DE408510C - Verfahren zur Trennung von Natriumcarbonat und Kaliumcarbonat - Google Patents

Verfahren zur Trennung von Natriumcarbonat und Kaliumcarbonat

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DE408510C
DE408510C DEA39642D DEA0039642D DE408510C DE 408510 C DE408510 C DE 408510C DE A39642 D DEA39642 D DE A39642D DE A0039642 D DEA0039642 D DE A0039642D DE 408510 C DE408510 C DE 408510C
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sodium
potassium
bicarbonate
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carbonate
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Expired
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DEA39642D
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English (en)
Inventor
Dipl-Ing C Clav
Walter Prahl
Dr F L Schmidt
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Rhenania Verein Chemischer Fabriken AG
Original Assignee
Rhenania Verein Chemischer Fabriken AG
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01DCOMPOUNDS OF ALKALI METALS, i.e. LITHIUM, SODIUM, POTASSIUM, RUBIDIUM, CAESIUM, OR FRANCIUM
    • C01D7/00Carbonates of sodium, potassium or alkali metals in general

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Compounds Of Alkaline-Earth Elements, Aluminum Or Rare-Earth Metals (AREA)

Description

  • Verfahren zur Trennung von Natriumcarbonat und Kaliumcarbonat. Die derzeit bekannten Herstellungsverfahren von Soda und Pottasche beruhen auf der Gewinnung der betreffenden Carhonate aus einem Ausgangsstoff, der das betreffende Alkali allein oder @verii;Y=stens in vorherrschendem Maße, das andere Alkali aber nur als Verunreinigung enthält. So wird z. B. die Soda aus dem kalifreien Chlornatrium oder Natriumsulfat, die Pottasche aus Chlorkalium hergestellt, das nur wenig Chlornatrium enthält (z. B. nach dem -erfahren von E n g e 1 -I' r e c h t , Patent 15218).
  • Geht man nun von einem Gemisch von N a=C03 und K.CO;; aus, das die beiden Carbonate etwa in gleichen Mengen enthält, wie cs sich beispielsweise bei der Gewinnung der Alkalicarbonate aus jungvulkanischen Gesteinen ergibt, so war ein Verfahren zur restlosen Trennung der Carbonate des Kalis und Natrons nicht bekannt.
  • Die fraktionierte Kristallisation ist wenig brauchbar, denn selbst bei natronreichen Gemischen läßt sich nur ein Teil der Soda als Kristallsoda .gewinnen, während der Rest mit KZCO, vermischt bleibt.
  • Nach dem vorliegenden Verfahren aber läßt sich nun jedes Alkalicarbonatgemisch beliebiger Zusammensetzung verarbeiten, und man erhält die beiden Komponenten in verkaufsfähiger Reinheit. Man fällt das Natriumcarbonat als Bicarbonat durch Einleiten von Kohlensäure in die konzentrierte Lösung der Carbonate und filtriert dasselbe ab. Aus der natronarmen Lauge wird dann durch Eintragen einer geeigneten Magnesiaverbindung sowie weiteres Einleiten von Kohlensäure - in einem Prozeß oder mehreren Stufen - das Kalimagnesiadoppelsalz: 2v1-,COz, # KHC03 # .4 H!0 zur Kristallisation gebracht. Dieses natronfreie Salz kann als solches verwandt oder in bekannter Weise auf Pottasche verarbeitet werden. Die Hutterlauge, die nur noch geringe Mengen an Alkalicarbonat enthält, wird vorteilhaft zum Lösen neuer Alkaligemische benutzt. Beispiel i. 27o kg Soda und 18o kg Pottasche, in i ooo 1 gelöst, ergeben 385 bis 394 kg = 9o bis 92 Prozent Natron als Bicarbonat und hoo kg 9o Prozent Kali als Magnesium:doppelsalz. Das Verfahren läßt sich auch in der Weise abändern, daß aus der konzentrierten Lösung zunächst ein großer Teil des N.a.C03 durch Kristallisation als Kristallsoda, ein geringer Teil als N atriumbicarbonat gewonnen wird. In der natronarmen Lösung wird dann mit Magnesiumsalz das obige Kalidoppelsalz gefällt. Beispiel 2.
  • ßiokg Soda und 27okg Pottasche, in iooo 1 gelöst, ergeben etwa 728 kg - 87 Prozent des Natrons hei der Kristallisation durch Abkühlen als Kristallsoda. Bei nachheriger Kohlensäurebehandlung weitere 39 kg - 8 Prozent als reines Natriumbicarbonat und 715 kg = 93 Prozent des Kalis als MgCO3 # KHC03 # 4 H.0. Dieses Verfahren unterscheidet sich also wesentliclh von dem Engel-Prechtschen Pottascheverfahren. Es geht von einer Mischung der Alkalicarbonate aus und bezweckt die Trennung der beiden Komponenten; jenes dagegen geht von möglichst natriu,mfreiem Kaliumchlorid aus. Es bezweckt die Umwandlung des KCl in K.C03, ohne daß eine Trennung verschiedener Alkalien beabsichtigt wird.

Claims (3)

  1. PATENT-ANSPRÜCI3E: i. Verfahren zur Trennung von Natriumcarbonat und Kaliumcarbonat, dadurch gekennzeichnet, daß das Kalium in Form von Magnesium-Kaliumbicarbonat 1TgCO., -j- KHC03 + .4 aq zur Kristallisation gelangt, indem zunächst das Natrium als Bicarbonat gefällt, abfiltriert und dann aus der Lösung durch weiteres Einleiten von Kohlensäure das Magnesium-Kaliumbicarbonat gefällt wird.
  2. 2. Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zunächst das Natron in der Hauptsache als Kristallsoda auskristallisiert wird, dann ein weiterer Teil als Bicarbonat und darauf das Kali in Form des obigen Doppelsalzes gefällt wird.
  3. 3. Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zunächst durch Zusatz der dem Kaligehalt äquivalenten Menge geeigneter Magnesiumverbindung und Einleiten von Kohlensäure .das Magnesium-Kaliumbicarbonat gefällt, abfiltriert und dann die Mutterlauge zur Gewinnung des Natrons eingedampft zur Kristallisation gebracht wird.
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