DE4025877C2 - Anschlußvorrichtung für Hydraulik-Rohrleitungen - Google Patents

Anschlußvorrichtung für Hydraulik-Rohrleitungen

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DE4025877C2 DE19904025877 DE4025877A DE4025877C2 DE 4025877 C2 DE4025877 C2 DE 4025877C2 DE 19904025877 DE19904025877 DE 19904025877 DE 4025877 A DE4025877 A DE 4025877A DE 4025877 C2 DE4025877 C2 DE 4025877C2
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Description

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Anschlußvorrichtung für Rohrleitungen, bestehend aus einem Grundkörper mit einem Außengewindeteil und einer auf diesen aufschraubbaren, einen Bördelring umfassenden Überwurfmutter, wobei auf dem Bördelring die Rohrleitung aufgepreßt ist, sowie aus einem zwischen der Rohrleitung und der Überwurfmutter angeordneten Klemmring mit einer kegelförmigen Innenkontur, wobei die Rohrleitung mit dem Bördelring und mit dem Klemmring formschlüssig verbunden ist, und die Überwurfmutter einen Innenkegel aufweist, der mit einem Kegelabschnitt des Klemmrings zusammenwirkt, wobei der Formschluß zwischen dem Bördelring und der Rohrleitung sowie dem Klemmring und der Rohrleitung durch jeweils eine eine metallische Abdichtung erzeugende Verzahnung erfolgt, über die Umfangsfläche des Klemmrings bzw. Bördelrings erhaben vorstehende Zähne aufweist.
Anschlußvorrichtungen der vorstehenden Art sind als Bördelverbindungen bekannt und werden insbesondere im Hochdruckbereich von Hydraulikleitungen, insbesondere aus Stahlrohr verwendet.
Die DE-GM 71 33 638 zeigt eine Rohrverschraubung, bei der der Formschluß zwischen dem Bördelring und der Rohrleitung sowie dem Klemmring und der Rohrleitung durch jeweils eine eine metallische Abdichtung erzeugende Verzahnung erfolgt. Bei Oberflächenfehlern, beispielsweise aufgrund von Herstellungstoleranzen, ist die Dichtigkeit der Rohrverschraubung nicht gewährleistet, da sich ein Leckagepfad durch die Verzahnung bilden kann. Außerdem kann ein zu starkes Anziehen der Rohrverschraubung zu einer Zerstörung der Verbindung führen.
Auch aus der DE 35 43 539 A1 ist eine Rohranschlußvorrichtung bekannt, bei der eine metallische Abdichtung zwischen der Rohrleitung und dem Bördelring bzw. dem Klemmring durch eine Verzahnung erfolgt. Auch bei dieser Verbindung können Oberflächenfehler zu einem Leckagepfad und damit zu Undichtigkeit im Bereich der Verzahnungen führen.
Die DE-PS 866 422 zeigt eine gattungsgemäße Rohrkupplung mit einer eine metallische Abdichtung bewirkenden Verzahnung. Zum einen ist die Dichtigkeit des Systems auch bei dieser Verbindung abhängig von der Herstellungsgenauigkeit der Kupplungsteile, zum anderen kann ein zu starkes Anziehen der Überwurfmutter zu Beschädigungen der Verbindung führen.
Die DE-GM 76 39 969 zeigt eine Rohrverschraubung bei der Oberflächenriefen zwischen der Rohrleitung und dem Bördelring bzw. dem Klemmring eine metallische Abdichtung gewährleisten sollen. Aufgrund der geringeren Eindringtiefe derartiger Riefen, ist die Gefahr einer Undichtigkeit des Systems aufgrund von Herstellungsungenauigkeiten relativ hoch. Durch verstärktes Anziehen der Überwurfmutter kann zwar die Dichtigkeit des Systems erhöht, aber ein Leckagepfad nicht ausgeschlossen werden. Außerdem ist auch bei dieser Verbindung eine Zerstörung durch zu starkes Anziehen der Überwurfmutter möglich.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die bekannten Anschlußvorrichtungen in Bezug auf die Rohreinspannung, d. h. in Bezug auf die Dichtheit und die Halterung der Rohrleitung sowie die Montagesicherheit zu verbessern.
Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß am Klemmring eine den Montagehub begrenzende Anlage ausgebildet ist, und daß die metallische Abdichtung im Bereich der Verzahnung des Bördelrings durch eine elastomere Abdichtung ergänzt ist. Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung wird die Dichtheit verbessert, da zum einen die erhabenen Zähne umfangsgemäß vorstehende Ringkanten bilden, die mit Sicherheit in die Gegenflächen eindringen und somit eine metallische Dichtung erzeugen, zum anderen durch die ergänzende elastomere Abdichtung eventuelle Oberflächenfehler ausgeglichen werden. Auch bei Herstellungstoleranzen wird somit ein Leckagepfad sicher vermieden. Zudem wird die Halterung durch die erhabenen Zähne verbessert, da hierdurch Unrundheiten des aufgeweiteten Rohres ausgeglichen werden können. Die am Klemmring ausgebildete Anlage, insbesondere von einer oder mehreren Anlageflächen, stellt eine Vorschub- und Einschnittbegrenzung dar, wodurch eine Zerstörung der Verbindung durch ein zu weites bzw. zu starkes Anziehen der Überwurfmutter verhindert wird.
Die dem Montagehub begrenzende Anlage und die elastomere Abdichtung gewährleisten in Kombination stets eine optimale Abdichtung.
Vorteilhafte Ausführungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen enthalten.
Anhand der in den beiliegenden Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiele wird die Erfindung näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 einen Teilquerschnitt durch eine gattungsgemäße Anschlußvorrichtung,
Fig. 2 eine Einzelheit bei Z in Fig. 1 in vergrößertem Maßstab,
Fig. 3 einen Ausschnitt gemäß Fig. 2 einer ersten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Anschlußvorrichtung,
Fig. 4 einen Ausschnitt gemäß Fig. 2 einer weiteren erfindungsgemäßen Ausgestaltung,
Fig. 5 einen Ausschnitt gemäß Fig. 2 einer erfindungsgemäßen Variante einer erfindungsgemäßen Anschlußvorrichtung,
Fig. 6 einen Teilquerschnitt durch eine Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Anschlußvorrichtung und
Fig. 7 einen Teilquerschnitt durch eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Anschlußvorrichtung.
In den Fig. 1 bis 7 sind gleiche Teile mit denselben Bezugsziffern gekennzeichnet.
In den Fig. 1 und 2 ist zunächst eine gattungsgemäße Ausführungsform einer Anschlußvorrichtung, d. h. Bördelverbindung dargestellt. Diese besteht aus einem Grundkörper 1 mit einem Anschlußstutzen 2 mit einem Außengewinde 3. Auf dem Anschlußstutzen 2 ist eine Überwurfmutter 4 aufgeschraubt. Im Inneren der aus dem Grundkörper 1 und der Überwurfmutter 4 gebildeten Verbindung ist ein Bördelring 6 angeordnet. Dieser Bördelring 6 besteht im dargestellten Ausführungsbeispiel aus drei Abschnitten, und zwar dem vorderen, dem Anschlußstutzen 2 zugekehrten Dichtkegel 7, in dessen Umfangsfläche eine Nut 8 mit einer O-Dichtung 9 angeordnet ist, einem mittleren kegelförmigen Bördelabschnitt 10 und einem hinteren zylindrischen Führungsabschnitt 11. Zwischen dem Dichtkegel 7 und dem Bördelabschnitt 10 befindet sich eine etwa senkrecht zur Verbindungslängsachse X-X verlaufende Stufen- Ringfläche 12. Auf den Bördelring 6 ist eine Rohrleitung 14 im Bereich des Bördelabschnitts 10 und des Führungsabschnitts 11 aufgepreßt, wodurch die Rohrleitung 14, die vorzugsweise aus Stahl besteht, in ihrem Endbereich durch den Bördelabschnitt 10 aufgebördelt wird. Im Bereich des Führungsabschnitts 11 besteht zwischen der Rohrleitung 14 und dem Führungsabschnitt 11 ein Preßsitz. Weiterhin ist innerhalb der Verschraubung im Bereich des Rohrleitungsendes zwischen der Rohrleitung 