DE4038584A1 - Vorrichtung zum elektrochemischen signieren - Google Patents
Vorrichtung zum elektrochemischen signierenInfo
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- C25F—PROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC REMOVAL OF MATERIALS FROM OBJECTS; APPARATUS THEREFOR
- C25F7/00—Constructional parts, or assemblies thereof, of cells for electrolytic removal of material from objects; Servicing or operating
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum elektrochemi
schen Signieren, bei dem ein Kontaktkopf in Anlage gegen
eine auf dem zu signierenden Werkstück angeordnete Schablone
mit Signieröffnungen aus Maschengewebe gebracht wird und
sich zwischen dem Werkstück und dem Kontaktkopf ein Elektro
lyt befindet, wobei das Werkstück und der Kontaktkopf unter
schiedlich gepolt sind und eine gleitende Relativbewegung
zwischen dem Kontaktkopf und der Schablone erfolgt. Das
Werkstück und der Kontaktkopf können sowohl an eine Gleich
spannung als auch an eine Wechselspannung angeschlossen
werden.
Ein elektrochemisches Signierverfahren für metallische Werk
stücke mittels einer Schablone und einem Kontaktkopf, der
relativ zur Schablone bewegt wird, ist z. B. aus der DE-OS
34 24 377 bekannt. Die dabei verwendeten Kontaktköpfe weisen
jedoch eine relativ großflächige Unterseite aus, so daß die
Kontaktfläche insgesamt groß ist. Die bei dem
elektrochemischen Signieren des Werkstückes entstehenden
Elektrolysegase können aufgrund der großen Kontaktfläche
trotz einer Bewegung des Kontaktkopfes nicht hinreichend
schnell entweichen, so daß es bei diesem bekannten Verfahren
zu minderwertigen Signaturen kommen kann.
Ein weiterer Nachteil der relativ großen Kontaktfläche des
Kontaktkopfes mit der Schablone ist in einem schlechten
Wirkungsgrad des elektrochemischen Signiervorganges zu
sehen. Bei konstanter Stromstärke verringert sich nämlich
die auf das Werkstück pro Flächeneinheit einwirkende Strom
dichte, so daß der Ätzvorgang relativ langsam abläuft. Durch
die Erhöhung der Stromstärke kann zwar die Stromdichte
erhöht und damit der Signiervorgang beschleunigt werden,
hierbei besteht aber die Gefahr, daß aufgrund der entstehen
den Joule′schen Wärme im Elektrolyten dieser örtlich über
hitzt und seinerseits zur Gasblasenbildung beiträgt. Dies
wiederum führt zu Fehlstellen in der Signatur. Auch wird
durch eine örtliche Überhitzung die Haltbarkeit der Schablo
ne herabgesetzt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung
zum elektrochemischen Signieren zu schaffen, bei der mit
niedrigem Gesamtstrom eine hohe Stromdichte erreicht werden
kann und sich keine Gasblasen unterhalb der Kontaktfläche
ansammeln können.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der
Kontaktkopf an seinem der Schablone zugewandten Ende ver
jüngt ausgebildet ist.
Durch die verjüngte Ausbildung des Kontaktkopfes wird die
Kontaktfläche, mit der der Kontaktkopf die Schablone bzw.
den Elektrolyten berührt, stark verkleinert. Aus diesem
Grunde erhöht sich die auf das zu signierende Werkstück pro
Flächeneinheit wirkende Stromdichte, so daß der elektro
chemische Signierprozeß gegenüber bekannten Signiervor
richtungen erhöht wird. Da für eine hohe Signier
geschwindigkeit nur ein relativ geringer Gesamtstrom
verwendet werden muß, ist auch die Joule′sche Erwärmung des
Elektrolyten gering, so daß keine Gefahr besteht, daß der
Elektrolyt verdampft und durch Gasblasenbildung zu
Fehlstellen der Signatur führen kann. Außerdem wird durch
die kleine Kontaktfläche den bei der Elektrolyse sich
bildenden Gasblasen die Möglichkeit gegeben, sofort aus dem
Elektrolyten zu entweichen, ohne daß sie sich unterhalb des
Kontaktkopfes ansammeln können.
