DE407433C - Vorrichtung zur Befestigung der Kathode an der Antikathode bei Roentgenroehren - Google Patents
Vorrichtung zur Befestigung der Kathode an der Antikathode bei RoentgenroehrenInfo
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- DE407433C DE407433C DEL50863D DEL0050863D DE407433C DE 407433 C DE407433 C DE 407433C DE L50863 D DEL50863 D DE L50863D DE L0050863 D DEL0050863 D DE L0050863D DE 407433 C DE407433 C DE 407433C
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- H01J—ELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
- H01J35/00—X-ray tubes
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- H01J35/04—Electrodes ; Mutual position thereof; Constructional adaptations therefor
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Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN
AM 8. JANUAR 1925
AM 8. JANUAR 1925
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
- JVi 407433 KLASSE 21 g GRUPPE 15
(L 50863
Dr. Julius Edgar Lilienfeld in Leipzig.
Vorrichtung zur Befestigung der Kathode an der Antikathode bei Röntgenröhren.
Vorrichtung zur Befestigung der Kathode an der Antikathode bei Röntgenröhren.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 4. Juli 1920 ab.
Längste Dauer: 12. Dezember 1937.
Das Patent 407431 betrifft eine besondere ', Festmachung der Quarzhalter und hinsicht-
Formgebung und Befestigung der Elektroden I lieh y der die Verstellung der Entfernung
einer Röntgenröhre, bei der die Entladung i zwischen den Elektroden bezweckenden An-
auch bei kalter Elektrode durch hinreichend ■ Ordnung.
geringen Abstand der Elektroden erzielt wird ' Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist,
(Patent 390479). i diese im nachstehenden noch näher gekenn-
Bei der Befestigung der aus einer kon- ' zeichneten Schwierigkeiten zu beseitigen,
vexen Antikathode und einer ringförmigen. Besonders störend ist der Umstand, daß
vexen Antikathode und einer ringförmigen. Besonders störend ist der Umstand, daß
vorzugsweise trichterförmigen Kathode be- in Röhren, welche für die Erzeugung harter
stehenden Elektroden gemäß Abb. 5 des Pa- Strahlen, also für hohe Spannungen bestimmt
tentes 407431 ergaben sich Schwierigkeiten , sind, bei der ursprünglichen Konstruktion
hinsichtlich der Spannungssicherheit und Durchschläge an den Ouarzhaltern auftreten,
und zwar vorwiegend in der Nähe ihrer Befestigungen an der trichterförmigen Kathode.
Deshalb ist eine Anordnung zu schaffen, welche nach Möglichkeit die gefährdeten Stellen
aus dem starken, zwischen Kathode und Antikathode herrschenden Kraftlinienfelde
entfernt und sie in einen Raum verlegt, in welchem eine verhältnismäßig geringe Kraftliniendichte
herrscht. Zu diesem Zwecke sind ίο die drei um I2o° Abstand voneinander entfernten,
zur Befestigung des Trichters dienenden Füße (Abb. i, 2 und 3) an der konvexen,
von der Antikathode A abgekehrten .Seite der Kathode K angeordnet worden.
In Abb. ι und 3 ist im allgemeinen die Anordnung des Hauptpatentes beibehalten worden.
Nur sind hier auf Grund der oihen angegebenen Überlegung auch die oberen
Enden der Quarzhalter, welche an dem auf der Antikathode A befestigten Teller T festgemacht
sind, in der gleichen Weise wie ihre kathodischen Enden an den mit B bezeichneten
Stellen herumgebogen, so daß auch hier die Befestigungsstellen an der von der anderen
Elektrode abgekehrten Seite des Tellers T angebiacht
sind. Doch ist die Verwirklichung der Konstruktionsabänderung an den anodischen, ,
am Teller T 'befestigten Enden der Quarzträger nicht in so hohem Maße wichtig wie
an ihren kathodischen Enden, weil aus geome- ' irischen Gründen das Feld an der anodischen
Seite bedeutend schwächer ist, so daß selbst unter Anwendung der Konstruktion gemäß
Abb. 5 des Hauptpatentes die Gefahr der Durchschlage hier geringer ist.
Die Befestigung der Quarzhalter an den Metallteilen erfolgt in der Weise, daß sie in
die Metallteile eingeschliffen und dann vermittels Gewinde — Überfangmuttern —, wie
aus der Abbildung ersichtlich, die Schliffflächen ineinander festgepreßt sind. Die
Ouarzglocken G schützen die Berührungsstellen Quarz-Metall davor, daß an ihnen
während des Pumpens,also bei höherem Gasinhalt, Entladung ansetzt und den Quarz zerstört.
