DE407287C - Verfahren zur Ermittlung der festgelegten Fahrstrasse fuer Schiffe - Google Patents

Verfahren zur Ermittlung der festgelegten Fahrstrasse fuer Schiffe

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DE407287C
DE407287C DES56960D DES0056960D DE407287C DE 407287 C DE407287 C DE 407287C DE S56960 D DES56960 D DE S56960D DE S0056960 D DES0056960 D DE S0056960D DE 407287 C DE407287 C DE 407287C
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Societe Industrielle des Procedes WA Loth SA
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SOC IND DES PROCEDES LOTH
Societe Industrielle des Procedes WA Loth SA
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01SRADIO DIRECTION-FINDING; RADIO NAVIGATION; DETERMINING DISTANCE OR VELOCITY BY USE OF RADIO WAVES; LOCATING OR PRESENCE-DETECTING BY USE OF THE REFLECTION OR RERADIATION OF RADIO WAVES; ANALOGOUS ARRANGEMENTS USING OTHER WAVES
    • G01S1/00Beacons or beacon systems transmitting signals having a characteristic or characteristics capable of being detected by non-directional receivers and defining directions, positions, or position lines fixed relatively to the beacon transmitters; Receivers co-operating therewith
    • G01S1/72Beacons or beacon systems transmitting signals having a characteristic or characteristics capable of being detected by non-directional receivers and defining directions, positions, or position lines fixed relatively to the beacon transmitters; Receivers co-operating therewith using ultrasonic, sonic or infrasonic waves

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Radar, Positioning & Navigation (AREA)
  • Remote Sensing (AREA)
  • Measurement Of Velocity Or Position Using Acoustic Or Ultrasonic Waves (AREA)

Description

  • Verfahren zur Ermittlung der festgelegten Fahrstraße für Schiffe. Es sind bereits Verfahren zur Ermittlung der festgelegten Fahrstraße für Schiffe u. dgl. bekannt, bei welchen elektromagnetische Führungskabel, die mit Unterwasserschallsenderii -,-ersehen sind, dazu dienen, um mittels eil Bord der Schiffe u. dgl. angeordneter Mikrophonempfänger die Erkennung besonderer, für die Navigation wichtiger Stellen der Fahrstraß-- dadurch zu ermöglichen, daß durch die genannten Sender die Aufmerksamkeit des Seefahrers erregt wird. Die vorliegende Erfindung bezweckt eine weitere Ausbildung dieser bekannten Verfahren, zum Zweck, dem Seefahrer die nähere Bestimmung der vom Schiff befolgten Fahrstraße zu gestatten. Zu diesem Zweck ist die Einrichtung getroffen, um die Zeiten zu messen, welche einerseits liegen zwischen -der Ankunft einer Schallwelle von ein und demselben Schallsender mit sonorer, infra- oder ultrasonorer Frequenz in zwei an getrennten Stellen des Schiffes angebrachten Wellenempfängern und die andererseits liegen zwischen der Ankunft der von zwei benachbarten Schallsendern zu ein und demselben Wellenempfänger gelangenden Schallwellen.
  • Die Zeichnung veranschaulicht srhematiscb den Erfindungsgegenstand in einigen Ausführungsbeispielen.
  • Abb. i zeigt eine Fahrlinie, welche eine Richtungsänderung unter rechtem Winkel erfährt (wobei der die Schallsender betätigende Stromkreis durch das umgebende Medium geschlossen wird).
  • Abb. 2 zeigt ein Diagramm, mittels dessen inan den Standpunkt eines Fahrzeuges in Bezug auf zwei Sender ermitteln kann.
  • Abb.3 zeigt zwei aufeinander senkrechte Lagen eines Fahrzeuges parallel bzw. senkrecht zur Richtung, welche durch die Schallsender abgesteckt ist.
