DE4037228C2 - Verfahren zum Bestimmen der Massen mit einem Milchsammelwagen eingesammelter Milch - Google Patents

Verfahren zum Bestimmen der Massen mit einem Milchsammelwagen eingesammelter Milch

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Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Bestimmen der Massen mit einem Milchsammelwagen eingesammelter Milch, bei welchem in einer Volumenmeßanlage auf einem Milchsammelwagen in Arbeitsrichtung eine Pumpe, eine Probenentnahmevorrichtung, ein Luftabscheider und ein Volumenmeßgerät mit Anzeigegerät hinter­ einander geschaltet sind, wobei zur Auswertung im Anzeigegerät ein Rechner zur Speicherung von Liefervolumina aus einem be­ stimmten vorangegangenen Zeitraum und Zuordnung zum jeweiligen Lieferanten vorgesehen ist.
Bei bekannten Anordnungen dieser Art werden also Volumen­ meßgeräte verwendet, mit denen nur Volumina der zu messenden Milch erfaßbar sind. Dies bedeutet insoweit gewisse Schwierig­ keiten, als die Abrechnung mit den jeweiligen Lieferanten nicht auf der Grundlage von Volumina, sondern der Massen der Milch erfolgt. Zur Behebung dieser Schwierigkeiten ist es bereits be­ kannt, mittels eines Umrechnungsfaktors aus der Laboranalyse der jeweiligen Probe die Volumina in Masse umzurechnen. Volu­ menmeßanlagen zur Durchführung eines derartigen Verfahrens sind beispielsweise aus der deutschen Offenlegungsschrift 35 28 827 und aus der US-Patentschrift 1 345 974 bekannt.
Nachteilig hierbei ist es, daß damit die unverzügliche Zu­ ordnung und Abrechnung auf der Grundlage von Massen mit dem je­ weiligen Lieferanten nicht möglich ist.
Der Erfindung liegt demgemäß die Aufgabe zugrunde, trotz der Verwendung eines Volumenzählers (Volumenmeßgerätes) und der Lieferung von Milch mit nach Lieferanten unterschiedlichen Qualitäten, die Abrechnung nach den tatsächlich vorliegenden Massen vorzunehmen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß aus den jeweils einem Lieferanten zugeordneten Proben eines voran­ gegangenen bestimmten Zeitraumes die Qualitätsdaten dieser Milchproben wie
spezifisches Gewicht der Milch
prozentualer Fettgehalt
Gehalt an Trockenmasse (außer Fett)
spezifisches Gewicht des Fettes und
spezifisches Gewicht der Trockenmasse
ermittelt und in den Rechner eingegeben werden, aus denen ein Dichtefaktor errechnet und dem jeweiligen Lieferanten zugeord­ net wird und daß unter Zugrundelegung dieses Dichtefaktors die Umrechnung von Volumina in Massen erfolgt.
Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren wird erreicht, daß trotz der Verwendung von Volumenmeßgeräten die Anzeige der Vo­ lumenmeßanlage in einer Masseeinheit, wie kg, t usw. erfolgen kann, so daß der Lieferant (der Milcherzeuger) unmittelbar nach Beendigung des Meßvorganges den Meßwert in der der Bezahlung zugrundeliegenden Masseeinheit ablesen kann.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn in an sich bekannter Weise die Probenentnahmevorrichtung impulsgesteuert wird, wobei ein Impulsgeber im Volumenmeßgerät vorgesehen ist und wobei allen Liefervolumina eines bestimmten vorangegangenen Zeitrau­ mes jeweils dieselbe Anzahl von Impulsen zur Beaufschlagung der Probenentnahmevorrichtung zugeordnet wird, deren volumen­ abhängige Aufeinanderfolge aus den Volumina des bestimmten vorangegangenen Zeitraumes errechnet und vom Volumenmeßgerät ausgelöst wird.
Zweckmäßigerweise wird eine Analysevorrichtung zur Ermitt­ lung der Qualitätsdaten der Milch als integrierter Bestandteil der Volumenmeßanlage vorgesehen.
Vorteilhaft ist es, wenn in die Umrechnung ein im Rechner gespeicherter und sich mit der Temperatur der gemessenen Milch­ mengen ändernder Korrekturfaktor eingeht, so daß sich die Masse der durchgeflossenen Milch wie folgt ergibt:
M = V . F1 . F2
wobei V das Volumen der gemessenen Milch und F1 und F2 der Dichtefaktor und der Temperaturkorrekturfaktor sind.
Neben der Dichteermittlung durch eine in die Volumenmeßan­ lage integrierte Analysevorrichtung besteht aber auch die Mög­ lichkeit, unter Weitergabe einer Probenmenge den Dichtefaktor an anderer Stelle, wie in einem Zentrallabor mit einem zentra­ len Rechner, zu ermitteln und direkt in den Rechner der Volu­ menmeßanlage einzugeben.
Der jeweils vorangegangene bestimmte Zeitraum kann je nach Anforderung 1 bis 14 Tage umfassen.
Die Erfindung wird im folgenden anhand eines Anwendungs­ beispieles in der Zeichnung näher erläutert.
Fig. 1 zeigt in schematischer Darstellung eine Volumen­ meßanlage auf einem Milchsammelwagen, auf welche die Erfindung Anwendung findet.
Fig. 2 zeigt im Blockschaltbild eine Ausführungsform der Anlage nach Fig. 1.
Gemäß Fig. 1 ist auf einem Milchsammelwagen 1 eine Volu­ menmeßanlage angeordnet, bei welcher in Arbeitsrichtung eine selbstansaugende Pumpe 2, eine impulsgesteuerte Probenentnahme­ vorrichtung 3, ein Luftabscheider 4 und ein Volumenmeßgerät 5 mit einem Impulsgeber und einem Anzeigegerät 6 hintereinander geschaltet sind.
Im Anzeigegerät 6 ist ein in Fig. 2 wiedergegebener Rech­ ner 8 vorgesehen, der u. a. die Probenentnahmevorrichtung 3 steuert.
Fig. 2 zeigt diese Verhältnisse im einzelnen. Das Volumen­ meßgerät 5 steht mit einem Rechner 8 mit einem Speicher 9 in Verbindung, in welchem die aus dem vorangegangenen bestimmten Zeitraum resultierenden und von verschiedenen Lieferanten ge­ lieferten Milchmengen gespeichert sind.
Ferner sind in dem Speicher 9 die Lieferantendaten, wie Lieferantennummer oder dergleichen gespeichert, so daß eine Zuordnung möglich ist.
Diese Zuordnung erfolgt im Rechner 8, wenn mittels der Eingabeeinheit 10, die ein Kartenlesegerät oder dergleichen sein kann, Lieferantendaten, vorzugsweise Lieferantennummern in den Rechner 8 eingegeben werden.
Das Volumenmeßgerät 5 liefert in zeitlicher Folge Impulse 7 an den Rechner 8, der seinerseits in ihrer Anzahl fest vorge­ gebene Impulse 11 an die Probenentnahmevorrichtung 3 liefert. Die Impulse 11 lösen in der Probenentnahmevorrichtung 3 jeweils die Ausförderung einer bestimmten Probenmenge aus. Diese Menge wird durch den Auslaufabschnitt 12 in ein Probenentnahmegefäß 13 gegeben.
Unabhängig davon werden im Rechner die (sehr viel häufige­ ren) Impulse 7 gezählt, um die jeweilige Durchflußmenge zu er­ mitteln.
Aus den entnommenen und jeweils einem Lieferanten zugeord­ neten Proben werden die obengenannten Qualitätsdaten der Milchproben ermittelt und in den Rechner 8 eingegeben, woraus dieser einen Dichtefaktor F1 errechnet, der jeweils unmittelbar vor Beginn einer Volumenmessung dem jeweiligen Lieferanten zu­ geordnet wird. Unter Zugrundelegung dieses Dichtefaktors er­ folgt im Rechner 8 die Umrechnung von Volumina in Massen.

