DE407656C - Vorrichtung zur Herstellung von Schwefelkohlenstoff - Google Patents

Vorrichtung zur Herstellung von Schwefelkohlenstoff

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DE407656C
DE407656C DESCH67481D DESC067481D DE407656C DE 407656 C DE407656 C DE 407656C DE SCH67481 D DESCH67481 D DE SCH67481D DE SC067481 D DESC067481 D DE SC067481D DE 407656 C DE407656 C DE 407656C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B32/00Carbon; Compounds thereof
    • C01B32/70Compounds containing carbon and sulfur, e.g. thiophosgene

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Vertical, Hearth, Or Arc Furnaces (AREA)

Description

  • Vorrichtung zur Herstellung von Schwefelkohlenstoff. Bekanntlich wird Schwefelkohlenstoff in der Hauptsache in Retorten mit Generatorfeuerung hergestellt. Die Retorten, die gasdicht sein müssen. bestehen aus Gußeisen, und wegen ihrer unmittelbaren Berührung mit den von außen sie umspülenden Generatorgasen werden sie ziemlich schnell abgenutzt, >o daß sie des öfteren erneuert werden müssen. Dieser Verschleiß der Retorten ver= feuert die Fabrikation, insbesondere in letzter Zeit, außerordentlich.
  • Es ist nun auch schon vorgeschlagen worden, anstatt die Retorte von außen zu erhitzen, im Innern des Reaktionsraumes am Bodenteil desselben einen Lichtbogen mit dazwischenliegendem Heizwiderstand zu verwenden. Das hat aber den achteil, claß die Masse der hohle in unmittelbarer Nähe des Bogens verbrennt und die Achse den Widerstand verdeckt, wodurch der Heizeffekt stark herabgesetzt wird. .lndererseits besteht in der Nähe des Lichtbogens eine Temperatur, die viel höher ist als die zur Reaktion erforderliche und die bewirkt. daß die Reaktion wieder zurückgeht. Erfindungsgemäß sollen diese Nachteile der erwähnten Vorrichtungen dadurch behoben werden, daß die Reaktionsmasse in einer vollständig abgeschlossenen Heizkammer mittels vertikal angeordneter elektrischer Widerstände, die durch geeignete Umhüllung geschützt sind, oder mittels Heizgasen, die das Ofeninnere durchziehende Heizkanäle durchfließen, erhitzt werden. Das bietet den Vorteil, daß die Elektrodenanschlüsse und die Widerstandskohle im Falle einer elektrischen Heizung weder von Verunreinigungen noch von den entstehenden Gasen angegriffen werden und der Betrieb nicht unterbrochen zu ,v erden braucht. Auch läßt sich die Reakticnstemperatur besser und bequemer regeln. Da die Erhitzung nicht mehr von außerhalb erfolgt, werden die Außenwände des Heizraumes einerseits nicht mehr von außerhalb so stark angegriffen, andererseits kann man sie zum großen Teil aus Chamotte o. dgl. her-, stellen, um eine gute Wärmeisolierung des Innenraumes zu erzielen, gleichzeitig aber auch, um den Metallmantel gegen die Reaktionsgase zu schützen. Es werden zweckmäßig in dem Reaktionsraum so viel Heizkörper in geeigneter Verteilung vorgesehen, als erforderlich sind zur Erzielung einer gleichmäßigen Reaktion im ganzen Raume. Der weiteren Erfindung gemäß werden in der Außenwandung des Ofens auch Hohlräume vorgesehen zur Einführung des zu verwendenden Schwefels, und bei der Verteilung bzw. Anordnung der Heizkörper wird Bedacht darauf genommen, daß die Teile der Ofenwandung, in denen sich die Hohlräume für die Schwefelbehälter befinden, stärker erhitzt werden als der Restteil der Außenwandung, um ein Schmelzen und Vergasen des Schwefels mit Sicherheit zu erzielen.
