DE406501C - Glimmlichtlampe o. dgl. - Google Patents

Glimmlichtlampe o. dgl.

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DE406501C
DE406501C DESCH61636D DESC061636D DE406501C DE 406501 C DE406501 C DE 406501C DE SCH61636 D DESCH61636 D DE SCH61636D DE SC061636 D DESC061636 D DE SC061636D DE 406501 C DE406501 C DE 406501C
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cathode
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gases
lamp
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GLIMMLAMPEN DEUTSCHE GmbH
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GLIMMLAMPEN DEUTSCHE GmbH
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01JELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
    • H01J61/00Gas-discharge or vapour-discharge lamps
    • H01J61/02Details
    • H01J61/12Selection of substances for gas fillings; Specified operating pressure or temperature
    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01JELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
    • H01J17/00Gas-filled discharge tubes with solid cathode
    • H01J17/02Details
    • H01J17/04Electrodes; Screens
    • H01J17/06Cathodes
    • H01J17/066Cold cathodes
    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01JELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
    • H01J2893/00Discharge tubes and lamps
    • H01J2893/0064Tubes with cold main electrodes (including cold cathodes)
    • H01J2893/0065Electrode systems
    • H01J2893/0066Construction, material, support, protection and temperature regulation of electrodes; Electrode cups

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  • Discharge Lamp (AREA)

Description

  • Glimmlichtlampe o. dgl. Die Erfindung bezweckt eine Erhöhung der Lebensdauer von Glimmlichtlampen und anderen Vakuumröhren. Bekanntlich findet bei Gasentladungen eine Zerstäubung des Kathodenstoffes statt, der in den meisten Fällen ein Metall, seltener Kohle oder ein anderer weniger guter Leiter ist. Durch diese Zerstäubung wird die Lebensdauer allerVakuum-,röhren begrenzt, sofern sie nicht durch andere Abnutzting.sursachen früher unbrauchbar werden. Durch das zerstäubte Metall werden Teile der Vakuumröhren mit einer dünnen Haut überzogen, deren schädlicher Einfluß sich in verschiedener Weise äußern kann. Infolge ihrer Leitfähigkeit kann diese Haut z. B. die Entstehung von Nebenströmen veranlassen oder durch Herstellung einer leitenden Brücke Kurzschluß zwischen den Elektroden verursachen. Bei lichterzeugenden Vakuumröhren, insbesondere Glimmlichtlampen jeder Art, wirkt der aufgestäubte Niederschlag durch seine Undurchsichtigkeit störend. Schon eine ganz dünne Metallhaut hält einen beträchtlichen Teil des Lichtes zurück und macht hierdurch die Lampen unbrauchbar. Man war daher bestrebt, die Zerstäubung nach Möglichkeit zu verringern. Durch die Erfindung wird sie vollständig unterdrückt.
  • Die Erfindung besteht darin; daß diejenigen Elektroden, welche dauernd, periodisch oder gelegentlich als Kathode wirksam sein sollen, mit einer dünnen Schicht aus isolierendem Stoff überzogen werden, und daß die Strombelastung derart geregelt wird, daß das Potentialgefälle in der Schicht kleiner ist als die Durchschlagsspannung. Letzteres wird dadurch erreicht, daß die Vakuumröhre in bekannter Weise mit einem Gasgemisch gefüllt wird, bei welchem der sogenannte Kathodenfall klein ist, und daß die Stromstärke z. B. durch einen Vorschaltwiderstand, eine Drosselspule oder ähnlich wirkende Hilfsmittel auf einem niedrigen Wert gehalten wird. Die isolierende Schicht an der Oberfläche der Kathode ist wegen ihrer geringen Stärke nicht imstande, dem Strom den Durchtritt zu verwehren; sie bildet aber einen vollkommenen Schutz gegen die Zerstäubung, solange sie nicht infolge eines zu hohen Spannungsunterschiedes mechanisch zerstört wird. Manche Metalle, wie Aluminium, Magnesium und andere, sowie deren Legierungen unter sich und mit anderen Metallen überziehen sich an der Luft von selbst mit einer dünnen, vermutlich aus Oxyd (möglicherweise auch aus Hydrat, Karbonat oder einem Gemisch davon) bestehenden Haut, die als Schutzhülle gemäß der Erfindung ausgenutzt werden kann. Zur Erhöhung der Schutzwirkung kann man die Oxydhaut auf chemischem oder galvanischem Wege verstärken. Metalle, die nicht mit einer natürlichen Oxydhatit beleckt sind, können beispielsweise auf chemischem oder galvanischem Wege mit einer solchen versehe:i werden. Jedoch ist nicht jedes Metalloxyd als Schutzhülle wirksam; so werden beispielsweise Kupfer- und Eisenoxyd kathodisch zu Metall reduziert, andere Oxyde bilden keine dichte zusammenhängende Hülle, oder sie haften überhaupt nicht auf dem Grundmetall. In solchen Fällen muß das Metall oberflächlich. in andere Verbindungen, z. B. mit Zyan, übergeführt werden, oder aber man verwendet einen dünnen Anstrich o. 4-l. aus möglichst schlechtleitendem Stoff, z. B. aus Wasserglas. Auch galvanische und chemische Niederschläge sind verwendbar, sofern sie in dünner Schicht fest haften und genügend dicht sind.
