DE4019721A1 - Auswuchtverfahren und durch dieses ausgewuchteter rotor - Google Patents
Auswuchtverfahren und durch dieses ausgewuchteter rotorInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich allgemein auf das Auswuchten von
Rotoren und betrifft insbesondere die Langsamlaufauswuchtung
eines Rotors, beispielsweise eines Gasturbinentriebwerks,
zum Erzielen einer verbesserten Schnellaufauswuchtung
des Rotors.
Eine mit niedriger Drehzahl laufende Maschine, ein sogenannter
Langsamläufer, ist ein System mit einem Rotor, der
deutlich unterhalb seiner ersten Biegedrehzahl (d. h. unterkritisch)
läuft. Es ist bekannt, daß solche Rotoren vor dem
Einsatz in herkömmlichen Langsamlauf- oder Zweiebenenauswuchtmaschinen
ausgewuchtet werden können. Da ihre Rotoren
niemals schnell genug laufen, um irgendeine Hauptschwingungsbiegung
aufgrund von Resonanz zu erfahren, wird das
Langsamlaufauswuchtverfahren auch als Starrkörperauswuchten
bezeichnet.
Ein herkömmliches Langsamlaufauswuchtverfahren beinhaltet
das Abstützen des Rotors auf zwei weich befestigten Nebenlagern
in einer Langsamlaufauswuchtmaschine, wobei jedes
Lager mit einem Bewegungsmeßwandler ausgerüstet ist, der
die Bewegung an diesem Lager erfassen kann, die durch eine
umlaufende Unwucht hervorgerufen wird. Die Maschine kann
dann geeicht werden, indem an dem Rotor bekannte Unwuchten
hervorgerufen werden. Die Auswuchtkorrektur für die unbekannte
Unwuchtverteilung an jedem besonderen Rotor kann
durch zwei Auswuchtkorrekturvektoren, einen in jeder von
zwei vorgewählten Auswuchtkorrekturebenen, ausgedrückt werden.
Selbstverständlich sind die Begriffe "Unwucht" und
"Auswuchtung", wie sie üblicherweise und hier benutzt werden,
graduelle Begriffe. Nach herkömmlicher Praxis wird der
Grad der Auswuchtung gewählt, um ideal keine Unwucht oder
eine relativ geringe Unwucht zu erzielen.
Ein Auswuchtkorrekturvektor wird durch eine bestimmte Masse
oder ein bestimmtes Gewicht in einem bestimmten radialen
Abstand von der Drehachse (in Kombination ausgedrückt in
Einheiten von Gramm · Zoll oder dem Äquivalent) in einer
bestimmten Winkelposition (oder Uhrzeigerstellung) bezüglich
eines vorgewählten Bezugspunktes ausgedrückt. Die
tatsächliche Auswuchtkorrektur erfolgt dann durch Entfernen
von geeignetem Material in der richtigen Radial- und Winkelposition
in jeder der beiden Auswuchtkorrekturebenen
oder, alternativ, durch Hinzufügen von Material an einer
Stelle, die um 180° von der bestimmten Stelle zum Materialentfernen
entfernt ist. Die Auswuchtung in zwei Ebenen ist
das notwendige und ausreichende Kriterium für die Langsamlaufstarrkörperauswuchtung.
Ein Rotor, der bis zu transkritischer oder superkritischer
hoher Drehzahl läuft (d. h. in die Nähe der kritischen Biegedrehzahl,
die Resonanz hervorruft, oder durch und über
diese hinaus gelangt), wird durch eine beträchtlich komplexere
und feinere Auswuchtung erfordern, da die Schwingungsbiegung
des Rotors selbst die Unwuchten weiter von der
Drehachse des Rotors wegbewegen und zu verstärkter Anregung
und verstärktem Schwingen während des Betriebes bei oder
nahe der kritischen Drehzahl(en) führen wird. Jeder kritischen
Drehzahl ist eine eindeutige und andere eigene oder
kritische Modenform zugeordnet, so daß der Betrieb bei oder
nahe jeder kritischen Drehzahl eine eindeutige und andere
Auswuchtkorrektur in zwei Ebenen verlangt. Langsamlaufende
Rotoren können zwar in zwei Korrekturebenen vollständig
ausgewuchtet werden, Rotoren, die bis zu einer einzelnen
kritischen Drehzahl oder über diese hinaus gelangen, sollten
demgemäß jedoch in vier Ebenen ausgewuchtet werden; Rotoren,
die bis zu zwei kritischen Drehzahlen gelangen oder
diese durchlaufen, sollten in sechs Ebenen ausgewuchtet
werden; und allgemein sollten Rotoren, die bis zu N kritischen
Drehzahlen oder darüber hinaus gelangen, in 2(N+1)
Ebenen ausgewuchtet werden. Dieses Verfahren bezeichnet man
als Mehrebenen- oder Schnellauf- oder modales Auswuchten,
und es handelt sich um ein herkömmliches Verfahren.
Grundsätzlich an dieser Forderung ist die Notwendigkeit,
daß der Rotor während des Auswuchtens tatsächlich mit oder
nahe jeder der N kritischen Drehzahlen läuft (ebenso wie
mit langsamer Drehzahl), damit die (N+1) Sätze von Lagerreaktionsdaten
gesammelt werden können. Diese Daten werden
dann mathematisch in eine Spezifikation der Auswuchtkorrektur
aufgelöst, die in jeder der 2(N+1) Auswuchtkorrekturebenen
auszuführen ist.
In der Praxis wird diese Auswuchtverfahren häufig an Ort
und Stelle durchgeführt, wenn die Maschine aufgestellt oder
einer periodischen Überholung oder einer Reparatur unterzogen
wird. Wenn die Auswuchtkorrekturebenen an Ort und
Stelle nicht zugänglich sind, kann der Rotor auf einem
Prüfstand ausgewuchtet werden. Hinsichtlich der Durchführbarkeit
und der Kosten gibt es aber beträchtliche Probleme,
die beim Prüfstandtest überwunden werden müssen, insbesondere
bei Hochleistungsmaschinen. Es besteht ein grundlegender
Bedarf daran, die Vorteile der Schnellaufauswuchtung zu
erzielen, ohne den Rotor im Verlaufe des Auswuchtens
tatsächlich mit hoher Drehzahl laufen zu lassen.
Es ist demgemäß Aufgabe der Erfindung, ein neues und verbessertes
Verfahren zum Auswuchten eines Rotors zu schaffen.
Weiter soll durch die Erfindung ein verbessertes Auswuchtverfahren
geschaffen werden, durch das ein Schnellaufunwucht
reduziert werden kann, indem mit einem verbesserten
Langsamlaufauswuchtverfahren ausgewuchtet wird.
Ferner sollen erfindungsgemäß allgemeine Unwuchten und Moden-
oder Schwingungstypformen eines Rotors beim Langsamlaufauswuchten
des Rotors zum Verbessern der Schnellaufauswuchtung
ausgenutzt werden.
Außerdem soll durch die Erfindung eine verbesserte
Schnellaufauswuchtung eines Rotors unter Verwendung von
herkömmlicher Langsamlaufauswuchtausrüstung erzielt werden.
Schließlich sollen durch die Erfindung neue und verbesserte
Rotoren erzielt werden, die durch das verbesserte Auswuchtverfahren
ausgewuchtet worden sind.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im folgenden unter
Bezugnahme auf die Zeichnungen näher beschrieben. Es
zeigt
Fig. 1 eine schematische Darstellung eines Gasturbinentriebwerks
mit einem Rotor, der gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ausgewuchtet
worden ist,
Fig. 2 eine perspektivische Ansicht des Rotors, der an
der in Fig. 1 dargestellten Niederdruckturbine
befestigt ist, getrennt von derselben,
Fig. 3 eine schematische Darstellung des in Fig. 2
gezeigten Rotors, die eine Darstellung der endlichen
Massenverteilung des Rotors veranschaulicht,
Fig. 4 eine Schnittansicht eines Teils des in Fig. 2
gezeigten Rotors, welche die Gewinnung eines
Massenquerschnitts für die in Fig. 3 gezeigte
Verteilung veranschaulicht,
Fig. 5 eine Endschnittansicht des Querschnitts des Rotors
nach der Linie 5-5 in Fig. 4,
Fig. 6 eine schematische Darstellung einer allgemeinen
Unwuchtbogenverteilung des in den Fig. 2 und 3
dargestellten Rotors,
Fig. 7 eine schematische Darstellung einer Einrichtung
zum Messen des radialen Schlags des in Fig. 2
dargestellten Rotors,
Fig. 8 eine schematische Darstellung einer allgemeinen
konzentrierten Unwuchtverteilung des in den Fig. 2
und 3 dargestellten Rotors,
Fig. 9 eine schematische Darstellung einer allgemeinen
Neigungsunwuchtverteilung des in den Fig. 2 und
3 dargestellten Rotors,
Fig. 10 ein Diagramm, in welchem die maximale
Schwingungsamplitude eines Rotors über der Drehzahl
des Rotors aufgetragen ist,
Fig. 11 eine schematische Darstellung einer ersten Modenform
des in den Fig. 2 und 3 dargestellten
Rotors,
Fig. 12 eine schematische Darstellung einer zweiten Modenform
des in den Fig. 2 und 3 dargestellten
Rotors,
Fig. 13 eine schematische Darstellung einer dritten Modenform
des in den Fig. 2 und 3 dargestellten
Rotors,
Fig. 14 eine schematische Darstellung einer Langsamlaufauswuchtmaschine,
Fig. 15 eine schematische Darstellung des in Fig. 2
gezeigten Rotors, welche drei Korrekturebenen
zum Auswuchten in drei Ebenen zeigt, und
Fig. 16 eine schematische Darstellung des in Fig. 2
dargestellten Rotors, die vier Korrekturebenen
zum Auswuchten in vier Ebenen zeigt.
Die Erfindung beinhaltet in einer bevorzugten Ausführungsform
ein Verfahren zur Langsamlaufauswuchtung eines Rotors,
welches beinhaltet, eine Langsamlaufauswuchtfrequenz zu benutzen,
um erste Werte von gemessenen Auswuchtkorrekturen
zu bestimmen, die an dem Rotor in einer ersten und einer
zweiten Korrekturebene vorzunehmen sind, um die gemessene
Unwucht des umlaufenden Rotors bei einer Testdrehzahl auszugleichen;
in einer dritten Korrekturebene eine dritte Korrektur an dem Rotor vorzunehmen, die ein vorbestimmter Anteil von wenigstens einem der ersten Werte der ersten und zweiten gemessenen Korrekturen ist, wobei der Anteil so vorbestimmt ist, daß mit ihm eine vorbestimmte Unwucht des Rotors bei einer vorbestimmten Modenform des Rotors korrigiert wird, die einer Drehzahl des Rotors zugeordnet ist, welche größer als die Testdrehzahl ist, ohne daß sich der Rotor zum Messen der Unwucht tatsächlich mit der größeren Drehzahl dreht;
die Langsamlaufauswuchtsequenz für den Rotor, der die dritte Korrektur erfahren hat, zu wiederholen, um zweite Werte der ersten und zweiten gemessenen Korrekturen in der ersten und der zweiten Korrekturebene zu bestimmen; und
die ersten und zweiten gemessenen Korrekturen an dem Rotor in der ersten und der zweiten Korrekturebene vorzunehmen.
in einer dritten Korrekturebene eine dritte Korrektur an dem Rotor vorzunehmen, die ein vorbestimmter Anteil von wenigstens einem der ersten Werte der ersten und zweiten gemessenen Korrekturen ist, wobei der Anteil so vorbestimmt ist, daß mit ihm eine vorbestimmte Unwucht des Rotors bei einer vorbestimmten Modenform des Rotors korrigiert wird, die einer Drehzahl des Rotors zugeordnet ist, welche größer als die Testdrehzahl ist, ohne daß sich der Rotor zum Messen der Unwucht tatsächlich mit der größeren Drehzahl dreht;
die Langsamlaufauswuchtsequenz für den Rotor, der die dritte Korrektur erfahren hat, zu wiederholen, um zweite Werte der ersten und zweiten gemessenen Korrekturen in der ersten und der zweiten Korrekturebene zu bestimmen; und
die ersten und zweiten gemessenen Korrekturen an dem Rotor in der ersten und der zweiten Korrekturebene vorzunehmen.
