DE4028811C2 - - Google Patents
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- DE4028811C2 DE4028811C2 DE4028811A DE4028811A DE4028811C2 DE 4028811 C2 DE4028811 C2 DE 4028811C2 DE 4028811 A DE4028811 A DE 4028811A DE 4028811 A DE4028811 A DE 4028811A DE 4028811 C2 DE4028811 C2 DE 4028811C2
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- B03—SEPARATION OF SOLID MATERIALS USING LIQUIDS OR USING PNEUMATIC TABLES OR JIGS; MAGNETIC OR ELECTROSTATIC SEPARATION OF SOLID MATERIALS FROM SOLID MATERIALS OR FLUIDS; SEPARATION BY HIGH-VOLTAGE ELECTRIC FIELDS
- B03B—SEPARATING SOLID MATERIALS USING LIQUIDS OR USING PNEUMATIC TABLES OR JIGS
- B03B5/00—Washing granular, powdered or lumpy materials; Wet separating
- B03B5/62—Washing granular, powdered or lumpy materials; Wet separating by hydraulic classifiers, e.g. of launder, tank, spiral or helical chute concentrator type
- B03B5/623—Upward current classifiers
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B03—SEPARATION OF SOLID MATERIALS USING LIQUIDS OR USING PNEUMATIC TABLES OR JIGS; MAGNETIC OR ELECTROSTATIC SEPARATION OF SOLID MATERIALS FROM SOLID MATERIALS OR FLUIDS; SEPARATION BY HIGH-VOLTAGE ELECTRIC FIELDS
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B03—SEPARATION OF SOLID MATERIALS USING LIQUIDS OR USING PNEUMATIC TABLES OR JIGS; MAGNETIC OR ELECTROSTATIC SEPARATION OF SOLID MATERIALS FROM SOLID MATERIALS OR FLUIDS; SEPARATION BY HIGH-VOLTAGE ELECTRIC FIELDS
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- Separation Of Solids By Using Liquids Or Pneumatic Power (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung
zur Klassierung von Partikeln nach den Oberbegriffen
der Ansprüche 1 und 10.
Für bestimmte Anwendungen, beispielsweise für eine Oberflächenbeschichtung,
ist es erforderlich, daß der für
die Oberflächenbeschichtung verwendete Stoff in Form
von sehr kleinen Partikeln einer bestimmten Größenordnung
zur Verfügung steht. Die Größenordnung der Partikel
liegt dabei im Bereich von 1 bis ca. 50 Mikrometer.
Vom Hersteller wird das aus den Partikeln bestehende
Pulver aber nicht immer in der erforderlichen Monodispersität
geliefert, d. h. es enthält Partikel, die zu groß
sind, und andere Partikel, die zu klein sind. Weiterhin
kann es vorkommen, daß sich Partikel zu Agglomeraten
zusammenballen, was sie ebenfalls für die Weiterverarbeitung
unbrauchbar macht. Während die zu kleinen Partikel
in der Regel nicht weiter stören, muß man Sorge
dafür tragen, daß die Partikel, die zu groß sind, zuverlässig
aussortiert werden können. Erforderlich ist also
eine scharfe Trenngrenze nach oben. Der Stoff kann ein
Edelmetall, beispielsweise Gold sein. Dabei liegt jedes
einzelne Partikel in einer bestimmten Form, beispielsweise
Kugelform, vor. Insbesondere Goldpartikel reagieren
sehr empfindlich auf mechanische Belastungen, so daß
die Verwendung eines mechanischen Siebes, durch das
die Partikel hindurch gedrückt oder geschüttelt werden,
ausscheidet.
Zum Klassieren von Partikeln nach unterschiedlichen
Dichte-Bereichen ist aus DE 32 18 488 A1 ein Verfahren
und eine Vorrichtung bekannt, bei denen eine Dispersion
aus einer Flüssigkeit und den zu klassierenden Partikeln
durch ein Ultraschallfeld mit Knotenflächen geleitet
wird, wobei die Strömungsrichtung parallel zu den Knotenflächen
verläuft. Die Wellenlänge des Ultraschalls ist
auf die Dichte der Partikel abgestimmt. Die Partikel
erfahren in der stehenden Ultraschallwelle akustische
Kräfte, die bewirken, daß sich nach einer bestimmten
Zeit Partikel mit einer Dichte unterhalb eines vorbestimmten
Werts im Bereich der Schnellknoten und Partikel
mit einer Dichte oberhalb dieses Wertes in der Nähe
der Druckknoten anreichen, wo sie getrennt werden können.
Bei dieser Vorgehensweise ist allerdings die Dichte
und nicht die Größe der Partikel das Klassierungskriterium.
Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren
und eine Vorrichtung anzugeben, mit denen es
mit geringem Aufwand und mit schonender Behandlung möglich
ist, Partikel oberhalb einer vorbestimmten Größe
auszusortieren bzw. die Partikel nach der Größe zu klassieren.
Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren der eingangs
genannten Art dadurch gelöst, daß der Strom einen ersten
Abschnitt mit einer ausgeprägten Komponente entgegen
der Richtung der Schwerkraft aufweist, die maximale
Strömungsgeschwindigkeit geringer als die Sinkgeschwindigkeit
unerwünschter Partikel ist und der Strom einen
zweiten Abschnitt aufweist, in dem die Partikel der
gewünschten Größe aus der Dispersion entfernt werden.
Der für das Ausscheiden der zu großen Partikel wichtigste
Abschnitt ist der erste Abschnitt, in dem die maximale
Strömungsgeschwindigkeit der Dispersion geringer ist
als die Sinkgeschwindigkeit unerwünschter Partikel.