  • Abb.4 ist ein Diagramm, welches zeigt, wie ein Fahrzeug die durch das Führungskabel und damit verbundene Sender abgesteckte Richtung in möglichster Nähe des Kabels verfolgen und somit auch seine Entfernung von dein Kabel ermitteln kann. Das Kabel setzt Schallsender mit sonorer, infrasonorer oder ultrasonorer Frequenz in Wirksamkeit. Die Reichweite dieser Sender ist gleich oder größer als ihr Abstand. Das Fahrzeug trägt die entsprechenden Empfänger. Die Wirkungsweise ist folgende: i. Die Ermittlung des Standortes des Schiffes auf der Fahrlinie.
  • In Abb. 2 sind 15 und 16 Schallsender, die in einem Abstande von io ooo in voneinander liegen; die Fortpflanzungsgeschwindigkeit der Schallwellen im Wasser beträgt 1425 m.. Wenn die Sender 15 und 16 des Kabels gleichzeitig senden, so kann der Standort des Schiffes dadurch bestimmt werden, daß man den Zeitunterschied zwischen der Ankunft der Schallwelle des Senders 15 und derjenigen des Senders 16 mißt. Befindet sich das Schiff über der Fahrlinie 15, 16, so wird in einer Entfernung von i o ooo in von dem Sender 15 dieser Unterschied etwa 5,6 Sekunden betragen, in einer Entfernung von 2ooo m etwa 4,21 Sekunden, in einer Entfernung von 3000 1n etwa 2,81 Sekunden und in einer Entfernung von 4ooo m etwa 1,41 Sekunden, während in einer Entfernung von 5000 in, d. h. .in der Mitte zwischen 15 und 16, der Unterschied gleich Null sein wird. Bei größerer Entfernung des Schiffs als Sooo m von denn Sender 15 treten dieselben Zeitunterschiede, jedoch in urngekehrter Reihenfolge auf.
  • Das Diagrainin i;-18 und 18 -l kann vc.n dein Schiffskapitän, welchem :lie Schallgeschwindigkeit und die Entfernung zwischen den beiden Schwingungsquellen 15, 16 bekannt sind, unmittelbar aufgezeichnet werden, indem man auf in bestimmtem Maßstab an den Endpunkten 15, 16 aufgerichtete Ordinaten ;,01; Einheiten (= 10 000 :142S) aufträgt und die so erhaltenen Punkte 17, i9 mit dein Mittelpunkt 18 der Linie i5-16 verbindet. Es wird dabei angenommen, daß das Schiff in Richtung des Schallkabels, unmittelbar über demselben oder dasselbe genügend nahe links oder rechts befolgend, fährt. 2. Ermittlung desSchiffsstandortes in bezug auf die Lage des Kabels.
  • Uni zu ermitteln, iii welcher Entfernung sich das Schiff rechts von dem Kabel befindet, kann das Schallkabel nach Art eines elektromagnetischen Kabels benutzt werden, indem man Empfänger verwendet, welche, sei es nur durch Induktion oder durch Induktion und Leitung (Unterseeleiter), wirksam sind.
