DE4020093C2 - Verfahren zum Einstellen der Kennlinie einer außentemperaturgeführten Heizungsregelung - Google Patents
Verfahren zum Einstellen der Kennlinie einer außentemperaturgeführten HeizungsregelungInfo
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- G05—CONTROLLING; REGULATING
- G05D—SYSTEMS FOR CONTROLLING OR REGULATING NON-ELECTRIC VARIABLES
- G05D23/00—Control of temperature
- G05D23/19—Control of temperature characterised by the use of electric means
- G05D23/1927—Control of temperature characterised by the use of electric means using a plurality of sensors
- G05D23/193—Control of temperature characterised by the use of electric means using a plurality of sensors sensing the temperaure in different places in thermal relationship with one or more spaces
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren nach dem Oberbegriff des Patentanspruches
1.
Ein solches Verfahren ist in der Firmenschrift "Buderus-Bedienungsanweisung
für elektronische Kessel- und Heizkreisregelung Ecomatic-M (Ausgabe 9/88)" auf
den Seiten 23-27 beschrieben.
Die Kennlinie gibt an, bei welcher Außentemperatur welche Heizwasser
tempratur im Heizungskessel eingestellt werden soll, wobei anstelle der Außen
temperatur auch eine andere Größe zur Bestimmung der Heizleistung dienen
kann. Bei richtig eingestellter Kennlinie wird sich die gewünschte Raum
temperatur einstellen. Da die tatsächlichen Ergebnisse von vielen Faktoren, wie
den klimatischen Verhältnissen, den Gebäudewerten und/oder den individuellen
Bedürfnissen abhängig sind, ist es üblich, werksseitig eine Kennlinie nach
Durchschnittswerten einzustellen. Diese Kennlinie kann dann in der benötigten
Weise verändert werden. Hierfür kommt insbesondere eine Parallelverschiebung
oder eine Veränderung der Steilheit in Frage.
Die Kennlinienverstellung wird dann vorgenommen, wenn die vorhandene Ein
stellung nicht die gewünschten Ergebnisse bringt, d. h. wenn die erzielte Raum
temperatur nicht den Wünschen entspricht. Hierbei müssen einige Vorschriften
beachtet werden, da sonst keine optimale Einstellung der Kennlinie möglich ist.
Im Anschluß an ein solche Verstellung ist das Ergebnis zu überprüfen und ggfs.
eine weitere Verstellung vorzunehmen. Da sich jede Veränderung erst nach einer
gewissen Zeit, nämlich nach dem Erzielen eines annähernd stationären Zustandes
in der Anlage, auswirkt, muß bis zu einem erneuten Verstellen der Kennlinie
eine gewisse Wartezeit ablaufen. Als Wartezeit wird in der genannten Firmen
schrift ein Zeitraum von mindestens 3 Stunden genannt. Dieser Zeitraum hat
sich für das Erzielen eines stationären bzw. annähernd stationären Zustandes als
ausreichend erwiesen.
Das Einhalten einer festgelegten Zeitspanne bis zu einem erneuten Verstellen
der Kennlinie verhindert Fehleinstellungen. Voraussetzung ist aber, daß diese
Vorschrift auch beachtet wird. Auf der anderen Seite handelt es sich bei dieser
Zeitspanne um einen fiktiven Wert, der in einem konkreten Fall auch anders
liegen könnte.
Der Erfindung lag die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum mehrmaligen
Verstellen der Kennlinie eines Heizungskessels zu schaffen, bei dem das Ein
halten der tatsächlich notwendigen Wartezeit zwischen zwei Einstellvorgängen
garantiert wird.
Diese Aufgabe wird durch die im Kennzeichen
des Patentanspruches 1 genannte Maßnahme gelöst.
Im Gegensatz zu dem bisherigen Verfahren wird nicht eine Zeitspanne festge
legt, deren Einhaltung dann im Belieben des Betreibers besteht. Vielmehr wird
jetzt der Veränderungsvorgang automatisch kontrolliert. Es wird ermittelt wie
sich der Zustand der Anlage, sei es im Kessel- oder im Mischerkreis, zum
stationären Zustand hin bewegt, der dann ein weiteres Kennlinienverstellen
erlaubt. Diese Veränderung wird dann als Maßstab für die einzuhaltende Warte
zeit gewertet. Entscheidend ist nicht mehr ein fester, sondern ein flexibler
Zeitabschnitt, wobei dieser flexible Zeitabschnitt den tatsächlichen Gegeben
heiten entspricht.
