-
Vorrichtung zum Einspannen von Ahlen für Schuhwerknähmaschinen während
des Schärfens oder Abfeilens der Ahlenspitzen. Die vorliegende Erfindung betrifft
eine Vorrichtung zum Einspannen von Ahlen während des Schärfens der Spitzen derselben.
-
Es ist eine bekannte Tatsache, daB geringfügige Abweichungen von der
richtigen Cestalt der Ahlenspitze oder seilie he Verbiegung der Ahle den Arbei-sgang
von Doppelsteppstichnähmast hinen erhebli, h beeinträ(h< igen. Au£ erdem bes:
hädi,--en stumpfe Ahlen das Oberleder und s". e, heu die \ adellc c her unri( h:
ig vor. Die Nadel der Nähmaschine findet das unri, h: ig vorgestochene Loch und
bildet eine fehlerhafte Naht. Die Erfindung bezweckt, eine Vorri( htung zum Einspannen
von Ahlen zu schaffen, die genaues Schärfen der Ahlenspitze erleit hl, ert und die
zum Prüfen der richtigen Gestalt der Ahlen dient.
-
Ein wi, htiges Merkmal der Erfindung besteht darin, daß die zum Einspannen
der Ahlenspitze dienende Vorrichtung Führungsflächen für ein Werkzeug, z. B. Feile,
aufweist, die si, h unter einem Winkel schneiden, der der der Ahle zu erteilenden
Gestalt entspricht. Die Vorrichtung zum Einspannen des Ahlenstieles ist so ausgebildet,
daß nur Ahlen richtiger Gestalt in die Spannvorrichtung für die Ahlenspitze eintreten
kennen.
-
Der Erfindungsgegenstand ist in der Zeichnung beispielsweise veranschaulicht,
und zwar ist die Vorrichtung zum F inspannen von Ahlen an einer Doppelsteppstichnähmaschine
angebracht.
-
Abb. i ist ein Grundriß. Abb. 2 ist eine Seitenansicht.
-
Abb.3 ist eine vor der rechten Ecke der Abb. i aus gesehene Ansicht.
-
Abb.:i ist eine Einzelansicht teilweise im Schnitt des die Ahlenspitze
einspannenden Teiles.
-
Abb. 5 zeigt im Schnitt den den Ahlenstiel einspannenden Teil.
-
Abb. 6 ist eine Einzelansicht, teilweise im Schnitt.
-
io ist der Arm der Vorrichtung zum Verändern
der
Vorschublänge. An dem Arm ist ein Fortsatz 12 ausgebildet, dessen Ende 14 bei 16
genutet und becherartig ausgehchlt ist, so daß Lagerflächen 18 entstehen. In der
Nut des Teiles 14 ist ein aus zwei Armen 2o bestehendes Glied untergebracht. Dieses
Glied stützt sich gegen die Lagerflächen 18 und wild von sei.-lichen Bewegungen
in der Nut abgehalten. Dieses Glied mit den Armen 2o und ein Stiel 24 bestehen aus
einem Stück, welches eine kreisförmige Öffnung 22 aufweist. Auf den durch den Teil
14 hindurchgehenden Stiel 24 ist eine geriffelte Mutter 26 aufgeschraubt. Die äußeren
Enden der Arme 20 weisen flache Flächen 25 und 3o auf, die sich unter einem Winkel
zueinander schneiden. Dieser Winkel entsprI. ht der beabsichtigten Abschrägung der
beiden Seien der Ahlenspitze. Die Flächen 28 sind gehärtet, so daß sie während des
Feilens der Ahlenspitze nicht beschädigt werden. An den Armen sind Führungsflächen
32,#34 angebracht, gegen die der Arbeiter die Feile oder ein ähnliches Werkzeug
halten kann. Die Flächen 32, 34 bilden rechte Winkel mit den Flächen 28, 3o. An
den Enden der Arme 20 sind V-förmige Nuten 36 angebracht, in die die gegenüberliegenden
Enden der Ahlenspitze hineinpassen, so daß die Ahle zu beiden Seiten ihrer Spitze
eingespannt wird, wenn die Arme 2o einander genähert werden. Wenn die Ahle in die
V-förmigen Kerben 36 hineinbewegt worden ist, so dreht der Arbeiter den geriffelten
Kopf 26, wobei der Stiel 24 bewegt wird, und die Arme 2o federn in geringfügigem
MaCstabe, so daß die Ecken der Ahlenspitze in den \uten 26 eingespannt werden.
-
Die Vorrichtung zum Einspannen der Ahle ist so ausgebildet, daß nur
Ahlen der beabsichtigten Gattung und nur gebrauchsfähige Ahlen in die zum Einspannen
der Ahlenspitze dienende Vorrichtung eingeführt werden können. An dem Arm io ist
ein Auge 50 angebracht, das eine diagonal zu den Flächen 28, 3o verlaufende
Bohrung 52 aufweist. In der Bohrung 52 ist ein Zapfen mit exzentrischer Bohrung
54 untergebracht, der vor dem endgültigen Zusammenfügen der in Betracht kommenden
Teile in der erforderli#,hen Weise eingestellt werden kann. In den Zapfen 54 ist
ein Zapfen 56 eingefügt, der starr mit einem segmentfcrmigen Arm 58 verbunden ist.
Die Anordnung ist derart, daß durch Schwingen des Armes 58 die Ahle in die Kerben
36 hineinbewegt wird. An dem Arm 58 ist eine V-förmige Nut angebracht, die in Zusammenwirkung
mit einer ähnlichen :gut eines Klemmgliedes 52 den Ahlenstiel einspannt. An dem
Glied 62 ist eine Knagge 64 angebracht, die die Teile 58 und 62 gleichlaufend zueinander
hält. In den Arm 58 ist eine Schraul: e 66 hineinges, hraubt, die einen Ke-i1.el
en l opf a,-fweist. Der kopf dient sowohl zum 9 h«ini_en des Armes 58 als auch zum
Festklemmen des Ahlenstieles. .Durch Drehung des Zapfens 54 kann der Zapfen 56 so
eingestellt werden, daß der Krümmungsmittelpunkt der Ahle durch den Schnittpunkt
der Flächen 28, 3o hindurchgeht. Durch Verstellung des Zapfens 54 in der :%chsrichtung
kann die Ahlenspitze mit Bezug auf die Kerbe 36 mit Genauigkeit eingestellt werden.
Diese Einstellungen können durch einen Stift bewerkstelligt werden, der in das Loch
7o des Bundes 54 hineingesteckt wird. Nach dem Einstellen wird der Zapfen 54 durch
eine hohle Stellschraube 72 in seiner Lage gesichert. Die in das Auge des Armes
io eingeschraubte Schraube 72 bildet dann eine Führung für eine Bohrvorrichtung,
mittels der eine Öffnung 74 vorgebohrt wird. In die Öffnung 74 wird ein Sperrstift
76 hineingesteckt, der durch eine Schraube 78 in seiner Lage gesichert wird. Die
Schwingbewegung des Armes 58 hinweg von den Armen 2o wird durch einen an dem Arm
io ausgebildeten Anschlag 8o begrenzt, so daß der Arbeiter das Abfeilen der Ahlenspitze
nicht ohne Zuhilfenahme der die Spitze einspannenden Vorrichtung vornehmen kann.
Bei ausgeschwenkter Lage des Armes ist zwischen der Ahlenspitze und dem Fortsatz
des Armes io Raum genug vorhanden, um das Einspannen des Ahlenstieles zuzulassen,
doch nicht genug Raum für das Eintreten einer Feile.