DE4018005C2 - Optische Prüfvorrichtung zum Prüfen eines optischen Systems - Google Patents
Optische Prüfvorrichtung zum Prüfen eines optischen SystemsInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine optische Prüfvorrichtung zum Prüfen eines optischen
Systems.
Eine solche Prüfvorrichtung
mit einem Ronchi-Gitter ist aus Applied Optics, Vol. 27, No. 3, 1. Feb.
88, S. 523 bis 528 bekannt.
Aus der GB 844 933 ist bereits eine Prüfvorrichtung mit einem Gitter bekannt, die
das zu prüfende optische System in Reflektion prüft, wobei zwischen der Lichtquelle
und der Aufnahmestation für das optische System ein Strahlteiler angeordnet
ist, der auf der Achse des optischen Strahlenganges eine halbdurchlässige
Oberfläche bildet, und wobei die Empfangsmittel (das Auge) neben dem Strahlteiler
angeordnet sind. Das Gitter ist zwischen dem zu prüfenden optischen System und
dem Strahlteiler angeordnet.
Ferner ist aus der DD 213 056 ein Verfahren und eine Einrichtung zum Messen der
Formabweichung polierter optischer Flächen bekannt, bei denen der Gerätefehler
durch Kalibrierung mit Hilfe eines Vergleichsnormales bestimmt, in einen Rechner
eingegeben und bei der Auswertung berücksichtigt wird.
Allgemein betrifft die Erfindung die Überprüfung irgendeines optischen Systems.
Insbesondere zielt sie, jedoch nicht notwendigerweise ausschließlich, auf die
Überprüfung einer ophthalmischen bzw. ophthalmologischen Linse bzw. eines
Brillenglases.
Zur Überprüfung eines optischen Systems ist bereits vorge
schlagen worden, den Ronchi-Test einzusetzen und mit dem Er
fassen der Phase fortzufahren.
Wie es bekannt ist, besteht der Ronchi-Test darin, in die
von dem zu überprüfenden, optischen System ausgesandte
Lichtwelle an deren Konvergenzpunkt ein Gitter mit paralle
len, abwechselnd lichtdurchlässigen und lichtundurchlässigen
Strichen einzuschalten und das dann stromabwärts beobachtba
re Streifensystem zu analysieren.
Diese Streifen, die, wenn man sich ausschließlich an die
Gesetze der geometrischen Optik hält, ohne Beugungserschei
nungen in Betracht zu ziehen, stets die gleichen sind und
nur ausschließlich die Richtung der die betreffende Welle
bildenden Lichtstrahlen übertragen, ohne in irgendeiner Wei
se von der Art des von ihr durchlaufenden Mediums abzuhän
gen, sind für die Aberrationen dieser Welle kennzeichnend.
Sie übertragen tatsächlich als Neigung den Abstand zwischen
der entsprechenden Wellenfront und der theoretischen Wellen
front, die übereinstimmen sollten.
Es reicht infolgedessen aus, diese Neigung an jedem Punkt
des zu überprüfenden, optischen Systems zu messen, in der
Praxis durch die Technik der Phasenerfassung und einer dann
folgenden Integration.
Ein solches Verfahren erlaubt, die etwaigen Fehler eines
optischen Systems zu messen, wie auch immer dessen Qualität
sei, und hat den Vorteil, einfach zu sein und Ergebnisse
hoher Genauigkeit zu liefern.
Eine optische Vorrichtung, die die Anwendung eines solchen
Verfahrens erlaubt, ist insbesondere in dem Artikel "Fringe
Scanning Ronchi Test For Aspherical Surfaces" in "Applied
Optics", Band 23, Nummer 20, vom 15. Oktober 1984, sowie in
dem Aritkel "Phase Measuring Ronchi Test" der gleichen Zeit
schrift, Band 27, Nummer 3, vom 01. Februar 1988, beschrie
ben.
