DE407876C - Verfahren zur Raffination von Urteeroelen - Google Patents

Verfahren zur Raffination von Urteeroelen

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WILHELM BUSCHMANN DR
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10CWORKING-UP PITCH, ASPHALT, BITUMEN, TAR; PYROLIGNEOUS ACID
    • C10C1/00Working-up tar
    • C10C1/20Refining by chemical means inorganic or organic compounds

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Organic Chemistry (AREA)
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Description

  • Verfahren zur Raffination von Urteerölen. Die Urteeröle, insbesondere die hochsiedenden Fraktionen derselben, zeigen beim längeren Aufbewahren die unangenehme Eigenschaft, stark nachzudunkeln. Für die meisten Verwendungszwecke, z. B. für die Gewinnung von Kunstharzen oder Lösungsmitteln, ist es aber erforderlich, helle, haltbare öle zu verwenden. Die Reinigung der Urteeröle kann in wirtschaftlicher Weise nicht nach den in der Erdölindustrie üblichen Verfahren, z. B. mittels konzentrierter Schwefelsäure, erfolgen, da hierbei ein sehr großer Teil derselben völlig zerstört und verharzt wird und zudem große Schwefelsäuremengen erforderlich sind. Ebenso undurchführbar ist die Reinigung der Urteeröle mittels verflüssigtem Schwefeldioxyd, da sich diese Destillate, selbst bei tiefen Temperaturen, mit schwefliger Säure in jedem Verhältnis mischen. Dagegen gelingt die Reinigung durch Behandlung der öle mit wasserhaltiger Schwefelsäure (vgl. Patent 388547).
  • Es wurde nun gefunden, daß man die Urteeröle, insbesondere die über Zoo' siedenden Fraktionen derselben, auch durch Behandlung mit Alkalien oder alkalisch wirkenden Mitteln raffinieren kann. Zu diesem Zweck werden die Urteeröle unter Ausschluß von Wasser mit kleinen Mengen von festen Alkalien versetzt und zweckmäßigerweise unter Rückflußkühlung erhitzt, sodann vom Rückstand abdestilliert.
  • Bei diesem Verfahren werden nur geringfügige Mengen von Ölen zerstört und - zugleich eine verhältnismäßig geringe Menge des Reinigungsmittels benötigt, welches sich zudem zum größten Teil regenerieren läßt. Das vorliegende Verfahren zeichnet sich gegenüber der Raffination der Urteeröle mit wasserhaltiger Schwefelsäure dadurch vorteilhaft aus, daß es jeder beliebigen eisernen Apparatur ausgeführt werden kann und in wesentlich kurzer Zeit zum Ziele führt. Es eignet sich sowohl zur Reinigung der neutralen als auch der sauren Öle des Urteers sowie der ungetrennten Gemische derselben, wie sie bei der Destillation der Teere anfallen.
  • Beispiel. i oo Teile eines Urteeröles, das zu 8 ¢ Prozent von i 8o bis 25o' siedet und etwa 5o Prozent Phenole enthält, wird mit i Teil gepulvertem Natriumhydroxyd versetzt und eine Stunde unter Rückflußkühlung zum schwachen Sieden erhitzt. Hierauf destilliert man das so behandelte öl von dem Rückstand ab und erhält 8 q. Teile gereinigtes Urteeröl, das von i8o bis 250' siedet. Im Gegensatz zum Ausgangsprodukt behält es seine helle Farbe und verharzt nicht mehr. $eim Schütteln mit wäßriger Natronlauge erfolgt keine Oxydation, die sich durch starke Dunkelfärbung kenntlich macht, wie man sie bei dem ungereinigten Öl beobachtet. Die aus dem so behandelten Öl erzeugten Kunstharze zeichnen sich durch eine hellere Farbe und große Lichtbeständigkeit aus.

Claims (1)

  1. PA'rRNT-ANS1'RtJCfi: Verfahren zur Raffination von ürteerölen, darin bestehend, daß man diese unter Ausschluß von Wasser mit kleinen Mengen von festen Alkalien bei höheren Temperaturen zweckmäßig unter Rückflußkühlung behandelt.
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