DE4028207A1 - Transportsystem fuer die textilindustrie - Google Patents
Transportsystem fuer die textilindustrieInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Transportsystem mit Transportbahnen,
insbesondere zum Einsatz in der Textilindustrie zum Verbinden von
Textilmaschinen untereinander sowie mit anderen Arbeitsstellen
wie Lager oder Versand, mit einer Vielzahl von unabhängig
voneinander verfahrbarer Tragkörper, die innerhalb des Systems
mit ständig umlaufenden Transportbändern in Eingriff bringbar
sind.
Beim Spinnen von Fäden in der Spinnerei, beim Umspulen der Fäden
in einer Spulerei, in der Färberei und schließlich in der Weberei
muß eine Vielzahl unterschiedlicher Produkte in großen
Stückzahlen in möglichst kürzester Zeit störungsfrei über eine
bestimmte Distanz zu einem festgelegten Ziel gefördert werden.
Kannen werden beispielsweise zu den Spinnmaschinen, Spinnspulen
von den Spinnmaschinen zu den Spulmaschinen und fertige
Kreuzspulen von der Spulmaschine zum Versand oder in die Packerei
transportiert.
Die Anforderungen an ein System für einen reibungslosen
Transport, beispielsweise der oben aufgeführten Produkte, sind
sehr hoch, da eine Beschädigung unbedingt ausgeschlossen werden
muß. Außerdem ist es erforderlich, daß sehr viele Gegenstände,
beispielsweise an einer Spinnmaschine einzusetzende Flyerspulen
oder von einer Spulmaschine abgeräumte Kreuzspulen, innerhalb
kürzester Zeit ihrem Bestimmungsort zugeführt werden müssen. An
ihrem Bestimmungsort eingetroffen sollen sie möglichst den
Antrieb des Transportsystems nicht belasten. Weiterhin sollen die
Tragkörper unabhängig voneinander ansteuerbar sein, um einen
individuellen Transport zu ermöglichen. Dabei soll der Aufbau
eines solchen Transportsystems einfach und schnell änder- und
erweiterbar sein.
Es sind bereits eine Reihe von Transportsystemen aus dem Stand
der Technik bekannt, die aber in der Regel keine universelle
Anwendbarkeit bieten oder aber einen hohen konstruktiven Aufwand
erfordern. Aus der DE-OS 22 27 105 ist eine Transportanlage zum
Transport von Spulen zwischen einer ersten Spinnmaschine und
einer zweiten Spinnmaschine, die ein Spulengatter aufweist, sowie
der Rücktransport der leeren Spulenhülsen zur ersten
Spinnmaschine bekannt. Die Transportanlage sieht ein
Schienensystem vor, auf dessen Schienen eine Vielzahl von Wagen
angeordnet sind, die dem Transport der Spulen dienen und zu
diesem Zweck Spulenhalter zum Halten von Spulen aufweisen. Das
Schienensystem weist Weichen und Verzweigungen auf sowie
Steigungs- und Gefällestrecken. An den Steigungsstrecken sind
angetriebene Fördermittel, vorzugsweise endlose Förderketten,
vorgesehen, die die ankommenden Wagen selbsttätig die
Steigungsstrecke hinaufbefördern. Am Gipfel der Steigungsstrecken
werden die Wagen aus den Fördermitteln ausgeklinkt, um in den
anschließenden Gefällestrecken unter dem Einfluß der auf sie
einwirkenden Schwerkraft selbsttätig weiterwandern zu können.
Die Anlage einer solchen Transportstrecke bedeutet für die zu
transportierenden Spulen keinen kontinuierlichen und ruhigen
Transport. Das Verlegen der Schienen in einem ständig
wechselweisen Auf und Ab bedeutet einen erhöhten konstruktiven
Aufwand. Für jede Steigungsstrecke muß eigens ein Fördermittel
mit einem gesonderten Antrieb vorgesehen werden. Das bedeutet
eine Vielzahl von Antriebsmitteln auf längeren Strecken.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein Transportsystem zu
finden, das einen möglichst einfachen Aufbau aufweist, das
universell einsetzbar ist und einen individuell steuerbaren,
energiesparenden Transport der Tragkörper ermöglicht.
Die Lösung der Aufgabe erfolgt mit Hilfe der kennzeichnenden
Merkmale des Anspruchs 1.
Die Tragkörper des erfindungsgemäßen Transportsystems müssen mit
ihren schaltbaren Kupplungsteilen vorteilhaft erst dann mit dem
in der jeweiligen Transportbahn ständig umlaufenden Transportband
in Eingriff gebracht werden, wenn sie für einen bestimmten
Transportauftrag benötigt werden. Es ist also nicht erforderlich,
sie ständig in dem Transportsystem umlaufen zu lassen. Das
bedeutet eine Entlastung des Transportsystems und dadurch bedingt
einen geringeren Energieverbrauch. Das Ein- und Ausschalten der
Kupplungsteile erfolgt durch Schaltglieder. Diese werden beim
Transport der Tragkörper infolge einer Relativbewegung von
Schaltglied und Tragkörper beim Auffahren der Tragkörper auf
Anschläge von sogenannten Stoppern betätigt, die vorteilhaft
individuell an jeder Stelle der Transportbahnen angebracht werden
können. Dadurch kann das Ein- und Ausschalten der Kupplungsteile
an den Stellen erfolgen, an denen ein Anhalten der Tragkörper
erwünscht ist. Auch wenn ein Tragkörper eine Transportbahn
vorübergehend blockiert und somit ein Hindernis bildet, kann es
zu keiner Beschädigung des Transportsystems und der
transportierten Güter kommen, denn ein auf ein solches Hindernis
auffahrender Tragkörper wird automatisch durch das Betätigen der
Schaltglieder und damit das Ausschalten der Kupplungsteile aus
dem umlaufenden Transportband ausgekuppelt. Jeder Tragkörper
weist mindestens einen Adapter auf zum Anschluß eines auf das zu
transportierende Gut abgestimmten Handhabungsteils. Dadurch wird
das Transportsystem variabel und kann für jede Aufgabe schnell
umgerüstet werden, da Tragkörper und Handhabungsteil voneinander
trennbar sind. Ein Auswechseln der Tragkörper zur Handhabung
unterschiedlicher Güter ist somit nicht erforderlich.
Ein Tragkörper wird von den Transportbändern abgekuppelt, weil
das Abkuppeln durch einen gewollt dort installierten Anschlag
erfolgt oder weil der Tragkörper auf ein Hindernis aufgefahren
ist. Dabei werden die Schaltglieder betätigt und das
Kupplungsteil von den Transportbändern abgekuppelt. Der
Tragkörper bleibt an der Stelle des Abkuppelns positionsstabil
stehen, solange das Schaltglied betätigt wird. Der stehende
Tragkörper belastet nicht das Transportsystem, das auf der
weiteren Strecke ungestört seine Aufgabe erfüllen kann. Ein
Anhalten und Abkuppeln von dem umlaufenden Transportsystem durch
einstellbare Anschläge kann beispielsweise erwünscht sein an den
Übergabepositionen von dem Transportsystem an eine Maschine oder
an der Übernahmestelle von einer Maschine auf das
Transportsystem. Die Zeit des Anhaltens in den gewünschten
Positionen kann individuell über die Stopper gesteuert werden,
deren Anschläge während der Haltezeiten der Tragkörper die
Schaltglieder betätigen.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung des Transportsystems sind
die Transportbahnen als Hängeförderbahnen mit Tragkörpern als
Hängeförderer ausgebildet sein. Die Adapter der Tragkörper sind
mit einem Handhabungsteil ausgestattet, das das zu
transportierende Gut hängend aufnimmt. Ein solcher Transport ist
beispielsweise bei Flyerspulen zur Spinnmaschine und Kreuzspulen
zu einer Verpackungs- oder Versandstelle vorgesehen. Die Spulen
sind dadurch für nachfolgende Handhabungsgeräte sowie für die
Übergabe an Nachfolgemaschinen besonders günstig positionierbar.
In einer anderen Ausbildung der Erfindung ist das Transportsystem
mit Transportbahnen ausgestattet, die unterflur angelegt sind, so
daß die Tragkörper als Unterflurförderer eingesetzt werden. Eine
solche Variante des Transportsystems ist beispielsweise für den
Transport von Kannen zwischen einem Streckwerk und einer
Spinnmaschine denkbar.