Ganz allgemein umfaßt diese optische Vorrichtung längs einer
optischen Achse zur Bildung einer kohärenten Punktlichtquel
le geeignete Ausstrahlungsmittel, eine für die Aufnahme des
zu überprüfenden, optischen Systems geeignete Arbeitssta
tion, ein Ronchi-Gitter, zur Aufnahme des stromabwärts die
ses Ronchi-Gitters beobachtbaren Bildes geeignete Aufnahme
mittel, und Datenverarbeitungsmittel, die zur Auswertung
dieses Bildes durch Phasenerfassung geeignet sind.
Jedoch hat sich bei praktischen Versuchen herausgestellt, daß die gattungsbildende
optische Vorrichtung, so wie sie ausgestaltet ist, nicht ermöglicht, den erhofften
Genauigkeitsgrad zu erreichen.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein optische Prüfvorrichtung mit einem
Ronchi-Gitter oder Wollaston-Prisma gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1
derart weiterzubilden, daß deren Genauigkeit stark verbessert ist.
Diese Aufgabe wird bei einer gattungsgemäßen optischen Prüfvorrichtung erfindungsgemäß
dadurch gelöst, daß zwischen der Aufnahmestation und dem Ronchi-Gitter
bzw. Wollaston-Prisma ein konvergentes Anpassungselement angeordnet ist,
das zur Einstellung der Konvergenz des zu prüfenden optischen Systems dient, und
daß die Datenverarbeitungsmittel sowohl Kalibrierungsmittel, die sowohl theoretisch
als auch praktisch auftretende Aberrationen aufgrund des konvergenten
Anpassungselementes berücksichtigen, und ein Strahlfolgeprogramm basierend auf
dem Descartes'schen Gesetz umfassen.
Diese optische Prüfvorrichtung, die also zur Überprüfung durch
Phasenerfassung irgendeines optischen Systems angepaßt ist,
ist von der Art, die längs einer optischen Achse folgendes
umfaßt: Zur Bildung einer Lichtquelle geeignete Ausstrah
lungsmittel, eine zur Aufnahme des zu überprüfenden, opti
schen Systems geeignete Arbeitsstation, ein Gitter, zur Auf
nahme des stromabwärts des Gitters beobachtbaren Bildes ge
eignete Aufnahmemittel, und Verarbeitungsmittel, mit denen
dieses Bild durch Phasenerfassung auswertbar ist, und wobei
diese Vorrichtung allgemein dadurch gekennzeichnet ist, daß
zwischen der Arbeitsstation und dem Gitter ein konvergentes
Anpassungselement eingeschaltet ist, und daß die Datenverar
beitungsmittel sowohl Kalibrierungsmittel, mit denen sowohl
theoretische als auch praktisch auftretende Aberrationen
aufgrund dieses konvergenten Anpassungselementes berücksich
tigt werden können, als auch ein Strahlverfolgungsprogramm
umfaßt.
Im Hinblick auf die Verwendung der Kalibrierungsmittel ist
das verwendete, konvergente Anpassungselement ohne Folge auf
die Genauigkeit der erhaltenen Ergebnisse.
Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung ist es ebenfalls
möglich, wenn gefordert, zwischen der Lichtquelle und der
Arbeitsstation ein Anpassungselement mit einer numerischen
Apertur vorzusehen, die der numerischen Apertur und dem Bal
genauszug zwischen dem Objekt und dem Bild des zu überprü
fenden optischen Systems Rechnung trägt.
Erfindungsgemäß sind die Kalibrierungsmittel dann selbst
dazu geeignet, ebenfalls sowohl die theoretischen als auch
die praktisch auftretenden Aberrationen aufgrund dieses
Anpassungselementes mit numerischer Apertur zu berücksich
tigen.
Somit werden die Eigenschaften des konvergenten Anpassungs
elementes und diejenigen des Anpassungselementes mit nume
rischer Apertur, welches gegebenenfalls eingesetzt ist, er
findungsgemäß systematisch zum Vorteil der Genauigkeit der
erhaltenen Ergebnisse berücksichtigt.
Unter theoretischen Aberrationen, die die bei der Erfindung
vorgesehenen Kalibrierungsmittel berücksichtigen, werden
hier in üblicher Weise die Aberrationen aufgrund allein der
Kombination von optischen Elementen des zu überprüfenden,
optischen Systems verstanden, die selbst als vollkommen betrachtet
werden.
