DE4026501A1 - Verfahren zur herstellung von kochpoekelwaren in polter- und ansalzmaschinen - Google Patents
Verfahren zur herstellung von kochpoekelwaren in polter- und ansalzmaschinenInfo
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- A—HUMAN NECESSITIES
- A22—BUTCHERING; MEAT TREATMENT; PROCESSING POULTRY OR FISH
- A22C—PROCESSING MEAT, POULTRY, OR FISH
- A22C9/00—Apparatus for tenderising meat, e.g. ham
- A22C9/004—Apparatus for tenderising meat, e.g. ham by massaging
- A22C9/005—Tumblers and rotating drums for massaging meat in their interior
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A23—FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
- A23B—PRESERVATION OF FOODS, FOODSTUFFS OR NON-ALCOHOLIC BEVERAGES; CHEMICAL RIPENING OF FRUIT OR VEGETABLES
- A23B4/00—Preservation of meat, sausages, fish or fish products
- A23B4/06—Freezing; Subsequent thawing; Cooling
- A23B4/066—Freezing; Subsequent thawing; Cooling the materials not being transported through or in the apparatus with or without shaping, e.g. in the form of powder, granules or flakes
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- A23B4/32—Apparatus for preserving using solids
- A23B4/325—Apparatus for preserving using solids with inorganic salts
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Description
Um in der Fleischwarenindustrie Kochpökelfleisch
wie z. B. Kochschinken nicht tagelang einlegen zu
müssen, sondern rationell herstellen zu können,
werden Polter- und Ansalzmaschinen mit sich drehenden
Trommeln eingesetzt.
In diesen werden die teilweise mit Pökellake gespritzten
Fleischstücke unterschiedlicher Größen durch die
Drehbewegung der Trommeln mechanisch belastet, wodurch
der gewünschte Effekt der gleichmäßigen Verteilung
der Pökellake und somit der Eiweißaufschluß
in kurzer Zeit erreicht wird.
Wird diese Behandlung bei Temperatur um den Wasser-
Gefrierpunkt durchgeführt, erfolgt die Pökellakenverteilung
schneller und der bei niederen Temperaturen
größeren Festigkeit des Fleisches wegen entstehen
keine beschädigten oder zerrissenen Fleischstücke.
Bisher sind dazu im wesentlichen die folgenden
Verfahren und Maschinen bekannt:
Punkt 1
Maschinen mit Trommeln welche an den Innenflächen Mitnehmer aufweisen, die die Fleischstücke mit hochnehmen und wieder frei fallen lassen.
Punkt 2
Verfahren welche durch Zugabe von Walkkörpern in die Trommeln die mechanische Belastung der Fleischstücke bewirken. Dies ist in der PS 35 27 575 beschrieben.
Punkt 3
Um die bei allen Maschinen und Verfahren mehr oder weniger entstehende, schädliche Fleischerwärmung einerseits durch Wärmeaufnahme von außen durch die Trommel und andererseits durch innere Reibungswärme, zu vermindern, wird in der OS 27 20 732 eine Trommel mit Kühlmantel und auch theoretisch denkbaren Kühlleitungen im Rührwerk, welches als Mitnehmer dient, vorgestellt.
Punkt 4
Die OS 38 13 637 beseitigt das Problem der unerwünschten Fleischerwärmung indem in die Trommel Kühlkörper gegeben werden.
Maschinen mit Trommeln welche an den Innenflächen Mitnehmer aufweisen, die die Fleischstücke mit hochnehmen und wieder frei fallen lassen.
Punkt 2
Verfahren welche durch Zugabe von Walkkörpern in die Trommeln die mechanische Belastung der Fleischstücke bewirken. Dies ist in der PS 35 27 575 beschrieben.
Punkt 3
Um die bei allen Maschinen und Verfahren mehr oder weniger entstehende, schädliche Fleischerwärmung einerseits durch Wärmeaufnahme von außen durch die Trommel und andererseits durch innere Reibungswärme, zu vermindern, wird in der OS 27 20 732 eine Trommel mit Kühlmantel und auch theoretisch denkbaren Kühlleitungen im Rührwerk, welches als Mitnehmer dient, vorgestellt.
