DE4034197C2 - - Google Patents

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Description

Die Erfindung bezieht sich auf ein entstörendes Hochspannungs-Widerstandskabel der im Oberbegriff des Patentanspruchs 1 genannten Art.
Ein solches, aus der EP-A-03 29 188 bekanntes entstörendes Hochspannungs-Widerstandskabel umfaßt eine Widerstandslei­ tung, die aus einem Verstärkungskern, einer auf dem Verstär­ kungskern befindlichen Ferritkernschicht und einer Metall­ wicklungsschicht gebildet ist. Der Verstärkungskern kann aus anorganischen, wie Glasfasern, oder organischen Fasern, wie aromatischen Polyamidfasern oder Polyesterfasern gebildet sein. Die Metallwicklungsschicht ist aus wendelförmig um die Ferritkernschicht gewickelten Drähten gebildet. Auf dieser Metallwicklungsschicht ist eine Isolierschicht aufgebracht, die wiederum von einer Verstärkungsschicht umgeben ist. Auf der Verstärkungsschicht ist eine Umhüllungsschicht gebildet.
In der japanischen Patentanmeldungsveröffentlichung Nr. 1 07 410/81 ist ein in Fig. 6 gezeigtes Kabel beschrieben, bei dem der Außendurchmesser eines Widerstandsleiters a nicht mehr als 1,2 mm beträgt. Eine Halbleiterschicht ist zusammengesetzt aus einer inneren Halbleiterschicht c, einer Trennschicht d und einer äußeren Halbleiterschicht e. Diese zusammengesetzte Schicht ist um ein Zugteil b, das aus einem Aramidfaserbündel zusammengesetzt ist, gebildet. Eine Isolatorschicht f befindet sich außerhalb der Halbleiterschicht und besteht aus quervernetztem Polyethylen bzw. einer quervernetzten Mischung, die Polyethylen enthält. Mit diesem Aufbau ist die Kapazität nicht höher als 80 pF/m. Eine Verstärkungsschicht g und eine Schutzhüllenschicht h sind in dieser Reihenfolge um die Isolierschicht f angeordnet.
Das herkömmliche Zündkabel der Fig. 6 erfüllt das Erfordernis, daß die Kapazität nicht mehr als 80 pF/m beträgt, dadurch, daß der Außendurchmesser des Kabels 7 mm bzw. 8 mm beträgt. Ein derartiges Zündkabel mit einem Außendurchmesser von nicht mehr als 5 mm, das in neuerer Zeit entwickelt worden ist, um leichtes Gewicht und geringen Durchmesser zu erreichen, kann jedoch das Kapazitätserfordernis nicht erfüllen.
Ferner sind die Entstörungsvorschriften für Automobile in Europa und anderen Ländern strenger geworden, und eine ausreichende Entstörung läßt sich nicht erreichen, wenn man lediglich die inneren und äußeren Halbleiterschichten c und e durch ein Verfestigungsverfahren oder ein Kohlenstoffüberzugstauchverfahren bildet.
In Verbindung mit der Herstellung des Widerstandsleiters a ist es erforderlich, daß der Widerstandswert durch hohe Temperaturen, einen thermischen Zyklus während des Betriebs des Automobils und physikalische Änderungen, beispielsweise Schwingungen und Biegungen, kaum geändert wird.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein entstörendes Hochspannungs-Widerstandskabel mit kleinem Durchmesser zu schaffen, das auch unter extremen Umgebungseinflüssen sicher funktioniert.
Diese Aufgabe wird durch die im Kennzeichen des Patentanspruchs 1 angegebenen Merkmale gelöst.