In exemplarischen Ausführungsformen der Erfindung wird das
Verfahren zum Auswuchten des Rotors in drei Ebenen und in
vier Ebenen benutzt.
Die Erfindung beinhaltet außerdem einen durch das Verfahren
nach der Erfindung ausgewuchteten Rotor.
Fig. 1 zeigt ein Schema eines exemplarischen Gasturbinentriebwerks
10. Das Triebwerk 10 hat einen herkömmlichen
Einlaß 12, an den sich der Reihe nach ein herkömmlicher
Axialradialverdichter 14, eine Brennkammer 16, eine zweistufige
Hochdruckturbine (HDT) 18 und eine zweistufige Niederdruckturbine
(NDT) 20 anschließen.
Die Hochdruckturbine 18 treibt den Verdichter 14 an, und
beide sind mit einer Welle 22 fest verbunden, die an zwei
Enden in Lagern 24 zur Drehung um eine Drehachse oder Drehungsmittelline
26 des Triebwerks 10 abgestützt ist.
Die Niederdruckturbine 20 ist mit einem Rotor 28, der eine
hohle Antriebswelle 30 aufweist, an einem ringförmigen
Flansch 32 an einem Ende derselben fest verbunden. Das entgegengesetzte
Ende der Antriebswelle 30 ist mit einer Abtriebswelle
34 verbunden, die mit einem angetriebenen Teil
wie einem Propeller oder einem Hubschrauberrotor (nicht
dargestellt) verbindbar ist. Die Antriebswelle 30 ist konzentrisch
innerhalb der Welle 22 angeordnet und an einem
vorderen Ende durch ein erstes Lager 36 und an einem hinteren
Ende durch ein zweites Lager 38 abgestützt, das in der
dargestellten Ausführungsform zwei gegenseitigen Abstand
aufweisende Lager umfaßt. Die Antriebswelle 30 ist in dem
ersten und zweiten Lager 36 und 38 zur Drehung um die
Drehachse 26 abgestützt.
Die Antriebswelle 30 ist eine lange, schlanke Welle, die
mit Betriebsdrehzahlen einschließlich überkritischen Drehzahlen
von bis zu etwa 22 000 U/min läuft. Solche relativ
hohen Drehzahlen erfordern das Auswuchten des Rotors 28, um
eine akzeptable Leistung zu gewährleisten.
Der Rotor 28 kann auf herkömmliche Weise ausgewuchtet werden,
indem eine herkömmliche Langsamlaufauswuchtausrüstung
benutzt wird. Da jedoch die Welle 30 relativ lang und
schlank ist und da der Betrieb des Rotors 28 in der dargestellten
Ausführungsform überkritische Drehzahlen umfaßt,
welche eine Schwingungsbiegung der Welle 30 hervorrufen,
kann diese Schwingungsbiegung durch herkömmliche Langsamlaufauswuchtung
nicht kompensiert werden.
Die Erfindung beinhaltet ein Langsamlaufauswuchtverfahren,
das eine Schnellauf-Mehrebenen-(d. h. drei oder mehr als drei
Ebenen-)Korrektur an Rotoren auf einfachen herkömmlichen
Langsamlaufauswuchtmaschinen vorzunehmen gestattet, ohne
das Erfordernis, sie mit hoher Drehzahl an Ort und Stelle
oder in komplexen und teueren Prüfständen zu betreiben.
Durch das Verfahren ergeben sich die meisten Vorteile der
tatsächlichen Schnellauf- oder modalen oder echten Mehrebenenauswuchtung
ohne die damit verbundenen Kosten und ohne
die damit verbundene Komplexität. Erreicht wird das durch
das Verwenden von anderen Daten über das allgemeine dynamische
Verhalten des besonderen Rotors (d. h. dessen Eigen-
oder kritischen Modenform(en)) und von Daten über den allgemeinen
Entwurf und die Fertigung des besonderen Rotors
(d. h. dessen gewonnenes allgemeines Muster oder dessen gewonnene
allgemeine Muster der Unwuchtverteilung).
Der hier verwendete Begriff "Langsamlauf" oder "niedrige
Drehzahl" bezieht sich auf diejenigen Drehzahlen eines Rotors,
die unter der ersten oder kritischen Grundschwingungsdrehzahl
des Rotors liegen, bei der sich der Rotor
während der Drehung im wesentlichen wie ein starrer Körper
verhält und kein nennenswertes Ausmaß an Biegung aufweist.
Bei niedriger Drehzahl kann der Rotor in zwei Ebenen zufriedenstellend
ausgewuchtet werden. Der Begriff "Schnellauf"
oder "hohe Drehzahl" bezieht sich auf diejenigen
Drehzahlen, die nahe oder über der ersten kritischen Drehzahl
liegen.
Das Auswuchtverfahren beginnt, indem zuerst die Anzahl und
die Lage der Auswuchtkorrekturebenen festgelegt werden, die
für den besonderen Rotor erforderlich sind. Die Anzahl der
Ebenen, die gewählt wird (drei oder mehr als drei), beschränkt
sich nicht auf eine gerade Zahl und wird auf der
Basis von bekannten Kriterien wie der Zahl und der Art der
kritischen Schwingungstyp- oder Modenformen, die im Betrieb
angetroffen werden, und der Komplexität der Unwuchtverteilung,
die zu kompensieren ist, gewählt. Dann wird eine Auswuchtregel
gewählt. Die Auswuchtregel ist eine Spezifikation
für eine Prozedur mit der Zahl J von Sequenzen des
Langsamlaufauswuchtens und mit einer Zahl I von Auswuchtfaktoren
K, wobei J und I eine Funktion der Zahl der gewählten
Auswuchtkorrekturebenen N sind, wie im folgenden
angegeben:
Im folgenden wird eine Auswuchtregel für drei Korrekturebenen
beschrieben, die für die Prozedur zum Spezifizieren der
Auswuchtkorrektur für die Mittelebene eines Systems mit einer
ungeraden Zahl von Korrekturebenen allgemein repräsentativ
ist, und außerdem wird eine Auswuchtregel für vier
Korrekturebenen beschrieben, die für die Prozedur zum Spezifizieren
der Auswuchtkorrekturen für jedes symmetrisch
geordnete Ebenenpaar allgemein repräsentativ ist. Die Auswuchtfaktoren
K werden durch die angegebenen exemplarischen
Prozeduren bestimmt.
Zuerst werden eine mathematische Beschreibung des Rotors
28, der allgemeinen Unwuchten desselben und Modenformen
desselben bestimmt.
Fig. 2 zeigt eine perspektivische isolierte Ansicht des in
Fig. 1 dargestellten Rotors 28. Der Rotor 28 weist eine
geometrische Längsmittellinie 40 auf, die vorzugsweise mit
der Drehachse 26 ausgerichtet ist und mit derselben zusammenfällt,
wenn der Rotor 28 in dem Triebwerk 10 eingebaut
ist.
Fig. 3 ist eine exemplarische schematische Darstellung des
Rotors 28 nach Fig. 2. Der Rotor 28 kann durch eine endliche
Zahl von diskreten Massen Ws dargestellt werden, die
jeweils in einem Abstand Xs von einer Bezugsebene 42 längs
der Mittellinie 40 angeordnet sind. Es sind zwar achtzehn
Massen Ws (d. h. s = 1, 2, 3 . . . 18) zur Vereinfachung der
Zeichnung dargestellt, es kann jedoch jede Zahl von Massen
Ws benutzt werden, und in einer Ausführungsform, die analysiert
worden ist, sind 50 Massen benutzt worden. Die Lage
der Massen Ws wird so gewählt, daß sie mit prominenten
Merkmalen des Rotors 28 zusammenfällt, beispielsweise mit
dem Flansch 32, den Lagerabstützstellen und den Auswuchtkorrekturebenen.
Dargestellt ist in Fig. 4 ein repräsentativer Schnitt des
Rotors 28, der einen Teil einer endlichen Länge Ls zeigt,
die dem Massenort oder der Massenstation s zugeordnet wird,
der sich in dem Abstand Xs von der Bezugsebene 42 befindet.
Aus Fig. 5, die eine Schnittendansicht des Rotors 28 zeigt,
ist ohne weiteres ersichtlich, daß eine Größe der Masse Ws
dem Teil des Rotors 28 mit der Länge Ls zugeordnet werden
kann, was sich einfach als die Dichte des rohrförmigen
Teils Ls mal dem Materialvolumen dieses Teils ausdrücken
läßt.
Demgemäß kann die mathematische Darstellung des Rotors 28
nach Fig. 2 gemäß der Darstellung in den Fig. 3 bis 5 erzeugt
werden. Da der Flansch 32 des Rotors 28 eine relativ
große oder konzentrierte Masse darstellt, ist er in Fig. 3
schematisch durch einen größeren Kreis dargestellt.
Ein wichtiges Merkmal der Erfindung ist das Erkennen von
allgemeinen Unwuchten, die einem Typ oder einer Familie von
Rotoren 28 zugeordnet sind. Gemäß obiger Beschreibung und
zum Erleichtern der erforderlichen Berechnungssequenz wird
der Rotor 28 durch eine Zahl S von axialen Orten Xs längs
seiner Mittellinie 40 definiert. Ein geeigneter Teil der
Rotormasse Ws wird jedem Ort zugeordnet, wie es in Fig. 3
gezeigt ist. Eine allgemeine Unwucht kann als eine kleine
Exzentrizität oder Verlagerung Es von der Drehachse 26 jedes
Schwerpunkts dieser einzelnen Massenelemente Ws aufgefaßt
werden, wie es in Fig. 4 dargestellt ist. Für eine bestimmte
Wellenkonstruktion, die durch eine besondere Prozedur
gefertigt wird, wird das Feld von Exzentrizitäten im
allgemeinen nicht willkürlich oder beliebig sein. Bei langen,
schlanken Wellen wie der Welle 30 kann auf der Basis
einer systematischen Messung bestimmt werden, daß ein beträchtlicher
Beitrag zur Unwucht durch eine eingebaute Biegung
oder einen eingebauten Bogen in der Welle 30 geleistet
wird, der als die Unwuchtverteilung wahrgenommen wird, die
in Fig. 6 gezeigt ist.
Fig. 6 veranschaulicht durch Messung eines tatsächlichen
Rotors 28 oder eine Probenahme oder eine statistische
Stichprobenerhebung von Rotoren 28 eines Familientyps eine
allgemeine Unwucht, die einen Bogen oder eine Biegung des
Rotors 28 in einem insgesamt bogenförmigen oder konkaven
Profil um die Drehachse 26 repräsentiert.
Beispielsweise kann der Rotor 28 gemäß der Darstellung in
Fig. 7 in zwei herkömmlichen Abstützungen 44 auf einem Bezugstisch
46 angeordnet werden. Der Rotor 28 wird in den
Abstützungen 44 langsam gedreht, und der Außenumfang des
Rotors 28 kann relativ zu dem Bezugstisch 46 durch irgendeine
herkömmliche Einrichtung 48, z. B. eine Lehre mit Skaleneinteilung,
gemessen werden, um den Schlag oder die Unrundheit
des Rotors 28 auf dessen gesamter axialer Länge zu
messen.
Gemäß den Fig. 4-6 kann der Schlag des Rotors 28 benutzt
werden, um die Exzentrizität Es des Schwerpunkts des Massenelements
Ws relativ zu der Drehachse 26 darzustellen.
Durch Anwenden dieser Prozedur wird die allgemeine Biegungsunwucht
des Rotors 28 gemäß der Darstellung in Fig. 6
definiert.
Wenn an einer langen, schlanken Welle ein großer, relativ
schwerer Flansch oder eine große, relativ schwere Scheibe
wie der Flansch 32 befestigt ist, kann die Exzentrizität
des Schwerpunkts dieser Scheibe gegenüber der Drehachse 26
einen Hauptbeitrag zu der Unwucht des Rotors liefern, wie
es in Fig. 8 gezeigt ist.
