DE4034267C2 - Radialkolbenpumpe - Google Patents
RadialkolbenpumpeInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Radialkolbenpumpe mit den
im Oberbegriff des Anspruchs 1 genannten Merkmalen.
Bei einer bekannten Radialkolbenpumpe dieser Art (DE
29 51 012 C2) ist ein kreiszylindrischer Exzenterraum
vorgesehen, der durch eine Scheibe in zwei Kammern
unterteilt ist, aus denen die Zylinderbohrungen mit
Fluid versorgt werden. Bei einer derartigen Konstruk
tion der Radialkolbenpumpe wird keine minimale Bau
größe erreicht.
Die Druckschrift DE-AS 14 03 794 offenbart eine Pumpe
mit sternförmig angeordneten Zylindern. Dabei weist
der Pumpenkörper sternförmig angeordnete feststehende
Zylinder auf, wobei eine Antriebswelle einen Nocken
trägt, um den herum ein Prisma mit dem Querschnitt
eines regelmäßigen Vielecks frei drehbar ist. Dieses
Prisma ist formschlüssig mit den Zylinderkolben ver
bunden und dient zur Übertragung der exzentrischen
Bewegung der Welle auf die Kolben.
Aus der Druckschrift WO 85/04690 geht ebenfalls eine
Kolbenpumpe hervor, bei der die Kolben sternförmig
angeordnet sind. Dabei erfolgt das Ansaugen des zu
pumpenden Mediums von außen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Ra
dialkolbenpumpe zu schaffen, bei der eine gute und
weitgehend gleichmäßige Füllung aller Zylinder
erzielt wird.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch eine Radial
kolbenpumpe mit den im Anspruch 1 genannten Merkmalen
gelöst. Hierbei ist vorgesehen, daß der mittige
Antriebsraum mit einer Mehrzahl, ebener Ansaugsteuer
flächen versehen ist, die ein Vieleck an der radial
inneren Zylinderblockwandung bilden, und zwar so, daß
die Saugöffnungen eines Hohlkolbens gleichmäßig frei
kommen, wenn dieser in den mittigen Antriebsraum
genügend weit eintaucht.
Bei Verwendung von zwei Kolben in einer Sternebene
stehen die Ansaugsteuerflächen im Viereck, Sechseck
oder Achteck, bei der Verwendung von drei Kolben in
einer Sternebene vorzugsweise im Sechseck, bei der
Verwendung von vier Kolben in einer Sternebene vor
zugsweise im Achteck, bei Verwendung von fünf Kolben
in einer Sternebene vorzugsweise im Zehneck und bei
Verwendung von sechs Kolben in einer Sternebene
vorzugsweise im Zwölfeck.
Die Ansaugung in jedem Hohlkolben erfolgt über eine
senkrecht zur Kolbenachse verlaufende ebene Steuer
fläche, wodurch eine gleichmäßige Füllung aller
Kolben resultiert. Der Füllungsgrad wird durch die
verfügbare Zeit begrenzt, in welcher die Saugöff
nungen mit dem mittigen Antriebsraum in Verbindung
stehen. Wenn eine derartige sauggeregelte Pumpe von
einer Verbrennungskraftmaschine angetrieben wird,
deren Drehzahl bekanntlich stark schwankt, dann
bleibt der Förderstrom dieser Pumpe ab einer gewissen
Drehzahl konstant. In dieser Betriebsweise gibt es
praktisch immer nur einen Kolben, der den jeweiligen
Systemdruck aufbaut. Dies bedeutet aber, daß die
Antriebswelle und die Lager jeweils nur von diesem
Kolben belastet werden. Da ferner die Sternebenen
relativ eng benachbart sein können, sind auch die
Abstände der Lager voneinander verhältnismäßig ge
ring. Aus diesen Umständen resultiert, daß Antriebs
welle und Lager relativ weniger belastet werden als
bei Pumpen vergleichbarer Leistung.