  • Es ist bereits in früheren Veröffentlichungen die Vermutung ausgesprochen worden, daß die natürliche Oxydhaut des Aluminiums Ursache seines scheinbar hohen Zerstäubungswiderstandes sei. Die Versuche, Aluminium als Kathoc'..enmetall bei edelgasgefüllten Glimmlichtlampen zu verwenden, schlugen aber fehl, weil die Bedingungen nicht eingehalten wurden, lei welchen einem Durchschlagen der Oxydhaut vorgebeugt wird. Es war bekannt, daß der bei reinem Edelgas hohe Kathodenfall durch Zusatz geringer Mengen fremder Gase oder Dämpfe erniedrigt werden kann, und daß hierdurch gleichzeitig die Zerstäubung verzögert wird. Man verwendet daher derartige Zusätze, um Glimmlichtlampen herzustellen, die bei den gebräuchlichen Netzspannungen von Zoo bis 25o Volt zünden und verhältnismäßig lange brauchbar sind. Da nun beobachtet wurde, daß die Zusatzgase von den Kathoden teilweise okkludiert werden, wandte man sie in möglichst großer Menge an. Die otere Grenze hierfür war dadurch gegeben, daß bei zunehmender Menge des Zündgases der Kathodenfall wieder steigt. Dementsprechend wurde die Menge der Zusatzgase so bemessen, daß die Zündung gerade noch mit Sicherheit an den gebräuchlichen Netzspannungen erfolgt. Dabei kam man mit einem verhältnismäßig kleinen und daher billigen Vorschaltwiderstand aus und hatte noch den Vorteil, daß die Lampen ihre Eigenschaften im Laufe der Zeit wenig veränderten. Es zeigte sich nämlich, daß die kathodische Gasokklusion den Kathodenfall in zweifacher Weise beeinflüßt. Durch die Anreicherung des Metalles mit Gas nimmt der Kathodenfall zu, besonders im Anfang, wo die Aufnahmefähigkeit des Metalleis groß ist. Die Reinigung des Edelgases verursacht aber andererseits eine Abnahme des Kathodenfalles, so daß nach einiger Zeit beide Wirkungen :sich gegenseitig aufheben. Auf diese. Weise konnten mit eisernen Kathoden brauch-Lare Glimmlichflampen hergestellt werden, bei denen erst nach etwa z5oo Brennstunden eine störende Schwärzung des Glases durch aufgestäubtes Metall eintrat. Nach dem gleichen Verfahren hergestellte Lampen mit Aluminiumkathoden wurden dahingegen schon nach ganz kurzer Zeit unbrauchbar. Da die Zusatzgase in sehr großer Menge vorhanden waren, war der Kathodenfall gleich im Anfang so hoch, daß die Oxydhaut sofort zerstört wurde und die Zerstäubung schon nach wenigen Tagen bemerkbar war. Allenfalls (lauerte es einige Tage, bis der Kathodenfall durch den überwiegenden Einfluß der Gasaufnahme so weit gestiegen war, daß die Oxydhaut zerstört wurde und die Zerstäubung einsetzte. Da die Freilegung des Aluminiums von einer beträchtlichen Verminderung des Kathodenfalls begleitet ist, konnte eine Erklär ang der Vorgänge nicht gefunden werden, und das Aluminium wurde als ungeeignet für die Herstellung der Kathoden verworfen.
