DE4020681C2 - Vorrichtung zur Ermittlung mindestens eines Maschinenparameters bei einer Verbrrennungsmaschine - Google Patents
Vorrichtung zur Ermittlung mindestens eines Maschinenparameters bei einer VerbrrennungsmaschineInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
Es sind Vorrichtungen zur Ermittlung von Maschinenparametern
bei Mehrzylindermaschinen bekannt, wie in Fig. 1
gezeigt ist, in der eine Maschine 1, Zylinder (Nr. 1
bis Nr. 4) 2 bis 5, Drucksensoren 6 bis 9 zur Erfassung
des Druckes in den jeweiligen Zylindern 2 bis 5, ein
Kurbelwinkelsensor 10 zur Erzeugung von Impulsen in
Abhängigkeit des Kurbelwinkels der Maschine 1 für die
Bestimmung des Zeitpunktes der Druckerfassung und eine
Zylinderinnendruck-Meßeinrichtung 11 zum Empfang der
Ausgangssignale der Drucksensoren 6 bis 9 und des Kurbelwinkelsensors
10 für die Messung der Drücke in den
Zylindern dargestellt sind. Die Meßeinrichtung 11 enthält
Schnittstellen 12 bis 15 zur Umwandlung der Ausgangssignale
der Drucksensoren 6 bis 9 in Spannungswerte,
eine das Ausgangssignal des Kurbelwinkelsensors 10
empfangende Zeitgeberschnittstelle 16, Analog/Digital-
Wandler 17 bis 20 zur Umwandlung der Ausgangssignale
der Schnittstellen 12 bis 15 in Digitalwerte, Speicher
21 bis 24 zum Speichern der von den Analog/Digital-
Wandlern 17 bis 20 gelieferten Digitalwerte und eine
Datensammel-/Analysestation 25, die die Ausgangssignale
der Zeitgeberschnittstelle 16 und der Speicher 21 bis
24 empfängt, Ausgangssignale an die Analog/Digital-
Wandler 17 bis 20 und die Speicher 21 bis 24 abgibt, um
die Anzahl der Datenproben sowie den Beginn und die
Beendigung der Messung zu steuern, und eine Analyse der
gemessenen Daten durchführt. Die Datensammel-/Analysestation
25 kann beispielsweise durch einen Personal-
Computer gebildet sein und die Meßeinrichtung 11 ist
auf dem Markt erhältlich.
Bei der vorbeschriebenen Vorrichtung erfassen die
Drucksensoren 6 bis 9 die Drücke in den Zylindern 2 bis
5 und der Kurbelwinkelsensor 10 erzeugt einen Grundwinkelimpuls
für jedes vorbestimmte Intervall (z.B. Intervall
von 1° des Kurbelwinkels). Die Ausgangssignale der
Drucksensoren 6 bis 9 werden über die Schnittstellen 12
bis 15 und die Analog/Digital-Wandler 17 bis 20 in die
Speicher 21 bis 24 eingegeben und in diesen als Digitalwerte
gespeichert, und weiterhin der Datensammel-/
Analysestation 25 zugeführt. Das Ausgangssignal des
Kurbelwinkelsensors 10 wird über die Zeitgeberschnittstelle
16 in die Datensammel-/Analysestation 25 eingegeben.
Gemäß diesen Eingaben sammelt die Datensammel-/
Analysestation 25 kontinuierlich Daten bei vorbestimmten
Kurbelwinkelintervallen, wobei die Anzahl der Prüfungen
durch die Kapazität der Speicher 21 bis 24 bestimmt
wird, analysiert die Daten nach Beendigung der
Sammlung und liefert Bewertungsgrößen, die die Eigenschaften
der Maschine anzeigen, wie Druckänderung im
P(R)-Diagramm (Beziehung zwischen dem Druck und dem
Kurbelwinkel), im P-V-Diagramm (Beziehung zwischen dem
Hubvolumen und dem Druck), den angezeigten mittleren
Arbeitsdruck Pi, und so weiter.
Bei der vorbeschriebenen bekannten Vorrichtung ist es
jedoch im wesentlichen unmöglich, eine Echtzeitmessung
durchzuführen, denn die Druckdaten werden kontinuierlich
gesammelt und gespeichert und dann für die Bildung
der Bewertungsgrößen zur Analyse der Eigenschaften angeordnet.
