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Maschine, insonderheit zum Fertigschleifen vorgearbeiteter Rollen
oder Kugeln nach Patent 385439. Von dem. Patentsucher ist als der Erfinder angegeben
wQrden: Paul Brühl, Düsseldorf. Die E-rfindiing betrifft eine weitere Ausbildung
einer Maschine, insonderheit zum Fertigschleifen vorgearbeiteter Rollen oder Kugeln
nach Patent 385439, bei der die Werkstücke in einer zweckmäßig geraden Führung mit
zu beiden Seiten der Symmetrieebene durch die Schleifberührungslinie angreifenden
Zweikanten- oder -streifenunterstützung an einer Schleifbacke vorbeigeführt werden.
Während bei einer Maschine nach dem Hauptpatent angenommen ist, daß sowohl der Fühiungsklotz
wie die Schleifbacke stillstehen,
liegt das Wesen der Zusatzerfindung
darin, daß die 'Maschine so ausgebildet ist, daß bei der Schleifarbeit eine dauernde
hin und her gehende gegenseitige Verschiebung zwischen Schleifbacke und Führungsklotz
in fier Bewegungsrichtung der Werkstücke stattfindet.
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Es hat sich nämlich herausgestellt, daß man mit einer Schleifmaschine
mit stillstehendem Führungsklotz und stillstehender Schleifbacke zwar stets Rollen
erhielt, clie in allen Querschnittsebenen so gut wie absolut rund sind, daß aber
diese Rollen häufig nicht vollkommen zylindrisch waren, .d. h. eine absolut gerade
Mantellinie besaßen. Die Mantellinien der fertiggeschliffenen Rollen waren vielmehr
häufig mehrfach, d. h. schlangenförmig gekrümmt, wobei allerlings diese Krümmungen
der Mantellinien nur mit allerfeinsten Meßinstrumenten nachzuweisen waren und nur
wenige Tausendstel Millimeter betrugen. Der Grund für diese Erscheinung ist, claß
es nicht möglich ist, die Führungsrille in dein Führungsklotz für die zu schleifenden
Rollen vollkommen eben aus dein Klotz heraus zu hobeln, sondern diese Führungsrille
wird stets ganz geringe Abweichungen von ,er Graden aufweisen, was dann zur Folge
hat, daß man 'tollen mit gekrümmten 'Mantellinien erhält.
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Wird aber nun der Führungsklotz entsprechend der Zusatzerfin#lung
gegenüber der Schleifbacke um ein geringes Maß :dauernd in Richtung der Führungsrolle
hin und her verschoben, so gleichen sich -lie Unebenheiten in der Führungsrille
bei dein Durchgang der Rollen zwischen dein Führungsklotz und der Schleifbacke aus,
so .daß man @-ollkammen 7vlindrisclie Rollen erhält. Es ist selbstverständlich,
daß an Stelle des Führungsklotzes auch die Schleifbacke zur Erzielung der gleichen
Wirkung in der Bewegungsrichtung der Rollen hin und her verschoben werden können.
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Die Hin- und Herverschiebung des Führungsklotzes ergibt auch die 'Möglichkeit,
schwachballige oder auch schwach konkave Rollen zu erzeugen, indem hierzu der Fühi
ungsklotz nicht mehr längs einer ebenen Bahn hin und her verschoben wird, sondern
längs einer Bahn, :die äußerst schwach, und zwar konzentrisch zu einer Kreislinie
gekrümmt ist, die finit dein Radius der Mantellinie ;ler herzustellenden Rollen
geschlagen ist. Da es sich hierbei um Schwingbewegungen des Führungsklotzes tiin
einen Drehpunkt handelt, der 20 bis 50 n1 von (lein Führungsklotz entfernt
liegt, so kann der Führungsklotz der Maschine nicht in diesem Drehpunkt gelagert
sein, sondern er muß längs einer Hilfsbahn hin und her geführt werden, die nach
einem entsprechenden Krüniinungsradius gekrümmt ist. Bei einer Hin- und Herbewegung
des Führungsklotzes längs einer derart gekrümmten Bahn nutzt sich dann bei der Schleifarbeit
die iin Führungsklotz vorgesehene gerade Rille so ab, daß sie entweder eine schwach
konvexe oder schwach konkave Krümmung erhält, je nach dem der ideelle Drehpunkt
unter- oder oberhalb der Führungsbahn im Führungsklotz liegt, wobei angenommen ist,
:daß die Schleifbacke von oben auf den Führungsklotz gedrückt wird.
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Auf der Zeichnung ist die Erfindung in beispielsweiser Ausführungsform
dargestellt. Abb. i zeigt die Schleifmaschine in Seitenansicht in Richtung des Pfeiles
I der Abb. 2 und Abb. 2 eine Aufsicht auf die Maschine in Richtung des Pfeiles II
der Abb. i.
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Abb.3 ist ein Schnitt nach III-III der Abb. 2.
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Abb. 4. zeigt einen Schnitt nach IV-IV der Abb. i mit gerader Führungsbahn,
während Abb. 5 das Ende der Führungsbahn von der Seite zeigt.
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Abb. 5 zeigt einen entsprechenden Schnitt mit gekrümmter Führungsbahn.
Abb.Sa zeigt eine herzustellende Rolle.
