DE4100604C1 - - Google Patents
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B02—CRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING; PREPARATORY TREATMENT OF GRAIN FOR MILLING
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- C03—GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
- C03B—MANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
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- C03B19/10—Forming beads
- C03B19/1005—Forming solid beads
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- Glass Compositions (AREA)
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- Crushing And Grinding (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung feinster Glaspulver
hoher Reinheit mit einer mittleren Korngröße d₅₀ von 10 µm durch Naßmahlen
in Gegenwart von Mahlkörpern.
Hochreine Glaspulver werden insbesondere als Füllmittel für Kunststoffe
benötigt, die im Dentalbereich, z. B. Zahnrestaurationen eingesetzt werden.
Für derartige Glaspulver werden mittlere Partikeldurchmesser d₅₀ von höchstens
10 µm, bevorzugt <5 µm, insbesondere 3 µm benötigt, da mit zunehmender
Feinheit (abnehmendem Partikeldurchmesser) die mechanischen
Eigenschaften wie Polierbarkeit und Abrasionsbeständigkeit verbessert werden.
Zu große Glaspartikel (<10 µm) ergeben beim ausgehärteten Kunststoff
eine rauhe Oberfläche oder brechen aus und hinterlassen Löcher und scharfe
Kanten. Der Brechungsindex des Glaspulvers muß sehr gut mit dem des Kunststoffes
übereinstimmen, um eine hohe Transparenz und Transluzens des gefüllten
Kunststoffes zu erreichen. Enthält das Glaspulver z. B. färbende
Partikel oder Partikel mit abweichenden Brechungsindices, verschlechtern
sich Transluzenz und Transparenz und ggfls. die Farbe des gefüllten Kunststoffes,
so daß eine Verwendung häufig nicht mehr oder nur noch sehr eingeschränkt
möglich ist.
Die Herstellung von Glaspulvern erfolgt durch Mahlung. Nachteilig bei den
bisherigen Mahlverfahren ist der zum Teil hohe Energieaufwand für die Mahlung,
eine lange Mahldauer für feine Körnungen und ein hoher Abrieb von
Mahlsteinen und der Mühlenwandung. Die Abrieb-Partikel verschlechtern die
Transparenz und Transluzenz des gefüllten Kunststoffs und gestalten die
Herstellung sehr heller Zahnfarben schwierig.
Die herkömmlichen Trockenmahlverfahren befinden sich bei diesen geringen
Korngrößen an ihrer Leistungsgrenze, erfordern lange Mahlzeiten und benötigen
im allgemeinen einen zusätzlichen Windsichter zur Klassierung des
Mahlgutes. Abrieb der Mahlkörper, Verschleiß des Mahlbehälters oder des
Windsichters und Energieaufwand sind so hoch, daß diese Mahlverfahren für
die Herstellung von feinsten Glaspulvern ungeeignet sind.
Durch Naßmahlverfahren mit Wasser sind zwar feine Körnungen in kürzerer
Zeit als mit Trockenmahlverfahren herstellbar, jedoch unterliegen auch
hier die Mahlkörper einem erheblichen Abrieb und ein besonderer Nachteil
ist darin zu sehen, daß aus dem Mahlschlicker beim Trocknen aus dem Glaspulver
auch zahlreiche Agglomerate, d. h. sehr feste Zusammenballungen von
Pulverpartikeln, entstehen, die ähnlich wie große Einzelpartikel wirken
und die Eigenschaften des gefüllten Kunststoffs drastisch verschlechtern.
Mahlt man dagegen in Anwesenheit von organischen Flüssigkeiten, bei denen
beim Trocknen die Agglomeratbildung weitgehend unterbleibt (z. B. niedrigsiedende
Kohlenwasserstoffe), so verlängern sich die Mahlzeiten erheblich,
die Menge des Mahlabriebs steigt entsprechend stark an und es werden zusätzliche
Sicherheitsvorkehrungen, z. B. Explosions-Schutz, erforderlich.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein Verfahren zur Herstellung von
feinstem Glaspulver hoher Reinheit zu finden, bei dem der Mahlvorgang in
verhältnismäßig kurzer Zeit und mit geringem Energieaufwand durchführbar
ist, bei dem mittlere Korngrößen d₅₀ von 0,2 bis 10 µm, vorzugsweise 0,5
bis 5 µm, insbesondere 0,5-2 µm erzeugt werden können und bei dem ein
Glaspulver mit einer Reinheit anfällt, das auch die Herstellung von gefüllten
Kunststoffen im Dentalbereich für sehr helle Zahnfarben gestattet.