Die minimale Kontaktfläche führt zur gleichmäßigen
Elektrolytverteilung in den Schablonenöffnungen bei der
Bewegung.
Der Kontaktkopf ist vorzugsweise derart verjüngt ausgebil
det, daß die Kontaktfläche etwa der Maschenweite des Schab
lonengewebes entspricht. Auf diese Weise kann der Kontakt
kopf mit geringem Druck parallel zur Schablonenoberfläche
geführt werden, ohne daß es zu einer Beschädigung des Schab
lonengewebes kommen kann.
Der Kontaktkopf kann im Inneren eine Elektrolytzuführung
aufweisen, durch die frischer Elektrolyt unmittelbar an der
Spitze des Kontaktkopfes im Bereich der wirksamen Kontakt
fläche austritt, so daß an der jeweiligen Signierstelle
stets frischer Elektrolyt zur Verfügung steht und die
Elektrolytkonzentration für den Kontaktkopf, der mit einem
Elektrolytträger und einem Leitgewebe ummantelt ist,
konstant gehalten wird. Für die Schablone ergibt sich durch
den entstehenden Unterdruck bei der Bewegung des
Kontaktkopfes eine Reinigungswirkung.
Die Elektrolytzuführung im Inneren des Kontaktkopfes kann im
Endbereich des Kontaktkopfes mehrere Austrittsöffnungen
aufweisen, so daß insgesamt die Menge des austretenden Elek
trolyten erhöht wird und eine vollständige Benetzung der
Schablone bzw. des Werkstückes mit Elektrolytflüssigkeit
gewährleistet ist.
Durch die verjüngte Ausbildung des Kontaktkopfes ist es
jedoch auch möglich, die Elektrolytzuführung über einen
Elektrolyt-Zuführungskanal vorzunehmen, der seitlich neben
dem Kontaktkopf angeordnet ist. In gleicher Weise kann über
eine seitlich angeordnete Gaszuführung z. B. Sauerstoff oder
andere Gase auf den Elektrolyten bzw. die Schablone
zugeführt werden, wodurch der Signierprozeß z. B.
hinsichtlich der Färbung der Signatur beeinflußt werden
kann. Zum Abführen des verbrauchten Elektrolyten bzw. Gases
können neben dem Kontaktkopf weiterhin Gas und/oder
Elektrolyt-Abführungen vorgesehen sein, mit denen die
verbrauchten Medien abgeführt werden können. Die Zuführungen
befinden sich dabei vorzugsweise auf der Seite des
Kontaktkopfes, in deren Richtung er sich auf der Schablone
bewegt und die Abführungen auf der gegenüberliegenden Seite.
Wenn der Kontaktkopf reversierend, d. h. in beiden Richtungen
über die Schablone fahren soll, ist es auch möglich, die
Zuführungen als Abführungen bzw. umgekehrt einzusetzen, so
daß stets optimale Verhältnisse für ein fehlerfreies
Signieren vorliegen. Neben der getrennten Zuführung von
Elektrolyt und Gas ist es auch möglich, zum Signieren ein
aerosolartiges Elektrolyt-Gasgemisch zuzuführen. Dazu kann
der Kontaktkopf im Inneren eine Düsenkammer aufweisen, in
der eine Verwirbelung des Aerosols stattfindet, das
anschließend über eine untere Düsenöffnung ausströmt und auf
die Schablone bzw. das Werkstück trifft. Um den elektrischen
Kontakt herzustellen, kann die Düse in Signierrichtung einen
Kontaktschuh aufweisen, der auf der Oberfläche der Schablone
gleitet. Das verbrauchte Aerosol kann auch bei dieser
Verfahrensweise über eine Abführung, die neben dem Kontakt
kopf entgegen der Signierrichtung angeordnet wird, entfernt
werden.