  • Im Zeitpunkt, wo der Strom das Kabel durchströmt, werden die Empfänger (von den Rahmenspulen abgezweigte oder in die Leiter eingeschaltete Telephone mit oder ohne Verstärker) beeinflußt. Man mißt den Zeitunterschied, welcher zwischen dieser Beeinflussung und der Beeinflussung durch die von den Sencler n 15 und 16 kommenden Wellen verstreicht. Wenn an Bord festgestellt wird, daß z. B. einerseits ein Zeitunterschied von 2,1 Sekunden zwischen dein Empfang der ersten Schallwelle und der elektrischen Welle und andererseits ein Zeitunterschied von -.,g1 Sekunden zwischen dem Empfang der zweiten Schallwelle und der elektrischen Welle verstreicht, so ist damit ermittelt, daß sich das Schiff in einem Standort befindet, welcher dem Punkt 20 (Abb. 2) benachbart ist. Betragen diese Zahlen z. B. 2,1 und 5,25 Sekunden, so ist damit gesagt, daß sich das Schiff in dein Standort 21 oder 22 rechts oder links ,-cm Kabel l:efiliden kann, ohne daß man die Seite kennt. Diese Unsicherheit kann jedoch unmittelbar, sei es durch Seitenrahmen nach dem el,#ktromagnetische-i Verfahren, sei es, wenn man über dieselben nicht verfügt oder wenn im Falle der Abb. 2 die Entfernung zum Kabel zu beträchtlich ist, damit die Rahmen beeinflußt werden, dadurch behoben werden, daß man einfach die Schallempfänger am Backbord und am Steuerbord zu Hilfe nimmt. 3. Die Richtung der Fahrlinie Man kann unter Anwendung eines zweiten ebenfalls links am Schiff angeordneten Empfängers auch die Richtung des Schallkabels < itin Standort des Schiffes ermitteln. Der eine Empfänger befindet sich links vorn und der andere in der -litte oder hinten. Man kann auch den einen Empfänger in der -Titte und den zweiten hinten anordnen, was lediglich von der Länge des .Schiffes abhängt. Dieselbe Anordnulig wird auf der rechten Seite des Schiffes getroffen. In Abb.3 befindet sich das Schiff beispielsweise im Standort 23. Die ton der Schwiligungsduelle 24. herrührende Welle gelangt nach dein Standort23; da jedoch das Schiff sich rechts vom Schallkabel und parallel zu demselben befindet, so wird die Schallwelle zunächst den hinteren Empfänger 25 und dann den vorderen Empfänger 26 beeinflussen. Bei diesem Beispiel ist der Fall angenommen, daß das Schiff an Backbord und an Steuerbord je einen vorderen und hinteren Empfänger besitzt. Der Zeitunterschied zwischen der Ankunft der Welle zum Empfänger 25 und 26 hängt von der Entfernung der beiden Punkte 25 und 26 ab, welche bekannt ist. Wein man das eine Gehörorgan mit dem Empfänger 25 und das andere mit dem il_mpfänger 26 verbindet, wirrt das mit dem Empfänger 25 verbundene Gehörorgan vor dem Gehörorgan beeinflußt, welches mit dein Empfänger 26 in Verbindung steht. Wenige Athenblicke danach wird die vom Sender 27 ausgeströmte Welle nach dem Durchgang des Weges 27, 23 ebenfalls zu diesem letzteren Sta:idort gelangen, wird jedoch im Gegensatz zunächst den vorderen Empfänger 26 und dann den hinteren Empfänger 25 beeinflussen. Wenn sich daher das Schiff zwischen 24 und 28 (wobei dieser letztere Punkt genau in der Mitte zwischen den Sendern 24 und 2; liegt) befindet, so wird der hintere Empfänger zuerst beeinflußt, während, falls sich das Schiff zwischen dein Punkt 28 und dein Sender 27 befindet, der vordere Empfänger als erster beeinflußt werden wird. hie Zeit, welche zwischen der Ankunft der beiden Wellen verstreicht, von denen die eine vom Sender 24 und die andere vom Sender 2T herrührt, isst eine Funktion des Verhältnisses der Entf:rnung der beiden Sen3°_r von dem Schiff, so daß es möglich wird, die Lage des Schiffes den Strezken 2.I-28 oder 28-2,7 zwischen zwei aufeinanderfol,geaden Sendern anzuordnen. Schließlich ist der Zeitunterschied, welcher zwische _ der Ankunft der Welle von ein und demselben Sender 2.4 oder 2; zu den Empfängern, z. B. 25 und alsdaiir 26, gelangt, eine Funktion (wenn das Schift ,genau über dem Kabel oder sich ganz nahe an dessen rechter oder linker Seifte hält) lediglich der Neigung der Schiffsachse zu der Richtung des Kabels, nämlich dem Cosinus des Neigungswinkels proportional. Diese letztere Regel hört für den Sender, an welchem das Schiff gerade vorbeigeht, für einen Augenblick auf, gültig zu sein, während sie im gleichen Augenblick für alle anderen Sender in Kraft bleibt.