Das erfindungsgemäße Hochspannungs-Widerstandskabel umfaßt eine Widerstandsleitung, die einen Außendurchmesser von max. 0,8 mm hat, einen spezifischen Widerstand von 17 kΩ/m hat und deren Kapazität max. 80 pF/m ist. Die Ferritkernschicht weist ein Grundmaterial auf, das aus Silikongummi und Fluorkautschuk gebildet ist, welche miteinander in einem Gewichtsverhältnis von 4 : 6 bis 1 : 9 gemischt sind, wobei 200 bis 400 Gewichtsteile eines oder mehrerer Arten von Mn-Zn-Ferritpulver 100 Gewichtsteilen des Grundmaterials zugegeben sind. Durch die besondere Zusammensetzung des Grundmaterials ergibt sich eine besonders gute Formbarkeit, Flexibilität, thermische Widerstandsfestigkeit sowie Kaltfestigkeit. Das Grundmaterial in dieser Zusammensetzung ist mit dem Magnetpulver gut mischbar. Durch die besondere Zusammensetzung der Materialien wird weiterhin erreicht, daß das Magnetmaterial eine hohe Permeabilität, eine hohe Flußdichte, einen hohen Hystereseverlustkoeffizienten und einen hohen relativen Verlustkoeffizienten aufweist. Durch Verringerung der Strahlungsleistung, welche sich zum Zeitpunkt des Zündfunkens bildet, und durch Erhöhung der Wirbelstromverluste wird damit der Entstöreffekt verbessert. Auf besonders vorteilhafte Weise ist das erfindungsgemäße Kabel in dieser besonderen Zusammensetzung sowohl feuerfest als auch kältebeständig.
Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
Um die Feuerfestigkeit des Zündkabels zu erhalten und um den Kapazitätswert zu verringern, ist es von Vorteil, die Isolierschicht aus feuerfestem Ethylen-Propylen-Copolymerisat (EPR oder EPDM) mit relativ niedriger Dielektrizitätskonstante herzustellen.
Um den Entstörungseffekt des Zündkabels noch zu verbessern, besitzt der Ferritkern (das Magnetmaterial der Widerstandsleitung) in bevorzugter Weise eine hohe Permeabilität µ, einen niedrigen spezifischen Volumenwiderstand und Kältebeständigkeit.
Aus diesem Grund ist es von Vorteil, daß das Grundmaterial für den Ferritkern aus Silikongummi und Fluorkautschuk zusammengesetzt ist, die in einem Gewichtsverhältnis von 4 : 6 bis 1 : 9 miteinander gemischt sind, wobei diese Kaut­ schuke mit dem Magnetpulver gut mischbar sind und eine hervorragende Formbarkeit, Flexibilität, thermische Wider­ standsfestigkeit und Kaltfestigkeit aufweisen.
Um den Entstörungseffekt durch Verringerung der Strahlungs­ leistung, welche sich zum Zeitpunkt des Zündfunkens bildet, und durch Erhöhung der Wirbelstromverluste, die einen Joule-Wärmeaustausch (Verlust) bewirken, zu verbessern, ist es von Vorteil, daß das Magnetmaterial eine hohe Permeabi­ lität, eine hohe Flußdichte, einen hohen Hystereseverlust­ koeffizienten und einen hohen relativen Verlustkoeffizien­ ten aufweist.
Aus diesem Grund enthält der Ferritkern in bevorzugter Weise 200 bis 400 Gewichtsteile einer oder mehrerer Arten Ferritpulver vom Mn-Zn-Typ, die 100 Gewichtsteilen des Grundmaterials zugegeben sind, wobei das Ferritpulver eine Teilchengröße von nicht mehr als 100 µm aufweist und die Gleichstrom-Anfangsmagnetpermeabilität nicht weniger als 2500 ist, sowie ferner eine gesättigte Flußdichte von nicht weniger als 400 Gauß und ein relativer Verlustkoef­ fizient von nicht weniger als 4×10-6 vorhanden sind.
Um ferner den spezifischen Volumenwiderstandswert des Magnetmaterials des Zündkabels zu verringern, ent­ hält der Ferritkern in bevorzugter Weise nicht mehr als 20 Gewichtsteile Kohlenstoffaser (bevorzugt in Dampfphase gezogene Kohlenstoffaser), die 100 Gewichtsteilen des Grundmaterials zugegeben sind.