Das Strahlverfolgungsprogramm, das die Datenverarbeitungs
mittel aufweisen, welche die Vorrichtung nach der Erfindung
umfaßt, erlaubt in vorteilhafter Weise durch einfache An
wendung des Descartes′schen Gesetzes bzw. des Snellius'schen Brechungsgesetzes Brechfläche um Brech
fläche diese theoretischen Aberrationen zu berechnen.
Ferner erlaubt die erfindungsgemäße Vorrichtung in vorteil
hafter Weise auch, verschiedene Arten von Gittern einsetzen
zu können.
Tatsächlich sind Phasengitter, wie eines, welches von einem
Wollaston-Prisma gebildet wird, ebenso zum Einsatz geeignet
wie Amplitudengitter, wie zum Beispiel ein Ronchi-Gitter.
Schließlich kann man in Abwandlung, wenn dieses erwünscht
ist, bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung eine inkohärentes Licht aussendende,
räumlich ausgedehnte Lichtquelle verwenden, die in vor
teilhafter Weise ermöglicht, insbesondere bei einem Amplitu
dengitter Ergebnisse mit einer verbesserten Genauigkeit im
Vergleich mit derjenigen zu erreichen, welche mit einer Punkt
lichtquelle erhalten wird.
Unter einer inkohärentes Licht aussendenden, räumlich ausgedehnten Lichtquelle wird
hier eine Lichtquelle verstanden, die die Definition er
füllt, die in dem Buch von M. Francon, "Holographie", (Aus
gabe MASSON et Cie, 1969), Seiten 9 und 10, angegeben ist.
Hier erlaubt eine solche räumlich ausgedehnte
Lichtquelle das Erzeugen von Streifen guter Qualität, da sie
das Ergebnis einer Überlagerung einer Vielzahl von Streifen
systemen sind.
In der Praxis genügt hierfür die Verwendung einer
drehbaren Mattscheibe mit ausreichender Körnung und
Drehgeschwindigkeit.
Der Gegenstand der Erfindung wird im folgenden anhand der
Beschreibung unter Bezugnahme auf die einzige Figur näher
erläutert, die ein Blockdiagramm in Draufsicht darstellt.
Diese Figur zeigt als Beispiel die Anwendung der
Erfindung in dem Fall, bei dem das zu überprüfende, optische
System 10 eine ophthalmische Linse ist.
Es kann sich beispielsweise, wie es dargestellt ist, um eine
konvexe, ophthalmische Linse handeln, d.h. eine mit
positiver Brechkraft.
Jedoch könnte es sich ebensogut zum Beispiel um eine konkave
ophthalmische Linse mit negativer Brechkraft handeln.
Ganz allgemein kann es sich auch um irgendein optisches
System handeln.
Die zur Überprüfung des zu überprüfenden, optischen Systems
10 verwendete optische Vorrichtung 12 umfaßt allgemein längs
einer optischen Achse A Ausstrahlungsmittel 13, die eine
Lichtquelle 14 bilden können, eine zur Aufnahme eines sol
chen optischen Systems geeignete Arbeitsstation 15, ein
Gitter 16, zur Aufnahme des stromab des Gitters 16 beob
achtbaren Bildes geeignete Aufnahmemittel 17, und Daten
verarbeitungsmittel 18 zur Auswertung dieses Bildes durch
Phasenerfassung.
Unter Datenverarbeitungsmitteln wird hier sowohl die Hardware
als auch die zugeordnete Software verstanden.
Bei der dargestellten Ausführungsform umfassen die Ausstrah
lungsmittel 13 aufeinanderfolgend in an und für sich bekann
ter Weise einen Laser 19 und ein Objektiv 20, welches das
von dem Laser 19 ausgesandte Lichtbündel in einen Bezugs
punkt 14 des Loches einer Blende 21 unter Bildung einer Lichtquelle
fokussiert, wobei, wenn dieses erwünscht ist,
gemäß der Darstellung zwischen diesem Laser 19 und diesem
Objektiv 20 eine "Dichte" 22 eingeschaltet ist.