Fig. 8 zeigt einen zweiten Typ von allgemeiner Unwucht oder
konzentrierter Unwucht, bei dem, wie dargestellt, der
Flansch 32 bezüglich der Drehachse 26 um ein Ausmaß Es exzentrisch
ist. Alle anderen Masseneinheiten Ws des Rotors
28 haben Schwerpunkte, die mit der Drehachse 26 zusammenfallen,
d. h. Es ist gleich null.
Wenn der Rotor 28 mit einem anderen Bauteil über eine Kupplung
zusammengebaut wird, was hier nicht der Fall ist, kann
sich eine Unwuchtverteilung ergeben, wie sie in Fig. 9 gezeigt
ist. Fig. 9 zeigt die allgemeine Neigungsunwucht des
Rotors 28, die auftritt, wenn der Rotor 28 in dem Triebwerk
10 so eingebaut wird, daß er relativ zu der Drehachse 26
geneigt ist.
Eine vierte allgemeine Unwucht kann einer Variation der
Dicke T um den Umfang der hohlen Welle 30, die im Querschnitt
gemäß der Darstellung in Fig. 5 gemessen wird, zugeschrieben
werden.
Ein zweiter Parameter, der gemäß der Erfindung erforderlich
ist, ist eine Schwingungstyp- oder Modenform der Schwingung,
die einer kritischen Drehzahl zugeordnet ist, bei
welcher Eigenresonanz auftritt. Fig. 10 zeigt ein exemplarisches
Diagramm, in welchem die maximale Schwingungsamplitude
des Rotors 28 über der Drehzahl des Rotors 28 aufgetragen
ist. Herkömmliche Techniken, zu denen Analysieren
und Testen gehören, stehen zur Verfügung, um die kritischen
Drehzahlen zu bestimmen, d. h. die Drehzahl, bei der Resonanz
des Rotors 28 auftritt, und die Verlagerungsverteilung,
die normiert werden kann und die Drehmodenform des
Rotors 28 beschreibt.
Fig. 10 zeigt die ersten drei kritischen Drehzahlen S₁, S₂
und S₃ des Rotors 28, bei denen die ersten drei kritischen
oder Eigenmodenformen auftreten. Es ist zu erkennen, daß
relativ große Schwingungsamplituden bei diesen drei kritischen
Drehzahlen und außerdem etwas unterhalb und oberhalb
jeder kritischen Drehzahl auftreten, wobei sich die Amplitude
bei Drehzahlen, die von den kritischen Drehzahlen entfernt
sind, null nähert. Der Rotor 28 verhält sich wie ein
starrer Körper mit im allgemeinen geringer Schwingungsamplitude
aufgrund der Biegsamkeit des Rotors 28 bei diesen
von den kritischen Drehzahlen entfernten Drehzahlen. Und
der Rotor 28 verhält sich wie ein biegsamer Körper bei
Drehzahlen, die gleich oder nahe den kritischen Drehzahlen
sind.
In der dargestellten exemplarischen Ausführungsform durchläuft
der Rotor 28 die erste kritische Drehzahl S₁ von etwa
12 090 U/min und gelangt bis zu etwa 22 000 U/min. Da er sich
während eines Teils seines Betriebes mit überkritischen
Drehzahlen dreht, ist die Vornahme einer Unwuchtkorrektur
zum Verbessern der überkritischen Auswuchtung erwünscht.
Die kritischen Drehzahlen des Rotors 28 und die diesen zugeordneten
Modenformen können auf herkömmliche Weise entweder
für den Rotor 28 gemäß der Darstellung in Fig. 2, der
aus dem Triebwerk 10 entfernt ist, oder, vorzugsweise, für
den Rotor 28, der gemäß der Darstellung in Fig. 1 in das
Triebwerk 10 eingebaut ist, bestimmt werden. Da es ein Ziel
der Erfindung ist, die Unwucht des Rotors 28 während des
Betriebes in dem Triebwerk 10 zu reduzieren, sollten die
kritischen Drehzahlen und die Modenformen des Rotors 28
denen, die in dem Triebwerk 10 tatsächlich auftreten, so
weit wie möglich gleichen. Die Genauigkeit des Bestimmens
der kritischen Drehzahlen und der zugeordneten Modenformen
beeinflußt lediglich den Grad der Verbesserung, welcher der
Erfindung zuzuschreiben ist.
In den Fig. 11, 12 und 13 sind die drei Modenformen 1, 2, 3
des Rotors 28 dargestellt, die bei und nahe den ersten drei
kritischen Drehzahlen S₁, S₂ bzw. S₃ auftreten, welche in
Fig. 10 gezeigt sind. Die Modenformen 1, 2 und 3 sind durch
eine normierte Auslenkung Ys an jedem Masseneinheitort s,
der sich in dem Abstand Xs von der Bezugsebene 42 befindet,
für jede der kritischen Drehzahlen S₁, S₂ und S₃ definiert,
wie es in den Fig. 11-13 dargestellt ist.
Die erste Modenform 1, die in Fig. 11 gezeigt ist, hat insgesamt
die Form einer halben Sinuswelle und eine maximale
Amplitude, die nahe der Mitte des Rotors 28 auftritt, welche
üblicherweise als ein Wellen- oder Schwingungsbauch 50
bezeichnet wird.
Die zweite Modenform 2, die in Fig. 12 dargestellt ist, hat
insgesamt die Form einer vollen Sinuswelle, die zwei
Schwingungsbäuche 50 entgegengesetzter Phase hat.
Die dritte Modenform 3, die in Fig. 13 gezeigt ist, hat
insgesamt die Form von eineinhalb Sinuswellen und drei
Schwingungsbäuchen 50, wobei die beiden Schwingungsbäuche
50, welche den äußeren Enden des Rotors 28 am nächsten
sind, in Phase miteinander und nicht in Phase mit dem
dritten Schwingungsbauch 50, der nahe der Mitte des Rotors
28 angeordnet ist, sind.
Gemäß der obigen Beschreibung werden beim herkömmlichen
Langsamlaufauswuchten zwei gegenseitigen Abstand aufweisende
Korrekturebenen benutzt, d. h. eine erste Korrekturebene
52 und eine zweite Korrekturebene 54, wie es für den
exemplarischen Rotor 23 in den Fig. 2 und 7 gezeigt ist.
Der Rotor 28 weist außerdem zwei ringförmige Korrekturbunde
auf, d. h. einen ersten Korrekturbund 56 und einen zweiten
Korrekturbund 58, die ebenfalls in den Fig. 2 und 7 gezeigt
sind. Die Korrekturebenen 52 und 54 gehen durch die Mitte
der Korrekturbunde 56 bzw. 58.
Weiter sind gemäß obiger Beschreibung zum Einführen einer
Korrektur für die Schnellaufunwucht des Rotors 28 in das
Langsamlaufauswuchtverfahren nach der Erfindung zusätzliche
Korrekturebenen erforderlich, von denen jede einer vorbestimmten
Kombination aus einer allgemeinen Unwuchtverteilung
und einer Modenform zugeordnet ist. Beispielsweise
wird zum Auswuchten in drei Ebenen ein einzelnes Paar der
vorbestimmten Kombination aus allgemeiner Unwuchtverteilung
und Modenform benutzt, und zum Auswuchten in vier Ebenen
werden zwei Paare benutzt.
Es ist klar, daß viele Kombinationen aus allgemeiner Unwucht
und Modenformen aufgrund der in der Fig. 6, 8, 9 und
11-13 dargestellten möglich sind. Für eine exemplarische
Ausführungsform der Erfindung, bei der in Fig. 1 dargestellte
Rotor 28 benutzt wird, ist eine erste Kombination
aus allgemeiner Unwuchtverteilung und Modenform als die
Kombination aus der Biegungsunwucht von Fig. 6 und der ersten
Modenform von Fig. 11 dargestellt. Eine zweite Kombination
aus allgemeiner Unwuchtverteilung und Modenform ist
als die Kombination der konzentrierten Unwucht von Fig. 8
und der ersten Modenform von Fig. 11 dargestellt.
Da die Welle 30 des Rotors 28 relativ lang und schlank ist,
ist die allgemeine Bogenunwuchtverteilung, wie sie in Fig. 6
dargestellt ist, üblicherweise vorhanden. Da der Rotor 28
außerdem einen relativ schweren Flansch 32 aufweist, der
aufgrund der maschinellen Bearbeitung gegenüber der
Drehachse 26 exzentrisch sein kann, ist die in Fig. 7 dargestellte
allgemeine konzentrierte Unwuchtverteilung für
diesen Typ von Rotor 28 ebenfalls üblich.
Weiter läuft der Rotor 28 des Triebwerks 10, das in Fig. 1
dargestellt ist, mit Drehzahlen bis zu etwa 22 000 U/min,
was deutlich über der ersten kritischen Biegedrehzahl S₁
von etwa 12 070 U/min gemäß der Darstellung in Fig. 10 und
deutlich unter der zweiten kritischen Biegedrehzahl S₂
liegt. Deshalb ist lediglich die erste Modenform 1, wie sie
in Fig. 11 dargestellt ist, ein beeinflussender Faktor. Bei
anderen Rotoren, die nahe der zweiten kritischen Drehzahl
S₂ von Fig. 10 laufen, könnten jedoch verschiedene Kombinationen
der allgemeinen Unwuchtverteilung und Modenformen
einschließlich der zweiten Modenform 2 gemäß der Darstellung
in Fig. 12 benutzt werden, um die Unwucht bei einem
Betrieb des Rotors nahe der zweiten kritischen Drehzahl S₂
zu reduzieren.
Gemäß einer bevorzugten und exemplarischen Ausführungsform
der Erfindung beinhaltet das Verfahren der Langsamlaufauswuchtung
des Rotors 28 mit der Drehachse 26 einen Langsamlaufauswuchtsequenzschritt
(a), der beinhaltet, (1) erstens
den Rotor 28 um die Drehachse 26 mit einer niedrigen Testdrehzahl
St zu drehen, die kleiner als die erste kritische
Drehzahl S₁ ist, welche der ersten Eigenresonanz oder Modenform
1 des Rotors 28 gemäß der Darstellung in Fig. 10
zugeordnet ist.
Dieser erste Schritt kann auf irgendeiner herkömmlichen
Langsamlaufauswuchtmaschine 60 ausgeführt werden, zum Beispiel
auf einer Gisholt-Auswuchtmaschine, die von der Gilman
Engineering and Manufacturing Company, Jamesville, Wisconsin,
einer Einheit der AMCA, International, hergestellt
wird. Die Langsamlaufauswuchtmaschine 60 ist in Fig. 14
schematisch dargestellt und weist zwei Wellenträger 62 auf,
auf denen der Rotor 28 drehbar gelagert ist, so daß sich
der Rotor 28 um eine Mittellinie in der Auswuchtmaschine 60
dreht, welche vorzugsweise gleich der Drehachse 26 des
Triebwerks 10 ist. Zwei ringförmige umlaufende Bunde 64
sind an dem Rotor 28 vorzugsweise zur Befestigung an den
Wellenträgern 62 der Auswuchtmaschine 60 vorgesehen. Die
umlaufenden Bunde 64 können sich an dem Rotor 28 dort befinden,
wo es zweckmäßig oder praktisch ist, vorausgesetzt,
daß der Rotor 28 so abgestützt wird, daß er sich um die
Drehachse 26 dreht. Die flexiblen Träger 62 sind üblicherweise
mit einer Einrichtung 66 zum Messen der Unwucht des
Rotors 28 in der ersten und der zweiten Korrekturebene 52
bzw. 54 verbunden. Herkömmliche Einrichtungen 68 sind mit
dem Rotor 28 verbunden, um den Rotor 28 mit der Testdrehzahl
St zu drehen, die etwa 1800 bis 2200 U/min beträgt.
Irgendein Wert der Testdrehzahl St kann benutzt werden und
wird als "niedrige Drehzahl" betrachtet, vorausgesetzt, daß
sich der Rotor 28 als ein herkömmlicher starrer Körper unterhalb
der Drehzahlen dreht, bei denen die Biegung des Rotors
28 aufgrund von Resonanz desselben die Auswuchtung unakzeptabel
macht.