Diese Aufgabe wird durch das in dem Patentanspruch 1 beschriebene Verfahren
gelöst.
Das Verfahren wird unter Verwendung einer Rührwerksmühle (Attritor-Mühle)
durchgeführt, da Glaspulver der gewünschten Feinheit sich in einer solchen
Mühle besonders einfach herstellen läßt. Zur Erzielung kurzer Mahlzeiten
ist es weiterhin erforderlich, die Mahlung in Gegenwart einer Mahlflüssigkeit,
bestehend aus Wasser oder Gemischen aus wenigstens 50 Gew.-Wasser
und wenigstens einer wasserlöslichen sauerstoffhaltigen organischen
Verbindung mit 1 bis 5 C-Atomen im Molekül durchzuführen. Als organische
Verbindung geeignet sind Aldehyde, wie Formaldehyd, Acetaldehyd,
Propionaldehyd, Butyraldehyd, Pentanal, Ketone wie Aceton, Methylethylketon,
Diethylketon, Ester, z. B. Ethylacetat, Methylacetat,
Propylacetat, Methyl-, Ethyl-, Propylformiat oder Säuren, wie Essigsäure,
Propionsäure. Die ein-, zwei- und dreiwertigen Alkohole sind ebenfalls geeignet.
Als dreiwertiger Alkohol geeignet ist z. B. Glycerin, das aber bereits
lange Verdampfungszeiten benötigt, als zweiwertige Alkohole kommen
z. B. Ethylenglycol oder die Propandiole in Frage. Besonders geeignet sind
die einwertigen Alkohole, insbesondere solche mit bis zu fünf C-Atomen im
Molekül. Mischungen von Wasser mit organischen Verbindungen werden bevorzugt,
da bei ihnen der Angriff des Wassers auf das Glaspulver geringer
ist. Von den acht isomeren Pentanolen können die meisten nur in Mischung
mit niedrigen Alkoholen Verwendung finden, da bis auf 2-Pentanol ihre Wasserlöslichkeit
unzureichend ist. Ihre Verwendung ist auch wegen des teilweise
unangenehmen Geruchs mit Nachteilen verbunden. Von den 4 Isomeren
des Butanols sind ebenfalls einige nur mäßig in Wasser löslich, so daß sie
ebenfalls nur in Mischung mit anderen Alkoholen zur Anwendung kommen. Gut
geeignet ist jedoch sowohl wegen seiner guten Wasserlöslichkeit als auch
wegen seines hohen Schmelzpunktes der tert.-Butylalkohol.
Von den organischen Verbindungen werden solche bevorzugt, deren Siedepunkt
nicht über 100°C liegt, da ansonsten die Entfernung aus dem Mahlschlicker
bei der Trocknung zu lange dauert. Insbesondere bevorzugt werden Aceton,
tert.-Butylalkohol, Methanol, Ethanol sowie n- und i-Propanol. Mit Mischungen
dieser Alkohole sowie Aceton mit 80 bis 99 Gew.-% Wasser werden
besonders gute Mahlergebnisse erzielt. Der Wasseranteil in dem Gemisch
soll bevorzugt so gewählt werden, daß die Mischung einen Gefrierpunkt von
oberhalb -40°C besitzt, da für Gefrieranlagen, die bei tieferen Temperaturen
arbeiten, ein unverhältnismäßig großer Aufwand getrieben werden muß.
Es hat sich weiter als vorteilhaft erwiesen, wenn der Mahlvorgang innerhalb
eines pH-Bereiches von 1 bis 12 vorgenommen wird. Außerhalb dieser
Grenzen kann ein saurer oder alkalischer Angriff auf das Glas erfolgen.
Besonders vorteilhaft ist es, entweder im sauren Milieu, d. h. bei pH-Werten
von 1 bis 6, insbesondere 3 bis 6 oder im alkalischen Milieu, d. h. bei
pH-Werten von 8 bis 12, insbesondere 8 bis 11 zu arbeiten. Bei diesen pH-Werten
verändert sich die Viskosität des Mahlschlickers zu kleineren Werten
hin. Durch die geringere Viskosität des Schlickers wird der für die
Zerkleinerung des Glases genutzte Anteil der eingebrachten Mahlenergie
größer und der zum "Rühren" des Schlickers verbrauchte Anteil geringer, so
daß die Mahlleistung sich erhöht. Die Einstellung des pH-Werts kann an
sich mit beliebigen Säuren und Basen erfolgen, sofern diese nicht oder nur
in geringem Umfang mit dem Glas reagieren. Bevorzugt werden jedoch solche
Säuren und Basen, die sich auch leicht wieder aus dem Mahlschlicker
entfernen lassen, also leichtflüchtige Säuren und Basen wie Essigsäure,
HCI, NHO₃, NH₃, Methylamin, Dimethylamin, Ethyl- und Diethylamin usw.