Die bekannte Vorrichtung ist somit beispielsweise
nicht geeignet, eine Maschinensteuerung durchzuführen,
derart, daß die Maschinenarbeitseigenschaften
erfaßt und korrigiert oder modifiziert werden, wenn sie
sich verschlechtern. Es bestehen weitere Probleme in
der Weise, daß, um die Maschinenleistung zu bewerten,
es notwendig ist, eine gewisse Anzahl von Verbrennungszyklen
für die Datensammlung vorzusehen, zum Beispiel
sind wenigstens 30 Zyklen für einen Beschleunigungstest
aus dem Leerlaufzustand von 750 U/min bis 6000 U/min
notwendig, und dies erfordert eine Kapazität der Speicher
21 bis 24 von 21,6 Kilobyte (30 (Zyklen)×720
(Kurbelwinkel der 4-Zylindermaschine bei einem Hub)
×1 Byte (Kapazität für die Speicherung der gewöhnlichen
Menge der Druckdaten)). Wenn zur Speicherung der Druckdaten
2 Byts erforderlich sind, muß die Kapazität verdoppelt
werden und die Kosten steigen entsprechend.
Aus der DE 37 21 162 A1 sowie aus der DE 37 21 010 A1
sind Verfahren und Vorrichtungen zum Detektieren des
Winkels des maximalen Zylinderdrucks bei einer Brennkraftmaschine
bekannt. Dieser Winkel dient als Basis
für die ausschließliche Steuerung des Brennkraftmaschinenbetriebs.
Weiterhin offenbart die DE 36 41 130 C2 eine Vorrichtung
zur Detektion des Zylinderdrucks einer Brennkraftmaschine
in Abhängigkeit vom Kurbelwellenwinkel, bei
der der detektierte Zylinderdruck mit einer zeitlich veränderbaren
Referenzgröße verglichen wird. Diese wird
während eines Detektionsintervalls solange verändert,
bei sie den maximalen Zylinderdruck hinreichend bestimmt.
Schließlich zeigt die DE 29 16 583 A1 eine Einrichtung
zum Messen der Parameter des Indikatordiagramms von
Kolbenmaschinen, beispielsweise des mittleren Indikatordruckes
in den Zylindern eines Verbrennungsmotors.
Diese weist Druckerfassungseinrichtungen zur Erfassung
des Druckes in jedem der Zylinder, eine Kurbelerfassungseinrichtung
zur Erfassung des Kurbelwinkels des
Verbrennungsmotors, eine Signalauswahleinrichtung zur
Auswahl eines Drucksignals aus den Druckerfassungseinrichtungen
und eine Recheneinrichtung zur Berechnung
beispielsweise des mittleren Indikatordruckes auf. Die
Signalauswahleinrichtung ist ein manuell betätigbarer
Schalter, so daß jeweils nur ein Zylinder untersucht
werden kann. Die Recheneinrichtung enthält einen Impulsbreitenwandler,
mehrere Zähler, Decodierer für
OT- sowie UT-Signale, eine logische Schaltung und weitere
logische Bausteine. Die bekannte Einrichtung ist
somit sehr aufwendig.
Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung,
eine Vorrichtung zur Ermittlung mindestens eines Maschinenparameters
bei einer Verbrennungsmaschine mit
einer Mehrzahl von Zylindern auf der Grundlage des bei
vorgegebenen Kurbelwinkeln gemessenen Zylinderinnendrucks
für jeden Meßkurbelwinkel sowie zur Ermittlung
mindestens eines Maschinenparameters für einen Verbrennungszyklus
auf der Grundlage sämtlicher bei den vorgegebenen
Kurbelwinkeln gemessener Zylinderinnendrücke,
mit je einer Druckerfassungseinrichtung zur Erfassung
des Druckes in dem jeweiligen Zylinder, einer Kurbelwinkelerfassungseinrichtung
zur Erfassung eines Kurbelwinkels
der Verbrennungsmaschine zur Erzeugung eines
Grundzeitsignals auf der Basis einer Kurbelwinkeleinheit,
einer Signalauswahleinrichtung zur aufeinanderfolgenden
Auswahl jeweils eines Drucksignals aus den
Druckerfassungseinrichtungen, und einer Recheneinrichtung
zur Berechnung des mindestens einen Maschinenparameters zu schaffen,
mit der die mehreren Zylinder im Echtzeitbetrieb
gleichzeitig untersucht werden können und die einen
einfachen Aufbau aufweist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch die im
kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 angegebenen Merkmale.
