DE4041906C2 - Abstreifer und Verfahren zu seiner Herstellung - Google Patents

Abstreifer und Verfahren zu seiner Herstellung

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Description

Die Erfindung betrifft einen Abstreifer zum Abstreifen von Fremdkörpern von hin und her bewegbaren stangenförmigen Bau­ teilen wie Kolbenstangen, mit einem ringförmigen Abstreifab­ schnitt, der im Bereich seiner axialen Abstreifseite eine das Bauteil in Gebrauchsstellung umfangsseitig umschließende und dabei an der Bauteiloberfläche anliegende Abstreifkante besitzt. Ferner betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung eines derartigen Abstreifers.
Abstreifer werden überwiegend bei Kolben-Zylinder-Aggregaten eingesetzt, um die im Betrieb axial hin und her bewegbare Kolbenstange von Fremdkörpern zu befreien, die sich auf dem jeweils außerhalb des Zylinders angeordneten Kolbenstangenab­ schnitt angesammelt haben. Abstreifer sollten im Bereich der mit dem zu reinigenden Bauteil in Berührung stehenden Abstreif­ kante einerseits relativ hart sein, um von den abzustreifenden Fremdkörpern nicht beschädigt zu werden und wenig verschleiß­ anfällig zu sein. Andererseits ist in diesem Bereich jedoch eine gewisse Nachgiebigkeit erwünscht, um die Kolbenstange nicht zu beschädigen und Riefen oder Kratzer zu vermeiden. Problematisch ist es, beide Erfordernisse gleichzeitig zu erfüllen.
Man hat daher bereits in der DE-OS 34 28 283 vorgeschlagen, den Abstreifabschnitt aus relativ hartem Material herzustellen und im Bereich der Abstreifkante Schlitze vorzusehen, die eine radiale Elastizität gewährleisten. Die Herstellung dieses Abstreifers bereitet jedoch Probleme und in den Schlitzbereichen ist eine optimale Abstreifung nicht immer gewährleistet.
Es ist daher das Ziel der vorliegenden Erfindung, einen Abstreifer der eingangs genannten Art zu schaffen, der bei radialer Elas­ tizität und durch eine ununterbrochene Abstreifkante gewähr­ leisteter guter Abstreifwirkung eine hohe Lebensdauer besitzt und Beschädigungen des zu säubernden Bauteils vermeidet. Außerdem soll ein Verfahren zur besonders einfachen Herstellung derartiger Abstreifer vorgeschlagen werden.
Dieses Ziel wird bei einem Abstreifer der eingangs genannten Art dadurch erreicht, daß der Abstreifabschnitt eine Falten­ struktur mit in Umfangsrichtung aufeinanderfolgenden Falten­ abschnitten besitzt, deren Vertiefungen nach radial innen gerichtet sind, und daß die Abstreifkante an der Abstreifseite der Faltenstruktur angeordnet ist und einen in ihrer Längsrichtung nichtlinearen Verlauf besitzt.
Auf diese Weise liegt eine Abstreifkante vor, die im wesentlichen vom Faltenverlauf der Faltenstruktur bestimmt ist und in Längs­ richtung, d. h. in Gebrauchsstellung gesehen in Umfangsrichtung des zu säubernden Bauteils einen vom linearen abweichenden Verlauf aufweist. Die Faltenstruktur kann einerseits für eine radiale Vorspannung der Abstreifkante gegenüber der Bauteil­ oberfläche sorgen und gewährleistet überdies eine radiale Nachgiebigkeit auch bei hartem Material der Faltenstruktur bzw. Abstreifkante. Letztere können auch aus Metall oder relativ hartem Kunststoff bestehen. Somit werden einerseits auch stark anhaftende Fremdkörper problemlos abgestreift ohne den Abstreifabschnitt zu beschädigen und andererseits vermeidet die radiale Nachgiebigkeit Beschädigungen an der Stangenober­ fläche. Der nichtlineare Kantenverlauf führt auch dazu, daß die Fremdkörper in der Regel nicht frontal und rechtwinkelig auf die Abstreifkante auftreffen, sondern unter einem hiervon abweichenden Winkel, so daß sie nach und nach in Art einer Scherwirkung vom Bauteil abgehoben werden. Dies schont die Ab­ streifkante, die überdies im Vergleich zum Stand der Technik eine wesentlich größere Kantenlänge besitzt. Als Faltenstruktur bietet sich insbesondere eine Zick-Zack-Strukturierung an, wobei jeder Faltenabschnitt aus zwei durch eine Knick- oder Faltlinie miteinander verbundenen Faltenhälften besteht und benachbarte Faltenabschnitte mit ihrem Rand unter Bildung weiterer Falt- bzw. Knicklinien zu einer insbesondere einstückigen Struktur verbunden sind.