  • Ein Ausführungsbeispiel eines Ofens gemäß der Erfindung, gemäß dem zwei elektrische Widerstände als Heizkörper vorgesehen sind, ist auf der Zeichnung veranschaulicht. Und zwar zeigt Abb. i eine Schnittansicht des Ofens und Abb. a einen OOuerschnitt nach der Linie I-1 der Abb. i. Die Ofenwandung besteht aus einem stärkeren Chamottefutter a., (las von außen mit Metall h umkleidet ist. Die Innenwandung des Chamottefutters a ist gleichfalls mit einer Metallbekleidung c versehen, die ihrerseits wieder durch ein Chainottefutter d an der Innenseite bekleidet ist. Das Chamottefutter a dient in der Hauptsache zur Wärmeisolierung des inneren Ofenraumes gegen die Außenatmosphäre. Die Metallbekleidungen b und c sind zum gasdichten Abschluß des Chamottefutters a vorgesehen, und (las Chamottefutter d dient zum Schutze der lnnenmetallbekleidung gegen die Reaktionsgase. Mit e sind Heizwiderstände bezeichnet und mit f die Elektroden, an die sie angeschlossen sind. Wie aus dem Querschnitt nach Abb.2 ersichtlich, sind diese Elektroden nach der Längsachse angeordnet, und zwar geschieht dies in zweckmäßiger Weise so, daß die Temperatur zwischen denselben ül:erall für die Reaktion genügt. Die Heizwiderstände e sind mit einem Metallrohr umkleidet, das sich wiederum zum Schutze gegen Reaktionsgase in einer Hülle aus geeignetem feuerfesten Material befindet. a bezeichnet einen schornsteinförmigen Aufsatz, der an seinem Oberteil durch einen Deckelle verschließbar ist, durch den der Kohlenstoff eingeführt «-erden kann. Damit die Kohle sich überall in dem Ofen verteilen kann, sind die Ofenwandungen, wie in i .ersichtlich, abgerundet ausgebildet. Zur Ableitung des gebildeten Schwefelkohlenstoffes dient die Öffnung k. Durch diese gelangt der Schwefelkohlenstoff in bekannter Weise zu einer Sammelvorrichtung. In die Seitenwandung des Ofens sind Behälter l eingebaut zur Aufnahme des Schwefels, der denselben durch Trichter in zugeführt wird. Der geschmolzene und verflüchtigte Schwefel fließt durch Kanäle ii. in das Innere des Ofens. Abschließbare Öffnungen o dienen dazu, aus dem Ofen die Asche zu entfernen.
  • Erfolgt die Erhitzung des Ofens durch Generatorgase, dann werden im Innern des Ofens mit ihren Hauptzweigen senkrecht angeordnete und zickzackförmig verlaufende Heizröhren vorgesehen, die von den Verbrennungsgasen durchströmt werden. Bei kleineren Ofen, die zweckmäßig mit zylindrischem Querschnitt ausgebildet sind, genügt ein einzelner Heizkörper, der vorteilhaft etwas exzentrisch angeordnet ist, und zwar derart, daß er dem Wandungsteil, in dem die Schwefelbehälter angeordnet sind, näher zu liegt als den übrigen Wandungsteilen, um ]:ei niedriger Temperatur dieser letzteren eine genügende hohe Temperatur an den Schwefelbehältern zum Schmelzen und Vergasen (les Schwefels zu erzielen.

Claims (3)

  1. PATr,NT-ANSPRÜCHE: i. Vorrichtung zur Herstellung von Schwefelkohlenstoff aus Schwefel und Kohle, gekennzeichnet durch einen Heizraum mit Innenbeheizung durch Heizkörper, wie z. B. vertikal angeordnete Heizwiderstände oder entsprechend angeordnete Kanäle, die von Generatorgas, Preßgas o. dgl. durchzogen werden.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Heizwiderstände mit einer Schutzhülle aus geeignetem Material, vorzugsweise aus Metall, versehen und diese Metallhüllen in Röhren aus Chamotte oAgl. angeordnet sind.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Wandung des Ofens aus feuerfestem Isolationsmaterial hergestellt ist, das innen und außen mit einer Metallbekleidung versehen ist, und Einrichtungen zum Erhitzen und Vergasen des Schwefels in entsprechenden Hohlräumen der Ofenwandung vorgesehen sind. d.. Vorrichtung nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der bzw. die Heizkörper mit Bezug zu der Ofenwan-(lung so angeordnet sind, (laß die letztere an der Stelle, wo die Scnwefelbehälter sich befinden, stärker als an den übrigen Teilen erhitzt wird.
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