  • Es ist aus der Abb. 3 ersichtlich, daß die beiden Empfänger 25, 26 im gleichen Augenblick von (-lern Sender 24 beeinflußt werden, wenn die Achse des Schiffes iln wesentlichen senkrecht zur Richtung des Kabels gerichtet ist. Einige Augenblicke später, nach einem Zeitverlauf, welcher lediglich von dein Standcrt des Schiffes auf der Fahrlinie abhängt und somit diesen Standort bestimmt, gelangt die von dein Sender 27 herrührende Welle ihrerseits zu der rechten Schiffsseite und im gleichen Augenblick zu den beiden an Steuerbord befindlichen Empfängern 29, 30. Bei umgekehrter Schiffsstellung wechseln lediglich die betreffenden Seitenbeeinflussungen. Es ist somit möglich, aus dem Unterschied der Ankunftzeiten der Wellen von den Sendern vorn und achtern des Schiffes zu ein und demselben Empfänger an Bord den Standort des Schiffes zu bestimmen und andererseits die Neigung des Schiffes zu der Fahrlinie aus dem Unterschied der Ankunftzeiten einer von einem einzelnen Sender herrührenden Welle zu zwei an Bord befindlichen Empfängern zu ermitteln.
  • Es bleibt noch übrig, den Sinn der Neigung zu ermitteln.
  • In dem Augenblick, wo die Schiffsachse sich zur Fahrlinie neigt, vermindert sich die Unstimmigkeit oder Phasenverschiebung zwischen der Ankunft der Welle vom Sender 2,1 zu den Empfängern 25 und dann zum Empfänger 26. Sie erreicht den hlaximumwert, wenn das Schiff die richtige Fahrtrichtung befolgt. Ebenfalls vermindert sich in diesem Zeitpunkt die Phasenverschiebung zwischen der Ankunft der Welle von dem Sender 27 zu den Empfängern 26 und 25. Wenn das Schiff entlang dem Kabel an Backbordseite fährt, so beginnen in dem Moment, wo die Neigung eintrifft, die Steuerbordempfänger beeinflußt zu werden, während sie nicht oder nur wenig beeinflußt werden, wenn die Fahrlinie parallel zum Kabel ist. Die Aufnahme dieser Empfänger steigt in dem Maße wie die Neigung der Fahrlinie zur Richtung des Kabels. Man kann somit auch den Sinn der Neigung der Längsachse des Schiffes zu der abgesteckten Fahrlinie ermitteln.
  • Folgende Fälle sind möglich: i. Das Schiff fährt in der Richtung aus 2.1 gegen 27 entlang dem Kabel an Backbordseite, was dadurch ermittelt wird, daß die Backbordempfänger stark und die Steuerbordempfänger nicht oder schwach beeinflußt werden. Wenn sich das Schiff auf der Fahrt neigt und gegen das Kabel zu läuft, so sind zwei Fäll:. zu unterscheiden: a) Ist das Schiff zwischen 2,l und 28, so wird die erste Sendung (vom Sender 24) durch die an Backbord befindlichen Empfänger empfangen, @sährend die zweite Sendung (vom Sender 27) durch die Empfänger ein Steuerbord empfangen wird.
  • b) Befindet sich das Schiff zwischen 28 und 27, so wird die erste Sendung (von 27) durch die an Steuerbord befindlichen Empfänger und die zweite Sendung (vom Sender 2.1) durch die an Backbord befindlichen Empfänger empfangen.
  • 2. Das Schaff be«-egt sich in der Richtung von 2.a. nach 27 und neigt sich auf der Fahr-Linie in der Richtung von dem Kabel weg. Es sind hier ebenfalls zwei Fälle zu unterscheiden a) Ist das Schiff zwischen 2.1 und 28, so wird die erste Sendung (vom Sender 24) durch die an Steuerbord befindlichen Empfänger empfangen, während die zweite Sendung (vom Sender 27) durch die Empfänger an Backbord empfangen wird.