Vorteilhafte Weiterbildungen des Abstreifers sind in den Unter­ ansprüchen aufgeführt.
Es ist zweckmäßigerweise vorgesehen, daß die Faltenstruktur an der Abstreifseite in den Bereichen zwischen jeweils in Umfangs­ richtung benachbarten Faltenabschnitten jeweils einen zur Abstreifseite hin offenen und im übrigen seitlich von Rand­ partien der Faltenabschnitte begrenzten Zwischenraum besitzt, wobei an den die Zwischenräume begrenzenden Randpartien der Faltenabschnitte Längenabschnitte der Abstreifkante vorgesehen sind. Die Zwischenräume sind insbesondere als Axialeinschnitte ausgebildet. Die somit in Umfangsrichtung zwischen benachbarten Zwischenräumen liegenden Partien der Faltenabschnitte stellen Abstreifpartien dar, wobei die Randpartien vorzugsweise unmittel­ barer Bestandteil der Abstreifkante sind und diese zweckmäßiger­ weise vollständig bilden.
Von besonderem Vorteil ist es, wenn sich die ringförmige Faltenstruktur in Richtung zur Abstreifseite hin verjüngt, insbesondere nach Art eines Konus oder ähnlich der Kontur eines Kegelstumpfes. In Verbindung mit dem nichtlinearen und vorzugsweise zick-zack-förmigen Längsverlauf der Abstreifkante hat dies neben einem vorteilhaften Federelastikeffekt die Wirkung, daß die abgestreiften Verunreinigungen schräg nach radial außen abgeführt werden.
Um eine einfache Halterung an einem relativ zum zu säubernden Bauteil feststehenden Teil, zum Beispiel einem Zylinder, zu ermöglichen, ist an der der Abstreifkante entgegengesetzten Axialseite der Faltenstruktur zweckmäßigerweise eine Halterungs­ partie angeordnet, die flanschartig ausgestaltet ist und zum Beispiel die Form einer Ringscheibe hat.
Im Rahmen eines besonders vorteilhaften Verfahrens zur Herstellung des erfindungsgemäßen Abstreifers ist vorgesehen, daß man einen dünnwandigen Hülsenkörper zum Beispiel durch Behandlung mit Zahnrädern mit einer regelmäßigen Faltenstruktur bestehend aus in Umfangsrichtung aufeinanderfolgenden, axiale Faltbereiche bzw. Faltlinien aufweisenden Faltenabschnitten versieht, wobei man zuvor oder danach an einer Axialseite des Hülsenkörpers im Bereich zwischen jeweils benachbarten herzustellenden oder her­ gestellten Faltenabschnitten sich radial erstreckende Zwischen­ räume vorsieht, um abschließend die Faltenstruktur in eine sich zur Seite der Zwischenräume hin verjüngende Gestalt zu bringen. Der die Abstreifkante aufweisende Ringabschnitt der Faltenstruktur wird anschließend zweckmäßigerweise noch ge­ schliffen, um eine exakte Anpassung an die Oberfläche des zu säubernden Bauteils zu erreichen.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand der beiliegenden Zeichnung näher erläutert. Dabei zeigen im einzelnen:
Fig. 1 eine erste Bauform des erfindungsgemäßen Abstreifers in einer Seitenansicht mit radialer Blickrichtung, in einer bevorzugten Gebrauchsstellung an einem Kolben-Zylinder- Aggregat montiert, welches letztere nur ausschnittsweise, stark schematisiert und teilweise aufgebrochen dargestellt ist,
Fig. 2 den Abstreifer aus Fig. 1 mit axialer Blickrichtung gemäß Pfeil II aus Fig. 1 von der Rückseite her gesehen, ohne Bestandteile des Kolben-Zylinder-Aggre­ gats,
Fig. 3 den Abstreifer der Fig. 1 und 2 im Schnitt gemäß Schnittlinie III-III aus Fig. 2, die eine sich axial und radial erstreckende Schnittebene definiert,
Fig. 4 eine Draufsicht auf den die Abstreifkante aufweisenden Endbereich des Abstreifers mit Blickrichtung gemäß Pfeil IV aus Fig. 3,
Fig. 5 einen der Fig. 4 entsprechenden Abschnitt einer weiteren Ausführungsform eines Abstreifers mit abgewandeltem wellenförmigem Verlauf der Abstreifkante und
Fig. 6 einen Verfahrensschritt eines Herstell­ verfahrens.