Anhand der Figuren werden Ausführungsbeispiele der Erfindung näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 in teilweise freigelegtem Zustand eine per­ spektivische Ansicht eines bevorzugten Aus­ führungsbeispiels eines entstörenden Hoch­ spannungs-Widerstandskabels (Zündkabel) nach der Erfindung;
Fig. 2 einen Querschnitt durch das Kabel;
Fig. 3 eine Darstellung zur Erläuterung der Kapa­ zitätsberechnung für das Kabel;
Fig. 4 eine graphische Darstellung zur Erläuterung der Beziehung zwischen Außendurchmesser der Widerstandsleitung und Kapazität, wobei eine relative Dielektrizitätskonstante als Para­ meter verwendet wird;
Fig. 5 eine graphische Darstellung zur Erläuterung der Beziehung zwischen Frequenz und elek­ trischer Feldstärke in einem Kabel nach der Erfindung und in einem herkömmlichen Kabel; und
Fig. 6 einen Querschnitt durch ein herkömmliches Zündkabel.
In den Fig. 1 und 2 enthält eine Widerstandsleitung 1 einen Verstärkungskern 2, der bevorzugt aus vier Drähten (400 Denier) geflochten ist oder durch Drehen derartiger Drähte in S-Z-Form gebildet ist. Die äußere Oberfläche des Verstärkungskernes 2 ist mit einem Acrylharzkleber beschichtet. Zusammen mit dem Acrylharz ist der Verstär­ kungskern 2 so ausgebildet, daß er einen Außendurchmesser von 0,4 bis 0,45 mm hat.
400 Gewichtsteile des Ferritpulvers (1) (in der folgenden Tabelle 2 gezeigt) werden 100 Gewichtsteilen einer Grund­ materialmischung zugegeben. Die Grundmaterialmischung ist zusammengesetzt aus Silikongummi und Fluorkautschuk, die in einem Verhältnis von 7 : 3 gemischt sind. Das sich hieraus ergebende Material wird extrudiert und auf den Verstär­ kungskern 2 aufvulkanisiert, so daß sich eine Ferritkern­ schicht 3 bildet. Um dabei die Kapazität des Zündkabels nicht höher als 80 pF/m zu machen, wird der Außendurchmesser der Ferritkernschicht 3 so gebildet, daß er 0,65 bis 0,7 mm beträgt.
Dann wird ein Ni-Cr-Legierungsdraht (JIS : NCHW-1) mit einem Außendurchmesser von 0,04 bis 0,045 mm 91 bis 115 Mal pro cm um die Ferritkernschicht 3 gewickelt zur Bildung einer Metallwicklungsschicht 4. Um eine Verschiebung des Legie­ rungsdrahtes zu vermeiden, ist es von Vorteil, daß etwa ein Drittel des Außendurchmessers des Legierungsdrahtes in die Ferritkernschicht 3 eingegraben bzw. eingebettet ist.
Auf diese Weise wird eine Widerstandsleitung 1 vom Metall­ wicklungstyp erreicht, die einen Außendurchmesser aufweist, der nicht größer ist als 0,8 mm und der einen Widerstands­ wert von 16 kΩ/m aufweist.
Ein Beschichtungsmaterial aus EPDM oder aus feuerfestem EPDM mit einer Dielektrizitätskonstanten von nicht mehr als 2,54 wird durch Extrusionsbeschichtung auf die Widerstands­ leitung 1 aufgebracht, so daß eine Isolierschicht 5 gebil­ det wird. Der Außendurchmesser der Isolierschicht 5 beträgt nicht mehr als 3,8 mm.
Ferner wird zur Erhöhung nicht nur der Verbindungskraft zwischen einer Klemme (nicht dargestellt) und dem Kabel, sondern auch der Kabelbruchfestigkeit beim Preßverbinden von Klemme mit Kabel eine Verstärkungsschicht 6 gebildet. Die Verstärkungsschicht 6 besteht aus Glasfasern, die mit einer Dichte von 2 bis 3,5 Maschen pro cm geflochten sind.
