrohres 12 am Verbrennungsgefäß i ; ist ein Schwimmerventil 29 vorgesehen, das gewöhnlich in der Öffnungsstellung zur Freigabe der Verbindung der beiden Gefäße i i und 13 sich befindet, beim Ansteigen der Sperrflüssigkeit während des Abh.eberns des Gefäßes i sich aber schließt, um den Vbertritt der Sperrflüssigkeit nach dem Meßgefäß i i zu verhindern. Durch die Fortsetzung des Abheberns wird der Unterdruck in dem Gefäß i größer, und es öffnet sich jetzt ein Schwimmventil oder Rückschlagventil 3o für den Eintritt der Spülluft und der neuen Wetterprobe. Um beim Einsaugen der Luft durch das Ventil 3o den Eintritt von Verunreinigungen zu verhindern, :ordniet man am Saugkopf 4. zweckmäßig ein Filter 31 an, der an der äußeren Wand 32 des Gehäuses 35 abschließt. Das Schwimmerventi13o schwimmt auf einer Flüssigkeit des Syphons 3 ;, dessen Spiegel durch den Unterdruck im Kasten i abgesenkt wird, wobei eine Kugel 3¢ den L`bertritt der Flüssigkeit bei dem Luftdurchtritt verhindert. Das Rohr 28 führt zum Gefäß i i, und -zwar mit einem aufwärts gebogenen Schenkel 35, so daß die zunächst eintretende Luft das Gefäß mehrfach durchspült und die aus dem Gefäß 13 zurückgedrückten verbrannten Gase aus dem Gefäß i i in den übrigen Raum des Gefäßes i hineingedrängt. Beim Ansteigen des Wassers drückt der Z@'asserspiegel nach Abschluß der iiflnung io die im freien Raum i befindliehen Gase durch ein Rückschlag- oder Bunsenventil 36 ins Freie. Die Zeitfolge der Methanmessungen wird durch Einstellen des Drosselorgans 3 gerege". Die ganze Einrichtung ist nach außen hin durch ein feste: Gehäuse 32 gegen Beschädigungen und den Zugriff Unbefugter abgeschlossen. Als Stromquelle können Akkumulatoren oder Elemente 37 in oder am Gehäuse32 vorgesehen sein. Durch Verbindung eines Rohres mit dem Saugkopf .l kann auch Grubenluft aus einiger Entfernung vom Aufstellungs- oder Aufhängungspunkte der Vorrichtung zur Unters-.uchung herangezogen werden.

Claims (3)

  1. PATrN T- AN SPRjiCrir-: i. Vorrichtung zum selbsttätigen Feststellen brennbarer Gase in Luftgemischen in regelbaren Zwischenräumen, dadurch gekennzeichnet, daß die in ein Meßgefäfi (I i) eingesaugte Luftprobe durch den infolge regelbarer Wasserzuführung ansteigenden Wasserspiegel eines Sammelgefäßes (i) nach außen abgeschlossen und in ein zweites Meßgefäß (13) zur Verbrennung der brennbaren Bestandteile durch eine gleichzeitig zum Glühen gebrachte Metallwicklung (9) hinübergedrückt wird, worauf der Glühstrom (7) unterbrochen und ein die Verbrennungs: kontraktion im zweiten Meßgefäß (13) messender Stromkreis (2o) geschlossen wird, während der bis zum Scheitel eines Hebers (2,4 bis 27) weiter steigende 'Wasserspiegel des Sammelgefäßes (I) den Heber auf Entleerung desselben (i ) zwecks Neufüllung 'des Meßgefäßes (I i) mit Probegasen umstellt.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das in dem Sammelgefäß (i) hängende, unten offene Meßgefäß (I I) durch ein Rohr (28) unter Zwischenschaltung eines Syphon- und Schwimmverschlusses (30) mit der Außenluft in Verbindung steht, so daß beim Abhebern von außen (bei .l, 31), Luft eingesaugt wird, die zunächst die verbrannten Gase ausspült und als neue M.eßprobe dient.
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß an dem graduierten 'U-Bogen (15) des Verbrennungsgefäßes (i3) in bestimmten Abständen Kontaktstifte (22) eingeschmolzen sind, die bei entsprechender Kontraktion den Warnstromkreis (2o) über die leitungsfähige Sperrflüssigkeit schließen.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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US2757076A (en) * 1952-02-06 1956-07-31 Solvay Test apparatus

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