Zur Automatisierung des Signiervorganges ist der Kontaktkopf
vorzugsweise in einem Tragsystem geführt, das nach Art eines
Portal-Roboters den Kopf in X-, Y- und Z-Richtung bewegen
kann. Zur Bewegung des Kontaktkopfes können z. B. Getriebe
motoren mit Bremswirkung, Stellmotoren, Schrittmotoren mit
elektronischer Ansteuerung, Linearantriebe oder pneumatische
und hydraulische Antriebselemente eingesetzt werden. Es ist
natürlich auch möglich, den Kopf über Seil- oder Kettentrie
be bzw. Gewindespindeln oder auch manuell zu bewegen. Die
jeweiligen Verfahrwege innerhalb des Tragsystems können
durch Anschläge begrenzt werden. Die Steuerung der Antriebs
elemente kann frei und/oder fest programmierbar sein, was
sich besonders bei großen Stückzahlen der zu signierenden
Werkstücke anbietet.
Die gleitende Relativbewegung zwischen dem Kontaktkopf und
der Schablone ist vorzugsweise variabel einstellbar. Durch
Änderung der Geschwindigkeit ist die Intensität der
Signierung einstellbar.
Um einen zu hohen Druck auf die Schablone zu vermeiden, kann
der Kontaktkopf federnd im Tragsystem aufgehängt sein. Die
zur Signatur verwendete Schablone kann ebenfalls in einer
Haltevorrichtung des Tragsystems angeordnet sein. Dabei ist
es vorteilhaft, daß sie nach dem Absenken auf das Werkstück
mit einem vorgegebenen Druck aufliegt. Dies kann z. B. durch
Druckfedern erfolgen, die die Haltevorrichtung im Tragsystem
federnd nach unten drücken.
Um unterschiedliche Schablonen einsetzen zu können, ist die
Haltevorrichtung für die Schablone vorzugsweise auf die
Schablonenlänge einstellbar. Dazu kann die Haltevorrichtung
an einem Führungsorgan des Tragsystems angeordnet sein, auf
dem sie zur Längeneinstellung verschoben werden kann. Dieses
Führungsorgan kann gleichzeitig als Führungsorgan für den
Kontaktkopf dienen, der darauf in Signaturrichtung bewegt
werden kann.
Mit dem durch das Tragsystem in X-, Y- und Z-Richtung beweg
baren Kontaktkopf ist es auch möglich, Werkstücke in Form
von Rohrprofilen im Inneren zu signieren. Der Kontaktkopf
weist dazu eine horizontal verlaufende Verlängerung auf, so
daß er seitlich in das Innere des Hohlprofils eingefahren
werden kann. Das Hohlprofil ruht dabei auf einer Führung,
die ihrerseits auf einem Kontakttisch angeordnet sein kann,
der ggf. in bzw. entgegen der Signiervorrichtung verschieb
bar ist. Auf diese Weise ist die genaue Positionierung des
Kontaktkopfes im Inneren des Hohlprofiles möglich. Die
Horizontalbewegung des verschiebbaren Kontakttisches kann
dabei wiederum durch Anschläge begrenzt sein.
Neben der Signierung von Hohlprofilen ist es mit der erfin
dungsgemäßen Vorrichtung auch möglich, zylindrische Werk
stücke zu kennzeichnen. Um das Werkstück beim Signiervorgang
zu drehen, können zwei einstellbare Positionierrollen vorge
sehen sein, die an das zylindrische Werkstück anlegbar sind
und von zwei Pendelarmen getragen werden, die an einer
Traverse beiderseitig des Kontaktkopfes angeordnet sind. Die
Einstellung der Positionierrollen kann über seitliche Stell
spindeln erfolgen. Auch in diesem Falle kann der Kontakt
tisch, auf dem das Werkstück ruht, bewegbar ausgebildet
sein.
Anstelle eines bewegbaren Kontakttisches kann das Werkstück
auch auf einem Kontaktförderband angeordnet sein, das über
einen Schleifkontakt die entsprechende Polung erhält.
Auf ähnliche Weise können auch teilzylindrische Werkstücke
signiert werden, die z. B. kugelkalottenförmig in einen als
Werkstückträger ausgebildeten Rotationszylinder eingesetzt
werden können, der wiederum von zwei Friktionsrollen, die
den Werkstückträger und den in diesem Falle feststehenden
Kontakttisch berühren können, entsprechend der Bewegung des
Kontaktkopfes gedreht wird. Die Friktionsrollen sind hierbei
federnd rechts und links des Kontaktkopfes angeordnet.