Ein Umhüllungsmaterial, das beispielsweise aus Silikon­ gummi oder feuerfestem EPDM besteht, hat eine Schutz­ funktion. Dieses Umhüllungsmaterial wird extrudiert und auf die Verstärkungsschicht 6 aufvulkanisiert, so daß eine Umhüllungsschicht 7 darauf gebildet wird. Hierdurch erhält man ein Zündkabel mit einem Außendurchmesser von 5 mm. Zur Verbesserung des engen Kontaktes zwischen der Verstärkungs­ schicht 6 und der Umhüllungsschicht 7 kann bevorzugt ein Anlaßmittel auf die Verstärkungsschicht aufgebracht sein.
Der Grund für die Bemessung des Außendurchmessers der Widerstandsleitung 1 auf nicht mehr als 0,8 mm wird im folgenden erläutert:
Die Kapazität eines in Fig. 3 dargestellten Kabels ergibt sich im allgemeinen nach folgender Formel (1):
Hierin bedeuten d1, d2 und d3 die Außendurchmesser der Widerstandsleitung des Isolators und der Umhüllung sowie ε0, ε1 und ε2 eine Dielektrizitätskonstante des Vakuums, eine relative Dielektrizitätskonstante des Iso­ lators und der Umhüllung.
Um die Kapazität C zu verringern, ist es gemäß Formel (1) wirkungsvoll, die relativen Dielektrizitätskonstanten der Materialien zu verringern, den Außendurchmesser des Leiters zu verkleinern und die Außendurchmesser des Isolators und der Umhüllung zu vergrößern.
Um den Außendurchmesser des Zündkabels auf 5 mm zu begren­ zen, wobei jedoch die allgemeinen Eigenschaften (d. h. Span­ nungsfestigkeit, Wärmefestigkeit usw.) erfüllt bleiben, ist es wichtig, den Außendurchmesser d1 der Leitung und die relative Dielektrizitätskonstante ε1 des Isolators im größt­ möglichen Umfang zu verringern.
Die Fig. 4 zeigt eine graphische Darstellung der Beziehung zwischen dem Außendurchmesser d1, der Widerstandsleitung und der Kapazität, wobei die relative Dielektrizitäts­ konstante ε1 des Isolators als Parameter verwendet wird. Der Außendurchmesser des Isolators beträgt 3,8 mm und die rela­ tive Dielektrizitätskonstante der Umhüllung beträgt 3,2. Ein Glasgeflecht ist in das Kabel eingearbeitet.
Das Ergebnis der Abschätzung zeigt an, daß zur Erzielung einer Kapazität von 80 pF/m die Kombination aus Außendurch­ messer der Widerstandsleitung und relativer Dielektrizitäts­ konstanten des Isolators unterhalb der strichlierten Linie in Fig. 4 sein muß. Vom Gesichtspunkt der Entstörungscharak­ teristiken bzw. -eigenschaften ist es erwünscht, den Außen­ durchmesser so groß wie möglich zu machen. Andererseits be­ trägt das Minimum der relativen Dielektrizitätskonstanten des Isolators im allgemeinen 2,2 bis 2,3.
Unter Berücksichtigung der geschilderten Verhältnisse wurde die wesentliche relative Dielektrizitätskonstante des Iso­ lators auf 2,5 festgesetzt. Der Außendurchmesser der Wider­ standsleitung wurde auf nicht mehr als 0,8 mm festgesetzt.
Im Hinblick auf die Entzündbarkeit des Zündkabels wird vor­ geschlagen, den herkömmlichen nicht feuerhemmenden Isolator zu ersetzen durch einen feuerhemmenden Isolator. Es wird daher in bevorzugter Weise ein Isoliermaterial vom EPDM-Typ verwendet, das eine relative Dielektrizitäts­ konstante von nicht mehr als 2,5 aufweist und darüber hinaus vorteilhafte physikalische Eigen­ schaften besitzt.