Bevorzugt Verwendung finden HCI, NHO₃, NH₃ und Ethylamin.
Um die Eigenschaften des erzeugten Glaspulvers im Hinblick auf Farbe,
Transparenz bzw. Transluzenz im verarbeiteten Zustand nicht zu beeinträchtigen,
werden Mahlkörper aus einem Glas eingesetzt, dessen Abrieb die Eigenschaften
des erzeugten Glaspulvers nicht oder nur unwesentlich
beeinträchtigt. Optische und mechanische Eigenschaften wie Brechungsindex,
Farbe, Härte, Hydrolysebeständigkeit, Polierbarkeit usw. des für die Mahlkörper
eingesetzten Glases sollen den entsprechenden Eigenschaften des zu
vermahlenden Glases ähnlich oder bevorzugt gleich sein. Bevorzugt wird es,
wenn die Mahlkörper und das zu vermahlende Glas die gleiche Zusammensetzung
haben.
Für die Mahlung in der Rührwerksmühle (Attritormühle) muß das Mahlgut vorzerkleinert
sein und zwar auf eine maximale Korngröße 300 µm, bevorzugt
200 µm. Diese Vorzerkleinerung kann zweckmäßigerweise durch eine
Trockenmahlung des Glases in einer Kugelmühle erfolgen, in der sich diese
Korngrößen schnell und ohne meßbaren Abrieb von Mahlbehälter und Mahlkugeln
erzeugen lassen.
Für die Feinmahlung des vorzerkleinerten Glaspulvers auf die gewünschte
Größe in der Rührwerksmühle werden Mahlkörper einer Größe von 0,3 bis 10 mm
verwendet. Sind die Mahlkörper größer als 10 mm, so resultieren daraus
sehr lange Mahldauern, ferner erhöht sich der Verschleiß der Mahlkörper
und der Mühle sehr stark. Bei der Mahlung in der Rührwerksmühle wird das
zu mahlende Glas als Schlicker (Suspension) durch die Mühle gepumpt und
die Mahlkörper werden durch verschiedene Maßnahmen, z. B. eine Filterpatrone
oder einen entsprechend dimensionierten Reibspalt, zurückgehalten. Sind
die Mahlkörper kleiner als 0,3 mm, so besteht die Gefahr, daß sie nicht
mehr ausreichend zurückgehalten werden und die Rückhaltesysteme beschädigen.
Die Anzahl der Mahlkörper beeinflußt die Mahlwirkung und damit die Mahldauer,
die notwendig ist, um ein Pulver einer bestimmten Korngröße herzustellen.
Bei gleichem Gewichtsverhältnis von Mahlkörpern zu Mahlgut steigt
bei kleineren Mahlkörpern deren Anzahl und damit die Anzahl der Berührungspunkte,
zwischen denen die Glaspartikel zermahlen werden und es vermindert
sich die Mahldauer. Mahlkörper mit einer Größe von 0,5 bis 2 mm
werden daher bevorzugt. Die Mahlkörper können in Form von Kugeln, zylinderförmigen
Körpern oder Glasbruch vorliegen. Bevorzugt wird die zylindrische
Form der Mahlkörper, da mit dieser Form ein optimales Mahlergebnis
erreicht werden kann. Diese Mahlkörper können aus Stababschnitten eines
geeigneten Glasstabes gewonnen werden oder durch Sintern von aus Glaspulver
trocken gepreßten oder extrudierten Vorformlingen. Unter Größe wird
bei kugelförmigen Mahlkörpern der Durchmesser und bei Glasbruch die Korngröße
verstanden. Bei würfelförmigen und dergl. Körpern sollen Länge,
Breite und Höhe und bei zylindrischen Körpern Durchmesser und Länge innerhalb
der genannten Größen liegen. Bei diesen Körpern wird es bevorzugt,
wenn die Körper möglichst kompakt sind, z. B. daß die einzelnen Abmessungen
weitgehend gleich sind.
