DE4031504A1 - Aufsatteldrehpflug mit variabler arbeitsbreiteneinstellung - Google Patents

Aufsatteldrehpflug mit variabler arbeitsbreiteneinstellung

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Description

Die Erfindung betrifft einen Aufsatteldrehpflug mit einem um eine im Pflugvordergestell annähernd lotrechtliegende Achse freischwenkbaren Pflugrahmen und mit mittelbar oder unmittelbar am Pflugrahmen angeordneten Pflugkörpern, mit einer Wendeeinrichtung und einem über einen Stabilisator gehaltenen Stützrad, dem selbst oder dem über den Stabilisator eine Schwenklagerung zugeordnet ist, an der ein mit dem Pflugrahmen verbundenerArm angreift.
Aus der DE-OS 35 04 865.4 ist ein Verstellpflug bekannt, bei dem die Körper schwenkbar am Pflugrahmen angebracht sind. Diese einzelnen Körper werden über ein Gestänge verbunden, das über ein Stellglied so verschwenkt werden kann, daß damit die Schnittbreite der einzelnen Körper verändert wird. Ein derartiger Verstellpflug kann trotz des zum Einsatz kommenden Stützrades nur mit einer begrenzten Zahl von Pflug­ körpern eingesetzt werden, da er für den Drehvorgang ausgehoben werden muß und schon von daher nur abhängig von der vor­ handenen Hubkraft des Schleppers arbeiten kann.
Aus der EP-A 02 66 240 ist ein Aufsatteldrehpflug bekannt, dessen mit Pflugkörpern besetzter Pflugrahmen über einen Stabilisator und ein Stützrad mittels einer Wende­ einrichtung gedreht wird. Das Stützrad wird in bekannterweise über einen Stabilisator in seiner annähernd vertikalen Stellung und außerdem von einem mit dem Pflug­ rahmen starr verbundenen Arm mit Schwenklagerung gehalten. Die Anordnung des Armes mit Schwenklagerung hat den Nachteil, daß die Schwenklagerung während des Drehvorganges mit dem Boden in Berührung kommen kann und daher erheblichen Bean­ spruchungen ausgesetzt ist. Auch das Rangieren und Transportieren des Pfluges ist durch diese Ausbildung er­ schwert und dabei wieder insbesondere im unebenen Gelände und auch auf dem Vorgewende. Außerdem greift der Stabilisator sehr hoch an, so daß die über ihn eingeleiteten Zugkräfte eine unnötig hohe Belastung des Pflugrahmens bewirken.
Zusätzlich kann die Arbeitsbreite des Pfluges nicht stufen­ los verändert werden.
Ein weiterer Aufsatteldrehpflug ist aus der US-PS 37 71 607 bekannt. Hier wird das Stützrad ebenfalls über einen Stabilisator neben dem Pflugrahmen gehalten, wobei der Stabilisator über einen Arm mit dem Pflugrahmen ver­ bunden ist. Der Arm ist mit einer Schwenklagerung ausge­ rüstet, die parallel zu der Arbeitsrichtung des Pfluges verläuft. Das Stützrad läuft neben dem Pflugrahmen. Dieser Pflug kann zwar rangiert und transportiert werden, ohne daß die Schwenklagerung direkt den Boden berührt, allerdings kann auch dieser bekannte Pflug nicht in seiner Arbeits­ breite verstellt werden. Die Konstruktion des Pfluges ist außerdem sehr aufwendig, um die Lage der Schwenklagerung zu gewährleisten und das Stützrad ist sehr weit vorne in Richtung Pflugvordergestell angeordnet, so daß bei Verlänge­ rung des Pflugrahmens der Anbau eines zweiten Stützrades erforderlich ist.
