DE4101201C2 - - Google Patents

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Description

Die vorliegende Erfindung betrifft einen mehreckigen Schalungs­ einsatz zum Einsetzen in eine Schalung für ein mit einem Durchbruch zu versehenes Betonteil, der aus einem metallischen Blechzuschnitt gefertigt ist.
Ein bekannter Schalungseinsatz wird an der Baustelle aus einem Zuschnitt gefertigt. Da nun eine Vielzahl von Schalungs­ einsätzen benötigt wird, ist eine entsprechende Anzahl von Zuschnitten notwendig. Da außerdem die zu erstellenden Durch­ brüche unterschiedlich groß sind, sind auch entsprechend große Zuschnitte notwendig. Der Transport ist deshalb verhältnismäßig aufwendig und außerdem kommt es naturgemäß auch zu Verwechslungen. Es ist außerdem ein Schalungseinsatz bekannt, der aus mehreren Zuschnitten zusammengesetzt wird. Auch hier sind für unterschiedliche Größen entsprechende Zuschnitte notwendig. Außerdem ist das Zusammensetzen eines viereckigen Schalungseinsatzes verhältnismäßig aufwendig.
Überwiegend werden die in Rede stehenden Schalungseinsätze für Durchbrüche in Betondecken im Zuge der Erstellung eines Roh­ baues verwendet. Die Schalungseinsätze sind verlorene Bauteile, da sie aus Metall gefertigt sind und im Baukörper verbleiben dürfen. Die Höhe muß dann im wesentlichen der Dicke der Decke entsprechen. Es ist üblich, daß zur Erstellung der Decken eines Gebäudes sogenannte Fertigteildecken verwendet werden, die in einem Betonwerk gefertigt werden. Die Betonschicht dieser Fertigteildecken ist wesentlich geringer als die Dicke der fertiggegossenen Decke am Rohbau. Zur Stabili­ sierung sind in die Betonschicht Gitterträger eingegossen, die gegenüber der Betonschicht noch vorstehen. Für derartige Fertigteildecken sind die bislang bekannten Schalungseinsätze aufgrund ihrer Höhe nicht geeignet, da sie gegenüber den oberen Kanten der Gitterträger vorstehen, so daß es bei Verwendung solcher Schalungseinsätze nicht mehr möglich wäre, die Fertigteildecken übereinandergestapelt vom Betonwerk zur Baustelle zu transportieren.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen mehreckigen Schalungseinsatz der eingangs beschriebenen Art so zu gestalten, daß für den Fall, daß er an der Baustelle zusammengesetzt oder aufgerichtet wird, die Vielzahl der Zuschnitte entfällt. Außerdem soll der erfindungsgemäße Schalungseinsatz auch zum Erstellen von Durchbrüchen in Fertigteildecken zu verwenden sein. Außerdem sollen bei allen Verwendungsfällen Schalungseinsätze mit unterschied­ lichen Längen und Breiten hergestellt werden können, ohne daß dafür entsprechende Zuschnitte notwendig sind.
Die gestellte Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst, indem der Blechzuschnitt durch Ablängen von einer endlosen Bahn herge­ stellt ist, daß in der Bahn, bezogen auf die Länge eines Zuschnittes, in einem relativ geringen Abstand quer zu den Längskanten verlaufende Schwächungslinien vorgesehen sind, die in Abhängigkeit von den Abmessungen des jeweils herzu­ stellenden Schalungseinsatzes Biegekanten für den Zuschnitt sind.