Die Erfindung ist in der Zeichnung beispielsweise veran
schaulicht und wird im nachfolgenden anhand der Zeichnung im
einzelnen erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 einen Schnitt einer Signiervorrichtung, bei der
ein verjüngt ausgebildeter Kontaktkopf horizon
tal und vertikal bewegbar in einem Tragsystem
angeordnet ist,
Fig. 2 einen Schnitt durch einen Kontaktkopf mit einer
speziellen Ausbildung der Elektrolyt- und Gaszu
führung bzw. -abführung,
Fig. 3 einen Kontaktkopf, bei dem der Elektrolyt und
Gas von außen zugeführt und abgeführt wird,
Fig. 4 einen düsenartig ausgebildeten Kontaktkopf zur
Zuführung von aerosolartigem Elektrolyt-Gasge
misch,
Fig. 5 eine spezielle Ausbildung des Kontaktkopfes zum
Signieren von Hohlprofilen,
Fig. 6 eine Anordnung zum Signieren von zylinderförmi
gen Werkstücken,
Fig. 7 eine weitere Anordnung zum Signieren von zylin
drischen Werkstücken und
Fig. 8 eine Anordnung zum Signieren von teilzylindri
schen Werkstücken.
In Fig. 1 ist ein Tragsystem 1 dargestellt, in dem ein
Kontaktkopf 2 horizontal und vertikal bewegbar angeordnet
ist. Der Kontaktkopf 2 ist an seinem unteren Ende 3 verjüngt
ausgebildet. Im Inneren des Kontaktkopfes 2 verläuft eine
Elektrolyt-Zuführung 4, die am Ende 3 des Kontaktkopfes 2
austritt. Der Kontaktkopf 2 besteht aus einem Elektrolytträ
ger 5, der von einem Leitgewebe 6 ummantelt ist. Der
Kontaktkopf 2 ist federnd an einer Horizontal-Gleitführung 7
seitlich verschwenkbar aufgehängt. über einen elektrischen
Anschluß 8 wird der Kontaktkopf 2 mit dem negativen Pol
einer Gleichstromquelle beaufschlagt.
Unterhalb des Kontaktkopfes 2 befindet sich eine Signier
schablone 9, die in einer Schablonenhalterung 10 horizontal
angeordnet ist und über Druckfedern 11 gegen ein Werkstück
12 gedrückt wird. Das Werkstück 12 im dargestellten Ausfüh
rungsbeispiel ist eine flache Messerklinge. Das Werkstück 12
liegt auf einem Kontakttisch 13 auf, der über einen weiteren
elektrischen Anschluß 14 mit dem positiven Pol einer Gleich
stromquelle beaufschlagt wird.
Der Kontakttisch 13 ruht auf horizontal verlaufenden Träger
schienen 15, die aus dielektrischem Material hergestellt
sind. Unterhalb der Trägerschienen 15 befindet sich eine
Auffangwanne 16, in der überschüssige Elektrolytflüssigkeit
gesammelt wird. Die Auffangwanne 16 ruht auf einer Grund
platte 17. Ebenfalls auf der Grundplatte 17 ist ein Säulen
fuß 18 angeordnet, der eine Vertikalführungssäule 19 trägt.
Die Vertikalführungssäule 19 weist eine Vertikalgleitführung
20 auf, an der ein horizontal sich erstreckendes Führungs
organ 21 befindet, auf dem die Horizontal-Gleitführung 7,
die den Kontaktkopf 2 trägt, verschiebbar angeordnet ist.
Das horizontal verlaufende Führungsorgan 21 dient gleichzei
tig zur Aufnahme der Führungen 22 der Schablonenhalterung
10. Die Signierschablone 9 wird in die Schablonenhalterung
10 mittels eines federbeaufschlagten Klemmhebels 23 einge
legt und gehalten.
Das Absenken und Hochfahren des Kontaktkopfes 2 auf die
Signierschablone 9 sowie das seitliche Verfahren erfolgt mit
Hilfe von nicht dargestellten Antriebsorganen, die elek
trisch, pneumatisch, mechanisch oder sonst auf bekannte
Weise ausgebildet sein können.