Aus der FR-PS 80 15 924 ist ein Aufsatteldrehpflug bekannt, der nicht in allen Lagen über die notwendige Boden­ freiheit verfügt, so daß Schäden in verschiedenen Stellungen zu befürchten sind. Außerdem sind Stützrad und Stabilisator getrennt mit dem Pflugrahmen über einen Arm verbunden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Auf­ satteldrehpflug mit Arbeitsbreiteneinstellung und gleich­ zeitiger Vorderfurchenbreitenanpassung zu schaffen, bei dem das Stützrad unabhängig von der Arbeitsbreiteneinstel­ lung in Arbeits- und Transportstellung optimal und dicht zum Pflugrahmen gehalten wird.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Schwenklagerung um eine Achse verschwenkbar am Pflug­ rahmen angelenkt ist, die in Arbeitsstellung des Pfluges annähernd lotrechtstehend dem Pflugrahmen zugeordnet ist und daß der Arm mit einem die schwenkbar am Pflugrahmen angeordneten Pflugkörper beeinflussenden Lenkergetriebe verbunden ist. Durch die Verbindung des Lenkergetriebes mit dem Arm erfolgt automatisch eine Korrektur der Stellung des Stützrades, so daß die Pflugkörper und das Stützrad in Arbeitsstellung als solches nach wie vor parallel zuein­ ander stehen.
Aufgrund der besonderen Verbindung des Armes (Schwenk­ lagerung) mit dem Pflugrahmen ist beim erfindungsgemäßen Pflug sichergestellt, daß das Stützrad immer dicht am Pflug­ rahmen geführt ist und dort auch unabhängig von der jeweiligen Einstellung der Arbeitsbreite verbleibt. Aufgrund dieser optimalen Führung des Stützrades sind die beim Drehen des Pflugrahmens auftretenden Kräfte und auch die auf den Schlepper einwirkenden Kippmomente minimiert. Damit ergibt sich ein insgesamt gleichgängiger, optimal einzustellender und auch ohne Probleme verlängerbarer Aufsatteldrehpflug mit variabler Arbeitsbreiteneinstellung.
Eine günstige Krafteinleitung ist auch gegeben, wenn gemäß einer weiteren zweckmäßigen Ausbildung das Lenkerge­ triebe mit dem Stabilisator verbunden ist. Dabei sollte der Verbindungspunkt im Bereich der Schwenkachse am Stabili­ sator vorgesehen sein.
Eine weitere zweckmäßige Ausbildung sieht vor, daß die Schwenklagerung um eine ideell vorgegebene Achse bzw. einen Drehpunkt bewegbar ist, so daß der Drehpunkt optimal vorgegeben werden kann und dadurch eine jeweils günstige Führung des Stützrades dicht am Pflugrahmen zu erreichen ist.
Eine günstige Führung des Stützrades wird gewährlei­ stet, wenn, wie erfindungsgemäß vorgesehen, die Achse in Arbeitsrichtung des Pfluges annähernd den gleichen Abstand zum Pflugvordergestell aufweist, wie die Aufstandsfläche des Stützrades. Das heißt also, die Achse des Stützrades und die Arm und Pflugrahmen miteinander verbindende Achse sind etwa in gleicher Höhe in Bezug auf den Pflugrahmen angeordnet, was dadurch erreicht wird, daß der Pflugrahmen einerseits und Stützrad bzw. Stabilisator andererseits verbindende Arm bogenförmig ausgebildet ist. Eine besonders günstige Aus­ bildung ist die, bei der die Achse in Arbeitsrichtung des Pfluges hinter der Aufstandsfläche des Stützrades angeordnet ist, vorzugsweise auf gleicher Höhe mit dem hinteren Radende.
Ein günstiger Hebel bezüglich der Verbindung von Lenkergetriebe und Arm bzw. Stabilisator ergibt sich, indem gemäß der Erfindung das Lenkergetriebe im Bereich der Schwenklagerung im Arm angelegt ist. Je dichter dieser Verbindungspunkt an der Schwenklagerung liegt, desto günstiger ist der erreichbare Hebel. Die korrespondierende Verstellung von Pflugkörper einerseits und Stützrad bzw. Arm andererseits ist insbesondere dadurch gewährleistet, daß dem Lenkergetriebe ein die Pflugkörper und zugleich auch den Arm verschwenkendes Stellglied zugeordnet ist. Über dieses Stellglied, vorzugsweise in Form eines Hydrau­ likzylinders kann die Arbeitsbreite vom Schlepper aus ver­ ändert bzw. den Veränderungen der Gegebenheiten angepaßt werden.