14 und der Überwurfmutter 4 ein Klemmring 15 angeordnet. Dieser Klemmring 15 besitzt an seinem Außenumfang einen vorderen zylindrischen Abschnitt 16, der in einem angepaßten zylindrischen Abschnitt 17 der Öffnung der Überwurfmutter 4 aufgenommen ist, wobei sich der Abschnitt 17 an einen Innengewindeabschnitt 18 der Überwurfmutter 4 nach innen anschließt. Weiterhin ist an dem Klemmring 15 ein hinterer Kegelabschnitt 19 ausgebildet, der mit einem Innenkegelabschnitt 20 der Öffnung der Überwurfmutter 4 korrespondiert. Die im Durchmesser kleinere Kegelstirnfläche bildet dabei die hintere Stirnfläche des Klemmrings 15. Mit einem hinteren zylindrischen Öffnungsabschnitt 22 umfaßt die Überwurfmutter 4 die Rohrleitung 14 mit geringem Spiel. Der Dichtkegel 7 sitzt dichtend in einem seiner Umfangskontur angepaßten, kegelförmigen Abschnitt 23 der Durchgangsöffnung 24 des Grundkörpers 1, wobei die im Durchmesser kleinere kegelendfläche des Dichtkegels 7 die vordere Stirnfläche bildet. Die Einspannung der Rohrleitung 14 zwischen dem Klemmring 15 und dem Bördelring 6 wird durch einen Formschluß mittels Verzahnungen 25, 26 einerseits am Umfang des Bördelabschnitts 10 und andererseits an der inneren Umfangsfläche 27 der Öffnung des Klemmrings 15 bewirkt. Die Umfangsfläche 27 bildet einen Innenkegel, der im wesentlichen dem Verlauf des kegelförmigen Bördelabschnitts 10 angepaßt ist, der von dem Führungsabschnitt 11 zur Stufen-Ringfläche 12 hin konisch ansteigt.
Bei zusammengebauter Rohranschlußverbindung übt die Überwurfmutter 4 mit ihrem Kegelabschnitt 19 über den Klemmring 15 auf die Rohrleitung 14 eine Kraft aus, die gleichmäßig über die konische innere Umfangsfläche 27 des Klemmrings 15 auf die Rohrleitung 14 verteilt wird, wobei der Bördelring 6 das Gegenlager bildet, so daß die Rohrleitung 14 gegen den Bördelring 6 gepreßt und dieser in das Ende der Rohrleitung 14 geschoben wird. Gleichzeitig wird der Dichtkegel 7 in den Grundkörper 1 eingedrückt. Insoweit entspricht die erfindungsgemäße Anschlußverbindung den bekannten, marktüblichen Verbindungen.
Wie aus Fig. 2 ersichtlich, ist die Verzahnung 26 derart ausgebildet, daß die einzelnen Zähne 30 erhaben gegenüber der kegelförmigen Umfangsfläche 27 vorstehen, d. h. die Zahnspitzen stehen gegenüber der Umfangsfläche 27 vor. Hierdurch wird die Einspannung und die metallische Dichtung zwischen der Rohrleitung 14 und dem Klemmring 15 gewährleistet, insbesondere da durch die erhaben ausgebildete Verzahnung 26 eventuell Unrundheiten der aufgeweiteten Rohrleitung 14 ausgeglichen werden. Weiterhin besteht auch die Verzahnung 25 des Bördelabschnitts 10 zumindest teilweise aus gegenüber der Kegelmantelfläche des Bördelabschnitts 10 erhaben vorstehenden Zähnen 31. Die erhabene Ausbildung liegt hierbei im Mikro-Bereich, wobei die Zähne 31 vorteilhafterweise sägezahnförmig ausgebildet sind, d. h. ihre der Stufen-Ringfläche 12 zugekehrte Zahnflanke verläuft etwa senkrecht zur Verbindungslänsachse X-X. Durch die erhabene Ausbildung der Zähne 30, 31 wird das Eindringen der Zähne 30, 31 in die Rohrleitung 14 bei der Montage sichergestellt und die Dichtheit durch die erhabenen Ringkanten der Zähne 30, 31 gewährleistet. Vorteilhafterweise ist erfindungsgemäß, wie in Fig. 2 gezeigt, vor der Verzahnung 26 an der Umfangsfläche 27 ein unverzahnter Abschnitt 32 vorhanden, der aufgrund seiner Ausbildung eine Einschnitt- und Vorschubbegrenzung bei der Montage bildet, da in seinem Bereich eine Ringspaltverengung beim Vorschub des Klemmrings 15 eintritt, wodurch der Vorschub und damit der Einschnitt des Klemmringes begrenzt wird.
