DE4100663A1 - Formschluessige verbindung - Google Patents
Formschluessige verbindungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine formschlüssige Verbindung
von ersten und zweiten Gehäuseteilen, insbesondere für
Installationsgeräte, mit am den Gehäuseteilen angeordne
ten Vorsprüngen.
Es ist bekannt, Gehäuseteile, zum Beispiel Deckel und
Sockel, welche lösbar miteinander verbunden sein sollen,
mit Hilfe einer formschlüssigen Verbindung in ihrem Zu
sammenhalt zu sichern.
So haben sich bei rotationssymmetrischen Teilen Renkver
bindungen, zum Beispiel Bajonettverschluß, bewährt.
Hierbei dient die formschlüssige Verbindung sowohl der
Aufnahme der Haltekräfte, als auch der Zentrierung der
miteinander zu verbindenden Teile zueinander.
Bei nichtrotationssymmetrischen Teilen, insbesondere bei
Gehäuseteilen für elektrische Installationsgeräte be
steht häufig das Problem, daß die Teile einerseits paß
genau aneinandergefügt sein sollen und gleichzeitig das
Zusammenfügen möglichst ohne Werkzeug durchführbar sein
soll. Dabei wird häufig auf Rastverbindungen, das sind
solche formschlüssigen Verbindungen, die unter Vorspan
nung ineinandergreifen, zurückgegriffen, wobei zur Zen
trierung der Teile zueinander zusätzliche Mittel, zum
Beispiel Gleitschienen und dergleichen, vorzusehen sind.
Fertigungstechnisch ergeben sich hieraus häufig Probleme
aufgrund zusätzlicher Bearbeitung bzw. wegen zu geringen
Platzes, um die zusätzlichen Zentrierhilfen an den je
weiligen Stellen anzuordnen.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine formschlüssige Ver
bindung der eingangs genannten Art zu schaffen, die ko
stengünstig herstellbar, einfach handhabbar und sicher
im Gebrauch ist.
Gemäß der Erfindung ist die Lösung der Aufgabe gekenn
zeichnet durch die Merkmale des Patentanspruchs 1. Da
nach ist vorgesehen, daß die zur formschlüssigen Verbin
dung der Gehäuseteile dienenden Vorsprünge derart ausge
bildet sind, daß sie beim Zusammenfügen der Gehäuseteile
gleichzeitig deren Zentrierung bewirken.
Überdies ist vorgesehen, daß die Vorsprünge miteinander
verrastbar sind. Dies wird dadurch erreicht, daß die
Vorsprünge zum Zwecke ihres gegenseitigem Eingriffs mit
einander unter Ausnutzung der Elastizität des Gehäusema
terials eine gewisse Kraftaufbringung erfordern, um die
räumlich entsprechend angeordneten Vorsprünge in die
vorgesehene Endlage zu bringen.
Gemäß einer zweckmäßigen Ausgestaltung der Erfindung
sind die Vorsprünge als Stege ausgebildet, die sich qua
si gegenüberstehen, d. h. zum Beispiel beim ersten Ge
häuseteil auf dessen Wandinnenseite und beim zweiten
Gehäuseteil auf dessen Außenseite bzw. auf einem hierfür
eigens vorgesehenen Steg.
Um die Zentrierwirkung sicherzustellen, sind gemäß einer
besonderen Ausgestaltung der Erfindung die als Stege
ausgebildeten Vorsprünge beiderseits einer gemeinsamen
Zentrierachse gleichförmig abgewinkelt. Dabei kann es
vorteilhaft sein, die Vorsprünge als zur gemeinsamen
Zentrierachse symmetrische Rastwinkel auszubilden.
Gemäß einer besonderen Ausgestaltung der Erfindung sind
die Vorsprünge des ersten Gehäuseteils als zur gemeinsa
men Zentrierachse parallele Stege ausgebildet, deren vom
zweiten Gehäuseteil abgewandte Enden entsprechend dem
Verlauf der an diesem Gehäuseteil befindlichen Vorsprün
gen in Form von Rastwinkeln angeordnet sind. Dabei kann
es zweckmäßig sein, die Länge der Stege gleich zu hal
ten.
In Verbesserung der aufgabengemäßen Zentrierwirkung kann
es ferner vorteilhaft sein, daß die Schenkel der winkel
förmigen Vorsprünge an zweiten Gehäuseteil in ihrem
Schnittpunkt einen Spalt begrenzen, der zur Führung ei
nes hierin eingreifenden Steges dient, welcher als mitt
lerer der parallelen Stege am ersten Gehäuseteil ange
ordnet ist.