Der Pflugrahmen kann bei Bedarf erweitert bzw. in seiner Furchenzahl verändert werden, da gemäß der Erfindung das Stützrad seitlich vom Pflugrahmen angeordnet ist. Die an den Pflugrahmen anzubringenden Erweiterungen werden somit durch das Stützrad nicht behindert bzw. umgekehrt.
Eine günstige Einleitung der Zugkräfte über den Stabi­ lisator auf den Pflugrahmen ist zu erreichen, indem der Stabilisator über eine in Arbeitsstellung unterhalb der Schwenklagerung liegende Querachse am Halter des Stützrades angelenkt ist. Dabei kann die Querachse reell oder ideell vorgegeben sein.
Die Lage der Schwenklagerung und damit die Arbeitstiefe des Pfluges kann gemäß der Erfindung dadurch verändert werden, daß das Stützrad um die Querachse in seiner Stellung einstellbar ist. Dies erfolgt, indem das Stützrad über einen Hydraulikzylinder einstellbar ist.
Der Hydraulikzylinder, ist mit einem Freilauf versehen, der wirksam wird, wenn der Anschlag zur Aufrechterhaltung der Bodenfreiheit zwischen Schwenklagerung und Boden während des Drehvorganges wirksam wird.
Eine einfache Vorderfurchenanpassung ist dadurch mög­ lich, daß der Stabilisator längenveränderbar ausgebildet ist. Die dabei notwendige Bewegungsfreiheit des Stabili­ sators wird gewährleistet, weil er über Gelenke mit annähernd lotrechten Achsen mit dem Pflugvordergestell einerseits und dem Stützrad andererseits verbunden ist.
Die Vorderfurchenbreiteneinstellung wird, wie weiter oben berichtet, über den längenveränderlichen Stabilisator her­ beigeführt, wobei dies ohne Beanspruchung bzw. Beeinflussung der Wendeeinrichtung dadurch möglich ist, daß die Wendeein­ richtung um eine waagerecht und quer zum Stabilisator ange­ ordnete Achse frei schwenkbar mit dem Stabilisator und über eine in Arbeitsstellung annähernd lotrechte Achse gelenkig mit dem Pflugrahmen verbunden ist. Die durch die Veränderung der Länge des Stabilisators sich ergebenden Änderungen werden somit die Veränderung der Vorderfurchen­ breite ergebend über die Wendeeinrichtung auf den Pflug­ rahmen übertragen, so daß eine einfache Vorderfurchen­ breiteneinstellung gesichert ist.
Beim Drehen des Pflugrahmens über den Stabilisator ergibt sich ein günstiger Bewegungsablauf dadurch, daß der Stabilisator und der Halter des Stützrades über ein Kreuzgelenk verbunden sind, das einen seinen Freiheitsgrad einschränkenden Anschlag aufweist. Hierdurch ist sicherge­ stellt, daß die Schwenklagerung nicht zu weit abgesenkt und dann beispielsweise beim Transport oder im Bereich der halbgedrehten Stellung den Boden berührt und dadurch gefährdet ist. Der Anschlag gibt die Endbegrenzung vor, die die Bodenfreiheit sicherstellt. Ein am weiter oben erwähnten Hydraulikzylinder vorgesehener Freilauf sichert die Funktion des Anschlages.
Eine besonders einfache Ausbildung dieses Kreuzgelenkes wird erreicht, indem es von einem Gelenk mit zwei im Abstand angeordneten Achsen gebildet ist, von denen eine die Quer­ achse ist. Die andere Achse ist dabei die von dem am Stabilisator angeordneten und dem Stütz­ rad vorgeordneten Gelenk vorgegebene Achse. Der Anschlag als solcher ist zweckmäßigerweise der Querachse zugeordnet und zwar indem der Anschlag von einem dem Stabilisator zugeordneten Endbegrenzer und mindestens einer dem Halter des Rades zugeordneten Endbegrenzung gebildet ist.
