DE407342C - Verfahren zur Reinigung von Dampfkesselspeisewasser - Google Patents

Verfahren zur Reinigung von Dampfkesselspeisewasser

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DE407342C
DE407342C DEB112260D DEB0112260D DE407342C DE 407342 C DE407342 C DE 407342C DE B112260 D DEB112260 D DE B112260D DE B0112260 D DEB0112260 D DE B0112260D DE 407342 C DE407342 C DE 407342C
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  • Investigating Or Analyzing Non-Biological Materials By The Use Of Chemical Means (AREA)

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  • Verfahren zur Reinigung von Dampfkesselspeisewasser. Die Erfindung bezieht sich wie das Hxuptpateat 40338o auf ein verfahren zum Reinigen von Dampfkesselspeisewasser durch Mischung des Wassers mit Chemikalien und zugeführtem alkalischen Kesselwasser außerhalb des Kessels. Nach dem Hauptpatent 40338o wird die Menge der dem Wasser zuzuführenden Chemikalien an Hand von Prüfungen, die vor der Zumischung des Kesselwassers erfolgen, geregelt. Die Prüfungen können natürlich nur an einem vollständig ausreagierten und möglichst abgeklärten Wasser vorgenommen werden, so daß also allein m-it Rücksicht auf die eingeschobene Prüfung ein verhältnismäßig großer Raum für die Einwirkung der Chemikalien auf das Rohwasser vor der Beimischung des Kesselwassers vorgesehen werden muß, während ohne die eingeschobene Prüfung das Gemisch von Rohwasser und Chemikalien unbedenklich sofort mit Kesselwasser gemischt und mit diesem zusammen der Ausreagierung überlassen werden könnte. Die Erfindung bezweckt, den nur für die Reaktion zwischen Rohwasser und Chemikalien bestimmten Raum zu ersparen und auf diese Weise die Apparatur zu vereinfachen, also auch zu verbilligen.
  • Der Erfindung gemäß wird zu diesem Zweck von dem noch nicht ausreagierüen Gemisch von Rohwasser und Chemikalien zu Prüfungszwecken ein kleiner Teil abgezweigt und der Ausreagierung und Abklärung überlassen, während das Gemisch von Rohwasser und Chemikalien im übrigen sofort mit Kesselwasser vermischt wird. Die Prüfung an der abgezweigten und ausreagierten kleinen Wassermenge erlaubt natürlich ebensogut einen Rückschluß auf den jeweilig notwendigen Zusatz von Chemikalien wie die Prüfung an Wasser, das der gesamten ausreagierten Wassermenge entnommen wird. Dahingegen beansprucht die Einrichtung für die Abzweigung der kleinen Wassermenge keinen nennenswerten Raum. Auch wird der übrige Betrieb in keiner Weise behindert, da die Reaktion in der abgezweigten Wassermenge zwar gleichzeitig mit der Reaktion des Gesamtwassers, aber unabhängig von dieser zu Ende geführt wird und der Übergang der geringfügigen Menge des abgezweigten, nur mit (len Chemikalien behandelten Wassers in das auch bereits mit Kesselwasser behandelte 1Vasser bedeutungslos ist.
  • Die Zeichnung zeigt im Höhenschnitt eine beispielsweise Ausführungsform einer Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens-.
  • Durch die Leitung ira wird Rohwasser und durch die Leitung j wird eine beliebige Chemikalie (es können natürlich auch zwei oder mehrere Chemikalien sein) dem Mischrohr 7i zugeführt, aus dein das Gemisch in den Reaktionsbehälter t übergeht. Durch die Leitung i wird Kesselwasser eingeleitet, das also zusammen mit den Chemikalien auf das Wasser einwirkt. Das gereinigte Wasser verläßt den Behälter t durch das C'berlaufrohr p.
  • Neben dem Mischrohr fit. oder an sonstiger Steile- innerhalb der Reaktionsl:ehälter ist nun für Prüfungszwecke das Rohr o angeordnet, in welches unten eine kleine Menge des Geinisches von Rohwasser und Chemikalien eintritt. Während ini Behälter t die gemeinächaftliche Einwirkung der Chemikalien und des Kesselwassers auf das Rohwasser sich vollzieht, wird in dem Rohr o nur die Reaktion zwischen Rohwasser und Chemikalien durchgeführt. In der Nähe des oberen Endes des Rohres o ist die Prüfleitung x angeschlossen, aus der also ausreagiertes und abgeklärtes Wasser, das aber noch nicht mit Kesselwasser vermischt ist, zur Prüfung entnommen werden kann.
  • llan kann die kleine Wassermenge auch erst abzweigen, wenn die Reaktion im wesentlichen beendet ist, in welchem Falle dann das Rohr o höher, etwa bei u, beginnen würde. Auf jeden Fall muß das untere Ende des Rohres o oder die sonstige Stelle, an welcher die Abzweigung stattfindet, natürlich unterhalb der Stelle liegen, an der das Kesselwasser zugeführt wird (unteres Ende der Leitung i). Die Abzweigung der kleinen Wassermenge kann in der verschiedensten Weise erfolgen; so könnte z. B. auch vom Mischrohr aus ein Rohr durch den Raum t nach außen geführt und das abgezweigte Wasser außerhalb des Behälters der Reaktion überlassen werden. In diesem Falle könnte das Kesselwasser auch unterhalb der lntnahinestelle des Prüfungsgemisches, also unici-halb des unteren Endes des :#,lischi ohres i. einströmen.
  • Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel tritt die ausreagierte kleine Wassermenge am Kopf des Rohres o aus, um sich mit dem bereits mit Kesselwasser behandelten Wasser zii vermischen, was aber keinen Einfluß auf die Beschaffenheit des Endwassers hat, da gegenüber der Gesamtmenge des ganz gereinigten Wassers die in der kleinen abgezweigten Wassermenge befindliche Spuren von Hirtenbildner bedeutungslos sind.
  • Der Zweck, an Raum und Apparatur zu sparen, wird im höchsten Grade erreicht, wenn das Gemisch von Rohwasser und Zusatzcheinikalien möglichst frühzeitig mit Kesselwasser vermischt und die Abzweigung des Wasserteiles zu Prüfungszwecken also erfolgt, bevor eine nennenswerte Reaktion zwischen dein Wasser und den Zusatzchemikalien begonnen hat. Je später man den Wasserteil abzweigt, um so weniger wird an Raum gespart, doch liegt in jedem Fall auch dann noch ein Vorteil gegenüber dem Verfahren des Hauptpatents vor.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Reinigung von Dainpfkesselspeisewasser nach Patent 40338o, dadurch gekennzeichnet, daß von dein noch nicht ausreagierten und abgeklärten Gemisch von Rohwasser und Zusatzchemikalien zu Prüfungszwecken ein kleiner- Teil abgezweigt und der Ausreagierung und Abklärung überlassen, der noch nicht ausreagierte Hauptteil des Gemisches aber finit Kesselwasser vermischt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, claß die Abzweigung des Wasserteiles zu Prüfungszwecken erst nach vollendeter Reaktion, jedoch vor der Abklärung des Gemisches erfolgt.
  3. 3. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Reaktionsbehälter für das Gemisch aus Rohwasser Zusatzchemikalien und Kesselwasser ein senkrechtes Rohr angeordnet ist, indem das abgezweigte Gemisch von Rohwasser und Zusatzchemikalien in die Hölle ste i,rt. und daß oben eine Prüfungsleitung angeschlossen ist.
DEB112260D 1924-01-11 1924-01-11 Verfahren zur Reinigung von Dampfkesselspeisewasser Expired DE407342C (de)

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