DE4039902A1 - Steckverbinder oder -vorrichtung - Google Patents
Steckverbinder oder -vorrichtungInfo
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- H01R—ELECTRICALLY-CONDUCTIVE CONNECTIONS; STRUCTURAL ASSOCIATIONS OF A PLURALITY OF MUTUALLY-INSULATED ELECTRICAL CONNECTING ELEMENTS; COUPLING DEVICES; CURRENT COLLECTORS
- H01R13/00—Details of coupling devices of the kinds covered by groups H01R12/70 or H01R24/00 - H01R33/00
- H01R13/648—Protective earth or shield arrangements on coupling devices, e.g. anti-static shielding
- H01R13/658—High frequency shielding arrangements, e.g. against EMI [Electro-Magnetic Interference] or EMP [Electro-Magnetic Pulse]
- H01R13/6581—Shield structure
-
- H—ELECTRICITY
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- H01R13/00—Details of coupling devices of the kinds covered by groups H01R12/70 or H01R24/00 - H01R33/00
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Description
Die Erfindung betrifft einen Steckverbinder oder eine
Steckvorrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.
Mehrpolige Steckverbinder oder -vorrichtungen hoher
Kontaktdichte und rechteckiger Bauform sind in der DIN
43 652 in Verbindung mit DIN VDE 0 627 beschrieben. Sie
sind zur Anwendung in der Steuer-, Meß- und Regeltech
nik und zum Netzanschluß elektrischer Verbraucher
bestimmt.
Bei CNC-Steuerungen, deren Schaltgeräteperipherie z. B.
in Kombination mit Plasmaschneidanlagen, kommt es
aufgrund äußerer elektromagnetischer Störeinflüsse zu
Störungen durch unzureichende Abschirmung der Verbin
dungen zwischen Kabel, Schaltschrank und Steuerung, die
zu einer Häufung von Service-Einsätzen führen können.
Dabei bilden die bisher eingesetzten Steckverbinder
oder -vorrichtungen der eingangs genannten DIN 43 652
die Schwachstelle, da Gehäuseoberteil (Tüllengehäuse)
und Gehäuseunterteil (Anbaugehäuse) über einen Gummi
dichtring aufeinander stoßen. Der "elektrische" Luft
spalt ermöglicht Störeinwirkungen von außen.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, Steck
verbinder oder -vorrichtungen der eingangs genannten
Art und Beibehaltung der äußeren Sockelabmessungen nach
DIN 43 652 und DIN VDE 0 627 derart auszubilden oder
umzurüsten, daß eine Störsicherheit gegen elektro
magnetische Beeinflussung erreicht wird.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kenn
zeichnenden Merkmale des Anspruches 1 gelöst.
Durch die Erfindung wird eine Abschirmung gegen elek
tromagnetische Beeinflussung durchgängig vom Kabel bis
zum Schaltschrank mittels Steckverbinder- oder Vorrich
tungen hoher Kontaktdichte an genannter Stecker-Bau
reihe möglich.
Vorteilhaft werden durch die nachfolgend aufgeführten
Maßnahmen im Zusammenhang, jedoch auch in der Einzel
heit, eine Verbesserung zur störsicheren Signalüber
tragung, insbesondere in elektrisch gestörtem Umfeld,
erreicht, wobei bisher eingesetzte Steckverbinder
oder -vorrichtungen weiterverwendet werden können, weil
durch die Erfindung eine Nachrüstung vor Ort ermöglicht
und eine Kompatibilität der Kontakte gewahrt wird.
Durch die in dem Gehäuse des Steckverbinders oder der
Steckvorrichtung integrierten oder an den Gehäusen
angeordneten und die äußeren Einbaubedingungen nicht
behinderten und die leitenden, den "elektrischen" Luft
spalt überlappenden Mittel werden Steckergehäuse, Ka
belschirm und Schalt- bzw. Steuerschränke großflächig
und niederohmig miteinander verbunden. Der überlappende
Metallkragen ist gut leitend mit einer Gehäuseseite
verbunden bzw. integriert in eine Seite und kontaktiert
nach dem Zusammenstecken mit der Gehäusewand der Gegen
seite. Dabei bleibt die mechanische Schutzart erfüllt.
Durch die Verwendung nicht lackierter Steckergehäuse,
sondern beispielsweise chromatierte Steckergehäuse,
bilden Korrosionsschutz und Leitfähigkeit eine Einheit,
weil die Stopfbuchse für abgeschirmte Kabel eine gut
leitende Verbindung über das Gewinde zum Steckergehäuse
haben.
Die Buchsen für die Führungsstifte oder die Führungs
stifte erhalten neben der Codierungsfunktion durch Mit
tel, vorzugsweise Kontaktfedern, oder ähnliche Bauteile
eine großflächige Kontaktbahn, wodurch zusätzliche
niederohmige Verbindung beider Steckergehäuse erreicht
wird.