Bei dem in Fig. 2 dargestellten Kontaktkopf 2 wird der Elek
trolyt entsprechend Fig. 1 im Inneren des Kontaktkopfes 2
über eine Elektrolytzuführung mit definiertem Druck gelei
tet. Bei diesem Ausführungsbeispiel sind jedoch zwei Aus
trittsöffnungen 24 oberhalb der Kontaktfläche 25 vorhanden,
an denen der Elektrolyt austritt. Zur Beeinflussung des
elektrochemischen Signiervorganges kann über einen seitlich
angeordneten Gaszuführungskanal 26 Gas, z. B. Sauerstoff, in
den Bereich der Kontaktfläche 25 geblasen werden. Der Gas
zuführungskanal 26 befindet sich auf der Seite des Kontakt
kopfes 2, in der er zum Signieren verschoben wird. Auf der
anderen Seite des Kontaktkopfes 2 sind in dem Ausführungs
beispiel gemäß Fig. 2 eine Gasabführung 27 und eine Elektro
lyt-Abführung 28 vorgesehen, durch die verbrauchte Elektro
lyt- bzw. entstehende Gasblasen entfernt werden können.
Bei dem in Fig. 3 dargestellten Ausführungsbeispiel erfolgt
die Elektrolytzuführung nicht im Inneren des Kontaktkopfes
2, sondern über eine äußere Elektrolytzuführung 29. Auch
hier kann über eine Gaszuführung 26 Gas zugeführt werden und
über eine Gas- bzw. Elektrolyt-Abführung 27, 28 verbrauchter
Elektrolyt bzw. entstandene Gasblasen abgeführt werden.
Der Kontaktkopf 2 in Fig. 4 ist hohl mit einer Düsenkammer
30 ausgebildet. über eine Aerosolzuführung 31 wird ein Gas
elektrolytgemisch der Düsenkammer 30 zugeführt, verwirbelt
dort und tritt durch eine untere Düsenöffnung 32 auf die
Signierschablone 9 aus. Zur Herstellung des elektrischen
Kontaktes dient ein Kontaktschuh 33, der zur Minimierung des
Verschleißes der Signierschablone 9 auch als Kontaktrolle
ausgebildet sein kann. Zur Abführung des verbrauchten und
überschüssigen Aerosols dient eine seitlich oberhalb der
Signierschablone 9 angeordnete Aerosolabführung 34.
Mit dem in Fig. 5 dargestellten modifizierten Kontaktkopf 35
ist ein Signieren im Inneren von Hohlprofilwerkstücken 36
möglich.
Der Kontaktkopf 35 weist dazu einen horizontal verlaufenden
Schenkel 37 auf, der den eigentlichen Kontaktkopf 35 trägt
und durch den es möglich ist, daß der Kontaktkopf 35 in das
Innere des Hohlprofilwerkstückes 36, in dem sich gleichfalls
die Signierschablone 9 befindet, hineinragt. Der Kontakt
tisch 13, der das Hohlprofilwerkstück 36 mittels eines Werk
stückhalters 38 trägt, ist verschiebbar ausgebildet und wird
in seiner Verschiebung durch einen Anschlag 39 begrenzt. Der
Kontakttisch 13 wird nach Beendigung des Signiervorganges
nach links verschoben, so daß das Werkstück 36 entnommen und
ein neues eingelegt werden kann.
Die in Fig. 6 dargestellte Vorrichtung ermöglicht ein
Signieren von zylindrischen Werkstücken 40. Das zylindrische
Werkstück 40 ruht auf einem feststehenden Kontakttisch 13
und wird durch zwei seitlich angeordnete, nicht leitende
Positionierrollen 41 bei einem Verschieben des Kontaktkopfes
in Drehung versetzt. Die Positionierrollen 41 befinden sich
jeweils am Ende eines Pendelarmes 42, die seitlich zu dem
Kontaktkopf 2 an einer mit der Horizontal-Gleitführung 7
verbundenen Traverse 43. über seitlich angeordnete Verstell
spindeln 44 erfolgt die Einstellung der Positionierrollen 41
auf den Durchmesser des jeweiligen zylindrischen Werkstückes
40.