Die Partikel wandern unter dem Einfluß der Schwerkraft
nach unten. Die Sinkgeschwindigkeit relativ zur ruhenden
Flüssigkeit der Dispersion ist dabei im wesentlich pro
portional zum Quadrat der Partikelgröße, was aus dem
Stokes′schen Gesetz folgt. Die Effektivgeschwindigkeit
der Partikel ergibt sich aus der Überlagerung der Sinkge
schwindigkeit mit der Strömungsgeschwindigkeit der
Dispersion. Da größere Partikel schneller sinken als
kleinere, werden, wenn die Strömungsgeschwindigkeit
entsprechend eingestellt ist, nur solche Partikel am
Ende des ersten Abschnitts ankommen können, deren Sinkge
schwindigkeit kleiner als die Strömungsgeschwindigkeit
ist. Durch Verändern der Strömungsgeschwindigkeit läßt
sich also auf einfache Art und Weise die Klassierungs
größe verändern, d. h. die Grenze, bis zu welcher Größe
Partikel ausgesondert werden oder in der Flüssigkeit
belassen werden. Bevorzugterweise steht der erste Ab
schnitt senkrecht. Am Ende des ersten Abschnitts steht
also eine Dispersion zur Verfügung, in der lediglich
Partikel vorhanden sind, die die vorbestimmte Größe
nicht überschreiten. Hier beginnt der zweite Abschnitt
des Stroms, in dem die verbliebenen Partikel, also die
Partikel unterhalb der gewünschten Maximalgröße, aus
der Dispersion entfernt werden.
Das Verfahren hat den Vorteil, daß man damit auch kleine
Mengen des zu klassierenden Materials ohne größere Aus
beuteverluste verarbeiten kann. Dies ist nicht nur des
halb von Bedeutung, weil es sich um recht wertvolle
Stoffe, wie Gold, handeln kann, sondern auch, weil man
das Verfahren beim Experimentieren einsetzen kann, wo
für jedes Experiment nur eine beschränkte Menge des
Stoffs verwendet wird. Als Beispiel sei die Entwicklung
eines neuen Toners für die Erzeugung von Bildern auf
klebrig gemusterten Oberflächen genannt. Das Verfahren
ermöglicht eine außerordentlich schonende Behandlung
der Partikel. Es hat eine scharfe Trenngrenze nach oben,
die ohne großen apparativen Aufwand schnell verändert
werden kann.
Eine bevorzugte Ausführungsform zum Entfernen der Parti
kel aus der Dispersion wird dadurch realisiert, daß
der zweite Abschnitt eine ausgeprägte Komponente quer
zur Schwerkraft aufweist und über eine Absetzfläche
geleitet wird, wobei die Strömung laminar ist. Die Parti
kel in der Dispersion unterliegen nach wie vor der
Schwerkraft. Wenn der Strom im zweiten Abschnitt also
mit einer laminaren Strömung quer zur Schwerkraft fließt,
werden die Partikel nicht nur mit der Strömung, sondern
auch in Richtung der Schwerkraft wandern. Da der Strom
über eine Absetzfläche geleitet wird, schlagen sich
die Partikel auf der Absetzfläche nieder. Von dort können
sie von Zeit zu Zeit entfernt werden.
Bevorzugterweise wird die Strömung in einem geschlossenen
Kreislauf geführt und durch einen Thermosiphon erzeugt.
Der Thermosiphon ist eine natürliche Konvektion, die
in einem geschlossenen Flüssigkeitskreis entsteht, wenn
Temperaturunterschiede in den vertikalen Abschnitten
der Verbindungskanäle bestehen. Die durch die Konvektion
erzeugte Flüssigkeitsströmung wird erzeugt, ohne daß
mechanische Kräfte auf die Flüssigkeit oder die Partikel
wirken, wie dies beispielsweise bei einer mechanischen
Pumpe der Fall ist. Die Partikel werden also nach wie
vor sehr schonend behandelt.
Bevorzugterweise wird der Strom aus einem Vorrat gespeist
und wieder dorthin zurückgeleitet, der in Intervallen
mechanisch gerührt und/oder mit Ultraschall beaufschlagt
wird. Der Rührer sollte sich dicht über dem Boden des
Vorratsgefäßes bewegen, jedoch soviel Abstand davon
haben, daß keine Partikel eingeklemmt und verformt werden
können. Mit diesen Maßnahmen sorgt man dafür, daß in
dem Vorrat immer eine Dispersion vorhanden ist, d. h.
keine Trennung von Flüssigkeit und Partikeln stattfindet,
in dem sich die Partikel absetzen. Die Intervallsteuerung
sorgt dafür, daß unnötige Turbulenzen im Vorrat vermieden
werden. Dies erleichtert die Herstellung der laminaren
Strömung im ersten Abschnitt. In den Vorrat können von
Zeit zu Zeit neue Partikel eingeführt werden, wenn eine
vorbestimmte Ausbeute einer vorhergehenden Füllung ausge
siebt worden ist.
Vorteilhafterweise sind die Intervalle um einen Faktor
im Bereich zwischen 5 und 100, insbesondere im Bereich
von 15 bis 25, größer als die Zeitabschnitte, in denen
gerührt bzw. Ultraschall erzeugt wird. Die Zeitab
schnitte, in denen die Gefahr besteht, daß die laminare
Strömung im ersten Abschnitt gestört wird, sind also
relativ kurz.
Bevorzugterweise weisen die Intervalle eine Länge im
Bereich von 3 bis 15 Min. auf. Die genaue Länge der
Intervalle ist von der verwendeten Partikelgröße abhän
gig. Ein Durchmischen der Dispersion sollte auf jeden
Fall stattfinden, bevor sich alle Partikel am Boden
des Vorrats niedergeschlagen haben. Vorteilhafterweise
sollte die Rührzeit mindestens 5 bis 10 Sekunden betra
gen. Sie sollte in jedem Fall kürzer sein als die Aufent
haltszeit eines Volumenelements im ersten Abschnitt.