Die Radialkolbenpumpe kann als Einzelpumpe oder,
angebaut an eine Flügelzellenpumpe, als Tandempumpe
eingesetzt werden. Es können die Förderströme von
zwei oder mehr Sternebenen entweder zu einer Ein
strompumpe zusammengeführt werden, oder es können die
Druckkanäle auch zu unterschiedlichen Auslässen ge
führt werden, um Zwei- oder Mehrkreispumpen auf
zubauen.
Die Durchmesser der Kolben und der Saugöffnungen
müssen nicht untereinander gleich sein; es ist auch
möglich, unterschiedliche Kolbendurchmesser bzw.
unterschiedliche Abstände der Saugöffnungen von der
Kolbenunterseite anzuwenden, was insbesondere dann in
Betracht kommt, wenn eine Mehrkreispumpe mit unter
schiedlichen Förderströmen geschaffen werden soll. In
dieser Hinsicht ist es auch möglich, die Exzenter mit
unterschiedlichen Hüben für die unterschiedlichen
Sternebenen auszustatten.
Weitere bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung
ergeben sich aus den übrigen, in den Unteransprüchen
genannten Merkmalen.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden anhand der
Zeichnung beschrieben. Dabei zeigt:
Fig. 1 eine Tandempumpe im gewinkelten axialen
Längsschnitt,
Fig. 2 einen Schnitt entlang der Ebene II-II in Fig. 1,
Fig. 3 einen axialen Schnitt durch eine Zweistrompumpe
Fig. 4 einen axialen Schnitt durch eine Vierstrompumpe
und
Fig. 5 bis 13 Einzelheiten und Varianten der Befestigung
eines Rückschlagventil-Federbandes.
Es wird auf Fig. 1 und 2 Bezug genommen, die eine
Radialkolbenpumpe zusammen mit einer Flügelzellenpumpe und
einen aufgesetzten Tank zeigen. Die Radialkolbenpumpe weist
ein Gehäuse 1 mit einem Gehäusedeckel 2 auf, die zusammen
einen Innenraum 3 umschließen. Der Gehäusedeckel 2 enthält
Lager 4 und das Gehäusehauptteil 1 Lager 5 für eine
Antriebswelle 6, die einen Exzenter 7 besitzt. In den
Innenraum 3 im Bereich des Exzenters 7 führen Zufuhr- oder
Saugkanäle 8, und von der Peripherie des Innenraums 3 führen
Abfuhr- oder Druckkanäle 9 weg zu einem oder mehreren
Verbrauchern.
Im Innenraum 3 ist ein Zylinderblock 10 angeordnet,
der acht sternförmig angeordnete Zylinderbohrungen 11 enthält,
die in zwei Sternebenen 12 und 13 angeordnet sind. Die
Zylinderbohrungen 11 einer Sternebene sind gegenüber den
Zylinderbohrungen der benachbarten Sternebene auf Lücke
versetzt, im vorliegenden Fall also um 45°. Der Zylinderblock
10 besitzt einen mittigen Antriebsraum 14, in welchen die
Zylinderbohrungen einmünden und in welchem sich der Exzenter 7
dreht. Jede Zylinderbohrung 11 nimmt einen Hohlkolben 15 auf,
dessen Boden infolge einer Feder 16 am Exzenter 7 anliegt,
wobei sich die Feder an einem Zylinderbohrungsdeckel 17
abstützt, der die Zylinderbohrung radial nach außen
abschließt, jedoch jeweils eine Auslaßöffnung 18 aufweist. In
jedem Hohlkolben 15 ist eine Reihe von Einlaß- oder
Saugöffnungen 19 vorgesehen, deren Größe und Anzahl von Kolben
zu Kolben variabel sein kann, vor allem, wenn unterschiedliche
Auslaßfluidkreise bedient werden sollen. Normalerweise sind
die Saugöffnungen 19 in bestimmtem Abstand vom Kolbenboden in
der Seitenwand der Hohlkolben angebracht. Es können aber auch
unterschiedliche Abstände der Saugöffnungen 19 vom Kolbenboden
gewählt werden, um speziellen Anforderungen zu genügen. Für
jede Sternebene 12 und 13 ist jeweils ein Federband 20
vorgesehen, das die Auslaßöffnungen 18 abdeckt und für diese
jeweils als Rückschlagventil wirkt. Das Federband 20 ist in
einem Ringraum 21 angeordnet, der zwischen den Wandungen des
Innenraums 3 und des Zylinderblocks 10 freigelassen ist und
mittels Dichtungen 22 gegen druckniedrigere Bereiche
abgedichtet ist. Der Druckkanal 9 mündet in den Ringraum 21
und wird von diesem mit Fluid gespeist. Auf dem Exzenter 7 ist
ein Laufring 25 angebracht, der als Verbundring aus einem
äußeren Stahlring und einer inneren Lagerbuchse aufgebaut ist.
