DE4028166C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren sowie
eine Vorrichtung zum Verfestigen von Spanplatten im
Kantenbereich, wobei ein Verfestigungsmittel mittels
einzelner Düsen in den Kantenbereich injiziert wird.
Ein
Verfahren und eine Vorrichtung dieser Art ist bekannt
aus dem Schweizer-Patent 5 05 687, wobei nur einzelne
Düsen vorgesehen waren welche der Verdichtung einzelner
Stellen der Plattenkanten dienten an welchen Beschläge
beispielsweise Schlösser, Fischbänder oder dergleichen
anzubringen sind. Inzwischen wurde eine entsprechende
Vorrichtung mit Reihen von Düsen zur durchgehenden,
gleichmäßigen Verfestigung der Kanten von Spanplatten
auf deren ganzen Länge bekannt. Die Reihen von Düsen
dieser bekannten Vorrichtung haben eine erhebliche Länge
von mindestens 1,5 m. Waren Plattenkanten geringerer
Länge zu verfestigen, mußten die Reihen von Düsen
verkürzt werden, indem eine bestimmte Anzahl von Düsen
unwirksam gemacht wurde. Bei der bekannten Vorrichtung
waren die Düsen als Zylinder ausgebildet in welchen ein
Kolben verschiebbar war der einerseits dazu diente, daß
Verfestigungsmittel aus dem Zylinder in den Kantenbe
reich der Spanplatte zu injizieren, andererseits aber
auch dazu, die Zufuhr von Verfestigungsmittel zum
Zylinder zu unterbrechen. Um einzelne Düsen beziehungs
weise Zylinder unwirksam zu machen, mußte daher der
Kolben ganz in den Zylinder eingeschoben werden. Diese
Umrüstung der Vorrichtung war aufwendig und zeitraubend,
es bestand die Gefahr, daß die dauernd in den Zylindern
fest sitzenden Kolben durch Rückstände des Verfestigungs
mittels blockiert wurden und die zur Vermeidung solcher
Schwierigkeiten erforderliche Reinigung der Düsen und der
Zufuhrkanäle zu denselben war sehr aufwendig. Es wurden
denn auch möglichst große Serien von Platten mit
gleicher Kantenlänge behandelt, was sich besonders dann
nachteilig auswirkte, wenn Aufträge für kleinere Serien
mit verschieden dimensionierten Platten auszuführen
waren.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde,
manuelle Einstellarbeiten zu vermeiden, die Dimensionen
der Vorrichtung herabzusetzen und eine große Flexibili
tät bei der Behandlung von Platten verschiedener Abmes
sungen zu erzielen. Diese Aufgabe wird gemäß dem
Kennzeichen des Anspruchs 1 gelöst. Bevorzugte Durch
führungsformen des Verfahrens sind in den Ansprüchen 2
bis 6 angegeben.
Der Erfindung liegt eine weitere Aufgabe zugrunde,
nämlich eine Vorrichtung zu schaffen die rasch und
einfach gereinigt werden kann, und welche ein Festsitzen
der Kolben in den Düsen praktisch ausschließt. Diese
Aufgabe wird gemäß Anspruch 7 gelöst. Die Ansprüche
8-12 betreffen vorteilhafte Weiterbildungen dieser
Vorrichtung.
Die Erfindung wird nun anhand eines in der Zeichnung
dargestellten Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen
Vorrichtung näher erläutert.
Fig. 1 ist eine Ansicht von oben der Vorrichtung,
Fig. 2 ist ein Teilschnitt in größerem Maßstab
nach Linie II-II in Fig. 1 und
Fig. 3 ist eine schematische Darstellung eines Aus
schnittes aus einer Reihe von Düsen.