Mit Vorteil ist die Strömungsgeschwindigkeit im zweiten
Abschnitt größer als im ersten Abschnitt. Dies hat den
Vorteil, daß einerseits durch eine relativ langsame
Strömung im ersten Abschnitt auch noch sehr kleine Parti
kelgrößen ausgesondert werden können. Andererseits läßt
sich im zweiten Abschnitt, in dem die Partikel entnommen
werden, eine genauere Auflösung nach Partikelgröße errei
chen. Auch im zweiten Abschnitt ist ja die Sinkgeschwin
digkeit der Partikel abhängig von der Partikelgröße.
Die größeren Partikel werden sich also in einem in Strö
mungsrichtung gesehen vorderen Bereich der Absetzfläche
absetzen, während die kleineren Partikel sich in Strö
mungsrichtung weiter hinten absetzen werden. Wenn also
eine zusätzliche Sortierung nach Partikelgröße erwünscht
ist, läßt sich dies durch die gezielte Auswahl bestimmter
Bereiche der niedergeschlagenen Partikel auf der Absetz
fläche erreichen. Je größer die Strömungsgeschwindigkeit
im zweiten Abschnitt und je länger dieser Abschnitt
ist, desto größer wird die Auflösung.
In einer besonders bevorzugten Ausführungsform wird
die in den Vorrat zurückströmende Dispersion auf etwa
die gleiche Temperatur wie der Vorrat gebracht. Dadurch
vermeidet man unnötige Turbulenzen im Vorrat, die durch
eine Konvektionsströmung hervorgerufen werden könnten.
Auch diese Maßnahme dient dazu, die Strömung im ersten
Abschnitt laminar zu halten. Der Vorrat hat bevorzugt
die Temperatur der Umgebung.
Mit Vorteil wird als Flüssigkeit ein Alkohol, insbeson
dere ein niedriger alipathischer Alkohol, z. B. Methanol,
Ethanol, Propanol oder Butanol, verwendet. Die Flüssig
keit muß die Partikel gut benetzen, damit keine Luft
an ihnen hängenbleibt. Sie muß auch die Dispersion der
Partikel stabil halten, so daß es nicht zu Agglomerationen
kommt. Schließlich ist die Flüssigkeit so zu
wählen, daß ihre Strömung weit vom Turbulenzbereich
entfernt bleibt. Die dazu nötigen Werte für Dichte und
Viskosität ergeben sich aus den Gesetzen der Strömungslehre
bei Berücksichtigung der Dichte der Partikel und
der gewünschten Trennschwelle.
Die Aufgabe wird auch durch eine Vorrichtung der eingangs
genannten Art gelöst mit einem Vorratsbehälter, in dem
sich eine Dispersion befindet, einem Absetzbehälter
mit mindestens einer im wesentlichen horizontal angeordneten
Absetzfläche, der mit dem anderen Ende der Rohranordnung,
deren unteres Ende sich im Vorratsbehälter
befindet, verbunden ist, einer Leitung, die vom Ausgang
des Absetzbehälters zum Vorratsbehälter führt, und Pumpmitteln
zum Erzeugen eines Dispersions-Stromes durch
einen durch die Rohranordnung, den Absetzbehälter und
die Leitung gebildeten Kreislauf. Die Rohranordnung
bildet den ersten Abschnitt, in dem die Sinkgeschwindigkeit
der auszusortierenden Partikel größer ist als die
Strömungsgeschwindigkeit der Dispersion. Am Anfang des
Siebvorganges werden sich daher in dem Vorratsbehälter
Partikel aller Größen befinden. Da die unerwünscht großen
Partikel aber aus dem Vorratsbehälter nicht heraus wandern
können, werden sie sich im Vorratsbehälter anreichern.
Dafür schlagen sich die Partikel mit der gewünschten
Größe im Absetzbehälter auf der Absetzfläche
nieder. Von Zeit zu Zeit müssen die Partikel von der
Absetzfläche entfernt werden. Zur gleichen Zeit kann
man dann auch die Beladung des Vorratsbehälters erneuern
oder ergänzen. Dabei kann es unter Umständen ausreichen,
neues Pulver, d. h. neue Partikel, in den Vorratsbehälter
einzugeben, da keine Flüssigkeit verloren geht.
Mit Vorteil weisen die Pumpmittel eine Heizeinrichtung
in einem ersten Abschnitt des Kreislaufs und eine Kühl
einrichtung in einem zweiten Abschnitt des Kreislaufes
auf, wobei mindestens einer der Abschnitte nicht horizon
tal angeordnet ist. Durch die Heizeinrichtung und die
Kühleinrichtung wird ein Thermosiphon-Umlauf gebildet.
Da sich die Dispersion in einem geschlossenen Kreislauf
bewegt, reicht es aus, eine Veränderung des spezifischen
Gewichts in einem Abschnitt zu bewirken, in dem die
Flüssigkeit eine vertikale Bewegung, d. h. eine Bewegung
in Richtung oder entgegen der Richtung der Schwerkraft
durchführen kann. Im gesamten übrigen Kreislauf wird
die Flüssigkeit nach Art von kommunizierenden Röhren
nachgesaugt bzw. weggedrückt. Für einen besonders guten
Wirkungsgrad des Thermosiphons sind die entsprechenden
Abschnitte vertikal angeordnet. Dies ist jedoch nicht
notwendig. Die Abschnitte können auch gegenüber der
Vertikalen geneigt sein.
Bevorzugterweise weist die Rohranordnung eine Vielzahl
von parallel angeordneten Röhrchen auf, in denen die
Pumpmittel eine laminare Strömung der Dispersion erzeu
gen. Die Röhrchen haben den Vorteil, daß sie auch dann
eine laminare Strömung erlauben, wenn in dem Vorratsbe
hälter kleinere Turbulenzen herrschen. Solche Turbulenzen
sind unvermeidbar, wenn die Dispersion aus dem Kreislauf
wieder in den Vorratsbehälter zurückgeleitet wird.