Die Auswuchtmaschine 60 hat weiter eine herkömmliche Einrichtung
70 zum Bestimmen einer ersten und einer zweiten
gemessenen Korrektur M₁ bzw. M₂, die an dem Rotor 28 in der
ersten und zweiten Korrekturebene 52 bzw. 54 vorzunehmen
ist, um jede Unwucht des Rotors 28, die durch die Einrichtungen
66 gemessen worden ist, auszugleichen. Die gemessenen
Korrekturen M₁ und M₂ sind Vektoren, die Größen haben,
welche in Länge · Masse ausgedrückt werden und in einer relativen
Winkelposition angeordnet sind.
Die Meßeinrichtungen 66 weisen weiter eine Einrichtung auf
zum Liefern einer Bezugswinkelposition des Rotors 28, so
daß die Bestimmungseinrichtung 70 linke und rechte Korrekturen
liefern kann, die als eine Masse · Radius in einer
besonderen Winkelposition dargestellt werden, um erforderliche
erste und zweite Korrekturen C₁ und C₂ anzugeben,
welche an dem Rotor 28 in der ersten und zweiten Korrekturebene
52 bzw. 54 vorgenommen werden sollten, um den Rotor
28 auszuwuchten. Bei dem herkömmlichen Langsamlaufauswuchtverfahren
wären die Korrekturen C₁ und C₂ einfach
gleich den gemessenen Korrekturen M₁ und M₂, wie sie durch
die Bestimmungseinrichtung 70 angegeben werden.
Die Langsamlaufauswuchtsequenz nach der Erfindung beinhaltet
weiter (2) Messen der Unwucht in der ersten und zweiten
Korrekturebene 52 und 54 des Rotors 28, der sich mit der
Testdrehzahl St dreht, und anschließend (3) Bestimmen der
ersten Werte der ersten und zweiten gemessenen Korrekturen,
die als (M₁)₁ und (M₂)₁ dargestellt werden und an dem Rotor
28 in der ersten und zweiten Korrekturebene 52 bzw. 54 vorzunehmen
sind, um die gemessene Unwucht des umlaufenden Rotors
28 auszugleichen. Der Index 1 der Klammer wird bei den
gemessenen Korrekturen M₁ und M₂ benutzt, um anzuzeigen,
daß es sich um die ersten Werte derselben handelt. Ein
Klammerindex 2 gibt einen zweiten Wert an. Ebenso zeigt im
folgenden die Verwendung von Klammerindizes den Wert von
wiederholten Parametern an.
Das Auswuchtverfahren beinhaltet weiter die Verwendung einer
dritten Korrekturebene 72, wie es in Fig. 14 gezeigt
ist. Ein ringförmiger dritter Korrekturbund 74 ist an dem
Rotor 28 vorgesehen. Die dritte Korrekturebene 72 ist in
der Mitte des dritten Korrekturbundes 74 angeordnet. Der
Ort der dritten Korrekturebene 72 und des Bundes 74 hat Abstand
von dem ersten und dem zweiten Korrekturbund 56 bzw.
58 und ist vorzugsweise auf im folgenden beschriebene Weise
angeordnet.
Das Auswuchtverfahren nach der Erfindung beinhaltet weiter
den Schritt (b) Vornehmen einer dritten Korrektur C₃ an dem
Rotor 28 in der dritten Korrekturebene 72, wobei die dritte
Korrektur ein vorbestimmter Anteil von wenigstens einem der
ersten Werte der ersten und zweiten gemessenen Korrekturen
(M₁)₁ und (M₂)₁ ist und wobei der Anteil so vorbestimmt
wird, daß mit ihm eine vorbestimmte Unwucht des Rotors 28
für eine vorbestimmte Modenform des Rotors 28 korrigiert
wird, die einer Drehzahl des Rotors 28 zugeordnet ist, welche
größer als die Testdrehzahl St ist, ohne daß der Rotor
28 zum Messen der Unwucht tatsächlich mit der größeren
Drehzahl gedreht wird. In einer Ausführungsform ist die
größere Drehzahl die erste kritische Drehzahl S₁.
Das Auswuchtverfahren nach der Erfindung beinhaltet weiter
den Schritt (c) Wiederholen der Langsamlaufauswuchtsequenz
(a), die oben für den Rotor 28 beschrieben worden ist, wobei
die dritte Korrektur C₃ an dem Rotor 28 vorgenommen
wird, um zweite Werte der ersten und der zweiten gemessenen
Korrekturen (M₁)₂ und (M₂)₂ in der ersten und zweiten Korrekturebene
52 bzw. 54 zu bestimmen.
Das Auswuchtverfahren nach der Erfindung beinhaltet außerdem
den Schritt (d) Ausführen der ersten und zweiten gemessenen
Korrekturen (M₁)₂ und (M₂)₂ mit den zweiten Werten an
dem Rotor 28 in der ersten und zweiten Korrekturebene 52
bzw. 54 als erste und zweite Korrekturen C₁ bzw. C₂.
Die erste, die zweite und die dritte Korrektur C₁, C₂ und
C₃ können vorgenommen werden, indem dem Rotor 28 an dem ersten,
zweiten bzw. dritten Korrekturbund Masse hinzugefügt
wird oder indem Masse davon entfernt wird. In jedem Fall
werden die Langsamlaufauswuchtmaschine 60 und das Verfahren
nach der Erfindung geeignet eingerichtet, um entweder Masse
hinzuzufügen oder Masse zu entfernen.
Bei dem Schritt (b) des Vornehmens der dritten Korrektur C₃
in der dritten Korrekturebene 72 wird eine vorbestimmte
Auswuchtregel benutzt, die durch die über zwei liegende
Zahl zusätzlicher Abtastebenen bestimmt wird, welche zum
Berücksichtigen von Kombinationen aus allgemeiner Unwucht
und Modenform erwünscht sind. Als Beispiel sind im folgenden
exemplarische Abtastregeln für die Abtastung in drei
und vier Ebenen beschrieben.
In Fig. 15 ist ein üblicher Schnellaufrotor in Form des Rotors
28 mit Auswuchtkorrektur in nur drei Ebenen dargestellt.
Die grundlegenden äußeren ersten und zweiten Korrekturebenen
72 haben jeweils ihren eindeutigen axialen Ort Zn,
wobei gilt n = 1, 2 oder 3. Die Orte Zn fallen vorzugsweise
mit den Orten Xs der Massen Ws zusammen. Die Auswuchtregel,
welche die Korrektur C₃ in der dritten Korrekturebene 72
liefert, lautet als Vektoradditionsgleichung folgendermaßen:
C₃ = K₃ (f₁(M₁)₁ + f₂(M₂)₁)
wobei
M₁ (₁) und M₂ (₂) die ersten gemessenen Vektorkorrekturwerte
M₁ und M₂ gemäß obiger Beschreibung in der ersten
Langsamlaufauswuchtsequenz (a) in der ersten und
zweiten Korrekturebene 52 bzw. 54 sind; und
f₁ und f₂ Faktoren sind, die zuvor gewählt worden sind, um den Einfluß der relativen Lage der dritten Korrekturebene 72 zu berücksichtigen. Wenn die Ebene 72 äquidistant von den äußeren Ebenen 52 und 54 ist, können f₁ und f₂ üblicherweise beide den Wert 1,0 haben. Wenn die Ebene 72 näher bei der linken Ebene 52 ist, kann für f₂ üblicherweise eine Zahl kleiner als 1,0 und sogar null genommen werden, und f₁ kann 1,0 sein. Wenn die Ebene 72 näher bei der rechten Ebene 54 ist, kann für f₁ üblicherweise eine Zahl genommen werden, die kleiner als eins und sogar null ist, und f₂ kann 1,0 sein. Die Wahl von f₁ und f₂ ist für die Effektivität oder Genauigkeit der Prozedur nicht kritisch, sondern kann durch empirische Annäherung verfeinert werden, um die absolute Gesamtgröße der Unwucht zu minimieren, was für eine bestimmte Welle unter normalen Umständen erforderlich sein könnte. Da der Rotor 28 den relativ schweren Flansch 32 aufweist, wird die dritte Korrekturebene 72 vorzugsweise näher bei dem Flansch 32 und der weiten Korrekturebene 54 als bei der ersten Korrekturebene 52 angeordnet; und
K₃ ein konstanter Auswuchtfaktor ist, der durch Anwendung eines im folgenden beschriebenen Verfahrens der Simulation des dynamischen Verhaltens in drei Ebenen gewonnen wird; und
C₃ eine Vektorauswuchtkorrektur ist, die in der dritten Korrekturebene 72 vorgenommen wird.
f₁ und f₂ Faktoren sind, die zuvor gewählt worden sind, um den Einfluß der relativen Lage der dritten Korrekturebene 72 zu berücksichtigen. Wenn die Ebene 72 äquidistant von den äußeren Ebenen 52 und 54 ist, können f₁ und f₂ üblicherweise beide den Wert 1,0 haben. Wenn die Ebene 72 näher bei der linken Ebene 52 ist, kann für f₂ üblicherweise eine Zahl kleiner als 1,0 und sogar null genommen werden, und f₁ kann 1,0 sein. Wenn die Ebene 72 näher bei der rechten Ebene 54 ist, kann für f₁ üblicherweise eine Zahl genommen werden, die kleiner als eins und sogar null ist, und f₂ kann 1,0 sein. Die Wahl von f₁ und f₂ ist für die Effektivität oder Genauigkeit der Prozedur nicht kritisch, sondern kann durch empirische Annäherung verfeinert werden, um die absolute Gesamtgröße der Unwucht zu minimieren, was für eine bestimmte Welle unter normalen Umständen erforderlich sein könnte. Da der Rotor 28 den relativ schweren Flansch 32 aufweist, wird die dritte Korrekturebene 72 vorzugsweise näher bei dem Flansch 32 und der weiten Korrekturebene 54 als bei der ersten Korrekturebene 52 angeordnet; und
K₃ ein konstanter Auswuchtfaktor ist, der durch Anwendung eines im folgenden beschriebenen Verfahrens der Simulation des dynamischen Verhaltens in drei Ebenen gewonnen wird; und
C₃ eine Vektorauswuchtkorrektur ist, die in der dritten Korrekturebene 72 vorgenommen wird.
Das Auswuchtverfahren nach der Erfindung beinhaltet in einer
seiner einfachsten Formen die folgenden Auswuchtregel
für das Auswuchten in drei Ebenen:
C₃ = K₃(M₁)₁ + K₃(M₂)₁.
Dieser Teil der Auswuchtregel gilt auch für die mittlere
Ebene jedes Systems, dessen Gesamtzahl an Korrekturebenen
ungerade ist.
Eine zweite Anwendung der Langsamlaufauswuchtsequenz (a)
wie oben beschrieben wird benutzt, um die endgültige Auswuchtkorrektur
in den äußeren ersten und zweiten Korrekturebenen
52 und 54 wie folgt zu bestimmen:
C₁ = (M₁)₂
C₂ = (M₂)₂
C₂ = (M₂)₂
wobei
(M₁)₂ und (M₂)₂ die zweiten gemessenen Vektorkorrekturwerte
M₁ und M₂ aus der zweiten Langsamlaufauswuchtsequenz
für die Korrekturebenen 52 und 54 sind; und
C₁ und C₂ die Vektorauswuchtkorrekturen sind, die in den Ebenen 52 bzw. 54 vorgenommen werden.
C₁ und C₂ die Vektorauswuchtkorrekturen sind, die in den Ebenen 52 bzw. 54 vorgenommen werden.
Ein Verfahren zur Simulation des dynamischen Verhaltens zum
Bestimmen des Wertes des Auswuchtfaktors wird veranschaulicht,
indem zuerst die Berechnung von K₃ für den einfachsten
Fall des Auswuchtens in drei Ebenen demonstriert wird.
Ein Rotor ist mathematisch so definiert, daß er eine vorbestimmte
allgemeine Unwuchtverteilung hat, die an jedem Ort
oder jeder Station s folgende Unwucht Us ergibt:
Us = Ws Es
wobei s = 1, 2, 3 . . . S, wobei S die Gesamtzahl der Massenorte
ist.
