DE4020008A1 - Gefuelltes backerzeugnis, insbesondere fuer imbissartikel und verfahren zu seiner herstellung - Google Patents
Gefuelltes backerzeugnis, insbesondere fuer imbissartikel und verfahren zu seiner herstellungInfo
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Classifications
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- A—HUMAN NECESSITIES
- A21—BAKING; EDIBLE DOUGHS
- A21D—TREATMENT OF FLOUR OR DOUGH FOR BAKING, e.g. BY ADDITION OF MATERIALS; BAKING; BAKERY PRODUCTS
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Description
Die Erfindung betrifft ein gefülltes Backerzeugnis, insbesondere
für Imbißartikel und ein Verfahren zu seiner Herstellung gemäß
Oberbegriff.
Imbißartikel in ihrer herkömmlichen Art, soweit es nicht um
Erzeugnisse geht bei denen die Füllung mitgebacken ist, sind
meist so gestaltet, daß auf der Grundlage eines Weißgebäckes,
also Brötchen oder Weißbrot irgendein pastöser oder stückiger
Belag aufgebracht wird, oder zwischen die Hälften der aufge
schnittenen Brötchen eingebracht wird. Da der Imbiß stets eine
"schnelle Mahlzeit" ist und oft im Stehen auf Bahnhöfen, Volks
festen, Flughäfen oder Straßen ohne Eßbesteck eingenommen wird,
macht es sich meist störend bemerkbar, daß beim Biß in ein
Brötchen der pastöse oder stückige Belag herausquillt und Fin
ger oder Kleidung verschmutzt und dies in Situationen in denen
zumeist keine Waschgelegenheit zur Verfügung steht. Aber auch
für den Händler, der den Imbißartikel feilbietet, ist es stö
rend, daß die Artikel stets frisch zubereitet werden müssen,
da durch die Einwirkung von Temperatur, Wasserdampfpartial
druck und Luftsauerstoff die Artikel schnell austrocknen,
ggf. durchweichen, unansehnlich und aus hygienischen Gründen
bedenklich werden und dann von niemanden mehr gekauft werden.
Die für diese Imbißerzeugnisse verwendeten Weißgebäcke, wie
Brötchen, Knüppel, Weißbrot u. ä. haben darüber hinaus den
Nachteil der schnellen Alterung. Es sind auch gefüllte Back
waren, wie Pfannkuchen bekannt, die nach dem Backen durch ein
stechen mit einer Düse beispielsweise mit Konfitüre gefüllt
werden. Hier besteht jedoch der Nachteil, daß für eine solche
Füllung im Gebäckstück kein Raum zur Verfügung steht und durch
das Füllgut Gebäckkrume verdrängt werden muß, wodurch einerseits
die Füllmenge begrenzt ist und andererseits durch die Verdich
tung der Krume das Gebäck einen schliffigen Eindruck macht.
Bei Hefegebäcken beträgt die Krumendichte K etwa 0,50 . . . 0,25 g/cm3,
was bedeutet, daß von der üblichen Füllung eines Pfann
kuchens, die aus 15 g Marmelade besteht, etwa 1/5 . . . 1/7 des
Krumenvolumens verdrängt werden muß. Überdies kann es auch
durch eine solche feuchte Füllung zur Aufweichung des Gebäck
stückes kommen.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Imbißar
tikel zu schaffen, der angenehm zu essen ist ohne Kleidung und
Hände zu verunreinigen, einem Austrocknen oder auch einem
Durchfeuchten vorgebeugt ist, eine hinreichend lange Verbrauchs
frist gewährleistet ist und eine Möglichkeit zu schaffen, die
das Einbringen von pastösen und/oder stückigen Füllungen der
unterschiedlichsten Art nach dem Backen gewährleistet und der
schliffige Eindruck vermieden wird.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe gelöst wie im kennzeichnenden
Teil des Anspruches 1 beschrieben. Die Verfahrensschritte zur
Herstellung des gefüllten Backerzeugnisses sind in den Ansprü
chen 2 bis 4 dargelegt.