Punkt 4
Die OS 38 13 637 beseitigt das Problem der unerwünschten Fleischerwärmung indem in die Trommel Kühlkörper gegeben werden.
Dieser Stand der Technik weist noch erhebliche
Nachteile auf.
Während die Maschinen nach Punkt 1 und 3 hohe Investitionskosten
verursachen, das Fleisch trotzdem
nicht optimal behandeln und den heutigen hygienischen
Anforderungen nach vollkommener Reinigung kaum
nachkommen, läßt der Walkkörper nach Punkt 2 durch
verstärkte innere Reibung die Prozeßtemperatur derartig
ansteigen, daß der Fleischwiderstand stark
herabgesetzt wird und die Fleischstücke je nach
Ausgestaltung der Walkkörperoberfläche teilweise
stark zerrissen werden.
Völlig undenkbar ist in der heutigen Fleischwarenindustrie
ein Walkkörper aus zusammengesetzten Holzsegmenten
oder mit reinigungstechnisch unbrauchbar
zerklüfteter Oberfläche.
Als allgemein bekannt, aber bisher nicht optimal
durchführbar, gilt die Tatsache, daß Kochpökelwaren
wirtschaftlich nur herstellbar sind, wenn bei schonender,
aber intensiver mechanischer Bearbeitung der
Fleischstücke die Prozeßtemperatur bei ca. 0°C nahezu
konstant gehalten werden kann.
Diese Aufgabe wird durch die Erfindung gelöst,
indem in die Polter- und Ansalztrommeln unabhängige
Körper gebracht werden, die jeder einzeln gleichzeitig
den Polter- und Kühleffekt bewirken.
Mit dem Fleisch werden die unabhängigen Körper
einfach in die vorhandenen Maschinen eingebracht
und verteilen sich durch die Drehbewegung der Trommel
unterstützt durch ihre Oberflächenstruktur,
homogen zwischen den Fleischstücken.
Ihre dadurch entstehende hervorragende Wirkungsweise
ist an sich je aus dem einzelnen Stand
der Techniken gekannt.
Dennoch ergeben sich durch den Einsatz der erfindungsgemäßen
Körper entscheidende Vorteile. Diese sind
im wesentlichen:
- - Verwendung einfacher, billiger, unempfindlicher Polter- und Ansalzmaschinen, welche vielfach bereits vorhanden sind und somit die Investitionskosten auf die preisgünstigen Körper beschränkt bleiben.
- - Maschinengröße und Fleischmenge bestimmen die Anzahl der Körper, womit ein und dieselben Körper sowohl für Klein- auch als für Großbetriebe verwendbar sind.
- - Die Handhabung, der Transport und die Lagerung der Körper erfolgt mit vorhandenen Mitteln.
- - Die Körper können durch einfache, bekannte Verfahren 100%ig keimfrei gereinigt werden.
- - Zum ersten Mal ist mit diesen unabhängigen
Körpern die Möglichkeit gegeben, die Verfahrensparameter
"mechanische Bearbeitung" und "Prozeßtemperatur"
voneinander unabhängig zu variieren und
somit auch der vorhandenen Fleischqualität anzupassen.
Die z. B. bei zäherem Muskelfleisch erforderliche, stärkere mechanische Bearbeitung brachte bisher hauptsächlich beim Zusammenklumpen mehrerer Fleischstücke sogenannte Wärmenester mit der Folge von ungleichmäßiger Warenqualität.
Durch die gleichmäßige Verteilung der erfindungsgemäßen Körper wird jedes Fleischstück gepoltert und sofort am Ort der Wärmeentstehung, also auch in der Fleischmasse, gekühlt. - - Das Aufladen der Körper mit Kälte kann z. B. sehr einfach durch Lagern im Kühlschrank erfolgen, womit zusätzliche Investitionskosten verhindert werden.
- - Die Prozeßdauer und -intensität läßt sich je nach gewünschter Warenqualität durch die Anzahl und Temperatur der Körper regulieren.