Die Sequenz des Langsamlaufauswuchtens kann nun in analytischer
Simulation oder in einem Simulationsschritt (e) ausgeführt
werden. Vorzugsweise wird die erste analytische
Langsamlaufauswuchtsimulation unter Verwendung der folgenden
Beziehungen berechnet
F = ΣUs, wobei F die Gesamtkraftunwucht ist, dargestellt
durch die Summe von Us für s = 1, 2, 3 . . . S;
T = ΣUsXs, wobei T die Gesamtmomentunwucht ist, dargestellt durch die Summe des Produktes UsXs für s = 1, 2, 3 . . . S;
Zr = T/F, wobei Zr der sich ergebende Ort der Gesamtunwucht ist, gemessen relativ zu der Bezugsebene 42;
M₁ = -F (Z₂ - Zr)/(Z₂ - Z₁), wobei M₁ die simulierte gemessene Korrektur ist, die in der ersten Korrekturebene 52 erforderlich ist; und
M₂ = -F (Z₁ - Zr)/(Z₁ - Z₂), wobei M₂ die simulierte gemessene Korrektur ist, die in der zweiten Korrekturebene 54 erforderlich ist.
T = ΣUsXs, wobei T die Gesamtmomentunwucht ist, dargestellt durch die Summe des Produktes UsXs für s = 1, 2, 3 . . . S;
Zr = T/F, wobei Zr der sich ergebende Ort der Gesamtunwucht ist, gemessen relativ zu der Bezugsebene 42;
M₁ = -F (Z₂ - Zr)/(Z₂ - Z₁), wobei M₁ die simulierte gemessene Korrektur ist, die in der ersten Korrekturebene 52 erforderlich ist; und
M₂ = -F (Z₁ - Zr)/(Z₁ - Z₂), wobei M₂ die simulierte gemessene Korrektur ist, die in der zweiten Korrekturebene 54 erforderlich ist.
Die Auswuchtkorrektur C₃ wird aus der gewählten Auswuchtregel
bestimmt (z. B. aus der oben angegebenen, wobei für f₁
und f₂ jeweils der Wert 1,0 vorgewählt wird), indem der geschätzte
Auswuchtfaktor K₃ in einem Schritt (f) benutzt
wird. Die Korrektur C₃ wird dann zu der Unwuchtverteilung
Us analytisch addiert, indem Us an dem Ort, welcher der
dritten Korrekturebene 72 entspricht, in einem Schritt (g)
modifiziert wird.
Der zweite (und in diesem Fall der letzte) analytische
Langsamlaufauswuchtsimulationsschritt (e) wird dann in einem
Schritt (h) für die modifizierte Verteilung Us wiederholt.
Das ergibt zweite Werte der ersten und zweiten Auswuchtkorrektur
(M₁)₂ und (M₂)₂, die dann zu der modifizierten
Verteilung Us analytisch addiert werden können, indem
wieder Us an den Orten, die den Korrekturebenen 52 und 54
entsprechen, in einem Schritt (i) modifiziert werden.
Der analytisch simulierte "ausgewuchtete" Rotor 28 hat dann
folgende Unwuchtverteilung:
Bs = (Us + Cn),
wobei Bs die Verteilung des analytisch
ausgewuchteten Rotors für s = 1, 2, 3 . . . S ist und Cn
die benutzten n Auswuchtkorrekturen (z. B. n = 1, 2, 3)
sind und in diesem Beispiel C₁, C₂ und C₃ umfassen, die
zu Us an den Orten Xs addiert werden.
Danach wird der simulierte Rotor 28 bei einer bestimmten
kritischen Drehzahl analytisch ausgewertet, indem eine Simulation
des dynamischen Verhaltens benutzt wird, um einen
ersten Wert eines ersten Parameters R₁ des dynamischen Verhaltens
in einem Schritt (j) folgendermaßen zu berechnen:
(R₁)₁ = ΣBs Ys,
wobei s = 1, 2, 3 . . . S, und Ys die oben angegebene
Modenformauslenkungsverteilung bei der bestimmten kritischen
Drehzahl ist, die normiert sein oder statt dessen
Absolutwerte haben kann.
Dieser Verhaltensparameter ist zu dem Schwingungsverhalten
des Rotors 28 bei der kritischen Drehzahl S₁ dieses Beispiels
proportional, die durch die Modenform 1 von Fig. 11
dargestellt wird.
Ein neuer, zweiter Wert des Auswuchtfaktors (K₃)₂ wird in
einem Schritt (k) ausgewählt, der sich von der ursprünglichen
Schätzung unterscheidet um
ΔK₃ = (K₃)₂ - (K₃)₁,
und ein zweiter Wert der dritten Korrektur (C₃)₂ wird berechnet,
indem die Auswuchtregel und (K₃)₂ benutzt werden.
Das Verfahren beinhaltet weiter einen Schritt (l) zum Wiederholen
der Schritte (g)-(j) unter Verwendung von (C₃)₂
statt (C₃)₁, um einen neuen, zweiten Wert des berechneten
Parameters (R₁)₂ bei der kritischen Drehzahl S₁ zu gewinnen,
der sich von der ursprünglichen Berechnung unterscheidet
um
ΔR₁ = (R₁)₂ - (R₁)₁.
Die herkömmliche und übliche Newton-Raphson-Formel wird
dann in einem Schritt (m) benutzt, um den dritten und endgültigen
Wert des Auswuchtfaktors (K₃)₃ zu bestimmen, der
einen Wert null für den ersten Parameter R₁ des dynamischen
Verhaltens ergibt. Wenn das verlangte Verhalten (R₁)₃
gleich null gesetzt wird, ergibt sich die Gleichung
(R₁)₃ = 0 = (R₁)₁ + [(K₃)₃ - (K₃)₁] (ΔR₁/ΔK₃),
die nach dem verlangten Wert des Auswuchtfaktors folgendermaßen
aufgelöst werden kann:
(K₃)₃ = (K₃)₁ -(R₁)₁/(ΔR₁/ΔK₃).
Die gesamte Prozedur kann in tabellarischer Form folgendermaßen
zusammengefaßt werden:
| Auswuchtfaktor | |
| Berechneter Parameter des dynamischen Verhaltens | |
| (K₃)₁ | |
| (R₁)₁ | |
| (K₃)₂ = (K₃)₁ + ΔK₃ | (R₁)₂ = (R₁)₁ + ΔR₁ |
| (K₃)₃ | 0 |
Dieses exemplarische Auswuchten in drei Ebenen hat in die
dritte Korrektur C₃ den Einfluß einer allgemeinen Unwucht
eingeführt, z. B. die Bogenunwucht von Fig. 6, und eine Modenform,
z. B. die erste Modenform von Fig. 11.
Das oben beschriebene Auswuchtverfahren zur Benutzung durch
eine Bedienungsperson unter Verwendung einer Langsamlaufauswuchtmaschine
beinhaltet erstens die Langsamlaufauswuchtsequenz
(Schritt (a)) zum Gewinnen der ersten Werte
der gemessenen Korrekturen (M₁)₁ und (M₂)₁ für den Rotor
28, die ohne weiteres aus der Bestimmungseinrichtung 70 der
Langsamlaufauswuchtmaschine 60 in Fig. 14 durch die Bedienungsperson
selbst abgelesen werden können. Die Bedienungsperson
nimmt dann die Korrektur C₃, die aus der Auswuchtregel
(Schritt (b)) bestimmt worden ist, an dem dritten
Korrekturbund 74 in der dritten Korrekturebene 72 vor.
Das kann erfolgen, indem durch herkömmliches Fräsen einfach
eine vorbestimmte Materialmenge in der Winkelposition abgetragen
wird, die in der Bestimmungseinrichtung 70 bestimmt
worden ist, oder indem eine geeignete Masse 180 Grad entfernt
von der bestimmten Winkelposition hinzugefügt wird.
In Abhängigkeit von dem benutzten Typ der Langsamlaufauswuchtmaschine
60 kann die Winkelposition die Position entweder
zum Abtragen oder zum Hinzufügen von Material angeben.
Die Bedienungsperson wiederholt dann einfach (Schritt (c))
die Langsamlaufauswuchtsequenz an dem korrigierten Rotor 28
und liest aus der Bestimmungseinrichtung 70 die zweiten
Werte der gemessenen ersten und zweiten Korrekturen (M₁)₂
und (M₂)₂ ab. Die Bedienungsperson macht dann einfach die
Korrekturen C₁ und C₂ (Schritt (d)), die gleich den zweiten
Werten der gemessenen Korrekturen (M₁)₂ bzw. (M₂)₂ sind,
indem sie an dem ersten und zweiten Korrekturbund 56 bzw.
58 in der ersten bzw. zweiten Korrekturebene 52 bzw. 54
entweder Masse entfernt oder Masse hinzufügt, je nach Bedarf.
Der Rotor 28 ist dann in der Langsamlaufauswuchtmaschine
60 durch ein Verfahren ausgewuchtet worden, welches
die Korrektur C₃ bewirkt, um die vorbestimmte Unwucht bei
der hohen Drehzahl zu reduzieren, die der vorbestimmten
kritischen Drehzahl und Modenform zugeordnet ist, zum Beispiel
der Bogenunwucht und der ersten Modenform.
Demgemäß kann jede Kombination von allgemeiner Unwucht und
Modenform für das Auswuchten in drei Ebenen benutzt werden,
wie zum Beispiel diejenigen, die in den Fig. 6, 8, 9 und
11-13 dargestellt sind.
Fig. 16 zeigt einen üblichen Schnellaufrotor in Form des
Rotors 28 mit Auswuchtkorrektur in vier Ebenen. Der Rotor
28 hat (im allgemeinen außen) die erste und die zweite Korrekturebene
52 und 54 und die dritte Korrekturebene 74. Der
Rotor 28 hat außerdem eine vierte Korrekturebene 76, die so
angeordnet ist, daß sie durch die Mitte eines ringförmigen
vierten Korrekturbundes 78 geht. Die Korrekturebenen 52, 54,
72 und 76 haben jeweils einen eindeutigen axialen Ort Zn,
mit n = 1, 2, 3 oder 4. Im Anschluß an die erste Langsamlaufauswuchtsequenz
(a) kann die eine oder andere von zwei
alternativen Auswuchtregeln benutzt werden (Schritt (b)),
um die Korrektur in den Ebenen 72 und 76 und an deren
zugeordneten Korrekturbunden 74 bzw. 78 zu bestimmen. Die
erste basiert auf einer Unwuchtmessung in den äußeren Ebenen
52 und 54 wie folgt:
C₃ = K₃ (M₁)₁
C₄ = K₄ (M₂)₁
C₄ = K₄ (M₂)₁
wobei
(M₁)₁ und (M₂)₁ die ersten gemessenen Vektorkorrekturwerte
M₁ und M₂ in der ersten Langsamlaufauswuchtsequenz
in den Ebenen 52 und 54 sind;
K₃ und K₄ konstante Auswuchtfaktoren sind, die durch Anwendung des im folgenden beschriebenen Verfahrens der Simulation des dynamischen Verhaltens in vier Ebenen bestimmt werden;
C₃ und C₄ die Vektorauswuchtkorrekturen sind, die in der dritten und vierten Korrekturebene 72 bzw. 76 vorgenommen werden.
K₃ und K₄ konstante Auswuchtfaktoren sind, die durch Anwendung des im folgenden beschriebenen Verfahrens der Simulation des dynamischen Verhaltens in vier Ebenen bestimmt werden;
C₃ und C₄ die Vektorauswuchtkorrekturen sind, die in der dritten und vierten Korrekturebene 72 bzw. 76 vorgenommen werden.
Alternativ könnten die Korrekturen auf Unwuchtmessungen in
den Ebenen basieren, in welchen die Korrektur vorzunehmen
ist.
C₃ = K₃ (M₃)₁
C₄ = K₄ (M₄)₁
C₄ = K₄ (M₄)₁
wobei
(M₃)₁ und (M₄)₁ die ersten gemessenen Vektorkorrekturwerte
M₃ und M₄ in der ersten Langsamlaufauswuchtsequenz
in den Ebenen 72 und 76 sind;
K₃ und K₄ konstante Auswuchtfaktoren sind, die durch Anwendung des im folgenden beschriebenen Verfahrens der Simulation des dynamischen Verhaltens in vier Ebenen bestimmt werden; und
C₃ und C₄ die Vektorauswuchtkorrekturen sind, die in der dritten und vierten Korrekturebene 72 bzw. 76 vorgenommen werden.