Erfahrungsgemäß genügt aber die Befestigung mit Schliff und überfangmutter nicht, um eine starre Verbindung zwischen
Kathode K und Antikathode A zu gewährleisten. Dies ist sehr wesentlich, weil
schon eine geringe Exzentrizität zwischen dem aktiven Kathodenrand und der Antikathode
genügt, um die Ausbildung eines gleichmäßigen Brennfleckes zu stören. Eine solche \rerrückung wird in der Regel dadurch
eingeleitet, daß die beim P.umpverfahren stark erhitzten Teile infolge der Verschiedenheit
der Ausdehnungskoeffizienten von Quarz : und Metall sich lockern und dann von den
elektrostatiischen Kräften hin und her bewegt , werden. Der geschilderte Mangel läßt sich '
nun in erfolgreicher Weise durch Stützen 51
(Abb. Ij beheben, welche hakenförmig oder, wie in der Abbildung, gabelförmig ausgebildet
sind. Diese Stützen werden zweckmäßig in den den aktiven Kathodenrand enthaltenden
Querschnitt verlegt, da ja die Unverrückbarkeit des Randes Endzweck der ganzen Konstruktion
ist. Die Stützen £ werden vorteilhafterweise aus einem Isolator, wie Glas oder
, Quarz, angefertigt. Im letzten, in der Abb. 1 dargestellten Falle werden die Ouarzteile
ebenso wie die Glasteile mit Nasen versehen, so daß die Befestigung der Ouarzstütze mit
Hilfe einer Drahtbindung erfolgen kann. ' Abb. 2 zeigt die Anwendung des Grundsatzes,
daß die auf Durchschlag beanspruchten Stellen der Quarzhalter in einem Räume von
geringer Kraftliniendichte anzubringen sind, auf den Fall, daß nicht, wie in Abb. 1, die
trichterförmige Kathode auf der Antikathode aufgebracht ist, ,sondern daß die drei um 1200
voneinander abstehenden, die Kathode tragenden Füße am äußeren Gehäuse des Rohres
befestigt sind. Zu diesem Zwecke sind auf den , Ouarzstützen Schliffe .S1, SO vorgesehen,
welche in passende Glasaußenkonusse ein-, greifen. Die letzteren sind an Glasfüßen befestigt,
welche ihrerseits an den mit C1, C2
bezeichneten Stellen mit dem Gehäuse ver-. hunden sind. Diese Verbindung kann entweder
wie bei C1 mit Hilfe von besonderen, rohrförmigen, an die Hülle von außen angesetzten
Stutzen erfolgen oder wie bei C2 mit Hilfe ähnlicher, ins Innere des Glasgehäuses
hineinragender Ansätze bewirkt werden. Auch in einer anderen Weise sind die beiden
skizzierten Füße zwecks Darstellung verschiedener Auisführungsformen in Abb. 2 verschieden
angegeben. Der mit B1, S1, C1 bezeichnete
Halter ist entsprechend der Wahrung des Grundsatzes ausgestaltet, daß die Befestigungsstellen
C1 ungefähr in dem den aktiven Kathodenrand enthaltenden Querschnitte zu
liegen haben, während der mit B2, S2, C2 bezeichnete
Halter ohne Rücksicht auf diesen Grundsatz geformt ist. Die letztere Formgebung
dürfte für gewisse Zwecke, besonders λνεηη mit hohen Spannungen gearbeitet werden
soll und die Schmelzstelle C2 möglichst abseits von der größten Kraftliniendichte anzubringen
ist, bevorzugt werden.
Die beschriebenen Grundsätze und Konstruktionseinzelheiten sind zwar hier für den
Fall einer Röntgenröhre entwickelt worden, können aber selbstverständlich für beliebige
andere Hochvakuumröhren Anwendung finden, so für Röhren, welche zur Beeinflussung
elektrischer Entladungskreise, elektrischer Ventile oder als Lichtquellen dienen.