Die Erfindung zeichnet sich insbesondere dadurch aus, daß ein Aufsatteldrehpflug mit einfacher und übersichtlicher Konstruktion geschaffen ist, bei dem die Einstellung der Arbeitsbreite zugleich auch zu einer Anpassung der Vorder­ furchenbreite und der Stellung des Stützrades führt, so daß eine parallele Anordnung des Stützrades zu den Pflug­ körpern immer gewährleistet ist. Zugleich ist auch die Einstellung der Vorderfurchenbreite durch Veränderung der Länge des Stabilisators gegeben, wobei zugleich vorteilhaft die Wendeeinrichtung vom eigentlichen Pflugvordergestell weg dem Verbindungsarm zwischen Stabilisator und Pflugrahmen zugeordnet ist. Durch gelenkige Verbindung dieses Teils, d. h. der Wendeeinrichtung einmal mit dem Pflugarm und zum anderen mit dem Stabilisator kann über den Stabilisator selbst die Vorderfurchenbreiteneinstellung ohne Probleme vorgenommen werden.
Weitere Einzelheiten und Vorteile des Erfindungsgegen­ standes ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung der zugehörigen Zeichnung, in der ein bevorzugtes Ausfüh­ rungsbeispiel mit den dazu notwendigen Einzelheiten und Einzelteilen dargestellt ist. Es zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht eines Aufsatteldreh­ pfluges in halbgedrehter Stellung,
Fig. 2 eine Draufsicht auf einen in Arbeitsstel­ lung befindlichen Aufsatteldrehpflug,
Fig. 3 eine Draufsicht auf das über einen Arm mit dem Pflugrahmen verbundene Stützrad und
Fig. 4 eine Seitenansicht des Stützrades gemäß Fig. 3 in Arbeitsstellung.
In Fig. 1 ist der erfindungsgemäße Pflug (1) in Seiten­ ansicht und in halbgedrehter Stellung wiedergegeben. Am Pflugrahmen (2) sind mehrere Pflugkörper (3) angeordnet, die über ein Gestänge (4) so verbunden sind, daß ihre Arbeitsbreite jeweils verändert werden kann.
Die für das Drehen bzw. Wenden des Pflugrahmens (2) notwendige Wendeeinrichtung (5) sitzt im Abstand zum eigent­ lichen Pflugvordergestell (6) auf dem das Stützrad (7) führenden Stabilisator (8).
Der Stabilisator (8) und das Stützrad (7) sind über einen Halter (9) miteinander verbunden, wobei Einzelheiten hierzu weiter hinten noch erläutert werden.
Der Stabilisator (8) bzw. seine Verlängerung sind um eine lotrechte Pflugvordergestellachse (10) und der horizontal dazu verlaufenden Achse (41) verbunden. Dadurch ist erreicht, daß der Pflugrahmen (2) frei schwenkbar mit dem Pflugvordergestell (6) verbunden wird.
Der Stabilisator (8) hält das Stützrad (7), wobei dem Stabilisator (8) eine Schwenklagerung (11) zugeordnet ist, an der der mit dem Pflugrahmen (2) verbundene Arm (14) angreift. Dieser Arm (14) ist seinerseits schwenkbar mit dem Pflugrahmen (2) über eine lotrechtstehende Achse (15) verbunden. Damit ist die Schwenklagerung (11) um diese Achse (15) schwenkbar gegenüber dem Pflugrahmen (2) gela­ gert, so daß beim Verlagern des Lenkergetriebes (16) zum Einstellen der Arbeitsbreite der einzelnen Pflugkörper (3) zugleich auch eine Anpassung des Stützrades (7) und auch der Vorderfurchenbreite erfolgt. Das Lenkergetriebe (16) greift dabei möglichst dicht am Zugpunkt (17), also am Verbindungspunkt zwischen Halter (9) und Stabilisator (8) an.