In ebenfalls allgemein bekannter Weise ist das Gitter 16
beispielsweise ein Ronchi-Gitter, d.h. ein aus abwechselnd
lichtdurchlässigen und lichtundurchlässigen, parallelen
Strichen gebildetes Gitter, mit einer Gitterkonstante von
zum Beispiel der Größenordnung von 0,25 bis 4 mm, und die
Empfangsmittel 17 umfassen eine Kamera 25, von der schema
tisch bei 28 das Objektiv und bei 29 die Analyseebene dar
gestellt sind.
Es handelt sich zum Beispiel um eine Kamera vom Mosaiktyp,
d.h. eine Kamera mit einer ladungsgekoppelten Vorrichtung,
die durch Abtasten eine Messung der an jedem Punkt ihrer
Analyseebene 29 empfangenen Lichtmenge vornehmen kann, wobei
diese Analyseebene 29 genauer gesagt die Empfangsmittel des
beobachtbaren Bildes bildet.
Erfindungsgemäß umfaßt die optische Vorrichtung 12 ein kon
vergentes Anpassungselement 30 zwischen der Arbeitsstation 15
und dem Gitter 16, welches der Konvergenz des
zu überprüfenden optischen Systems 10 Rechnung trägt, und
wobei die Datenverarbeitungsmittel 18 sowohl Kalibrierungs
mittel, mit denen sowohl die theoretischen als auch die
praktisch verwirklichten Aberrationen aufgrund dieses kon
vergenten Anpassungselementes 30 berücksichtigt werden
können, als auch ein Strahlverfolgungsprogramm umfassen.
Bei der dargestellten Ausführungsform umfaßt die erfindungs
gemäße, optische Vorrichtung 12 ferner zwischen der Licht
quelle 14 und der Arbeitsstation 15 ein Anpassungselement 31
mit einer numerischen Apertur, die geeignet ist, der nume
rischen Apertur und dem Balgenauszug zwischen dem Objekt und
dem Bild des zu überprüfenden, optischen Systems Rechnung zu
tragen. Die Kalibrierungsmittel, die die Datenverarbei
tungsmittel 18 umfassen, sind geeignet, ebenfalls sowohl
theoretische als auch praktisch auftretende Aberrationen
aufgrund dieses Anpassungselementes mit numerischer Apertur
zu berücksichtigen.
Die verschiedenen Elemente der derart ausgebildeten, opti
schen Vorrichtung 12 sind vorzugsweise von demselben Trag
teil getragen, wobei wenigstens einige von ihnen eine ge
wisse Anzahl von Freiheitsgraden in Bezug auf dieses Trag
teil besitzen.
Die entsprechenden Anordnungen gemäß dem Stand der Technik
werden hier nicht beschrieben.
Es reicht aus, anzugeben, daß das Gitter 16 von Halteelemen
ten getragen ist, die einerseits eine Verschiebung längs der
einen oder der anderen der zwei orthogonalen Richtungen,
senkrecht zur optischen Achse A, und anderer
seits eine Drehung um eine zu den zwei vorhergehenden Rich
tungen orthogonale Richtung ermöglichen.
Zusammen betrachtet sind diese Halteelemente ferner posi
tionsmäßig längs der optischen Achse A derart einstellbar,
daß das Gitter 16, welches sie tragen, am Konvergenzpunkt
des von dem zu überprüfenden, optischen System 10 übertra
genen Lichtbündels oder in der Nähe dieses Konvergenzpunktes
angeordnet werden kann.
Ferner sind sie vorzugsweise Steuermitteln unterworfen, die
eine gesteuerte Bewegung erlauben.
In gleicher Weise sind die Kamera 25, das konvergente An
passungselement 30 und das Anpassungselement 31 mit nume
rischer Apertur vorzugsweise längs der optischen Achse A
bewegbar angebracht.