Die dargestellte Vorrichtung weist ein Maschinengestell
mit einem Ständer 1 und einer darauf montierten Quer
führung aus Trägern 2 und Schienen 3 auf. An einem in
Fig. 1 unten liegenden Ende der Querführung ist eine
ortsfeste Verdichtungseinheit 4 angeordnet. Ihr gegen
über ist eine längs der Querführung 2, 3 einstellbare
Verdichtungseinheit 5 angeordnet, die gemäß Fig. 2
mittels Rollen 6 auf der Führung gelagert ist. Der
Einstellung der Verdichtungseinheit 5 längs der Führung
2, 3 dient ein Getriebemotor 7 der über eine Kette 8 eine
Spindel 9 antreibt, die in eine mit der Einheit verbun
dene Mutter 10 greift. Die bisher beschriebene Verstel
lung und Verriegelung betrifft eine Grundplatte 11 der
Verdichtungseinheit 5 auf welcher mittels schematisch
dargestellter Gleitbahnen 12 ein Düsentisch 13 mittels
eines schematisch dargestellten Zylinders 14 mit
Kolbenstange 15 verschiebbar ist, um die noch zu be
schreibenden Düsen gegen eine Plattenkante anzupressen.
Auf dem Düsentisch 13 ist eine Reihe von Düsen 16
befestigt. Wie in Fig. 3 schematisch dargestellt, sind
diese Düsen 16 als beidseitig offene Zylinder ausgebil
det in welche je eine Kolbenstange 17 verschiebbar
eingreift. Alle Kolbenstangen 17 sind an einer gemein
samen Schiene 18 befestigt die mittels eines Zylinders
19 in Axialrichtung der Düsen 16 beziehungsweise Kolben
17 verschoben werden kann. Wie in Fig. 3 angedeutet und
im oben erwähnten Schweizer-Patent Nr. 5 05 687 ausführ
licher dargelegt, weisen die Düsen am äußeren Ende
dünnwandige Kragen 16a auf, die beim Anpressen der Düsen
gegen eine in Fig. 3 teilweise dargestellte Platte 20
in die Platte eindringen und damit ein seitliches
Austreten des injizierten Verdichtungsmittels verhin
dern. Die Düsen weisen je einen Ringraum 16b auf, der
mit Wasser gefüllt sein kann.
Jede Düse 16 weist etwa in der Mitte eine Querbohrung 21
auf, durch welche jede Düse kommuniziert mit einem quer
über der Reihe von Düsen gerade verlaufenden, beidseitig
offenen Zufuhrkanal 22 für das Verdichtungsmittel.
Dieses Verdichtungsmittel wird in später erläuterter
Weise durch eine gemeinsame Zuleitung 23 in der Mitte
des Zufuhrkanals 22 zugeführt und in die wirksamen
Düsen verteilt. Welche Düsen wirksam sind, entscheidet
die Stellung von zwei Ventilkolben 24, die von außen
durch je eine lösbare Führungsbüchse in den Zufuhrkanal
22 eingreifen. Es ist klar, daß durch die Zuleitung 23
und den Zufuhrkanal 22 zugeführtes Verdichtungsmittel
nur in die innerhalb oder zwischen den zwei Ventilkolben
24 liegenden Düsen 16 eintreten kann. Die beiden Ventil
kolben 24 sind je über eine Kupplungslasche 25 mit der
Kolbenstange 26 eines Verstellzylinders 27 verbunden. In
später beschriebener Weise können die Verstellzylinder
27 betätigt werden um die Ventilkolben 24 in eine
bestimmte Stellung zu bringen und damit einen bestimmten
Anteil der vorhandenen Düsen 16 wirksam zu machen
beziehungsweise mit Verdichtungsmittel zu beschicken.
Mittels Handrädern 28 können die Laschen 25 und damit
die Ventilkolben 24 leicht von den Kolbenstangen 26
gelöst und dann die Ventilkolben 24 zum Entleeren und
Reinigen des Zufuhrkanals 22 aus demselben entfernt
werden.
Abgesehen davon, daß die stationäre Verdichtungseinheit
4 ortsfest montiert ist, also nicht längs der Führung
2, 3 verschoben werden kann, ist sie entsprechend aufge
baut wie die Verdichtungseinheit 5, und sie bedarf
daher keiner weiteren Erläuterung. Beide Verdichtungs
einheiten weisen Anpreßleisten 29 auf, welche mittels
Zylindern 30 gegen eine zwischen Ihnen befindliche
Spanplatte angepreßt werden können, wodurch der zu
injizierende Kantenbereich der Spanplatte zwischen der
Anpreßleiste 30 und einer unteren, fest montierten
entsprechenden Gegenleiste gegen Reißen unter dem Druck
des Verdichtungsmittels geschützt und abgedichtet ist.
