DE404708C - Verfahren zur Reinigung von OElen und Fetten - Google Patents

Verfahren zur Reinigung von OElen und Fetten

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DE404708C
DE404708C DEA32181D DEA0032181D DE404708C DE 404708 C DE404708 C DE 404708C DE A32181 D DEA32181 D DE A32181D DE A0032181 D DEA0032181 D DE A0032181D DE 404708 C DE404708 C DE 404708C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11BPRODUCING, e.g. BY PRESSING RAW MATERIALS OR BY EXTRACTION FROM WASTE MATERIALS, REFINING OR PRESERVING FATS, FATTY SUBSTANCES, e.g. LANOLIN, FATTY OILS OR WAXES; ESSENTIAL OILS; PERFUMES
    • C11B3/00Refining fats or fatty oils
    • C11B3/001Refining fats or fatty oils by a combination of two or more of the means hereafter

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  • Fats And Perfumes (AREA)

Description

  • Verfahren zur Reinigung von Ölen und Fetten. Die bekannten Verfahren zum Reinigen von Ölen zur Erhöhung ihrer Eignung für technische oder Nahrungsmittelzwecke bestehen im wesentlichen im Entsäuern, d. i. im Entfernen der in den natürlichen Ölen in mehr oder weniger starkem Maße vorhandenen freien Fettsäuren. Diese Behandlung hat zur Folge, daß mit den freien Fettsäuren auch noch andere Bestandteile der Öle, z. B. Farbstoffe und Schleimbestandteile, fortgehen. Zur Vervollständigung der Reinigung läßt man vielfach noch eine Behandlung mit Bleicherde oder Kohle folgen, wohl auch noch eine solche mit überhitztem Wasserdampf, mitunter bei gleichzeitiger Anwendung eines Vakuums.
  • Es wurde nun gefunden, daß man weit bessere Ergebnisse erzielen kann, wenn man die Einwirkung von Bleicherde oder Kohle mit der bisher stets getrennt von ihr ausgeführten Behandlung mit überhitztem Wasserdampf - oder an seiner Stelle mit einem indifferenten Gas - verbindet, wobei inan ebenfalls auch noch von einem Vakuum Gebrauch machen kann. Durch eine gleichzeitige Einwirkung der Bleicherde usw. mit dem Dampf werden viele in den Ölen vorhandene unangenehme Bestandteile zu Stoffen mit niedrigem Molel«ilargewicht zersetzt, die dann mit dein Dampf abziehen. So wird z. B. das im Sesamöl vorhandene Sesamin in Sesamöl und einen aldehvdartigen Körper gespalten. Bei anderen Ölen treten analoge, teilweise noch unbekannte Unisetzungen ein. So behandelte Öle eignen sich besonders für Speisezwecke, für Fetthärtung und für die Herstellung farbloser Seifen sowie überhaupt für alle Zwecke, bei denen eine ganz besondere Reinheit der Öle von Wichtigkeit ist.
  • An Stelle von Bleicherde oder Kohle kann inan auch Oxyde oder Silikate von Kobalt, Eisen, Nickel, Kupfer und Mangan gebrauchen.
  • Eine besonders günstige Wirkung erhält man durch die eben genannten Metalle selbst in fein verteiltem Zustand, sei es, daß sie für sich oder auf einem Träger angewendet werden, in welch letzterer Form man sie z. B. durch Reduktion aus ihren Salzen oder Oxyden erhält.
  • Die Behandlung wird zweckmäßig so lange fortgesetzt, bis im Kondenswasser bzw. Destillat keine Aldehyde mehr nachweisbar sind. Beispiele.
  • i. ioo kg Soyaöl werden gemischt mit i kg I# rankonitbleicherde und werden während einer Stunde im Vakuum mit einem starken Dampfstrom bei 2,2o' behandelt, bis sich in dein Kondensat keine Karbonylverbindungen mehr nachweisen lassen. Man läßt im Dampfstrom erkalten und erhält nach dein Abfiltrieren ein fast geschmackloses Fett.
  • a. ioo kg Sesamöl «-erden gemischt mit 3 kg eines Eisenoxydkatalysators, welcher hergestellt ist durch Niederschlagen von Zoo Teilen Eisensulfat mit Soda auf ioo Teilen reiner Kieselsäure, und werden während j Stunden im Vakuum bei etwa i qo° mit einem starken Dampfstrom behandelt, bis das Kondensat keine Karbonylreaktion mehr gibt. Der Geschmack des so behandelten Oles ist ausgezeichnet. Wenn man das Fett spaltet und nachher destilliert, bekommt man ganz farblose Fettsäuren, die sich auch beim lagern an der Luft nicht wieder verdunkeln, was bei den Sesainölfettsiiureii sonst meist der Fall ist.
  • 3. ioo kg hokosöl werden gemischt finit i kg eines Eisenoxydkatalvsators, welcher hergestellt ist durch Niederschlagen von Zoo Teilen Eisensulfat mit Soda auf ioo Teilen reiner Kieselsäure, und, «-erden wiihrene1 3 Stunden unter vermindertem Druck finit einem Wasserstoitstroni behandelt bei i ,5o" C. Nach Abfiltrierung und Altkühlung bekommt inan ein fast geschmackloses Fett.

Claims (1)

  1. PATEriT-ANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Reinigung von ölen und Fettei finit pulverförmigen, den ()len -egeniiber neutralen Stoffen und Wasserdampf, dadurch gekennzeichnet, daß inan die. Dainhfbehandlung der finit den pulverföriiiigen -Stoffen. z. B. Bleicherle, Kohle o. (1-l., versetzten i_@)le oder Fette so lange, gegebenenfalls iin Vakuum, fortsetzt, bis (lie Karbonylreaktion im Destillat ganz oder fast verschwunden ist. z. Ausführungsform nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man als pulverförmige "Zusatzstoffe Metalle, wie z. B. Eisen, Nickel, Kobalt, Mangan, deren Oxyde oder Silikate in fein verteilter Form, gegebenenfalls auf Trägern, verwendet. 3. Abänderung des Verfahrens nach Anspruch i, darin bestehend, daß an Stelle von Wasserdampf indifferente Gase, mit Ausnahme von Wasserstoff, gegebenenfalls unter Benutzung von zweckmäßig indifferenten Trägern für die in den ölen gegenüber neutralen Stoffe verwandt werden. .[. Abänderung des Verfahrens nach Anspruch 2, darin bestehend, daß an Stelle von Wasserdampf indifferente Gase verwandt werden, finit der Maßgabe, daß im Falle der Verwendung von Wasserstoff unter Bedingungen, bei welchen eine Wasserstoffanlagerung an das öl oder Fett nicht stattfindet, z. B. unter Verwendung indifferenter Träger, gearbeitet wird.
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