Dichtungsmaterial mit hoher elektrischer Leitfähigkeit,
Dichtigkeit durch den Flächensitz oder eingelassene
Dichtungsgummi an den Flächen der Gehäuseunterteile,
gewährleisten neben der mechanischen Schutzart der
Steckverbinder oder -vorrichtungen eine hohe Leitfähig
keit des Steckergehäuses zum Schaltschrankgehäuse.
Durch die Erfindung wird ein Steckverbinder mit hoher
elektromagnetischer Verträglichkeit (EMV) geschaffen und
dadurch vorteilhaft ein Eindringen von elektromagne
tischen Störungen z. B. in CNC-gesteuerten Plasmaan
lagen für die thermische Bearbeitung von Werkstoffen
verhindert, ohne daß die den Steckverbindern
oder -vorrichtungen zugeordneten pheripheren Mittel, wie
z. B. Schaltschränke, Schalttafeln oder dergleichen
geändert werden müssen.
Ein Ausführungsbeispiel ist in der Zeichnung darge
stellt und wird im folgenden näher beschrieben.
Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Darstellung
das Steckverbinders bzw. der
Steckvorrichtung,
Fig. 2 und 3 eine perspektivische
Darstellung des Steckverbinders
bzw. der Steckvorrichtung,
Fig. 4 eine perspektivische Darstellung
des Mittels.
In den Figuren ist ein erfindungsgemäßer Steckverbin
der 1 entsprechend DIN 43 652 dargestellt. Der Steckver
binder 1 besteht im wesentlichen aus einem Gehäuseober
teil 2 mit einschraubbarer Stopfbuchse 3 und einem in
dem Gehäuseoberteil 2 befestigbaren Stift- oder Buch
seneinsatz 4 und einem Gehäuseunterteil 5 mit einem
ebenfalls in ihm befestigbaren Stift- oder Buchsenein
satz 6. Die Befestigung der Stift- oder Buchseneinsätze
4, 6 erfolgt über Flansche 7, 8 mittels Schrauben. Das
Gehäuseunterteil ist über ein Verriegelungselement 9,
das in Nocken 10 des Gehäuseoberteiles 2 eingreift mit
diesem verbindbar. Verwechselungen beim Stecken des
Gehäuseoberteils 2 in das Gehäuseunterteil 5 werden
durch Führungsstifte 11 und diesen in den Gehäusen
gegenüberliegend angeordneten Buchsen 12 ausgeschlos
sen, weil jedes Gehäuseoberteil 2 nur in codierter
Führungsstifte- 11/Buchsenanordnung 12 mit dem dazuge
hörenden Gehäuseunterteil 5 verbindbar ist. Beim Stek
ken und Verriegeln des Steckverbinders 1 wird erfin
dungsgemäß an der Verbindungsstelle 13 der sich auf
grund des Gummidichtringes 14 einstellende "elektrische
Luftspalt", der Störwirkungen von außen erlaubt, durch
elektrisch leitende Mittel großflächig und niederohmig
überbrückt. Die Mittel bestehen nach einer bevorzugten
Ausführung, aus einem Metallkragen 15, der den in der
Zeichnung dem Gehäuseoberteil 2 zugeordneten Stiftein
satz 4 umgibt und vorteilhaft zusammen mit den Flan
schen 7 des Stifteinsatzes 4 über die Flansche 16 ver
schraubt wird. Der Stifteinsatz 4 steht über das Gehäu
seoberteil hervor, so daß der Metallkragen 15 den
"elektrisch leitenden Luftspalt" bzw. die Verbindungs
stelle 13 überlappt. Er kann aufgrund übereinstimmender
Anordnung der Durchgangsbohrungen für die Flansche 16
und 7 und der den Stift- oder Buchseneinsatz 4, 6 um
gebenden Form auch nachträglich bei Steckverbindern der
DIN 43 652 vorgesehen werden ohne daß die äußeren Ab
messungen der Steckverbinder 1 verändert werden müssen.
Der Metallkragen 15 weist Kontaktelemente 18 auf, die
nach dem Zusammenstecken von Gehäuseoberteil 2 und Ge
häuseunterteil 5 mit der Gehäusewand der jeweiligen
Gegenseite kontaktieren. Es ist selbstverständlich und
bedarf daher keiner ausführlichen Beschreibung, daß der
Metallkragen 15 wahlweise den Stift- oder Buchsenein
satz des Gehäuseunterteils bzw. des Gehäuseoberteils
umgeben kann, wenn diese über das Gehäuse herausragen.
Andere Ausbildungen des Mittels zum Überlappen der
Verbindungsstelle 13 können in leitfähigen Kunststoff
kragen bestehen, die beispielsweise an der Gehäusein
nenwand des Gehäuseober- oder unterteils integriert
angeordnet sind.
