DE408030C - Regenerierung von zum Waschen von Leuchtgas verwendetem OEl - Google Patents

Regenerierung von zum Waschen von Leuchtgas verwendetem OEl

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DE408030C
DE408030C DEZ14369D DEZ0014369D DE408030C DE 408030 C DE408030 C DE 408030C DE Z14369 D DEZ14369 D DE Z14369D DE Z0014369 D DEZ0014369 D DE Z0014369D DE 408030 C DE408030 C DE 408030C
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DE
Germany
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oil
washing
deasphalting
asphalt
washing oil
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Expired
Application number
DEZ14369D
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English (en)
Inventor
Dr Hugo Kiemstedt
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ZECHE MATHIAS STINNES
Original Assignee
ZECHE MATHIAS STINNES
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Publication date
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10CWORKING-UP PITCH, ASPHALT, BITUMEN, TAR; PYROLIGNEOUS ACID
    • C10C1/00Working-up tar

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Production Of Liquid Hydrocarbon Mixture For Refining Petroleum (AREA)
  • Working-Up Tar And Pitch (AREA)

Description

  • Regenerierung von zum Waschen von Leuchtgas verwendetem Öl. Es ist bekannt; daß das im Kokereibetrieb zum Auswaschen von Benzol und seinen Homologen verwendete Waschöl in kurzer Zeit verdickt und durch frisches Ö1 ersetzt werden muß. Man arbeitet meist derart, daß in regelmäßigen Zeitabständen ein bestimmter Teil des im Umlauf befindlichen Waschöls abgezogen und die gleiche Menge frisches Öl zugesetzt wird. Die Verbesserung des zirkulierenden 51s, ist also immer nur teilweise, verhältnismäßig gering.
  • Das abgezogene, verdickte Waschöl wird vielfach als Heizöl verwendet; es entsteht dadurch ein nicht unerheblicher Verlust, da Waschöl wesentlich höher als Heizöl bewertet ist. Trotz des Preisunterschiedes und dauernden Mangels an Waschöl nimmt man die naheliegende Operation des Regenerierens von gebrauchtem t51 durch Abtreiben der Verunreinigungen meist wohl nicht vor, weil infolge der Anwesenheit des hohen Prozentsatzes eingedickter Stoffe die Destillation nur bei größter Sorgfalt ausführbar ist. Diese eingedickten Stoffe, über deren Entstehung und Natur man noch im Zweifel ist, halten hartnäckig Wasser fest, bringen die Charge leicht zum Überschäumen, zersetzen sich durch die hohen Destillationstemperaturen weitgehend, geben nur wenig Destillat und bilden einen pechartigen Rückstand.
  • Es wurde nun gefunden, daß in verhältnismäßig einfacher Weise das Waschöl regeneriert und der ganze Benzolwaschprozeß und die Leichtölgewinnung viel rationeller gestaltet werden kann. Ein Teil der umlaufenden, meist stark verdickten Öle wird in regelmäßigen Zeitabständen abgezogen und mit Hilfe einer als Entasphaltierungsmittel geeigneten, niedriger als Waschöl siedenden, organischen Flüssigkeit von den eingedickten als »Asphalt« bezeichneten Stoffen befreit. Beispielsweise wird das eingedickte Waschöl mit einer ausreichenden Menge Benzin -es genügt bei diesem Entasphaltierungsmittel etwa der Zusatz der doppelten Raummenge auf einen Teil Waschöl - kurze Zeit bei gewöhnlicher Temperatur verrührt und, sobald gleichmäßige Mischung erzielt ist, bei dieser oder zweckmäßig durch Kühlung erniedrigter Temperatur einige Stunden stehengelassen. Die Weiterverarbeitung erfolgt in der Weise, daß von dem nunmehr als Kuchen auf dem Boden der' Gefäße abgeschiedenen Asphalt die Lösung des Entasphaltierungsmittels - in unserem Beispiel Benzin - und das asphaltfreie Öl abgezogen und letzteres durch Abtreiben von dem Entasphaltierungsmittel befreit wird. Der im Kessel zurückbleibende weichpechartige Asphalt wird durch Erwärmen von ihm anhaftenden bzw. in ihm eingeschlossenen kleinen Resten des Entasphaltierungsmittels befreit und noch warm in einen Vorratsbehälter abgelassen. iNfan erhält einerseits einen je nach der Gebrauchsdauer des Waschöls mehr oder minder großen Gehalt an Asphalt (im Durchschnitt etwa 30 Prozent des Waschöls), der als solcher z. B. als Weichpech oder Asphalt oder als Rohmaterial für Eisenlack sehr gut verwendbar ist, und anderseits ein leichtfließendes 01, das frischem Waschöl an Aufnahmefähigkeit für Benzol mindestens gleichwertig, in bezug auf Haltbarkeit überlegen ist, da es fast keine verharzbaren Bestandteile mehr enthält.
