DE406492C - Hochvakuum-Gluehkathodenroentgenroehre mit gekuehlter Anode - Google Patents
Hochvakuum-Gluehkathodenroentgenroehre mit gekuehlter AnodeInfo
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- DE406492C DE406492C DEP44022D DEP0044022D DE406492C DE 406492 C DE406492 C DE 406492C DE P44022 D DEP44022 D DE P44022D DE P0044022 D DEP0044022 D DE P0044022D DE 406492 C DE406492 C DE 406492C
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- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01J—ELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
- H01J35/00—X-ray tubes
- H01J35/02—Details
- H01J35/16—Vessels; Containers; Shields associated therewith
Landscapes
- X-Ray Techniques (AREA)
Description
(P 44022
Es ist beobachtet"worden, daß bei Hochvakuum-Röntgenröhren
mit bei hoher Temperatur glühender Anode verhältnismäßig selten ein Ballondurchschlag vorkommt, häufig dagegen
bei Röhren mit gekühlter Anode.
Dieser Unterschied erklärt sich nach angestellten Untersuchungen folgendermaßen:
Die von der glühenden Anode ausgehenden Röntgenstrahlen ionisieren den vor ihrer
Spiegelfläche liegenden Glasteil (in der Zeichnung schraffiert), so daß derselbe in gewissem
Grade leitfähig wird. Infolgedessen kann ein Ausgleich zwischen den an der Glaswandung
angesammelten elektrischen Teilchen stattfinden. Es kann deshalb dort zu keiner großen
Anhäufung von elektrischen Ladungen und zu keinem Durchschlag kommen.
An dem hinter der Spiegelfläche der Anode liegenden (in der Zeichnung nicht schraffierten)
Teil der Glaswandung sammelt sich eine elektrische Ladung an, welche von den von der glühenden Anode ausgehenden Elektronen
oder Ionen ausgeglichen wird. Bei Röhren mit glühender Anode wird deshalb ein Durchschlag des Ballons auch an dieser
Stelle nicht erfolgen.
Bei Röhren mit gekühlter Anode dagegen kommt die Anode nicht auf die Elektronenemissions-
oder thermoionische Temperatur, so daß die nicht durch Röntgenstrahlen ionisierten
Glaswandungen (die in der Zeichnung nicht schraffierten Teile) elektrische Ladungen
ansammeln, welche infolge allzu großer Anhäufung und plötzlichen Ausgleichs unter
Umständen die Zerstörung der Glaswandung herbeiführen.
Es ist nach Obigem möglich, und darin besteht der Gegenstand der Erfindung, Röhrendurchschläge
dadurch zu verhindern, daß in der Röhre an geeigneter Stelle eine Quelle
von Elektronen oder Ionen angeordnet wird, welche Ladungen an der Glaswandung ausgleichen
können. Als solche-Quelle für Elektronen oder Ionen kann eine an geeigneter
Stelle im Innern der Glaskugel angeordnete zusätzliche Glühspirale dienen, welche mit
der Anode leitend verbunden wird. Während eines Impuls- oder wellenförmigen Spannungsdurchganges durch die Röhre nimmt die
ίο Anode in jedem Moment das Potential der Spannungsquelle an, da sie mit dieser in leitender
Verbindung steht. Daraus ergibt sich, daß die Anode zu gewissen Zeiten der Spannungskurve
bzw. des Spannungsverlaufes gegenüber der geladenen Glaswandung geringeres Potential hat, also relativ negativ wird.
Während dieser Zeitmomente treten demnach Elektronen aus der Anode oder aus dem leitend damit verbundenen glühenden Körper
ao aus. Die Wirkung der neuen Vorrichtung hat also zur Voraussetzung, daß während des
Betriebes der Röhre eine Umpolung der Röhre eintritt, daß also verkehrte Spannungsimpulse
auf die Röhre treffen, welche die Anode und die damit verbundene Glühspirale zur Kathode,
die Glühkathode zur Anode machen. Dies ist beim Betriebe von Röntgenröhren ohne Gleichrichter stets der Fall,. beim Betriebe
von Röntgenröhren mit gleichrichtendem Hochspannungsschalter infolge von Phasenverschiebungen,
Hochfrequenzen usw. sehr häufig. Anstatt mit der Anode kann die Glühspirale auch mit der Erde oder mit einem beliebigen
Zwischenpotential verbunden sein. Sie darf sich nicht isoliert in der Röhre befinden.
Dieselbe Wirkung wie durch eine zusätzliche Glühspirale kann auch dadurch erreicht
werden, daß man die Anode an ihrem Umfange mit Spitzen versieht, aus denen bekanntlich
Elektronen oder Ionen schon bei niedriger Temperatur austreten, falls ein konzentriertes
elektrostatisches Feld vorhanden ist.
Die Glühspirale kann durch irgendeinen beim Arbeiten der Röhre glühenden, in derselben
angeordneten Körper ersetzt werden, welcher mit der Anode oder mit der Erde oder einem beliebigen Zwischenpotential verbunden
ist, so daß er zu gewissen Zeiten des Spannungsverlaufes mit Bezug auf die geladene
Glaswandung negativ wird und dann Elektronen aussendet.
Zur Erreichung des Zieles kann auch eines der bekannten Materialien dienen, die, wie
beispielsweise Calcium, schon bei der Temperatur der gekühlten Anode Elektronen oder
Ionen aussenden. Dieses Material steht wieder in leitender Verbindung mit der Anode, der
Erde oder einem Zwischenpotential.
Die angegebenen Mittel können auch vereint angewandt werden.
Claims (4)
1. Hochvakuum - Glühkathodenröntgenröhre mit gekühlter Anode, dadurch gekennzeichnet,
daß in der Röhre an geeigneter Stelle eine zusätzliche Quelle von Elektronen oder Ionen vorgesehen ist,
welche durch die von ihr ausgehenden Elektronen oder Ionen eine schädliche Ladung der Röhrenwandung ausgleicht.
2. Hochvakuum - Glühkathodenröntgenröhre nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet,
daß in der Röhre ein zusatzlicher Körper angebracht ist, welcher beim Arbeiten der Röhre glüht.
3. Hochvakuum - Glühkathodenröntgenröhre nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Anode mit Spitzen versehen ist.
4. Hochvakuum - Glühkathodenröntgenröhre nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß in der Röhre ein Material vorgesehen ist, welches bei niederer Temperatur Elektronen oder Ionen aussendet.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP44022D DE406492C (de) | 1922-04-14 | 1922-04-14 | Hochvakuum-Gluehkathodenroentgenroehre mit gekuehlter Anode |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP44022D DE406492C (de) | 1922-04-14 | 1922-04-14 | Hochvakuum-Gluehkathodenroentgenroehre mit gekuehlter Anode |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE406492C true DE406492C (de) | 1924-11-26 |
Family
ID=7379985
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEP44022D Expired DE406492C (de) | 1922-04-14 | 1922-04-14 | Hochvakuum-Gluehkathodenroentgenroehre mit gekuehlter Anode |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE406492C (de) |
-
1922
- 1922-04-14 DE DEP44022D patent/DE406492C/de not_active Expired
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