Die Werte der physikalischen Eigenschaften dieses feuer­ hemmenden Isoliermaterials vom EPDM-Typ sind in Tabelle 1 dargestellt. Das Isoliermaterial ist in der Weise gekenn­ zeichnet, daß es eine relative Dielektrizitätskonstante von nicht mehr als 2,5 hat, ein feuerhemmendes Mittel vom Brom- Typ eine feuerhemmende Wirkung vermittelt, Antimontrioxid und Zirkonoxid in Kombination verwendet werden und die Zu­ gabemenge des Isoliermaterials auf 5 bis 20 Gewichtsteile begrenzt ist.
Tabelle 1
(Feuerhemmendes EPDM-Isoliermaterial)
In obiger Tabelle bedeutet "Hochethylen" ein Polymerisat, das nicht weniger als 0,75 Mol-% Ethylen enthält, und "Alterungsschutz" bedeutet ein Alterungsschutzmittel.
Im folgenden werden die Entstörungseigenschaften des Hoch­ spannungs-Widerstandskabels noch näher erläutert. Faktoren bei der Bestimmung der Entstörungseigenschaften enthalten den elektrischen Schaltkreis und den magnetischen Schalt­ kreis. Bezüglich des elektrischen Schaltkreises ist die Größe der Störwellen, die dann erzeugt werden, wenn die Zündung durch eine Zündkerze verursacht ist, repräsentiert durch eine Strahlungsleistung P, die durch folgende Formel (2) ausgedrückt werden kann:
Hierbei bedeuten I einen elektrischen Strom, E eine angeleg­ te Spannung und Z eine Impedanz.
Da die angewendete Spannung E Jahr für Jahr erhöht wurde, verringert eine Erhöhung der Impedanz Z die Strahlungs­ leistung P. Die Impedanz Z ist wiedergegeben durch die fol­ gende Formel (3):
Hierbei bedeuten R einen Widerstand, L eine Induktivität, C eine Kapazität und ω die Frequenz.
Da R, C und ω begrenzte Elemente sind, ist es erforderlich, die Induktivität L zu erhöhen. Die Induktivität L ist wieder­ gegeben durch die folgende Formel (4):
Hierbei bedeuten α den Nagaoka-Faktor, µ die Permeabilität des Magnetmaterials der Widerstandsleitung, a den Radius des Magnetmaterials der Widerstandsleitung und N die Anzahl der Windungen des Widerstandsmetalldrahtes pro Längeneinheit.
Aufgrund der Eigenschaft des Kabelaufbaus sind a und N be­ grenzt. Die Verwendung eines Magnetmaterials für die Wider­ standsleitung mit hoher Permeabilität µ verringert daher die Strahlungsleitung P, die die Störungsquelle darstellt.
Andererseits wird die Entstörung aufgrund des magnetischen Schaltkreises gesteuert durch einen Joule-Wärmeaustausch (Verlust), der elektrische Energie in thermische Energie um­ setzt. Dies läßt sich ausdrücken durch die Summe eines Wir­ belstromverlustes Pe, eines Hystereseverlustes Ph und eines Eisenverlustes (relativer Verlustkoeffizient), die Eigen­ schaften des Magnetmaterials sind. Zur Erzielung einer Ent­ störung ist es wirkungsvoll, die Faktoren, welche durch die folgenden Formeln (5), (6) und (7) dargestellt sind, zu er­ höhen.
Hierbei bedeuten t die Dicke des Magnetmaterials der Wider­ standsleitung, ρ den spezifischen Widerstand des Magnet­ materials der Leitung, Bm die maximale Magnetflußdichte, f die Frequenz und h den Hystereseverlustkoeffizienten.
Im Hinblick darauf ist es von Vorteil, daß ein Magnetpulver, das in einem begrenzten Raum zugegeben wird, folgende Anfor­ derungen erfüllt:
  • 1) hohe Permeabilität;
  • 2) hohe Magnetflußdichte (hohe effektive gesättigte Magnet­ flußdichte;
  • 3) hoher Hystereseverlustkoeffizient; und
  • 4) hoher relativer Verlustkoeffizient.