Die Tragkörper können reibschlüssig oder formschlüssig mittels
der Transportbänder transportiert werden. Vorteilhaft ist die
formschlüssige Verbindung zwischen Tragkörper und Transportband,
weil dadurch jeglicher Schlupf zwischen dem Tragkörper und dem
Transportband vermieden wird und außerdem die volle Kraftwirkung
des Transportbandes auf den Tragkörper einwirkt. Die bereits
erwähnten Schaltglieder ermöglichen ein Auskuppeln aus den
Transportbändern, so daß bei einem gewollten oder ungewollten
Anhalten eines Tragkörpers keine Beschädigung einer Transportbahn
auftreten kann.
Ein formschlüssiger Eingriff mit den umlaufenden Transportbändern
kann dann erfolgen, wenn die umlaufenden Transportbänder
beispielsweise aus Gliederketten oder aus Zahnriemen bestehen.
Endlose Gliederketten oder endlose Zahnriemen haben den Vorteil,
daß zu ihrem Antrieb nur ein Antriebsaggregat erforderlich ist.
Sie sind außerdem flexibel und damit an Kurven, Steigungen und
Gefälle der Transportbahn anpaßbar. Außerdem läßt sich mit ihnen
ein Transportsystem mit einem geschlossenen Kreislauf der
Transportbahnen einrichten.
In einer weiteren Ausbildung der Erfindung bestehen die
Kupplungsteile aus mit den Transportbändern in Eingriff
bringbaren Zahnrädern. Die Zahnräder sind drehbar in den
Tragkörpern angeordnet und über die Schaltglieder in
formschlüssigen Eingriff mit den Tragkörpern bringbar. Wird ein
Schaltglied betätigt, bewegt es sich also relativ zum Tragkörper
und der formschlüssige Eingriff mit dem Tragkörper wird gelöst.
Zahnräder als Kupplungsteile haben den Vorteil, daß sie leicht
blockiert werden können, indem in die Zahnlücken eine die Drehung
behindernde Zunge eingreift oder ein Zahn mit einem
zangenförmigen Stopper blockiert wird. Weiterhin können Zahnräder
in formschlüssigen Eingriff mit Transportbändern gebracht werden,
die eine für eine solche Art des Eingriffs nutzbare Ausgestaltung
aufweisen, wie beispielsweise Zahnriemen
oder Ketten. Wird das Zahnrad über eine fest mit dem Tragkörper
verbundene Zunge blockiert und befindet es sich mit seinen Zähnen
in einem Transportband im formschlüssigen Eingriff, wird es von
dem sich bewegenden Transportband mitgenommen und damit auch der
Tragkörper. Wird die Blockierung des Zahnrads aufgehoben, kann
sich das Zahnrad innerhalb des Tragkörpers frei drehen und der
Tragkörper verbleibt an der Stelle, wo das Zahnrad freigegeben
wurde. Die Freigabe des Zahnrads erfolgt durch Betätigung des
Schaltglieds, was beispielsweise die Zunge aus der Zahnlücke
zieht und damit die Blockierung des Zahnrads aufhebt. Statt einer
Zunge, die in Zahnlücken eingreift, kann auch ein zangenförmiger
Stopper für die Zähne vorgesehen sein der eine Ausnehmung
aufweist, in welche jeweils ein Zahn einrasten kann. Eine solche
Vorrichtung ist einfach im Aufbau und doch wirkungsvoll. Liegt
das Zahnrad in der Ebene, in der der Tragkörper transportiert
wird und ragt es über die Seitenbegrenzung des Tragkörpers
hinaus, kann von beiden Seiten, je nach Bedarf, ein Transportband
mit dem Zahnrad in Eingriff gebracht werden. Dadurch ist es
möglich, den Tragkörper mittels Weichen in eine andere,
abzweigende Transportbahn abzulenken. Dazu werden die
Transportbänder an gegenüberliegenden Seiten der Weiche
angeordnet. Wenn der Tragkörper mit seinem Kupplungsteil das eine
Transportband verläßt und das Kupplungsteil von dem anderen
Transportband ergriffen wird, kann der Tragkörper mit Hilfe von
Führungskonturen in die neue Richtung gelenkt werden.
1n einer anderen Ausbildung der Erfindung bestehen die
Kupplungsteile aus Hebeln, die über die Schaltglieder mit den
Transportbändern in Eingriff bringbar sind. Bei Betätigung der
Schaltglieder wird der Eingriff mit den Transportbändern gelöst.
Die Hebel sind gelenkig mit einem Schaltglied verbunden. Sie
reichen jeweils rechts und links seitlich über die Kontur des
Tragkörpers hinaus. Sie sind stiftförmig ausgebildet und greifen
in die Kontur des jeweiligen Transportbandes ein, beispielsweise
in einen Zahnriemen oder eine Kette. Der Transport kann aber auch
erfolgen, wenn ein reiner Reibschluß mit einem flachen
Transportband besteht und wenn der Anpreßdruck eines Hebels groß
genug ist. Bei Betätigung eines Schaltglieds werden die Kniehebel
in den Tragkörper hineingezogen, so daß die Hebel als
Kupplungsteile von den Transportbändern abegekuppelt werden.
Da die Hebel jeweils einseitig oder beidseitig über die seitliche
Kontur eines Tragkörpers hinausragen können, ist mit ihnen
ebenfalls ein rechtsseitiges oder linksseitiges Kuppeln mit
Transportbändern möglich. Es gilt daher für das Durchfahren von
Weichen das gleiche, was für einen Tragkörper mit einem
beidseitig über den Umriß des Tragkörpers hinausragenden Zahnrad
gesagt wurde.
1n einer Weiterbildung der Erfindung ragen die Schaltglieder über
den stirnseitigen Umriß der Tragkörper hinaus. Die Schaltglieder
werden dann betätigt, wenn ein Hindernis die Transportbahn
blockiert oder gewollt ein Anschlag in die Transportbahn
hineinreicht. Ein über die Stirnseite hinausragendes Schaltglied
wird bei Annäherung eines Tragkörpers an einen Anschlag oder an
ein Hindernis sofort betätigt und dadurch das Kupplungsteil von
dem Transportband abgekuppelt. Der Tragkörper hält selbsttätig
sofort an. Er verbleibt ortsfest an der Stelle, an der sein
Kupplungsteil von dem Transportband abgekuppelt wurde, solange
das Schaltglied betätigt wird. Wird das Hindernis entfernt oder
die Blockierung der Transportbahn durch den Anschlag eines
Stoppers aufgehoben, kehrt das Schaltglied im Tragkörper in seine
Ausgangsstellung zurück und blockiert entweder das Zahnrad oder
bringt die Hebel selbsttätig wieder mit dem Transportband in
Kontakt. Der Tragkörper wird sofort an das Transportband
angekuppelt und mitgenommen.
1n einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung sind Abstandshalter
zum Ankuppeln an die Tragkörper vorgesehen. Diese Abstandshalter
haben im Gegensatz zu den Tragkörpern keine mit den
Transportbändern in Eingriff bringbare Kupplungsteile.
Abstandshalter können dann von Vorteil sein, wenn mit den
Tragkörpern großvolumige Spulen, beispielsweise Kreuzspulen,
transportiert werden müssen, deren Abmessungen über die
Abmessungen der Tragkörper hinausreichen. Damit beim Transport
dieser Spulen hintereinander kein Zusammenstoß der Spulen
untereinander auftritt, werden an jeden Tragkörper so viele
Abstandshalter angekuppelt, daß ein genügend großer Abstand
zwischen den zu transportierenden Spulen oder sonstigen Gütern
untereinander gewährleistet ist. Bleibt ein Tragkörper innerhalb
des Transportsystems an einer Stelle von dem Transportband
ausgekuppelt stehen, beispielsweise um eine Flyerspule abzugeben,
kann ein nachfolgender Tragkörper gefahrlos auf den letzten
Abstandshalter auffahren, ohne daß die Spulen aneinanderstoßen.
Über das an seiner Stirnseite über die Kontur hinausragende
Schaltglied wird der nachfolgende Tragkörper sofort aus dem
Transportband ausgekuppelt und bleibt ebenfalls stehen.
