DE4031077A1 - Elektromagnetische tuerverriegelung - Google Patents
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Description
Elektromagnetische Türverriegelungen der im Gattungsbegriff
genannten Art sind bei Waschmaschinen, Spülmaschinen, Schleu
dern und ähnlichen Geräten eingesetzt worden, bei denen vom
Innenraum her irgendeine Gefahr auf den Bedienenden ausgehen
könnte. Meist weisen diese Maschinen eine großflächige, um
laufende Dichtung auf, so daß die Drehfalle einem erheblichen
Druck ausgesetzt ist.
Bisher war es üblich, auf die Wippe einen kräftigen Netzspan
nungsmagneten einwirken zu lassen, um über das Wippenende den
die Drehfalle blockierenden Schwenkhebel freizugeben. Da die
auf dem Türrahmen montierte Verriegelungseinrichtung Dampf,
Feuchtigkeit oder sonstigen aggressiven Medien ausgesetzt
sein kann, bedarf es besonderer kostenträchtiger Maßnahmen,
um die von der Netzspannung ausgehenden Gefahren zu eliminie
ren, also die VDE-Bestimmungen zu erfüllen. Weiterhin ist es
ein Problem, die Maschinen gegen die Folgen falscher Bedienung
abzusichern, insbesondere das Anlaufen bei offener Tür zu ver
hindern. Es darf also nicht möglich sein, daß der Bedienende
lediglich mit einem Werkzeug die Drehfalle herunterdrückt, um
über den eingebauten Mikroschalter die Maschine bei offener
Tür zu starten.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine preisgünstige Verriegelungs
einrichtung für Kleinspannung zu schaffen, die zusätzlich nach
den VDE-Richtlinien "fingersicher" ist.
Diese Aufgabe wird mit den im Patentanspruch angegebenen Mit
teln gelöst.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand von Fig. 1-3
der Zeichnung erläutert. Einander entsprechende Teile sind
mit den gleichen Bezugszeichen versehen.
Fig. 1 zeigt einen Längsschnitt durch die Türverriegelung
im Schließzustand,
Fig. 2 das gleiche im Öffnungszustand,
Fig. 3 eine Draufsicht.
In Fig. 1 ist mit 1 die Gehäusegrundplatte bezeichnet, in
welcher ein Hauptlagerbolzen 2 für die Drehfalle 3, ein Lager
bolzen 4 für den Schwenkhebel 5 und ein Lagerbolzen 6 für die
Wippe 7 befestigt sind. Ein Elektromagnet 8 ist über seinen
Anker 8a mit dem linken Ende der Wippe 7 verbunden.
Links und rechts der Drehfalle 3 sind Abfragehebel 9, 10 auf
dem Bolzen 2 gelagert. Eine mit dem Pfeil 11 angedeutete Feder
dient dazu, diese Hebel im Uhrzeigersinn zu verdrehen. Die
Drehfalle 3 ist im Schließzustand dargestellt. Ihre Klaue um
faßt den strichpunktiert angedeuteten türseitigen Kloben 12.
Das linke, untere Ende der Drehfalle weist eine Vertiefung 3a
auf, die an einer Rolle 13 anliegt. Diese ist über einen Bol
zen 14 auf dem Schwenkhebel 5 gelagert. Der Hebel trägt einen
weiteren Bolzen 15 mit einer kleineren Rolle 16. Diese Rolle
stößt gegen das rechte Ende der Wippe 7, wodurch der Schwenk
hebel 5 und damit auch die Drehfalle 3 blockiert sind.
Wenn der Elektromagnet 8 an Spannung gelegt wird, zieht er
seinen Anker 8a an und bewegt dabei die Wippe 7 im Uhrzeiger
sinn. Die rechte Sperrkante 7a der Wippe 7 läuft über die
Rolle 16 nach unten, wodurch die Blockade des Hebels 5 aufge
hoben ist. Wenn jetzt über den Kloben 12 auf die Drehfalle 3
eine Zugkraft ausgeübt wird, drückt der Vorsprung 3b den
Schwenkhebel 5 nach links, so daß die Drehfalle öffnen kann.
Zugleich schwenken die Abfragehebel 9, 10 nach oben, wodurch
sie den Schwenkhebel 5 in der für die Entriegelung typischen
Position blockieren.
Fig. 2 zeigt die Stellung aller Teile bei offener Tür. Eine
Schenkelfeder 17 sorgt dafür, daß der Schwenkhebel 5 an den
Abfragehebeln 9, 10 anliegt.