Weiterhin reduzieren sie Ungleichmäßigkeiten der Vertei
lung der freien Strömungsfläche und stellen eine weit
gehend homogene Flüssigkeitsbewegung sicher. Durch die
Vielzahl der parallel angeordneten Röhrchen läßt sich
ein relativ großer Strömungsdurchsatz bei langsamer
Strömungsgeschwindigkeit erreichen. Die Strömungsge
schwindigkeit ist, wie erwähnt, durch die Sinkgeschwin
digkeit der abzutrennenden Partikel begrenzt.
Bevorzugterweise weisen die Röhrchen innen eine Zylinder
form auf. Die Zylinderform schließt die Bildung von
Wirbeln, die eine laminare Strömung stören würden, weit
gehend aus.
Auch ist von Vorteil, daß die Länge der Röhrchen das
40- bis 200fache des Innendurchmessers beträgt. Es
läßt sich hier zumindest über einen Teil der Länge der
Röhrchen mit hoher Zuverlässigkeit eine laminare Strömung
einrichten.
Vorteilhafterweise ist am oberen Ende der Rohranordnung
ein Kegel angeordnet, der den für die Dispersion zur
Verfügung stehenden Strömungsquerschnitt vermindert.
Der Kegel beschleunigt die Dispersion. Die Dispersion
kann also relativ langsam in den Röhrchen aufsteigen.
Die Geschwindigkeit kann dabei so langsam sein, daß
sie mit dem Auge fast nicht mehr wahrnehmbar ist, z. B.
5 mm/min oder weniger. Der Kegel weist an seinem unteren
Ende eine größere Öffnung auf, in die die Röhrchen ein
münden. An seinem oberen Ende weist er hingegen eine
kleinere Öffnung auf, durch die die Dispersion wieder
austritt. Bei konstantem Volumenstrom durch den Kegel
muß der Dispersionsstrom mit einer weitaus größeren
Geschwindigkeit aus dem Kegel austreten, als er einge
treten ist. Dies erleichtert die weitere Handhabung
der Dispersion, insbesondere die Umlenkung in die hori
zontale Richtung, die für die Leitung der Strömung über
die Absetzfläche erforderlich ist.
Mit Vorteil sind die Röhrchen in Bündeln zusammengefaßt.
Bis zu einer gewissen Zahl lassen sich die Röhrchen
in einem einzigen Bündel zusammenfassen, ohne daß man
Einbußen hinsichtlich der Qualität der laminaren Strömung
insbesondere im Kegel hinnehmen muß. Ab einer gewissen
Anzahl kann es jedoch vorkommen, daß sich aufgrund der
unterschiedlichen Entfernungen der einzelnen Röhrchen
von der Mitte des Kegels und damit von dem Ausgang des
Kegels Störungen in der Strömung ausbilden, die zu einer
Wirbelbildung führen. Durch die Zusammenfassung einer
vorbestimmten Anzahl von Röhrchen zu jeweils einem Bündel
lassen sich die einzelnen Strömungen besser kontrollieren.
Dabei ist bevorzugt, daß die Mittelpunkte der Bündel
mit gleichem Abstand verteilt auf einer Kreislinie angeordnet
sind. Dies ist eine zweckmäßige Anordnung, um
eine möglichst störungsfreie Strömung im Kegel zu erzielen.
Dabei ist bevorzugt, daß jedes Bündel eine Anzahl von
Röhrchen im Bereich von 10 bis 500, insbesondere 80 bis
150, aufweist. Der Innendurchmesser der Röhrchen beträgt
bevorzugt etwa 4 mm, wenn als Flüssigkeit Ethanol
verwendet wird. Bei höher viskosen Flüssigkeiten kann er
auch größer sein.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung ist zwischen der
Rohranordnung und dem Absetzbehälter ein Krümmer angeordnet,
der die Strömung von der Vertikalen in die Horizontale
umleitet, wobei der Biegeradius bezogen auf
die Mitte des Krümmers kleiner als der Durchmesser des
Strömungsquerschnitts des Krümmers ist. In Verbindung
mit der durch den Kegel erzeugten hohen Strömungsgeschwindigkeit
kann die Strömung hier von der Vertikalen
in die Horizontale umgelenkt werden, ohne daß sich eine
Rückströmung nach unten ergibt. Der Krümmer ist dabei
im Prinzip ein gebogenes Rohr mit einem bestimmten
Durchmesser, der den Durchmesser des Strömungsquerschnitts
des Krümmers definiert. Der Biegeradius beschreibt
die Krümmung der gedachten Rohrachse.
Mit Vorteil ist im Kreislauf eine verstellbare Drosseleinrichtung
vorgesehen. Durch die Pumpmittel läßt sich
zwar die Geschwindigkeit in weiten Bereichen einstellen.
Für bestimmte Anwendungsfälle ist die Regelung
über die Pumpmittel jedoch zu langsam. In diesem Fall
läßt
sich durch eine Drosseleinrichtung, beispielsweise ein
Ventil, eine Begrenzung der Strömungsgeschwindigkeit
des Dispersionsstromes erzielen.
Bevorzugterweise ist die Drosseleinrichtung in der Leitung
zwischen Absetzbehälter und Vorratsbehälter angeordnet.
In diesem Bereich spielen Turbulenzen, die
durch die Drosseleinrichtung erzeugt werden können,
keine Rolle mehr.
Vorteilhafterweise ist der Vorratsbehälter in einer
temperierbaren Ultraschall-Wanne angeordnet. Die temperierbare
Wanne stellt einerseits sicher, daß im Vorratsbehälter
keine thermisch bedingten Konvektionsströmungen
entstehen, die zu Turbulenzen in den Röhrchen
führen könnten. Andererseits ermöglicht sie die Ankoppelung
von Ultraschall-Energie zum Durchmischen der
Dispersion.
Vorteilhafterweise weist der Vorratsbehälter einen angetriebenen
Rührer auf. Auch der Rührer kann zum Durchmischen
der Dispersion verwendet werden.
