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Einrichtung zum Betriebe von Kraftwerken mit mehreren Einheiten: In
dem Patent 399688 ist eine Einrichtung beschrieben, mittels der in einem Kraftwerk
mit mehreren Einheiten, Transformatoren, Maschinensätzen o. dgl. diese nacheinander
j e nach dein Energiebedarf zu- oder abgeschaltet werden. Hierzu wird ein Leistungsrelais
benutzt mit einem schwingenden Kontakt, der bei Belastungsänderungen je nach der
Größe .des Ausschlages die Einheiten zu- oder abschaltet. Es besteht nun .die Möglichkeit,
daß das Relais mit dein schwingenden Kontakt in Unordnung gerät. Es kann einmal
die Kupplung ,des schwingenden Kontaktes in der Weise versagen, daß er überhaupt
keinen Ausschlag mehr macht, oder aber in der Weise, claß nach der eingestellten
Zeit die Entkupplung des Kontaktes nicht .erfolgt und .dieser dauernd mitgenommen
würde. Man wird iin letzteren Falle einen Anschlag und eine Reibungskupplung verwenden,
so daß beim Versagen der Entkupplung der Kontakt bis zu diesem Anschlag mitgenommen
wird und er in :dieser Stellung dauernd verbleibt. Um bei einem solchen Versagen
der Kontaktanordnung Betriebsstörungen möglichst zu verhindern, werden erfindungsgemäß
durch .das Nichtkuppeln oder .durch das Nichtentkuppeln sämtliche Betriebseinheiten
des Kraftwerkes eingeschaltet bzw. ausgeschaltet, oder es wird ein Signal gegeben,
welches auf das fehlerhafte Arbeiten aufmerksam macht.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt,
bei ,dem bei einem Versagen des schwingenden Kontaktes sämtliche Einheiten rles
Kraftwerkes eingeschaltet werden. Es handelt sich um ein Kraftwerk mit vier Einheiten,
'die durch eine Schaltuhr und .durch ein Relais mit schwingendem Kontakt eingeschaltet
werden.
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i ist die Schaltuhr, die durch ihren Kontaktbelag 2 die Kontakte 3,
4. überbrückt. Kontakt 3 liegt an dein einen Pol 6 dei Steuerstromquelle. Kontakt
4. ist mit dem Kontaktfinger 5 des Ordnungsschalters 18 verbunden. 7 ist das Leitungsrelais
mit der als schwingender Kontakt dienenden abkuppelbaren Scheibe 8, die einen Steuerdaumen
6o und einen Anschlag 61 trägt. Im Bereich des letzteren sind ,die festen Anschläge
62, 63 angeordnet. Neben dem Scheibenumfang sind .die Kontaktpaare 6d. bis 71 und
vier zusammengehörige Kontakte 72 bis 75 angebracht. Vom Kontakt 64 führt eine Leitung
zu einem Kontakt 76, der gegen einen zweiten Kontaktbelag 77 an der Schaltuhr i
anliegt. Denselben Kontaktbelag berührt ein Kontaktfinger 78, von dem eine Leitung
zu der Spule 79 des Zeitrelais 8o führt. Die freie Klemme der Slytile 79 ist über
Leitung 27 an ,den zweiten Pol 28 der Steuerstromquelle angeschlossen.
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Durch den Kern des Relais 8o wird die Kontaktbrücke 81 gesteuert,
.die den Kontakten 82 his 85 gegenüberliegt. Von diesen ist der Kontakt 8-2 mit
dem Pol 6 ;der Steuerstroniquelle und die Kontakte 83 bis 85 mit den Kontaktfingern
14 bis 16 am Ordnungsschalter 8 verbunden. Mit denselben Kontaktfingern 14 bis 16
sind auch die Kontakte 73 bis 75 all dem Leitungsrelais verbunden.
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Ferner sind die Kontakte 65, 66, 68, 70 und 1-2 mit dem Pol
6 der Steuerstromquelle und die Kontakte 67, 69 und 71 mit den Kontaktfingern i_1
bis 16 ,des Ordnungsschalters 18 verbunden. Die nur zum Teil dargestellten Kontaktbeläge
der Walze 17 sind derart angeordnet, daß .der Kontaktfinger 5 in den vier Stellungen
ider Walze mit einem :der Kontaktfinger i9 bis 22 in Verbindung steht; für die Kontaktfinger
1d. bis 16 sind sinngemäß die gleichen Verbindungen vorgesehen.