Der Zufuhr der zu behandelnden Platten dient einmal ein
Vakuumstapler 31 dessen Arme und Greifer 32 von einem
über eine Rollbahn 33 aus der Zuschneiderei zugeführten
Stapel von Platten 20 je eine abhebt und auf zwei
parallele Förderketten 34 legt. Die Förderbänder 34
können mittels eines Schrittmotors mit Getriebe 35 und
Kettenräder 36 mit Schritten bestimmter Länge bewegt
werden. Die Förderketten 34 laufen hinten über entspre
chende Kettenräder 37, und sie sind an einer Stelle mit
Mitnehmern 38 versehen. Diese Mitnehmer schalten bei
ihrem Durchlauf über die Kettenräder 37 einen Impuls
zähler auf Null. Ein Meßfühler 39, beispielsweise
eine Lichtschranke, erfaßt das Eintreffen der vorderen
Kante einer Platte 20 an dieser Stelle. Mit den beiden
Verdichtungseinheiten sind Längs- Führungsleisten
40 für die zuzuführenden Platten verbunden. Mit jeder
Kolbenstange 26 bzw. jedem Ventilkolben 24 ist eine
Photozelle 42a bzw. 42b je einer Lichtschranke zur
Abtastung des vorderen bzw. hinteren Plattenrandes in
unten beschriebener Weise fest verbunden.
Die Vorrichtung besitzt eine Steuereinheit, vorzugsweise
mit einem Prozessor, welchem die Signale der erwähnten
Fühler zugeführt werden und welcher gemäß gespeicherten
Programmen die Vorrichtung in noch zu beschreibender
Weise vollautomatisch steuert.
Die dargestellte Vorrichtung arbeitet im soeben erwähn
ten Sinne wie folgt:
Fig. 1 zeigt die Situation wo eine neue Platte 20 auf
die Förderketten 34 aufgelegt worden ist. Der Abstand
dieser Platte von der Längsführung 40 ist zu groß, und
diese Führung zusammen mit der beweglichen Verdichtungs
einheit 5 wird nun durch den Motor 7 bis auf etwa 2 cm
zu dem in Fig. 1 oberen Plattenrand zugestellt. Ein
nicht dargestellter Endschalter an der beweglichen Füh
rung 40 bestimmt diesen Abstand, wenn sein Fühler auf
die obere Kantenfläche der Platte 20 auftrifft. Es ist
ferner angenommen, die beiden Mitnehmer 38 der Förder
ketten 34 seien soeben auf die hintere Kantenfläche der
aufgelegten Platte 20 aufgetroffen, nachdem sie in der
oben beschriebenen Weise ein Startsignal oder Null-
Signal abgegeben haben womit der erwähnte der Messung
der Plattenlänge in Vorschubrichtung dienende Impuls
zähler der Steuervorrichtung auf einen Ausgangswert
gestellt wurde. Der Einfachheit halber ist angenommen,
dieser Ausgangswert entspreche der größten möglichen
Plattenlänge von beispielsweise 3,0 m. Die bewegliche
Verdichtungseinheit 5 mit der Führung 40 wird durch die
Spindel 8, in der erreichten Stellung gehalten, und es
beginnt nun der Vorschub der Platte 20 zwischen die
beiden Verdichtungseinheiten. Wenn die vordere Platten
kante den Fühler 39 erreicht wird ein Signal übermit
telt, welches den Impulszähler in der Steuereinheit
anhält. Unterdessen hat der Impulszähler die Schritte
des Motors 35 erfaßt und vom erwähnten Ausgangswert
abgezogen. Der verbleibende Wert ist ein Maß für die
tatsächliche Plattenlänge. Gestützt auf die so ermittelte
Länge der zu verdichtenden Plattenkanten ermittelt nun
der Prozessor der Steuereinheit die Zahl der zu akti
vierenden Injektionsdüsen, und zwar z. B. so, daß die
Länge der Gruppe wirksamer Düsen einem ganzzahligen Teil
der gesamten Plattenlänge entspricht. Dementsprechend
kann dann die Längskante der Platte in einer ganzen Zahl
von aufeinanderfolgenden Verdichtungszyklen auf der
