DE4035868C2 - Vorrichtung zur Ermittlung der Notierung und zur Symboldarstellung von auf Saiteninstrumenten, insbesondere Gitarren, gegriffenen Tönen und Akkorden - Google Patents

Vorrichtung zur Ermittlung der Notierung und zur Symboldarstellung von auf Saiteninstrumenten, insbesondere Gitarren, gegriffenen Tönen und Akkorden

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    • G10GREPRESENTATION OF MUSIC; RECORDING MUSIC IN NOTATION FORM; ACCESSORIES FOR MUSIC OR MUSICAL INSTRUMENTS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR, e.g. SUPPORTS
    • G10G1/00Means for the representation of music
    • G10G1/02Chord or note indicators, fixed or adjustable, for keyboard of fingerboards

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  • Auxiliary Devices For Music (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Ermittlung der Notierung und zur Symboldarstellung von auf Saiten­ instrumenten, insbesondere Gitarren, gegriffenen Tönen und Akkorden.
Beim Erlernen des Gitarrenspiels ergibt sich das Pro­ blem, daß einem Gitarrenspieler nicht ohne weiteres die Umsetzung seines ausgeübten Griffes am Hals der Gitarre auf dem Griffbrett in eine Noten- oder Symboldarstellung möglich ist.
Insbesondere bei Künstlern, die keine klassische Ausbil­ dung genossen haben, wird dadurch die Verständigung mit anderen Künstlern und die Reproduktionsfähigkeit eines Gitarrengriffes stark beeinträchtigt.
Auf diesem Gebiet wurden nur Geräte benutzt, die den um­ gekehrten Weg gingen, sie sollten dem Spieler aufgrund einer bestimmten einstellbaren Notation den Griff ver­ deutlichen. Ein solches Gerät ist in der DE-OS 29 09 513 vorgestellt.
Bei diesem Gerät wird mit einem Kipp- oder Drehschalter eine bestimmte Notation fest vorgegeben und auf einem zweidimensionalen Feld von Leuchtdioden ausgegeben. Wei­ ter erscheint auch noch eine Ziffernanzeige.
Daß diese Vorrichtung den umgekehrten Weg des Ermittelns eines gespielten Tones oder Akkords in der Notendarstel­ lung nicht durchführen kann, ist offensichtlich.
Auf dem gleichen Gebiet ist weiterhin die DE-OS 39 24 116 zu nennen, bei der anhand von Tasten, die unter den Saiten auf dem Griffbrett angeordnet sind, einem Gitar­ renspieler das Spielen einer Gitarre leichter erlernbar werden soll.
Diese Offenlegungsschrift beschreibt eine Vorrichtung, die auf einem Gitarrenhals auf die Saiten aufgeklemmt wird und mit Tasten ausgestattet ist, die gedrückt wer­ den müssen, um einen bestimmten Akkord zu spielen.
Genau wie oben kann diese Vorrichtung nicht zur Ermitt­ lung der Notation eines beliebigen Griffes verwendet werden.
Eine Vorrichtung die zur Ermittlung der Notierung und der Symboldarstellung von Tönen bei Gitarren diente, wurde weiter bereits in der US 4 901 618 vorgeschlagen, in der jedoch nur der auf einer Gitarre getätigte "Griff" stilisiert mit LEDs angezeigt wird. Das heißt, daß einem Schüler nur vermittelt wird, wohin er greifen soll wenn Musik, z. B. von einem Lehrer ausgesucht, ein­ gespielt wird. Weiter ist die DE-OS 34 15 792 zu nennen, in der bereits ein Verfahren zur Umsetzung eines analo­ gen Tonfrequenzsignals in digitale Daten beschrieben ist. Die dortige Vorrichtung bezieht sich jedoch auf die Anzeige mittels einer Videoanzeigevorrichtung.
Die Erfassung der Saitenlänge mittels eines elektrischen Meßkreises ist schon in der Fig. 2 der US 4 953 439 be­ schrieben. Bei dieser Vorrichtung werden jedoch eine Vielzahl von unter den Saiten liegenden Widerstandslei­ tungen benötigt.
Aufgabe der Erfindung ist es nun, ein Apparat zu schaf­ fen, der zu jedem auf dem Griffbrett einer Gitarre oder einem anderen Saiteninstrument greifbaren Akkordgriff eine instrumentunabhängige Symboldarstellung ermittelt.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe mit den im Anspruch 1 angegebenen Mitteln gelöst; insbesondere sind Erfas­ sungsmittel vorgesehen, die die Länge einer schwingenden Saite erfassen, ein Rechner ermittelt aus den Informa­ tionen der Erfassungsmittel den jeweiligen Ton bzw. Ak­ kord und eine Anzeige zeigt den Ton bzw. Akkord in einer instrumentenunabhängigen, alphanu­ merischen Notation optisch an.
Es wird empfohlen, als Erfassungsmittel für die Saiten­ länge ein übliches Pickup zu verwenden, was besonders an elektrischen Gitarren mit Stahlsaiten sehr einfach ist. Falls man aber Darm- und Kunststoffsaiten benutzt, könn­ te man auch eine Lichtschranke, z. B. ein Infrarot-LED verwenden.
Denkbar ist jedoch auch, daß als Erfassungsmittel Tasten unter den Saiten verwendet werden, die bei Betätigung der Saiten gedrückt werden und so die Fingerposition übermitteln.
Es wird weiter eine alternative Ausgestaltung empfohlen, bei der die Länge einer schwingenden Saite jeweils da­ durch ermittelt wird, daß ein elektrischer Stromkreis verwendet wird, der dann geschlossen wird, wenn eine stromführende Saite entsprechenden Kontakt mit der dar­ unter liegenden Fläche bekommt.
Dabei muß die darunter liegende Fläche natürlich in ent­ sprechende Felder aufgeteilt sein.
Mit einer Einrichtung zum Unterscheiden des Anschlagens oder des Mitschwingens einer Saite unter Verwendung ei­ nes Tonabnehmers ist eine eindeutige Erkennung des Tons/ Akkords möglich.
Man kann die Gitarre entweder mit einem solchen Gerät versehen oder ein gesondertes Gerät herstellen, das der Form eines Gitarrengriffbrettes angenähert ist, und auf dem die Erfassungsmittel angeordnet sind.
Als Darstellungsmittel wird eine LCD-Anzeigenzeile vor­ geschlagen.
Die Benutzung eines externen Rechners, die Steuerung an­ derer Klangerzeuger, die Benutzung eines Computerbild­ schirms zur Anzeige der Notation oder sogar zur Überfüh­ rung der Töne in ein Notensatz-Programm sind als beson­ dere Vorteile zu nennen, weil die Vorrichtung mit einer elektronischen Schnittstelle zum Anschluß eines Rechners ausgestattet werden kann. Dabei ist insbesondere an eine Verbindung im MIDI-Standard (Musical Instruments Digital Interface) zu denken.
So wird auch die Dokumentation gewisser Griffe sehr ver­ einfacht.
Abschließend wird noch vorgeschlagen, die gesonderte Einrichtung so auszubilden, daß sie wie ein Gitarrenhals geformt ist, und die Anzeige beinhaltet.
Im folgenden wird die Erfindung anhand einer Zeichnung näher erläutert. Dabei zeigt:
Fig. 1 die Vorrichtung von der Seite mit aufge­ setzter Anzeigeeinrichtung und
Fig. 2 die Vorrichtung von oben.
Die Vorrichtung nach der Erfindung umfaßt Erfassungsmit­ tel, die in Fig. 1 durch Tasten 10 dargestellt sind, die auf einem gemeinsamen Träger 12 sitzen, und Anzeigemit­ tel 14, die hauptsächlich aus einer LCD-Anzeige beste­ hen, und in deren Nähe noch Bedienmittel 16, wie ein Ausschalter oder Beleuchtungsregler angebracht sind.
Fig. 2 zeigt dieselbe Vorrichtung in Draufsicht. Zu be­ achten ist hierbei daß eine den sechs Saiten einer Gi­ tarre entsprechende Anzahl von Tasten vorhanden ist.
Denkbar ist jedoch auch daß diese Anzahl von Tasten auf ein Minimalmaß reduziert wird, das nicht mehr direkt im Verhältnis zu den auf einer Gitarre möglichen Griffkom­ binationen, sondern nur zu einer Teilmenge davon ist.
Zu beachten ist, daß die Anzeigemittel 14 so angebracht sind, daß sie von der Seite abgelesen werden können, so daß man eine der Gitarrenhaltung vergleichbare Haltung des Instrumentes automatisch einnimmt.
Alternativ zu der in den Zeichnungen dargestellten Aus­ führung ist es auch möglich, eine Gitarre umzubauen, so daß eine erfindungsgemäße Vorrichtung mit eingebaut wird.
Dazu ist es insbesondere wichtig, ein Pickup als Erfas­ sungsmittel zu verwenden, wobei Tasten unter den Saiten zusätzlich angebracht werden können. Dazu würden sich insbesondere die heute üblichen flachen Tastaturfolien, wie sie jetzt schon in Taschenrechnern Anwendung finden, eignen.
Außerdem wäre es möglich, die Saiten der Gitarre unter einen schwachen Strom zu setzen, so daß durch Herab­ drücken der Saiten ein Stromkreis geschlossen würde, der ein entsprechendes Signal an die auswertenden Mittel schickt.
Durch Verwendung eines Tonabnehmers, der die Amplitude schwingender Saiten erfaßt, und durch Mittel, die das Anschlagen vom Mitschwingen einer Saite erkennen, kann man feststellen, ob diese Saite wirklich gespielt wird, oder nur durch benachbarte Saiten durch Resonanz zum Schwingen kommt.