  • b) Befindet sich das Schiff zwischen 28 und 27, so wird die erste Sendung (von 27) durch die an Backbord befindlichen Empfänger und die zweite Sendung (vom Sender 24) durch die an Steuerbord befindlichen Empfänger empfangen.
  • Wenn die Neigungen in bezug auf die zu befolgende Fahrtrichtung 9o° erreicht haben, so tritt bei den an ein und derselben Schiffsseite befindlichen Empfängern Phastngleichheit in der Ankunft der Schwingungen von ein und demselben Sender ein.
  • Die seitlichen Apparate vermögen somit nicht nur die Seite anzugeben, an welcher sich das Schiff in bezug auf das Kabel befindet, sondern auch den Sinn der genannten Neigung, wenn sich die Fahrlinie des Schiffes, in bezug auf die Richtung des Kabels zu neigen beginnt. Das Problem ist für den Fall von kurzen, gleichen und gleichzeitigen Sendungen der Sendequellen angenommen worden. Bei Verwendung von in das Kabel eingeschalteten Sendequellen mit unterschiedlichen Schalltönen ist ersichtlich, daß das Problem der Ermittlung der Achsenneigung des Schiffes in bezug auf die Kabelrichtung noch vereinfacht wird.
  • Die Unstimmigkeit zwischen den Ankünften einer von ein und demselben Schallsender (z. B. 27) zu zwei Mikrophonempfängern gelangenden Schallwelle kann durch Änderung der Länge des das Gehörorgan des Beobachters von dem einen der Empfänger trennenden Luftweges (einer Lufttrompete) nach der binauralen IIörrnethode ausgeglichen werden. Beispielsweise könnte diese Einrichtung folgendermaßen ausgebildet werden. Bei normaler Fahrt, d. h. wenn das Schiff parallel zum Kabel fährt, kann man die Länge der Lufttrompete, d. h. die Länge der Luftsäule zwischen dein zuerst beeinflußteu Empfänger und dem Ohr des Beobachters regeln, um eine Verzögerung in der Schallübertragung zu bewirken. Wenn somit je ein (vorderer und hinterer) Empfänger an je ein Ohr angeschlossen ist, bewirken, daß die Töne gleichzeitig und mit gleicher Stärke an den Beobachter gelangen, obwohl die Empfänger nacheinander und ungleich beeinflußt worden sind.
  • Wenn unter diesen Umständen in einem bestimmten Zeitpunkt eine jähe Änderung des Empfanges (z. B. :daß man zuerst mit dem Ohr des hinteren Empfängers und dann mit dem Ohr des vorderen Empfängers hört) erfolgt, so ist daraus zu schließen, daß sich das Schiff in bezug auf das Kabel geneigt hat. Wird nun die Lufttrompete in ihrer Länge derart eingestellt, daß die Empfangsstärken wieder gleich werden, so kann man, wenn die Trompete mit SkAlateilungen versehen ist, aus der Längenänderung annähernd bestimmen, wieviel Grade der Neigungswinkel enthält.
  • Man kann auch das Führungskabel aus getrennten Leitern ausbilden, welche verschiedene Gruppen von Unterwasserschallsendern derart speisen, daß die Schallwellen jeder Gruppe eine andere Periode und andere Reichweite haben. -Man bestimmt alsdann lediglich die Seite des befolgten Kabels, während das Schiff z. B. oherhalb des Kabels fährt, was leicht bewerkstelligt werden kann, `nenn man derart die Steuerrichtung einhält, daß die Empfänger an Backbord- und an Steuerbordseite gleich stark beeinflußt werden. Wenn das Schiff sich in bezug auf die zu befolgende Fahrlinie neigt, so ist ersichtlich, daß z. B. nach Abb. 4, wenn das Schiff die Lage 37, 38 annimmt, der Steuerbordempfänger allein die vom Sender 39 kommenden Sendungen empfängt, während der Backbordempfänger allein die vom Sender 4o kommenden Sendungen aufnimmt, welche die gleiche oder auch andere Schwingungsperioden besitzen können. Gleichzeitig vermindern sich die Unstimmigkeiten zwischen der Ankunft ein und derselben WeUe zu den Empfängern an der gleichen Seite, was durch Mithilfe der bereits beschriebenen Einrichtungen festgestellt werden kann. Dies gestattet zu erkennen, ob sich das Schiff gegen 39 oder gegen 4o neigt. Die beiden Kabel können somit unabhängig sein, wobei der Rücklauf durch die See erfolgt.