Verschiedene Eigenschaften von Ausführungsbeispielen des Magnetpulvers, das in diesem Zusammenhang untersucht wurde, sind in Tabelle 2 dargestellt.
Tabelle 2
Eigenschaften des Magnetpulvers
Wichtig für den Ferritkern ist die Kombination des oben er­ läuterten Magnetpulvers mit hoher Permeabilität und des Basispolymerisats, dem große Anteile dieses Magnetpulvers zugegeben werden können.
Die Tabelle 3 zeigt verschiedene Versuchsergebnisse für Ferritkerne (0,8 mm Außendurchmesser), die durch Zugabe ge­ eigneter Mengen an Magnetmaterial zu Silikongummi und/oder Fluorkautschuk und anschließender Extrudierung und Vulkani­ sierung auf "Kevlar(tm)-Fasern" gebildet wurden.
Aus obigen Ergebnissen ist zu ersehen, daß die Fluor­ kautschukferrite im Hinblick auf thermische Widerstands­ festigkeit gleich sind und selbst bei 250°C nicht entzünd­ bar sind. Beim Kalttemperaturwicklungsversuch, der um 0°C ausgeführt wurde, ergab sich jedoch Rißbildung.
Es ist daher von Vorteil, Silikongummi, der hervorragende Kältewiderstandsfestigkeit besitzt, mit Fluorkautschuk zu mischen. Außerdem wird durch Silikongummi gewährleistet, daß eine große Menge an Magnetpulver dem Silikongummi zuge­ geben werden kann.
Es ergab sich, daß die Ferritkerne hervorragende Eigenschaf­ ten und eine gute Verarbeitbarkeit hatten, welche gemäß einem Verfahren hergestellt wurden, bei welchem Silikongummi (Toray: SH432) und Fluorkautschuk (JSR: Afras) miteinander gemischt wurden in einem Verhältnis von 4 : 6 bis 1 : 9 als Basismaterial für den Ferritkern. Es wurden 200 bis 400 Ge­ wichtsanteile an Mn-Zn-Ferrit (Magnetpulver) mit einer Teil­ chengröße von nicht mehr als 10 µm, einer Wechselstrom­ anfangspermeabilität von nicht weniger als 2500 und einer gesättigten Flußdichte von nicht weniger als 4000 Gauß der obigen Mischung zugegeben. Ferner wurde eine geringe Menge an Vulkanisiermittel ebenfalls zugegeben.
Aufgrund der Entstörungseigenschaften ergibt sich ein Faktor, welcher der spezifische Durchgangswiderstand des Ferrit­ kernes ist.
Die Tabelle 4 zeigt Werte des spezifischen Durchgangswider­ stands und magnetische Eigenschaften, welche an Ferritkernen geprüft wurden, denen verschiedene Arten von elektrisch leitfähigem Kohlenstoff zugesetzt wurden.
Wie aus den Ergebnissen der Tabelle 4 zu ersehen ist, läßt sich der spezifische Durchgangswiderstand durch Zugabe von 5 bis 20 Gewichtsanteilen von im Dampf gezogenen Kohlenstof­ fasern (elektrisch leitfähiger Kohlenstoff) verringern. Hierbei erreicht man außerdem eine wirkungsvolle Verringe­ rung des Wirbelstromverlustes Pe. Eine gute thermische Leit­ fähigkeit, welche die linearen Fasern aufweisen, erleichtert den Joulewärmeaustausch (ii) der Entstörungseigenschaften. Hierdurch werden diese Eigenschaften verbessert.
Es ist daher eine der Eigenschaften des erfindungsgemäßen Zündkabels, daß nicht nur der spezifische Durchlaß­ widerstand verringert wird, sondern daß durch die Verwendung von elektrisch leitfähigem Kohlenstoff ein hervorragender thermischer Leitfähigkeitskoeffizient erreicht wird. Diese Eigenschaften sind in Tabelle 5 wiedergegeben.
