DE403805C - Verfahren zur Pruefung von Materialien - Google Patents

Verfahren zur Pruefung von Materialien

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DE403805C
DE403805C DES53937D DES0053937D DE403805C DE 403805 C DE403805 C DE 403805C DE S53937 D DES53937 D DE S53937D DE S0053937 D DES0053937 D DE S0053937D DE 403805 C DE403805 C DE 403805C
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    • G01MEASURING; TESTING
    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N3/00Investigating strength properties of solid materials by application of mechanical stress
    • G01N3/32Investigating strength properties of solid materials by application of mechanical stress by applying repeated or pulsating forces
    • G01N3/38Investigating strength properties of solid materials by application of mechanical stress by applying repeated or pulsating forces generated by electromagnetic means
    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N2203/00Investigating strength properties of solid materials by application of mechanical stress
    • G01N2203/0014Type of force applied
    • G01N2203/0021Torsional

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Description

  • Verfahren zur Prüfung von Materialien. Bei der im Patent 399892 beschriebenen Anordnung zur Materialprüfung erfolgt die für die Prüfung erforderliche Materialbeanspruchung dadurch, daß ein den zu prüfenden Probekörper enthaltendes Gebilde in Schwingungen von gleicher Frequenz mit dessen Eigenschwingungszahl versetzt wird. Dabei sind aber nur diejenigen Kräfte berücksichtigt worden, die in dem Material Dehnungen oder Kompressionen hervorrufen. Gegenstand der Erfindung ist die Ausdehnung dieses Materialprüfungsverfahrens auch auf die Torsions- oder Verdrehungsfestigkeit des zu untersuchenden Materials. Bisher wurden Prüfungen dieser Art so vorgenommen, daß auf statischem Wege eine einseitige Verdrehung der Enden eines z. B. zu untersuchenden Stabes bis zur Fließgrenze oder bis zur Bruchgrenze erfolgte.
  • Diese Methode der Untersuchung wird vielen Fällen der Praxis nicht gerecht, insbesondere nicht denen, bei welchen in der Praxis die kritische Beanspruchung in der Form von Schwingungen erfolgt, wie es z. B. bei der `Felle einer Maschine (bei Anlauf, zunehmender Belastung, abnehmender Belastung usw.) vorkommt.
  • Eine derartige Prüfung kann man mit bekannten Mitteln auch dadurch vornehmen, daß man die Drehung abwechselnd nach beiden Seiten vornimmt. Dies erfordert aber, da für eine exakte Prüfung auf dynamische Beanspruchung eine sehr häufige Wiederholung dieses Vorgangs nötig ist, sehr lange Zeit. Demgegenüber ermöglicht eine nach der Erfindung durchkonstruierte Materialprüfungsmaschine eine weit schnellere und der Wirklichkeit mehr angepaßte Prüfung von Materialien in dieser Hinsicht. Die Erfindung besteht nämlich darin, daß das zu prüfende Material in der Weise Torsionskräften unterworfen wird, daß der aus ihm bestehende Probekörper als elastisches Glied eines Schwingungsgebildes Torsionsschwingungen in der gleichen Frequenz der Eigenschwingungszahl dieses Gebildes unterworfen wird.
  • Diese Methode hat gegenüber der bekannten zahlreiche Vorteile. Die Messung der Höhe der Beanspruchung des :Materials gestaltet sich, sehr einfach, indem sie mittels bekannter Ablesemethoden der zu messenden Größen (Amplituden usw.) aus den Konstanten des Systems mit Hilfe der Schwingungsgleichungen derselben oder mit Hilfe fertiger Tabellen ermittelt werden kann. Die Einrichtung gestattet sehr exakte und billige Prüfungen etwa folgender Art. Einmal können aus dem zu verarbeitenden Material Probekörper hergestellt werden, an Hand welcher durch Proben bis zur Fließgrenze festgestellt wird, ob das Halbfabrikat die erforderlichen Eigenschaften besitzt und welche. Entspricht das Material den Anforderungen, so werden die Fertigfabrikate hergestellt, und diese können nun wiederum sämtlich einem ähnlichen Prüfungsvorgang unterworfen werden, denn ein solcher erfordert nur geringe Zeit. Diese Art der dynamischen Prüfung jedes einzelnen Werkstückes war bisher wegen der für eine wirklich. der Praxis entsprechende Prüfung erforderlichen langen Zeitdauer und der daher hohen Kosten nicht möglich, begegnet aber bei einer Bauart der Maschine nach der Erfindung keinen Schwierigkeiten mehr, da das Schwingungsgebilde z. B. bei einer Frequenz von iooo etwa 864cocco Torsionsbeanspruchungen des Materials pro Tag gestattet.
