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Kippvorrichtung für Kraftwagen. Die Erfindung bezieht sich auf Kippvorrichtungen
für Kraftwagen nach Patent 38o431 und besteht in erster Linie darin, daß der das
Einschalten, Ausschalten und Umsteuern des Getriebes bewirkende Handhebel mit einem
unter Federwirkung stehenden Getriebe in Verbindung steht, das den Handhebel nach
dem Lösen der Motorkupplung (z. B. durch von dem Wagenkasten gesteuerte Gestänge)
selbststätig in eine Bewegung versetzt, welche die Lösung der Verbindung zwischen
der Motorwelle und dem Kippgetriebe zur Folge hat.
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Auf der Zeichnung ist eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes
dargestellt, und zwar zeigt Abb. i den Antrieb für die Kippvorrichtung in Seitenansicht,
Abb. 2 eine zu Abb. i gehörige Oberansicht, teilweise im Schnitt, Abb. 3 einen Schnitt
nach der Linie 3-3 der Abb. i, von oben gesehen, Abb. q. in größerem Maßstabe einen
Schnitt nach der Linie 4.- 4 der Abb. 2, von links gesehen, Abb. 5 einen Schnitt
nach der Linie 5-5 der Abb. q., von rechts gesehen, und Abb. 6 eine der Abb. 5 ähnliche
Darstellung bei anderer Stellung einzelner Teile.
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Zum Zwecke des selbsttätigen Ausrückens des Kippgetriebes ist an einem
am Untergestell drehbar gelagerten Bolzen a4 ein Hebel a5 befestigt, an dessen freiem
Ende eine am unteren Ende mit einem Haken a6 versehene Stange a7 angelenkt ist.
Der Haken a6 greift unter den Handschalthebel M, wenn dieser in der Rast NI liegt.
An dem Bolzen a4 ist ferner ein einarmiger Hebel aß befestigt, an dessen freiem
Ende eine Stange a9 angreift, die mit einem Arme all' eines zweiarmigen, am Untergestell
gelagerten Hebels in gelenkiger Verbindung steht. An dem anderen Arme all dieses
Hebels ist eine mit einem. Haken a12 versehene Stange a13 angelenkt, die von einer
auf der Zeichnung nicht dargestellten Führung in einer solchen Lage gehalten wird,
daß ein an dem Bolzen a1 befestigter, an der Kippbewegung des Kastens mit dem Bolzen
a1 teilnehmender Hebel a14 in der Kipplage des Kastens unter den Haken a12 zu greifen
und unter Vermittelung des Gestänges a12, a13, all, alo as a8, as a, as den Handhebel
M aus der ' Rast N1 herauszuheben vermag. An dem Unter-Bestell B des Wagens ist
ferner an einem Bolzen Q (s. bes. Abb. i, 2 und q.) ein zweiarmiger j Hebel q1,
q2 gelagert, an dessen einem Arme q2 ! eine mit einem Haken q3 versehene Stange
q4 ! angelenkt ist. Der Haken q3 greift unter den Handschalthebel M, wenn dieser
in der Rast 1N 2 ! liegt. Auf den Arm q1 des zweiarmigen Hebels q1, q2 vermag sich
die Spindelmutter Cl mit einer Nase e5 zu stützen und dadurch das Hebelgestänge
q1, q2, q4 in eine Bewegung zu versetzen, welche das Ausheben des Handhebels J7
aus der Rast N2 zur Folge hat. Zum Zwecke der Überführung des aus den Rasten NI
oder N2 herausgehobenen Handhebels M in eine Stellung, in der er in die Rast N einfallen
kann, sind zwei Bolzen S vorgesehen (s. bes. Abb. 3), die sich in der Mittelstellung
des Hebels M (Abb. 3) unter der M irkung je einer Feder R bzw. R1 gegen den Hebel
stützen. Die Bolzen S suchen daher den Hebel 111 stets in die Mittellage zu bringen,
also nach der Rast N hin zu verschieben. Zwecks Einlegens des bereits in der Mittellage
sich befindenden Handhebels M in die Rast N ist ein am Untergestell in senkrechter
Richtung verschiebbarer Schlitten T gelagert, der sich stets auf den Hebel M auflegt.
An dem Schlitten T ist ein einarmiger Hebel u1 angelenkt, der mit einem im
Untergestell gelagerten Bolzen U fest verbunden ist. Auf dem Bolzen L" ist ein zweiter
einarmiger Hebel u2 befestigt, der an einer Stange V angreift, die mit dem in bekannter
Weise zum Ausrücken der Motorkupplung dienenden Fußhebel W in Verbindung steht.