Jedoch sind in diesem Fall auf den entsprechenden Gleit
schienen Positionierungsklötze vorgesehen, die als Bezug bei
etwaigen Änderungen der Elemente (Gitter, Anpassungsele
ment . . .) zur Bewahrung der vorhergehend durchgeführten
Eichung dienen können.
Beim Einsatz durchquert das im praktischen Fall monochroma
tische, von der Lichtquelle 14 ausgesandte, von den Ausstrah
lungsmitteln 13 herkommende Lichtbündel durchlaufend das An
passungselement 31 mit numerischer Apertur, das zu überprü
fende, optische System 10 und das konvergente Anpassungsele
ment 30, bevor es auf dem Gitter 16 konvergiert.
Man sieht somit, daß dieses Lichtbündel beim Eintritt in das
zu überprüfende, optische System bei der hier dargestellten
Ausführungsform divergierend ist.
Auf alle Fälle wird vorzugsweise derart vorgegangen, daß es
sich dann nicht um ein Parallelbündel handelt.
Im praktischen Fall ist das Gitter 16 nahe dem Konvergenz
punkt der aus dem konvergenten Anpassungselement 30 austre
tenden Welle derart angeordnet, daß die Streifenanzahl, wel
che das stromabwärts beobachtbare Bild zeigt, möglichst
klein ist und somit die weiteren Arbeitsvorgänge erleichtert
und die Genauigkeit der erhaltenen Ergebnisse erhöht.
Aufgrund der Fehler, welche das zu überprüfende, optische
System 10 unvermeidbar zeigt, weist die Wellenfront, die auf
das Gitter 16 auftrifft, Aberrationen auf, welche durch die beobach
teten Streifen festgestellt werden können.
Wie vorhergehend angegeben, übertragen diese Streifen tat
sächlich als Neigung den Abstand zwischen der überprüften
Wellenfront und der theoretischen Wellenfront.
Um zu der Queraberration der überprüften Wellenfront zu
rückzukehren, reicht es daher gemäß der Technik der Phasen
erfassung aus, eine Reihe von Messungen vorzunehmen, indem
von Messung zu Messung eine Phasenverschiebung eingeführt
wird, d.h., daß jedes Mal das Gitter 16 um eine vorbestimmte
Größe senkrecht zur optischen Achse A verschoben wird.
Vorzugsweise ist die derart durchgeführte Anzahl von Messun
gen ungerade.
Im praktischen Fall sind zur Berechnung der gesuchten Neigung
Messungen in zwei orthogonalen Richtungen erforderlich.
Es genügt dann, um die Strecke oder den normalen Abstand,
der die überprüfte Wellenfront von der theoretischen Wellen
front am betrachteten Punkt trennt, zu erhalten, eine Inte
gration vorzunehmen.
Im praktischen Fall werden alle Verschiebungen der bewegba
ren, betreffenden Elemente durch eine Software gesteuert,
die zur systematischen und unmittelbaren Auswertung der sich
ergebenden Ergebnisse geeignet ist.
Eine solche Software beruht nicht auf der Erfindung und wird
hier nicht beschrieben.
Das gleiche gilt für das Strahlverfolgungsprogramm, welches
erfindungsgemäß die Datenverarbeitungsmittel 18 umfassen.
Ein solches Strahlverfolgungsprogramm, welches klassisch ist
und daher für den Durchschnittsfachmann vollkommen bekannt
ist, beschränkt sich darauf, Brechfläche auf Brechfläche das
Snellius'sche Brechungsgesetz (n sin i = n′sin i′) anzuwenden.
Im Hinblick auf die Kalibrierungsmittel, die nach der Erfin
dung die Datenverarbeitungsmittel 18 ebenfalls umfassen,
wird zunächst angegeben, daß in Übereinstimmung mit diesen
Kalibrierungsmitteln die Summe der zu berücksichtigenden
Aberrationen in einer Kalibrierungsdatei gespeichert und
systematisch von allen durchgeführten Messungen subtrahiert
wird.
Diese Kalibrierungsdatei wird in der folgenden Weise erhal
ten.