Um das Transportsystem zu automatisieren, können die Tragkörper
eine Codierung aufweisen. Die Codierung kann zur Steuerung des
Transportsystems dienen, beispielsweise zum Einstellen der
entsprechenden Weichen zur Überleitung auf unterschiedliche
Transportbahnen. Weiterhin kann die Codierung dazu dienen, die
Tragkörper an bestimmten Stellen, beispielsweise dort anzuhalten,
wo das Teil übergeben oder angenommen werden soll. Vor solchen
Stellen sind in der Regel die auf die Codierungen abgestimmten
Mittel zum Abtasten und Entschlüsseln dieser Codierungen
vorzusehen. Um den mit der Codierung erwünschten Effekt zu
erzielen, stehen diese Mittel über eine Steuereinrichtung mit den
Weichen und mit den Stoppern zur Betätigung der Anschläge in den
Transportbahnen in Wirkverbindung zum Steuern des Transports der
Tragkörper.
Die Codierung kann beispielsweise mit mechanischen Mitteln
erfolgen. Die Codierung kann beispielsweise aus unterschiedlichen
Stegen oder Stiften oder aus aufgesteckten Stiften bestehen, die
über die obere oder die untere Kontur der Tragkörper hinausragen.
Diese stoßen an einen entsprechenden in der Transportbahn in
Stellung gebrachten Tastschalter, der ein Signal an eine
Steuereinrichtung gibt, welche die Stellung der Stopper und
Weichen steuert. Dadurch ist es möglich, bestimmte Tragkörper zu
selektieren, die beispielsweise eine bestimmte Garnpartie oder
eine bestimmte Spulenform transportieren.
Die Codierung kann aber auch nicht-mechanisch erfolgen. Das
Abtasten und Entschlüsseln erfolgt berührungslos, beispielsweise
optoelektrisch über Strichcodes, Farbkennung oder
elektromagnetisch über Magnetstreifen, Hallsensoren und
elektronische Speicherchips, beispielsweise EEPROM′s oder
batteriegepufferte RAM′s.
Anhand von Ausführungsbeispielen wird das erfindungsgemäße
Transportsystem näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 einen Auschnitt aus dem erfindungsgemäßen Transportsystem
mit einer Transportbahn als Hängeförderbahn und mit einem
Tragkörper als Hängeförderer,
Fig. 2 einen querschnitt durch die Hängeförderbahn,
Fig. 3 eine perspektivische Ansicht einer solchen Transportbahn
mit Tragkörpern, teilgeschnitten,
Fig. 4a einen Tragkörper mit einem Zahnrad als Kupplungsteil in
eingekuppeltem Zustand,
Fig. 4b den Tragkörper nach Fig. 4a mit dem Kupplungsteil in
ausgekuppeltem Zustand,
Fig. 4c das zugehörige Schaltglied als Einzelheit im
Längsschnitt,
Fig. 5a einen Tragkörper mit Hebeln als Kupplungsteile in
eingekuppeltem Zustand,
Fig. 5b den Tragkörper nach Fig. 5a mit den Kupplungsteilen in
ausgekuppeltem Zustand,
Fig. 6 ein Beispiel für eine Codierung mit mechanischen Mitteln
und Abtasten der Profile,
Fig. 7a, Fig. 7b das Beispiel nach Fig. 6 in der Ansicht von vorne mit
unterschiedlichen Tastschaltern,
Fig. 8 ein Beispiel für eine nicht-mechanische Codierung mit
berührungsloser Abtastung der Codierung,
Fig. 9 einen Ausschnitt aus dem Transportsystem mit mehreren
Transportbahnen,
Fig. 10 das Transportsystem mit einer Transportbahn als
Unterflurförderbahn im Längsschnitt und
Fig. 11 das Transportsystem nach Fig. 10 im querschnitt.
In Fig. 1 ist ein Transportsystem gezeigt, wie es beispielsweise
zum Transport von Flyerspulen zu einer Spinnmaschine eingesetzt
werden kann. Von diesem Transportsystem sind nur die Merkmale
dargestellt, die zum Verständnis der Erfindung beitragen. Aus
diesem Grund wurde auf eine Darstellung der einzelnen
Arbeitsstationen, die dieses Transportsystem anfahren kann sowie
auf die Darstellung von Maschinen und Anlagen verzichtet.
In Fig. 1 ist der Teil eines Transportsystems 1 dargestellt,
bestehend aus einer Transportbahn 2, die an Trägern 3 als
Hängeförderer an einer Halterung befestigt ist, beispielsweise an
einer Hallendecke 4. Die Transportbahn 2 ist als kastenförmiges
Profil (Fig. 2) ausgebildet, das einen rechteckigen
Führungsschlitz 6 in Längsrichtung verlaufend auf seiner
Unterseite aufweist.
Gehalten und geführt durch vertikal verlaufende Stege 7a und 7b,
die in einem gewissen Abstand von den Seitenwänden des
Kastenprofils in dessem Innerem parallel zu diesen Seitenwänden
verlaufen sowie durch diesen Stegen gegenüberliegende, ebenfalls
vertikal angeordnete Stege 8a beziehungsweise 8b wird jeweils ein
Raum entlang der Seitenwände des Kastenprofils zur Aufnahme eines
Transportbandes abgetrennt. Das Transportband 9 kann ein endloser
Zahhnriemen oder eine Gliederkette sein. Welcher der
Ausführungsformen des Transportbandes der Vorzug gegeben wird,
richtet sich in der Hauptsache nach der Größe der zu bewegenden
Massen, dem dadurch zu erwartenden Verschleiß sowie den Kosten
pro Längeneinheit des Transportbandes.
Im vorliegenden Ausführungsbeispiel wird nach Fig. 2 zwischen den
Stegen 7a und 8a sowie zwischen der Seitenwand des kastenförmigen
Profils 5 ein Zahnriemen geführt. Zwischen dem Steg 7a und dem
Steg 8a besteht eine Lücke. Spiegelbildlich dazu ist die
gegenüberliegende Seite des kastenförmigen Profils ausgebildet.
Dort wird ebenfalls zwischen den Stegen 7b und 8b ein Raum für
einen eventuellen zweiten Zahnriemen gebildet. Die symmetrische
Anlage des Kastenprofils gibt die Möglichkeit, je nach
Streckenführung und vorgesehenen Abzweigungen, die
Transportbänder jeweils auf der entsprechenden Seite einzusetzen.
Zwischen den Stegen 7b und 8b befindet sich ebenfalls eine Lücke.
Die Stege 7a, 7b sowie 8a und 8b begrenzen einen Raum, in dem
sich die Tragkörper 10 bewegen. Ein Tragkörper trägt das zu
transportierende Gut und wird gleichzeitig über das in
Pfeilrichtung laufende Transportband 9 mitgenommen, indem er mit
diesem Transportband über ein sogenanntes Kupplungsteil 11 in
Kontakt gebracht und mitgenommen wird.
Der hergestellte Kontakt kann formschlüssig oder reibschlüssig
sein. Im vorliegenden Fall wird ein formschlüssiger Kontakt
hergestellt. Das Kupplungsteil 11 des Tragkörpers 10 des
vorliegenden Ausführungsbeispiels ist ein Zahnrad. Dieses Zahnrad
ragt seitlich beidseits über den kastenförmigen Tragkörper
hinaus. Das Zahnrad 11 liegt in der gleichen Ebene, in der auch
der Transport erfolgt und in dem sich das Transportband 9 bewegt.
Wie aus Fig. 2 ersichtlich, ragt das Zahnrad 11 durch den von den
Stegen 7a und 8a freigelassenen Schlitz hindurch und befindet
sich mit seinen Zähnen mit dem Zahnriemen 9 im Eingriff. Wenn das
Zahnrad 11, das als Kupplungsteil fungieren soll, an einer
Drehung gehindert wird, wird der Tragkörper 10 mit Hilfe des
Zahnriemens 9 mitgenommen und bewegt sich mit der gleichen
Geschwindigkeit wie dieser in Pfeilrichtung.
Das Kupplungsteil 11, das Zahnrad, wird an einer Drehbewegung mit
Hilfe eines Schaltgliedes 12 gehindert. Die Funktionsweise dieses
Schaltgliedes sowie der Aufbau des Tragkörpers 10 werden bei der
Beschreibung der Darstellungen in der Fig. 3 sowie der Fig. 4a
bis 4c näher erläutert.
Der Tragkörper 10 weist an der Vorderseite und an der Rückseite
abgeschrägte Körperkanten auf, damit er Kurven, Weichen,
Steigungen und Gefällestrecken durchfahren kann, ohne anzuecken.