Während des Abrollvorganges der äußeren Kreiszylinderfläche
des Werkstückes 40 an der Unterseite der Signierschablone g
wird der mit der Verschiebegeschwindigkeit des Kontaktkopfes
2 und der gleichen Umfangsgeschwindigkeit des Werkstückes 40
in Richtung D mitlaufende Berührungspunkt signiert, wobei
das auf dem Kontakttisch 13 abrollende Werkstück 40 durch
die Reibung mit der Oberfläche des Kontakttisches 13 mit
zweifacher Kontaktkopfgeschwindigkeit von E nach F bewegt
wird. Der Kontakttisch 13 kann auch verschiebbar ausgebildet
sein. Dann ist die Weggeschwindigkeit des Kontakttisches 13
unabhängig vom Durchmesser des zylindrischen Werkstückes 40
doppelt so groß wie die Geschwindigkeit des Kontaktkopfes 2.
Demzufolge ist die Weglänge von C nach F doppelt so groß wie
von C nach 0 bzw. umgekehrt bei Umkehr der Signierrichtung.
Nach Beendigung des Signiervorganges wird das Werkstück 40
in der Position A′, C′, E′ gewechselt.
Bei dem in Fig. 7 dargestellten Ausführungsbeispiel ist der
Kontakttisch 13 durch ein umlaufendes Kontaktförderband 45
ersetzt. Der Signiervorgang bzw. die Bewegungsabläufe des
zylindrischen Werkstückes 14 entsprechen denen des zuvor
erläuterten Ausführungsbeispieles. Das Kontaktförderband 45
wird durch einen Schleifkontakt 46 entsprechend gepolt. Mit
dem in Fig. 8 gezeigten Ausführungsbeispiel ist die Signie
rung eines teilzylindrischen Werkstückes 47, etwa in Form
einer Kugelkalotte, möglich. Das Werkstück 47 wird in die
Aussparung eines Rotationszylinders 48 eingesetzt, der
zwischen zwei den elektrischen Strom leitenden Friktions
rollen 49 gelagert ist. Die Friktionsrollen 49 sind ähnlich
wie bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 6 oder 7 über
Pendelarme 50 federnd beidseitig an einer Traverse 51 auf
gehängt, die mit der Horizontal-Gleitführung 7 verbunden
ist. Zur Einstellung dienen wiederum seitliche Verstellspin
deln 52. Der Kontakttisch 13 ist in diesem Ausführungs
beispiel feststehend ausgebildet. Der Rotationszylinder 48
mit dem teilzylindrischen Werkstück 47 wird durch die Bewe
gung des Kontaktkopfes 2 von C nach D in Rotation gebracht.
Infolgedessen wird der in einer durch den Radius des teil
zylindrischen Werkstückes 47 abhängigen Breite signiert,
wobei die Länge der Signierung auf der Kalottenoberfläche
immer kleiner ist als die Bogenlänge der Kalotte 47.
Bezugszeichenliste
1 Tragsystem
2 Kontaktkopf
3 Ende des Kontaktkopfes
4 Elektrolytzuführung im Kontaktkopf
5 Elektrolytträger
6 Leitgewebe
7 Horizontal-Gleitführung
8 elektrischer Anschluß des Kontaktkopfes
9 Signierschablone
10 Schablonenhalterung
11 Druckfeder
12 Werkstück
13 Kontakttisch
14 elektrischer Anschluß des Kontakttisches
15 Trägerschiene
16 Auffangwanne
17 Grundplatte
18 Säulenfuß
19 Vertikal-Führungssäule
20 Vertikal-Gleitführung
21 horizontales Führungsorgan des Tragsystems
22 Führung des Schablonenhalters
23 Klemmhebel
24 Austrittsöffnung der Elektrolytleitung
25 Kontaktfläche
26 Gaszuführung
27 Gasabführung
28 Elektrolyt-Abführung
29 Elektrolyt-Zuführung
30 Düsenkammer
31 Aerosolzuführung
32 Düsenöffnung
33 Kontaktschuh
34 Aerosol-Abführung
35 modifizierter Kontaktkopf
36 Hohlprofil-Werkstück
37 Schenkel des Kontaktkopfes
38 Werkstückhalter
39 Anschlag
40 zylindrisches Werkstück
41 Positionierrollen
42 Pendelarm
43 Traverse
44 Verstellspindel
45 Kontakt-Förderband
46 Schleifkontakt
47 teilzylindrisches Werkstück
48 Rotationszylinder
49 Friktionsrolle
50 Pendelarm
51 Traverse
52 Verstellspindel
2 Kontaktkopf
3 Ende des Kontaktkopfes
4 Elektrolytzuführung im Kontaktkopf
5 Elektrolytträger
6 Leitgewebe
7 Horizontal-Gleitführung
8 elektrischer Anschluß des Kontaktkopfes
9 Signierschablone
10 Schablonenhalterung
11 Druckfeder
12 Werkstück
13 Kontakttisch
14 elektrischer Anschluß des Kontakttisches
15 Trägerschiene
16 Auffangwanne
17 Grundplatte
18 Säulenfuß