  • Der Asphalt kann, wenn es erwünscht ist, ihn in leichter zu handhabendes Hartpech für Brikettfabrikation überzuführen, in an sich bekannter Weise durch Einblasen von Luft, was zweckmäßig im Asphaltvorratsbehälter, solange der Asphalt noch warm ist, geschieht, weiterverarbeitet werden.
  • An Hand einer schematischen Zeichnung sei die Apparatur und die Ausführung des Verfahrens näher beschrieben.
  • Das leichtölfreie, gegebenenfalls abgekühlte Waschöde , t in den Rührwerkskessel A. Aus dem Behälter B läßt man dann beispielsweise etwa die doppelte Raummenge Benzin zufließen, schaltet für kurze Zeit das Rührwerk ein, bis gleichmäßige Mischung erzielt ist, was meist nach einigen Minuten der Fall ist, und stellt dann das Rührwerk wieder ab. Längeres Rühren ist nicht ratsam, da sonst ein Teil des Asphalts sich an den Wandungen des Kessels absetzt, während er bei kurzer Rührdauer sich in einer eigenartigen kompakten, konischen Form abscheidet und die Kesselwandungen und die Ausflußleitung freiläßt. Der Rührwerkskessel ist mit einer Rohrschlange ausgestattet, um durch Abkühlung die Asphaltabscheidung zu begünstigen; gleichzeitig dient diese Rohrschlange als Heizschlange, wenn der ausgeschiedene Asphalt durch Erhitzen vom Entasphaltierungsmittel befreit und zwecks Ablassens aus dem Behälter in eine flüssige Form gebracht werden soll. Nach Verlauf von einigen Stunden ist die Entasphaltierung praktisch beendet. Die über dem Asphalt stehende Lösung läßt man durch die Leitungen in die Destillierblase D ab und treibt dort das beispielsweise mitgeführte Benzin ab; die Dämpfe strömen durch die Leiturig I_ zum Kühler K, und (las verdichtete Benzin läuft zu dem als Vorlage dienenden Behälter B.
  • Auch dieser Behälter ist zweckmäßig mit einer Kühlschlange zu versehen (C, H). Die sonst vollständig geschlossene Apparatur hat nur eine einzige Entlüftungsleitung E und ein Filter F mit einem Absorbens, z. B. aktiver Kohle.
  • Der abgeschiedene Asphalt wird nach Ablassen der Benzinlösung indirekt mit Dampf beheizt, die Dämpfe entweichen durch die Leitung I_1 ebenfalls nach dem Kühler K, und das verdichtete Benzin fließt in den Behälter B. Ganz geringe Reste von Benzin werden zum Schluß der Operation durch etwas direkten Dampf restlos abgetrieben. Der abgetriebene Asphalt fließt noch warm in den Sammelbehälter V, wo gegebenenfalls eine Nachbehandlung mit Luft (Luftdüse) stattfindet.
  • Es liegt in der Natur des Gegenstandes, daß der Effekt des vorliegenden Verfahrens rein zahlenmäßig sehr schwer anzugeben ist - dazu gehören längere Betriebsperioden -; es sollen deshalb im folgenden nur die aus der Anwendung des Verfahrens sich ergebenden großen Vorteile näher beschrieben «-erden: r. Selbst bei Annahme von Benzinverlusten, die aber in der Apparatur zur Ausführung des vorliegenden Verfahrens in weitgehendstem Maße eingeschränkt und so gut wie ausgeschlossen sind, macht sich das scheinbar teure Verfahren allein durch den Wert des wiedergewonnenen regenerierten öls mehr als bezahlt.
  • z. Das regenerierte Waschöl ist dein Frischöl in bezug auf Aufnahmefähigkeit für Benzol usw. mindestens gleichwertig, auf Haltbarkeit aber bedeutend überlegen, da die verharzbaren Bestandteile entfernt sind, 3. Die Viskosität des regenerierten Öls beträgt etwa 1,.i° E bei 5o° C gegen 2,05 eines gebrauchten Waschöls. Dieser für die Benzolauswaschung äußerst günstige Viskösitätsabfall wurde bei einem gebrauchten Waschöl festgestellt, das bis 300° C zu 70 Prozent überdestillierte, also noch recht gut war. Bei stärker verdickten ölen, welche häufig vorkommen, dürfte der Unterschied noch größer werden.
  • Die vorliegende Entasphaltierungsmethode hat gegenüber der Destillationsmethode den großen Vorteil, daß sie dem Betrieb in der Benzolfabr ik ohne weiteres angeschlossen werden kann. Wollte man das ausgebrauchte Waschöl in einer Ölblase destillieren, so wäre ein Transport erforderlich, denn die Destillation geschieht unter Verwendung direkter Beheizung, die jedenfalls nicht in der Benzolfabrik vorgenommen werden kann. .Es werden also Transportkosten und Arbeitskräfte gespart. Auch im Verbrauch bzw. in der Abnutzung der Apparatur dürfte das Verfahren weit günstiger sein als der Destillationsbetrieb mit direkter Beheizung.