Als endlose Bahn wird eine zu einer Rolle aufgewickelte Bahn oder eine leporelloartig zu einem Stapel abgelegte Bahn ver­ standen. Durch die in einem verhältnismäßig geringen Abstand zueinander verlaufenden Schwächungslinien werden einzelne Felder gebildet, wobei nach dem Biegen eines Zuschnittes die Längs- und Querwände aus jeweils mehreren Feldern bestehen. Es ist nunmehr möglich, die Rolle oder die Bahn zu einer Baustelle oder zu einem Betonwerk zu transportieren, wodurch insgesamt die Handhabung wesentlich verbessert wird. Ein weiterer Vorteil liegt darin, daß Schalungseinsätze unter­ schiedlicher Länge und Breite je nach den Erfordernissen durch Ablängen eines entsprechenden Zuschnittes von der Bahn herge­ stellt werden können. Die Abstände zwischen den einzelnen Schwächungslinien können so groß sein, daß in der Gesamtheit ein Raster entsteht, so daß alle gängigen Abmessungen herge­ stellt werden können. Für einen an der Baustelle herzu­ stellenden Schalungseinsatz ist es zweckmäßig, wenn im Stoßbereich die den Stirnkanten des Blechzuschnittes zuge­ ordneten Bereiche beim fertiggebogenen Schalungseinsatz sich über Ecken und durch mechanische Verbindungselemente oder durch von Preßwerkzeugen erstellte Eindrückungen mitein­ ander verbunden sind. Dadurch wird dann in einfachster Weise der gebogene Schalungseinsatz in seiner Form stabilisiert. Sofern die zwischen den Schwächungslinien liegenden Felder mit Bohrungen versehen sind, kann die Verbindung durch einen einfachen Rödeldraht erfolgen. Einfacher ist es jedoch, ein Preßwerkzeug zu verwenden, welches in der Branche als Gremlerzange bezeichnet wird. Außerdem können zur Stabilisierung Klemmelemente in Form von Schienen oder Leisten verwendet werden.
Bei einem Schalungseinsatz für ein als Fertigteildecke ausge­ bildetes Betonteil ist vorgesehen, daß die Bahn mit einer parallel und im Abstand zu den Längskanten verlau­ fenden Schwächungslinie versehen ist, und daß die die Ecken des gebogenen Schalungseinsatzes definierenden Schwächungslinien von den die obere Kante des Schalungs­ einsatzes bildenden Längskanten bis zur parallel ver­ laufenden Schwächungslinie Einschnitte sind. Dadurch wird es ermöglicht, daß die beim fertigen Schalungseinsatz oberhalb der Schwächungslinie liegenden Wandungsteile nach außen abgewinkelt werden können, so daß die Gesamthöhe des Schalungseinsatzes nicht größer ist als die Gesamthöhe der Fertigteildecke. Dadurch lassen sich die zu einer Baustelle zu transportierenden Fertigteildecken übereinanderstapeln. Zum Gießen des Frischbetons auf der Baustelle werden diese abgewinkelten Wandungsteile aufgerichtet. Da der untere Bereich des Schalungseinsatzes fest in dem Beton der Fertigteildecke verankert ist, verformt sich trotz der Einschnitte der obere Teil des Schalungseinsatzes nicht, wenn vom Frischbeton ausgeübter Druck darauf einwirkt. Außerdem stoßen die Kanten noch gegeneinander und stützen sich ab. Es ist möglich, daß die Bahn bereits mit den Einschnitten versehen wird, d. h. im Betonwerk oder an der Baustelle können sie in Abhängigkeit von den Abmessungen eingebracht werden. Es ist jedoch auch möglich, zunächst einen abgelängten Zuschnitt zu biegen und die Ecken dann einzuschneiden.
Weitere Kennzeichen und Merkmale einer vorteilhaften Ausge­ staltung der vorliegenden Erfindung sind Gegenstand von weiteren Unteransprüchen. In der nach­ folgenden Beschreibung sind bevorzugte Ausführungsbeispiele näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Teilansicht einer endlosen Bahn zur Her­ stellung eines Schalungseinsatzes der an der Baustelle verwendet wird,
Fig. 2 einen Schalungseinsatz zur Verwendung an einer Baustelle in perspektivischer Darstellung,
Fig. 3 einen Schalungseinsatz für die Verwendung in einem Betonwerk,
Fig. 4 einen Schnitt durch eine Fertigteildecke mit eingesetztem Schalungseinsatz nach der Fig. 3.