Auf der Unterseite des Tragkörpers, der in dem Kastenprofil 5
gleitet, befinden sich zwei Führungsrollen 13a und 13b, die mit
Spiel in dem Führungsschlitz 6 laufen. Der Tragkörper 10 kann
vorzugsweise aus einem verschleißfesten Kunststoff mit geringem
Reibungskoeffizienten gefertigt werden, wenn keine schweren
Lasten zu transportieren sind. Bei schweren Lasten ist es
vorteilhaft, wenn zusätzlich zu den waagerecht liegenden
Führungsrollen auf der Unterseite des Tragkörpers Räder oder
Rollen angebracht sind, um die Gleitreibung durch eine
Rollreibung zu ersetzen.
Durch den Führungsschlitz 6 reicht auf der Unterseite des
Tragkörpers 10 der Adapter 14. An ihm können, je nach der
vorgesehenen Aufgabe und dem zu transportierenden Gut,
Handhabungsteile 15 eingesteckt oder angeschraubt werden. Im
vorliegenden Fall trägt der Adapter 14 ein hier nicht näher
dargestelltes, aber aus dem Stand der Technik bekanntes
Handhabungsteil zum Transport von Flyerspulen 16.
An den Trangkörper 10 sind im vorliegenden Ausführungsbeispiel
zwei sogenannte Abstandshalter 17a und 17b mittels einer Kupplung
18 angekuppelt. Diese Abstandshalter werden jeweils mittels eines
Führungsrades 19 in dem Führungsschlitz 6 geführt. Sie haben die
Aufgabe, hintereinanderfahrende Tragkörper so auf Abstand zu
halten, daß das transportierte Gut, beispielsweise Flyerspulen
oder Kreuzspulen, während des Transports nicht aneinanderstößt
und so die empfindlichen Fadenlagen beschädigt werden. Weiterhin
ist es mit Hilfe dieser Abstandshalter möglich, an den Stellen,
an denen das zu transportierende Gut aufgenommen oder abgegeben
wird, die nachfolgenden Tragkörper so zu positionieren, daß sie
ebenfalls, richtig positioniert, an einer Übergabe
beziehungsweise Übernahmestelle anhalten können, beispielsweise
an den Spinnstellen einer Spinnmaschine.
Das Anhalten der Tragkörper und das Positionieren in der
Anhalteposition erfolgt mittels der Schaltglieder 12. Wie in Fig. 1
zu sehen, ragt das Schaltglied 12 in der Front mit seiner Nase
37 über den Umriß des Tragkörpers 10 hinaus. Es ist innerhalb des
Tragkörpers 10 in seiner Längsrichtung verschieblich gelagert und
bringt in seiner nichtbetätigten Stellung durch Blockierung des
Kupplungsteils 11 dieses mit dem Gehäuse des Tragkörpers 10 in
eine formschlüssige Verbindung. Stößt das Schaltglied 12 mit
seiner Nase 37 gewollt oder ungewollt gegen ein Hindernis,
beispielsweise gewollt gegen den Anschlag 22 eines Stoppers 20,
gegen einen anderen Tragkörper oder einen diesem angehängten
Abstandshalter, wird das Schaltglied 12 gegen die
Transportrichtung des Tragkörpers 10 verschoben und löst die
formschlüssige Verbindung zwischen dem Kupplungsteil 11 und dem
Gehäuse des Tragkörpers. Dadurch kann sich das Zahnrad 12
ungehindert drehen. Es wird von dem Zahnriemen 9 mitgenommen,
während der Tragkörper 10 positionsstabil an der Stelle
verbleibt, an der er angehalten wird.
Fig. 1 zeigt ein Beispiel für einen Stopper 20, mit dem
Tragkörper angehalten und von dem Transportband abgekuppelt
werden können. Der Stopper 20 ist auf dem Oberteil des
kastenförmigen Profils 5 installiert. Im vorliegenden Fall ist er
ein Solenoid, bei dessen Betätigung ein Anschlag 22 durch eine
Öffnung 23 in dem Profil 5 in den Transportweg des Tragkörpers 10
ragt. Die Betätigung erfolgt über eine Signalleitung 24, die mit
einer Steuereinrichtung 25 verbunden ist. Die Steuereinrichtung
25 empfängt im vorliegenden Beispiel Signale über eine
Signalleitung 26 von einem Taster 27, welcher die Bewicklung
einer Flyerspule ertastet. Im vorliegenden Fall ist die
Flyerspule leergelaufen, und der Taster 27 liegt an einer leeren
Hülse 29 an. Die Flyerspule, im vorliegenden Fall die leere
Hülse, hängt in einer hier nicht näher dargestellten
Spinnmaschine an einem Flyerspulenträger 28. Aufgrund der
Stellung des Tasters 27 und dem dadurch abgegebenen Signal wird
über die Steuereinrichtung 25 der Stopper 20 betätigt, so daß der
Anschlag 22 in den Transportweg des Tragkörpers 10 ragt. Mittels
des Anschlags 22 wird das Schaltglied 12 betätigt und dadurch das
Kupplungsteil 11 freigegeben, so daß der Tragkörper 10 von dem
Transportband 9 abgekuppelt wird. Der Tragskörper 10 hält an, und
die leere Hülse 29 kann gegen die herantransportierte Flyerspule
16 ausgewechselt werden. Der Wechselvorgang sowie die dazu
erforderlichen Hilfsmittel sind hier nicht weiter dargestellt, da
sie nicht Gegenstand der Erfindung sind und bereits aus dem Stand
der Technik bekannt sind. Der Spulenwechsel kann beispielsweise
auch von einer Bedienungsperson mit der Hand durchgeführt werden.
In Fig. 3 ist eine perspektivische Darstellung einer
Transportbahn mit Tragkörpern dargestellt. In Verbindung mit den
Fig. 4a, 4b und 4c sind hier die Tragkörper in ihren Einzelheiten
zu sehen.
Das kastenförmige Profil 5 der Transportbahn 2 ist in
Längsrichtung aufgeschnitten und zeigt die Lage des Tragkörpers
10 mit seinen angekuppelten Abstandshaltern 17a und 17b
entsprechend Fig. 1. Dem Tragkörper 10 folgt ein Tragkörper 110,
der ebenfalls eine Flyerspule trägt, die mit 116 bezeichnet ist.
Der Tragkörper 110 weist den gleichen Aufbau wie der Tragkörper
10 auf und ist nur zur Unterscheidung mit einer um 100 erhöhte
Bezugsziffer bezeichnet.
Fig. 4a zeigt den Tragkörper 10 mit an dem in Pfeilrichtung
wandernden Zahnriemen 9 angekuppelten Kupplungsteil 11. In Fig.
4b ist das Schaltglied 12 betätigt und das Kupplungsteil 11 aus
dem Zahnriemen 9 ausgekuppelt. Fig. 4c zeigt das Schaltglied als
Einzelheit.
Der Tragkörper 10 besteht aus dem Grundkörper 30, der mit dem
Adapter 14 aus einem Stück besteht. Dieser Grundkörper 30 ist mit
einem Deckel 31 abgedeckt. Mit 32a, 32b und 32c sind die
Gewindelöcher zur Befestigung des Deckels bezeichnet. In der
Ausnehmung 33 liegt das Kupplungsteil 11, im vorliegenden Teil
ein Zahnrad. Es dreht sich um eine abgestufte Nabe 34a, die im
Durchmesser größer ist als das darüber befindliche Stück 34b, das
sich in der Führungnut 35 des Schaltglieds 12 befindet. Das
Gewindeloch 32a befindet sich im Mittelpunkt der Nabe 34b, die
als Führung für das Schaltglied 12 dient. Das Schaltglied 12
bewegt sich in der Längsnut 36 im Grundkörper 30 des Tragkörpers
10. Das Schaltglied 12 ist brückenförmig geformt (Fig. 4c) und
umgreift das Zahnrad 11. Das Schaltglied 12 ragt auf der
Frontseite des Tragkörpers 10 über dessen Umrisse hinaus. Am
anderen Ende des Schaltgliedes 12, auf der entgegengesetzten
Seite von der Nase 37, befindet sich ein Zapfen 38, der in eine
Bohrung 39 in den Grundkörper 30 eingreift. Er ist von einer
Feder 40 umgeben, welche das Schaltglied 12 in Transportrichtung,
in Pfeilrichtung gesehen, aus dem Grundkörper 30 herausdrückt.
Weiterhin weist das Schaltglied 12 eine senkrecht zu der Ebene,
in der das Kupplungsteil 11 liegt, verlaufende Ausnehmung 41 auf,
die gerade so groß ist, daß einer der Zähne des Kupplungsteils 11
in diese Ausnehmung eingreifen kann.