Bei Rührwerksmühlen sind der Mahlbehälter, das Rührwerk und andere durch
Abrasion gefährdete Teile im allgemeinen mit Metall, insbesondere Hartmetall
oder mit verschleißfester Keramik, z. B. Al₂O₃, Prozellan, ausgekleidet
oder bestehen daraus. Der Abrieb der Keramik verschlechtert aber die
Transluzenz und Transparenz der mit diesen Pulvern hergestellten gefüllten
Kunstharzmassen, während Metallabrieb sogar zu einer Graufärbung führt, so
daß es bevorzugt wird, diese Mühlenteile aus dem zu vermahlenden oder einem
in seinen Eigenschaften ähnlichen Glas herzustellen oder mit einem
solchen Glas oder mit einem abriebfesten, lösemittelbeständigen Kunststoff
zu überziehen. Die mechanische Haltbarkeit des Kunststoffüberzugs kann
durch Verstärkung mit Glaspulver oder Glasfasern, die bevorzugt aus dem zu
vermahlenden oder einem ähnlichen Glas bestehen, verbessert werden.
Geeignete Kunststoffe aus der Gruppe der Polyurethane, Aramide oder
Fluorkohlenwasserstoffharze sind zur Auskleidung von Mühlen an sich
bekannt.
Nachdem das Glaspulver bis zur gewünschten Feinheit gemahlen worden ist,
wird der Glasschlicker tiefgefroren und gefriergetrocknet. Bei der Gefriertrocknung
wird das gefrorene Lösungsmittel in Hochvakuum durch Sublimation
verdampft. Die Gefriertrocknung ist an sich wohlbekannt und es
werden von zahlreichen Herstellern Gefriertrocknungsanlagen im Handel angeboten.
Da die Kosten für Gefriertrocknungsanlagen mit Arbeitstemperaturen
unter -40°C stark ansteigen, werden Lösungsmittel bzw.
Lösungsmittelgemische bevorzugt, die bereits bei Temperaturen bis -40°C
gefroren sind. Nach dem Gefriertrocknen liegt das Glaspulver in feinverteilter
Form ohne Agglomeratbildung vor und ist an sich gebrauchsfertig.
Es können jedoch aus dem Kunststoffabrieb der Mühlenauskleidung oder aus
den verwendeten Lösungsmitteln Rückstände in dem Glaspulver vorhanden
sein, die zum Teil sehr fest von der Glasoberfläche adsorbiert werden und
die in einigen Fällen dazu führen, daß das erzeugte Glaspulver für sehr
helle Zahnfarben nicht brauchbar ist. In solchen Fällen und auch ganz allgemein,
falls ganz besonders reine Glaspulver erzeugt werden sollen, erhitzt
man das Glaspulver nach der Gefriertrocknung noch 1 Stunde bis
10 Tage in oxidierender Atmosphäre, d. h. normalerweise an Luft bei Temperaturen
zwischen 250°C bis zur Transformationstemperatur Tg des Glaspulvers,
wobei die organischen Bestandteile oxidiert werden. Die Dauer der
Erhitzung hängt ab von der Temperatur, auf die das Glaspulver erhitzt wird
und von der Festigkeit, mit der die organischen Bestandteile an das Glaspulver
adsorbiert sind und ist zweckmäßigerweise auf die jeweiligen Mahlbedingungen
abzustimmen. Gute Ergebnisse erhält man im allgemeinen mit
Behandlungsdauern von 12 bis 48 Stunden bei 400 bis 600°C.
Mit dem gefundenen Verfahren lassen sich unschwer sehr reine Glaspulver
mit mittleren Korngrößen d₅₀ von 0,2 bis 10 µm erzeugen, wobei die Korngrößen
z. B. mit Laserbeugungs- oder Sedimentationsverfahren (DIN 66 111)
bestimmt werden. Derartige Glaspulver sind zur Herstellung von Sinterglaskeramik,
insbesondere aber in der Dentaltechnik zur Herstellung gefüllter
Kunstharze geeignet, wobei für diesen Anwendungszweck die Oberfläche der
Glaspulverpartikel sehr oft in an sich bekannter Weise mit geeigneten Silanen,
z. B. Chlorsilanen, behandelt wird, um eine bessere mechanische und
chemische Einbindung des Glaspulves in die Kunststoffmasse zu erhalten.
Zum Füllen von Kunstharzen in der Dentaltechnik werden Glaspulver mit
mittleren Korngrößen von 0,5 bis 3 µm, insbesondere von 0,5 bis 1,5 µm bevorzugt.