19 Vertikal-Führungssäule
20 Vertikal-Gleitführung
21 horizontales Führungsorgan des Tragsystems
22 Führung des Schablonenhalters
23 Klemmhebel
24 Austrittsöffnung der Elektrolytleitung
25 Kontaktfläche
26 Gaszuführung
27 Gasabführung
28 Elektrolyt-Abführung
29 Elektrolyt-Zuführung
30 Düsenkammer
31 Aerosolzuführung
32 Düsenöffnung
33 Kontaktschuh
34 Aerosol-Abführung
35 modifizierter Kontaktkopf
36 Hohlprofil-Werkstück
37 Schenkel des Kontaktkopfes
38 Werkstückhalter
39 Anschlag
40 zylindrisches Werkstück
41 Positionierrollen
42 Pendelarm
43 Traverse
44 Verstellspindel
45 Kontakt-Förderband
46 Schleifkontakt
47 teilzylindrisches Werkstück
48 Rotationszylinder
49 Friktionsrolle
50 Pendelarm
51 Traverse
52 Verstellspindel
Claims (20)
1. Vorrichtung zum elektrochemischen Signieren, bei dem ein
Kontaktkopf in Anlage gegen eine auf dem zu signierenden
Werkstück angeordnete Schablone mit Signieröffnungen aus
Maschengewebe gebracht wird und sich zwischen dem Werk
stück und dem Kontaktkopf ein Elektrolyt befindet, wobei
das Werkstück und der Kontaktkopf unterschiedlich gepolt
sind und eine gleitende Relativbewegung zwischen dem
Kontaktkopf und der Schablone erfolgt, dadurch
gekennzeichnet, daß der Kontaktkopf (2) an
seinem der Schablone (9) zugewandten Ende (3) verjüngt
ausgebildet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Kontaktkopf (2) derart verjüngt
ausgebildet ist, daß die Kontaktfläche (25) etwa der
Maschenweite des Schablonengewebes entspricht.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Kontaktkopf (2) im
Inneren eine Elektrolytzuführung (4) aufweist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Elektrolytzuführung (4) an dem
der Schablone zugewandten Ende (3) des Kontaktkopfes (2)
mündet.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Elektrolytzuführung (4) mit
einer oder mehreren Austrittsöffnungen (24) seitlich im
Endbereich des Kontaktkopfes (2) mündet.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, da
durch gekennzeichnet, daß im Bereich
oberhalb der Kontaktfläche (25) des Kontaktkopfes (2)
mit der Schablone (9) neben dem Kontaktkopf (2) ein Gas-
und/oder Elektrolyt-Zuführung (26, 29) vorgesehen ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, da
durch gekennzeichnet, daß im Bereich
oberhalb der Kontaktfläche (25) neben dem Kontaktkopf
(2) eine Gas- und/oder Elektrolyt-Abführung (27, 28)
vorgesehen ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch ge
kennzeichnet, daß in Abhängigkeit von der
Signierrichtung des Kontaktkopfes (2) die Zuführungen
(26, 29) als Abführungen (27, 28) bzw. umgekehrt ein
setzbar sind.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, da
durch gekennzeichnet, daß der Kon
taktkopf (2) zur Verwirbelung und zum Durchtritt von
aerosolartigen Elektrolyt-Gasgemischen düsenartig mit
einem die Schablone (9) in Signierrichtung berührenden
Kontaktschuh (33) oder einer Kontaktrolle ausgebildet
ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekenn
zeichnet, daß im Bereich oberhalb der Düsenöff
nung (32) entgegen der Signierrichtung eine Aerosol-Ab
führung (34) vorgesehen ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 10, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Kontaktkopf (2) in
einem nach Art eines in X-Y- und Z-Richtung bewegbaren
Portal-Roboters arbeitenden Tragsystems (1) angeordnet
ist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, daß die
gleitende Relativbewegung zwischen dem Kontaktkopf (2)
und der Schablone (9) variabel einstellbar ist.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, da
durch gekennzeichnet, daß der Kon
taktkopf (2) federnd aufgehängt ist.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, da
durch gekennzeichnet, daß die Schab
lone (9) in einer die Schablone (9) federnd auf das
Werkstück (13) drückenden Schablonenhalterung (10) ange
ordnet ist.