Die Böden der Hohlkolben 15 laufen auf der Außenseite des
Laufrings 25.
Das in Fig. 1 rechts dargestellte Ende des mittigen
Antriebsraumes 14 ist mit dem Zufuhrkanal 8 (Fig. 2)
verbunden, und zwischen dem Laufring 25 und der Wandung des
Antriebsraumes 14 verbleibt noch ein Zwischenraum, über den
die Hydraulikflüssigkeit zu den Hohlkolben 15 und über deren
Saugöffnung 19 ins Innere der Zylinderbohrungen 11 gelangen
kann. Bei der Drehung der Welle 6 und damit des Exzenters 7
und des Laufringes 25 werden die jeweiligen Kolben 15
angehoben, so daß der angesaugte Inhalt auf Druck gebracht und
über das abhebende Stahlband 20 in den Ringraum 21, von dort
in den Auslaßkanal 9 verschoben wird, wie es bekannt ist.
Neu ist die Begrenzung des mittigen Antriebsraumes
14, der ein Vieleck bildet. Im vorliegenden Fall weist der
Antriebsraum 14 acht ebene Ansaugsteuerflächen 24 auf, die im
Querschnitt der Fig. 2 ein Oktaeder ergeben. Jeder
Zylinderbohrung 11 bzw. jedem Hohlkolben 15 ist somit jeweils
eine ebene Steuerfläche 24 zugeordnet. In der Sternebene 12
sind vier Zylinderbohrungen 11 und in der Sternebene 13
weitere vier Zylinderbohrungen 11 vorgesehen, die
gegeneinander versetzt angeordnet sind, wie am besten aus Fig.
2 ersichtlich. Wenn die Kolben 15 in den mittigen Antriebsraum
14 genügend weit eintauchen, kommen sämtliche Saugöffnungen 19
eines Kolbens gleichmäßig frei, woraus eine gute und
gleichmäßige Füllung der Zylinder resultiert. (Wenn der
Antriebsraum 14 kreiszylindrisch ist, sind die der Sternebene
benachbarten Saugöffnungen 19 länger abgedeckt als die den
Längssymmetrieebenen benachbarten Saugöffnungen 19.)
Die Versetzung der Zylinderbohrungen 11 einer
Sternebene gegenüber den Zylinderbohrungen der anderen
Sternebene erlaubt im übrigen eine kompakte Bauweise des
Zylinderblockes 10, da diese Sternebenen 11 und 12 relativ
nahe beieinander angeordnet sein können, ohne daß sich die
Zylinderbohrungen 11 gegeneinander stören, selbst wenn man
deren Durchmesser gegenüber der gezeigten Ausführungsform nach
Fig. 1 und 2 vergrößern würde. Man kann im übrigen die
Zylinderbohrungen 11 auf unterschiedliche Auslaßkreise
aufteilen, um zu einer Mehrstrompumpe zu gelangen. Dabei ist
es möglich, den Durchmesser der Zylinder 11 für den einen
Stromweg abweichend von dem des anderen Stromweges zu machen
und die Größe und Anzahl der Saugöffnungen 19 passend für den
zu bewältigenden Fluidstrom zu wählen.