- - Durch die äußere Form der Körper kann über das Verhältnis von Volumen zu Oberfläche die Kältekapazität und Kühlleistung bestimmt werden. Vorzugsweise kommen Körper mit ähnlicher Größe wie die Fleischstücke zum Einsatz.
- - Bei leicht strukturierter, kugelähnlicher Form der Körper wird eine rasche, homogene Verteilung zwischen den Fleischstücken erreicht, was eine ideale Kühlung derselben bedeutet. Gleichzeitig wird durch diese Form ein Höchstmaß an Druckenergie an das Fleisch übergeben, ohne örtlich, zu hohe Druckspitzen zu erzeugen, welche das Fleisch beschädigen würden.
- - Konventionelle Maschinen brauchen dank der um teilweise bis zu 80% gegenüber dem statischen Verfahren des Fleischeinsalzens, reduzierten Herstellungszeit wegen, nicht mehr in Kühlraum gestellt zu werden, was eine hohe Kosten- und Platzersparnis bedeutet.
- - Mit diesen Körpern ist es jetzt auch möglich,
Rohschinken in Trommeln anzusalzen. Bisher konnte
dieses Ansalzverfahren nicht realisiert werden, da
das sandig wirkende Salz die weichen Fettschichten
zerstörte.
Durch die starke Kühlwirkung der gleichmäßig verteilten Körper jedoch wird das Fett steif und widerstandsfähig, so daß das Salz problemlos einmassiert werden kann. - - Die Werkstoffauswahl und Herstellung der erfindungsgemäßen Körper erfolgt selbstverständlich nach einem an sich bekannten Verfahren unter Berücksichtigung des mechanischen, verfahrenstechnischen und lebensmitteltechnischen Standes der Technik.
Eine hinsichtlich optimaler Funktion, wirtschaftlicher
Herstellung und einfachster Reinigungsmöglichkeit
sehr gute Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Körper
wird im folgenden dargestellt.
Fig. 1 zeigt eine Seitenansicht eines Körpers.
Fig. 2 zeigt den Querschnitt des Körpers aus
Fig. 1.
Der ganze Körper 1 weist eine kugelähnliche Form
auf. Die Erhebungen 2 und die Vertiefungen 3 sind
nutartig, parallel angeordnet und bewirken eine Vergrößerung
der Oberfläche. Die großen Radien R1 ermöglichen
ein problemloses Reinigen des Körpers und
führen zur Ausbildung der Radien R2, welche zusammen
mit den Erhebungen 2 für die verstärkte Druckbelastung
der Fleischstücke vorgesehen sind.
Dieser fertigungstechnisch und kostenmäßig optimale
Körper besteht aus einem durch die Blasformtechnik
erzeugten Behälter 4 mit einer kältebeständigen
und lebensmittelgeprüften Kunststoffwandung 5 mit
einer glatten und porenfreien Oberfläche. Der Behälter
4 ist mit einer Mischung 6 aus Wasser und
einem dessen Gefrierpunkt herabsetzenden Mittel gefüllt.
Dank seiner hohen spezifischen Wärme eignet
sich Wasser hervorragend als Kältespeichermedium.
Bei einer Körpermasse von ca. 1,5 kg und einem Körpervolumen
von ca. 1 dm³ ist eine homogen Verteilung
und eine gute Kühlleistung sowie eine universelle
Einsatzmöglichkeit für verschiedene Fleischgrößen und
Maschinengrößen gegeben.
Da bei dieser Ausgestaltung der Körper ihr spezifisches
Gewicht etwas größer als das des Fleisches ist,
entsteht durch die Bewegung der Trommel ein erhöhter
mechanischer Masiereffekt, auch Poltereffekt genannt,
ohne dabei durch zu starke Sinkkräfte die homogene
Verteilung der Körper zu beeinträchtigen.
Für die Erfindung ist es selbstverständlich unbedeutend,
aus welcher Werkstoffzusammenstellung
und mit welchem Fertigungsverfahren die
Körper erzeugt werden.
Vielmehr eröffnet sich damit auch für andere Bereiche
in der Lebensmittelindustrie die Möglichkeit neuer
Herstellungsverfahren.