K₃ und K₄ konstante Auswuchtfaktoren sind, die durch Anwendung des im folgenden beschriebenen Verfahrens der Simulation des dynamischen Verhaltens in vier Ebenen bestimmt werden; und
C₃ und C₄ die Vektorauswuchtkorrekturen sind, die in der dritten und vierten Korrekturebene 72 bzw. 76 vorgenommen werden.
Diese Auswuchtregeln sind auch auf Paare zusätzlicher Ebenen
für jede größere Gesamtzahl von Korrekturebenen anwendbar.
Andere Auswuchtregeln, die auf verschiedenen Kombinationen
von M₁, M₂, M₃ und/oder M₄ basieren, können ebenfalls
benutzt werden.
Wie bei der Drei-Ebenen-Auswuchtregel wird die zweite Langsamlaufauswuchtsequenz
(Schritt (c)) benutzt, um die endgültige
Auswuchtkorrektur in den äußeren Ebenen 52 und 54
vorzunehmen:
C₁ = (M₁)₂
C₂ = (M₂)₂
C₂ = (M₂)₂
wobei
(M₁)₂ und (M₂)₂ die zweiten Werte von als Vektor
gemessenen Korrekturen M₁ und M₂ in der zweiten
Langsamlaufauswuchtsequenz in den Ebenen 52 und 54
sind; und
C₁ und C₂ die Vektorauswuchtkorrekturen sind, die in den Ebenen 52 bzw. 54 vorgenommen werden (Schritt (d)).
C₁ und C₂ die Vektorauswuchtkorrekturen sind, die in den Ebenen 52 bzw. 54 vorgenommen werden (Schritt (d)).
Auf eine Weise, die der oben für das Auswuchten in drei
Ebenen beschriebenen analog ist, erfolgt das Auswuchten in
vier Ebenen, indem zuerst erste Werte der beiden Auswuchtfaktoren
(K₃)₁ und (K₄)₁ durch Schätzen gewählt werden.
Dann werden unter Verwendung dieser Werte der Auswuchtfaktoren
und der gewählten Auswuchtregel eine analytische
Langsamlaufauswuchtsequenz und eine Berechnung des kritischen
dynamischen Verhaltens (Schritte (e)-(j)) ausgeführt,
und zwar separat, zweimal, einmal für jedes gewählte Paar
oder jede gewählte Kombination aus allgemeiner Unwuchtverteilung
und kritischer Modenform in einem Schritt (n). Das
erste Paar allgemeiner Unwuchtverteilung und kritischer Modenform
ergibt einen ersten Wert eines ersten Parameters
(R₁)₁ des dynamischen Verhaltens. Das zweite Paar allgemeiner
Unwuchtverteilung und kritischer Modenform ergibt einen
ersten Wert eines zweiten Parameters (R₂)₁ des dynamischen
Verhaltens.
Die Prozedur in den Schritten (k) und (l) zum Langsamlaufauswuchten
und zur Simulation des dynamischen Verhaltens
wird dann ein zweites Mal in einem Schritt (o) wiederholt,
indem ein modifizierter zweiter geschätzter Wert von (K₃)₂
benutzt wird, während der Wert von K₄ derselbe bleibt wie
in der ersten Sequenz (K₄)₁ für die ersten und zweiten Kombinationen.
Das erlaubt die Berechnung von neuen, zweiten
Werten der Parameter (R₁)₂ und (R₂)₂ des dynamischen Verhaltens,
die benutzt werden können, um eine partielle Ableitung
oder einen Einflußkoeffizient für die Auswirkung
von irgendeiner Variation in K₃ zu ermitteln.
Die Prozedur in den Schritten (k) und (l) wird dann ein
drittes Mal in einem Schritt (p) wiederholt, indem ein modifizierter
zweiter geschätzter Wert von (K₄)₂ benutzt
wird, der für diese dritte Sequenz alternativ als (K₄)₃
dargestellt wird, während der Wert von (K₃)₃ wieder gleich
dem Wert in der ersten Sequenz (K₃)₁ gemacht wird. Das erlaubt
die Berechnung von neuen, dritten Werten der Parameter
(R₁)₃ und (R₂)₂ des dynamischen Verhaltens, die benutzt
werden können, um eine partielle Ableitung oder einen Einflußkoeffizienten
für die Auswirkung jeder Variation in K₄
zu ermitteln.
Der Satz von vier abgeleiteten Einflußkoeffizienten, d. h.
die drei Werte jeweils von K₃, K₄, R₁ und R₂, können dann in
der Newton-Raphson-Formel benutzt werden, um die endgültigen
Werte der Auswuchtfaktoren (K₃)₄ und (K₄)₄ genau zu berechnen,
die dazu führen werden, daß die beiden Parameter
(R₁)₄ und (R₂)₄ beide zu null gemacht werden. Die gesamte
Sequenz kann in tabellarischer Form folgendermaßen zusammengefaßt
werden:
| Auswuchtfaktoren | |
| Berechnete Verhaltensparameter | |
| (K₃)₁ | |
| (R₁)₁ | |
| (K₄)₁ | (R₂)₁ |
| (K₄)₂ = (K₃)₁ + ΔK₃ | (R₁)₂ = (R₁)₁ + (ΔR₁)₂ |
| (K₄)₂ = (K₄)₁ | (R₂)₂ = (R₂)₁ + (ΔR₂)₂ |
| (K₃)₃ = (K₃)₁ | (R₁)₃ = (R₁)₁ + (ΔR₁)₃ |
| (K₄)₃ = (K₄)₁ + ΔK₄ | (R₂)₃ = (R₂)₁ + (ΔR₂)₃ |
| (K₃)₄ | (R₁)₄ = 0 |
| (K₄)₄ | (R₁)₄ = 0 |
In diesem Fall beinhaltet die Newton-Raphson-Formel für das
Beenden der Berechnung die Lösung der folgenden beiden simultanen
Gleichungen für (K₃)₄ und (K₄)₄:
(R₁)₄ = 0 = (R₁)₁ + [(K₃)₄ - (K₃)₁] [(ΔR₁)₂/(ΔK₃)] + [(K₄)₄ - (K₄)₁] [(ΔR ₁)₃/(ΔK₄)]
(R₂)₄ = 0 = (R₂)₁ + [(K₃)₄ - (K₃)₁] [(ΔR₂)₂/(ΔK₃)] + [(K₄)₄ - (K₄)₁] [(ΔR ₂)₃/(ΔK₄)]
Analog kann die gesamte Prozedur auf fünf Ebenen oder sechs
Ebenen oder auf praktisch jede Zahl von Auswuchtkorrekturebenen
zur simulierten oder Pseudoschnellaufauswuchtung
ausgedehnt werden.
Obige Beschreibung zeigt, daß das Vier-Ebenen-Auswuchtverfahren
eine Ausdehnung des oben beschriebenen Drei-Ebenen-
Auswuchtverfahrens ist.
Der Schritt (b) zum Ausführen der dritten Korrektur an dem
Rotor 28, wie er für das Drei-Ebenen-Auswuchtverfahren beschrieben
worden ist, beinhaltet weiter, daß in der dritten
Korrekturebene 72 die dritte Korrektur C₃ an dem Rotor 28
und in der vierten Korrekturebene 76 eine vierte Korrektur
C₄ an dem Rotor 28 vorgenommen werden. Die dritte und
vierte Korrektur C₃ und C₄ sind vorbestimmte Anteile wenigstens
einer der ersten und zweiten gemessenen Korrekturen
M₁ und M₂ und beinhalten den Auswuchtfaktor K₃ und den Auswuchtfaktor
K₄. Die Anteile werden so vorherbestimmt, daß
zwei Kombinationen von vorbestimmter Unwucht des Rotors 28
und vorbestimmter Modenform des Rotors 28 korrigiert werden,
die einer Drehzahl des Rotors 28 zugeordnet sind, welche
größer als die Testdrehzahl St ist, ohne daß der Rotor
28 tatsächlich mit der größeren Drehzahl in Drehung versetzt
wird, um die Unwucht zu messen.
Das Verfahren beinhaltet weiter den Schritt (n) zum separaten
Ausführen der Schritte (e) bis (j) für den Auswuchtfaktor
K₃ und für den Auswuchtfaktor K₄ statt des Auswuchtfaktors
K₃, wobei jeweils unterschiedliche der beiden Kombinationen
von vorbestimmter Unwucht und Modenform benutzt werden,
um erste Werte des ersten und zweiten Parameters (R₁)₁
und (R₂)₁ des dynamischen Verhaltens für die ersten Werte
der Auswuchtfaktoren (K₃)₁ und (K₄)₁ zu gewinnen.
Gemäß der Darstellung in Fig. 16 ist bei dem Rotor 28, der
in dem exemplarischen Triebwerk 10 benutzt wird, die dritte
Korrekturebene 72 näher bei der ersten Korrekturebene 52
als bei der zweiten Korrekturebene 54 und die vierte Korrekturebene
76 näher bei der zweiten Korrekturebene 54 als
bei der ersten Korrekturebene 52 angeordnet. Die dritte und
vierte Korrektur C₃ und C₄ stehen in folgender Beziehung zu
den ersten und zweiten gemessenen Korrekturen in zwei Auswuchtregeln:
C₃ = K₃ M₁ und C₄ = K₄ M₂.
Weiter ist in einer bevorzugten Ausführungsform die erste
Kombination der vorbestimmten Unwucht und Modenform die Bogenunwucht,
die in Fig. 6 dargestellt ist, und die erste
Modenform, die in Fig. 11 dargestellt ist, und die zweite
Kombination ist die konzentrierte Unwucht, die in Fig. 8
dargestellt ist, und die erste Modenform, die in Fig. 11
dargestellt ist.
Demgemäß sind der zweite und der vierte Korrekturbund 58
bzw. 78 an einem Ende des Rotors 28 nahe dem Flansch 32 und
der erste und der dritte Korrekturbund 56 bzw. 74 an einem
entgegengesetzten Ende des Rotors 28 angeordnet.
In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung werden
die erste, die zweite, die dritte und die vierte Korrektur
für die Ausführungsform der Erfindung, die in Fig. 15 dargestellt
ist, vorgenommen, indem Material auf herkömmliche
Weise, beispielsweise durch Fräsen, von dem ersten, zweiten,
dritten und vierten Korrekturbund 56, 58, 74 bzw. 78
abgetragen wird, und der Auswuchtfaktor K₃ liegt in einem
Bereich von etwa 95% bis 105% und der Auswuchtfaktor K₄ in
einem Bereich von etwa 95% bis 105% für die dritte und die
vierte Korrektur C₃ und C₄ gleich K₃M₁ bzw. K₄M₂. Die Auswuchtfaktoren
K₃ und K₄ haben vorzugsweise Werte von etwa
1,0 bei der exemplarischen Ausführungsform.
In dieser bevorzugten Ausführungsform sind der dritte und
der vierte Korrekturbund 74 bzw. 78 zwischen dem ersten und
dem zweiten Korrekturbund 56 bzw. 58 angeordnet und sind
deshalb wirksamer zur Vornahme von Auswuchtkorrekturen zur
Berücksichtigung der ersten Modenform, die den Schwingungsbauch
50 in der Nähe ihrer Mitte hat.
Sowohl bei dem Drei- als auch bei dem Vier-Ebenen-Auswuchtverfahren,
die oben beschrieben sind, sind die allgemeinen
Unwuchtverteilungen insgesamt eben. Das Verfahren nach der
Erfindung kann jedoch auf allgemeine Unwuchtverteilungen
ausgedehnt werden, die nicht eben sind, indem jeder Unwuchtvektor
an jedem Ort s, dem eine Masse Ws zugeordnet
ist, in orthogonale Komponenten in zwei Ebenen aufgelöst
wird und dann die obigen Verfahren separat auf die Komponenten
in jeder orthogonalen Ebene angewandt werden. Die
sich in jeder orthogonalen Ebene ergebenden Korrekturen
können dann für die gewünschten resultierenden Korrekturen
C₃ und C₄ vektoriell addiert werden.