In Fig. 1 ist schematisch der Endabschnitt eines Kolben-Zy­ linder-Aggregats 1 abgebildet, das mit einer ersten Bauform des erfindungsgemäßen Abstreifers 2 ausgestattet ist. Der End­ abschnitt des Kolben-Zylinder-Aggregats 1 ist nach Art eines Längsschnitts aufgebrochen, so daß man das Zylinderrohr 3 und einen Zylinderdeckel 4 sowie den innerhalb des Zylinderrohres 3 angeordneten Kolben 5 erkennt. Eine an letzterem angebrachte Kolbenstange 6 ragt durch eine Öffnung 7 des Zylinderdeckels 4 in an sich bekannter Weise nach außen, wobei im Öffnungsbereich eine lediglich schematisch angedeutete Führungs- und/oder Dichtungsanordnung 8 vorgesehen sein kann, die die Kolbenstange 6 führt bzw. den Durchdringungsbereich abdichtet. Im Betrieb führt die Kolbenstange 6 eine gemäß Doppelpfeil 9 axial gerichtete, auf an sich bekannte Weise erzeugte hin und her gehende Verschiebe­ bewegung aus.
Die Kolbenstange 6 ist ein von Fremdkörpern zu säuberndes stangenförmiges Bauteil 10 mit kreiszylindrischer Umfangsfläche.
Der in Fig. 1 in seiner Gebrauchsstellung gezeigte ringförmige Abstreifer 2 ist über eine an ihm vorgesehene Halterungspartie 11 am Zylinder bzw. am Zylinderdeckel 4 derart festgelegt, daß er die Kolbenstange 6 koaxial umgibt. Seine dabei dem jeweils außen liegenden Kolbenstangenabschnitt zugewandte Axial- bzw. Stirnseite bildet die Abstreifseite 12, an der er eine Abstreif­ kante 13 besitzt, die das stangenförmige Bauteil 10 umfangs­ seitig umfaßt und an dessen zylindrischer Oberfläche ununter­ brochen anliegt.
Wenn im Betrieb das stangenförmige Bauteil 10 relativ zum Zylinder und dem daran festgelegten Abstreifer 2 die Verschiebe­ bewegung 9 ausführt, dann streift die Abstreifkante 13 während der ins Zylinderinnere gerichteten Bewegungsphase am äußeren Abschnitt des Bauteils 10 angeordnete Fremdkörper ab und verhindert deren Eindringen in den Bereich der Führungs- und/oder Dichtungsanordnung 8, die somit vor Beschädigung geschützt wird. Bei den abzustreifenden Fremdkörpern handelt es sich insbesondere um Schmutz, Staub oder dergleichen fest­ körperartige Verunreinigungen.
Der in den Fig. 1 bis 4 abgebildete Abstreifer 2 besitzt einen ringförmigen Abstreifabschnitt 14, der eine Falten­ struktur 15 besitzt und beim Ausführungsbeispiel von einer solchen gebildet ist. Sie verfügt über eine Mehrzahl von bezüglich der Längsachse 17 des Abstreifabschnittes 14 in
Umfangsrichtung 34 aufeinanderfolgenden und zweckmäßigerweise einstückig miteinander verbundenen Faltenabschnitten 16, deren Vertiefungen 18 nach radial innen gerichtet sind. Die Abstreif­ kante 13 ist abstreifseitig an der Faltenstruktur 15 angeordnet und besitzt einen aus Fig. 1 und 4 gut ersichtlichen nicht­ linearen Verlauf in ihrer Längsrichtung, d. h. in Umfangs­ richtung bezüglich der Längsachse 17.