  • Man kann ferner das iMehrleiterkabel zickzackförnvig derart auslegen, daß die Unterwasserschallsender die Scheitel der gebildeten Winkel einnehmen, wobei die Sender der gleichgerichteten Winkel an ein und demselben Leiter angeschloseen sind, so daß zwei parallele oder konvergente Fahrlinien abgesteckt sind (Abb. 4). In diesem Falle arbeiten (lie Sender 41-.12-.1-3 mit einer anderen Frequenz als die Sender 44-45-46. Die Sendungen von 41-42-43 helfen außerdem Schiffen, welche die durch die akustische Fluchtlinie 44-45-46 bestimmte Fahrlinie befolgen, sich in noch genauerer Weise einzustellen. Die Sendungen 41-42-43 sollen von Schiffen, welche die Fahrlinie 44-45-46 befolgen, stets links, gehört «-erden, d. h. durch Backbordapparate. Wie vorher liefern die Unstimmigkeiten zwischen der Ankunft der aufeinanderfolgenden Sendungen von zwei oder mehreren Sendern (Hinlauf und Rücklauf) zu ein und demselben Empfänger den genauen Standort auf der zu befolgenden Fahrlinie. Die Unstimmigkeiten bzw. Phasenverschiebungen zwischen der Ankunft ein und derselben Sendung zu den unterschiedlichen Empfängern an Bord des Schiffes, z. B. vorderen und hinteren Empfängern, liefern andererseits die Neigung in bezug auf die zu befolgende Fahrlinie sowie auch den Sinn der Neigung.
  • Das Kabel kann auch ununterbrochen sein und eine Schleife bilden (4bb.4). Die auf den beiden Linien angeordneten Sender können ähnlich sein oder nicht, unterschiedliche oder gleiche Töne besitzen sowie Sendungen von gleicher oder unterschiedlicher Dauer bewirken.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Ermittlung der festgelegten Fahrstraße für Schiffe u. dgl. unter Verwendung eines mit Unterwasserschallsendern versehenen elektromagnetischen Führungskabels, dadurch gekennzeichnet, daß die Zeiten gemessen tverden, welche einerseits liegen zwischen der Ankunft einer Schallwelle von ein und demselben Schallsender mit sonorer, infra-oder ultrasonorer Frequenz in zwei an getrennten Stellen des Schiffes angebrachten Empfängern und die andererseits liegen zwischen der Ankunft der von zwei benachbarten Schallsendern zu ein und demselben Wellenempfänger gelangenden Schallwellen.
  2. 2. Einrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Führungskabel aus getrennten Leitern besteht, welche verschiedene Gruppen von Unterwasserschallsendern derart speisen, daß die Schall-«-ellen jeder Gruppe eine andere Periode und andere Reichweite haben.
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das -lehrleiterkabel zickzackförmig derart ausgelegt ist, daß die Unterwasserschallsender die Scheitel der gebildeten Winkel einnehmen und die Sender der gleichgerichteten Winkel an ein und denselben Leiter angeschlossen sind, so daß zwei parallele oder konvergente Fahrlinien abgesteckt sind.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2545179A (en) * 1948-04-07 1951-03-13 Standard Oil Co Submarine marker with sonic signal generators

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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US2545179A (en) * 1948-04-07 1951-03-13 Standard Oil Co Submarine marker with sonic signal generators

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