Stabilisator (8) und Stützrad (7) sind über eine Quer­ achse (20) im Bereich des Zugpunktes (17) miteinander ver­ bunden. Eine Einstellung des Stützrades (7) ist dabei um die Querachse (20) möglich, wozu der Hebelarm (21) und der Hydraulikzylinder (22) vorgesehen sind. Der Hydraulik­ zylinder (22) greift einmal an der Schwenklagerung (11) bzw. am Stabilisator (8) an und andererseits am Hebelarm (21), wobei hier ein Freilauf (23) vorgesehen ist, der wirksam wird, wenn der Anschlag (24) anliegt bzw. wirksam wird.
Weiter oben ist bereits erwähnt, daß Stabilisator (8) und Stützrad (7) bzw. Halter (9) über die Querachse (20) verbunden sind, um eine Einstellung des Stützrades (7) und damit der Arbeitstiefe des Pfluges (1) zu ermög­ lichen. Dieses Einstellen bzw. das Verschwenken des Halters (9) um die Querachse (20) ist über einen Anschlag (24) begrenzt, so daß ein zu weites Absinken der Schwenklagerung (11) verhindert wird und zwar sowohl während des Drehvor­ ganges als auch in Transportstellung.
Der Anschlag (24) wird bei der aus Fig. 1 ersichtlichen Ausführung von einem dem Stabilisator (8) zugeordneten Endbegrenzer (25) und einem dem Hebelarm (21) zugeordneten Langloch (26) gebildet, wobei das Langloch (26) bogenförmig ausgebildet ist. Die aus Fig. 1 ersichtliche Einstellung stellt dabei die die Bodenfreiheit sichernde Begrenzung dar, die verhindert, daß die Schwenklagerung (11) noch weiter absinkt. Durch Betätigen des Hydraulikzylinders (22) kann der Halter (9) verschwenkt und damit die Arbeits­ tiefe des Pfluges (1) verändert werden.
Die Einstellung der Arbeitsbreite der einzelnen Pflug­ körper (3) erfolgt mit Hilfe des Lenkergetriebes (16). Dieses Lenkergetriebe (16) verfügt über ein Stellglied (29) in Form eines Hydraulikzylinders, der über die An­ schlüsse (30, 30′) verfügt, so daß er vom Schlepper aus betätigt werden kann. Das Stellglied (29) ist einmal am Pflugrahmen (2) festgelegt und zum anderen mit dem Stell­ lenker (31) verbunden, der um eine dem Pflugrahmen zuge­ ordnete Achse verschwenkbar ist und dabei auf den Über­ tragungslenker (32) so einwirkt, daß das Gestänge (4) bzw. die durchgehende Stange entsprechend verschoben wird. Mit dem Verschieben in Längsrichtung des Pflugrahmens (2) erfolgt eine entsprechende Einstellung der einzelnen Pflug­ körper (3). Der Stellenker (31) ist gleichzeitig auch über den Verbindungslenker (33) mit dem Arm (14) verbunden, so daß mit der Verschwenkung des Stellenkers (31) gleich­ zeitig auch eine Beeinflussung des Arms (14) erfolgt. Da der Arm (14) mit der Schwenklagerung (11) um die lotrechte Achse (15) verschwenkt werden kann, erfolgt eine entspre­ chende Einstellung des Stützrades (7). Das Stützrad (7) befindet sich dann jeweils in der im Verhältnis zu den Pflugkörpern (3) parallelen Einstellung und wird gleich­ zeitig dicht am Pflugrahmen (2) geführt, was insbesondere Fig. 2 verdeutlicht.
Die Wendeeinrichtung (5) stellt gleichzeitig die dem Pflugvordergestell (6) zugeordnete Verbindung zwischen Pflugrahmen (2) und Stabilisator (8) dar. Durch die Betäti­ gung der Zylinder der Wendeeinrichtung (5) erfolgt ein Drehen des Pflugrahmens (2) um die Wendeachse (34) und die Schwenklagerung (11).
Die Wendeeinrichtung (5) ist über das Verbindungsgelenk (35) mit dem Pflugrahmen (2) und über das Verbindungsgelenk (36) mit dem Stabilisator (8) verbunden. Die Achse (37) des Verbindungsgelenkes (36) verläuft dabei waagerecht und quer zum Stabilisator (8). Diese besondere Ausbildung bzw. Verbindung der Wendeeinrichtung (5) einmal mit dem Stabilisator (8) und zum anderen mit dem Pflugrahmen (2) ermöglicht eine konstruktiv vorteilhafte Ausbildung des gesamten Pfluges.