In Fig. 3 ist die komplette Türverriegelung in der Draufsicht
dargestellt. Auf die Grundplatte 1 ist eine fast spiegelbild
lich gleiche Gehäusedeckplatte aufgesetzt, die entsprechende
Bohrungen zumindest für die Lagerbolzen 2 und 4 aufweist. In
einem Teilaufbruch erkennt man einen Mikroschalter 19, der
mit einer Schraube 20 befestigt ist. Dieser von außen einzu
bauende Mikroschalter wird durch einen in Fig. 1 und 2 darge
stellten Ausleger 21 betätigt, der mit dem Schwenkhebel 5 ver
bunden ist. Mit 22, 23, 24 sind Durchgangslöcher bezeichnet,
die der Befestigung des Gehäuses an der Türzarge dienen. Eine
Gehäuseöffnung 25 gibt den Blick auf die Drehfalle 3 und die
Abfragehebel 9, 10 frei. An diese Hebel sind Betätigungsflächen
9a, 10a angeformt. Der Kloben 12 wird von zwei Befestigungsla
schen gehalten, die beim Schließen der Tür auf die Flächen 9a,
10a auftreffen, während zugleich der Kloben 12 die Drehfalle 3
nach unten drückt. Die Abfragehebel 9, 10 geben den Schwenk
hebel 5 frei, so daß dieser entgegen dem Uhrzeigersinn schwen
ken und über die Rolle 13 die Drehfalle 3 verriegeln kann.
Der Mikroschalter wird erst dann betätigt, wenn der Schwenk
hebel 5 die Position nach Fig. 1 einnimmt. In dieser Lage kann
dann der Hebel 5 durch die Wippe 7 erneut blockiert werden,
wobei diese Wippe durch die Kraft einer mit dem Pfeil 26 ange
deuteten schwachen Feder in die Sperrstellung gekippt wird.
Die links und rechts von der Drehfalle gelagerten Abfragehebel
haben die Aufgabe, eine Überlistung des Türverschlusses zu ver
hindern. Zum Einrasten der Drehfalle und zur Betätigung des
Mikroschalters reicht es nicht aus, daß man bei offener Tür
die Drehfalle herunterdrückt. Es soll also verhindert werden,
daß die Maschine - gewollt oder ungewollt - bei offener Tür
anlaufen kann.
Für die gefahrlose Bedienung der Maschine ist es sehr wichtig,
daß der Mikroschalter erst in dem Augenblick betätigt wird,
in dem der Schwenkhebel die Drehfalle gesperrt hat. Umgekehrt
unterbricht der Mikroschalter beim Öffnen, bevor die Drehfalle
freigegeben wird.
Die erforderliche Magnetkraft zur Auslösung der Wippe 7 ist
sehr gering, weil ihre Sperrkante 7a über die leichtgängige
Rolle 16 ablaufen kann. Für die günstige Kinematik der Hebel
ist es wichtig, daß die Längsachse AB der Wippe 7 mit der
Längsachse CD des Schwenkhebels 5 einen Winkel von knapp über
90° einschließt. Damit wird erreicht, daß bei einer Zugkraft
an der Drehfalle 3 der Schwenkhebel 5 trotz der auf ihn über
tragenen Kräfte in der stabilen Totlage verbleibt, weil auf
die Wippe 7 kein Drehmoment übertragen wird. Aus dieser Sperr
lage heraus ist die Auslösekraft des Magneten so gering, daß
ohne weiteres ein Kleinspannungsmagnet, z. B. für 12 Volt, ein
gesetzt werden kann. Dies erleichtert gerade bei Geräten mit
Feuchtigkeitsabgabe außerordentlich die Einhaltung der Sicher
heitvorschriften.
Für den Fall, daß die Steuereinrichtung eine Störung aufweist
oder der Elektromagnet versagt, kann man sehr leicht eine Not
auslösung realisieren. Es genügt dazu ein Notauslöseelement 27,
hier als Zugelement dargestellt, das an der Wippe 7 angreift.
Noch unauffälliger wäre es, im Gehäuse auf der Magnetseite der
Wippe 7 eine kleine Bohrung anzubringen, durch die der Einge
weihte einen Stift einführen kann.
Bei allen Anwendungsfällen mit einer großflächigen Türdichtung
ist die Rückfederkraft am Kloben so groß, daß die Drehfalle
beim Auslöseimpuls selbsttätig umklappt. Beim Verriegeln der
Tür ist dann eine entsprechend hohe Schließkraft aufzubringen.
Der entscheidende Vorteil der Erfindung ist aber darin zu
sehen, daß unabhängig von den je nach Anwendungsfall unter
schiedlichen Schließkräften die Auslösekraft klein und konstant
ist.
Um die günstigen mechanischen Eigenschaften auch unter widrigen
Umweltbedingungen beizubehalten, werden wichtige Teile wie Fe
dern, Hebel, Bolzen aus Edelstahl hergestellt, während die Ge
häusehälften aus Druckguß, vorzugsweise Zinkdruckguß, bestehen.
Zur Erhöhung der Betriebssicherheit ist die Wippe 7 so aufgebaut,
daß der Massenmittelpunkt mit der Drehachse (Lagerbolzen 6) zu
sammenfällt. Damit wird verhindert, daß sich die Wippe durch
Schläge oder Unwuchten in der Zentrifuge bzw. Schleuder gewollt
oder ungewollt aus der Sperrstellung heraus löst und die Tür bei
laufender Maschine aufspringt.