In einer bevorzugten Ausführungsform weist der Absetzbehälter
mehrere parallel zueinander, übereinander angeordnete
Absetzplatten auf, wobei jeweils zwei Absetzplatten
einen Strömungskanal bilden und alle Strömungskanäle
in Strömungsrichtung hintereinander angeordnet
sind. Der Dispersionsstrom wird also der Reihe nach
über alle Absetzplatten geleitet. Die Partikel können
sich an den einzelnen Absetzplatten niederschlagen.
Hierbei läßt sich durch die einzelnen Absetzplatten
auch eine gewisse Sortierung der Partikelgröße vornehmen.
Größere Partikel werden sich auf den unteren Absetzplatten
niederschlagen, d. h. am Anfang des Absetzbehälters.
Kleinere Partikel werden sich dagegen auf
den in Strömungsrichtung gesehen hinteren Absetzplatten
niederschlagen.
Die Erfindung wird im folgenden an Hand eines bevorzugten
Ausführungsbeispiels in Verbindung mit der Zeichnung
beschrieben. Darin zeigt
Fig. 1 eine schematische Ansicht der Klassierungsvorrichtung,
Fig. 2 einen Querschnitt durch eine Rohranordnung,
Fig. 3 einen Querschnitt durch ein Bündel und
Fig. 4 eine Überleitung zwischen erstem und zweitem
Abschnitt des Kreislaufs.
In einer Ultraschall-Wanne 1 ist ein Vorratsbehälter 2
angeordnet. Der Vorratsbehälter 2 ist etwa zylindrisch
und hat ein Volumen von ca. 20 l. Der Vorratsbehälter 2
ist in der Ultraschall-Wanne 1 von einem Wasserbad 19
umgeben. Das Wasserbad 19 dient einerseits zum Ankoppeln
des von Ultraschallerzeugern 21 erzeugten Ultraschalls
an den Vorratsbehälter 2, andererseits dazu,
den Vorratsbehälter 2 zu temperieren. Die Temperatur
des Wasserbades 19 wird über einen Temperaturfühler 26
erfaßt und an eine Steuereinrichtung 20 weitergemeldet.
Im Vorratsbehälter 2 befindet sich eine Dispersion 18,
d. h. eine Flüssigkeit mit darin schwebenden Partikeln.
Die Partikel sind aus Gold und haben eine Größe von ca.
10 µm. In die Dispersion eingetaucht ist das untere
Ende einer Rohranordnung 3. Am anderen Ende der Rohranordnung
3 befindet sich ein Kegel 4. Am Ausgang des
Kegels 4 ist ein Krümmer 14 angeordnet, der die durch
die Rohranordnung 3 strömende Dispersion von der vertikalen
in die horizontale Richtung umlenkt. Der Krümmer
14 ist mit einem Eingang 5 eines Absetzbehälters 6
verbunden,
in den die Dispersion 18 eingespeist wird. Der Absetzbehälter
6 weist mehrere übereinander und parallel
zueinander angeordnete Absetzplatten 10 auf. Jeweils
zwei übereinander angeordnete Absetzplatten 10 bilden
einen Strömungskanal 28. Alle Strömungskanäle 28 sind
hintereinander angeordnet. Der Ausgang des Absetzbehälters
6 ist mit Hilfe einer Leitung 29 über ein als
Ventil ausgebildete Drosseleinrichtung 13 und eine
Kühleinrichtung 11 wieder mit dem Vorratsbehälter 2
verbunden.
Vorratsbehälter 2, Rohranordnung 3, Absetzbehälter 6
und Leitung 29 bilden einen geschlossenen Kreislauf.
Die in einem vertikalen Abschnitt des Kreislaufs, nämlich
zwischen Drosseleinrichtung 13 und Vorratsbehälter
2, angeordnete Kühleinrichtung 11 wird über ein Ventil
22, das von der Steuereinrichtung 20 gesteuert werden
kann, mit Kühlwasser in Richtung der Pfeile 30 beschickt.
Flüssigkeit, die sich in dem Leitungsabschnitt
innerhalb der Kühleinrichtung 11 befindet, wird daher
abgekühlt. Die Flüssigkeit der Dispersion 18 ist Ethanol,
dessen spezifisches Gewicht, d. h. das Gewicht pro
Volumeneinheit, sich mit abnehmender Temperatur vergrößert.
Mit anderen Worten, die Flüssigkeit in der Kühleinrichtung
11 wird schwerer und sinkt nach unten. Da
der gesamte Kreislauf nach Art einer kommunizierenden
Röhre zusammenhängt, wird dadurch durch die Rohranordnung
3, den Absetzbehälter 6 und die Leitung 29 Flüssigkeit
aus dem Vorratsbehälter 2 nachgesaugt. Am Ende
des Absetzbehälters 6 ist eine Heizeinrichtung 9 vorgesehen,
die die Dispersion an dieser Stelle aufheizt.
Die Heizeinrichtung 9 ist als Heizschlange ausgebildet,
die mit warmem Wasser durchströmt ist, das, gesteuert
durch einen Thermostaten 7, durch eine Pumpe 8 durch
die Heizschlange 9 getrieben
wird. Die Temperatur der Heizeinrichtung 9 wird über
eine Temperatursteuerung 25 gesteuert, die ihrerseits
wiederum von der Steuereinrichtung 20 gesteuert wird.
Die Steuereinrichtung 20 steuert auch die Betätigung
der Pumpe 8. Die Heizeinrichtung 9 heizt die durch den
Absetzbehälter 6 strömende Dispersion um genau das glei
che Maß auf, um das die Kühleinrichtung 11 die Dispersion
wieder abkühlt. Auf diese Art und Weise ist es möglich,
in dem Vorratsbehälter 2 eine konstante Temperatur auf
rechtzuerhalten. Damit wird eine durch Konvektion beding
te Strömung im Vorratsbehälter 2 vermieden.