15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Schablonenhalterung an
einem horizontalen Führungsorgan (21) des Tragsystems
(1) angeordnet und auf die Schablonenlänge einstellbar
ist.
16. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch ge
kennzeichnet, daß das Führungsorgan (21) für
die Schablonenhalterung (10) als Führungsorgan (21) für
den Kontaktkopf (2) vorgesehen ist.
17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 16, da
durch gekennzeichnet, daß zur Posi
tionierung und/oder Drehung von zylindrischen oder teil
zylindrischen Werkstücken (40, 47) zumindest zwei
einstellbare Positionierrollen (41) vorgesehen sind, die
an das zylindrische oder teilzylindrische Werkstück (40,
47) anlegbar sind.
18. Vorrichtung nach einen der Ansprüche 1 bis 17, da
durch gekennzeichnet, daß das Werk
stück (12, 40, 47, 36) auf einem horizontal verschieb
baren Kontakttisch (13) angeordnet ist.
19. Vorrichtung nach Anspruch 17, dadurch ge
kennzeichnet, daß das zylindrische oder teil
zylindrische Werkstück (40, 47) auf einem umlaufenden
Kontakt-Förderband (45) angeordnet ist.
20. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 19, da
durch gekennzeichnet, daß der
Kontaktkopf (2) aus seiner vertikalen Stellung seitlich
verschwenkbar angeordnet ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19904038584 DE4038584A1 (de) | 1990-12-04 | 1990-12-04 | Vorrichtung zum elektrochemischen signieren |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19904038584 DE4038584A1 (de) | 1990-12-04 | 1990-12-04 | Vorrichtung zum elektrochemischen signieren |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4038584A1 true DE4038584A1 (de) | 1992-06-11 |
Family
ID=6419530
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19904038584 Withdrawn DE4038584A1 (de) | 1990-12-04 | 1990-12-04 | Vorrichtung zum elektrochemischen signieren |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4038584A1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP2995409A1 (de) | 2014-09-12 | 2016-03-16 | Reuter GmbH & Co. KG | Vorrichtung zum elektrochemischen Markieren |
| WO2016116292A1 (de) * | 2015-01-22 | 2016-07-28 | Siemens Aktiengesellschaft | Verfahren und vorrichtung zum elektrochemischen abtragen von material von einem werkstück |
| EP3077146A1 (de) * | 2013-12-05 | 2016-10-12 | Continental Automotive GmbH | Verfahren und vorrichtung zum herstellen eines düsenkörpers |
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE3126099A1 (de) * | 1981-07-02 | 1982-07-15 | Bayerische Motoren Werke AG, 8000 München | Werkzeugelektrode fuer eine einrichtung zum elektrochemischen bearbeiten von werkstuecken, insbesondere zum elektrochemischen senken |
| DE3424377A1 (de) * | 1984-07-03 | 1986-01-09 | Östling Vertriebs GmbH, 5650 Solingen | Verfahren zur automatischen kennzeichnung von metallgegenstaenden |
| DE8415980U1 (de) * | 1984-05-25 | 1987-01-02 | Aeg-Elotherm Gmbh, 5630 Remscheid | Elektrode zum elektrochemischen Durchbohren von metallenen Werkstücken |
-
1990
- 1990-12-04 DE DE19904038584 patent/DE4038584A1/de not_active Withdrawn
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| 8130 | Withdrawal |