Das Ende der Wartezeit ist dann erreicht, wenn der stationäre Zustand erreicht
ist bzw. wenn sich die Veränderung diesem Zustand nähert. Somit kann der
erneute Schaltvorgang dann freigegeben werden, wenn die Änderungsgeschwindig
keit einen festgelegten Wert unterschreitet.
In der Praxis empfiehlt es sich, den Veränderungsvorgang
an einem Anzeigegerät, etwa durch eine LED-Anzeige,
einen Pfeil, einen Text oder eine veränderliche
Farbmarkierung kenntlich zu machen. Der Betreiber wird erst dann
den neuen Eingriff vornehmen, wenn ihm dieser Schritt freigegeben ist. Er muß
nicht den Ablauf einer bestimmten Zeitspanne abwarten, sondern er kann dann
unverzüglich handeln.
Es ist auch möglich, bis zum Ende der selbsttätig festgelegten Wartezeit das
Einstellgerät für einen weiteren Verstellvorgang zu sperren oder eine weitere
Schaltmöglichkeit zu unterdrücken. Dadurch werden Fehlbedienungen ganz
ausgeschlossen. Es ist jedoch zum frühest möglichen Zeitpunkt ein weiteres
Verstellen der Kennlinie möglich.
Claims (3)
1. Verfahren zum Einstellen der Kennlinie einer außentemperatur-geführten Heizungsregelung
für das Erzielen einer gewünschten Raumtemperatur unter Einhaltung einer
während des Veränderungsvorganges in der Anlage notwendigen Wartezeit zwischen
zwei Einstellvorgängen,
dadurch gekennzeichnet, daß nach jeder Kennlinienverstellung der dadurch
ausgelöste Veränderungsvorgang automatisch überwacht und als Maßstab für
die Wartezeit bis zur nächsten Kennlinienverstellung gewertet wird und
daß die nächste Kennlinienverstellung
mit dem Abschluß des Veränderungsvorganges
bzw. beim Unterschreiten einer
festgelegten Veränderungsgeschwindigkeit freigegeben
wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß der Veränderungsvorgang an einem Anzeigegerät
kenntlich gemacht wird und dem Betreiber als Hinweis auf die einzuhaltende
Wartezeit gilt.
3. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß der Veränderungsvorgang im Einstellgerät ein
Sperren bzw. Unterdrücken der nächsten Kennlinienverstellung bis zum
Ablauf der einzuhaltenden Wartezeit bewirkt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19904020093 DE4020093C2 (de) | 1990-06-23 | 1990-06-23 | Verfahren zum Einstellen der Kennlinie einer außentemperaturgeführten Heizungsregelung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19904020093 DE4020093C2 (de) | 1990-06-23 | 1990-06-23 | Verfahren zum Einstellen der Kennlinie einer außentemperaturgeführten Heizungsregelung |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4020093C1 DE4020093C1 (en) | 1991-06-13 |
| DE4020093C2 true DE4020093C2 (de) | 1994-02-24 |
Family
ID=6408970
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19904020093 Expired - Fee Related DE4020093C2 (de) | 1990-06-23 | 1990-06-23 | Verfahren zum Einstellen der Kennlinie einer außentemperaturgeführten Heizungsregelung |
Country Status (1)
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|---|---|
| DE (1) | DE4020093C2 (de) |
Family Cites Families (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2855227C2 (de) * | 1978-12-21 | 1982-04-15 | Honeywell Gmbh, 6000 Frankfurt | Verfahren zum Optimieren des Energieverbrauches in Gebäuden sowie Anordnung zur Durchführung des Verfahrens |
| CH638326A5 (de) * | 1978-12-21 | 1983-09-15 | Landis & Gyr Ag | Einrichtung zur energiemaessigen optimierung einer temperatur-aenderung in gebaeuden waehrend deren belegungspausen. |
-
1990
- 1990-06-23 DE DE19904020093 patent/DE4020093C2/de not_active Expired - Fee Related
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE4020093C1 (en) | 1991-06-13 |
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