Die in der Fig. 1 dargestellte endlose Bahn 10 kann bedarfsweise aus einem Speicher, wie z. B. einer Rolle oder einem leporelloartig gefalteten Stapel abgezogen werden. Die Breite der Bahn 10 entspricht der Höhe des in den Fig. 2 und 3 dargestellten Schalungseinsatzes 11. Die Längskanten der Bahn 10 sind durch die Bezugszeichen 12, 13 gekennzeichnet. Wie sich aus den Figuren ergibt, werden aus der Längskante 12 die oberen Kanten des Schalungs­ einsatzes 11, aus der Längskante 13 die unteren Kanten gebildet. Die Bahn 10 ist mit quer zu den Längskanten 12, 13 verlaufenden Schwächungslinien 14 versehen, die parallel zueinander in einem relativ geringen Abstand zueinander verlaufen. Die Bahn 10 ist außerdem mit quer zu den Längskanten 12, 13 verlau­ fenden Lochreihen 15 ausgerüstet, die mittig zwischen zwei Schwächungslinien 40 liegen. Die Bahn 10 ist außerdem in nicht dargestellter Weise mit allgemein bekannten Profilierungen versehen, die der Einfachheit halber nicht dargestellt sind. Um an der Baustelle einen Schalungseinsatz nach der Fig. 11 zu biegen, wird zunächst von der Bahn 10 ein Zuschnitt abgetrennt, dessen Länge um ein zwischen zwei Schwächungs­ linien 14 liegendes Feld größer ist als der Umfang des Schalungseinsatzes, damit sich die den Stirnkanten zugeordneten Bereiche überdecken, wie aus der Fig. 2 erkennbar. Die Über­ deckung liegt im dargestellten Ausführungsbeispiel in einem Eckbereich. Durch die Länge und die Breite des Schalungs­ einsatzes 11 werden die die Ecken 16 bildenden Biegekanten bei der Bahn 10 bestimmt. Zur Bildung von Nagellaschen 17 ist jedes zwischen zwei Schwächungslinien 14 liegende Feld mit zwei Einschnitten 18, 19 versehen, die gegenüber der Breite der Bahn 10 relativ kurz sind und in einem geringen Abstand zueinander verlaufen. Die Einschnitte 18, 19 erstrecken sich von der die unteren Kanten bildenden Längskante 13 der Bahn 10 in Richtung zur gegenüberliegenden Seite. Nach dem Biegen des Schalungseinsatzes entlang der betreffenden Schwächungslinien 14 werden die zur Befestigung des Schalungseinsatzes 10 auf der Schalung notwendigen Nagellaschen 17 um 90° nach außen gebogen. Mittels Einschlagen von Nägeln in die Lasche wird er dann befestigt. Die Fig. 1 und 2 zeigen, daß die Lochreihen 15 zwischen den Einschnitten 18, 19 liegen, da dadurch gleich­ zeitig das Loch für den Nagel in der abgewinkelten Nagellasche 17 enthalten ist. Zur Stabilisierung des Schalungseinsatzes 11 sind die beiden sich überlappenden Felder durch oben und unten überrödelte Drähte miteinander verbunden, die durch die Bohrungen geführt sind. Diese Ausführung hat den Vorteil, daß an der Baustelle vorhandene Werkzeuge verwendet werden können. In nicht dargestellter Weise ist es jedoch auch möglich, die sich überdeckenden Felder mittels geeigneter Preßwerkzeuge so einzudrücken, daß durch die Verformung eine Verbindung im Sinne eines Verhakens erfolgt.
Der in der Fig. 3 dargestellte Schalungseinsatz 11 ist ebenfalls aus einem Zuschnitt gefertigt, der von der Bahn 10 abgetrennt wurde. Jedoch benötigt diese Bahn keine Lochreihen, da die Befestigung durch Nägel entfällt. Außerdem entfallen dann die Einschnitte 18, 19, da der Schalungseinsatz 11 für eine Stahlform benötigt wird. Um ihn in dieser Form festzu­ setzen, sind in zwei einander gegenüberliegenden Eckbereichen innerhalb des Schalungseinsatzes 11 liegende Dauermagnete 20, 21 auf die untere Platte der Schalung aufgesetzt. Diese Platte ist andeutungsweise durch das Bezugszeichen 22 gekennzeichnet. Dadurch entfällt außerdem die Überdeckung von zwei zwischen zwei Schwächungslinien 14 liegenden Feldern. Der Schalungs­ einsatz nach der Fig. 3 ist dafür aber mit einer umlaufenden, parallel zu den oberen und unteren Kanten verlaufenden Schwächungslinie 23 versehen. Die Bahn 10 müßte deshalb in nicht näher dargestellter Weise ebenfalls eine parallel zu den Längskanten 12, 13 verlaufende Schwächungslinie aufweisen. Nachdem in die Stahlform zum Gießen einer Fertigdecke 24 (Fig. 4) die Gitterträger 25 eingelegt wurden, wird die Betonschicht 26 gegossen. Bei der dargestellten Fertigdecke 24 handelt es sich um das System "Filigran", welches in der Branche bekannt ist. Vor dem Transport der Fertigteildecken 24 zur Baustelle werden die oberhalb der horizontalen Schwächungslinie 23 liegenden Wandungsteile nach innen umge­ bogen, wie in der Fig. 4 dargestellt. Dazu wurde die Schwächungslinie 23 so gelegt, daß die oberen Spitzen der Gitterträger 25 ein klein wenig gegenüber den umgebogenen Kanten vorstehen. Damit die Wandungsteile umgebogen werden können, sind außerdem die Ecken des Schalungseinsatzes 11 von oben her bis zur Schwächungslinie 23 eingeschnitten. Diese Einschnitte können vor oder nach dem Biegen des Zuschnittes eingebracht werden. Durch die beiden Pfeile ist angedeutet, daß die umgebogenen Wandungsteile nach dem Verlegen der Fertigteildecken wieder hochgebogen werden, damit kein Frischbeton beim Gießen in den Schalungseinsatz 11 hineinläuft. Aus Gründen der vereinfachten Darstellung ist die Bahn 10 bzw. sind die Schalungseinsätze 11 glattflächig gezeichnet. Zur besseren Verbindung mit dem angrenzenden Beton können profilierte Bahnen, beispielsweise aus Trapez­ blech, Wellblech oder dergleichen verwendet werden.