ganzen Länge gleichmäßig injiziert werden. Bei einer
angenommenen Gesamtlänge der Reihe von Düsen 16 von 65 cm
und der obenerwähnten Maximallänge einer Platte 20 von
3,0 m würde also bei einer Plattenlänge von 3 m eine
Gruppe von Düsen von 60 cm Länge wirksam gemacht um die
Plattenkante in 5 Injektionszyklen gleichmäßig zu
injizieren und zu verdichten. Beträgt die Kantenlänge
nur 2 m würde man eine Gruppe von Düsen von 50 cm Länge
wirksam machen um die Kante in vier Arbeitszyklen zu
injizieren und zu verdichten. Die obenerwähnten Bei
spiele stimmen allerdings nur ungefähr, weil jeweils die
äußerste Düse auch noch im Bereiche der Längskante der
Platte liegen muß, und weil die vorderste wirksame Düse
bei einem nächsten Zyklus in einem gewissen Abstand
liegt von der Stelle an welcher die letzte wirksame Düse
beim vorhergehenden Zyklus injiziert hat. Es ist aber
durch entsprechende Vorprogrammierung in allen Fällen
möglich, eine Gruppe wirksamer Düsen derart zu wählen,
daß die zu verdichtende Kantenlänge mit einer ganzen
Zahl gleichartiger Zyklen behandelt werden kann. Dabei
werden möglichst symmetrisch zur Zuleitung 23 bezieh
ungsweise zum Betätigungszylinder 19 der Düsenkolben 17
liegende Düsen aktiviert um eine symmetrische Belastung
des Balkens 18 beziehungsweise des Zylinders 19 beim
Einpressen des Verdichtungsmittels zu erzielen. Gemäß
der in der Steuereinheit berechneten Anzahl aktiver
Düsen werden die Zylinder 27 beziehungsweise die Ventil
kolben 24 und damit die Photozellen 42a und 42b automa
tisch entsprechend eingestellt. Dann erfolgt der Vor
schub der Platte 20 in Ihre erste Bearbeitungsstellung
für welche die vorderste wirksame Düse 16 im gewünschten
Abstand von der Vorderkante der Platte liegt. Diese
Bearbeitungsstellung wird durch Ausschaltung des Vor
schubs beim Abdunkeln der Photozelle 42a durch die
vordere Plattenkante bestimmt. Es ist hiermit gewähr
leistet, daß sich die vorderste wirksame Düse 16 im
richtigen Abstand von der vorderen Plattenkante befin
det. Dann werden die vorher angehobenen oberen Druck
leisten 29 mittels der Zylinder 30 gegen die Oberseite
der beiden Plattenränder gepreßt, so daß die Rändern im
Bereiche der folgenden Injektion von Verfestigungs
mittel stabilisiert sind. Nun werden die Düsenträger 13
beider Einheiten mittels der Zylinder 14 gegen die zu
behandelnden Plattenkanten vorgeschoben, bis die dünn
wandigen Kragen 16a der Düsen 16 gemäß Fig. 3 in den
Plattenrand eingedrungen sind. Nachfolgend wird nun
durch die Zuleitung 23, den Zufuhrkanal 22 und die
Bohrungen 21 Verdichtungsmittel in die zwischen den
Ventilkolben 24 liegenden Düsen 16 mit einem Druck von
beispielsweise 1 bis 2 bar eingefüllt. Dann werden
mittels der Zylinder 19 die Düsenkolben 17 vorgeschoben
und pressen das in den Düsen 16 befindliche Verdich
tungsmittel in die Kantenbereiche der Platte ein. Dann
werden zuerst die Düsen 16 vom Plattenrand zurückgezo
gen, wobei zuerst die Kolben 17 noch um beispielsweise
5 mm vorgeschoben werden um die Kragen 16a aus den
Plattenrändern herauszuziehen, und die Druckleisten
29 werden vom Plattenrand abgehoben. Dann wird die
Platte in ihre nächste Behandlungsposition vorgeschoben,
bei welcher die Gruppe wirksamer Düsen 16 vor einem
nächsten zu behandelnden Abschnitt der Platte liegt.