  • Gemäß der Erfindung gelangen die Zündgase nun in geringerer Menge zur Anwendung, und es wird ein größerer Betrag der Netzspannung abgedrosselt, derart, daß der bis zu einem Höchstwerte ansteigende Kathodenfall unterhalb der kritischen Spannung bleibt, bei welcher die Schutzschicht durchschlagen wird. Die zulässige Menge der Zündgase ist abhängig von dem Metall der Kathode und deren Oberfläche und Masse sowie von dem' Raüminhält - des -Vakuumgefäßes; sie muß daher für jede Lampenart besonders ermittelt werden. Je größer das Vakuumgefäß im Verhältnis zur Kathode ist, desto kleiner kann die Menge der Gaszusätze sein; sie muß auf jeden Fall größer sein als in dem Bestgemisch, bei welchem die Klemmenspannung an den Elektroden den niedrigsten Wert hat, damit die Anreicherung des Metalles und die Verarmung des Füllgases entgegengesetzte Wirkungen auf die Höhe des Kathodenfalles haben. Unmittelbar nach dem Einschalten überwiegt immer der Einfluß der Gasaufnahme, so daß der Kathodenfall steigt. Nachdem die Kathode aber eine gewisse Gasmenge verschluckt hat, vermag die weitere Okklusion eine nennenswerte Erhöhung des Kathodenfalls nicht mehr zu verursachen, bis' zuletzt der Einfluß der Gasverarmung überwiegt und der Kathodenfall wieder kleiner wird. Die Kurve des Kathodenfalles erreicht demnach in der Mitte einen Scheitelwert, wo die beiden Wirkungen sich gegenseitig aufheben.
  • Die Menge der Zusatzgase muß gemäß der Erfindung so bemessen sein, daß dieser Scheitelwert kleiner ist als die Durchschlagsspannung, bei der die Schutzhülle zerstört wird. Dann bleibt die Spannung auch in der Folge unterhalb des kritischen Wertes, und die Lebensdauer der Lampen übertrifft diejenige der bisherigen Glimmlichtlampen um ein Vielfaches. Sie erreicht überhaupt nur dann ein Ende, wenn bei fortschreitender Okklusion der Bestwert des Gemischverhältnisses unterschritten wird, Wodurch der Kathodenfall schließlich doch wieder ansteigt. Dieser Zustand tritt aber nur unter sehr ungünstigen Verhältnissen ein, z. B. wenn der Rauminhalt des Vakuumgefäßes verhältnismäßig sehr klein, die Gesamtmenge der Zusatzgase demnach gering ist, oder wenn die Aufnahmefähigkeit der Kathode sehr groß ist, z. B. wenn sie durch lang andauernde Einwirkung einer sehr hohen Temperatur während des Auspumpens allzu gründlich entgast «-orden ist. Im allgemeinen tritt nach .einiger Zeit eine Sättigung der Kathode ein; das okkludierte Gas übt einen Gegendruck aus, welcher der weiteren Okklusion entgegenwirkt, oder, genauer gesagt, Okklusions- und Emanationsmengen werden einander gleich, so daß das Gemischverhältnis unverändert bleibt.
  • Bei Stromdurchgang wandern die Zündgase zur Kathode, so daß diese im Betriebszustande von einem.Gasgemisch umspült ist, welches reicher an Zusatzgasen ist als das übrige Gemisch. Die obigen Erörterungen gelten daher nicht für den Gesamtinhalt des Vakuumgefäßes sondern nur für das Gasgemisch in der Umgebung der Kathode während des Betriebes. Schaltet man die Lampe aus, so findet ein Ausgleich durch Diffusion statt, und bei erneutem Einschalten ist das Gemisch in der Nähe der Kathode ärmer an Zündgasen als während des dauernden Betriebzustandes. Da die Menge der Zündgase aber größer ist als im Bestgemisch, ist der Katrodenfall nach dem Einschalten zunächst vermindert, so daß unter den gegebenen Verhältnissen wiederholtes Aus- und Einschalten keinen schädlichen Einfluß haben kann. Wäre die Menge der Zündgase kleiner als im Bestgemisch, so bestünde die Gefahr, daß der Kathodenfall unmittelbar nach dem Einschalten die kritische Spannung übersteigt. Einer zu weitgehenden Zündgasverarmung des Gemisches beugt man am einfachsten dadurch vor, daß man verhältnismäßig große Vakuumgefäße und möglichst dichtes Metall für die Kathoden verwendet und diese während des Auspumpens nicht zu lange und nicht zu stark erhitzt. Die Kathoden sollen nur so weit entgast sein, daß eine Verschlechterung des Gemisches durch natürliche Emanation nicht zu befürchten isst, wenn die Lampen außer Gebrauch sind.
