DE404814C - Arbeitszeitkontrollvorrichtung - Google Patents

Arbeitszeitkontrollvorrichtung

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DE404814C
DE404814C DEST37647D DEST037647D DE404814C DE 404814 C DE404814 C DE 404814C DE ST37647 D DEST37647 D DE ST37647D DE ST037647 D DEST037647 D DE ST037647D DE 404814 C DE404814 C DE 404814C
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WOLFGANG V STEPHANI
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Description

  • Arbeitszeitkontrollvorrichtung. Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Kontrolle der Arbeitszeiten der Angestellten oder Arbeiter einer Fabrik, bei welcher durch Umstellen eines Hebels eine Schreibvorrichtung ein- und ausgeschaltet wird, die die Arbeitszeit aufzeichnet.
  • Gegenüber bekannten Einrichtungen dieser Art besteht die Erfindung darin, daß von einem zweiarmigen Hebel der eine Arm zur Anbringung des Kontrollzeichens dient, während der andere Hebelarm die Schreibvorrichtung trägt, welche so lange gegen das Schreibblatt angedrückt wird, als der erste Hebelarm mit dem Kontrollzeichen beschwert ist.
  • Es ist eine Vorrichtung zur Kontrolle der Arbeitszeiten der Angestellten einer Fabrik bekannt geworden, bei welcher an einer Nummerntafel im Gelenk bewegliche Marken angebracht sind, welche mittels Federn und eines Hebelsystems auf eine Schreibvorrichtung einwirken, so daß die Zeit der Anwesenheit oder Abwesenheit eines jeden Angestellten auf einer Schreibfläche, die von einem Uhrwerk bewegt wird. ablesbar vermerkt wird. Dadurch, daß bei dieser Vorrichtung die Ausschaltung der Schreibvorrichtung durch Hochklappen der auf einer Nummerntafel befestigten Marken erfolgt, kann jeder unbefugterweise irgendeine der Marken hochklappen.
  • Im Gegensatz dazu ist bei der Erfindung die abnehmbare Nummernmarke oder das Kontrollzeichen, die nur dem betreffenden Arbeiter zusteht, benutzt, um die Schreibvorrichtung ein- und auszurücken, so daß eine un= befugte Betätigung der betreffenden Schreibvorrichtung und eine unrichtige Aufzeichnung des Lohnes nicht leicht möglich ist.
  • Es ist ferner bekannt, bei Arbeiterkontrollapparaten einen Hebel mittels der Marke zu beschweren, so daß der Hebel eine Registrierung vornimmt. Die Wirkung, welche durch die Erfindung erzielt wird, daß nämlich der Lohn aufgezeichnet wird, wird aber durch diesen bekannten Apparat nicht erzielt, denn dort dient der durch die aufgehängte Nummernmarke bewegte Hebel nur dazu, eine Hülse festzuhalten, welche die Verspätung erkennen läßt; indem sie nicht mehr mit dem Stab weiterbewegt wird, auf welchem sie sitzt und der durch seine Verschiebung die Zeiträume bestimmt. Eine Aufzeichnung, zumal die eines Lohnes, findet also überhaupt nicht statt. Endlich ist noch eine Einrichtung bekannt geworden, bei welcher beim Umstellen eines Schiebers durch Federn mittels eines festzuklemmenden Kontrollzeichens eine (nur zweimalige;) Markierung auf einem umlaufenden Papierstreifen erfolgt. Bei der vorliegenden Erfindung wird jedoch eine Schreibvorrichtung fortlaufend in Tätigkeit gesetzt, und zwar einfach durch Beschweren eines Hebelarmes mittels des Kontrollzeichens des Arbeiters, ohne daß es der Zuhilfenahme von leicht versagenden Federn und Sperrvorrichti:rgen oder sonstiger Zwischenschaltungen bedarf.
  • Dadurch, daß mittels des Erfindungsgegenstandes selbsttätig die Arbeitszeit aufgezeichnet wird, wird die zeitraubende Ausrechnung der Entlohnung erspart und somit eine Hauptfehlerquelle in der Lohnabrechnung beseitigt, gleichzeitig auch den aus diesen Fehlern folgenden Streitigkeiten vorgebeugt und der Betriebsleitung ein Mittel in die Hand gegeben, die Regelmäßigkeit eines Betriebes mit einem Blicke zu prüfen, ohne die Werkstatt betreten zu müssen. Der zeitlich heute mehr denn je in Anspruch genommene Werksleiter erhält damit bei Erhöhung der Zuverlässigkeit des Betriebes ein Mittel zur Ersparnis, die in der Lohnbuchhaltung etwa 50 Prozent ausmacht.
  • Da der Arbeiter selber die Schreibvorrichtung - durch Beschweren eines Hebelarmes mit seinem Kontrollzeichen - in und außer Tätigkeit setzt, die Aufzeichnung des Lohnes jederzeit zu kontrollieren ist und die durch die selbsttätige Aufzeichnung entstandene graphische Darstellung jederzeit eine Nachprüfung ermöglicht, so sind Beschwerden der Arbeiterschaft über falsche Lohnauszahlung ausgeschlossen, ein besonders zu berücksichtigender Umstand, der geeignet ist, das bekannte 1lif:@-trauen der Arbeitnehmerschaft zu beseitigen. Als wesentlicher Unterschied gegen andere Arbeitszeitkontrolluhren sei hervorgehoben, daß nicht nur der Eingang und Ausgang des Arbeiters aufgezeichnet wird, sondern die Zeit seiner Anwesenheit genau und dauernd -raphisch dargestellt wird.
  • Die bisher am meisten eingebürgerten Arbeitszeitkontrollvorricbtungen machen, wenn nicht sogar das Ausrechnen der Arbeitszeit, so doch das Ausrechnen des Lohnes erforderlich, was nicht nur den größten Teil der Zeit der ganzen Lohnabrechnung in Anspruch nimmt, sondern auch naturgemäß die Hauptfehlerquelle bildet.
  • Auch bei der neuesten Vervollkommnung der Maschinen, die in der Lohnbuchhaltung Eingang gefunden haben und das Addieren und Subtrahieren der einzelnen Posten, aus denen sich der Lohn zusammensetzt, mechanisch erledigen, wird das Fehlen der Möglichkeit, die Lohnsumme des einzelnen Arbeiters durch mechanische Multiplikation zu finden, vermißt. Die vorliegende Erfindung füllt auch diese Lücke aus.
