DE4024794C2 - Verfahren zum Richten von Metallbändern - Google Patents
Verfahren zum Richten von MetallbändernInfo
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-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B21—MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
- B21D—WORKING OR PROCESSING OF SHEET METAL OR METAL TUBES, RODS OR PROFILES WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
- B21D1/00—Straightening, restoring form or removing local distortions of sheet metal or specific articles made therefrom; Stretching sheet metal combined with rolling
- B21D1/05—Stretching combined with rolling
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Straightening Metal Sheet-Like Bodies (AREA)
- Metal Rolling (AREA)
Description
Die Erfindung geht aus von einem Verfahren zum Richten von
Metallbändern, wobei das Metallband zwei Zugbiegestrecken
nacheinander durchläuft und in der ersten Zugbiegestrecke
einer größeren Biegeverformung sowie einer kleineren
Zugspannung ausgesetzt wird wie jeweils in der zweiten
Zugbiegestrecke.
Metallbänder, deren Dicke durch mehrmaliges Walzen auf
unter 5 mm vermindert worden ist, sind nicht eben. Sie sind
wellig und haben Beulen. Aus diesem Grunde sind sie häufig
für die Weiterverarbeitung nicht geeignet. Deshalb werden
solche Bänder einem Richtverfahren unterworfen. Beim
Richten wird unterschieden zwischen einem Zugrecken und
einem Streckbiegerichten. Beim Zugrecken wird das Band
einer Zugspannung unterworfen, bei der dessen
Streckgrenzspannung überschritten wird, so daß das Band
plastisch verformt, und zwar gelängt wird. Beim
Streckbiegerichten wird das Band einer Zugspannung
unterworfen und unter Zug mehrfach gegensinnig gebogen.
Dabei wird ebenfalls die Streckgrenzspannung im Bereich
der wechselseitigen Biegung überschritten und das Band
bleibend gelängt. Schließlich ist es auch bekannt, das
Zugrecken und das Streckbiegerichten miteinander zu
kombinieren, indem zunächst streckbiegegerichtet und danach
zuggereckt wird. Das Zugrecken wird bei diesem Stand der
Technik jedenfalls dann für erforderlich gehalten, wenn beim
Streckbiegerichten mit einem Streckgrad < 1% gearbeitet
wird, weil dann angeblich aufgrund verbleibender
Restspannungen im Band Wölbungen entstehen, die durch das
nachfolgende reine Zugrecken im plastischen Bereich wieder
beseitigt werden sollen (DE 35 25 343 C1). In der Praxis
befriedigen die verschiedenen Richtverfahren, sei es das
reine Zugrecken, sei es das Streckbiegerichten, sei es das
kombinierte Streckbiegerichten und Zugrecken, nicht nur
deshalb nicht, weil das Band nach der Behandlung nicht
befriedigend plan ist, sondern vor allem, weil nach längerer
Auslagerzeit sich wieder Unplanheiten einstellen.
Hinzu kommt, daß beim reinen Zugrecken und beim
kombinierten Streckrichten und Zugrecken in der reinen
Zugstrecke keine definierte Bandreckung über die Bandbreite
gewährleistet werden kann. Da das Band zwischen zwei
Spanntrommeln unter Zug gesetzt wird, kann nicht ohne
weiteres gesagt werden, in welchem Bereich der Zugstrecke
die Bandreckung (Längung) erfolgt. Definiert man die
Zugstrecke als den Abstand der Mittelpunkte der beiden
Spannrollen, so wird die erwünschte Bandlängung in diesem
Bereich nicht auftreten, vielmehr muß davon ausgegangen
werden, daß die Dehnungszone unmittelbar vor
beziehungsweise hinter dem Scheitelpunkt der beiden
Spannrollen liegt. Die gewünschte Bandlängung findet damit
auf dem Kontaktbogen der Spannrollen und zwar unmittelbar
vor dem Ablaufpunkt der bremsenden Rolle oder unmittelbar
nach dem Auflaufpunkt der ziehenden Rolle statt, weil die
in das Band eingebrachte Spannung an diesen Stellen höher
ist als in der eigentlichen Zugstrecke; denn hier wird der durch
die Spannrollen erzeugten Zugspannung eine vom
Rollendurchmesser abhängige Biegespannung überlagert, das
heißt, zu dieser addiert.
Die Bandverlängerung auf dem Umfang von Spannrollen weist
erhebliche Nachteile auf. Da derartige Spannrollen
praktisch immer einen Gummiüberzug haben, wird durch
Formfehler der Gummierung, unterschiedliche Schichtstärken
sowie ungleichmäßigen Verschleiß der Beschichtung und sich
verändernde Gummierungseigenschaften im Band ein
Spannungsbild erzeugt, das nicht dem inneren Spannungsbild
des zu richtenden Bandes entspricht. Im Ergebnis entsteht
ein Band, das wegen der Vielzahl der aufgezeigten
Unwägbarkeiten deutliche Restspannungen und damit
Planheitsfehler aufweist.