Weiterhin kann gemäß der Erfindung der Klemmring 15 im Anschluß an seine kegelförmige, innere Umfangsfläche 27 im hinteren Endbereich einen zylindrischen Öffnungsabschnitt 33 besitzen. Der Innendurchmesser dieses Öffnungsabschnitts 33 entspricht dem Außendurchmesser der aufgeschobenen Rohrleitung 14 im Bereich des Führungsabschnitts 10. Dieser zylindrische Abschnitt 33 bewirkt beim Anziehen der Überwurfmutter 4 durch die Krafteinwirkung auf den Kegelabschnitt 19 Formschlüssigkeit zwischen dem Klemmring 15 und dem aufgeweiteten Teil der Rohrleitung 14, da die Rohrleitung 14 in der Endmontagestellung in die Form der Innenkontur des Klemmrings 15 gepreßt wird. Zweckmäßig ist es zudem, wenn die Verzahnungen 25, 26 in der Endmontagestellung einander gegenüberliegen, was durch entsprechende Ausbildung der Innenkontur des Klemmrings 15 im Bereich der Abschnitte 32, 33 erreicht wird, da diese die Hubbegrenzung bewirken.
Fig. 3 zeigt eine erfindungsgemäße Ausführungsform der Anschlußvorrichtung. Hierbei ist die metallische Abdichtung gemäß den Fig. 1 bis 4 zwischen der Rohrleitung und dem Klemmring einerseits und der Rohrleitung und dem Bördelring andererseits durch eine zusätzlich elastomere Dichtung 45 im Bereich der Verzahnung 25 ergänzt. Diese erfindungsgemäße Dichtung 45 kann aus einem Rundschnurring 46 (O-Dichtring) bestehen, der in einer hierfür ausgebildeten Nut 47 in der Umfangsfläche des Bördelabschnitts 10 angeordnet ist. Es kann ebenfalls zweckmäßig sein, statt dessen bekannte chemische, elastomere Dichtmittel, z. B. anärobe Dicht- und Haltemittel, wobei alle Klebemittel geeignet sind, die sich mit Metall verbinden, im Zahngrund der Verzahnung 25 aufzubringen, so daß sich nach dem Bördeln der Rohrleitung eine mehrfache Ringflächenabdichtung ergibt. Durch diese Ausgestaltung können Oberflächenfehler mittels der Weichdichtungen ausgeglichen werden und ein Leckpfad wird vermieden, und zwar durch die Kombination von metallischer und elastomerer Dichtung.
Wie in Fig. 4. dargestellt ist, kann eine Verbesserung des Einschneidverhaltens des Klemmringes 15 gemäß der Erfindung durch eine schneidenförmige Kontur 36 der Zähne der Verzahnung 26 erreicht werden. D. h., dass die Zähne 30 derart ausgebildet sind, dass der Innenwinkel α der Zahnspitzen 37 < 90° ist und die Einschneidrichtung vordere Zahnflanke 38 etwa senkrecht zur Längsachse X-X verläuft. Auch hier wird durch den zylindrischen Öffnungsabschnitt 33 eine Hub- und Einschneidbegrenzung bewirkt. Der Zahngrund 35 zwischen den einzelnen Schneidezähnen 30 ist verrundet, wobei zweckmäßigerweise zwei Zähne derart ausgebildet sind, dass die erste Schneide 2/3 der Haltekräfte und die zweite Schneide 1/3 der Haltekräfte übernimmt. Der vordere Zahn 30 ist gegenüber der vorderen Stirnfläche 39 des Klemmringes 15 zurückversetzt, und zwar durch die Ausbildung eines zylindrischen Abschnitts 40 vor der Verzahnung 26, dessen Innendurchmesser größer ist als der Innendurchmesser zu Beginn der Verzahnung 26, so dass die Schneidenkontur vor Beschädigung geschützt ist. Gleichzeitig kann die Stirnfläche 39 als Endanschlag bei der Montage zur Begrenzung des Anzughubes und zum Schutz gegen Überdrehen der Überwurfmutter 4 dienen, wobei in der Endstellung eine Anlage an der Stufen-Ringfläche 12 gegeben ist, wie in Fig. 5 dargestellt wird.