Vorteilhafte Weiterbildungen der erfindungsgemäßen
Vorrichtung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist in der Weise ausgebildet,
daß die Signalauswahleinrichtung aufeinanderfolgend
das Drucksignal für jeweils einen der Zylinder
für einen bestimmten Kurbelwinkel gemäß dem Grundzeitsignal
auswählt und direkt zur Recheneinrichtung liefert,
und daß die Recheneinrichtung den Maschinenparameter
auf der Grundlage des bei dem bestimmten Kurbelwinkel
gemessenen Zylinderinnendrucks für den Zylinder
bis zum vom Grundzeitsignal abhängigen Eintreffen des
nächsten Drucksignals des Zylinders berechnet.
Die Erfindung wird im folgenden anhand von in den
Figuren dargestellten Ausführungsbeispielen
näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 ein Blockschaltbild einer bekannten
Vorrichtung,
Fig. 2 ein Blockschaltbild einer erfindungs
gemäßen Vorrichtung,
Fig. 3(a)
bis 3(d) Diagramme der Zylinderinnendruck
eigenschaften und Wellenformen
von Zylinderidentifikations-,
Kurbelwinkel- und Analog/Digital-
Umwandlungszeitsignalen bei der
Vorrichtung nach Fig. 2,
Fig. 4(a)
bis 4(c) Diagramme einer Folge zur
Erfassung des Zylinderinnendruckes,
Fig. 5 ein die Zylindervolumeneigen
schaften illustrierendes
Diagramm,
Fig. 6 eine Kartendateneigenschaften
zeigendes Diagramm,
Fig. 7
und 8 ein Flußdiagramm und ein Zeit
diagramm zur Darstellung des
Vorganges zur Berechnung des
angezeigten mittleren Arbeits
druckes, und
Fig. 9(a)
bis 9(f) Wellenformen darstellende Dia
gramme zur Erläuterung einer
anderen Prüfzeitvorgabe.
Fig. 2 stellt ein Blockschaltbild dar, das eine
Vorrichtung zur Erfassung des Zylinderinnendruckes
einer Verbrennungsmaschine illustriert. Hierbei sind
Komponenten, die denen in Fig. 1 entsprechen,
mit gleichen Bezugszeichen versehen. Die Vorrichtung
enthält einen Einchip-Mikrocomputer 26 mit einem
Analog/Digital-Wandler 27 und einem Speicher 28,
und eine Multiplexschaltung 29 mit einer Mehrzahl
von Durchgangstoren für die Auswahl und Ansteuerung
der Ausgänge der Schnittstellen 12 bis 15. Die
Schnittstellen 12 bis 16, die Multiplexschaltung 29
und der Mikrocomputer 26 bilden eine Zylinder
innendruckmeßstation 30.
Bei der vorbeschriebenen Vorrichtung werden die
Ausgangssignale der Drucksensoren 6 bis 9 über
die Schnittstellen 12 bis 15 der Multiplex
schaltung 29 zugeführt, durch die in Aufeinander
folge eines der Signale von den Schnittstellen
ausgewählt und dem Mikrocomputer 26 zugeleitet
wird. Die Fign. 3(a) bis 3(d) zeigen Änderungen
des Druckes im Zylinder 2 in Abhängigkeit vom
Kurbelwinkel einer 4-Taktmaschine und die Wellen
formen der Hauptabschnitte hiervon. Die Abkürzung
TDC bedeutet den oberen Totpunkt des Zylinders 2
und die Abkürzung BDC dessen unteren Totpunkt.
Die Druckänderungen in den anderen Zylindern 3 bis 5
sind gleichartig mit denen im Zylinder 2, jedoch
in der Phase um 180° gegeneinander verschoben.