  • Die Ausführung der Messungen und Prüfungen kann etwa in folgender Weise erfolgen. Ein aus dem zu prüfenden Material hergestellter stabähnlicher Körper wird an dem äußeren Ende fest eingespannt. Das andere Ende wird mit einer Masse versehen, auf die in beliebiger Art eine Kraft wirkt, die eine Torsion des stabähnlichen Körpers hervorruft. Diese Kraft kann sowohl auf elektromagnetischem wie auch mechanischem (Reibung, Anblasen usw.) Wege erzeugt werden.
  • Bei größeren und längeren zu prüfenden Fertigfabrikaten, wie z. B. Wellen, bei denen die noch innerhalb der Belastungsgrenze liegende Verdrehung zu große Werte ergeben würde, wodurch auch die Periodenzahl herabgesetzt werden würde, kann man die Prüfung etwa in folgender Form vornehmen. Die zu untersuchende Welle wird in ihrer Mitte aufgehängt oder eingespannt und an beiden Enden mit den Massen versehen. Den Massen werden entsprechend dem früher erwähnten Verfahren Torsionskräfte derart mitgeteilt, daß sie mit um i8o° verschobener Phase Torsio_nen ausführen. Auf diese `'eise wird, infolge der Knotenbildung an der Aufhängestelle, bei derselben Länge der Welle die doppelte Beansprucl!.ung auf Torsion erreicht. Wird nun die Welle so lang, daß eine Untersuchung und Prüfung nur mit sehr großen Apparaten stattfinden kann, so kann auch in zweckentsprechender `'eise eine Untersuchung der ganzen Welle dadurch erreicht werden, daß diese in der Apparatgröße entsprechenden Abschnitten nacheinander geprüft wird. Erreichen kann man dieses z. B. dadurch, daß die Massen oder Gewichte an den Enden des zu untersuchenden Abschnittes befestigt werden und ihnen nach oben geschildertem Verfahren Torsionskräfte mitgeteilt werden. Die in der Praxis auftretende Torsion der Welle kann leicht durch Addierung der einzelnen Verdrehungswinkel oder der mit einer entsprechenden Konstanten multiplizierten Amplitude erreicht werden. Dabei ist dann jedesmal das überragende Ende der Welle der bei der Ermittlung der Meßresultate hinsichtlich. der Wirkung seiner Masse und elastischen Kraft zu berücksichtigen. Praktisch wird man aber in den meisten Fällen die Massen so groß ausbilden, daß gegenüber dem Drehmoment dieser Massen das der Welle vernachlässigt werden kann.
  • In den Abb. i bis 6 sind Ausführungsbeispiele der Erfindung in schematischer Form dargestellt.
  • In der Abb. i bezeichnet i den zu untersuchenden Stab, der mit der Masse 2 das Schwingungsgebilde, das an der Haube 8 befestigt ist, ergibt. Stab und Masse sind fest miteinander verbunden. Die Masse 2 ist dem Einfluß eines zusammengesetzten Wechselstrommagnetfeldes, bei dem die Pole 3, 4, 3', .4' um 900 gegeneinander versetzt sind, unterworfen. Erregt wird dieses Wechselstrommagnetfeld, das auch als polarisiertes Wechselstrommagnetfeld ausgebildet sein könnte, durch die Spulen 5, 5' und 6, 6', die durch den Wechselstromgenerator 7 derart gespeist werden, daß zwischen den beiden Strömen zweier benachbarter Spulen eine Phasenverschiebung von go v vorhanden ist.