Die Fig. 5 zeigt den Vergleich der Werte von Eigenschaften und der elektrischen Feldstärke zwischen einem Zündkabel nach der Erfindung und einem herkömmlichen Kabel.
Tabelle 5
Eigenschaften eines Ausführungsbeispiels der Erfindung

Claims (9)

1. Entstörendes Hochspannungs-Widerstandskabel, mit
einer Widerstandsleitung (1), die einen Verstärkungskern (2), eine auf dem Verstärkungskern (2) gebildete Ferritkern­ schicht (3) und eine Metallwicklungsschicht (4) aufweist, wobei die Metallwicklungsschicht (4) gebildet ist aus mehre­ ren wendelförmig mit einer vorbestimmten Steigung um die Ferritkernschicht (3) gewickelten Drähten,
einer Isolierschicht (5), die auf der Widerstandsleitung (1) gebildet ist,
einer Verstärkungsschicht (6), die auf der Isolierschicht (5) gebildet ist; und
einer Umhüllungsschicht (7), die auf der Verstärkungsschicht (6) gebildet ist, dadurch gekennzeichnet,
daß die Widerstandsleitung (1) einen Außendurchmesser von maximal 0,8 mm aufweist,
daß die Widerstandsleitung (1) einen spezifischen Widerstand von 16 kΩ/m hat,
daß die Widerstandsleitung (1) eine Kapazität von maximal 80 pF/m hat, und
daß die Ferritkernschicht (3) ein Grundmaterial aufweist, das aus Silikongummi und Fluorkautschuk gebildet ist, welche miteinander in einem Gewichtsverhältnis von 4 : 6 bis 1 : 9 ge­ mischt sind, wobei 200-400 Gewichtsteile eines oder mehrerer Arten von Mn-Zn-Ferritpulver 100 Gewichtsteilen des Grund­ materials hinzugegeben sind.
2. Entstörendes Hochspannungs-Widerstandskabel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Außendurchmesser des Verstärkungskernes (2) 0,4 bis 0,45 mm beträgt.
3. Entstörendes Hochspannungs-Widerstandskabel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Ferritkernschicht (3) nicht mehr als 20 Gewichtsteile Kohlenstoffaser aufweist, die 100 Gewichtsteilen des Grundmaterials hinzugegeben sind.
4. Entstörendes Hochspannungs-Widerstandskabel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Drähte der Metallwicklungsschicht (4) einen Außendurchmesser von 0,04 bis 0,045 mm haben und pro Zentimeter 91- bis 115fach um die Ferritkernschicht (3) gewickelt sind.
5. Entstörendes Hochspannungs-Widerstandskabel nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Iso­ lierschicht (5) wenigstens einen der Stoffe Ethylen-Propylen-Copolymerisat (EPR oder EPDM) und feuerhemmendes EPDM mit einer Dielektrizitätskonstanten von nicht mehr als 2,54 aufweist, wobei die Isolierschicht als Strangpreßüber­ zug auf die Widerstandsleitung (1) aufgebracht ist.
6. Entstörendes Hochspannungs-Widerstandskabel nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Außendurchmesser der Isolierschicht (5) nicht mehr als 3,8 mm beträgt.
7. Entstörendes Hochspannungs-Widerstandskabel nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Ferritkernschicht (3) durch Strangpressen hergestellt ist.
8. Entstörendes Hochspannungs-Widerstandskabel nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstärkungsschicht (6) aus geflochtenen Glasfasern besteht mit einer Dichte von 2 bis 3,5 Maschen pro cm.
9. Entstörendes Hochspannungs-Widerstandskabel nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Ferritkernschicht (3) eine Teilchengröße von nicht mehr als 100 µm, eine Anfangspermeabilität von nicht weniger als 2500, eine gesättigte Flußdichte von nicht weniger als 4000 Gauß und einen relativen Verlustkoeffizienten von nicht weniger als 4×10-6 aufweist.
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