Claims (10)
1. Verfahren zur Herstellung von Kochpökelwaren
in Polter- und Ansalzmaschinen mit drehbaren
Trommeln, dadurch gekennzeichnet, daß in die
Trommel unabhängige Körper gegeben werden, die
jeder einzeln gleichzeitig einen Polter- und
Kühleffekt bewirken.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß sich die unabhängigen Körper homogen
zwischen den Fleischstücken verteilen.
3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die unabhängigen Körper
durch die Trommelbewegung mechanisch auf die
Fleischstücke einwirken und gleichzeitig die
anfallende Wärme aufnehmen.
4. Verfahren nach den Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß sich die Anzahl der unabhängigen
Körper nach der Fleischmenge und -qualität
sowie der gewünschten Prozeßtemperatur
richtet.
5. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die Masse der unabhängigen
Körper in der Trommel das 0,3 bis 1,5fache
der Fleischmasse ausmacht.
6. Unabhängige Körper nach den Ansprüchen 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß ihre in sich glatte
Oberfläche Erhebungen und Vertiefungen aufweist.
7. Unabhängige Körper nach den Ansprüchen 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß sie aus einem Behältnis
welches mit kältespeichernden Mitteln gefüllt
ist, bestehen.
8. Unabhängige Körper nach den Ansprüchen 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß ihre Gestalt der einer
Kugel mit großen Verhältnis Volumen zu Oberfläche
nahekommt.
9. Unabhängige Körper nach den Ansprüchen 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß ihr spezifisches
Gewicht zwischen 0,75 g/cm³ und 1,4 g/cm³ liegt.
10. Unabhängige Körper nach den Ansprüchen 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß ihre Größe das
0,3 bis 1,5fache der Fleischstückgröße beträgt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19904026501 DE4026501A1 (de) | 1990-08-22 | 1990-08-22 | Verfahren zur herstellung von kochpoekelwaren in polter- und ansalzmaschinen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19904026501 DE4026501A1 (de) | 1990-08-22 | 1990-08-22 | Verfahren zur herstellung von kochpoekelwaren in polter- und ansalzmaschinen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4026501A1 true DE4026501A1 (de) | 1992-02-27 |
Family
ID=6412666
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19904026501 Withdrawn DE4026501A1 (de) | 1990-08-22 | 1990-08-22 | Verfahren zur herstellung von kochpoekelwaren in polter- und ansalzmaschinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4026501A1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4232202A1 (de) * | 1992-09-25 | 1994-03-31 | Biforce Anstalt Vaduz | Verfahren zur Gewinnung von Steakfleisch |
| WO2015114118A1 (de) | 2014-01-31 | 2015-08-06 | Bernhard Hukelmann | Vorrichtung und verfahren zur herstellung von fleischwaren |
| CN106035595A (zh) * | 2016-08-15 | 2016-10-26 | 傅锦婷 | 一种嫩肉器 |
-
1990
- 1990-08-22 DE DE19904026501 patent/DE4026501A1/de not_active Withdrawn
Cited By (7)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4232202A1 (de) * | 1992-09-25 | 1994-03-31 | Biforce Anstalt Vaduz | Verfahren zur Gewinnung von Steakfleisch |
| WO2015114118A1 (de) | 2014-01-31 | 2015-08-06 | Bernhard Hukelmann | Vorrichtung und verfahren zur herstellung von fleischwaren |
| DE102014201819A1 (de) | 2014-01-31 | 2015-08-20 | Bernhard Hukelmann | Vorrichtung und Verfahren zur Herstellung von Fleischwaren |
| DE102014201819B4 (de) * | 2014-01-31 | 2016-04-21 | Bernhard Hukelmann | Vorrichtung und Verfahren zur Herstellung von Fleischwaren |
| US11076606B2 (en) | 2014-01-31 | 2021-08-03 | hs-tumblerGmbH | Device and method for producing meat products |
| US12089607B2 (en) | 2014-01-31 | 2024-09-17 | Hs-Tumbler Gmbh | Device for producing meat products |
| CN106035595A (zh) * | 2016-08-15 | 2016-10-26 | 傅锦婷 | 一种嫩肉器 |
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