Claims (10)

1. Mehreckiger Schalungseinsatz zum Einsetzen in eine Schalung für ein mit mindestens einem Durchbruch zu versehendes Betonteil, der aus einem metallischen Blech­ zuschnitt gefertigt ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Blechzuschnitt durch Ablängen von einer endlosen Bahn (10) hergestellt ist, daß in der Bahn, bezogen auf die Länge des Blechzuschnittes, in einem relativ geringen Abstand parallel sowie quer zu den Längskanten (12, 13) verlaufende Schwächungslinien (14) vorgesehen sind, die in Abhängigkeit von den Abmessungen des jeweils herzustellenden Schalungseinsatzes (11) Biege­ kanten für den Zuschnitt sind.
2. Mehreckiger Schalungseinsatz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im Stoßbereich die den Stirnkanten des Blechzuschnittes zugeordneten Bereiche beim fertiggebogenen Schalungseinsatz (11) sich überdecken und durch mechanische Verbindungselemente oder durch Verpreßwerkzeuge erstellte Eindrückungen miteinander verbunden sind.
3. Mehreckiger Schalungseinsatz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Schwächungslinien (14) parallel und im Abstand zu den Schwächungslinien (14) sowie quer zu den Längskanten (12, 13) verlaufende Loch­ reihen (15) vorgesehen sind.
4. Mehreckiger Schalungseinsatz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bahn (10) bzw. der Schalungs­ einsatz (11) zur Bildung von Nagellaschen (17) mit Einschnitten (18, 19) versehen ist, die, bezogen auf die Breite der Bahn (10), relativ kurz sind und sich von der die untere Kante des Schalungseinsatzes (11) bildenden Längskante (13) in Richtung zur gegenüberliegenden Kante erstrecken.
5. Mehreckiger Schalungseinsatz nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Einschnitte (18, 19) in jedem zwischen zwei Schwächungslinien (14) liegenden Feld vorgesehen sind und daß beidseitig einer mittig zwischen zwei Schwächungslinien (14) liegenden Lochreihe (15) jeweils ein Einschnitt (18 bzw. 19) vorgesehen ist.
6. Mehreckiger Schalungseinsatz nach Anspruch 1 für ein als Fertigteildecke ausgebildetes Betonteil, dadurch gekennzeichnet, daß die Bahn (10) mit einer parallel und im Abstand zu den Längs­ kanten (12, 13) verlaufenden Schwächungslinie (23) versehen ist, und daß die die Ecken des gebogenen Schalungseinsatzes (11) definierenden Schwächungslinien (14) von der die obere Kante des Schalungseinsatzes (11) bildenden Längskante (12) bis zur parallelverlaufenden Schwächungslinie (23) Einschnitte sind.
7. Mehreckiger Schalungseinsatz nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand der Schwächungslinie (23) zu der durch die Längskante (13) gebildeten unteren Kante des Schalungseinsatzes (11) ein klein wenig kleiner ist als die Gesamthöhe der Fertigteildecke (24).
8. Mehreckiger Schalungseinsatz nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die oberhalb der Schwächungslinie (23) liegenden Wandungsteile nach innen umbiegbar sind.
9. Mehreckiger Schalungseinsatz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bahn (10) Profilierungen aufweist.
10. Mehreckiger Schalungseinsatz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bahn (10) eine endlose zu einer Rolle aufwickelbare oder eine leporelloartig faltbare Bahn ist.
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