Im nichtbetätigten Zustand wird das Schaltglied 12 mittels der
Feder 40 so weit nach vorne in Pfeilrichtung gedrückt, daß einer
der Zähne des Zahnrads in die Ausnehmung 41 gerät und dort
festgehalten wird. Die Anschlagkante 42 weicht mit seiner Kontur
vor den benachbarten Zähnen zurück. Befindet sich ein Zahn in der
Ausnehmung 41, kann sich das Zahnrad 11, der Kupplungsteil, nicht
mehr um die Nabe 34a drehen. Da das Zahnrad mit seinen Zähnen
gleichzeitig mit dem Transportband, dem Zahnriemen 9, im Eingriff
steht, wird bei einer Bewegung des Zahnriemens in Pfeilrichtung
der Tragkörper 10 mit seinem angehängten Abstandshalter 17a und
dem nicht mehr dargestellten Abstandshalter 17b ebenfalls in
Pfeilrichtung transportiert.
Der Abstandshalter 17a ist mit einer Kupplung 18, einer am Ende
kugelförmig verdickten Stange angekuppelt, die in eine dafür
vorgesehene Ausnehmung 43 in dem Grundkörper 30 eingelegt ist.
Eine solche Kupplung ermöglicht beliebige Dreh- und Hubbewegungen
des Abstandshalters. Die trichterförmige Öffnung 44 im
Grundkörper ermöglicht die seitlichen Schwenkbewegungen und die
Auf- und Abbewegungen des Abstandshalters 17a bei Kurvenfahrten
beziehungsweise beim Durchfahren von Steigungen und
Gefällestrecken. Die Kupplung 18 ist durch den Deckel 31 vor dem
Entkuppeln gesichert.
Ragt in den Transportweg des Tragkörpers 10 der Anschlag 22 eines
Stoppers und fährt der Tragkörper 10 gegen diesen Stopper, wie in
Fig. 4b dargestellt, so stößt er zunächst mit der Nase 37 des
Schaltglieds 12 gegen diesen Anschlag. Der Tragkörper 10 wird
noch so weit weitertransportiert und das Schaltglied 12 so weit
in den Grundkörper 30 gegen die Kraft der Feder 40
hineingedrückt, bis daß der Zapfen 38 am Ende der Längsnut 36
anstößt. Inzwischen hat die Ausnehmung 41 den bisher
festgehaltenen Zahn des Zahnrads freigegeben. Damit ist das
Kupplungsteil 11 von dem Grundkörper 30 des Tragkörpers 10
entkuppelt. Das Zahnrad 11 kann sich nun frei um die Nabe 34a
drehen.
Solange wie der Anschlag 22 das Schaltglied 12 betätigt, dreht
sich das Kupplungsteil 11, vom ständig weiterlaufenden Zahnriemen
9 mitgenommen, frei. Die Feder 40 versucht das Schaltglied 12
gegen die Zähne zu drücken. Bei einem eventuellen Einrasten eines
Zahnes in die Ausnehmung 41 würde der Grundkörper 30 wieder mit
dem Kupplungsteil 11 starr verbunden und das Kupplungsteil 11
würde wieder vom Zahnriemen 9 mitgenommen. Damit würde aber der
Grundkörper 30 wieder in Pfeilrichtung mitgenommen und so würde
sich die Kraft auf das Schaltglied 12 verstärken. Das
Kupplungsteil 11 würde sofort wieder freigegeben, so daß sich das
Zahnrad 11 wieder frei drehen könnte. Erst wenn der Anschlag 22
aus dem Transportweg des Tragkörpers hinausgenommen wird, drückt
die Feder 40 das Schaltglied 12 in Transportrichtung und einer
der Zähne des Zahnrads 11 kommt wieder mit der Ausnehmung 41 zum
Eingriff. Der Weitertransport wird eingeleitet.
In Fig. 3 folgt dem Tragkörper 10 ein weiterer Tragkörper 110.
Wird nun der Tragkörper 10 infolge eines Hindernisses oder
gewollt durch einen Anschlag 22 angehalten, fährt der Tragkörper
110 auf den letzten Abstandshalter 17b auf. Dadurch wird sein
Schaltglied 112 ebenfalls betätigt und sein Kupplungsteil 111
ebenfalls ausgekuppelt. Es wird sich ebenfalls frei um seine
Achse drehen. Der Tragkörper wird ebenfalls stehenbleiben. Die
Kupplung der Abstandshalter 17a und 17b untereinander erfolgt
genauso wie die Kupplung des Abstandshalters 17a mit dem
Tragkörper 10. Da aber die Abstandshalter nicht aus einem
Grundkörper und einem Deckel bestehen, wird das Entkuppeln durch
einen über die Ausnehmung für die Kupplung angebrachten,
herausdrückbaren Stift 45 verhindert.
Die Fig. 5a und 5b zeigen eine andere Ausführungsform des
Tragkörpers. Der Tragkörper 510 soll in seinem äußeren Aufbau,
das heißt in Bezug auf die Anordnung der Führungsrollen, den
Adapter, den Handhabungsteil und die Kupplung mit den
Abstandshaltern dem Ausführungsbeispiel nach den Fig. 1, Fig. 2
und Fig. 3 gleichen. Er unterscheidet sich von dem vorherigen
Ausführungsbeispiel durch das Kupplungsteil und das Schaltglied.
In den Fig. 5a und 5b sind nur die zum Verständnis der Erfindung
beitragenden Merkmale dargestellt.
Der Grundkörper 530 wird durch einen hier nicht dargestellten
Deckel verschlossen, für dessen Befestigung die vier
Gewindelöcher 532a bis 532d vorgesehen sind. Der Grundkörper 530
weist außerdem eine nahezu dreieckförmige, symmetrisch geformte
Ausnehmung 533 auf, in dem sich das Kupplungsteil, im
vorliegenden Fall ein Hebelsystem, befindet, bestehend aus den
zwei Hebeln 511a und 511b. Im Inneren des Grundkörpers ist
jeweils ein Ende der Hebel gemeinsam in dem Gelenk 534 auf dem
Schaltglied 512 gelagert. Der Hebel 511a befindet sich mit seinem
anderen Ende in einer Zahnlücke des Keilriemens 9 im Eingriff.
Mit geringem Abstand vom jeweiligen Außenende der Hebel befinden
sich in senkrechter Richtung zu diesen Hebeln stehende Zapfen
546a sowie 546b, welche in Nuten 547a beziehungsweise 547b
innerhalb des Grundkörpers 530 eintauchen. Die Nuten stehen in
etwa V-förmig zur Mittelachse des Grundkörpers, wobei sich das V
in Transportrichtung öffnet.
Das Schaltglied 512 wird in der Bohrung 536 innerhalb des
Grundkörpers 530 geführt. Diese Bohrung 536 verläuft mittig in
Längsachse des Grundkörpers 510. Eine in der Bohrung 536
befindliche Feder 540 drückt das Schaltglied 512 in Pfeilrichtung
aus dem Grundkörper 530 so weit heraus, daß seine Nase 537 über
die frontseitige Kontur des Grundkörpers hinausragt. Der Zapfen
538 dient zur Stabilisierung der Feder 540 und als Wegbegrenzer
und Anschlag beim Betätigen des Schaltgliedes. In der Endstellung
des Schaltgliedes 512 stehen die Hebel 511a und 511b im rechten
Winkel zum Tragkörper 510. Der Hebel 511a befindet sich mit dem
Keilriemen 9, dem Transportband, im Eingriff. Fig. 5a zeigt also
den Tragkörper 510 mit eingekuppeltem Kupplungsteil, wie er von
dem sich in Pfeilrichtung bewegenden Keilriemen mitgenommen wird.
Fig. 5b dagegen zeigt den Tragkörper 510 in ausgekuppeltem
Zustand bei betätigtem Schaltglied 512. Wenn das Schaltglied 512
mit seiner Nase 537 gegen einen Anschlag 22 stößt, wird es gegen
die Feder 540 in die Bohrung 536 im Tragkörper 530
hineingedrückt. Zwischen Schaltglied und Tragkörper tritt eine
Relativbewegung auf. Der Hebel 511a wird, ebenso wie der Hebel
511b, aufgrund der gelenkigen Verbindung im Gelenk 534 auf dem
Schaltglied 512 an seinem einen Ende mitgeführt, während das
jeweils freie Ende aufgrund der Führung der Zapfen 546a
beziehungsweise 546b in den Nuten 547a und 547b schräg nach innen
in den Tragkörper 530 hineinwandert. Der Hebel 511a wird dadurch
aus der Zahnlücke im Zahnriemen 9 herausgezogen. Der Tragkörper
510 ist damit vom Transportband 9 abgekuppelt. Er verbleibt so
lange in dieser Stellung, bis daß der Anschlag 22 entfernt wird.