Der Kurbelwinkelsensor 10 erfaßt die Kurbelwinkel
und erzeugt ein den Zylinder 2 (Nr. 1) identifi
zierendes Signal für jedes Intervall von 720°
sowie ein Kurbelwinkelsignal mit einem Intervall
von 1°, wie die Fig. 3(b) und 3(c) zeigen.
Das Kurbelwinkelsignal wird als Grundzeitsignal
der Station 30 verwendet. Diese Signale werden über
die Zeitgeberschnittstelle 16 in den Mikrocomputer
26 eingegeben. In Abhängigkeit hiervon steuert
der Mikrocomputer 26 die Multiplexschaltung 29 für
die Ausgabe des Drucksignals von der Schnittstelle
12 zum Analog/Digital-Wandler 27 während eines
ersten Zyklus 0 bis 720° und der Analog/Digital-
Wandler 27 wandelt das empfangene Analogsignal
für jedes Intervall eines vorgegebenen Kurbelwinkels,
z.B. ein Intervall von 2° gemäß Fig. 3(d), in ein
entsprechendes Digitalsignal um. Die so umgewandelten
Drucksignale werden dann im Speicher 28 ge
speichert und vom Mikrocomputer 26 analysiert.
Eine derartige Folge mit einem Intervall von 720°
wird nach einem Intervall von 180° wiederholt,
wie in Fig. 4(a) gezeigt ist. Somit werden die
Druckdaten des Zylinders 2 (Nr. 1) in einem
Verbrennungszyklus vom Ansaugtakt bis zum Ausstoß
takt einer Analog/Digital-Umwandlung unterzogen,
und die Daten werden im nachfolgenden Intervall
von 180° verarbeitet. In gleicher Weise werden
die Analog/Digital-Umwandlung und Datenverarbeitung
in Intervallen von 720°+180° in der Reihenfolge
der Zylinder 4 (Nr. 3), 5 (Nr. 5) und 3 (Nr. 2)
erzielt. Somit erfolgt die Datensammlung für
jeden der Zylinder 2 bis 5 aufeinanderfolgend,
jedoch intermittierend einmal in vier Intervallen.
Im Fall der Verwendung von n-Zylindern findet
der Meßzyklus für jeden Zylinder einmal in n-Inter
vallen statt, und das Kurbelwinkelintervall
zwischen einem bestimmten Sammlungsintervall
und dem nachfolgenden Sammlungsintervall ist 720°/n.
Die vom Mikrocomputer 26 gesammelten und analysierten
Zylinderinnendruckinformationen enthalten (1)
einen Parameter, der in jedem Meßkurbelwinkel
(in diesem Fall 2°) berechnet wird, zum Beispiel
dP/dR, worin R den Kurbelwinkel und P den Zylinder
innendruck bedeuten, (2) einen Parameter, der
bei der Beendigung der Messung eines Verbrennungs
zyklus, zum Beispiel der angezeigte mittlere
Arbeitsdruck Pi, berechnet wird, und so weiter.
Im Fall von (1) führt der Mikrocomputer 26 die
Berechnung des Differentials dP/dR nach der
Beendigung der Analog/Digital-Umwandlung im Analog/
Digital-Wandler 27 durch und speichert das Er
gebnis im Speicher 28. Im Fall von (2) wird,
basierend auf der im Speicher 28 gespeicherten
Information dP/dR, eine Bewertungsgröße, bei
spielsweise Pi, durch Umwandlung der dP/dR-Information
in der Periode bis zum nächsten Signalsammlungs
intervall erhalten.
Die Kapazität des Speichers 28 zur Speicherung
der Informationen entspricht der Anzahl der
Zylinder multipliziert mit der Anzahl der
Prüfungen (zum Beispiel 4×720 = 2880 Byts, selbst
wenn das Signal für jedes Intervall von 1°
geprüft wird) plus α (Kapazität eines temporären
Registers zur Verwendung während der Umwandlung
in jeweilige Bewertungsgrößen), und somit kann
die Kapazität im Vergleich zur bekannten Vor
richtung beträchtlich verringert werden. Die
Fig. 4(b) und 4(c) zeigen wiederum die Ausgangs
signale des Kurbelwinkelsensors 10, wie in
Fig. 3(b) und 3(c) illustriert ist.