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Von den Kontaktfingern i9 bis 22 führen Leitungen zu den Steuerspulen
der Relais 23 bis 26, deren freie Klemmen über Leitung 27 mit :dem Pol 28 -der Steuerstromquelle
in Verbindung stehen. jedes Relais 23 bis 26 gehört zu einem der Hauptschalter 29
bis 3 2 der vier Einheiten und überbrückt in seinen beiden Endstellungen je ein
Kontaktpaar, von denen das eine das Öffnen, .das andere das Schließen des zugehörigen
Hauptschalters veranlatät. Eine Klemme der Kontaktpaare ist über Leitung 35 an :den
Pol 6 der Steuerstromquelle angeschlossen.
Beim Relaia 23 führt
von der unteren freien Klemme die Leitung 34 zu der Ausschaltmagnetwicklung 35 und
dein Anker 36 des Hilfssteuermotors 37 für den Hauptschalter 29. Anderseits führt
von der freien Klemme des oberen Kontaktpaares die Leitung 4o zu der Einschaltmagnetwicklun
g 41 und -dem Anker 36 des Hilfsmotors 37. Die freie Bürste des Steuermotors ist
über die Leitungen 38, 27 an den Pol 28 der Steuerstromquelle angeschlossen.
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Die Höchststromauslösespule 39 des Hauptschalters 29 bedient gleichfalls
ein Kontaktpaar, .dessen eine Klemme über Leitung 33 an den Pol 6 der Steuerstromqu.elle
und dessen andere Klemme an-die --'"usschaltmagnetwick-12rng 35 des Steuermotors
37 angeschlossen ist.
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Die Relais 23 bis 26 sind mit Verzögerungsvorrichtungen versehen,
so @daß der angezogene Anker seine tiefste Lage, in der das zugehörige untere Kontaktpaar
überbrückt wird, erst in einer Zeit erreicht, die größer als die Meßzeit des Leistungsrelais
7 ist.
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Die Wirkungsweise zum Einlegen .der Hauptschalter 29 bis 32 bei normalem
Betriebe des Leistungsrelais 7 ist in der Patentschrift . . . erläutert. Bei jedem
@iisschwingen der Kontaktscheibe 8 bewirkt .der Daurnen 6o ein gegenseitiges Berühren
der Kontakte 64 und 65. Es fließt alsdann vom Pol 6 der Steuerstromquelle über die
Kontakte 65, 64, Kontakt 76, Kontaktbelag 77, Kontaktfinger 78, Spule 79 des Relais
8o, Leitung 27 Zum Pol 28 der Steuerstromquelle zurück ein Strom, .der die Kontaktbrücke
81 um einen gewissen Betrag anhebt. Die Kontaktbrücke 81 fällt, verzögert durch
.das Hemmwerk 82, nach unten. Ehe sie jedoch die Gegenkontakte 82 bis 85 erreicht,
tritt ein neues Ausschwingen der Kontaktscheibe 8 und infolgedessen auch ein Wiederanheben
der Kontaktbrücke 81 ein.
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`"ersagt die Kupplung,der Kontaktscheibe 8, so unterbleibt dieses
Wiederan.heben. Die Kontaktbrücke 81 legt sich .dann nach einiger Zeit auf die Kontakte
82 bis 85. Die Kontakte 1.4 bis 16 werden aus dem Pol 6 der Steuerstroinquelle unter
Spannung gesetzt und sämtliche Hauptschalter geschlossen.
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Versagt anderseits die Entkupplung der Kontaktscheibe 8, so wird sie
so weit mitgenommen, daß der Daumen 6o schließlich die Kontakte 72 bis 75 gegeneinander
preßt. Auch auf diese Weise werden die Kontaktfinger 14 bis 16 aus .dem Pol 6 der
Steuerstromquelle unter Spannung gesetzt und sämtliche Hauptschalter geschlossen.
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Das Zeitrelais 8o und die Kontaktanordnun,- 72 bis 75 können auch
in der Weise abgeändert werden, daß bei einer Störung :des Leistungsrelais 7 die
g.anz.e Station abgeschaltet oder ein Signal gegeben werden kann, welches auf die
Störung des Betriebes aufmerksam macht.
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Schließlich kann die angegebene Schalteinrichtung noch in der Weise
vereinfacht werden, daß die Belegung 77 und die Kontakte 76, 78 an der Schaltuhr
r fortfallen und mit .dem Kontakt 65 nicht der Pol 6 der Steuerstromquelle, sondern
der Kontakt 4 verbunden wird. Es ist ferner eine Leitung von dem Kontakt 64 nach
.der Spule 79 .des Relais 8o zu ziehen. Infolge dieser Abänderung wird der gesamte
Steuerstrom des Kraftwerks außerhalb ,der Betriebszeit durch die Schaltuhr unterbrochen.