Dann werden die Düsen wieder angepreßt, die Kolben 17
zurückgezogen, die Düsen mit Verdichtungsmittel be
schickt und das Verdichtungsmittel injiziert wie
beschrieben. In dieser Weise wird die ganze Platten
länge abschnittweise weiterbehandelt. Die letzte Bear
beitungsstellung wird bestimmt durch Ausschalten des
Vorschubs, wenn die hintere Plattenkante unter die
Photozelle 42b gelangt. Ist eine besonders hohe und
gleichmäßige Verdichtung erwünscht, können zwischen den
erwähnten Schritten, Schritte um einen halben Düsenab
stand erfolgen, so daß an doppelt sovielen Stellen
Verfestigungsmittel injiziert wird. Fertig bearbeitete
Platten werden dann aus der Anlage nach links in Fig. 1
gefördert und eine nächste Platte wird in der beschrie
benen Weise behandelt. Die austretenden Platten könnten
dabei sogleich in einer nächsten entsprechend aufgebau
ten Anlage an den verbleibenden Breitseiten behandelt
werden oder aber sie können zurückgeführt und in der dar
gestellten Anlage an den Breitseiten verfestigt werden.
Aus dem Vorstehenden ergibt sich, daß die Vorrichtung
vollautomatisch und schnell arbeitet, wobei auch eine
Neueinstellung der Länge der Gruppe wirksamer Injek
tionsdüsen 16 vollautomatisch und sehr schnell erfolgen
kann. Diese Arbeitsweise bietet Gewähr dafür, daß
nicht Rückstände von Verfestigungsmittel längere Zeit in
den Düsen oder ihren Zuleitungen verbleiben und dort
erstarren können. Bei Betriebspausen ist eine gründliche
Reinigung aller kritischen Teile einfach und rasch
möglich. Wie erwähnt können durch Lösen der Handräder
28 und Führungsbüchsen 24a die Kupplungslaschen 25 mit
den Ventilkolben 24 und deren Führungsbüchsen 24a
ausgebaut und der durchgehend offene Zufuhrkanal 22 mit
einer Bürste oder anderen Reinigungsgeräten gründlich
ausgestoßen werden. Die Düsen sind zugänglich und
können nötigenfalls gereinigt werden. Der anschließende
Zusammenbau ist ebenfalls einfach. Eine Umrüstung
der Vorrichtung für neue Plattengrößen erfordert nie
eine Abänderung mechanischer Vorrichtungsteile sondern
kann ausschließlich durch Programmänderung erfolgen.
Selbstverständlich können von vorneherein verschiedenste
Programme gespeichert werden um gängige Plattendimensi
onen zu behandeln.
Es sind abweichende Ausführungen und zusätzliche Maßnahmen
möglich. So kann dank der raschen Umstellbarkeit
der Anlage die Zahl wirksamer Düsen gegebenenfalls auch
während der Behandlung einer Platte geändert werden. Die
Platte ist in der Behandlungsposition unten gestützt und
es kann auch eine Stütze von oben aufgesetzt werden,
damit sie sich unter dem Druck der Düsen nicht durch
biegt oder gar ausknickt.
Wenn bisher und in den Ansprüchen stets von Spanplatten
die Rede ist, soll diese Bezeichnung nicht einschränkend
ausgelegt werden, d. h. es kann sich um beliebige poröse
Platten handeln deren Kanten in der beschriebenen Weise
zu verdichten oder verfestigen sind. Dabei kann je nach
der Porosität bzw. Aufnahmefähigkeit der Platte bei
jeder Position der Platte einmal injiziert werden wie
oben beschrieben oder aber zwei oder mehrmals.
Es könnte auch nur eine Verfestigungseinheit mit einer
Reihe von Düsen vorhanden sein, und die Gruppe wirksamer
Düsen innerhalb dieser Reihe könnte mit einem einzigen
Ventilkolben bestimmt werden, wenn die Zufuhr von
Verfestigungsmittel an einem Ende des Zufuhrkanals
erfolgt.