Es lassen sich nach dem Verfahren zwar auch noch mittlere Korngrößen
von unter 0,2 µm erzeugen, jedoch ist der Mahlfortschritt in diesem
Bereich nur noch gering, so daß der Mahlvorgang sehr langwierig wird und
im allgemeinen wirtschaftlich nicht mehr sinnvoll ist.
Claims (14)
1. Verfahren zur Herstellung von feinstem Glaspulver hoher Reinheit mit
einer mittleren Korngröße d₅₀ von 10 µm durch Naßmahlen in Gegenwart
von Mahlkörpern,
dadurch gekennzeichnet, daß Glaspulver mit einer maximalen Korngröße von 300 µm in einer Rührwerksmühle mit Mahlkörpern aus Glas, deren Abrieb die Eigenschaften des erzeugten Glaspulvers nicht beeinträchtigt, in Anwesenheit einer Mahlflüssigkeit, bestehend aus Wasser oder Gemischen aus wenigstens 50 Gew.-% Wasser mit wenigstens einer wasserlöslichen sauerstoffhaltigen organischen Verbindung mit 1 bis 5 C-Atomen im Molekül bis zur gewünschten Korngröße gemahlen, danach der Mahlschlicker gefroren und anschließend die Mahlflüssigkeit durch Gefriertrocknung aus dem Mahlschlicker entfernt wird.
dadurch gekennzeichnet, daß Glaspulver mit einer maximalen Korngröße von 300 µm in einer Rührwerksmühle mit Mahlkörpern aus Glas, deren Abrieb die Eigenschaften des erzeugten Glaspulvers nicht beeinträchtigt, in Anwesenheit einer Mahlflüssigkeit, bestehend aus Wasser oder Gemischen aus wenigstens 50 Gew.-% Wasser mit wenigstens einer wasserlöslichen sauerstoffhaltigen organischen Verbindung mit 1 bis 5 C-Atomen im Molekül bis zur gewünschten Korngröße gemahlen, danach der Mahlschlicker gefroren und anschließend die Mahlflüssigkeit durch Gefriertrocknung aus dem Mahlschlicker entfernt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß Mahlkörper mit der gleichen Zusammensetzung wie das zu mahlende
Glas verwendet werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß Mahlkörper mit einer Größe von 0,3 bis 10 mm verwendet werden.
4. Verfahren nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß Mahlkörper mit einer Größe von 0,5 bis 2 mm verwendet werden.
5. Verfahren nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß zylindrische Mahlkörper verwendet werden.
6. Verfahren nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß man eine Mahlflüssigkeit verwendet, die einen pH-Wert von 1 bis
12 besitzt.
7. Verfahren nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß man eine Mahlflüssigkeit verwendet, die einen pH-Wert von 2 bis 6
oder von 8-12 besitzt.
8. Verfahren nach Anspruch 6 oder 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß man einen pH-Wert mittels Salzsäure, Salpetersäure oder Ammoniak
oder Ethylamin einstellt.
9. Verfahren nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß als Mahlflüssigkeit Methanol, Ethanol, n- oder i-Propanol, Aceton
oder tert. Butylalkohol mit einem Wassergehalt von 80 bis 99 Gew.-%
verwendet werden.
10. Verfahren nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß man eine Mühle verwendet, bei der die mit dem Mahlgut in Berührung
kommenden Teile aus einem abriebfesten Kunststoff oder aus Glas,
das gleiche oder ähnlich gleiche Eigenschaften wie das zu mahlende
Glas besitzt, bestehen oder damit beschichtet sind.
11. Verfahren nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein Kunststoff verwendet wird, der mit Glaspulver und/oder Glasfasern
verstärkt ist, die gleiche oder ähnliche Eigenschaften wie das
zu mahlende Glas besitzen.
12. Verfahren nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Glaspulver nach der Gefriertrocknung 1 Stunde bis 10 Tage in
oxidierender Atmosphäre bei einer Temperatur von 250°C bis zur Transformationstemperatur
Tg erhitzt wird.
13. Verfahren nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Glaspulver 12 bis 48 Stunden bei einer Temperatur von 400 bis
600°C in Luft erhitzt wird.
14. Verwendung des nach einem Verfahren der Ansprüche 1 bis 13 hergestellten
Glaspulvers als Füllmittel für Kunststoffe, insbesondere im
Dentalbereich.
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