Claims (6)

1. Verfahren zum Bestimmen der Massen mit einem Milchsam­ melwagen eingesammelter Milch, bei welchem in einer Volumenmeß­ anlage auf einem Milchsammelwagen in Arbeitsrichtung eine Pumpe, eine Probenentnahmevorrichtung, ein Luftabscheider und ein Volumenmeßgerät mit Anzeigegerät hintereinander geschaltet sind, wobei zur Auswertung im Anzeigegerät ein Rechner zur Speicherung von Liefervolumina aus einem bestimmten vorangegan­ genen Zeitraum und Zuordnung zum jeweiligen Lieferanten vorge­ sehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß aus den jeweils einem Lieferanten zugeordneten Proben eines vorangegangenen bestimmten Zeitraumes die Qualitätsdaten dieser Milchproben wie
spezifisches Gewicht der Milch
prozentualer Fettgehalt
Gehalt an Trockenmasse außer Fett
spezifisches Gewicht des Fettes und
spezifisches Gewicht der Trockenmasse
ermittelt und in den Rechner (8) eingegeben werden, aus denen ein Dichtefaktor (F1) errechnet und dem jeweiligen Lieferanten zugeordnet wird und daß unter Zugrundelegung dieses Dichtefak­ tors (F1) die Umrechnung von Volumina in Massen erfolgt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Probenentnahmevorrichtung (3) impulsgesteuert wird, wobei ein Impulsgeber im Volumenmeßgerät vorgesehen ist und wobei al­ len Liefervolumina eines bestimmten vorangegangenen Zeitraumes jeweils dieselbe Anzahl von Impulsen zur Beaufschlagung der Probenentnahmevorrichtung (3) zugeordnet wird, deren volumenab­ hängige Aufeinanderfolge aus den Volumina des bestimmten voran­ gegangenen Zeitraumes errechnet und vom Volumenmeßgerät (5) ausgelöst wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeich­ net, daß eine Analysevorrichtung zur Ermittlung der Qualitäts­ daten der Milch als integrierter Bestandteil der Volumenmeßan­ lage (5) vorgesehen wird.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da­ durch gekennzeichnet, daß in die Rechnung ein im Rechner (8) gespeicherter und sich mit der Temperatur der gemessenen Milch­ menge ändernder Korrekturfaktor (F2) eingeht, so daß sich die Masse (M) der durchgeflossenen Milch wie folgt ergibt:
M = V . F1 . F2 wobei V das Volumen der gemessenen Milch ist.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1, 2 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Dichtefaktor (F1) unter Weitergabe einer Probenmenge an anderer Stelle, wie in einem Zentrallabor, mit einem zentralen Rechner ermittelt und direkt in den Rechner (8) eingegeben wird.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da­ durch gekennzeichnet, daß der vorangegangene bestimmte Zeitraum 1 bis 14 Tage umfaßt.
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DE3528827A1 (de) * 1985-08-10 1987-02-12 Diessel Gmbh & Co Volumenmessanlage fuer milchsammelwagen

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