Die Erfindung bietet den Vorteil, daß durch die Anwendung des
erfindungsgemäßen Verfahrens ein Backerzeugnis entsteht, das
sich sehr gut zum Füllen eignet, das in seinem Inneren ge
nügend Hohlraum aufweist, um Füllungen in einer verhältnis
mäßig großen Menge aufnehmen zu können. Durch die Verbindung
der hefegelockerten Mantelschicht und des hydrophoben wasser
dampflockernden Kernes, der nach dem Backvorgang eine einen
Hohlraum umschließende Schicht im Inneren des Hefegebäckmantels
bildet, ist dies möglich. Dabei wird durch die wasserdampf
sperrende Wirkung der umhüllenden Schicht der Effekt erhöht,
daß der beim Backen entstehende Wasserdampf aus dem Kern vor
seinem Entweichen Volumenänderungsarbeit leistet. Dies führt zu
dem gewünschten großvolumigen Gebäck mit einer Dichte die klei
ner als 0,3 g/cm3 ist. Dieses Gebäck ist leicht an einem Ende
zu füllen, was mit Hilfe einer Düse geschicht, die durch den
Mantel gestochen wird.
Hierdurch ergibt sich ein als Imbißartikel einsetzbares Backer
zeugnis, das sich bequem verzehren läßt, da sich die Füllung
im lnneren befindet und die einzige Verbindung nach außen die
kleine Einstichstelle darstellt. Dadurch ist allem vorgebeugt,
was sonst beim Verzehren von Imbißartikeln so störend
ist. Man kommt nicht mit den Fingern mit der Füllung in Berüh
rung. Beim Biß in das Erzeugnis ist nicht mit dem Herausquellen
der Füllung zu rechnen, auch wenn man es an dem der Einstich
stelle gegenüberliegenden Ende zuerst anbeißt. Es hat sich ge
zeigt, daß sich die Einstichstelle nach dem Füllvorgang recht
gut wieder schließt. Das erfindungsgemäße Verfahren macht es
möglich, Gebäckstücke mit einer Masse von ca. 40 g bei einem
Gebäckvolumen von ca. 240 ml zu schaffen, in die eine Füllmasse
von ca. 40 . . . 80 g eingebracht werden kann. Durch das hydrophobe
Verhalten der inneren Brandmasseschicht ist gewährleistet, daß
je nach Füllungsart das Durchfeuchten des angebotenen Imbißar
tikels erheblich verzögert wird und so der Artikel ansehnlich
bleibt, und auch der fertige Artikel unter Kühlschrankbedingun
gen mehrere Tage aufbewahrt werden kann. Gleichzeitig wird
durch die enge Verbindung der hydrophoben Schicht mit der hydro
philen Hüllschicht, die die Charakteristik des Erzeugnisses be
stimmt, erreicht, daß die Austrocknung der Hüllschicht, wie dies
bei Hefeteigen bekannt ist, ebenfalls verzögert wird.
Die Erfindung ist an Hand zweier Ausführungsbeispiele näher er
läutert.
Aus 56% Weizenauszugmehl, 3% Vollmilchpulver, 1% Zucker,
1% Salz, 3% Margarine, 6% Hefe und ca. 30% Wasser wird in
bekannter Weise ein Hefeteig hergestellt und ca. 15 min reifen
lassen. Parallel dazu wird aus 20% aufgeschlossenem Weizen
grieß, 0,5% nativer Maisstärke, 0,5% chem. Lockerungsmittel
und einem Gemisch aus 43% Wasser, 8% Speiseöl und 14% Voll
ei eine Masse hergestellt in die beim Rührprozeß weitere 14%
Eiklar eingearbeitet wird.
Nach dem Reifen des Teiges wird er manuell ca. 0,5 cm dick aus
gerollt. Mittels Spritztüte wird eine Masserolle von ca. 16 mm
auf die Teigplatte aufgetragen und allseits eingerollt. Die
entstandene Teigrolle wird in ca. 8 cm lange Teiglinge geteilt
und auf einem Backblech ca. 40 min gegart. Danach bei ca.
220°C im Ofen 30 min gebacken. Nach dem Auskühlen wird die Ge
bäckrolle von ca. 40 g an einer Stirnseite mit einer Düse von
vorzugsweise 10 mm ⌀ angestochen und der Länge nach mit der ge
wünschten Füllmasse, wie beispielsweise 50 g Fleischsalat, ge
füllt.
Aus 55,5% Weizenmehl, 3,3% Vollei, 8,3% Margarine, 2,3%
Vollmilchpulver, 2,3% Hefe, 0,5% Backpulver, 25,5% Wasser,
1% Zucker und etwas Salz wird ein Teig hergestellt.