Es ist demgemäß zu erkennen, daß das Verfahren zum Auswuchten
des Rotors 28 gemäß der Erfindung zu einem verbesserten
Rotor führt, der zusätzlich Korrekturebenen hat, um die
Unwucht aufgrund des Betriebes des Rotors bei oder nahe den
kritischen Drehzahlen zu reduzieren, ohne den Rotor
tatsächlich bei diesen kritischen Drehzahlen auszuwuchten.
Selbstverständlich ist das Verfahren eine Approximation der
tatsächlichen Unwucht, die bei diesen kritischen Drehzahlen
auftritt. Variierende Grade der Verbesserung der Auswuchtung
sind jedoch in Abhängigkeit von der Anzahl der gewünschten
Korrekturen und der Genauigkeit, mit der die allgemeine
Unwuchtverteilung und die kritischen Modenformen
bestimmt werden, realisierbar.
Die Erfindung umfaßt auch die Rotoren 28, die durch das
hier beschriebene neue und verbesserte Verfahren ausgewuchtet
worden sind. Zum Beispiel umfaßt ein neuer und verbesserter
Rotor gemäß einer Ausführungsform der Erfindung die
Welle 30 mit dem ersten, zweiten und dritten Korrekturbund
56, 58 und 74, die gegenseitigen Abstand aufweisen und der
ersten, zweiten und dritten Korrekturebene 52, 54 bzw. 72
zugeordnet sind. Der erste, zweite und dritte Korrekturbund
56, 58 bzw. 74 sind bemessen und gestaltet zum Vornehmen
der ersten, zweiten und dritten Korrektur C₁, C₂ und C₃ an
dem Rotor 28 zum Auswuchten des Rotors bei oder nahe einer
kritischen Drehzahl, z. B. der ersten kritischen Drehzahl
S₁. Die Bunde 56, 58 und 74 können als Ringbunde bemessen
und gestaltet sein, an denen die Korrekturen vorgenommen
werden, indem durch Fräsen ein Teil der Bunde entfernt
wird, oder indem alternativ auf geeignete Weise Korrekturmassen
hinzugefügt werden, beispielsweise durch Hinzufügen
von Scheiben unter Schraubköpfen von verschraubten Flanschen,
und zwar in geeigneten Winkelpositionen.
Bei dem Rotor 28 ist die dritte Korrektur C₃ proportional
zu einer ersten Kombination einer vorbestimmten Unwucht des
Rotors 28 und einer vorbestimmten Modenform des Rotors 28.
Die erste und die zweite Korrektur C₁ und C₂ sind proportional
zu der Unwucht des Rotors 28 und der dritten Korrektur
C₃.
Außerdem kann bei dem Rotor 28 die erste Kombination die
vorbestimmte Bogenunwucht gemäß der Darstellung in Fig. 6
und die erste Modenform gemäß der Darstellung in Fig. 11
umfassen, und die zweite Kombination kann die konzentrierte
Unwucht gemäß der Darstellung in Fig. 8 und die erste Modenform
gemäß der Darstellung in Fig. 11 umfassen.
Claims (41)
1. Verfahren zum Auswuchten eines Rotors, der eine
Drehachse hat, gekennzeichnet durch folgende Schritte:
- (a) Ausführen einer Langsamlaufauswuchtsequenz, die beinhaltet:
- (1) Drehen des Rotors um die Drehachse mit einer Testdrehzahl, die kleiner als eine kritische Drehzahl ist, welche einer Eigenresonanz des Rotors zugeordnet ist;
- (2) Messen der Unwucht in einer ersten und zweiten Korrekturebene des sich drehenden Rotors; und
- (3) Ermitteln von ersten und zweiten gemessenen Korrekturen, die an dem Rotor in der ersten bzw. zweiten Korrekturebene vorzunehmen sind, um die gemessene Unwucht des sich drehenden Rotors auszugleichen;
- (b) Vornehmen einer dritten Korrektur an dem Rotor in einer dritten Korrekturebene, die aus einer Auswuchtregel ermittelt wird und ein vorbestimmter Anteil wenigstens einer der ersten und zweiten gemessenen Korrekturen ist, wobei der Anteil so vorbestimmt wird, daß er eine vorbestimmte Unwucht des Rotors für eine vorbestimmte Modenform des Rotors korrigiert, die einer Drehzahl des Rotors zugeordnet ist, welche größer als die Testdrehzahl ist, ohne den Rotor tatsächlich mit der größeren Drehzahl zu drehen, um die Unwucht zu messen;
- (c) Wiederholen des Langsamlaufauswuchtsequenzschrittes (a) für den Rotor, der die dritte Korrektur hat, um zweite Werte der ersten und zweiten gemessenen Korrekturen in der ersten und zweiten Korrekturebene zu ermitteln und
- (d) Vornehmen der ersten und zweiten gemessenen Korrekturen mit den zweiten Werten an dem Rotor in der ersten und zweiten Korrekturebene.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der Rotor eine Welle hat mit einem ersten, einem zweiten
und einem dritten Korrekturbund, die in der ersten, zweiten
bzw. dritten Korrekturebene angeordnet sind, und daß das
Verfahren weiter beinhaltet, die erste, die zweite und die
dritte Korrektur vorzunehmen, indem Masse dem Rotor an dem
ersten, zweiten bzw. dritten Korrekturbund hinzugefügt
wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der Rotor eine Welle hat mit einem ersten, einem zweiten
und einem dritten Korrekturbund, die in der ersten, zweiten
bzw. dritten Korrekturebene angeordnet sind, und daß das
Verfahren weiter beinhaltet, die erste, die zweite und die
dritte Korrektur vorzunehmen, indem von dem Rotor an dem
ersten, zweiten bzw. dritten Korrekturbund Masse entfernt
wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die dritte Korrekturebene ermittelt wird
durch Wählen einer Ebene des Rotors, die näher bei der Korrekturebene,
welche der wenigstens einen der ersten und
zweiten gemessenen Korrekturen zugeordnet ist, als bei der
anderen angeordnet ist.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die dritte Korrekturebene ermittelt wird
durch Wählen einer Ebene des Rotors, die nahe bei einem
Schwingungsbauch der vorbestimmten Modenform angeordnet
ist.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß
die vorbestimmte Unwucht des Rotors darauf zurückzuführen
ist, daß der Rotor einen Bogen bildet.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß der Rotor einen ringförmigen Flansch aufweist
und daß die vorbestimmte Unwucht auf Exzentrizität
des Flansches relativ zu der Drehachse zurückzuführen ist.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß
die dritte Korrekturebene ermittelt wird durch Wählen einer
Ebene des Rotors, die näher bei dem Flansch und der zweiten
Korrekturebene als bei der ersten Korrekturebene angeordnet
ist.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, gekennzeichnet
durch den weiteren Schritt: Ermitteln der vorbestimmten
Unwucht und der vorbestimmten Modenform.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß
die vorbestimmte Unwucht ermittelt wird durch Messung des
Schlags, um eine allgemeine Unwucht des Rotors zu ermitteln
und daß die vorbestimmte Modenform analytisch bestimmt
wird.
11. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die vorbestimmte Unwucht des Rotors von einem Bogen des Rotors
herrührt.
12. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der Rotor eine hohle Welle aufweist, und daß die vorbestimmte
Unwucht des Rotors auf eine Dickenveränderung der
Welle zurückzuführen ist.
13. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Rotor eine Welle aufweist, die an einem ersten und einem zweiten Anschluß mit benachbarten Teilen verbindbar ist;
wobei von dem ersten und zweiten Anschluß wenigstens einer bewirkt, daß sich eine Mittellinie des Rotors relativ zu der Drehachse neigt; und
wobei die vorbestimmte Unwucht des Rotors auf die Neigung zurückzuführen ist.
daß der Rotor eine Welle aufweist, die an einem ersten und einem zweiten Anschluß mit benachbarten Teilen verbindbar ist;
wobei von dem ersten und zweiten Anschluß wenigstens einer bewirkt, daß sich eine Mittellinie des Rotors relativ zu der Drehachse neigt; und
wobei die vorbestimmte Unwucht des Rotors auf die Neigung zurückzuführen ist.
14. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die vorbestimmte Modenform einer ersten Eigenresonanz des
Rotors zugeordnet ist und ein bogenförmiges Profil mit einem
Schwingungsbauch maximaler Amplitude hat.
15. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der Rotor eine erste Eigenresonanz bei einer ersten Drehzahl
und eine dieser zugeordnete erste Modenform hat und
eine zweite Eigenresonanz bei einer zweiten Drehzahl aufweist,
die größer als die erste Drehzahl ist, und eine dieser
zugeordnete zweite Modenform, wobei die zweite Modenform
zwei gegenseitigen Abstand aufweisende Schwingungsbäuche
maximaler Amplitude hat und die vorbestimmte Modenform
die zweite Modenform ist.
16. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch
gekennzeichnet, daß die Auswuchtregel einen Auswuchtfaktor
K₃ beinhaltet, der durch folgende Schritte bestimmt wird:
- (e) Simulieren der Langsamlaufauswuchtsequenz (a), um erste Werte der ersten und zweiten gemessenen Korrekturen (M₁)₁ bzw. (M₂)₁ zu gewinnen, die erforderlich sind, um den Rotor aufgrund der vorbestimmten Unwucht des Rotors auszuwuchten;
- (f) Wählen eines ersten Wertes des Auswuchtfaktors (K₃)₁ und Berechnen eines ersten Wertes der dritten Korrektur (C₃)₁ unter Verwendung der Auswuchtregel bei wenigstens einem der simulierten ersten Werte der ersten und zweiten gemessenen Korrekturen (M₁)₁ und (M₂)₁;
- (g) Addieren des ersten Wertes der dritten Korrektur (C₃)₁ zu der vorbestimmten Unwucht des Rotors;
- (h) Wiederholen des Schrittes (e) zum Gewinnen von zweiten Werten der ersten und zweiten gemessenen Korrekturen (M₁)₂ bzw. (M₂)₂, die zum Auswuchten des Rotors aufgrund der vorbestimmten Unwucht des Rotors und des berechneten ersten Wertes der dritten Korrektur (C₃)₁ erforderlich sind;
- (i) Addieren der zweiten Werte der ersten und zweiten gemessenen Korrekturen (M₁)₂ und (M₂)₂ und des berechneten ersten Wertes der dritten Korrektur (C₃)₁ zu der vorbestimmten Unwucht des Rotors, um einen Bezugsrotor zu bestimmen, der für die vorbestimmte Unwucht ausgewuchtet ist;
- (j) Berechnen eines ersten Wertes eines Parameters des dynamischen Verhaltens des Rotors aufgrund der vorbestimmten Modenform;
- (k) Wählen eines zweiten Wertes des Auswuchtfaktors (K₃)₂, der von dem ersten Bezugswert des Auswuchtfaktors (K₃)₁ verschieden ist, und Berechnen eines zweiten Wertes der dritten Korrektur (C₃)₂;
- (l) Wiederholen der Schritte (g), (h), (i) und (j) unter Verwendung des zweiten berechneten Wertes der dritten Korrektur (C₃)₂ statt des ersten berechneten Wertes der dritten Korrektur (C₃)₁, um einen zweiten Wert des Parameters des dynamischen Verhaltens des Bezugsrotors aufgrund der vorbestimmten Modenform zu gewinnen; und
- (m) Bestimmen des Auswuchtfaktors K₃, der zu dem Rotor führt, wobei der Parameter des dynamischen Verhaltens einen Wert von Null hat.
17. Verfahren nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß
die vorbestimmte Unwucht des Rotors durch eine Verteilung
Us von diskreten Massen Ws dargestellt wird, die längs der
Drehachse des Rotors Abstände Xs von einer Bezugsebene haben,
wobei jede Masse Ws auf einem Radius Es von der
Drehachse angeordnet ist.