Vorteilhafterweise sind alle Vorsprünge einstückig mit
dem zugehörigen Gehäusteil verbunden, wobei im Hinblick
auf kostengünstige Fertigung der Gehäuseteile, die Vor
sprünge an den Gehäuseteilen angeformt sind.
Gemäß einer weiteren alternativen Lösung der Aufgabe
kann es zweckmäßig sein, anstelle von ineinandergreifen
den Vorsprüngen eine formschlüssige Verbindung vorzuse
hen, bei welcher an den zu verbindenden Gehäuseteilen
angeordnete Vorsprünge und Ausnehmungen bzw. Einformun
gen miteinander in Eingriff stehen. Auch hierbei ist die
Ausgestaltung und Anordnung der Vorsprünge sowie der
Ausnehmungen bzw. Einformungen so vorgesehen, daß durch
Zusammenfügen der Gehäuseteile gleichzeitig deren Zen
trierung bewirkt wird.
Ferner ist auch bei dieser Lösung vorgesehen, daß die
Vorsprünge mit den Ausnehmungen bzw. Einformungen ver
rastbar sind.
Diese und weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Er
findung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
Anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungs
beispieles sollen die Erfindung, wesentliche Vorteile
der Erfindung und Verbesserungen näher erläutert und
beschrieben werden.
Es zeigen:
Fig. 1 eine formschlüssige Verbindung gemäß der Er
findung mit parallelen Stegen am ersten Gehäu
seteil und abgewinkelten Stegen am zweiten
Gehäuseteil vor dem Zusammenfügen der Gehäuse
teile,
Fig. 2 Vorderansicht der am zweiten Gehäuseteil be
findlichen winkligen Stege.
In Fig. 1 ist ausschnittweise ein Gehäuse 10 mit einer
formschlüssigen Verbindung 12 eines ersten Gehäuseteiles
14 mit einen zweiten Gehäuseteil 16 dargestellt.
Das in Fig. 1 gezeigte erste Gehäuseteil 14 ist hierbei
mit der Innenfläche einer seitlichen Begrenzung gezeigt
auf welcher parallel zu einer mit dem korrespondierenden
Teil der formschlüssigen Verbindung 12 am zweiten Gehäu
seteil 16 gemeinsanen Symmetrieachse parallelen Stegen
20. Die im Beispiel gezeigten Stege 20 haben alle glei
che Länge, wobei jedoch ihre Anordnung entsprechend dem
Verlauf des zum zweiten Gehäuseteil 16 gehörigen Gegen
stückes 22 angepaßt ist.
Dieses Gegenstück 22 am zweiten Gehäuseteil besteht aus
einem Haltesteg 24 mit an seinem freien Ende V-förmig
angeformten nach außen weisenden Stegen 26.
Ferner ist an der Innenfläche 18 des ersten Gehäuseteils
ein zu den Stegen 20 paralleler mittlerer Steg 28 ange
ordnet, der ein wenig rückversetzt angeordnet ist und
in eine am Gegenstück 24 vorgesehene Ausnehmung 29 ein
greift. Diese Ausnehmung 29 wird von den zueinander in
V-Form abgewinkelten Stegen 26 beiderseits begrenzt und
dient als Führung für den hierin eingreifenden Mittel
steg 28.
In Fig. 2 ist ein zweites Gehäuseteil 16 dargestellt mit
daran angeformten Haltesteg 24. Dabei ist im Vergleich
zu Fig. 1 die Blickrichtung des Betrachters von der Lage
des ersten Gehäuseteiles 14 gewählt, so daß die an den
Haltesteg 24 angeformten V-förmig abgewinkelten Stege
26 sowie der von diesen begrenzte Spalt 29 erkennbar
ist.
Aufgrund dieser Darstellung ist die Wirkungsweise der
erfindungsgemäßen Verbindung ersichtlich. Aufgrund der
V-Form wird das erste Gehäuseteil 14, das im allgemeinen
das Gehäuseoberteil ist, beim Aufsetzen auf das zweite
Gehäuseteil 16, welches üblicherweise das Gehäuseunter
teil ist, ohne weitere Führungsmittel zentriert, da die
schrägen Flächen der Vorsprünge 20, 26 beim Zusammenfü
gen der Gehäuseteile 14, 16 diese zwangsläufig in die
gewünschte Endposition schieben.