Der nichtlineare Kantenverlauf ist insbesondere von der stirn­ seitigen Gestaltung der Faltenstruktur 15 bestimmt. Vorzugsweise ist die Abstreifkante 13 von den abstreifseitigen Randbereichen der Faltenstruktur 15 gebildet, wobei die Randbereiche in Bezug zum Faltenaufbau derart gestaltet sind, daß sie in Umfangsrichtung mit Bezug zur Längsachse 17 ununterbrochenen Berührkontakt zur Oberfläche des Bauteils 10 halten.
Die einzelnen Faltenabschnitte 16 im Sinne der vorliegenden Beschreibung besitzen jeweils zwei zu einander entgegengesetzten Umfangsseiten orientierte Faltenpartien 19, 19', die identisch als Faltenhälften ausgebildet sein können und die durch einen Faltbereich 20 insbesondere einstückig miteinander verbunden sind. Der Faltbereich 20 ist radial in Draufsicht gesehen linear und beim Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 bis 4 im wesentlichen linienförmig ausgestaltet, wobei es sich um eine Knicklinie handeln kann. Auf diese Weise haben die Faltenab­ schnitte 16 eine im wesentlichen dachförmige Gestalt, wobei sich zwischen den beiden Faltenpartien 19, 19' eine rinnen­ förmige Vertiefung 18 einstellt. Beim Ausführungsbeispiel der Fig. 1 bis 4 sind die einzelnen Faltenpartien 19, 19' für sich gesehen jeweils eben.
Bei einer anderen, in Fig. 5 abgebildeten Ausführungsform ist der Faltbereich 20 zwischen den Faltenpartien 19, 19' der einzelnen Faltenabschnitte 16 abgerundet, so daß ein scharfkantiger Übergang wie beim anderen Ausführungsbeispiel vermieden ist.
Bei allen Ausführungsbeispielen sind die einzelnen Faltenab­ schnitte 16 mit den Randbereichen 21 ihrer Faltenpartien 19, 19' miteinander verbunden, derart, daß jeweils eine Falten­ partie 19 eines jeweiligen Faltenabschnittes 16 mit einer Faltenpartie 19' des in Umfangsrichtung darauffolgenden Falten­ abschnittes 16 insbesondere einstückig verbunden ist. Der dabei jeweils entstehende Verbindungsbereich ist vorzugsweise entsprechend dem jeweils zugehörigen Faltbereich 20 gestaltet. Dies führt dazu, daß die Faltenstruktur 15 im Schnitt quer zu den einzelnen Faltbereichen 20 gesehen eine im wesentlichen zick-zack-förmige Kontur aufweist, während sie beim Ausführungs­ beispiel der Fig. 5 einer Wellenlinie folgt.
Bei den Ausführungsbeispielen ist überdies vorgesehen, daß sich die ringförmige Faltenstruktur 15 in Richtung zur Abstreif­ seite 12 hin konusförmig verjüngt. Sie verfügt dadurch sowohl innen als auch außen über eine Grundstruktur nach Art des Mantels eines Kegelstumpfes, d. h. die Faltbereiche 20 einer­ seits und die Randbereiche 21 andererseits liegen vorzugsweise jeweils auf einer gedachten kegelstumpfförmigen einhüllenden Mantelfläche.
Somit verlaufen die einzelnen Faltenabschnitte 16 ausgehend von der Abstreifseite 12 in Richtung zu der an der entgegenge­ setzten Axialseite der Faltenstruktur vorzugsweise angeordneten Halterungspartie 11 schräg nach radial außen, wobei die einzelnen Faltbereiche 20 zweckmäßigerweise eine sowohl axial als auch radial gerichtete Richtungskomponente besitzen.
Die Haltepartie 11 besteht beim Ausführungsbeispiel aus einem flanschartigen Ringteil bzw. einer Ringscheibe 22, die vorzugs­ weise in einer zur Längsachse 17 rechtwinkeligen Ebene verläuft und im Bereich deren Innenumfanges 23 die Faltenstruktur 15 mit der größeren Durchmesser aufweisenden Stirnseite ansetzt. Auf diese Weise erhält die Ringscheibe 22 am Innenumfang 23 eine aus Fig. 2 ersichtliche, der Faltenstruktur 15 entspre­ chende, zum Beispiel zick-zack-förmige Konturierung. Der radial äußere insbesondere kreiszylinderische Bereich der Ringscheibe 22 ist zweckmäßigerweise axial von der Faltenstruktur 15 wegweisend rechtwinkelig umgebogen, was eine Erhöhung der Stabilität bewirkt. Der dabei entstandene Stabilisierungsrand ist in Fig. 3 bei 24 angedeutet.