Die Anordnung des Gestänges T, u1, aal, 1' ist so getroffen, daß beim Herausheben
des Handhebels aus einer der Rasten N, NI oder N2 die Motorkupplung durch das Gestänge
T, u1, u2, 1T wohl gelüftet, aber nicht vollständig gelöst wird, das Ein-
und Ausrücken des Kippgetriebes also bei nicht vollständig ein- oder ausgerückter
Motorkupplung erfolgt. Beim Ausheben des Hebels 11T aus einer der Rasten wird zugleich
die Motorkupplungsfeder stärker gespannt, so daß diese Feder das Bestreben hat,
den Hebel in eine der Rasten N, NI oder N2 einzuführen, sobald der Hebel einer der
Rasten gegenübersteht.
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In der Fahrstellung des Wagens ruht der
Handhebel
161 in der Rast N, die Kupplungswelle J (Abb. q. und 5) ist dann ausgerückt und
das Getriebe zum Kippen des Wagenkastens ausgeschaltet (Abb. 5). Soll der Wagenkasten
gekippt werden, so wird der Handhebel 161 aus der Rast N herausgehoben und in die
Rast NI gelegt. Beim Ausheben des Hebels M aus der Rast N wird der Schlitten
T angehoben; das Gestänge T, 2i1, 2i2, I' lüftet dann die Motorkupplung,
so daß die Vorgelegewelle IL l nur eine geringe Kraft überträgt. Durch die Verschiebung
des Hebels A7 gegen die Rast NI hin wird die Kupplungswelle J in der Weise verschoben,
daß die Zähne i2 der Kupplungswelle mit den Zähnen 10 der Nabe A3 des Stirnrades
Hl und die Zähne i3 mit den Zähnen des Zahnrades K-' der Vorgelegewelle h1 in Eingriff
treten (Abb. 6). Die Einschaltung der Zähne i'2, A5, i3, Ii* erfolgt also
unter der M'irkung eines nur geringen Teiles der Motorleistung, so daß Stöße oder
Beschädigungen der Getriebeteile nicht eintreten können. Auch ist zum Einschalten
der Kupplung nur ein geringer Kraftaufwand erforderlich. Beim Eintritt des Hebels
AI in die Rast NI rückt die Motorkupplungsfeder die Motorkupplung wieder ein und
das Getriebe T, u1, u2, I' kehrt in seine Anfangslage zurück. Die Spindel C wird
dann in der in dem Hauptpatent 38o43i angegebenen Weise gedreht und der Kasten A
in die Entladestellung gekippt. Gegen Ende der Kippbewegung tritt der Hebel a14
in Eingriff mit dem Haken a12 der Stange a13, so daß bei der äußersten Kipplage
des Kastens unter Vermittelung des Gestänges a14, a12 a13, all, a10, a9, as a5 die
Stange a, den Handhebel 167 aus der Rast NI heraushebt. Alsdann verschiebt die Feder
R1, die bei der Überführung des Hebels RT gespannt wurde, den Hebel AI nach der
Rast N hin, in die er von dem auf ihm ruhenden und unter der M irkung der
Motorkupplungsfeder stehenden Schlitten T hineingedrückt wird. Die Verbindung zwischen
dem Kippgetriebe und der Vorgelegewelle 1i 1 ist dann wieder gelöst und die Motorkupplung
eingerückt.
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Soll der Kasten wieder in die Fahrstellung überführt werden, so wird
der Handhebe1161 in die Rast N2 eingelegt. Hierbei wird die Kupplungswelle J so
verschoben, daß sie die Vorgelegewelle KI unter Vermittelung der Verzahnungen i4
und il mit dem Stirnrade H kuppelt. Die Spindel C dreht sich dann im umgekehrten
Sinne wie vorher, so daß der Kasten A in die Fahrstellung niedergelassen wird. Wenn
der Kasten die Fahrstellung erreicht, drückt die Nase c5 der Mutter Cl auf den Arm
q1 des zweiarmigen Hebels q1, q2 und überführt diesen in eine Lage, in welcher die
Stange q4 den Handhebel M aus der Rast N2 heraushebt. Alsdann verschiebt die vorher
gespannte Feder R den Hebel M nach der Rast N hin, in die er wieder durch den Schlitten
T hineingedrückt wird. Der Hebel M wird also, sobald der Wagenkasten in einer seiner
beiden Grenzlagen angelangt ist, selbsttätig in seine Mittelstellung verschoben
und in dieser Stellung festgelegt, dabei wird gleichzeitig das Kippgetriebe selbsttätig
ausgerückt und gegen Verstellung gesichert. Beim Ausheben des Hebels z'VI aus einer
der Rasten NI und N2 bei den Grenzlagen des Wagenkastens wird die Motorkupplung
unter Vermittelung des Gestänges T, 2i1, u2, T' stets gelüftet, so daß, falls
die Federn R und R1 z. B. infolge eines Bruches den entsicherten Hebel M nicht in
die Mittelstellung überführen sollten, die Kupplungshälften der Motorkupplung aufeinander
gleiten. Die von der Motorkupplung auf das Kippgetriebe übertragene Kraft ist dann
so gering, daß sie keinen Bruch irgendwelcher Getriebeteile herbeiführen kann.