In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung ist das
Steckergehäuse (Gehäuse des Gehäuseober- und unterteils)
nicht lackiert, sondern beispielsweise chroma
tiert. Hierdurch wird neben dem Korrosionsschutz das
Steckergehäuse leitfähig. Die Maßnahme ermöglicht eine
Abschirmung durchgängig vom Kabel bis zur Anbaufläche,
da das Kabel mit Abschirmung eine gutleitende Verbin
dung über das Gewinde der Stopfbuchse 3 zum Gehäuse
oberteil 2 hat.
In weiterer vorteilhafter Ausbildung sind den Führungs
stiften 11 oder den Führungsbuchsen 12 Mittel bei
spielsweise Kontaktfedern 19 zugeordnet. Über die Kon
taktfedern 19 erhalten in der Zeichnung die Führungs
stifte neben der Codierungsfunktion eine zusätzliche
großflächige Kontaktbahn. Vorteilhaft wird weiterhin
das Dichtungsmaterial z. B. der Gummidichtring 14, 20 an
den Flächen des Gehäuseober- oder unterteils so einge
paßt, daß neben der mechanischen Schutzart der Stecker
reihe nach DIN 43 652 eine hohe Leitfähigkeit der Stec
kergehäuse untereinander bzw. zur Anbaufläche gewähr
leistet ist. Diese Leitfähigkeit kann durch die Verwen
dung hoch elektrisch leitfähigen Dichtungsmaterials
oder durch Dichtigkeit des Flächensitzes oder durch
eingelassenen Dichtungsgummi erreicht werden.
Claims (7)
1. Steckverbinder oder -vorrichtung, insbesondere
Steckverbinder oder -vorrichtung hoher Kontaktdichte
und rechteckiger Bauform nach DIN 43 652, mit einem
Gehäuseoberteil und einem mit diesem verbindbaren
Gehäuseunterteil, wobei an dem Gehäuseoberteil ein
Gewinde für die Verschraubung einer Stopfbuchse vor
gesehen ist und dem Gehäuseoberteil und dem Gehäuse
unterteil jeweils ein Buchsen- oder Stifteinsatz zu
geordnet ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Verbindungsstelle zwischen Gehäuseoberteil
und Gehäuseunterteil durch in bzw. an dem Steckver
binder oder in bzw. an der Steckvorrichtung ange
ordnete elektrisch leitende Mittel großflächig und
niederohmig überbrückt wird.
2. Steckverbinder oder -vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Mittel als Metallkragen ausgebildet ist und
den Stifteinsatz oder Buchseneinsatz umgibt, welcher
über die Verbindungsstelle hervorsteht.
3. Steckverbinder oder -vorrichtung nach Anspruch 1
oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Metallkragen mit -dem Gehäuseunterteil und
dem Gehäuseoberteil elektrisch gut leitend verbunden
ist.
4. Steckverbinder oder -vorrichtung nach einem der
Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß Gehäuseoberteil und Gehäuseunterteil eine gut
leitende, korrosionsgeschützte Oberfläche aufweisen.
5. Steckverbinder oder -vorrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Oberfläche des Gehäuseoberteiles und des
Gehäuseunterteiles chromatiert ist.
6. Steckverbinder oder -vorrichtung nach einem der
Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Buchsen für die Führungsstifte und/oder die
Führungsstifte durch Mittel, vorzugsweise Kontakt
federn, eine zusätzliche großflächige Kontaktbahn
aufweisen.
7. Steckverbinder oder -vorrichtung nach einem der
Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Dichtungsmaterial zwischen der Verbindungs
stelle neben der mechanischen Schutzart der Steck
verbinder oder -vorrichtungen eine hohe elektrische
Leitfähigkeit der Steckergehäuse zueinander bzw. zum
Schaltschrankgehäuse gewährleistet.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4039902A DE4039902A1 (de) | 1990-12-14 | 1990-12-14 | Steckverbinder oder -vorrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4039902A DE4039902A1 (de) | 1990-12-14 | 1990-12-14 | Steckverbinder oder -vorrichtung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4039902A1 true DE4039902A1 (de) | 1992-06-17 |
Family
ID=6420286
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE4039902A Withdrawn DE4039902A1 (de) | 1990-12-14 | 1990-12-14 | Steckverbinder oder -vorrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4039902A1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19605397A1 (de) * | 1996-01-29 | 1997-08-21 | Dan Chief Enterprise Co | Adapterbuchsenaufbau und Herstellungsverfahren dafür |
| DE19646063C2 (de) * | 1996-11-08 | 2002-04-04 | Aeg Intermas Gmbh | Kabelgehäuse |
-
1990
- 1990-12-14 DE DE4039902A patent/DE4039902A1/de not_active Withdrawn
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19605397A1 (de) * | 1996-01-29 | 1997-08-21 | Dan Chief Enterprise Co | Adapterbuchsenaufbau und Herstellungsverfahren dafür |
| DE19646063C2 (de) * | 1996-11-08 | 2002-04-04 | Aeg Intermas Gmbh | Kabelgehäuse |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8139 | Disposal/non-payment of the annual fee |