Fig. 3 zeigt einen Längsschnitt duch eine
Radialkolbenpumpe, bei der es zwei Ringräume 21a, 21b und zwei
Auslaßkanalsysteme 9a, 9b gibt. Gegenüber der Ausführungsform
nach Fig. 1 und 2 sind die Sternebenen 12 und 13 etwas weiter
auseinandergerückt, und es sind zwei Nocken 7a, 7b gebildet,
die natürlich auch unterschiedliche Abmaße oder Hübe haben
können, um zu unterschiedlichen Förderströmen für die beiden
Auslaßstromkreise zu gelangen. Selbstverständlich kann diese
Maßnahme auch noch mit unterschiedlichen Durchmessern der
Zylinderbohrungen 11 und der Saugöffnungen 19 verbunden sein.
In Fig. 3 sind noch zusätzliche Längsbohrungen 30
dargestellt, die sich axial durch den Zylinderblock hindurch
erstrecken, und zusätzlich Strömungswege von den Saugkanälen 8
zu dem Antriebsraum 14 bilden, um die in der Sternebene 12
untergebrachten Einzelpumpen besser mit Fluid zu versorgen.
Fig. 4 zeigt eine weitere Ausführungsform einer
Mehrstrompumpe, die als Abwandlung der Pumpe nach Fig. 3
anzusehen ist. In jeder der Sternebenen 12 und 13 gibt es
einzelne Zylinderbohrungen 11, deren Zylinderbohrungsdeckel 17
ohne radiale Auslaßöffnung 18 ist, wobei der Auslaß dieser in
Fig. 4 oben gezeigten Zylinder 11 seitlich, in axialer
Richtung, über Auslaßkanäle 28a, 28b erfolgt. Die Kanäle 28a,
28b stehen jeweils über Platten-Rückschlagventile 29a, 29b mit
einem zugeordneten Auslaßkanal 9c, 9d in Verbindung. Die Pumpe
hat also einen Einlaßkanal 8 und vier Auslaßkanäle 9a bis 9d.
Obzwar nur jeweils eine Zylinderbohrung 11 in
Verbindung mit den zusätzlichen Auslaßkanälen 9c oder 9d
gezeigt ist, können auch zwei oder mehrere Zylinderbohrungen
einer Sternebene 12 oder 13 auf einen der zusätzlichen
Auslaßkanäle 9c oder 9d arbeiten. Hierzu ist lediglich
notwendig, den jeweiligen Kanal 9c oder 9d entsprechend
seitlich zu der betreffenden Zylinderbohrung hinzuführen und
die Zylinderbohrung über einen axialen Kanal 28 und ein
Rückschlagventil 29 anzuschließen.
Wenn wie im Falle der Ausführungsform nach Fig. 1
und 2 in einer Sternebene 12 oder 13 nur wenige Zylinder 11
angeordnet sind, verbleibt Raum für eine Sackbohrung 23 (Fig.
2, 5 und 6), in welchen ein hakenförmiges Ende 20a des
Federbandes angreift, so daß das Federband 20 am Umfang des
Zylinderblockes 10 gegenüber Wanderungen arretiert ist, jedoch
abheben kann, wo es erforderlich ist.
Fig. 7 und 8 zeigen eine weitere Art der Festlegung
des Federbandes 20 am Umfang des Zylinderblockes 10. Das
Federband 20 weist ein Langloch 20b auf, durch das ein
Kopfstift 26 hindurchgreift, um das Federband 20 am Umfang des
Zylinderblockes 10 zu halten, ohne dessen geringe
Längsverschiebbarkeit zu verhindern. Das Federband 20 kann
also an gegebener Stelle abheben, um Druckfluid in den
Ringraum 21 zu entlassen.
Fig. 9 und 10 zeigen eine weitere Variante der
Befestigung des Federbandes 20. Neben dem Langloch 20b ist
noch ein weiteres Langloch 20c am anderen Ende des Federbandes
20 vorgesehen, beide Enden überlappen sich, und der Kopfstift
26 durchgreift beide Langlöcher 20b und 20c.