Claims (5)

1. Vorrichtung zur Ermittlung der Notierung und zur Symboldarstellung von auf Saiteninstrumenten, insbeson­ dere Gitarren, gegriffenen Tönen und Akkorden
mit Erfassungsmitteln, die die Länge einer schwin­ genden Saite erfassen,
mit wenigstens einem Tonabnehmer zur Messung der Amplitude schwingender Saiten,
mit einem Rechner, der aus den Meßdaten der Erfas­ sungsmittel den jeweiligen Ton und Akkord ermit­ telt, und
mit einer Anzeige, die den Ton und den Akkord in einer instrumentenunabhängigen Notation alphanume­ risch optisch anzeigt, und
mit einer Einrichtung zur Unterscheidung zwischen angeschlagenen und mitschwingenden Saiten.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei als Erfassungs­ mittel für die Länge einer schwingenden Saite Licht­ schranken verwendet werden.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei als Erfassungs­ mittel für die Länge einer schwingenden Saite ein elek­ trischer Stromkreis verwendet wird, der dadurch ge­ schlossen wird, daß stromführende Saiten entsprechende Kontaktstellen an unterschiedlichen Stellen auf der darunterliegenden Fläche berühren.
4. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, mit einer LCD-Anzeigezeile.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, wobei die LCD- Anzeigezeile an einer Seitenfläche des Griffbrettes, insbesondere einer Gitarre, angeordnet ist.
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