Die Befestigung des Abstreifers 2 an einem beliebigen Bauteil -hier: am Zylinderdeckel 4 - erfolgt zweckmäßigerweise derart, daß er mit der Haltepartie 11 voraus bis zu einem Anschlag 25 in eine Öffnung 7 oder eine Erweiterung derselben eingesetzt wird, wonach ein zum Beispiel ringförmiges Sicherungsteil 26 an der dem Anschlag 25 entgegengesetzten Axialseite der Halterungs­ partie 11 bauteilfest verankert wird.
Damit sich die Faltenstruktur 15 mit ihrem die Absteifkante 13 aufweisenden Bereich optimal an die Oberfläche des Bauteils 10 anlegen kann, ist vorzugsweise vorgesehen, daß die Faltenstruktur 15 in diesem Bereich zwischen jeweils in Umfangsrichtung benachbarten Faltenabschnitten 16 jeweils einen zur Abstreifseite 12 hin offenen und im übrigen seitlich von Randpartien 27, 27' der Faltenabschnitte 16 begrenzten Zwischenraum 28 besitzt. Selbiger ist beim Ausführungsbeispiel nach Art eines Einschnittes gestaltet, so daß zwischen in Umfangsrichtung jeweils benachbarten Zwischenräumen 28 eine vorspringende Abstreifpartie 29 der Faltenabschnitte 16 entsteht.
Die Randpartien 27, 27' sind bei den dargestellten Ausführungs­ beispielen unmittelbare Bestandteile der Abstreifkante 13. Beim Ausführungsbeispiel der Fig. 1 bis 4 sind die Zwischen­ räume 28 überdies derart gestaltet, daß in Umfangsrichtung unmittelbar benachbarte Randpartien 27, 27' direkt ineinander übergehen, so daß die Abstreifkante von der Gesamtheit der Randabschnitte 27, 27' gebildet wird. Dazu sind die Zwischen­ räume 28, in Radialrichtung mit Bezug zur Längsachse 17 betrachtet, ausgehend von der Abstreifseite 12 in Richtung zur entgegen­ gesetzten, der Halterungspartie 11 zugeordneten Axialseite zweckmäßigerweise sich verjüngend und vorzugsweise keilförmig konturiert. Bei einem jeweiligen Faltenabschnitt 16 beginnen die Randpartien 27, 27' an gleicher Stelle am Faltbereich 20 und verlaufen ausgehend von dort zu den oben erläuterten Randbereichen 21 zwischen benachbarten Faltenabschnitten 16, wo sie mit dem Ende der Randpartien der sich anschließenden Faltenabschnitte 16 zusammentreffen. Der Verlauf der Randpartien 27, 27' ist dabei vorzugsweise linear.
Somit besitzt die beim Ausführungsbeispiel der Fig. 1 bis 4 von der Gesamtheit der Randpartien 27, 27' gebildete Abstreif­ kante 13 einen zick-zack-förmigen Längsverlauf und die Ab­ streifpartien 29 sind in Radialrichtung gesehen sich verjüngend und dabei insbesondere keilförmig konturiert.
Es versteht sich, daß die Randpartien 27, 27' einen derartigen Verlauf haben, daß sie in der in Fig. 1 abgebildeten Gebrauchs­ stellung des Abstreifers allesamt auf einer gedachten kreis­ zylindrischen Fläche zu liegen kommen, die dem Außenumfang des zu säubernden Bauteils 10 entspricht.
Beim Ausführungsbeispiel der Fig. 1 bis 4 laufen pro Falten­ abschnitt 16 der linienförmige Faltbereich 20 und eine jeweilige der beiden Randpartien 27, 27' unter einem spitzen Winkel zusammen.
Bei dem in Fig. 5 abgebildeten Ausführungsbeispiel sind sowohl die Spitzen der Abstreifpartien 29 wie auch die Spitzen der sich verjüngenden Zwischenräume 28 abgerundet.