  • Auch vor anderen Einrichtungen, bei denen z. B. durch Verstellen eines Schiebers oder durch Einwurf einer Marke, auch unter Zuhilfenahme eines elektrischen Stromes Kontrollvorrichtungen oder selbst Schreibvorrichtungen betätigt werden, zeichnet sich die vorliegende Erfindung durch grüßte Einfachheit aus, denn sie besteht im «wesentlichen lediglic h aus einem Hebel, der durch Verlegen des Schwergewichtes in eine andere Lage gebracht wird, ohne daß eine leicht Störungen verursachende Feder o. dgl. in Tätigkeit versetzt werden muß.
  • Vor anderen ähnlich gearteten Erfindungen hat die vorliegende schließlich noch den Vorteil, daß die Anzahl der Arbeiter, deren Lohn registriert werden soll, praktisch nicht begrenzt ist. Der Apparat nimmt sehr wenig Raum ein, ist überall und leicht anzubringen und läßt sich auch tragbar einrichten, so daß er auch bei Arbeiten im Freien, z. B. an der Eisenbahn oder bei Bauarbeiten, Verwendung finden kann.
  • Abb. i und 2 stellen schematisch eine Ausführungsform der Erfindung dar; .,"bb.3 und 4. zeigen je eine Ausführungsform des Schreibblattes; Abb.5 bis 7 stellen eine besondere Ausführungsform des Schreibrades dar.
  • Bei der Vorrichtung nach Abb. i und 2 wird das Blatt a durch eine Walze d, die durch ein Uhrwerk oder sonstwie in Umdrehung gesetzt werden kann, in Richtung des Pfeiles p fortbewegt. Vor der Walze d sind schwenkbar nebeneinander die um e drehbaren Winkelhebel g, f angebracht. Hebelarm f endigt in einem Haken c, dazu bestimmt, das Kontrollzeichen h des Arbeiters zu tragen; Hebelarm g endigt in einer Schreibvorrichtung b.
  • Hängt der Arbeiter sein Kontrollzeichen k auf den Haken c, so wird der um e schwenkbare Hebel g mit der Schreibvorrichtung b gegen das sich fortbewegende Blatt a gedrückt und eine Linie auf dem Blatt U aufgezeichnet, solange als das Nummernschild lt an dem Haken c hängt.
  • Die Einteilung des Streifens a. ist nun @einäß Abb. 3 z. B. so eingerichtet, daß eine Rubrik i die Zeitangabe enthält. Die zweite Rubrik k zeigt die Zahl der Arbeitsstunden an. Die nächste Rubrik l enthält die Lohnangaben. Die dann folgende Rubrik i enthält die Ziffern 1, 2, 3 usw., welche den Ziffern der Kontrollzeichen h entsprechen, also z. B. t bis ioo, entsprechend der Zahl der Arbeiter und entsprechend der Breite, welche man dem Streifen a geben kann.
  • Die Nummern werden z. B. der Tarifklasse der Arbeiter entsprechend auf dem Streifen eingeteilt. In der Spalte f= wird der Lohn der links neben ihr stehenden Lohnklasse in umllekehrter Reihenfolge wie in Spalte L eingetragen, in Spalte I-° der Lohn der rechts neben ihr stehenden Tarifklasse, beginnend mit dem höchstmöglichen Stundenlohn der Klasse, rechts neben der Tarifklasse wieder in umgekehrter Reihenfolge u. s. f.
  • Die dann folgenden Rubriken h, k1, 1l entsprechen in ihren Inschriften den Rubri-ken i, k, l; h und k1 jedoch, wie auch z. B. l= im umgekehrten Sinne zu dem Zwecke, den Lohnsatz von Arbeitern, die zu früh fortgehen, ebenfalls ohne weiteres ablesen zu können.
  • In Abb.3 entsprechen die Striche s der Aufzeichnung durch die Schreibvorrichtung; diesem Beispiel ist ein Betrieb zugrunde gelegt, der normal von. 7 bis 12 und 2 bis 5 -leich 8 Stunden arbeitet. Die neunte Stunde wird tariflich nicht als Überstunde, die zehnte Stunde mit 25 Prozent Aufschlag bezahlt. Arbeitern, die zwar von 6 bis 7 Uhr abends, also die zehnte Stunde, wegen zu späten ILommens nicht aber -zehn Stunden hintereinander arbeiten, wird die Zeit von 6 bis ; nicht als C1berstunde gerechnet. Um den Lohnschreiber hieran zu erinnern, ist in Spalte l=, 14 und h der Höchstlohn ohne Überstundenzuschlag einlleschrieben, also nicht 3,75, sondern 3 Mark.
  • Die Einleitung des Blattes kann ganz nach Wunsch jedes Betriebes erfolgen. Die Lohnzahlen können z. B. hektographisch eingetragen werden.
  • Man kann ferner die Vorrichtung so einrichten, daß die Schreibvorrichtung nicht nur einen Strich zieht, sondern auch die Stundenziffern aufdruckt. Dabei kann man die Einrichtung so treffen, daß gleich die Arbeitsstunden der ganzen Woche aufgedruckt werden, so daß also das betreffende Schreibrad auf seinem Umfange die Zittern i bis beispielsweise 6o aufweist, falls 6o Arbeitsstun den in der Woche anzunehmen sind.
  • Abb. ,4 -zeigt eine derartige Tabelle, bei wel-(-her die Stundenzahl automatisch durch ein Zahlenrad aufnotiert ist.
  • Das Zahlenrad i Abb. 5) zeichnet einen Strich zwischen den Ziffern, damit man auf eine halbe Stunde genau die Pünktlichkeit des Arbeiters ablesen kann und die Zahl der Stunden. die er arbeitet. Dem Beispiel ist zugrunde gelegt, daß tariflich 54 Stunden ohne Bezahlung von überstunden gearbeitet wird. Für die 55. und 56. Stunde wird 25 Prozent Aufschlag bezahlt.
  • Dabei ist es notwendig, eine Einrichtung zu treffen, daß das Ziffernrad bei Unterbrechung der :",rbeit so stehenbleibt, daß bei Fortsetzung der Arbeit die nächstfolgende Stundenzahl aufgezeichnet wird. Dies kann z. B. so geschehen, daß gemäß Abb.6 und 7 das Rad m auf einem federnden Bügel n sitzt, der zwei Vorsprünge o aufweist, die das Rad in festhalten. Dieser Bügel ta steht nun mit dem Haken c, der zum Aufhängen des Nummernschildes /t dient, so in Verbindung, daß er bei Senkung des Hakens c durch Einhängen des Nummernschildes lt sich spreizt, indem ein Bügel i, welcher an dem Hakenarm f befestigt ist, den federnden Bügel tt auseinanderdrückt, so daß die Vorsprünge o die Scheibe in freigeben und diese nunmehr frei drehbar ist. Wird dagegen das Nummernschild /t wieder abgenommen, so federt der Bügel tt zurück, indem er den Bügel ä herausdrückt, so daß die Vorsprünge o wieder das Rad m festhalten, und zwar in der Lage, in der es sich in dem Augenblick des Abhebens des Nummernschildes durch den Arbeiter befindet.