Bezugszeichenliste
1 Gehäusegrundplatte
2 Hauptlagerbolzen
3 Drehfalle
3a Vertiefung
3b Vorsprung
4 Lagerbolzen
5 Schwenkhebel
6 Lagerbolzen
7 Wippe
7a Sperrkante
8 Elektromagnet
8a Anker
9, 10 Abfragehebel
9a, 10a Betätigungsflächen
11 Pfeil
12 Kloben
13 Rolle
14, 15 Bolzen
16 Rolle
17 Schenkelfeder
18 Gehäusedeckplatte
19 Mikroschalter
20 Schraube
21 Ausleger
22, 23, 24 Durchgangslöcher
25 Gehäuseöffnung
26 Pfeil
27 Notauslöseelement
2 Hauptlagerbolzen
3 Drehfalle
3a Vertiefung
3b Vorsprung
4 Lagerbolzen
5 Schwenkhebel
6 Lagerbolzen
7 Wippe
7a Sperrkante
8 Elektromagnet
8a Anker
9, 10 Abfragehebel
9a, 10a Betätigungsflächen
11 Pfeil
12 Kloben
13 Rolle
14, 15 Bolzen
16 Rolle
17 Schenkelfeder
18 Gehäusedeckplatte
19 Mikroschalter
20 Schraube
21 Ausleger
22, 23, 24 Durchgangslöcher
25 Gehäuseöffnung
26 Pfeil
27 Notauslöseelement
Claims (6)
1. Elektromagnetische Türverriegelung für Maschinen mit
einer Drehfalle, die einen türseitigen Kloben umfaßt,
und einem die Drehfalle blockierenden Schwenkhebel, der
durch eine elektromagnetisch betätigte Wippe verriegelt
ist,
dadurch gekennzeichnet, daß der Schwenkhebel (5) eine
erste Rolle (13) aufweist, die im verriegelten Zustand
in einer Vertiefung (3a) der Drehfalle (3) ruht, daß der
Schwenkhebel (5) eine zweite Rolle (16) trägt, auf der
die Sperrkante (7a) der Wippe (7) aufliegt und daß die
Längsachse (AB) der Wippe (7) und die Längsachse (CD)
des Schwenkhebels (5) einen Winkel von knapp über 90°
einschließen.
2. Elektromagnetische Türverriegelung nach Anspruch 1, da
durch gekennzeichnet, daß die relativ kleine Kraft zur
Auslösung der Wippe (7) von einem Kleinspannungsmagneten
herrührt, dessen Stromkreis bei Maschinenstillstand
aktivierbar ist.
3. Elektromagnetische Türverriegelung nach Anspruch 1, da
durch gekennzeichnet, daß links und rechts von der
Drehfalle (3) und auf deren Hauptlagerbolzen (2) federn
de Abfragehebel (9, 10) angeordnet sind, die bei offener
Tür den Schwenkhebel (5) blockieren, so daß die Drehfalle
(3) nur dann in die arretierte Schließstellung gehen kann,
wenn durch den Kloben (12) der Tür sowohl die Drehfalle
(3) als auch die Abfragehebel (9, 10) heruntergedrückt
wurden.
4. Elektromagnetische Türverriegelung nach Anspruch 2, da
durch gekennzeichnet, daß die Laschen des Schließklobens
(12) als Tastfinger dienen, die auf Betätigungsflächen
(9a, 10a) an den Abfragehebeln (9, 10) einwirken.
5. Elektromagnetische Türverriegelung nach Anspruch 1, da
durch gekennzeichnet, daß der Schwenkhebel (5) einen die
Maschinenfunktion auslösenden Mikroschalter (19) betätigt.
6. Elektromagnetische Türverriegelung nach Anspruch 1, da
durch gekennzeichnet, daß ein zusätzliches Notauslöse
element (27) vorgesehen ist, das auf die Wippe (7) eine
Zug- oder Druckkraft ausübt, um bei Versagen der Steuerung
oder des Kleinspannungsmagneten die Tür öffnen zu können.
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4031077A DE4031077A1 (de) | 1990-10-02 | 1990-10-02 | Elektromagnetische tuerverriegelung |
| DE59104052T DE59104052D1 (de) | 1990-10-02 | 1991-09-24 | Elektromagnetische Türverriegelung. |
| EP91116208A EP0479095B1 (de) | 1990-10-02 | 1991-09-24 | Elektromagnetische Türverriegelung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4031077A DE4031077A1 (de) | 1990-10-02 | 1990-10-02 | Elektromagnetische tuerverriegelung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4031077A1 true DE4031077A1 (de) | 1992-04-09 |
Family
ID=6415390
Family Applications (2)
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|---|---|---|---|
| DE4031077A Withdrawn DE4031077A1 (de) | 1990-10-02 | 1990-10-02 | Elektromagnetische tuerverriegelung |
| DE59104052T Expired - Fee Related DE59104052D1 (de) | 1990-10-02 | 1991-09-24 | Elektromagnetische Türverriegelung. |
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE59104052T Expired - Fee Related DE59104052D1 (de) | 1990-10-02 | 1991-09-24 | Elektromagnetische Türverriegelung. |
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| DE (2) | DE4031077A1 (de) |
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- 1991-09-24 DE DE59104052T patent/DE59104052D1/de not_active Expired - Fee Related
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|---|---|---|---|
| 8139 | Disposal/non-payment of the annual fee |