Der Stabilisator (8) ist über eine vordere Achse (38) mit seiner Verlängerung verbunden, die gleichzeitig die Verbindung mit dem Pflugvordergestell (6) darstellt, wo die Verlängerung über das Kreuzgelenk aus lotrechter Achse (10) und horizontaler Achse (41) verschwenkbar gelagert ist.
Eine zweite Achse (39) weist der Stabilisator im hinteren, dem Stützrad (7) zugeordneten Teil auf, wobei diese Achse (39) mit der Querachse (20) ein Kreuzgelenk bildet, über das das Stützrad (7) jeweils in die optimale Lage verschwenkt werden kann.
Die Fig. 1 und 2 verdeutlichen, daß der Abstand der lotrechten Achse (15) zum Pflugvordergestell (6) und der Aufstandsfläche (40) des Stützrades (7) zum Pflugvorder­ gestell (6) jeweils etwa gleich ist bzw. nach Fig. 2 sogar dahinter liegt. Dadurch ist eine günstige Lage des Stütz­ rades bei allen Arbeitsbreiten der Pflugkörper gewähr­ leistet.
Zur Einstellung der Vorderfurchenbreite durch Verlänge­ rung der Länge des Stabilisators (8) dient die Ausbildung, die in Fig. 1 wiedergegeben ist. Der Stabilisator (8) weist hier ein Einschiebeteil (42) und ein Hüllrohr (43) auf, die über ein Stellglied (44) verbunden sind. Durch Betätigen des Stellgliedes (44) wird so das Hüllrohr (43) mehr oder weniger weit über das Einschiebeteil (42) verschoben. Dabei ändert sich die Lage des Pflugrahmens (2) und der Wendeein­ richtung (5) zum Stabilisator (8) durch deren gelenkige Verbindung untereinander.
Fig. 2 zeigt die Draufsicht auf den aus Fig. 1 ersicht­ lichen Pflug (1) und verdeutlicht die parallele Stellung des Stützrades zu den Pflugkörpern (3). Hierzu wird es um die Achse (15) entsprechend mitverschwenkt. Fig. 2 zeigt weiter, daß sich die Achse (15) des Arms (14) etwa in Höhe der Aufstandsfläche (40) des Stützrades (7) befindet.
Außerdem zeigt Fig. 2, daß über die lotrechte Pflug­ vordergestellachse (10) und die Horizontalachse (41) eine frei schwenkbare Verbindung zwischen Pflugvordergestell (6) und Pflugrahmen (2) gegeben ist.
Fig. 3 und 4 zeigen eine vergrößerte Wiedergabe des Verbindungsbereiches von Pflugrahmen (2) und Stützrad (7) bzw. Stabilisator (8). Gezeigt ist hier die Anordnung der Schwenklagerung (11) und ihre schwenkbare Verbindung mit dem Pflugrahmen (2) über den Arm (14) und die lotrechte Achse (15).
Fig. 4 verdeutlicht die Möglichkeit, die Lage des Stützrades (7) bzw. des Halters (9) durch Betätigen des Hydraulikzylinders (22) zu verändern. Der Endbegrenzer (25) hat sich hier durch Betätigen des Hydraulikzylinders (22) im Langloch (26) bereits verschoben, wodurch deutlich wird, daß der Halter (9) um die Querachse (20) verschwenkt worden ist, so daß eine Anhebung der Schwenklagerung (11) erreicht wurde. Ein Bodenkontakt der Schwenklagerung (11) ist so sicher verhindert.
Fig. 4 zeigt die Arbeitsstellung, in der der Freilauf (23) des Hydraulikzylinders (22) unwirksam und dadurch der Anschlag (24) frei ist.