Demgegenüber übernimmt der mittlere Steg 28 lediglich
Führungsfunktion beim Aufsetzen und gleitet dann an den
schrägen Flächen der als Rasthaken ausgebildeten Einheit
aus Haltesteg 24 und V-förmige Stege 26 entlang in den
Spalt 29, der mittig von den Stegen 26 begrenzt wird.
Hierdurch ergibt sich eine zusätzliche Stabilisierung
des ersten Gehäuseteiles in der zur Aufsetzrichtung senk
rechten Ebene.
Claims (12)
1. Formschlüssige Verbindung (12) von ersten und
zweiten Gehäuseteilen (14, 16), insbesondere für Instal
lationsgeräte, mit an den Gehäuseteilen (14, 16) ange
ordneten Vorsprüngen (20, 26), welche, miteinander in
Eingriff gebracht, die Gehäuseteile (14, 16) zueinander
zentrieren.
2. Formschlüssige Verbindung nach Anspruch 1, da
durch gekennzeichnet, daß die Vorsprünge (20, 26) mit
einander verrastbar sind.
3. Formschlüssige Verbindung nach Anspruch 1 oder
2, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorsprünge (20, 26)
als Stege ausgebildet sind.
4. Formschlüssige Verbindung nach einem der vorhe
rigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Vor
sprünge (20, 26) beiderseits einer gemeinsamen Zentrie
rachse gleichförmig abgewinkelt sind.
5. Formschlüssige Verbindung nach einem der vorhe
rigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Vor
sprünge (20, 26) als zur gemeinsamen Zentrierachse sym
metrische Rastwinkel ausgebildet sind.
6. Formschlüssige Verbindung nach einem der Ansprü
che 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorsprünge
des ersten Gehäuseteiles (14) als zur gemeinsamen
Zentrierachse parallele Stege (20) ausgebildet sind,
deren vom zweiten Gehäuseteil (16) abgewandte Enden ent
sprechend dem Verlauf der an diesen Gehäuseteil (16)
befindlichen Rastwinkel (26) angeordnet sind.
7. Formschlüssige Verbindung nach einem der Ansprü
che 3 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Stege (20)
gleiche Länge aufweisen.
8. Formschlüssige Verbindung nach einem der vorhe
rigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Schen
kel der winkelförmigen Vorsprünge (26) am zweiten Gehäu
seteil (16) in ihrem Schnittpunkt einen Spalt (29) be
grenzen zur Führung eines hierin eingreifenden Steges
(28), der an ersten Gehäuseteil (14) angeordnet ist.
9. Formschlüssige Verbindung nach einem der vorhe
rigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Vor
sprünge (20, 26) einstückig mit den zugehörigen Gehäuse
teil (14, 16) verbunden sind.
10. Formschlüssige Verbindung nach einem der vorhe
rigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Vor
sprünge (20, 26) jeweils an die Gehäuseteile (14, 16)
angeformt sind.
11. Formschlüssige Verbindung (12) von Gehäuseteilen
(14, 16) insbesondere für elektrische Installationsgerä
te, mit an den Gehäuseteilen (14, 16) angeordneten Vor
sprüngen und Ausnehnungen bzw. Einformungen, die, mit
einander in Eingriff gebracht, die Gehäuseteile (14, 16)
zueinander zentrieren.
12. Formschlüssige Verbindung nach Anspruch 11, da
durch gekennzeichnet, daß die Vorsprünge mit den Ausneh
mungen bzw. Einformungen verrastbar sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19914100663 DE4100663A1 (de) | 1991-01-11 | 1991-01-11 | Formschluessige verbindung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19914100663 DE4100663A1 (de) | 1991-01-11 | 1991-01-11 | Formschluessige verbindung |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4100663A1 true DE4100663A1 (de) | 1992-07-16 |
| DE4100663C2 DE4100663C2 (de) | 1992-10-29 |
Family
ID=6422863
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19914100663 Granted DE4100663A1 (de) | 1991-01-11 | 1991-01-11 | Formschluessige verbindung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4100663A1 (de) |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3901728A1 (de) * | 1989-01-21 | 1990-07-26 | Licentia Gmbh | Schraubfreie verbindung der handgriffschalen eines zweischaligen gehaeuses fuer ein elektrowerkzeug |
-
1991
- 1991-01-11 DE DE19914100663 patent/DE4100663A1/de active Granted
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3901728A1 (de) * | 1989-01-21 | 1990-07-26 | Licentia Gmbh | Schraubfreie verbindung der handgriffschalen eines zweischaligen gehaeuses fuer ein elektrowerkzeug |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE4100663C2 (de) | 1992-10-29 |
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Legal Events
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