Dann wird das Schaltglied 512 wieder aus dem Grundkörper 530 mit
Hilfe der Feder 540 herausgedrückt. Das Gelenk 534 wird wieder in
Transportrichtung verschoben, und die beiden Hebel 511a und 511b
klappen seitlich aus dem Grundkörper 530 heraus, wobei der Hebel
511a wieder mit einer Zahnlücke des Zahnriemens 9 in Eingriff
kommt. Dann wird der Tragkörper 510 wieder mit der gleichen
Geschwindigkeit, wie der Keilriemen 9 wandert, mitgenommen.
Am Tragkörper 510 ist, wie in den Fig. 5a und 5b angedeutet, ein
Abstandshalter 517a über die Kupplung 518 angekuppelt. Die
Ausbildung der Kupplung sowie der Ausnehmung 543, in der die
Kupplung eingesetzt ist, entsprechen den Ausführungen nach dem
Beispiel in den Fig. 4a und 4b. So ist auch eine trichterförmige
Aufweitung 544 vorgesehen, in der sich bei der Überwindung von
Höhenunterschieden sowie beim Durchfahren von Kurven die Kupplung
518 frei bewegen kann.
In den Fig. 6, 7a, 7b und 8 sind Ausführungsbeispiele für
codierte Tragkörper dargestellt. Die Codierungen auf diesen
Tragkörpern können beispielsweise dafür eingesetzt werden,
Tragkörper an bestimmten, dafür vorgesehenen Stellen zu stoppen,
Weichen zu stellen, um auf andere Transportbahnen abgeleitet zu
werden, oder bei einer Mehrfachpartiebelegung entsprechend der
Partien Steuervorgänge zur Zuordnung anhand der Codierungen
auszulösen.
Die Codierung kann aus rein mechanischen Mitteln bestehen, die
auch mechanisch abgetastet werden, sie kann aber auch mit jeder
anderen Art der bekannten, berührungslos arbeitenden Codiermittel
versehen sein. Dazu gehören beispielsweise optisch abtastbare
Codes, wie Strichcodes oder farbliche Codes, mit Hilfe von
Magnetfeldern erzeugte Codes oder Codes, die beispielsweise in
lesbaren Chips gespeichert sind.
In Fig. 6 ist ein Beispiel für eine Codierung mit mechanischen
Mitteln dargestellt. Die Ausgestaltung der Ausführungsbeispiele
entspricht der Ausgestaltung entsprechend den Fig. 1 und 2. Aus
diesem Grund sind auch dieselben Bezugsziffern für die
Bezeichnung derselben Merkmale gewählt worden. Ein Tragkörper 10
wird mitttels eines Zahnriemens 9 durch das kastenförmige Profil
5 einer Transportbahn 2 in Pfeilrichtung transportiert. Mit Hilfe
des Kupplungsteils 11, einem Zahnrad, wie es aus den
vorhergehenden Ausführungsbeispielen bekannt ist, ist der
Tragkörper 10 mit dem Zahnriemen 9 gekuppelt.
Auf der Oberseite des kastenförmigen Profils 5 ist der Stopper 20
zu sehen, dessen Anschlag 22 durch die Öffnung 23 in den Fahrweg
des Tragkörpers 10 gebracht werden kann. Der Stopper 20 ist über
eine Signalleitung 24 mit einer Steuereinrichtung 25 verbunden.
Die Steuereinrichtung 25 wiederum ist über eine Signalleitung 50
mit einem Tastschalter 51 verbunden, der sich ebenfalls auf dem
kastenförmigen Profil 5 befindet. Sein Taster 52 reicht durch
eine Öffnung 53 in den Fahrweg des Tragkörpers 10.
Der Deckel 31 des Tragkörpers 10 weist in Längsrichtung des
Tragkörpers gesehen eine Nut 54 auf, wie anhand der Bruchlinie im
Deckel 31 ersichtlich. Der Taster 52 des Tastschalters 51 ragt
nur so weit in den Fahrweg der Tragkörper 10, daß er entweder von
einem Deckel ohne Nut angehoben und betätigt wird oder nicht
betätigt wird, wenn er, wie im vorliegenden Beispiel, in eine Nut
des Deckels reicht. Eine Umkehrung der Betätigung, so
beispielsweise die Auslösung eines Schaltvorgangs durch das
Eintauchen in eine Nut und das Ausschalten durch einen Deckel
ohne Nut, kann natürlich ebenfalls vorgesehen sein. Im
vorliegenden Ausführungsbeispiel taucht der Taster in die Nut 54
im Deckel 31 und wird somit nicht betätigt. Dadurch erreicht auch
die Steuereinrichtung 25 kein Signal über die Signalleitung 50,
so daß die Steuereinrichtung kein Signal über die Signalleitung
24 an den Stopper 20 weitergibt. Der Stopper 20 gibt dadurch den
Anschlag 22 nicht frei, und im vorliegenden Ausführungsbeispiel
kann der Tragkörper ungehindert diese Stopp-Stelle passieren.
Die Fig. 7a zeigt einen Querschnitt durch eine Transportbahn in
Anlehnung an Fig. 6 mit Sicht auf einen Tastschalter 751. Der
Deckel 31 des Tragkörpers 10 weist zwei Nuten 754a und 754b auf.
In der Mitte, zwischen den beiden Nuten, befindet sich ein Steg
755, mit dem der Taster 752 des Tastschalters 751 betätigt wird.
Im vorliegenden Fall wird über die Signalleitung 750 an die hier
nicht dargestellte Steuereinrichtung ein Signal weitergegeben,
welches zur Steuerung eines Stoppers, einer Weiche oder einer
sonstigen Vorrichtung genutzt werden kann.
In Fig. 7b ist in Anlehnung an Fig. 7a eine weitere
Ausführungsform dargestellt. Auch hier weist der Deckel 31 des
Tragkörpers 10 zwei Nuten 754a sowie 754b und einen
dazwischenliegenden Steg 755 auf.
Im vorliegenden Ausführungsbeispiel wird ein Tastschalter 751 mit
drei Tastern 752a, 752b und 752c eingesetzt. Während die Taster
752a und 752c nicht betätigt werden, wird der Taster 752b mittels
des Stegs angehoben, wodurch ein Schaltvorgang eingeleitet wird.
Von dem Tastschalter 751 gehen somit über die Signalleitungen
750a und 750c keine Signale aus, während über die Signalleitung
750b ein Signal an die hier nicht dargestellte Steuereinrichtung
weitergeleitet wird.
Eine Codierung mit mechanischen Mitteln, beispielsweise mit
Stegen und Nuten, die von Tastern abgetastet werden, kann auch
zur direkten mechanischen Steuerung von Schaltvorgängen
herangezogen werden. So kann beispeilsweise ein Taster, der
mittels der Codierung auf dem Deckel eines Tragkörpers betätigbar
ist, über ein Hebelsystem mechanisch mit einer Weiche oder einem
Stopper verbunden sein.
In der Fig. 8 ist ein Ausführungsbeispiel für eine Codierung
dargestellt, die berührungslos abgetastet wird. Bis auf die
Codierung und die Mittel zum Abtasten und Entschlüsseln dieser
Codierung gleicht dieses Ausführungsbeispiel dem
Ausführungsbeispiel nach Fig. 6.
In Transportrichtung gesehen, angedeutet durch einen Pfeil,
befindet sich vor dem Stopper 20 in der Oberseite des
kastenförmigen Profils 5 ein Sensor 60. Mit ihm können die Deckel
31 der Tragkörper 10 auf eine dort angebrachte Codierung 62
abgetastet werden. Die Signale des Sensors 60 werden über die
Signalleitung 61 der Steuereinrichtung 25 zugeführt, die
daraufhin über die Signalleitung 24 den Stopper betätigen kann.