Nachfolgend wird die Berechnung des angezeigten
mittleren Arbeitsdruckes Pi als Druckparameter
im einzelnen beschrieben. Eine angezeigte Arbeit
Wi, die von der Maschine in einem Verbrennungs
zyklus geleistet wird, wird dargestellt durch
Wi = ∫ P×dV worin P den Zylinderinnen
druck und V das Zylindervolumen (cm3)
bedeuten. Der angezeigte mittlere Arbeitsdruck
Pi wird durch Teilung der angezeigten Arbeit Wi
durch ein Hubvolumen Vh (cm3) erhalten:
Pi = Wi/Vh. Die praktisch verwendete
Berechnungsformel lautet wie folgt:
worin CA den Kurbelwinkel, PAD einen Wert des durch
Analog/Digital-Wandlung gewonnenen Ausgangssignals
des Drucksensors 6, 7, 8 oder 9 bei jedem
Kurbelwinkel von 1°, und MCA einen Wert entsprechend
dV ausgelesen aus der Karte in bezug auf den
Kurbelwinkel R bedeuten. Der Wert MCA (dV/dR)
wird wie folgt erhalten: Fig. 5 zeigt die
Charakteristik des Volumens V eines Zylinders
relativ zum Kurbelwinkel R, und die Beziehung
der Änderungsgeschwindigkeit des Volumens zum
Kurbelwinkel gemäß Fig. 6 ist aus der Beziehung
gemäß Fig. 5 erhalten. Die Beziehung gemäß Fig. 6
wird als Karteninformation im Speicher 28 des
Mikrocomputers 26 vorgespeichert und die vorge
speicherten Karteninformationen werden als Wert
MCA in Übereinstimmung mit dem Kurbelwinkel R
ausgelesen.
Die Fig. 7 und 8 zeigen ein Fluß- und Zeitdiagramm
zur Durchführung der Berechnung des angezeigten
mittleren Arbeitsdruckes Pi. In Fig. 7 wird im
Schritt 100 ein PI-Zähler zurückgesetzt und die
Kartenadresse wird initialisiert. Weiterhin werden
alle Komponenten mit dem Ansaug-TDC des Zylinders
2 (Nr. 1) synchronisiert. Im Schritt 101 beginnt
die Analog/Digital-Umwandlung gemäß Fig. 8(b)
in Übereinstimmung mit einem Anstieg im Kurbel
winkelsignal gemäß Fig. 8(a), wodurch die
Sammlung der Drucksignale gestartet wird. Im
Schritt 102 werden die Kartendaten ausgelesen,
wie in Fig. 8(c) gezeigt ist. Im Schritt 103
erfolgt eine Entscheidung darüber, ob die Analog/
Digital-Umwandlung bei einem Kurbelwinkel R (1°-720°)
beendet ist oder nicht, und wenn dies der Fall ist,
dann werden die durch die Analog/Digital-Umwandlung
gewonnenen Druckdaten PAD mit den im Schritt 102
ausgelesenen Kartendaten MCA multipliziert und
das resultierende Produkt wird im temporären
Register Temp im Schritt 104 gespeichert. Im
Schritt 105 wird der Wert von Temp zum PI-Zähler
addiert und der addierte Wert setzt den PI-Zähler
neu. Im Schritt 106 erfolgt eine Entscheidung,
ob der Kurbelwinkel CA 720° erreicht hat oder nicht,
und wenn diese Entscheidung "nein" lautet, geht
das Programm zum Schritt 101 zurück und die
beschriebene Routine wird für einen Verbrennungs
zyklus vom Kurbelwinkel 1 bis 720° wiederholt,
um den angezeigten mittleren Arbeitsdruck Pi zu
berechnen. Im Schritt 107 wird der erhaltene
Wert von Pi im PI-Zähler gespeichert. Es kann auch
das Zylindervolumen anstelle der Änderung des
Zylindervolumens als Karteninformation gespeichert
werden. In diesem Fall ist im Schritt 104 die
Berechnung von dV/dt erforderlich.