Die in Fig. 11 gezeigte Variante der Befestigung des
Federbandes 20 benutzt zwei stirnseitig offene Schlitze 20d
und jeweils einen Kopfstift 26, der die dargestellten Enden
des Federbandes 20 niederhält, wobei der Schaft des
Kopfstiftes 26 jeweils durch den Schlitz 20d hindurchgreift
und in dem Zylinderblock 10 verankert ist. Wie die
Ausführungsform nach Fig. 12 zeigt, kann man sich auch nur mit
einem Kopfstift 26 und einem Schlitz 20d begnügen, da das
Federband 20 genügend Spannung hat, sich an dem Zylinderblock
10 anzulegen. Es ist sogar möglich, auf einen Kopfstift als
Niederhalter zu verzichten und lediglich einen
Begrenzungsanschlag 27 zu benutzen, der verhindert, daß sich
das Federband 20 über den Umfang des Zylinderblockes 10 hinweg
bewegt. Der Anschlag 27 kann als Kerbstift mit oben glatter
Oberfläche ausgebildet sein.
Der Zylinderblock 10 kann im übrigen aus einzelnen
Scheiben aufgebaut sein, die jeweils die Sternebenen
enthalten. Dabei ist es nicht notwendig, daß benachbarte
Scheiben den gleichen Durchmesser aufweisen. Zur
Montageerleichterung von Radialdichtungen ist es vielmehr
vorteilhaft, wenn benachbarte Scheiben gestuften Durchmesser
aufweisen, was sich dann natürlich auch in einer gestuften
Innenraumbohrung 3 bemerkbar macht.
Der Zylinderblock 10 kann auch als Sinterteil
gefertigt sein. Dabei ist es möglich, unterschiedliche
Vielecke in benachbarten Sternebenen vorzusehen, da sich dies
mit dem Herstellungsverfahren ohne weiteres realisieren läßt,
auch wenn diese benachbarten Vielecke ein und demselben Block
angehören. Es können natürlich auch gleichartige, jedoch
zueinander versetzte Vielecke benutzt werden.
Beim Betrieb der Pumpe wird Fluid über die
Zufuhrkanäle 8 angesaugt und gelangt in den mittigen
Antriebsarm 14, wobei dessen Ausbildung als Vieleck
gewissermaßen ungestörte Kanäle in den jeweiligen Ecken des
Vielecks gegenüber dem rundum laufenden Exzenter 7 freiläßt.
Da nicht alle Seiten des Vielecks von Hohlkolben 15 besetzt
sind und der oder die Exzenter 7, 7a, 7b nicht in die Ecken
des Vielecks hineingelangen, erreicht normalerweise genügend
Fluid auch die zweite Reihe der Zylinderbohrungen, die in Fig.
1 und 3 der Sternebene 12 zugeordnet sind. Zusätzlich kann
deren Versorgung mit den Längsbohrungen 30 verbessert werden,
wie bereits erwähnt. Auf diese Weise ist es möglich, den
Füllungsgrad der Zylinder in beiden Sternebenen 12, 13
annähernd gleichmäßig zu erzielen.
Das Prinzip der Radialkolbenpumpe erlaubt es, mehr
als zwei Kolbenreihen oder Sternebenen nebeneinander
vorzusehen, um entweder zu größeren Förderströmen bei
verringerten Pulsationen zu gelangen, oder mehrere
Auslaßstromkreise zu bedienen. Selbstverständlich kann man
auch nur eine einzige Kolbenreihe oder Sternebene benutzen.
Die Radialkolbenpumpe kann auch mit einer Flügelzellenpumpe
zusammengebaut sein, um eine Tandempumpe zu bilden.