  • 5. Wird das Verfahren bei einer Anlage mit 4o t Waschölumlauf beispielsweise so ausgeführt, daß täglich nur z t Waschöl entasphaltiert werden, so wird binnen kurzer Zeit ein gleichmäßig gutes Öl zirkulieren; nach einer g e Wissen Zeitspanne können die Entasphaltierungsoperationen (auch der Zusatz neuen Öls) wesentlich eingeschränkt werden, da bald alle leicht verdickenden Bestandteile entfernt sind. - Die Benzolauswaschung ist gleichmäßig gut, Verluste an Benzol kaum möglich. Es wird an Kraft gespart, da nicht, wie es bisher geschieht, der hohe Prozentsatz an totem Ballast (Asphalt) dauernd mit umgepumpt zu werden braucht; das Öl ist dünnflüssig und erfordert auch deshalb schon wesentlich weniger Kraft. Die Benzolauswaschung wird rationeller, da bei gleicher Ölmenge besser absorbiert werden kann als mit normalem, meist stark verdicktem Öl. Dementsprechend vermindern sich auch die Dampf-und Kühlwasserkosten, da gemäß der Erfindung nur gutes Absorptionsöl abzutreiben ist und nicht ein Öl mit etwa 30 Prozent für die Absorption fast wertlosen Asphalts; die Wärme bzw. Kälteübertragung muß bei einem dünnflüssigen Öl besser sein als bei einem verdickten.
  • Es sei noch bemerkt, daß, ohne das Wesen des vorliegenden Verfahrens zu ändern,' zahlreiche Variationsmöglichkeiten vorhanden sind. Man kann z. B. die Menge des zu entasphaltierenden Öls grU.er oder kleiner wählen, man kann das Entasphaltierungsmittel bei gewöhnlichem oder vermindertem Druck, mit oder ohne Wasserdampfzusatz, abtreiben, man kann auch, um Spezialapparatur zu sparen, die Lösung des Entasphaltierungsmittels und der regenerierten Öle über den üblichen Abtreiber gehen lassen; man kann mehrere Asphaltabscheidungen zusammenkommen lassen und dann erst verarbeiten. Besonders in der Wahl und der anzuwendenden Menge des Entasphaltierungsmittels kann stark variiert «-erden, es ist gleichgültig, ob man z. B. hoch- oder niedrigsiedende Petrolbenzine verwendet, bei Verwendung von niedrigsiedenden Benzinen (unter roo° siedend) ist man in der Lage, erlieblich an Dampf zu sparen, da mit Abdampf fast restlos und kostenlos abgetrieben werden kann. Auch Benzine anderer Herkunft, wie die vom Braunkohlenteer, Steinkohlenteer u. a. können ebenso verwendet werden. Das gemäß der Erfindung entasphaltierte Öl eignet sich, was noch zu erwähnen ist, zur Mischung finit anderen Waschölen, z. B. Paraffinöl, während gewöhnliches Waschöl mit Paraffinöl zusammen nicht homogen mischbar ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: r. Verfahren zur Regenerierung von zum Waschen von Leuchtgas verwendetem Öl, dadurch gekennzeichnet. daß das gebrauchte Waschöl einem zur Ausscheidung der verdickten Bestandteile geeigneten organischen Lösungsmittel bei gewöhnlicher Temperatur versetzt, kurze Zeit durchgerührt und dann bei gewöhnlicher oder zweckmäßig durch Kühlung erniedrigter Temperatur stehengelassen wird, worauf das entasphaltierte Öl mit dem Entasphaltierungsmittel abgelassen und nach Abtreibung des letzteren das so regenerierte Öl nach etwaiger Kühlung dem Waschprozeß wieder zugeführt wird, während der ausgeschiedene Asphalt im Abscheidekessel durch Abtreiben von Resten des Entasphaltierungsmittels befreit wird. z. Verfahren nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß als Entasphaltierungsmittel neutrale Produkte, wie Petroleum, Braunkohlenteer, Steinkohlenurteer usw., verwendet werden mit der Einschränkung, daß diese Produkte niedriger als Waschöl sieden und durch Destillation vom Waschöl leicht abgetrennt werden können. 3. Verfahren nach Anspruch r und a, dadurch gekennzeichnet, daß ein unter roo° siedendes Entasphaltierungsmittel gebraucht wird. 4. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch r bis 3, bestehend aus einem mit Rührwerk (A) versehenen kühl- und heizbaren Behälter mit mehreren in verschiedener Höhe angebrachten Ablaßleitungen, einem höher stehenden kühlbaren. Vorratsbehälter (B) für das Entasphaltierungsmittel, der gleichzeitig als Vorlage für die in den Leitungen(L und L,)hochsteigenden und vom Kühler(K) verdichteten Dämpfe des Entasphaltierungsmittels dient, wobei der Behälter (B) zum Ausgleich des Druckes der ganzen Apparatur gegen Atmosphärendruck mit einem Entlüfter (E) versehen und vor dem Ende des Entlüfters ein mit absorbierenden Substanzen gefülltes Filter(F) eingeschaltet ist, während der Rührwerkkessel (A) in Verbindung mit einer Destillierblase (D) und einem Vorratsbehälter (Tl) für den Asphalt steht, auf dessen Boden eine Verteilerdüse für Druckluft angebracht ist.
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