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Abb. 6 zeigt schließlich eine Einzelheit. Die dargestellte Schleifmaschine
besitzt eine Führungsbacke a aus Gußeisen von der in Abb.3 gezeichneten Querschnittgestalt,
die in einem Winkel von etwa 45' von dein Maschinengestell in getragen wird. Gegen
die Oberfläche :des Führungsklotzes a wird die bei dem gezeichneten Ausführungsbeispiel
aus Schleifmaterial bestehende Schleifbacke b an- ! gedrückt, die in einem Klotz
oder Rahmen lt untergebracht ist. Der Führungsklotz a besitzt eine Führungsrille
k von der aus Abb. 3 ersichtlichen Gestalt, die aber auch von einer Dreiecksnut
gebildet sein kann, während die Schleifbacke b eine halbkreisförmige Gegenrille
o besitzt,. die sich entweder allmählich in die Schleifbacke b einarbeitet oder
von vornherein in der Schleifbacke vorgesehen sein kann. Der Führungsklotz a ist
in Richtung des Pfeiles p (Abh. d.) auf dein 'Maschinen-Bestell (in) hin und her
verschiebbar gelagert und erhält seine Hin- und Herv erschiebung durch ein geeignetes
Getriebe q (z. B. ein Exzentergetriebe) von der Welle r aus. Auf rler Welle r sitzt
eine Käfigscheibe s von der aus der Abb. 2 ersichtlichen Ausbildung, die die in
einer Mischbahn t der Scheibe s zugeführten Rollen f aufnimmt und mittels einer
rohrförmigen Führung ir in die Führungsrille 1, des Führungsklotzes
a einführt. Da bei der Hin- und Herverschiebung des Führungsklotzes
a die Stirnwand rles Klotzes a an der Einführungsseite der Rollen
sich abwechselnd von der Mündung der Führung ic entfernt und sich ihr wieder nähert,
so ist, damit keine Unterbrechung in der Zuführungsbahn
für die
Rollen stattfindet, aus der Zuführung it ein Stück u' herausgeschnitten, (las mittels
Zungen ii" in entsprechende Ausschnitte der Führung ir eingreift, und das an dem
sich hin und her bewegenden Klotz a befestigt ist. Diese Einrichtung ist am besten
aus A11. 2 und d. ersichtlich. Auf diese Weise bleibt --lie Führung für die Rollen
stets vollkommen erhalten, da die Zungen u" des Stückes u' Le:i der Fortbewegung
des Klotzes a von der Führung it die Ausschnitte in dem stillstelien#len Führungsstück
it niemals vollständig verlassen. Die in die Führungsrille k eingeführten Rollen
treiben lann einander vorwärts und «-erden bei (lern Hindurchgange durch (nie Rille
k durch die Schleifbacke b abgeschliffen, worauf sie entsprechend A11. 2
wieder in rlie Mischbahn t herabfallen und von neuem zwischen die Backen a und
b in stets verschiedenen Drehlagen eingeführt werden, bis die Schleifarbeit
beendigt ist.
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Der Führungsklotz a verschiebt sich in Führungen v, die an dem Gestell
in. angebracht sind und in beliebiger Weise ausgebildet sein können. Bei
der in Abb. 4. dargestellten Au sführnngsforni ist angenommen, rlaß diese Führungen
vollkommen eben sind, so (laß eine absolut geradlinige Hin- un 1 FIeryerschiebung
des Führungsklotzes a auf .lein Gestell in erfolgt. Das -Maß der Hin- un,l He°verschiebung
ist nur gering und beträgt normalerweise etwa 2o bis 50 mm. Diese Hin- und
Herverschiebung des Klotzes a genügt aber, uni zu erzielen, daß die zwischen der
Schleifbacke b und dein Führungsklotz a hindurchgehenden Rollen f, nachdem sie genügend
oft hindurchgegangen sind, vollkommen zylindrisch werden.
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Bei der Ausführungsform nach Abb. 5 ist die Führung v für den Gleitklotz
ca gekrümmt, und zwar nach einem Krümmungsradius _r, der dem Krümmungsradiüs x der
Mantellinie der herzustellenden Rollen, Abb. 5a, nach Abzug der Dicke des Führungsklotzes
a entspricht. Der Führungsklotz a führt also hei diesem Ausführungsbeispiel geringe
Schwingungen um einen sehr weit entfernt liegenden ideellen Drehpunkt aus, «-as
zur Folge hat, daß .die der Schleifmaschine zugeführten vorgearbeiteten und annähernd
zylindrischen Rollen zu schwachballigen Rollen geschliffen werden, bei denen die
Differenz zwischen de.n mittleren Durchmesser und dem Enddurchinesser normalerweise
etwa o,oo5 ni:m beträgt. Bei der Schleifarbeit nutzt sich dann der zunächst eine
gerade Führungsrille besitzende Führungsklotz a derart ab, daß er, wie (lies in
Abb.5 punktiert eingezeichnet ist, eine ebenfalls konvexballige Führungsrille erhält.
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Sollen Rollen mit einer 'Mantellinie von wesentlich geringerem Radius,
sogenannte Tonnenrollen, erzielt werden, so ist es zweckmäßig, daß die Führungsrille
h in dem Führungsklotz a und auch die Gegenrille o in der Schleifbacke b von vornherein
entsprechend gekrümmt ausgebildet sind. Die Hin- und Herschwingung des Führungsklotzes
a unterstützt dann hierbei .die Herstellung der Rollen mit einer Mantellinie, die
genau rier gewünschten entspricht.
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Wird der Schwingungspunkt für die Führungsbahn z, bei Abb. 5 nach
oben verlegt, so erhält man Rollen mit schwach konkav gekrümmter 'Mantellinie.
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Es ist selbstverständlich, daß an Stelle des Führungsklotzes er auch
die Schleifbacke b in Schwingungen versetzt «-erden kann, tun das gewünschte Ergebnis
zu erzielen, oder rlaß auch beide Klötze a und b in entgegengesetzten Richtungen
hin und her schwingend angeordnet sein können.