  • In Verbindung mit der Verwendung eines geeigneten Gasgemisches wird erfindungsgemäß, um ein Überschreiten der kritischen Spannung mit Sicherheit zu verhindern, auch noch eine ausreichende Abdrosselung der Netzspannung vorgenommen. Das einfachste Mittel zu diesem Zweck ist die Verwendung eines Vorschaltwiderstandes, dessen Wert etwas höher sein muß als Lei den bisherigen Glimmlichtlämperi, gleiche Größenverhältnisse vorausgesetzt. Die sich hieraus ergebende geringere Stromdichte bedingt eine kleine Schwächung des Glimmlichtes, die jedoch dadurch mehr als ausgeglichen wird, d!aß jetzt die Kathode aus einem Metall hergestellt werden kann, dessen -Reflexionsvermögen viel größer ist als diejenige des Eisens der bisherigen Glimmlichtlampen. Dies trifft insbesondere zu für Aluminium und Magnesium, deren Verwendung gemäß der Erfindung möglich ist.
  • Besteht die Kathode aus einem Metall, das sich durch Oxydation von selbst mit einer schützenden Oxydhaut überzieht, so empfiehlt es sich, den Zündgasen Sauerstoff beizumischen oder diesen allein zu verwenden. Ein Gemisch von Stickstoff und Sauerstoff, insbesondere ein solches im Mengenverhältnis der atmosphärischen Luft, ist als Zündgas sehr gut geeignet. Aus dem gleichen Grunde kann man andere Gase, z. B. Chlor, zusetzen, wenn dieses Gas mit dem Metall eine Verbindung eingeht, die es als schützende Hülle umgibt.
  • Will man mit Rücksicht auf die große Aufnahmefähigkeit der Kathode das Zündgas in größerer Menge verwenden, so kann man den gegebenenfalls gefährlichen Überschuß in die Kathode hineintreiben, indem man die Lampe zunächst eine Zeitlang mit verminderter Belastung betreibt, wozu sich am besten Wechselstrom eignet. Hierbei wird Zündgas von beiden Elektroden okkludiert. Diejenige Elektrode, die später als Anode wirksam ist, gibt dann während des Betriebes einen Teil des okkludierten Gases wieder her und dient daher gewissermaßen als Gasspeicher, der das Gemischverhältnis längere Zeit aufrechterhält. Die Verwendung von Wechselstrom hat noch den Vorteil, daß sich das die Elektroden umspülende Gas in geringerem Maße an Zündgas anreichert, so daß der Kathodenfall auf einem niedrigeren Wert gehalten wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: z. Glimmlichtlampe o. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß eine oder alle Elektroden derselben mit einer dünnen Schicht aus schlechtleitendem Stoffe, z. B. einer Oxydschicht, überzogen sind, welche die Zerstäubung verhindert, ohne dem Strom den Durchgang zu versperren, und daß die Lampe mit einem Gasgemisch- gefüllt ist, bei welchem die Klemmenspannung dauernd unterhalb des kritischen Wertes bleibt, bei dem die isolierende Schicht durchschlagen werden würde. z. Glimmlichtlarnpe nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß dem Füllgas solche Gase oder Dämpfe beigemengt sind, welche die schlechtleitende Schicht selbsttätig ausbessern oder erneuern an den Stellen, wo sie durch vorübergehende Überlastung durchschlagen sein sollte. 3. Verfahren zur Herstellung von Lampen nach Anspruch i und z, .dadurch gekennzeichnet, daß die Glimmlichtlampen vor der Ingebrauchnahme mit verminderter Belastung eingebrannt werden, um durch kathodische Okklusion einen etwaigen Überschuß an Zündgasen zu beseitigen, durch welchen der Kathodenfall während des Betriebes über den kritischen Wert ansteigen könnte. q.. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Einbrennen mit Wechselstrom ausgeführt wird.
DESCH61636D 1921-05-10 1921-05-10 Glimmlichtlampe o. dgl. Expired DE406501C (de)

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