DE402959C - Verfahren zur Herstellung hygienischer Schwammgummispielwaren - Google Patents

Verfahren zur Herstellung hygienischer Schwammgummispielwaren

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DE402959C
DE402959C DEU8198D DEU0008198D DE402959C DE 402959 C DE402959 C DE 402959C DE U8198 D DEU8198 D DE U8198D DE U0008198 D DEU0008198 D DE U0008198D DE 402959 C DE402959 C DE 402959C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08JWORKING-UP; GENERAL PROCESSES OF COMPOUNDING; AFTER-TREATMENT NOT COVERED BY SUBCLASSES C08B, C08C, C08F, C08G or C08H
    • C08J9/00Working-up of macromolecular substances to porous or cellular articles or materials; After-treatment thereof
    • C08J9/0014Use of organic additives
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L21/00Compositions of unspecified rubbers
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08JWORKING-UP; GENERAL PROCESSES OF COMPOUNDING; AFTER-TREATMENT NOT COVERED BY SUBCLASSES C08B, C08C, C08F, C08G or C08H
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Description

  • Verfahren zur Herstellung hygienischer Schwammgummispielwaren. Bei der Herstellung von Spielwaren aus Schwamingununistückchen, die zu Tieren, Figuren, Hampelmännern u. dgl. einfarbig oder vielfarbig zusammengeklebt werden, wandern die einzelnen Teile und schließlich bei der Verpackung auch die fertigen Stücke durch zahlreiche I-iände. Die Spielwaren nehmen in den Ladengeschäften infolge ihrer zahlreichen oitenen Poren nachträglich noch leicht Staub auf, ehe sie in die Hänsle der spiellustigen Kinder gelangen. Aus hygienischen Rücksichten war daher erwünscht, den Schwammgummispielwaren wirksame Keimtötungsmittel einzuverleiben.
  • Es wurde gefunden, daß man bei dem gebräuchlichen Verfahre 1 zur Herstellung von Schwammgummi (s. H e r b e r t I i n d e -m a n n, Gummi-Zeitung, Jahrgang 26, Heft 16, Seite 6oo-6o2) der Gummimischung bis to Prozent Rohnaphthalin beimischen, hernach die gebräuchlichen Blähmittel beiltneten und dann in der gebräuchlichen Weise vulkanisieren kann.
  • Das Rohnaphthalin enthält bekanntlich neben Naphthalin noch betsächliche Mengen von Kreosotöl, welches ein sehr wirksames Keimtötungsmittel ist. Dieser Gehalt an Kreosotöl mildert den sonst recht unangenehmen und die Verarbeitung auf den offenen Kautschukmi5ch@valzen nahezu ausschließenden Geruch des Naphthalins so außerordentlich, daß man im Gegensatz zur Verarbeitung von Reinnaphthalin beim Einmischen von Rohnaphthalin in heißem Kautschuk ohne Schutzmasken arbeiten kann. Der bei et%va 6o>2' C liegende niedrige Schmelzpunkt des Rohnaphthalins macht den Kautschuk im Augenblick weich, so daß das Einmischen der Füllinitte.l und Farbstoffe nur etwa die halbe Wischdauer erfordert als hei einer bisher gebräuchlichen Schwammischung. Die Ersparnis an Kraft und Arbeitslohn ist also beträchtlich.
  • Es -war zu befürchten, daß eine solche an Rohnaphthalin reiche, gewissermassen sehr fette Mischung die gebräuchlichen Blähmittel schlecht aufnehmen würde. Überraschenderweise nahm aber die neue Schwammgummimischung die Blähmittel sehr gut auf.
  • Ferner war zu befürchten, daßeine solche niedrigschmelzende Schw ainmgummimischung beim Vuikanisieren im Wasserbad völlig zerfließen und infolge der bekannten regenerierenden Wirkung des 'Naphthalins die Vulkan.isation gehemmt werden würde. Überraschenderweise trat weder ein Zerfließen des Gurnmibrotes in der Vulkanisation noch eine Hemmung .der Vul:kanisiation ein: im Gegenteil, das Schwammgummibrot vulkanisierte merklich schneller und wurde besonders fest. Vergleichende Versuche ergaben auch hier eire überlegene Wirkung von Rohnaphthalin über Reinnaphthalin.
  • Durch Auskochen und Trocknen der Schwammgummistücke in der gebräuchlichen Weise verlieren die neuen Schwammstücke schon in 2,4 Stunden praktisch das ganze übelduftende Naphthalin, halten aber infolge ihres Gehaltes an Magnesia, Kalk, Zinkoxyd t dgl. basischen Stoffen hinreichende Mengen der Phenole des im Rohnaphthalin enthaltenen Kreosotöls zurück, um noch lange eine keüntötende Wirkung ausüben zu können. Gleichzeitig behalten die nach dem neuen Verfahren hergestellten Schwämme eine merklich lebhaftere Farbe als die bisherigen Schwämme. Weiter nehmen sie bei der Geerschen Probe auf Sauerstoffaufnahme bei 71' C im Trockenschrank langsaurer an Gewicht zu, halten also besser bei der Lagerung. Beispiel.
  • Einer Guinmünischung, wile sie in der Gummi-Zeitung, 26. Jahrgang, Heft 16, Seite 6oo beschrieben ist, wird ein Zusatz von i Prozent Rohnaphthalin gemacht und dann unter Zusatz des dort Le'schriebenev: Blähinitteis die Zubereitung und Vulkanisation in der bekannten Weise ausgeführt. Die fertig hergestellten Schwammstücke werden alsdann ausgekocht und getrocknet.

Claims (1)

  1. PATr.NT-ANSPRUCIH: Verfahren zur Herstellung hy gienischer Schw.amrng immispieiwaren, dadurch gekennzeichnet, daß der Gummimischung vor der Vulkanisation bis zu io Prozent Rohnaplithaiin zugesetzt wird. Ergänzungsblatt zur Patentschrift 402 939 Klasse 39 b Gruppe 1. Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben viorden: Dr.Werner Esch in Harnburg.
DEU8198D 1923-06-09 1923-06-09 Verfahren zur Herstellung hygienischer Schwammgummispielwaren Expired DE402959C (de)

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