Darüber hinaus ist ein eingangs bezeichnetes Verfahren
bekannt (DE 23 50 503 B1), bei
dem das Band in zwei hintereinander angeordneten
Zugbiegestrecken behandelt wird, wobei in der ersten
Zugbiegestrecken die Biegeverformung größer und die
Zugspannung kleiner wie in der zweiten Zugbiegestrecke ist. In
diesem Stand der Technik ist als Beispiel ein Spannzug
von 10 t in der ersten Zugbiegestrecke und 20 t in der
zweiten Zugbiegestrecke genannt. In Abhängigkeit von den
Werkstoffeigenschaften und den Abmessungen des Bandes werden
dabei in der ersten Zugbiegestrecke Streckgrade von 0,5 bis
1,3% und in der zweiten Zugbiegestrecke von 2 bis 3°
erzielt. Dieses bekannte Verfahren zum kombinierten
Entzundern und Planieren beschäftigt sich nicht mit dem
Problem, daß ein nach der Behandlung zunächst planes Band
nach längerer Auslagerzeit wieder Planheitsfehler aufweist.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren
zu entwickeln.
mit dem nicht nur ein planes
Band hergestellt werden kann, sondern aufgrund dessen
Behandlung des Bandes eine dauerhafte Planheit erzielt
wird.
Diese Aufgabe wird bei einem Verfahren der eingangs angeführten Gattung erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß
die Zugspannung in der zweiten Zugbiegestrecke mindestens
50% der Streckbiegegrenzspannung des Metallbandes
beträgt.
Es hat sich gezeigt, daß unter den an der
Streckebiegegrenzspannung orientierten Bedingungen des
Zugbiegereckens das die
zweite Zugbiegestrecke verlassende Band nicht nur absolut
plan ist, sondern diese Planheit auch dauerhaft erhalten
bleibt.
Gute Erfahrungen hinsichtlich der Planheit und der
Konservierung der Planheit hat man
gemacht.
Wenn die in den Ansprüchen 2 und 3
angegebenen Bedingungen eingehalten
werden.
Im folgenden wird die Erfindung anhand einer ein
Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung näher erläutert,
die eine Vorrichtung zum Richten von Metallbändern im
Durchlauf in schematischer Darstellung in Seitenansicht
zeigt.
Die Vorrichtung weist zwei in Durchlaufrichtung eines zu
richtenden Bandes B hintereinander angeordnete
Zugbiegestrecken 2, 5 auf. Das Band B gelangt über ein
S-Rollenpaar 1, 1′ in die erste Zugbiegestrecke 2 und über
ein weiteres angetriebenes S-Rollenpaar 4, 4′ in die zweite
Zugbiegestrecke 5 und von hier über ein drittes
angetriebenes S-Rollenpaar 7, 7′ zu einer nicht dargestellten
Aufwickelhaspel. Die Antriebe der S-Rollenpaare
1, 1′, 4, 4′, 7, 7′ sind zugspannungsgeregelt oder
streckgradgeregelt. In jeder Zugbiegestrecke 2, 5 ist ein
Rollenrichtapparat 3, 6 angeordnet, dessen einen kleinen
Krümmungsradius aufweisende Richtrollen das durchlaufende
Band B mehrmals entgegengesetzt biegen.
Bei der gezeigten Vorrichtung wird das Band B in der ersten
Zugbiegestrecke 2 einer starken Biegeverformung und einer
schwachen Zugspannung und in der zweiten Zugbiegestrecke 5
einer starken Zugspannung und einer schwachen
Biegeverformung unterworfen. In der ersten Zugbiegestrecke 2
liegt die Zugspannung bei 20 bis 50% und in der zweiten
Zugbiegestrecke 5 bei 50 bis 90% der Streckbiegegrenzspannung
des Bandes B. In Abhängigkeit von der eingestellten
Zugspannung wird durch Einstellung der Richtrollen der Rollen-
bzw. Biegerichtapparate 3, 6 der Zugspannung eine Biegespannung
überlagert, die zu der gewünschten Längung des Bandes führt.
Damit in beiden Zugbiegestrecken 2, 5 die Zugspannung
unabhängig voneinander eingestellt werden kann, ist das
S-Rollenpaar 4, 4′ angetrieben; es wirkt deshalb
zugspannungsentkoppelnd auf beide Zugbiegestrecken 2, 5.
Claims (3)
1. Verfahren zum Richten von Metallbändern, wobei das
Metallband zwei Zugbiegestrecken nacheinander durchläuft
und in der ersten Zugbiegestrecke einer größeren
Biegeverformung sowie einer kleineren Zugspannung
ausgesetzt wird wie jeweils in der zweiten Zugbiegestrecke,
dadurch gekennzeichnet, daß die
Zugspannung in der zweiten Zugbiegestrecke (5) mindestens
50% der Streckbiegegrenzspannung des Metallbandes (B)
beträgt.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die
Zugspannung in der ersten Zugbiegestrecke (2) 20 bis weniger
als 50% der Streckbiegegrenzspannung des Metallbandes (B)
beträgt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß der Betrag
der Zugspannung in der zweiten Zugbiegestrecke (5) weniger
als 90% des Betrags der Streckbiegegrenzspannung des
Metallbandes (B) ist.
Priority Applications (5)
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|---|---|---|---|
| DE4024794A DE4024794C2 (de) | 1990-08-04 | 1990-08-04 | Verfahren zum Richten von Metallbändern |
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| DE91112996T DE59100726D1 (de) | 1990-08-04 | 1991-08-02 | Verfahren zum Richten von Metallbändern im Durchlauf. |
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1991
- 1991-08-01 US US07/738,838 patent/US5161400A/en not_active Expired - Fee Related
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