Die Rohranordnung 3 weist eine Anzahl von Bündeln 15
auf, die mit ihren Mittelpunkten auf einer gemeinsamen
Kreislinie 17 angeordnet sind. Die Bündel münden in
den Kegel 4 am oberen Ende der Rohranordnung. Jedes
Bündel 15 weist eine Vielzahl von Röhrchen 16 auf. Darge
stellt sind 37 Röhrchen (Fig. 3). Die Zahl der Röhrchen
richtet sich u. a. nach dem gewünschten Durchsatz und
dem gewünschten Siebergebnis. Sie kann zwischen 10 und
500 liegen, bevorzugterweise zwischen 80 und 150. Der
Innendurchmesser der Röhrchen beträgt hier 4 mm. Die
Röhrchen 16 sind innen zylinderförmig ausgestaltet.
Hierdurch wird eine Bildung von Wirbeln weitgehend ver
mieden. Die Länge der Röhrchen 16 beträgt ca. 160 bis
800 mm, d. h. die Länge der Röhrchen 16 beträgt das 40-
bis 200fache des Innendurchmessers. Besonders günstige
Werte lassen sich erzielen, wenn die Länge der Röhrchen
das 80- bis 120fache des Innendurchmessers beträgt.
Die Ethanol-Gold-Dispersion im Vorratsbehälter 2 wird
periodisch, beispielsweise alle 10 Minuten, durch einen
Rührer 12, der von einem Motor 23 unter Steuerung der
Steuereinrichtung 20 angetrieben wird, durchmischt.
Gleichzeitig wird sie mit Ultraschall von den Ultra
schallerzeugern 21 beaufschlagt. Der Rührer kann Kunst
stoffflossen aufweisen, die den Boden des Vorratsbehäl
ters 2 abstreifen und die Partikel vom Boden aufwirbeln.
Die Ultraschalleitung und der Rührer können beispiels
weise für ca. 10 sek. aktiviert werden. Dies bewirkt
zwar eine gewisse Bewegung der Dispersion 18 im Vorrats
behälter 2. Es kommt jedoch nicht zu nennenswerten Turbu
lenzen. Durch die Aufheizung der Dispersion mit Hilfe
der Heizeinrichtung 9 und die Abkühlung der Dispersion
mit Hilfe der Kühleinrichtung 11 entsteht eine mit den
Augen fast nicht wahrnehmbare Strömung der Dispersion
18 durch die Rohranordnung 3, d. h. durch die einzelnen
Röhrchen 16 in den Bündeln 15. In jedem Röhrchen bildet
sich ein Strömungsprofil aus, das einer laminaren Strö
mung entspricht. Die Strömungsgeschwindigkeit durch
die Röhrchen 16 wird dabei durch das Zusammenwirken
der Heizeinrichtung 9 und der Kühleinrichtung 11 mit
dem Ventil 13 so eingestellt, daß die maximale Strömungs
geschwindigkeit, die in der Regel in der Mitte eines
jeden Röhrchens 16 auftritt, kleiner ist als die Sinkge
schwindigkeit der auszusortierenden größten Partikel.
Je größer die Partikel sind, d. h. je ungünstiger das
Verhältnis von Gewicht zu Oberfläche der Partikel ist,
desto schneller sinken die Partikel unter dem Einfluß
der Schwerkraft nach unten. Durch Verändern der Strö
mungsgeschwindigkeit in den Röhrchen 16 läßt sich also
die Größe der auszusiebenden Partikel sehr präzise verän
dern. Am oberen Ende der Rohranordnung 3 steht nun eine
Dispersion zur Verfügung, die frei von unerwünschten
Partikeln ist. Diese Dispersion wird in dem Kegel 4
beschleunigt. Die Beschleunigung erfolgt, weil der Volu
mendurchsatz durch den Kegel gleichbleibt, obwohl sich
die zur Verfügung stehende Strömungs-Querschnittsfläche
erheblich verringert. An den Kegel 4 ist der Krümmer
14 angeschlossen. Der Krümmer 14 ist ein gebogenes Rohr,
d. h. eine Leitungsbiegung, dessen Biegeradius R, d. h.
der Radius der Krümmung der gedachten Rohrachse, kleiner
ist als der Durchmesser D des Rohres. Durch den relativ
scharfen Knick wird erreicht, daß sich zwischen Krümmer
14 und Kegel 4 ebenfalls eine laminare Strömung ein
stellt, d. h. es kommt durch die Umlenkung des Dispersions-Stromes
nicht zu einer Strömungsumkehr in einem
Teil des Rohrquerschnitts. Die nun horizontal fließende
Strömung wird in den Absetzbehälter 6 geleitet und
fließt über die Absetzplatten 10. Dort setzen sich die
Partikel unter dem Einfluß der Schwerkraft ab, wie das
mit dem Bezugszeichen 27 dargestellt ist. Je kleiner
die Partikel sind, desto später setzen sie sich auf den
Absetzplatten 10 ab. Es ist durchaus möglich, daß sich
nicht alle Partikel auf den Absetzplatten 10 niederschlagen
oder absetzen. Versuche haben ergeben, daß ein
kleiner Anteil (ca. 2 Gew.-%) der Partikel wieder in den
Vorratsbehälter 2 zurückbefördert werden. Von Zeit zu
Zeit können nun die Absetzplatten 10 aus dem Absetzbehälter
6 entfernt werden. Die klassierten Partikel, die
nun die geforderte Größe aufweisen, können von den
Platten entnommen werden. Da die Platten 10 in
Reihe hintereinander angeordnet sind, lassen sich auf
verschiedenen Absetzplatten 10 auch verschiedene Partikelgrößen
nieder. Falls dies gewünscht ist, können die
einzelnen Partikel im Absetzbehälter 6 also noch der
Größe nach sortiert entnommen werden.