Es versteht sich, daß durch anderweitige Gestaltung der stirn­ seitigen freien Endbereiche der Abstreifpartien 29 erreicht werden kann, daß die Abstreifkante 13 an diesen Stellen nicht von Randpartien 27, 27' gebildet wird. Der Effekt, daß axial ankommende Fremdkörper von den gemäß Fig. 1 schräg bzw. quer zur Längsachse 17 verlaufenden Randpartien 27, 27' seitlich abgehoben werden, stellt sich dann in den betreffenden Stirn­ bereichen allerdings in der Regel nicht ein. Am vorteilhaftesten in dieser Hinsicht ist jedenfalls die Ausführungsform der Fig. 1 bis 4. Insbesondere wenn die Faltenstruktur 15 als Formteil zum Beispiel im Rahmen eines Gießverfahrens hergestellt wird, kann die Abstreifkante 13 auch von einer zusätzlich zu den Randpartien 27, 27' angeformten Partie gebildet werden.
Durch die beim Ausführungsbeipiel gewählte konische Grundform der Faltenstruktur 15 stellen sich optimale rückfedernd nach­ giebige Eigenschaften insbesondere im Bereich der Abstreif­ partien 29 ein. Dies führt im Verschleißfalle zu einer selbst­ tätigen Nachstellung und Kompensation des Abriebes. Auch Unregelmäßigkeiten der Oberfläche des stangenförmigen Bauteils 10 sowie fertigungsbedingte Maßabweichungen werden automatisch ausgeglichen. Eventuelle Durchmesserabweichungen des stangen­ förmigen Bauteils 10 werden vor allem durch Aufweiten oder Verengen der einzelnen Faltenabschnitte und der Zwischenräume 28 ausgeglichen.
Von Vorteil ist es bei alledem, wenn zumindest die Faltenstruktur 15 aus Material mit gummi- oder federelastischen Eigenschaften besteht. Gute Ergebnisse hat man bei Verwendung von Beryllium- Bronze-Material erzielt.
Man kann sich die Faltenstruktur 15 hergestellt denken aus einem hülsenförmigen kreiszylindrischen Ringkörper, der mit in Umfangsrichtung aufeinanderfolgenden Faltenabschnitten versehen wird, wobei die zum Beispiel linienförmigen Faltbereiche 20 parallel zur Längsachse des Ringkörpers verlaufen. Anschließend werden im Bereich benachbarter Faltenabschnitte 16 Zwischen­ räume eingebracht, zum Beispiel durch keilförmige Einschnitte. Daran anschließend wird dann der Ringkörper an der die Einschnitte aufweisenden Stirnseite radial gleichmäßig verengt bzw. einge­ zogen, wobei sich gleichzeitig an der entgegengesetzten Axial­ seite eine Aufweitung eingestellt. Letztlich liegt die Falt­ struktur vor, wobei die radiale Tiefe der Faltenvertiefungen 18 in Längsrichtung eines jeweiligen Faltenabschnittes 16 in Richtung zur Abstreifseite 12 hin zunimmt, wobei sich gleich­ zeitig die in Umfangsrichtung gemessene Breite der Vertiefungen 18 in Richtung zur Abstreifseite 12 reduziert.
Im Betrieb können die zwischen benachbarten Faltenabschnitten 16 vorliegenden, radial außenliegenden rinnenförmigen Umfangsabschnitt 30 der optimierten Abfuhr abgestreifter Fremdkörper dienen.
Die Herstellung des erfindungsgemäßen Abstreifers bzw. dessen Abstreifabschnittes 14 kann wie bereits vorstehend erläutert erfolgen. Auch ist es möglich, die Struktur zum Beispiel durch Gießen einstückig als Formteil herzustellen. Bei einem besonders vorteilhaften Verfahren stellt man einen dünnwandigen Hülsen­ körper bereit, der eine regelmäßige Faltenstruktur mit parallel zur Hülsenlängsachse verlaufenden Faltbereichen besitzt. Die Bereitstellung erfolgt zweckmäßigerweise durch Behandlung eines hohlzylindrischen Hülsenkörpers 31, der wie in Fig. 6 angedeutet, zwei gegenläufige und mit Spiel miteinander kämmende Zahnräder 32, 33 durchläuft, wobei die Längsachsen sowohl der Zahnräder 32, 33 als auch des Hülsenkörpers 31 parallel verlaufen. Die Zahnräder 32, 33 besitzen zweckmäßigerweise eine Gerad­ verzahnung.