Wie bereits dargelegt, ist jede berührungslos abtastbare
Codierung einsetzbar. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel kann es
sich um eine farbliche Codierung, um einen Strichcode oder um
lesbare Chips handeln, welche natürlich eine wesentlich höhere
Informationsdichte als die übrigen Codierungen beinhalten. Der
Sensor 60 muß naturgemäß auf die entsprechende Codierung
abgestimmt sein.
Da die Deckel 31 der Tragkörper 10 abnehmbar sind, ist es leicht
möglich, bei allen Ausführungsbeispielen entsprechend der Fig. 6,
7a, 7b und 8 mit Austausch der Deckel auch die Codierung
entsprechend dem vorgesehenen Verwendungszweck des Tragkörpers
auszuwechseln.
Im vorliegenden Fall hat die Codierung 62 im Sensor 60 ein Signal
ausgelöst, das über die Signalleitung 61 an die Steuereinrichtung
25 weitergeleitet wurde. Aufgrund des empfangenen Signals ist
über die Signalleitung 24 an den Stopper 20 ein Signal geschickt
worden, wodurch der Anschlag 22 in den Fahrweg des Tragkörpers 10
taucht. Das Schaltglied 12 wird mit seiner Nase 37 gegen den
Anschlag 22 stoßen und dadurch betätigt. Das Kupplungsteil wird
ausgekuppelt und der Tragkörper 10 stoppt am Anschlag 22.
Fig. 9 zeigt eine sehr vereinfachte Darstellung eines Teils eines
Transportsystems. Zwei parallele Transportbahnen 2a und 2b sind
jeweils durch zwei Kurvenstücke 2c und 2d miteinander verbunden.
Von diesen Transportbahnen sind jeweils nur die Führungsschlitze
6 angedeutet sowie für die geraden Transportbahnen die
Transportbänder 91 und 92 sowie für die Bogenstücke die
jeweiligen Transportbänder 93 und 94.
Das Transportband 91, beispielsweise ein umlaufender Zahnriemen,
wird über den Antrieb 71 angetrieben, wobei dieser Antrieb, wie
mittels einer angedeuteten Feder symbolisiert, verstellbar und
über Federkraft zur Spannung des Transportbandes gegen das
Transportband andrückbar ist. Das Transportband wird über die
Umlenkrolle 81 umgelenkt, wo das Bogenstück 2d beginnt. Der
Antrieb 71 ist mit einer Signalleitung 711 mit der
Steuereinrichtung 25 verbunden zum Ein- und Ausschalten des
Antriebs sowie zur Bestimmung der Transportrichtung. Einen
vergleichbaren Aufbau weist der Antrieb der Transportbahn 2b auf.
Dort wird über einen verstellbaren Antrieb 72, der gleichzeitig
als Spanneinrichtung für das Transportband 92 dient, dieses
Transportband angetrieben. Auch dieses Transportband wird an der
Stelle mittels einer Umlenkrolle 82 umgelenkt, an der die
bogenförmige Transportbahn 2d beginnt. Der Antrieb 72 ist über
die Signalleitung 721 zur Steuerung ebenfalls mit der
Steuereinrichtung 25 verbunden.
Die bogenförmigen Transportbahnen 2c und 2d weisen einen
vergleichbaren Aufbau auf, was den Antrieb der Transportbänder 93
beziehungsweise 94 betrifft. In den bogenförmigen Stücken wird
das jeweiligen Transportband 93 mittels einer Führung 931 und
Transportband 94 mittels einer Führung 941 geführt. Umlenkrollen
83a und 83b beziehungsweise 84a und 84b sorgen für eine Umlenkung
des jeweiligen Transportbandes an den Stellen, an denen die
Transportbahnen 2c beziehungsweise 2d in die jeweiligen geraden
Transportbahnen 2a beziehungsweise 2b einmünden. Die Antriebe 73
beziehungsweise 74 gleichen in ihrem Aufbau den Antrieben 71 und
72 und sind ebenfalls verstellbar und zur Spannung der jeweiligen
Transportbänder geeignet. Über Signalleitungen 731
beziehungsweise 741 sind die Antriebe jeweils mit der
Steuereinrichtung 25 zur Steuerung der jeweiligen Transportbänder
verbunden.
Mittels Weichen 101 beziehungsweise 102 können die hier nicht
dargestellten Tragkörper von der Transportbahn 2a in die
Transportbahn 2c oder von der Transportbahn 2b in die
Transportbahn 2c eingeleitet werden. Die Überleitung in diese
Transportbahn erfolgt dann, wenn die Weichen so gestellt sind,
wie sie in dem vorliegenden Ausführungsbeispiel in der mit
ausgezogenen Strichen dargestellten Stellung stehen. In der
Stellung 101′ beziehungsweise 102′, strichpunktiert dargestellt,
wird die Überleitung der Tragkörper in die Transportbahn 2c
gesperrt. Die Betätigung der Weichen erfolgt über Weichensteller.
Der Weichensteller 103 der Weiche 101 ist über eine Signalleitung
105 mit der Steuereinrichtung 25 verbunden, während der
Weichensteller 104 für die Weiche 102 mit einer Signalleitung 106
mit der Steuereinrichtung 25 verbunden ist. Über die
Steuereinrichtung können die Weichen entsprechend vorgebbarer
Befehle gestellt werden.
Die Befehle zur Weichenstellung können beispielsweise über
Schalter oder über Sensoren an die Steuereinrichtung 25 abgegeben
werden, wobei die Betätigung der Sensoren über die Tragkörper
selbst erfolgen kann, wie in den vorhergehenden
Ausführungsbeispielen dargelegt. So ist in der Transportbahn 2a
ein Sensor 604 angeordnet, der über eine Signalleitung 614 mit
der Steuereinrichtung 25 zur Stellung der Weiche 101 verbunden
ist. In der Transportbahn 2b ist ein Sensor 605 angeordnet, der
über eine Signalleitung 615 mit der Steuereinrichtung 25 zur
Betätigung der Weiche 102 verbunden ist. In den jeweiligen
Transportbahnen können außerdem Sensoren oder Schalter angeordnet
sein mit denen Stopper betätigt werden die für bestimmte
Zwecke, beispielsweise Be- oder Entladen der Tragkörper, die
Tragkörper anhalten können. Aus diesem Grund befindet sich in der
Transportbahn 2c ein Sensor 601, mit dem ein Stopper 201 betätigt
werden kann. Wird der Sensor 601 aktiviert, gibt er über die
Signalleitung 611 an die Steuereinrichtung 25 ein Signal ab, die
daraufhin über die Signalleitung 241 den Stopper 201 zum Anhalten
des jeweiligen Tragkörpers aktiviert.
In gleicher Weise kann auch der Stopper 202 aktiviert werden. Er
ist in der Transportbahn 2d angeordnet. Für jede
Transportrichtung ist vor dem Stopper 202 ein Sensor angeordnet.
Der Sensor 602 ist über eine Signalleitung 612, der Sensor 603
über die Signalleitung 613 mit der Steuereinrichtung 25
verbunden. Je nachdem, von welcher Seite ein codierter Tragkörper
die Transportbahn 2d durchläuft, wird einer der Sensoren
entsprechend der Codierung aktiviert oder nicht aktiviert.
Aufgrund der abgegebenen Signale kann die Steuereinrichtung 25
über die Signalleitung 242 den Stopper 202 aktivieren, um den
entsprechend codierten Tragkörper an dieser Stelle anzuhalten.
Statt Sensoren können auch Tastschalter vorgesehen sein, welche,
wie in den Beispielen nach den Fig. 6 und 7a sowie 7b gezeigt,
Codierungen mechanisch abtasten.
In Fig. 10 ist eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Transportsystems dargestellt. Das Transportsystem hat im
vorliegenden Ausführungsbeispiel Unterflurförderbahnen als
Transportbahnen. Die Trägkörper sind Unterflurförderer, die zum
Transport von Kannen mit Faserband eingesetzt werden können.
Während Fig. 10 einen Längsschnitt durch eine Transportbahn
zeigt, ist in Fig. 11 ein Querschnitt mit der Ansicht eines
Tragkörpers zu sehen.