Claims (13)
1. Verfahren zum Verfestigen von Spanplatten (20) im
Kantenbereich, wobei ein Verfestigungsmittel mittels
einzelner Düsen in den Kantenbereich injiziert wird,
dadurch gekennzeichnet, daß auf Grund der bekannten
oder von Fall zu Fall gemessenen Länge der zu ver
festigenden Kante in einer Reihe von Düsen (16) eine
Gruppe aufeinanderfolgender Düsen (16) aktiviert wird,
welche Gruppe von Düsen zum Injizieren einer Teillänge
der Kante geeignet ist, worauf schrittweise Teillängen
injiziert werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Zahl der Düsen (16) pro Gruppe so gewählt wird,
daß mit dieser gleichbleibenden Gruppe die ganze Kante
der Platte in Teillängen vollständig injiziert und
verfestigt werden kann.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß jeweils eine Gruppe von Düsen (16)
aktiviert wird, die mindestens annähernd symmetrisch in
der Reihe von Düsen liegt.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß man jeweils in zwei um einen halben
Düsenabstand versetzten Stellungen der Gruppe von Düsen
(16) injiziert, um eine besonders hohe und gleichmäßige
Verdichtung zu erzielen.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die Teillänge beziehungsweise Zahl
der Düsen (16) der Gruppe sowie die schrittweise Fort
schaltung aus der Kantenlänge gemäß gespeicherten
Programmen automatisch auf Grund der Kantenlänge berech
net werden.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß je eine Platte (20) mittels eines
schrittweise antreibbaren Förderorgans (34) in eine
Bearbeitungsposition gefördert wird, wobei aus der
Anzahl von Förderschritten zwischen dem Anschlag eines
Mitnehmers (38) des Förderorgans (34) gegen die Hinter
kante der Platte (20) und dem Eintreffen der Vorderkante
in einer Meßposition (39) auf die Länge der zu verfesti
genden Seitenkanten der Platte geschlossen wird.
7. Vorrichtung zum Verdichten der Kanten von Spanplatten
(20) mit mindestens einer Reihe von Düsen (16) zum
Injizieren eines Verfestigungsmittels in mindestens eine
Kante, dadurch gekennzeichnet, daß alle Düsen (16) der
Reihe mit einem gemeinsamen Zufuhrkanal (22) für das
Verfestigungsmittel kommunizieren, und daß im Zufuhr
kanal (22) mindestens ein Kolben verschiebbar ist,
dessen Stellung die wirksame Länge des Zufuhrkanals
beziehungsweise die Anzahl wirksamer Düsen (16) be
stimmt.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
daß der Zufuhrkanal (22) in der Mitte gespeist ist, und
daß Kolben (24) in beide Enden des Zufuhrkanals
greifen.
9. Vorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekenn
zeichnet, daß der oder die Kolben (24) zum Reinigen des
Zufuhrkanals (22) ausbaubar ist beziehungsweise sind.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß jeder Kolben (24) mittels
eines demontierbaren Kupplungselementes (25) oder einer
ausrückbaren Kupplung mit dem Kolbenantrieb (27)
verbunden ist.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 10, da
durch gekennzeichnet, daß die Düsen (16) als Zylinder mit
Kolben (17) zum Ausstoßen und Injizieren des Verdich
tungsmittels ausgebildet sind.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, daß mit den Kolben Meßfühler
z. B. Photozellen (42), verbunden sind, welche zur
Abtastung der Vorder- bzw. Hinterkante der Platte und
zur Bestimmung der vordersten und hintersten Behandlungs
stellung der Platte bestimmt sind.
13. Anwendung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß ein hoch-feuerfestes, formaldehyd
freies Verfestigungsmittel injiziert wird, um Brand
schutztüren herzustellen.
Priority Applications (1)
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| DE19904028166 DE4028166A1 (de) | 1990-09-05 | 1990-09-05 | Verfahren und vorrichtung zum verfestigen von spanplatten im kantenbereich |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE19904028166 DE4028166A1 (de) | 1990-09-05 | 1990-09-05 | Verfahren und vorrichtung zum verfestigen von spanplatten im kantenbereich |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4028166A1 DE4028166A1 (de) | 1992-03-12 |
| DE4028166C2 true DE4028166C2 (de) | 1993-06-09 |
Family
ID=6413654
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19904028166 Granted DE4028166A1 (de) | 1990-09-05 | 1990-09-05 | Verfahren und vorrichtung zum verfestigen von spanplatten im kantenbereich |
Country Status (1)
| Country | Link |
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