Bereits vorher oder anschließend an die Einbringung der Falten­ abschnitte sieht man einer Axialseite des Hülsenkörpers 31 im Bereich zwischen jeweils benachbarten herzustellenden oder her­ gestellten Faltenabschnitten sich axial erstreckende Zwischen­ räume zum Beispiel in Form von Einschnitten vor. Dies erfolgt zum Beispiel durch Ausstanzen. Im Anschluß daran bringt man die hohlzylindrische Faltenstruktur 15 in eine sich zur Seite der Zwischenräume 28 insbesondere konisch verjüngende Gestalt. Hernach kann sich noch eine Nachbearbeitung anschließen, wobei der die Zwischenräume aufweisende Endbereich der Faltenstruktur von innen her der Gestalt der zu säubernden Bauteiloberfläche entsprechend beschliffen wird. Die dem Schleifprozess unter­ zogenen Partien bilden letztlich die Abstreifkante.
Es ist auch möglich, den noch zylindrischen zwischenraumlosen, jedoch bereits mit der Faltenstruktur versehenen Hülsenkörper im Bereich der Abstreifseite radial einzuschnüren, um anschließend durch ein geeignetes Materialabtragverfahren wie Schleifen die dem zu säubernden Bauteil 10 entsprechende Öffnung und Abstreif­ kante 13 herzustellen.
Es sei noch nachzutragen, daß die Faltenstruktur zumindest im Bereich der Abstreifpartie 29 zweckmäßigerweise aus Material besteht, oder in einer Weise konturiert ist, daß die sich schräg zur Längsachse 17 erstreckenden Randpartien 27, 27' an die Krümmung der Oberfläche des stangenförmigen Bauteils 10 angepaßt sind oder sich anpassen können.

Claims (20)

1. Abstreifer zum Abstreifen von Fremdkörpern von hin und her bewegbaren stangenförmigen Bauteilen wie Kolbenstangen, mit einem ringförmigen Abstreifabschnitt, der im Bereich seiner axialen Abstreifseite eine das Bauteil in Gebrauchs­ stellung umfangsseitig umschließende und dabei an der Bauteil­ oberfläche anliegende Abstreifkante besitzt, dadurch gekenn­ zeichnet, daß der Abstreifabschnitt (14) eine Faltenstruktur (15) mit in Umfangsrichtung aufeinanderfolgenden Faltenab­ schnitten (16) besitzt, deren Vertiefungen (18) nach radial innen gerichtet sind, und daß die Abstreifkante (13) an der Ab­ streifseite (12) der Faltenstruktur (15) angeordnet ist, und einen in ihrer Längsrichtung nichtlinearen Verlauf besitzt.
2. Abstreifer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Faltenstruktur (15) an der Abstreifseite (12) in den Bereichen zwischen jeweils in Umfangsrichtung benachbarten Faltenabschnitten (16) jeweils einen zur Abstreifseite (12) hin offenen und im übrigen seitlich von Randpartien (27, 27') der Faltenabschnitte (16) begrenzten Zwischenraum (28) besitzt, wobei an den die Zwischenräume (28) begrenzenden Rand­ partien (27, 27') der Faltenabschnitte (16) Längenabschnitte der Abstreifkante (13) vorgesehen sind.
3. Abstreifer nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Längenabschnitte der Abstreifkante (13) unmittelbar von den Randpartien (27, 27') der Faltenabschnitte (16) gebildet sind.
4. Abstreifer nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Zwischenräume (28) in einer Weise ausgebildet sind, daß sämtliche der sie begrenzenden Randpartien (27, 27') in Umfangsrichtung des Abstreifabschnitts (14) unmittelbar anein­ ander anschließen.
5. Abstreifer nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Zwischenräume (28) bei radial auf den Abstreifabschnitt (14) gerichteter Blickrichtung betrachtet ausgehend von der Abstreifseite (12) sich in Richtung zur ent­ gegengesetzten Axialseite verjüngend ausgebildet sind.