Claims (18)

1. Aufsatteldrehpflug mit einem um eine im Pflugvorder­ gestell annähernd lotrechtliegende Achse freischwenkbaren Pflugrahmen und mit mittelbar oder unmittelbar am Pflugrahmen angeordneten Pflugkörpern, mit einer Wendeeinrichtung und einem über einen Stabilisator gehaltenen Stützrad, dem selbst oder dem über den Stabilisator eine Schwenk­ lagerung zugeordnet ist, an der ein mit dem Pflugrahmen verbundenerArm angreift, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwenklagerung (11) um eine Achse (15) schwenkbar am Pflugrahmen (2) angelenkt ist, die in Arbeitsstellung des Pfluges (1) annähernd lotrechtstehend dem Pflugrahmen zuge­ ordnet ist und daß der Arm (14) mit einem die schwenkbar am Pflugrahmen angeordneten Pflugkörper (3) beeinflussenden Lenkergetriebe (16) verbunden ist.
2. Aufsatteldrehpflug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Lenkergetriebe (16) mit dem Stabilisator (8) ver­ bunden ist.
3. Aufsatteldrehpflug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwenklagerung (11) um eine idiell vorgegebene Achse (16) bzw. einen Drehpunkt bewegbar ist.
4. Aufsatteldrehpflug nach Anspruch 1 und/oder Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Achse (15) in Arbeitsrichtung des Pfluges (1) annähernd den gleichen Abstand zum Pflugvordergestell (6) aufweist, wie die Aufstandsfläche (40) des Stützrades (7).
5. Aufsatteldrehpflug nach Anspruch 1 und/oder Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Achse (15) in Arbeitsrichtung des Pfluges (1) hinter der Aufstandsfläche (40) des Stützrades (7) angeordnet ist.
6. Aufsatteldrehpflug nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Lenkergetriebe (16) im Bereich der Schwenklagerung (11) am Arm (14) angelenkt ist.
7. Aufsatteldrehpflug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß dem Lenkergetriebe (16) ein die Pflugkörper (3) und zugleich auch den Arm (14) verschwenkendes Stellglied (29) zugeordnet ist.
8. Aufsatteldrehpflug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Stützrad (7) seitlich vom Pflugrahmen (2) angeordnet ist.
9. Aufsatteldrehpflug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Stabilisator (8) über eine in Arbeitsstellung unter­ halb der Schwenklagerung (11) liegende Querachse (20) am Halter (9) des Stützrades (7) angelenkt ist.
10. Aufsatteldrehpflug nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß das über die Querachse (20) vorgegebene Gelenk (17) reell oder idiell wirksam ist.
11. Aufsatteldrehpflug nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Stützrad (7) um die Querachse (20) in seiner Stellung einstellbar ist.
12. Aufsatteldrehpflug nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß das Stützrad (7) über einen Hydraulikzylinder (22) ein­ stellbar ist.
13. Aufsatteldrehpflug nach Anspruch 9 bis Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Hydraulikzylinder (22) über einen Hebelarm (21) mit Freilauf (23) im Anschlagbereich wirksam angeordnet ist.
14. Aufsatteldrehpflug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Stabilisator (8) längenveränderbar ausgebildet ist.
15. Aufsatteldrehpflug nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß der Stabilisator (8) über Gelenke (38, 39) mit dem Pflug­ vordergestell (6) einerseits und dem Stützrad (7) anderer­ seits verbunden ist.
16. Aufsatteldrehpflug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Wendeeinrichtung (5) über eine waagerechte und quer zum Stabilisator (8) angeordnete Achse (37) freischwenkbar mit dem Stabilisator und über eine in Arbeitsstellung annähernd lotrechte Achse (35) gelenkig mit dem Pflugrahmen (2) verbunden ist.
17. Aufsatteldrehpflug nach Anspruch 1 oder Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Stabilisator (8) und der Halter (9) des Stützrades (7) über ein Kreuzgelenk (20, 39) verbunden sind, das einen seinen Freiheitsgrad einschränkenden Anschlag (24) aufweist.
18. Aufsatteldrehpflug nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß das Kreuzgelenk von einem Gelenk mit zwei im Abstand angeordneten Achsen (20, 39) gebildet ist, von denen eine die Querachse (20) ist.
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