Claims (10)
1. Radialkolbenpumpe mit folgenden Merkmalen: das
Gehäuse (1, 2) enthält einen Innenraum (3) zur Auf
nahme eines Zylinderblockes (10), ferner konzentrisch
hierzu angeordnete Lagerflächen (4, 5) für eine An
triebswelle (6) sowie Zufuhr- oder Saugkanäle (8) und
Abfuhr- oder Druckkanäle (9); der Zylinderblock (10)
enthält eine Mehrzahl sternförmig angeordneter
radialer zylindrischer Bohrungen (11), die in einer
oder mehreren Sternebenen (12, 13) angeordnet sind
und zur Aufnahme je eines Hohlkolbens (15) dienen,
ferner ist ein mittiger Antriebsraum (14) zur Auf
nahme eines Nockens oder Exzenters (7) vorgesehen,
der außerdem mit dem Zufuhrkanal (8) verbunden ist;
die Hohlkolben (15) weisen jeweils eine oder mehrere
Saugöffnungen (19) auf, die seitlich in der Kolben
wand angeordnet sind und bei der Bewegung der Kolben
in den mittigen Antriebsraum (14) eintauchen bzw. von
der zugeordneten Zylinderwand abgedeckt werden; am
äußeren radialen Ende der Zylinderbohrungen (11) sind
Rückschlagventile (20) gebildet, die zu dem oder den
Druckkanälen (9) führen, dadurch gekennzeichnet, daß
der mittige Antriebsraum (14) mit einer Mehrzahl,
ebener Ansaugsteuerflächen (24) versehen ist, die ein
Vieleck an der radial inneren Zylinderblockwandung
bilden, und zwar so, daß die Saugöffnungen (19) eines
Hohlkolbens (15) gleichmäßig freikommen, wenn dieser
in den mittigen Antriebsraum (14) genügend weit ein
taucht.
2. Radialkolbenpumpe nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß zueinander angrenzende Ansaugsteuer
flächen (24) benachbarter Sternebenen (12, 13) nur
eine Bohrung (11) aufweisen.
3. Radialkolbenpumpe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Ansaugsteuerflächen (24) bei
Besetzung mit zwei Kolben (15) in einer Sternebene im
Viereck, Sechseck oder Achteck, bei Besetzung mit
drei Kolben (15) in einer Sternebene im Sechseck, bei
Besetzung mit vier Kolben (15) in einer Sternebene im
Achteck, bei Besetzung mit fünf Kolben (15) in einer
Sternebene im Zehneck und bei Besetzung mit sechs
Kolben (15) in einer Sternebene im Zwölfeck angeord
net sind.
4. Radialkolbenpumpe nach Anspruch 1, 2 oder 3, da
durch gekennzeichnet, daß die Anordnung der Zylinder
bohrungen (11) in benachbarten Sternebenen (12, 13)
gegeneinander versetzt ist.
5. Radialkolbenpumpe nach Anspruch 1, 2, 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet, daß zwei oder mehrere von
einander getrennte Druckkanäle (9a, 9b, 9c, 9d) vor
gesehen sind.
6. Radialkolbenpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis
5, dadurch gekennzeichnet, daß Zylinderbohrungen (11)
unterschiedlichen Durchmessers vorgesehen sind.
7. Radialkolbenpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis
6, dadurch gekennzeichnet, daß die Exzenter (7a, 7b)
in benachbarten Sternebenen (12, 13) unterschiedliche
Hübe aufweisen.
8. Radialkolbenpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis
6, dadurch gekennzeichnet, daß der Zylinderblock (10)
aus einzelnen Scheiben aufgebaut ist.
9. Radialkolbenpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis
8, dadurch gekennzeichnet, daß der Zylinderblock (10)
oder seine Scheiben als Sinterteile ausgebildet sind.
10. Radialkolbenpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis
9, dadurch gekennzeichnet, daß der Zylinderblock (10)
zusätzliche Längskanäle (30) zwischen Zufuhrkanal (8)
und der entfernten Sternebene (12) aufweist.
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Non-Patent Citations (1)
| Title |
|---|
| DE-B. "Pumpen-Atlas I" v. W. STIEß AGT Verlag G. Thum, Ludwigsburg 1966, S.52 * |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
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| DE8912797U1 (de) | 1989-12-28 |
| DE4034267A1 (de) | 1991-05-02 |
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