6. Abstreifer nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Zwischenräume (28) keilförmig konturiert sind.
7. Abstreifer nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die die Randpartien (27, 27') aufweisenden Abstreifpartien (29) der Faltenabschnitte (16) in Radialrichtung gesehen sich in Richtung zur Abstreifseite (12) verjüngend ausgebildet sind und eine insbesondere keilförmige Kontur aufweisen.
8. Abstreifer nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die in Gebrauchsstellung mit der Bauteilober­ fläche in Kontakt stehende Abstreifkante (13)einen zumindest im wesentlichen Wellen- und/oder zick-zack-förmigen Längsverlauf besitzt und in Gebrauchsstellung zweckmäßigerweise auf einer kreiszylindrischen gedachten Fläche liegt.
9. Abstreifer nach einem der Ansprüche 1 biß 8, dadurch gekennzeichnet, daß sich die ringförmige Faltenstruktur (15) in Richtung zur Abstreifseite (12) bzw. zur Abstreifkante (13) hin insbesondere konisch verjüngt.
10. Abstreifer nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstreifabschnitt (14) abgesehen von der Faltenstruktur 15 eine innen und außen nach Art des Mantels eines Kegelstumpfes gestaltete Grundstruktur besitzt.
11. Abstreifer nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die radiale Tiefe der Faltenvertiefungen (18) in Längsrichtung eines jeweiligen Faltenabschnittes (16) in Richtung zur Abstreifseite (12) zunimmt, wobei sich gleich­ zeitig die in Umfangsrichtung gemessene Breite der Vertiefungen (18) verringert.
12. Abstreifer nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Faltenstruktur (15) im Querschnitt gesehen im wesentlichen Wellen- und/oder zick-zack-förmig ausgebildet ist.
13. Abstreifer nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstreifabschnitt (14) im Bereich der Faltenstruktur (15) insbesondere durch dis Möglichkeit des Auf­ weitens und Verengens der einzelnen Faltenabschnitte (16) radial elastisch nachgiebig ist.
14. Abstreifer nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Faltenstruktur (15) aus Material mit gummi- oder federelastischen Eigenschaften besteht.
15. Abstreifer nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Faltenstruktur (15) aus Beryllium-Bronze besteht.
16. Abstreifer nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß an der der Abstreifkante (13) entgegenge­ setzten Axialseite der Faltenstruktur (15) eine Halterungs­ partie (11) des Abstreifers (2) angeordnet ist, die zum Beispiel als radial nach außen vorspringende koaxiale Ringscheibe (22) ausgebildet ist.
17. Abstreifer nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstreifabschnitt (14) als hülsen­ förmiger, im ungefalteten Zustand hohlzylinderischer dünnwandiger Ringkörper ausgebildet ist, der in Umfangsrichtung aufeinander­ folgend angeordnete Faltenabschnitte (16) mit jeweils insbesondere axiale und radiale Richtungskomponenten aufweisendem linearem Faltbereich (20) besitzt.
18. Abstreifer nach einem der Ansprüche 2 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Zwischenräume in Art von Axialeinschnitten ausgebildet sind.
19. Verfahren zur Herstellung eines Abstreifers nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß man einen dünnwandigen Hülsenkörper (31) zum Beispiel durch Behandlung mit Zahnrädern (32, 33) mit einer regelmäßigen Faltenstruktur (15) bestehend aus in Umfangsrichtung aufeinanderfolgenden, sich axial erstreckende Faltbereiche (20) aufweisenden Falten­ abschnitten (16) bereitstellt, daß man zuvor oder danach an einer Axialseite des Hülsenkörpers (31) im Bereich zwischen jeweils benachbarten herzustellenden der hergestellten Falten­ abschnitten (16) sich axial erstreckende Zwischenräume (28) zum Beispiel in Gestalt von sich insbesondere verjüngenden Ein­ schnitten vorsieht, und daß man die Faltenstruktur in eine sich zur Seite der Zwischenräume (28) insbesondere konisch verjüngende Gestalt bringt.
20. Verfahren nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß man den die Zwischenräume aufweisenden axialen Endbereich der Faltenstruktur (15) im Bereich der Abstreifseite (12) einer Schleifbehandlung unterzieht, um die Abstreifkante (13) bildende Randpartien (27, 27') zu erzeugen.
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