Bei einem ersten Schritt berechnet man das System theoreti
scher Streifen F1, welches man erhielte, wenn das konvergen
te Anpassungselement 30, gegebenenfalls das Anpassungsele
ment 31 mit numerischer Apertur, und das zu überprüfende,
optische System 10 vollkommen wären, d.h. wenn sie geome
trische und optische Eigenschaften hätten, die genauestens
mit ihren theoretischen Eigenschaften identisch sind.
Bei einem zweiten Schritt führt man eine Messung mit einer
vollkommenen Lehre durch, die an der Stelle des optischen
Systems 10 angeordnet ist, und man erhält ein Streifensystem
F2.
Bei einem dritten Schritt berechnet man das System theore
tischer Streifen F3, welches mit dieser vollkommenen Lehre
und dem konvergenten Anpassungselement 30 und gegebenenfalls
dem Anpassungselement 31 mit numerischer Apertur, die als
vollkommen betrachtet werden, erhalten worden wäre. Die Dif
ferenz (F2-F3) ist repräsentativ für die Herstellungsfeh
ler bei dem konvergenten Anpassungselement 30 und gegebenen
falls dem Anpassungselement 31 mit numerischer Apertur.
Die Kalibrierungsdatei FC ist gleich: FC = (F2-F3) + F1.
FM sei das von der Vorrichtung mit dem optischen System 10
bestimmte Streifensystem.
Die Integration, welche zu der Strecke oder dem normalen
Abstand führt, der die überprüfte Wellenfront in Bezug auf
die theoretische Wellenfront trennt, wird mittels des sich
aus der Differenz (FM-FC) ergebenden Streifensystems
durchgeführt.
Wie bereits angegeben, sind die Aberrationen, die somit er
findungsgemäß systematisch sowohl für das konvergente An
passungselement 30 als auch für das Anpassungselement 31 mit
numerischer Apertur berücksicht werden, die theoretischen
Aberrationen und/oder die praktisch auftretenden Aberratio
nen dieser Elemente.
Somit hängen die sich ergebenden Aberrationen, wie sie als
Funktion der Differenz (FM-FC) berechnet sind, im we
sentlichen nur von den Fehlern des zu überprü
fenden optischen Systems 10 ab.
Es ist daher möglich, daraus diese Fehler mit sehr großer
Genauigkeit abzuleiten.
Im praktischen Fall braucht die Herstellungsgenauigkeit einer
jeden optischen Oberfläche, die das konvergente Anpassungs
element 30 und/oder das Anpassungselement 31 mit numerischer
Apertur aufweist, vorteilhafter Weise nur von der Größenord
nung der Wellenlänge sein, während dagegen bei bisherigen Ele
menten diese bei Fehlen von Kalibrierungsmitteln ein
Bruchteil dieser Wellenlänge, in der Größenordnung eines
Zwanzigstels unbedingt sein mußte.
Der Herstellungspreis der optischen Vorrichtung 12 nach der
Erfindung zeigt sich in vorteilhafter Weise entsprechend
verringert.
Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung ist die Licht
quelle 14 eine inkohärente, räumliche Lichtquelle, so wie
sie in dem bereits erwähnten Buch von M. Francon definiert
ist.
Das entsprechende Loch der Blende 21 begrenzt ihre Ausdeh
nung.
In der Praxis ist der Durchmesser dieses Loches und daher
der Quelle 14 von der Größenordnung der Konstanten des
Gitters 16, wobei er bevorzugt kleiner als diese ist.
Vorzugsweise ist dieser Durchmesser gleich der Hälfte der
Konstanten des Gitters 16.
Gleichzeitig ist für die erwünschte Inkohärenz zwischen dem
Laser 19 und dem Objektiv 20, stromabwärts der "Dichte" 22,
eine unter Steuerung eines Motors 24 drehbar angebrachte
Mattscheibe 23 eingesetzt.
Somit weisen die verschiedenen Punkte der erfindungsgemäß
vorgesehenen Lichtquelle 14 keinerlei Phasenbeziehung zwi
scheneinander auf.