Claims (2)

  1. PATEN T-AN SPRÜCHE: i. Vorrichtung zur Aufzeichnung der Arbeitszeiten der Angestellten oder Arbeiter einer Fabrik, bei welcher durch Umstellen eines Hebels eine Schreibvorrichtung in Tätigkeit gesetzt wird, dadurch gekennzeichnet, daß von einem zweiarmigen Hebel der eine Arm (f) zur Anbringung des Kontrollzeichens (lt) dient, während der andere Hebelarm (g) die Schreibvorrichtung (b) trägt, welche so lange gegen das Schreibblatt (a) angedrückt wird, als der erste Hebelarm (f) mit dem Kontrollzeichen beschwert ist.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die zum Aufdrucken der Stunden dienende Scheibe (m) beim Aufhören der Belastung durch das Kontrollzeichen(h) in ihrer Stellung selbsttätig festgeklemmt wird, z. B. durch einen federnden Bügel (n), der in der Schreibstellung der Scheibe (m) auseinandergespreizt wird und die Scheibe freigibt, sonst jedoch zusammenfedert und die Scheibe (m) festhält.
DEST37647D 1924-02-16 1924-02-16 Arbeitszeitkontrollvorrichtung Expired DE404814C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US20020193773A1 (en) * 2001-06-08 2002-12-19 Edens Ronald L. Finger-receiving area for a labial pad

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US20020193773A1 (en) * 2001-06-08 2002-12-19 Edens Ronald L. Finger-receiving area for a labial pad

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