Fig. 5 zeigt eine weitere vorteilhafte konstruktive Ausbildung, indem am Bördelring 6 auf den Bördelabschnnitt 10 ein ringförmiger Anschlag 41 im Abstand vor der Stufen- Ringfläche 12 angeformt ist, dessen Querschnitt vorzugsweise zahnförmig ist. Dieser Anschlag 41 dient als Montagebegrenzung bei der Vormontage der Rohrleitung 14 auf dem Bördelring 6. Bei der Bördelung wird der kegelförmige Bördelabschnitt 10 bis zur sichtbaren und bei großer Kraft nachgebenden Montagebegrenzungs-Anschlag 41 in die Rohrleitung 14 getrieben, wonach dann ein erhöhter Kraftaufwand entsteht. Ein zwischen der Stufen-Ringfläche 12 und dem Anschlag 41 bestehender Sicherheitsraum 42 verhindert bei einer nicht exakten Einhaltung des Bördelweges ein Aufbeulen der Rohrleitung 14 zwischen dem Bördelabschnitt 10 un der Rohreinspannung. Bei der Endmontage wird der Klemmring 15 durch den Vorschub der Überwurfmutter 4 mittels des konischen Innenkegelabschnitts 20 und des Kegelabschnitts 19 des Klemmrings 15 axial verschoben und ein Eindringen der Zähne 30 in die kegelige Mantelfläche der gebördelten Rohrleitung bewirkt. Die Begrenzung des Vorschubes und des Einschneidens des Klemmrings 15 durch die Begrenzungskontur, d. h. die Stirnfläche 39 mit der Stufen-Ringfläche 12 des Bördelringes 6, wird ein Aufweiten des Klemmringes 15 und somit eine Übermontage verhindert. Es ergeben sich somit folgende Vorteile:
Kein Aufstauchen (Aufbeulen) der Rohrleitung,
eine Fehlmontage wird vermieden,
kein Aufweiten des Klemmringes 15 bei Übermontage,
kein Platzen durch zu starke Aufweitung des Klemmringes 15,
eine sichtbare Rohrmontagebegrenzung mit Sicherheitszone,
Abstützung (stirnseitig) des Klemmringes 15 nach der Endmontage und
stoßnachgiebige Zahnkontur des Anschlages 41.
In Fig. 6 und 7 ist eine zusätzliche Variante gezeigt, wobei der Bördelring 6 zweiteilig zum Ausgleich von Herstellungstoleranzen und Montageabweichungen ausgebildet ist. Bei dieser Ausführungsform weist der Bördelring 6 anstatt eines Dichtkegels, wie in der Fig. 1 und 2 gezeigt, einen Kragenansatz 49 auf mit einer zylindrischen Aufnahme 50, in der ein Zwischenring 51 angeordnet ist. Der Zwischenring 51 weist an seiner Umfangsfläche eine Ringnut 52 auf, in der ein Rundschnurring 53 und ein Stützring 54 angeordnet sind, um den Zwischenring 51 umfangsgemäß gegen den Kragenansatz 49 abzudichten. In der Stirnfläche 55 des Zwischenrings 51 ist ebenfalls ein Rundschnurring 53 in einer Nut angeordnet, um den Bördelring 6 gegen den Grundkörper 1 abdichten zu können. In Fig. 7 ist in Abweichung zur Fig. 6 ein Zwischenring 51 dargestellt, der eine konvexe Anlagefläche 59 zum Kragen 49 hin aufweist, weshalb der Kragen 49 eine entsprechend konkav ausgebildete Gegenfläche 60 besitzt. Hierbei ist in der Anlagefläche 59 zur umfangsgemäßen Abdichtung des Zwischenrings gegen den Kragen 49 ein Rundschnurring 53 in einer Nut angeordnet. Diese Ausbildung kann insbesondere Winkelfehler ausgleichen, da der Zwischenring 51 in beliebiger Winkellage an der konkaven Gegenfläche des Kragens abgestützt und zentriert werden kann. Hierbei ist die zusätzliche Abdichtung des Bördelabschnittes 10 durch Einsatz eines Rundschnurringes 61 erreicht, der in einer Umfangsnut des Bördelrings im Bereich vor der Stufen-Ringlälche 12 angeordnet ist.

Claims (14)

1. Anschlußvorrichtung für Rohrleitungen, bestehend aus einem Grundkörper (1) mit einem Außengewindeteil (2, 3) und einer auf diesen aufschraubbaren, einen Bördelring (6) umfassenden Überwurfmutter (4), wobei auf dem Bördelring (6) die Rohrleitung (14) aufgepreßt ist, sowie aus einem zwischen der Rohrleitung (14) und der Überwurfmutter (4) angeordneten Klemmring (15) mit einer kegelförmigen Innenkontur, wobei die Rohrleitung (14) mit dem Bördelring (6) und mit dem Klemmring (15) formschlüssig verbunden ist, und die Überwurfmutter (4) einen Innenkegel (20) aufweist, der mit einem Kegelabschnitt (19) des Klemmrings (15) zusammenwirkt, wobei der Formschluß zwischen dem Bördelring (6) und der Rohrleitung (14) sowie dem Klemmring (15) und der Rohrleitung (14) durch jeweils eine eine metallische Abdichtung erzeugende Verzahnung (25, 26) erfolgt, wobei zumindest eine der Verzahnungen (25/56) über die Umfangsfläche des Klemmrings (15) bzw. Bördelrings (6) erhaben vorstehende Zähne (30, 31) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass am Klemmring (15) eine den Montagehub begrenzende Anlage ausgebildet ist, und daß die metallische Abdichtung im Bereich der Verzahnung (25) des Bördelrings (6) durch eine elastomere Abdichtung ergänzt ist.
2. Anschlußvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Zähne (30, 31) beider Verzahnungen (25, 26) erhaben ausgebildet sind.
3. Anschlußvorrichtung nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass vor der Verzahnung (26) des Klemmrings (15) an dessen Umfangsfläche (27) ein unverzahnter Abschnitt (32) vorhanden ist, der derart ausgebildet ist, daß beim Anziehen der Überwurfmutter (4) eine Ringspaltverengung zwischen dem Klemmring (15) und der Rohrleitung eintritt.
4. Anschlußvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Klemmring (15) im Anschluß an seine kegelförmige innere Umfangsfläche (27) im hinteren Endbereich einen zylindrischen Öffnungsabschnitt (33) besitzt, dessen Innendurchmesser den Außendurchmesser der aufgepreßten Rohrleitung (14) im Bereich eines Führungsabschnittes (11) des Bördelrings (6) entspricht.
5. Anschlußvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Zähne (30) der Verzahnung (26) des Klemmringes (15) eine schneidenförmige Kontur (36) besitzen, und zwar derart, daß der Innenwinkel α der Zahnspitze (37) < 90° ist und die in Einschneidrichtung vordere Zahnflanke (38) etwa senkrecht zur Längsachse X- X der Anschlußvorrichtung verläuft.
6. Anschlußvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Zähne (30) die Verzahnung (26) bilden.
7. Anschlußvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der in Anzugrichtung vordere Zahn (30) der Verzahnung (26) gegenüber der vorderen Stirnfläche (39) des Klemmringes (15) versetzt ist, und zwar durch einen zylindrischen Abschnitt (40) vor der Verzahnung (26), dessen Innendurchmesser größer ist als der Innendurchmesser zu Beginn der Verzahnung (26).
8. Anschlußvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Stirnfläche (39) als Endanschlag bei der Montage zur Begrenzung des Anzughubes derart am Klemmring angeordnet ist, dass in der Endstellung der Montage eine Anlage an der Stufen-Ringfläche (12) des Bördelringes (6) am Übergang zwischen dem Bördelabschnitt (10) und dem Dichtkegel (7) gegeben ist.
9. Anschlußvorrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1, insbesondere nach einem Anspruch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass am Bördelring (6) auf dessen Bördelabschnitt (10) ein ringförmiger Anschlag (41) in einem Abstand vor der Stufen-Ringfläche (12) ausgebildet ist, der im Querschnitt vorzugsweise zahnförmig ist.
10. Anschlußvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die elastomere Abdichtung durch einen Rundschnurring (46) gebildet ist, der in einer Nut (47) in der Umfangsfläche des Bördelabschnittes (10) angeordnet ist.
11. Anschlußvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die elastomere Abdichtung durch elastomere, chemische Dichtmittel gebildet wird, die in dem Zahngrund der Verzahnung (25) eingebracht sind, und die sich mit Metall verbinden.
12. Anschlußvorrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1, insbesondere nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Bördelring (6) an seinem vorderen Ende einen Kragenansatz (49) aufweist, der eine zylindrische Aufnahme (50) besitzt, in der ein Zwischenring (51) gelagert ist, der an seiner Umfangsfläche gegenüber dem Kragenansatz (49) mit einer Umfangsdichtung abgedichtet ist.
13. Anschlußvorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Zwischenring (51) eine zylindrische Umfangsfläche besitzt.
14. Anschlußvorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Zwischenring (51) zum Kragen (49) hin eine konvexe Anlagefläche (59) aufweist, und der Kragen (49) eine entsprechend konkav ausgebildete Gegenfläche (60) besitzt, wobei die umfangreiche Abdichtung des Zwischenrings im Bereich der konvexen Anlagefläche (59) erfolgt.
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