Aus einer Mischung von 27,7% Vollei, 4,0% Speiseöl, 48,3%
Wasser und 19,4% Brandmassefertigmehl wird durch kurzes inten
sives Rühren eine Mischung hergestellt. In einer handelsüblichen
Form und Füllvorrichtung wird in einem Arbeitsgang eine Gebäck
rolle bestehend aus dem Hüllteig und der Füllmasse hergestellt.
Der Strang wird in gleicher Weise in ca. 10 cm lange Teiglinge
geteilt und wie in Beispiel 1 weiterverarbeitet. Als Füllun
gen können alle herzhaften, süßen, geschäumten Rohstoffmischun
gen eingesetzt werden. Die Kombination verschiedener Hüllge
bäckarten mit den nach dem Backen eingebrachten Füllungen kann
je nach gewünschtem Erzeugnischarakter variiert werden.
Claims (4)
1. Gefülltes Backerzeugnis, insbesondere Imbißartikel, geformt
als ein vorzugsweise längliches Gebäckstück, dadurch gekenn
zeichnet, daß in seinem Inneren eine einen Hohlraum um
schließende Schicht, vorzugsweise aus Brandmasse vorgesehen
ist, die mit einem äußeren Mantel aus Hefeteig umkleidet
und mit diesem unlösbar verbunden ist, wobei der Hohlraum
mit Füllungen, insbesondere nichtbackbaren, pastösen und/oder
kleinstückigen oder geschäumten eßbaren Gütern gefüllt
ist.
2. Verfahren zur Herstellung eines gefüllten Backerzeugnisses,
insbesondere Imbißartikel, dadurch gekennzeichnet, daß aus
einer überwiegend wasserdampfgelockerten Masse, nach der Art
einer Brandmasse ein längliches Kernstück geformt wird, das
mit einem Hefeteig ummantelt wird, der das Kernstück all
seitig umschließt, und der so entstandene Teigling nach
einer Gare von etwa 20 . . . 45 min bei einer Temperatur von
210 . . . 230°C gebacken und nach dem Abkühlen mit einer Fül
lung versehen wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Herstellung der Teiglinge auf mechanischem Wege als auch
manuell erfolgen kann.
4. Verfahren nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet,
daß der Hefeteig nach der Art eines Brötchenteiges oder
auch als süßer Teig eingesetzt werden kann.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4020008A DE4020008A1 (de) | 1990-06-21 | 1990-06-21 | Gefuelltes backerzeugnis, insbesondere fuer imbissartikel und verfahren zu seiner herstellung |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4020008A1 true DE4020008A1 (de) | 1992-01-09 |
| DE4020008C2 DE4020008C2 (de) | 1993-09-23 |
Family
ID=6408915
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE4020008A Granted DE4020008A1 (de) | 1990-06-21 | 1990-06-21 | Gefuelltes backerzeugnis, insbesondere fuer imbissartikel und verfahren zu seiner herstellung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4020008A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0826306A1 (de) * | 1996-08-29 | 1998-03-04 | Unilever Plc | Haltbares gefülltes Backwarenerzeugnis |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE20000605U1 (de) | 2000-01-14 | 2000-04-20 | Dreistern Nahrungsmittel GmbH, 80937 München | Teigwarenanordnung |
Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2428699A1 (de) * | 1974-06-14 | 1975-12-18 | Boehringer Sohn Ingelheim | Neue nahrungsmittel-kombination |
| DE2514163A1 (de) * | 1975-03-29 | 1976-09-30 | Boehringer Sohn Ingelheim | Neue nahrungsmittel-kombination mit brotumhuellung |
| DE7800190U1 (de) * | 1977-09-21 | 1980-09-25 | P. Ferrero & C. S.P.A., Alba, Cuneo (Italien) | Gefuelltes nahrungsmittel |
| DE8200050U1 (de) * | 1982-01-04 | 1982-09-23 | Metzger, Günther, 7334 Süßen | "gebaeckstueck" |
-
1990
- 1990-06-21 DE DE4020008A patent/DE4020008A1/de active Granted
Patent Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2428699A1 (de) * | 1974-06-14 | 1975-12-18 | Boehringer Sohn Ingelheim | Neue nahrungsmittel-kombination |
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|---|---|---|---|---|
| EP0826306A1 (de) * | 1996-08-29 | 1998-03-04 | Unilever Plc | Haltbares gefülltes Backwarenerzeugnis |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE4020008C2 (de) | 1993-09-23 |
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