Wie es ohne weiteres zu verstehen ist, ist es daher möglich,
die Ausdehnung der Lichtquelle 14 abzuändern, wenn dies er
wünscht ist.
Es reicht beispielsweise hierfür aus, das Objektiv 20 zu
verschieben, wenn es gemäß der Darstellung nach der Matt
scheibe 23 angeordnet ist.
Wenn es in Abänderung vor diese Mattscheibe 23 angeordnet
wird, dann genügt es, diese letztere zu verschieben.
Wie bereits angegeben, kann das Gitter 16, statt ein Ampli
tuden-Gitter, wie ein Ronchi-Gitter, zu sein, beispielsweise
ein Phasen-Gitter, wie ein Wollaston-Prisma sein.
Wie es bekannt ist, ist ein Wollaston-Prisma aus zwei dop
pelbrechenden verkitteten Prismen mit einer Achse gebildet,
deren Achsen senkrecht zueinander sind.
In dem Fall, bei dem ein solches Wollaston-Prisma verwendet
wird, ist es erforderlich, ihm in an und für sich bekannter
Weise zwei Polarisatoren zuzuordnen, deren Achsen unter
schiedlich zu denen des Wollaston-Prismas ausgerichtet sind.
Die Achsen dieser Polarisatoren verlaufen vorzugsweise unter
45° in Bezug auf die Achsen des Wollaston-Prismas.
Es wird darauf hingewiesen, daß die optische Vorrichtung
nach der Erfindung ebenfalls genausogut zur Überprüfung
eines optischen Systems mit Gradientenindex eingesetzt
werden kann, um bei diesem beispielsweise das Index-Profil
zu bestimmen.
Claims (6)
1. Optische Prüfvorrichtung (13) zum Prüfen eines optischen Systems
(10, 10′) im Durchlicht durch Erfassen der Phase, bei dem längs
einer optischen Achse (A) in folgender Reihenfolge angeordnet
sind:
- - eine Lichtquelle (14),
- - ein Aufnahmeelement (15), das das zu prüfende optische System (10, 10′) trägt,
- - ein lichtkonvergierendes Anpassungselement (30), das zur Anpassung der Konvergenz des zu prüfenden optischen Systems (10, 10′) an die Prüfvorrichtung (13) dient,
- - ein nahe des Konvergenzpunktes des aus dem Anpassungselement (30) austretenden Lichtbündels senkrecht zur optischen Achse (A) verschiebbar angeordnetes Ronchi-Gitter oder Wollaston-Prisma (16), und
- - optische Detektoren (17) zum Empfang des strahlabwärts hinter dem Ronchi-Gitter oder dem Wollaston-Prisma (16) beobachtbaren Interferenzstreifenmusters,
wobei die Prüfvorrichtung (13) Datenverarbeitungsmittel (18)
aufweist, die das von den optischen Detektoren (17) empfangene
Interferenzstreifenmuster durch Erfassen der Phase auswerten und dabei
die durch das Anpassungselement (30) verursachten Aberrationen
berücksichtigen und die ein Strahlverfolgungsprogramm umfassen, das
das Snellius'sche Brechungsgesetz anwendet.
2. Optische Prüfvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Ronchi-Gitter oder das Wollaston-Prisma (16) von
Halteelementen getragen ist, die eine Verschiebung längs der einen
oder anderen der beiden zur optischen Achse (A) orthogonalen
Richtungen und eine Drehung um eine zu den zwei vorgenannten
Richtungen orthogonale Richtung ermöglichen.
3. Optische Prüfvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Halteelemente mittels Steuermitteln gesteuert verschiebbar
sind.
4. Optische Prüfvorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die Halteelemente längs der optischen Achse (A)
positionierbar sind.
5. Optische Prüfvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß ferner zwischen der Lichtquelle (14) und dem
Aufnahmeelement (15) ein Anpassungselement (31) zur Anpassung der
numerischen Apertur der Prüfvorrichtung (13) angeordnet ist und daß
die Datenverarbeitungsmittel (18) auch die durch dieses
Anpassungselement (31) verursachten Aberrationen berücksichtigen.
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