Obgleich das vorbeschriebene Ausführungsbeispiel
so ausgestaltet ist, daß die jeweiligen Ausgänge
der Drucksensoren 6 bis 9 bei jedem Verbrennungs
zyklus aufeinanderfolgend angesteuert werden und
die Signale dann zum Mikrocomputer 26 geleitet
werden, ist es möglich, daß die Sensorausgänge
von vier Zylindern bei einem vorbestimmten
Kurbelwinkel, zum Beispiel 1° umgeschaltet werden,
wie in Fig. 9(a) bis 9(f) gezeigt ist, und die
Signale dann zum Mikrocomputer 26 geliefert werden.
Wenn der Zylinderinnendruck in einer solchen Folge
gemessen wird, kann die entsprechende Information
für alle Zylinder bei jedem Intervall von 720°
erhalten werden.
Es ist weiterhin in dieser Folge erforderlich,
den angezeigten mittleren Arbeitsdruck Pi
zu berechnen, so daß der berechnete Wert bei
Beendigung der Messung in einem Verbrennungs
zyklus vom Ansaugen zum Ausstoßen für jeden
Zylinder die Beurteilungsgröße darstellt.
In diesem Fall ist die Kapazität des Speichers 28
gleich der Anzahl der Prüfungen (720 Bytes,
wenn die Abfrage in jedem Intervall von 1°
durchgeführt wird) plus α, so daß die Speicher
kapazität weiter gesenkt werden kann.
Obgleich im dargestellten Fall die Kurbelwinkel
sensoren so ausgebildet sind, daß sie eine
Genauigkeit von 1° für die Winkelerfassung
besitzen, ist augenscheinlich, daß, wenn die
Genauigkeit der Winkelerfassung der Kurbelwinkel
sensoren für eine n-Zylindermaschine gleich x° ist,
die Zylinderinnendruckinformation in einem Inter
vall von (n/x)° für jeden Zylinder gemessen
werden kann.
Claims (3)
1. Vorrichtung zur Ermittlung mindestens eines Maschinenparameters
bei einer Verbrennungsmaschine
mit einer Mehrzahl von Zylindern auf der Grundlage
des bei vorgegebenen Kurbelwinkeln gemessenen Zylinderinnendrucks
für jeden Meßkurbelwinkel sowie
zur Ermittlung mindestens eines Maschinenparameters
für einen Verbrennungszyklus auf der Grundlage
sämtlicher bei den vorgegebenen Kurbelwinkeln
gemessener Zylinderinnendrücke, mit je einer
Druckerfassungseinrichtung zur Erfassung des
Druckes in dem jeweiligen Zylinder, einer Kurbelwinkelerfassungseinrichtung
zur Erfassung eines
Kurbelwinkels der Verbrennungsmaschine zur Erzeugung
eines Grundzeitsignals auf der Basis einer
Kurbelwinkeleinheit, einer Signalauswahleinrichtung
zur aufeinanderfolgenden Auswahl jeweils eines
Drucksignals aus den Druckerfassungseinrichtungen,
und einer Recheneinrichtung zur Berechnung des mindestens
einen Maschinenparameters,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Signalauswahleinrichtung (29) aufeinanderfolgend
das Drucksignal für jeweils einen der Zylinder
(2 bis 5) für einen bestimmten Kurbelwinkel
gemäß dem Grundzeitsignal auswählt und direkt zur
Recheneinrichtung (26) liefert, und daß die Recheneinrichtung
(26) den Maschinenparameter auf
der Grundlage des bei dem bestimmten Kurbelwinkel
gemessenen Zylinderinnendrucks für den Zylinder
bis zum vom Grundzeitsignal abhängigen Eintreffen
des nächsten Drucksignals des Zylinders berechnet.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Signalauswahleinrichtung (29) innerhalb
eines Verbrennungszyklus nur die Drucksignale
eines Zylinders auswählt und daß die Recheneinrichtung
(26) den Maschinenparameter für einen
Verbrennungszyklus auf der Grundlage sämtlicher
bei den vorgegebenen Kurbelwinkeln gemessener Zylinderinnendrücke
innerhalb eines Intervalls von
720°/n nach Beeindigung eines Verbrennungszyklus
berechnet, wobei n die Anzahl der Zylinder ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Signalauswahleinrichtung (29) innerhalb
eines Verbrennungszyklus die Drucksignale
sämtlicher Zylinder (2 bis 5) alternierend auswählt
und zur Recheneinrichtung (26) liefert.
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