Der Vorratsbehälter 2 weist einen Einfüllstutzen 24
auf, durch den chargenweise oder auch kontinuierlich
neue Partikel zugeführt werden können. Da sich die Partikel
mit der unerwünschten Größe im Vorratsbehälter 2
anreichern, kann es notwendig sein, den Vorratsbehälter
2 von Zeit zu Zeit zu reinigen. Die Entfernung der zu
großen Partikel kann aber auch dadurch erfolgen, daß
durch die Steuerung der Heizeinrichtung 9, der Kühleinrichtung
11 und der Drosseleinrichtung 13 die Strömungsgeschwindigkeit
durch die Rohranordnung 3 so eingestellt
wird, daß alle Partikel aus dem Vorratsbehälter
2 in den Absetzbehälter 6 strömen und sich dort
niederschlagen können.
Zur Verbesserung der Handhabung sind eine Reihe von
Maßnahmen vorgesehen, die helfen, eine durch Konvektion
bedingte Strömung im Vorratsbehälter 2 zu verhindern.
Dazu gehört zum einen, daß der Vorratsbehälter 3 durch
das Wasserbad 19 auf Umgebungstemperatur gehalten wird.
Weiterhin ist die Kühleinrichtung 11 so eingestellt,
daß die Temperatur der in den Vorratsbehälter 2 zurück
strömenden Dispersion genau der Temperatur der im Vor
ratsbehälter 2 befindlichen Dispersion 18 entspricht.
Weiterhin werden der Rührer 12 und die Ultraschallein
richtung 21 nur in Intervallen betätigt. Diese Intervalle
sind so gewählt, daß in den Zwischenzeiten eine aus
reichend homogene Dispersion 18 im Vorratsbehälter 2
vorhanden ist.
Bezugszeichenliste
1 Ultraschallwanne
2 Vorratsbehälter
3 Rohranordnung
4 Kegel
5 Eingang
6 Absetzbehälter
7 Thermostat
8 Pumpe
9 Heizeinrichtung
10 Absetzplatten
11 Kühleinrichtung
12 Rührer
13 Ventil
14 Krümmer
15 Bündel
16 Röhrchen
17 Kreislinie
18 Dispersion
19 Wasserbad
20 Steuereinrichtung
21 Ultraschallerzeuger
22 Ventil
23 Motor
24 Einfüllstutzen
25 Temperatursteuerung
26 Temperaturfühler
27 Partikel
28 Strömungskanal
29 Leitung
30 Pfeile
2 Vorratsbehälter
3 Rohranordnung
4 Kegel
5 Eingang
6 Absetzbehälter
7 Thermostat
8 Pumpe
9 Heizeinrichtung
10 Absetzplatten
11 Kühleinrichtung
12 Rührer
13 Ventil
14 Krümmer
15 Bündel
16 Röhrchen
17 Kreislinie
18 Dispersion
19 Wasserbad
20 Steuereinrichtung
21 Ultraschallerzeuger
22 Ventil
23 Motor
24 Einfüllstutzen
25 Temperatursteuerung
26 Temperaturfühler
27 Partikel
28 Strömungskanal
29 Leitung
30 Pfeile
Claims (24)
1. Verfahren zur Klassierung von Partikeln bei dem
eine Dispersion aus einer Flüssigkeit und den zu
klassierenden Partikeln hergestellt wird und die
Dispersion in einem Strom zum Strömen gebracht wird,
der einen ersten Abschnitt, in dem die Strömung
laminar ist, aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß
der erste Abschnitt eine ausgeprägte Komponente
entgegen der Richtung der Schwerkraft aufweist,
die maximale Strömungsgeschwindigkeit geringer als
die Sinkgeschwindigkeit unerwünschter Partikel ist
und der Strom einen zweiten Abschnitt aufweist,
in dem die Partikel der gewünschten Größe aus der
Dispersion entfernt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der zweite Abschnitt eine ausgeprägte Komponente
quer zur Schwerkraft aufweist und über eine Absetzfläche
geleitet wird, wobei die Strömung laminar
ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Strömung in einem geschlossenen Kreislauf
geführt und durch einen Thermosiphon erzeugt wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß der Strom aus einem Vorrat ge
speist und wieder dorthin zurückgeleitet wird, der
in Intervallen mechanisch gerührt und/oder mit Ultra
schall beaufschlagt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Intervalle um einen Faktor im Bereich von 5
bis 100, insbesondere von 15 bis 25, größer sind
als die Zeitabschnitte, in denen gerührt bzw. Ultra
schall erzeugt wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die Intervalle eine Länge im Bereich von 3 bis
15 Min. aufweisen.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß die Strömungsgeschwindigkeit
im zweiten Abschnitt größer als im ersten Abschnitt
ist.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß die in den Vorrat zurückströmende
Dispersion auf etwa die gleiche Temperatur wie der
Vorrat gebracht wird.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß als Flüssigkeit ein Alkohol
verwendet wird.
10. Vorrichtung zur Klassierung von Partikeln, insbesondere
zur Durchführung des Verfahrens nach einem
der Ansprüche 1 bis 9, mit einer im wesentlichen
vertikal angeordneten Rohranordnung, gekennzeichnet
durch einen Vorratsbehälter (2), in dem sich eine
Dispersion (18) befindet, einen Absetzbehälter (6)
mit mindestens einer im wesentlichen horizontal
angeordneten Absetzfläche (10), der mit dem anderen
Ende der Rohranordnung (3), deren unteres Ende sich
im Vorratsbehälter (2) befindet, verbunden ist,
einer Leitung (29), die vom Ausgang des Absetzbehälters
(6) zum Vorratsbehälter (2) führt, und Pumpmitteln
(9, 11) zum Erzeugen eines Dispersions-Stromes
durch einen durch die Rohranordnung (3), den Absetzbehälter
(6) und die Leitung (29) gebildeten Kreislauf.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,
daß die Pumpmittel eine Heizeinrichtung (9) in einem
ersten Abschnitt des Kreislaufes und eine Kühleinrichtung
(11) in einem zweiten Abschnitt des Kreislaufes
aufweisen, wobei mindestens einer der Abschnitte
nicht horizontal angeordnet ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet,
daß die Rohranordnung (3) eine Vielzahl
von parallel angeordneten Röhrchen (16) aufweist,
in denen die Pumpmittel eine laminare Strömung
der Dispersion (18) erzeugen.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet,
daß die Röhrchen (16) innen eine Zylinderform aufweisen.