18. Verfahren nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß
die vorbestimmte Unwucht eine Gesamtkraftunwucht F beinhaltet,
für die gilt
F = ΣUsund eine Gesamtmomentunwucht T, für die giltT = ΣUsXswobeiUs = WsEs;und daß die ersten und zweiten gemessenen Korrekturen M₁
und M₂ folgendermaßen bestimmt werden:M₁ = -F(Z₂-Zr)/(Z₂-Z₁)
M₂ = -F(Z₁-Zr)/(Z₁-Z₂)wobeiZr = T/F und
Zr ein resultierender Ort der vorbestimmten Unwucht ist, gemessen relativ zu der Bezugsebene,
Z₁ der Ort der ersten Korrekturebene relativ zu der Bezugsebene ist, und
Z₂ der Ort der zweiten Korrekturebene relativ zu der Bezugsebene ist.
M₂ = -F(Z₁-Zr)/(Z₁-Z₂)wobeiZr = T/F und
Zr ein resultierender Ort der vorbestimmten Unwucht ist, gemessen relativ zu der Bezugsebene,
Z₁ der Ort der ersten Korrekturebene relativ zu der Bezugsebene ist, und
Z₂ der Ort der zweiten Korrekturebene relativ zu der Bezugsebene ist.
19. Verfahren nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß
die vorbestimmte Modenform dargestellt wird durch eine Verteilung
Ys der diskreten Massen Ws, welche den Abstand von
der Drehachse bis zu einer verlagerten Längsmittellinie des
Rotors aufgrund der Eigenresonanz beinhaltet, und daß der
Parameter des dynamischen Verhaltens des Rotors aufgrund
der Modenform dargestellt wird durch:
R = ΣBsYswobeiBs = Us + Cn undCn Korrekturen darstellt, die der vorbestimmten Unwucht an
dem ersten Korrekturebenenort Z₁, dem zweiten Korrekturebenenort
Z₂ und einem dritten Korrekturebenenort Z₃, der der
dritten Korrektur C₃ zugeordnet ist, hinzugefügt werden,
und außerdem gilt C₁ = M₁ und C₂ = M₂.
20. Verfahren nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß
es nur drei Korrekturen und drei Korrekturebenen umfaßt und
daß die Auswuchtregel zum Gewinnen der dritten Korrektur
eine Beziehung der ersten und zweiten gemessenen Korrekturen
beinhaltet, die folgendermaßen lautet:
C₃ = K₃ (f₁ (M₁)₁ + f₂ (M₂)₁)wobei C₃ die dritte Korrektur ist, K₃ ein vorbestimmter
Auswuchtfaktor ist und f₁ und f₂ vorgewählte bestimmte
Werte sind.
21. Verfahren nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß
die Werte von f₁ und f₂ auf der Basis des Einflusses der
dritten Korrektur relativ zu der ersten und der zweiten
Korrektur gewählt werden.
22. Verfahren nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, daß
die Werte von f₁ und f₂ direkt proportional zu den Abständen
zwischen der zweiten Korrekturebene und der dritten
Korrekturebene bzw. zwischen der ersten Korrekturebene und
der dritten Korrekturebene sind.
23. Verfahren nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, daß
der Bestimmungsschritt (m) ausgeführt wird unter Verwendung
einer Newton-Raphson-Iterationsabschlußtechnik.
24. Verfahren nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß
der Rotor an einem Ende einen Flansch aufweist, daß die
zweite Korrekturebene nahe bei dem Flansch angeordnet ist,
daß die dritte Korrekturebene näher bei der zweiten Korrekturebene
als bei der ersten Korrekturebene angeordnet ist
und daß der Faktor f₂ größer als der Faktor f₁ ist.
25. Verfahren nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß
der Vornahmeschritt (b) weiter beinhaltet, in einer dritten
Korrekturebene eine dritte Korrektur an dem Rotor und in
einer vierten Korrekturebene eine vierte Korrektur an dem
Rotor vorzunehmen, wobei die erste und die zweite Korrektur
vorbestimmte Anteile wenigstens einer der ersten und zweiten
gemessenen Korrekturen sind und den Auswuchtfaktor K₃
und einen Auswuchtfaktor K₄ umfassen und wobei die Anteile
so vorbestimmt werden, daß durch sie zwei Kombinationen der
vorbestimmten Unwucht des Rotors und der vorbestimmten Modenform
des Rotors, die einer Drehzahl des Rotors zugeordnet
sind, welche größer als die Testdrehzahl ist, korrigiert
werden, ohne daß der Rotor tatsächlich mit der größeren
Drehzahl gedreht wird, um die Unwucht zu messen; und
ferner
- (n) Ausführen der Schritte (e) bis (j) separat sowohl für den Auswuchtfaktor K₃ als auch für den Auswuchtfaktor K₄ statt K₃, wobei jeweils verschiedene der beiden Kombinationen von vorbestimmter Unwucht und Modenform benutzt werden, um erste Werte des ersten und zweiten Parameters (R₁)₁ und (R₂)₁ für die ersten Werte der Auswuchtfaktoren (K₃)₁ und (K₄)₁ zu gewinnen;
- (o) Ausführen der Schritte (k) und (l) separat für einen zweiten Wert des Auswuchtfaktors (K₃)₂ unter Verwendung des ersten Wertes des Auswuchtfaktors (K₄)₁ und unter Verwendung der verschiedenen der beiden Kombinationen der vorbestimmten Unwucht und Modenform, um zweite Werte des ersten und zweiten Parameters (R₁)₂ und (R₂)₂ des dynamischen Verhaltens zu gewinnen;
- (p) Ausführen der Schritte (k) und (l) separat für einen
zweiten Wert des Auswuchtfaktors (K₄)₂ unter Verwendung des
ersten Wertes des Auswauchtfaktors (K₃)₁ und unter Verwendung
von verschiedenen der beiden Kombinationen der vorbestimmten
Unwucht und Modenform, um dritte Werte des ersten
und des zweiten Parameters (R₁)₃ und (R₂)₃ des dynamischen
Verhaltens zu gewinnen; und
wobei der Bestimmungsschritt (m) weiter beinhaltet, die Auswuchtfaktoren K₃ und K₄ zu bestimmen, die dazu führen, daß der Rotor Werte des ersten und zweiten Parameters des dynamischen Verhaltens von Null für die beiden Kombinationen der vorbestimmten Unwucht und Modenform hat.
26. Verfahren nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, daß
die dritte Korrekturebene näher bei der ersten Korrekturebene
als bei der zweiten Korrekturebene angeordnet ist,
daß die vierte Korrekturebene näher bei der zweiten Korrekturebene
als bei der ersten Korrekturebene angeordnet ist
und daß die dritten und vierten Korekturen in folgender
Beziehung zu den ersten und zweiten gemessenen Korrekturen
in zwei der Auswuchtregeln stehen:
C₃ = K₃ M₁ und C₄ = K₄ M₂.
27. Verfahren nach Anspruch 26, dadurch gekennzeichnet, daß
der Bestimmungsschritt (m) ausgeführt wird unter Verwendung
einer Newton-Raphson-Interationsabschlußtechnik.
28. Verfahren nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, daß
die erste Kombination der vorbestimmten Unwucht und der Modenform
der Bogen des Rotors und eine einer ersten Eigenresonanz
des Rotors zugeordnete Modenform ist; und
daß die zweite Kombination der vorbestimmten Unwucht und
Modenform eine konzentrierte Masse in dem Rotor und die Modenform
des Rotors, die der ersten Eigenresonanz des Rotors
zugeordnet ist, ist.
29. Verfahren nach Anspruch 28, dadurch gekennzeichnet, daß
die zweite und die vierte Korrekturebene an einem Ende des
Rotors an dem Flansch angeordnet sind und daß die erste und
die dritte Korrekturebene an einem entgegengesetzten Ende
des Rotors angeordnet sind.
30. Verfahren nach Anspruch 29, dadurch gekennzeichnet, daß
die erste, die zweite, die dritte und die vierte Korrektur
vorgenommen werden durch Abtragen von Material von dem Rotor
in der ersten, zweiten, dritten bzw. vierten Korrekturebene
und daß der Auswuchtfaktor K₃ in einem Bereich von
etwa 95%-105% liegt und daß der Auswuchtfaktor K₄ in einem
Bereich von etwa 95%-105% liegt.
31. Rotor für ein Gasturbinentriebwerk, dadurch gekennzeichnet,
daß er unter Verwendung des Verfahrens nach Anspruch 1
ausgewuchtet worden ist.
32. Rotor für ein Gasturbinentriebwerk, dadurch gekennzeichnet,
daß er unter Verwendung des Verfahrens nach Anspruch
16 ausgewuchtet worden ist.
33. Rotor für ein Gasturbinentriebwerk, dadurch gekennzeichnet,
daß er unter Verwendung des Verfahrens nach Anspruch 20
ausgewuchtet worden ist.
34. Rotor für ein Gasturbinentriebwerk, dadurch gekennzeichnet,
daß er unter Verwendung des Verfahrens nach Anspruch
24 ausgewuchtet worden ist.
35. Rotor für ein Gasturbinentriebwerk, dadurch gekennzeichnet,
daß er unter Verwendung des Verfahrens nach Anspruch
25 ausgewuchtet worden ist.
36. Rotor für ein Gasturbinentriebwerk, dadurch gekennzeichnet,
daß er unter Verwendung des Verfahrens nach Anspruch
30 ausgewuchtet worden ist.
37. Rotor, gekennzeichnet durch eine Welle (28) mit einem
ersten, einem zweiten und einem dritten Korrekturbund (56,
58, 74), die gegenseitigen Abstand aufweisen,
wobei der erste, der zweite und der dritte Korrekturbund (56, 58, 74) so bemessen und gestaltet sind, daß an ihnen eine erste, eine zweite und eine dritte Korrektur des Rotors zum Auswuchten des Rotors bei einer ersten Drehzahl vorgenommen werden können,
wobei die dritte Korrektur proportional zu einer ersten Kombination einer vorbestimmten Unwucht des Rotors und einer vorbestimmten Modenform des Rotors ist, und
wobei die erste und die zweite Korrektur proportional zur Unwucht des Rotors und zur dritten Korrektur sind.
wobei der erste, der zweite und der dritte Korrekturbund (56, 58, 74) so bemessen und gestaltet sind, daß an ihnen eine erste, eine zweite und eine dritte Korrektur des Rotors zum Auswuchten des Rotors bei einer ersten Drehzahl vorgenommen werden können,
wobei die dritte Korrektur proportional zu einer ersten Kombination einer vorbestimmten Unwucht des Rotors und einer vorbestimmten Modenform des Rotors ist, und
wobei die erste und die zweite Korrektur proportional zur Unwucht des Rotors und zur dritten Korrektur sind.
38. Rotor nach Anspruch 37, gekennzeichnet durch einen
vierten Korrekturbund (78), wobei der erste, zweite, dritte
und vierte Korrekturbund bemessen und gestaltet sind zum
Vornehmen einer ersten, zweiten, dritten und vierten Korrektur
an dem Rotor zum Auswuchten des Rotors bei der ersten
Drehzahl, wobei die vierte Korrektur proportional zu
einer zweiten Kombination einer vorbestimmten Unwucht des
Rotors und einer vorbestimmten Modenform des Rotors ist und
wobei die erste und die zweite Korrektur proportional zur
Unwucht des Rotors und zur dritten und vierten Korrektur
sind.
39. Rotor nach Anspruch 38, dadurch gekennzeichnet, daß die
erste Kombination der vorbestimmten Unwucht und der Modenform
ein Bogen des Rotors und eine einer ersten Eigenresonanz
des Rotors zugeordneten Modenform ist, und
daß die zweite Kombination der vorbestimmten Unwucht und
der Modenform eine konzentrierte Masse in dem Rotor, welche
einem Flansch des Rotors zugeordnet ist, und die Modenform
ist, welche der ersten Eigenresonanz des Rotors zugeordnet
ist.
40. Rotor nach Anspruch 39, dadurch gekennzeichnet, daß der
zweite und der vierte Korrekturbund an einem Ende des Rotors
nahe dem Flansch angeordnet sind und daß der erste und
der dritte Korrekturbund an einem entgegengesetzten Ende
des Rotors angeordnet sind.
41. Rotor nach Anspruch 40, dadurch gekennzeichnet, daß der
erste, zweite, dritte und vierte Korrekturbund jeweils ein
Gebiet zur Materialabtragung zum Vornehmen der ersten
zweiten, dritten und vierten Korrektur umfassen.
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