Zur .Regelung der Entfernung zwischen den beiden Elektroden erscheint es zweck-
mäßiger, nicht .wie in Abb. 5 des Hauptpatentes
den ganzen Ouarzrahmen gleitend auf dem Antikathodenstiel anzuordnen, sondern, wie in Abb. 3 gezeigt, die Antikathode
so einzurichten, daß sie achsial verlängert werden kann, wodurch die Entfernungsänderung
auch im Falle der Konstruktion nach AbIx 2 verwirklicht werden kann. Zu diesem
Zwecke wird der Antikathodenkörper, ähnlich wie -bei den bekannten wassergekühlten Antikathoden,
rohrförmig hohl eingerichtet und mit Hilfe eines Platinkragens P mit dam
Glasgehäuse der Röhre luftdicht verbunden. Am Antikathodenkörper ist eine oder mehrere
leicht deformierbare Rippen R angeordnet. Zwischen -dieser Rippe R und dem Teller T
befindet sich die Stelle B, an welcher ein inneres Metallrohr C, welches koachsial in dem
Antikathodenrohre steckt, mit letzterem fest verbunden ist. Innerhalb des Rohres C ist ein
starrer Metallstab 5" angeordnet, welcher an einer oder an mehreren Stellen achsial, aber
um die Achse drehbar geführt ist. Dieser Stab ist am Antikathodenkopfe A mit Hilfe
einer Art von Kugelgelenk D verankert, während er an einer anderen .Stelle, beispielsweise
am oberen Ende des Rohres C, mit einem kräftigen Gewinde E und mit einem gezahnten
Griffe F versehen ist. Wird nun /-" etwa
mit Hilfe einer Schnecke gedreht, dann übt der Stab J? einen Druck oder einen Zug auf
das Kugelgelenk- D aus, die deformierbare Rippe R gibt nach, so daß die Entfernung
zwischen A und K je nachdem vergrößert oder verkleinert und im selben Maße die
Härte der Röntgenstrahlen erhöht oder erniedrigt wird. Es ist natürlich bei der Verstellung
darauf zu achten, daß die Röhre nicht an der äußeren' Glashülle, sondern an dem
hervorragenden Ende des Rohres C festgehalten werde, weil sonst die Einschmelzstelle
am Platinringe P Gefahr läuft, zerstört zu werden.
Die Anordnung kann gleichzeitig zum Zwecke der Wasserkühlung ausgenutzt werden,
indem ein Wasserbehälter W mit dem oberen Ei:de des Rohres C verbunden wird .
und durch die in der Abbildung angedeuteten öffnungen gesorgt wird, daß die Flüssigkeit
bequem Zutritt zum Antikathcdenkopfe A hat. Es kann auch eine Zirkulationskühlung
, angebracht werden. Dann empfiehlt es sich, an Stelle des Stabes 5" ein starkwandiges
Rohr zu nehmen, so daß das gleiche Organ die Pbertragung des Zuges auf den Antikathodenkopf
A und die Wasserzufuhr zu A ' besorgt.
Claims (5)
1. Aus hochschmelzendem Isolierstoff (Quarz) bestehende Vorrichtung zur Befestigung
der Kathode an der Antikathode bei Röntgenröhren nach Patent 407431,
dadurch gekennzeichnet, daß die Isolatorstützen an den Elektroden, hauptsächlich
aber an der Kathode auf derjenigen Seite befestigt sind, welche von der anderen Elektrode abgekehrt ist, zu dem Zwecke,
die Gefahr der Zerstörung der Ouarzstützen durch das um sie herrschende
Hochspannungsfeld zu verringern, und daß zweckmäßig die Befestigungsstellen
mit an den Isolator stützen angebrachten Ouarzglocken abzudecken sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Isolator-Stützen
mit .Schliffen versehen sind, welche den Anschluß an Glashalter, die an
der Außenhülle der Röhre befestigt sind, bewirken, und zweckmäßig die Befastigungsstellen
der Glashalter am äußeren Glasgehäuse ungefähr in dem den aktiven Kathodenrand enthaltenden Querschnitte
angeordnet sind.
3. Isolatorgestell nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die das Gestell
bildenden Quarzstäbe vom äußeren Röhrengehäuse aus mit gabel- oder hakenförmigen
Haltern aus Quarz oder Glas abgestützt und in einer unverrückbaren Lage festgehalten sind und zweckmäßig
die Stützen in dem den aktiven Kathodenrand enthaltenden Querschnitte angeordnet
sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks Verstellung
der Entfernung der Elektroden der als Hohlkörper ausgebildete Antikathodenstiel mit einer oder .mehreren
Rippen versehen ist, welche die für seine Verlängerung oder Verkürzung erforderliche
Deformation ermöglichen.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß innerhalb des
Antikathodenstiels, aber oberhalb der Deformatioiiisrippe
ein Rohr mit dem Antikathodenstiel fest verbunden ist, und daß durch Gewinde drehbar in diesem Rohre
ein Stab angeordnet ist, dessen unteres Ende so mit dem Antikathodenkopfe verhunden
ist, daß durch die Drehung des Stabes in diesem Gewinde eine Verlängerung
oder Verkürzung der Antikathode bewirkt wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEL50863D DE407433C (de) | 1920-07-04 | 1920-07-04 | Vorrichtung zur Befestigung der Kathode an der Antikathode bei Roentgenroehren |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEL50863D DE407433C (de) | 1920-07-04 | 1920-07-04 | Vorrichtung zur Befestigung der Kathode an der Antikathode bei Roentgenroehren |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE407433C true DE407433C (de) | 1925-01-08 |
Family
ID=7273694
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEL50863D Expired DE407433C (de) | 1920-07-04 | 1920-07-04 | Vorrichtung zur Befestigung der Kathode an der Antikathode bei Roentgenroehren |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE407433C (de) |
-
1920
- 1920-07-04 DE DEL50863D patent/DE407433C/de not_active Expired
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