  • Abb. 2 ist ein Grtindriß der Abbildung mit abgenommener Haube. Die Grundstellung der Masse 2 des Schwingungsgebildes ist stark ausgezogen gezeichnet.
  • Abb. 3 stellt eine Skizze der Schaltung der Stromzweige des Wechselstromgenerators 7 mit dem Magnetfeld 3, .4, 3' und 4.' dar, in dem durch Einschaltung der Drosselspule g und des Kondensators io eine Phasenverschiebung der beiden Stromzweige der Magneten um go ° erreicht werden kann.
  • Abb. 4 ist die schematische Darstellung der vorher erwähnten, doppelt und entgegengesetzt wirkenden Torsionsschwingungserregung des zu untersuchenden Materials. Die Welle i ist im Punkte ii aufgehängt. An beiden Seiten derselben sind die. gleichen Massen 2 und 2' befestigt, die wiedexum durch ein Elektromagnetfeld 3, .1, 3', 4.' in Torsionsschwingungen entgegengesetzter Richtung, die durch entsprechende Pfeile angedeutet ist, versetzt werden. Das Elektromagnetfeld wird z. B. in gleicher Weise wie nach Abb. 3 erregt.
  • Abb. 5 zeigt schematisch den Fall der abschnittsweise erfolgenden Untersuchung des Materials.
  • Die Welle i ist bei 12 eingespannt und bei 13 mit der '-Tasse 2 zu einem Schwingungsgebilde vereinigt. Das letztere wird, wie oben beschrieben, zu Torsionsschwingungen erregt.
  • Abb. 6 zeigt den Fall einer mechanischen Erregung der Welle i. Diese, bei 12 fest eingespannt, wird an gewünschter Stelle in bekannter `"eise mit der Masse 2 zu einem Schwingungsgebilde vereinigt, das durch die Reibungskissen 13 einer durch den Elektromotor 16 in Drehung versetzten Gabel 14 zu To_s:onsschwingungen erregt wird. Die Gabel 14. ist bei 17 mit dem Elektromotor 16 gekoppelt.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Prüfung von Materialien nach Patent 399892, dadurch gekennzeichnet, daß das den Probekörper enthaltende Schwingungsgebilde in gleicher Frequenz der Eigenschwingungszahl dieses Gebildes zu Schwingungen erregt wird, die den Probekörper Torsionskräften aussetzen.
  2. 2. Einrichtung zur Ausbildung der Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das zu prüfende Material als elastisches Glied (in stabähnlicher Form) ausgebildet und an einem Ende eingespannt, am anderen Ende mit einer Masse versehen ist, an die die erregende Kraft angreift.
  3. 3. Einrichtung zur Ausbildung des Verfahrens nach i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das zu prüfende Material, in der Mitte eingespannt oder aufgehängt, an beiden Seiten mit Massen versehen ist, an denen die erregenden Kräfte in entgegengesetzter Richtung angreifen.
  4. 4. Einrichtung zur Ausbildung des Verfahrens nach den Ansprüchen i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das zu prüfende Material, damit es sich abschnittsweise untersuchen läßt, an einer Stelle (12) eingespannt und an einer den Verhältnissen entsprechenden anderen Stelle (13) mit einer Masse versehen ist oder an beiden Stellen (i2 und 13) mit Massen versehen ist, dann aber in der Mitte (zwischen 12 und 13) eingespannt ist und daß die Massen die Angriffspunkte für die erregenden Kräfte bilden.
  5. 5. Einrichtung zur Ausbildung des Verfahrens nach den Ansprüchen i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Schwingungsgebilde auf mechanischem Wege, z. B. durch eine oder zwei mit Reibungskissen (13, Abb.6) versehene Gabeln (14), die unmittelbar mit Elektromotoren gekoppelt sein können, zu Torsionsschwingungen erregt wird.
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