Unterhalb des Niveaus des Fußbodens 401 verläuft die
Transportbahn 402. Das kastenförmige Profil 405 ist so in den
Fußboden eingelassen, daß nur ein Führungsschlitz 406 sichtbar
ist. Der Aufbau der Transportbahn gleicht im wesentlichen dem
Aufbau der in den Fig. 1 bis 3 dargestellten Transportbahnen mit
dem Unterschied, daß man sich diese Transportbahn um 180 Grad
verdreht auf den Kopf gestellt vorstellen muß. Aus diesem Grund
ist auch der Adapter 414 auf der Oberseite des Tragkörpers 410
angebracht. Ebenfalls sind die Führungsrollen 413a und 413b auf
der Oberseite des Tragkörpers angebracht und führen somit den
Tragkörper in dem Führungsschlitz 406. Da auf den Tragkörper 410
eine Druckkraft wirkt, stützt er sich auf seiner Unterseite auf
vier breiten Rollen ab, mit 470a, 470b auf der Vorder- und 471a
und 471b auf der Rückseite bezeichnet. Für diese Rollen weist das
Profil, entsprechend Fig. 11, eine trogförmige Ausbuchtung auf.
Der Adapter 414, der aus dem Führungsschlitz 406 herausragt,
trägt eine Plattform 415, auf der im vorliegenden
Ausführungsbeispiel eine mit Faserband gefüllte Kanne 416 steht.
Im vorliegenden Ausführungsbeispiel wird das erfindungsgemäße
Transportsystem zum Kannentransport zwischen Spinnmaschinen und
Strecke eingesetzt.
Das Transportband ist im vorliegenden Ausführungsbeispiel eine
Gliederkette 409, mit der größere Kräfte übertragen werden können
als mit einem Zahnriemen. Die Gliederkette 409 bewegt sich
horizontal durch die Transportbahn 402 innerhalb des
kastenförmigen Profils 405, geführt durch vertikale Stege 407 und
408 (Fig. 11). Die Kette steht mit ihren Gliedern senkrecht zur
Transportrichtung. Zwischen den Stegen 407 und 408 ist ein
Zwischenraum, durch welchen das Kupplungsteil 411, ein Zahnrad,
in die Kette eingreift. Wenn das Kupplungsteil 411 blockiert ist,
wird der Tragkörper 410 mitgenommen. Die Blockierung erfolgt über
das Schaltglied 412 in bekannter Weise entsprechend den
vorhergehenden Ausführungsbeispielen. Der Tragkörper 410 wird
gestoppt, wenn die Nase 437 des Schaltgliedes 412 gegen einen
Anschlag 422 eines Stoppers 420 fährt. Der Stopper 420 kann über
die Signalleitung 424 betätigt werden, wobei er mit einer hier
nicht dargestellten Steuereinrichtung verbunden ist, vergleichbar
dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 9. Die Steuerung des Stoppers
kann über eine Codierung 462 erfolgen, welche von einem hier
nicht dargestellten Sensor erfaßt und zur Steuerung des Stoppers
herangezogen werden kann. Die Anordnung des Stoppers und der
Codierung zeigt, daß aufgrund der geänderten Konstruktion des
Tragkörpers eine andere Anordnung von Stoppern, Codierungen und
Sensoren erforderlich ist, beispielsweise im vorliegenden Fall in
der Seitenwand des kastenförmigen Profils.
Wie im vorliegenden Ausführungsbeispiel gezeigt, können auch an
den Tragkörper dieses Transportsystems Abstandshalter 417
angekuppelt werden. Die Kupplung 418 entspricht der Kupplung im
Ausführungsbeispiel entsprechend den Fig. 3, 4a und 4b. Aufgrund
der breiteren Bauart übernehmen zwei Führungsräder 419a und 419b
die Führung der Abstandshalter in dem trogförmigen Teil des
kastenförmigen Profils 405, in dem die Stützräder 470a, 470b
sowie 471a und 471b laufen.
Claims (11)
1. Transportsystem mit Transportbahnen, insbesondere zum Einsatz
in der Textilindustrie zum Verbinden von Textilmaschinen
untereinander sowie mit anderen Arbeitsstellen wie Lager oder
Versand, mit einer Vielzahl unabhängig voneinander
verfahrbarer Tragkörper, die innerhalb des Systems mit
ständig umlaufenden Transportbändern in Eingriff bringbar
sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß die den Eingriff mit den Transportbändern (9; 91, 92, 93,
94; 409) ermöglichenden Kupplungsteile (11; 111; 411; 511a,
511b) schaltbar an den Tragkörpern (10; 110; 410; 510)
angeordnet sind, daß das Ein- und Ausschalten der
Kupplungsteile durch Schaltglieder (12; 112; 412; 512)
erfolgt, daß die Schaltglieder infolge einer Relativbewegung
von Schaltglied und Tragkörper beim Auffahren der Tragkörper
auf in den Transportweg (2; 2a, 2b, 2c, 2d; 402) der
Tragkörper reichende Anschläge (22; 422) und Hindernisse
(17b) betätigbar sind und daß die Tragkörper jeweils
mindestens einen Adapter (14; 414) zum Anschluß eines auf das
zu transportierende Gut (16; 416) abgestimmte Handhabungsteil
(15; 415) aufweisen.
2. Transportsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die von den Transportbändern (9; 91, 92, 93, 94; 409)
abgekuppelten Tragkörper (10; 110; 410; 510) für die Dauer
der Betätigung der Schaltglieder (12; 112; 412; 512) an der
Stelle des Abkuppelns positionsstabil sind.
3. Transportsystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Transportbahnen (2; 2a, 2b, 2c, 2d)
als Hängeförderbahnen mit Tragkörpern als Hängeförderer (10′
110; 510) ausgebildet sind.
4. Transportsystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Transportbahnen (402) als
Unterflurförderbahnen mit Tragkörpern als Unterflurförderer
(410) ausgebildet sind.
5. Transportsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die Transportbänder aus Zahnriemen (9;
91, 92, 93, 94) bestehen.
6. Transportsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die Transportbänder aus Gliederketten
(409) bestehen.
7. Transportsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß die Kupplungsteile aus mit den
Transportbändern (9; 91, 92, 93, 94; 409) formschlüssig in
Eingriff stehenden Zahnrädern (11; 111; 411) bestehen, daß
die Zahnräder drehbar in den Tragkörpern (10; 110; 410)
angeordnet sind, daß die Zahnräder mittels der Schaltglieder
(12; 112; 412) in formschlüssigem Eingriff mit den
Tragkörpern bringbar sind und daß bei betätigten
Schaltgliedern der formschlüssige Eingriff mit den
Tragkörpern gelöst ist.
8. Transportsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß die Kupplungsteile aus Hebeln (511a,
511b) bestehen, die über die Schaltglieder (512) mit den
Transportbändern (9) in Eingriff bringbar sind und daß bei
betätigten Schaltgliedern (512) der Eingriff mit den
Transportbändern (9) gelöst ist.
9. Transportsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß die Schaltglieder (12; 112; 412; 512)
über den stirnseitigen Umriß der Tragkörper (10; 110; 410;
510) hinausragen.
10. Transportsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch
gekennzeichnet, daß Abstandshalter (17a, 17b; 417) zum
Ankuppeln an die Tragkörper (10; 410; 510) vorgesehen sind
und daß diese Abstandshalter keine mit den Transportbändern
(9; 91, 92, 93, 94; 409) in Eingriff bringbare Kupplungsteile
aufweisen.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch
gekennzeichnet, daß die Tragkörper (10; 410) eine Codierung
(54; 62; 462; 754a, 754b, 755) aufweisen, da8 Mittel (51; 60;
601, 602, 603, 604, 605; 751) zum Abtasten und Entschlüsseln
dieser Codierungen vorgesehen sind und daß diese Mittel über
eine Steuereinrichtung (25) in Wirkverbindung stehen mit
Einrichtungen (20; 103, 104; 201, 202) zum Steuern des
Transports der Tragkörper.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19904028207 DE4028207A1 (de) | 1990-09-06 | 1990-09-06 | Transportsystem fuer die textilindustrie |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19904028207 DE4028207A1 (de) | 1990-09-06 | 1990-09-06 | Transportsystem fuer die textilindustrie |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4028207A1 true DE4028207A1 (de) | 1992-03-12 |
Family
ID=6413675
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19904028207 Withdrawn DE4028207A1 (de) | 1990-09-06 | 1990-09-06 | Transportsystem fuer die textilindustrie |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4028207A1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE102008059622A1 (de) | 2008-11-28 | 2010-06-02 | Krones Ag | Einrichtung zum Verpacken von Artikeln |
| EP2899144B1 (de) | 2014-01-24 | 2018-03-07 | Dürkopp Fördertechnik GmbH | Fördervorrichtung und Verfahren zum automatisierten Fördern von Einzelwaren |
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