14. Vorrichtung nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet,
daß die Länge der Röhrchen (16) das 40-
bis 200fache des Innendurchmessers beträgt.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 14,
dadurch gekennzeichnet, daß am oberen Ende der Rohranordnung
(3) ein Kegel (4) angeordnet ist, der
den für die Dispersion (18) zur Verfügung stehenden
Strömungsquerschnitt vermindert.
16. Vorrichtung nach Anspruch 12 bis 15, dadurch gekennzeichnet,
daß die Röhrchen (16) in Bündeln (15)
zusammengefaßt sind.
17. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet,
daß die Mittelpunkte der Bündel (15) mit gleichem
Abstand verteilt auf einer Kreislinie (17) angeordnet
sind.
18. Vorrichtung nach Anspruch 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet,
daß jedes Bündel (15) eine Anzahl von
Röhrchen (16) im Bereich von 10 bis 500, insbesondere
80 bis 150, aufweist.
19. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 18,
dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Rohranordnung
(3) und dem Absetzbehälter (6) ein Krümmer
(14) angeordnet ist, der die Strömung von der Vertikalen
in die Horizontale umleitet, wobei der
Biegeradius bezogen auf die Mitte des Krümmers (14)
kleiner als der Durchmesser des Strömungsquerschnitts
des Krümmers (14) ist.
20. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 19,
dadurch gekennzeichnet, daß im Kreislauf eine verstellbare
Drosseleinrichtung (13) vorgesehen ist.
21. Vorrichtung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet,
daß die Drosseleinrichtung (13) in der Leitung (29)
zwischen Absetzbehälter (6) und Vorratsbehälter
(2) angeordnet ist.
22. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 21,
dadurch gekennzeichnet, daß der Vorratsbehälter
(2) in einer temperierbaren Ultraschall-Wanne (1)
angeordnet ist.
23. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 22,
dadurch gekennzeichnet, daß der Vorratsbehälter
(2) einen angetriebenen Rührer (12) aufweist.
24. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 23,
dadurch gekennzeichnet, daß der Absetzbehälter (6)
mehrere parallel zueinander, übereinander angeordnete
Arbeitsplatten (10) aufweist, wobei jeweils
zwei Arbeitsplatten (10) einen Strömungskanal (28)
bilden und alle Strömungskanäle (28) in Strömungsrichtung
hintereinander angeordnet sind.
Priority Applications (4)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4028811A DE4028811A1 (de) | 1990-09-11 | 1990-09-11 | Verfahren und vorrichtung zur klassierung von partikeln |
| EP19910114748 EP0475234A3 (en) | 1990-09-11 | 1991-09-02 | Process and apparatus for grading particles |
| JP3258770A JPH04244248A (ja) | 1990-09-11 | 1991-09-11 | 粒子を選別する装置及び方法 |
| KR1019910015851A KR950004655B1 (ko) | 1990-09-11 | 1991-09-11 | 입자 분류 방법 및 장치 |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4028811A DE4028811A1 (de) | 1990-09-11 | 1990-09-11 | Verfahren und vorrichtung zur klassierung von partikeln |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4028811A1 DE4028811A1 (de) | 1992-03-12 |
| DE4028811C2 true DE4028811C2 (de) | 1993-05-13 |
Family
ID=6414035
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE4028811A Granted DE4028811A1 (de) | 1990-09-11 | 1990-09-11 | Verfahren und vorrichtung zur klassierung von partikeln |
Country Status (4)
| Country | Link |
|---|---|
| EP (1) | EP0475234A3 (de) |
| JP (1) | JPH04244248A (de) |
| KR (1) | KR950004655B1 (de) |
| DE (1) | DE4028811A1 (de) |
Families Citing this family (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19645451C1 (de) * | 1996-11-04 | 1998-08-13 | Tech Uni Dresden Dezernat 5 Sg | Verfahren zur Abtrennung und Verminderung feiner Partikelfraktionen von Suspensionen und Aerosolen |
| CN112452528B (zh) * | 2020-11-05 | 2022-04-22 | 苏州易奥秘光电科技有限公司 | 一种磁性纳米粒子一致性筛选方法 |
Family Cites Families (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3218488A1 (de) * | 1982-05-15 | 1983-11-17 | Battelle-Institut E.V., 6000 Frankfurt | Verfahren und vorrichtung zum sortieren von partikeln nach unterschiedlichen dichtebereichen |
| US4614579A (en) * | 1983-10-31 | 1986-09-30 | Thor Dorph | Hydraulically operated different density particle sorting process |
| DE3615616C2 (de) * | 1986-05-09 | 1995-04-13 | Manfred Hefft | Verfahren zur Fraktionierung von feinen dispersen Feststoffen und Anordnung zur Durchführung des Verfahrens |
| US4913803A (en) * | 1988-04-07 | 1990-04-03 | Radiological & Chemical Technology, Inc. | Particle separation system |
| US4913807A (en) * | 1988-10-26 | 1990-04-03 | The United States Of America As Represented By The United States Department Of Energy | Particle separator |
-
1990
- 1990-09-11 DE DE4028811A patent/DE4028811A1/de active Granted
-
1991
- 1991-09-02 EP EP19910114748 patent/EP0475234A3/de not_active Withdrawn
- 1991-09-11 JP JP3258770A patent/JPH04244248A/ja active Pending
- 1991-09-11 KR KR1019910015851A patent/KR950004655B1/ko not_active Expired - Fee Related
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| JPH04244248A (ja) | 1992-09-01 |
| KR920006035A (ko) | 1992-04-27 |
| EP0475234A2 (de) | 1992-03-18 |
| EP0475234A3 (en) | 1993-09-29 |
| DE4028811A1 (de) | 1992-03-12 |
| KR950004655B1 (ko) | 1995-05-04 |
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